Gleichgeschaltete Medien

Ein Leserkommentar:

Das habe ich heute zusammengestellt und ICH möchte Sie gerne daran teilhaben lassen.

GLEICHGESCHALTETE MEDIEN

Handelsblatt:
Donald Trump lieferte keine präsidiale Rede, sondern eine Kampfansage.
http://app.handelsblatt.com/politik/international/amtseinfuehrung-trump-die-daemonen-sind-los/19284988.html

FAZ:
Trumps Amtsantritt: Eine Kampfansage ohne Vorbild
http://www.faz.net/aktuell/politik/trumps-praesidentschaft/trumps-amtsantritt-eine-kampfansage-ohne-vorbild-14709462.html

Welt:
Kampfansage des Volkstribunen
https://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article161382077/Kampfansage-des-Volkstribunen.html

TAZ:
Es war keine Einigungsansprache, sondern eine Kampfansage
https://www.taz.de/Trumps-erste-Rede-als-US-Praesident/!5376738/

Spiegel:
Trump grenzte sich statt dessen gleich zu Beginn von der Washingtoner „Elite“ ab, die sich um ihn herum versammelt hat, er beschimpfte sie und nutzte seine Rede für eine erneute Kampfansage
http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trumps-amtsuebernahme-ein-volk-ein-land-ein-praesident-a-1131030.html

Bild:
Er hat aus einer ersten Rede, von der viele in der Welt den Versuch zur Versöhnung erwarteten, eine Kampfansage an die Welt gemacht.
http://www.bild.de/politik/ausland/donald-trump/ein-mann-gegen-den-rest-der-welt-kommentar-von-nikolaus-blome-49887220.bild.html

Westdeutsche Zeitung:
Antrittsrede von Trump: Kampfansage mit gereckter Faust
http://www.wz.de/home/politik/specials/die-usa-unter-trump/antrittsrede-von-trump-kampfansage-mit-gereckter-faust-1.2359051

Deutschlandradio Kultur:
Trumps Antrittsrede – Kampfansage pur
http://www.deutschlandradiokultur.de/trumps-antrittsrede-kampfansage-pur.996.de.html?dram:article_id=376950

Tiroler Tageszeitung:
Präsident Trumps Rede: Eine Kampfansage mit gereckter Faust
http://www.tt.com/politik/12519276-91/pr%C3%A4sident-trumps-rede-eine-kampfansage-mit-gereckter-faust.csp

RP online
Amtseinführung 2017: US-Präsident Donald Trump startet mit Kampfansage
http://www.rp-online.de/politik/ausland/amtseinfuehrung-2017-us-praesident-donald-trump-startet-mit-kampfansage-aid-1.6548838
(Titel offensichtlich nachträglich geändert)

Danke dafür! Das ist zu gut, um in den Kommentaren zu bleiben, deshalb in einen eigenen Artikel verpackt.

Wie zum Teufel bekommen es die Medien hin, sich so präzise auf ein Wording zu einigen?

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158 Kommentare zu “Gleichgeschaltete Medien
  1. Hans-Joachim Dohmeier sagt:

    Vermutlich liegt dem allem eine Meldung der Deutschen Presseagentur zugrunde, wie in unserer Lokalzeitung:

    Washington(dpa):“…In seiner Antrittsrede am Freitag kündigte der 70-Jährige einschneidende Veränderungen an und sagte dem politischen „Establishment“ den Kampf an. …“ (Rhein-Neckar-Zeitung Nr.17 vom 21./22. Januar 2017, Frontseite)

    Ich würde mich wundern, wenn es anders wäre.

    • Heinz Göd sagt:

      Hans-Joachim Dohmeier
      Ja, das sehe ich auch so.
      Aufschluss über die Nachrichten-Verbreitung gibt auch
      https://swisspropaganda.wordpress.com/der-propaganda-multiplikator/
      Was es mit der Deutsche Presse-Agentur (dpa) auf sich hat, kann mensch bei dpa nachlesen
      https://www.dpa.com/de/unternehmen/faq/
      Astrein scheint die dpa auch nicht zu sein:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Presse-Agentur#Kritik
      Auch Bilder können von dpa bezogen werden:
      https://portal.picture-alliance.com/
      Und Unterstützung zum Publizieren gibt dpa auch
      http://www.dpa-digitalservices.com/Site/Home.html

    • Bleibe besser Unbekannt sagt:

      Angenommen Sie haben recht, alle nehmen die DPA Nachricht. Dann lassen sich folgende Schlüsse daraus ableiten.
      1.) Keine der genannten Zeitungen/Redaktionen hat noch einen Vorort-Korrospondent. Bei einem solch wichtigem Ereignis mit festen und im voraus bekannten Termin sehr merkwürdig.
      2.) Es gibt nur noch Redakteure im Verlagshaus. Damit sind alle Nachrichten nur noch Weitergabe von Hörensagen, Kopien von Nachrichten Dritter, n-te Kopie von xxx (ja was eigentlich). Überprüfung der verbreiteten Nachrichten/Informationen Fehlanzeige.
      Anmerkung zu Punkt 1, sind große Sportereignisse ohne Vorort-Reporter in den genannten Zeitungen vorstellbar? Antwort nein. Warum dann hier bei einem politischen Ereignis.
      Anmerkung zu Punkt 2, aus wirtschaftlicher Sicht würde dies bedeuteten es fehlt nicht mehr viel und die Zeitungen/Redaktionen müssen schließen. Da Vorort-Reporter wohl zu teuer sind. Dies schließt aber eine weitere Abwärtsspirale ein.
      Oder falls die alles nicht so zutrift, die Zeitungen/Verlage nicht kurz vor der Insolvenz stehen und auch Vorort-Reporter nach Washington DC geschickt haben, ja dann würde ich sagen selber Denken (politischer Slogan von vor 8 Jahren! und noch immer gültig) und die Möglichkeiten abwägen.

    • Analitik sagt:

      Presseagenturen sind ein zentrales Element der Propaganda und der Mediengleichschaltung: https://swisspropaganda.wordpress.com/der-propaganda-multiplikator/

  2. Ralf S. sagt:

    (Bitte den ersten Kommentar löschen, der war fehlerhaft)

    Einer der Hauptgründe:

    Es gibt in den westlichen Ländern nur wenige relevante Presseagenturen, die einen Großteil der Quellen für neue Artikel in allen Medien liefern.

    Zum Beispiel sind es in Deutschland im wesentlichen nur 4 Kanäle bzw. Presseagenturen über die fast alle News zu den Zeitungen gelangen, größtenteils sind diese bereits vorgetextet*:

    – dpa (Deutsche Presse-Agentur) = 98,5 % Verbreitung bei Tageszeitungen mit Vollredaktion
    – AP (Associated Press) = 92 % Verbreitung
    – Thomson Reuters = 52 % Verbreitung
    – AFP (Agence France-Presse) = 31% Verbreitung

    –> So wundert es auch nicht, dass zu vielen Themen die Artikel vielen Zeitungen fast gleichlautend und mit gleichlaufenden Überschriften erscheinen.

    Diese wenigen Kanäle bieten sich natürlich geradezu an, die Nachrichtenauswahl zu steuern und zu beeinflussen

    Viele Grüße,
    Ralf S.

    * http://www.agenturjournalismus.de/index.php/basiswissen/9-nachrichtenagenturen-ein-ueberblick

    • Nobilitatis sagt:

      Nachrichtenagenturen können die präzisen Übereinstimmungen in den Formulierungen nicht erklären. Das Prinzip Gatekeeper ist uralt und vorher war es ein Sport, die Pressemitteilungen der Agenturen so umzuformulieren, dass es so aussah, als hätte man eigene Leute, sich selbst ein Bild gemacht. Ich als Kommunikationswissenschaftler, der das Phänomen schon eine Weile beobachtet, vermute ein diskretes Briefing im Hintergrund. Die relevanten Journalisten gehören bestimmt einer Vereinigung an, die deren Recherche unterstützt. Möglicherweise sehr diskret und finanziert von dem Milliardär Soros, vielleicht.

      • Analitik sagt:

        Dieser Meinung schließe ich mich an.

        Siehe auch diesen Kommentar: http://analitik.de/2017/01/22/gleichgeschaltete-medien/#comment-6053

      • Stefan N. sagt:

        Die von Ralf S. genannten Agenturen sind (je mind 1x text und 1x Bildkanal) mittlerweile die einzigen überregionalen Lieferanten von Agenturmeldungen. Darüber hinaus wird meistens nur noch die Agentur der jeweiligen Landeskirche (z.B. in Hessen) (mit)geliefert.

        Die präzisen Übereinstimmungen sind für mich zumindest leicht zu erklären, auch ohne die oben vermutete diskreten Briefings – ich kenne die Branchensoftware…

        Zusammen mit dem Kommentar auf den gestern 23:43 Uhr verwiesen wurde: der enge Flaschenhals kann mit genannten Agenturen hergestellt werden. Damit sind die Briefings wieder drin aber kein Journalist muss daran teilnehmen, die sind nur Agenturempfänger.

  3. lutz sagt:

    Amtsantrittsrede in Washington D.C. am 20. Januar 2017
    Freundschaft mit allen Nationen der Welt (deutsche Übersetzung)
    Von US-Präsident Donald J. Trump

    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=23474

  4. Spökenkieker sagt:

    von Noam Chomsky: Manufactoring Consent
    https://chomsky.info/19890315/

    „The New York Times front page is sent over the wire services the afternoon of the day before — there is a thing, if you read the- you know, you look at that stuff that’s ground out of the AP wire, you’ll notice around four o’clock comes something that says, The New York Times front page tomorrow is going to look like so-and-so. Well, if you’re an editor of a journal in some small town, you read it and you say, oh, that’s what the important news is, and you frame your own reporting that way. Now, you know, it’s not, sort of, a hundred percent, but there is a kind of an agenda setting media — New York Times, Washington Post, the three television channels, a few others that participate to some extent in this.“

    aus Netzwerk Recherche: Hauptstadtjournalismus, Kapitel 4.2
    (als pdf downloadbar mit google-Suche)

    „Indem die Nachrichtenagenturen exklusive Vorabmeldungen, so genannte ‚Vorabs’, von auflagenstarken Zeitungen oder Magazinen (bspw. Politiker-Statements) übernehmen, mutieren sie zur überdimensionalen Verteilstation im Konkurrenzkampf um politische Deutungsmacht.“

    „Doch das allgemeine Stimmungsbild unter den Kollegen fällt deutlich zurückhaltender aus: So unterstehe ihre Arbeit häufig dem binnenredaktionellen Zwang, sich an der Berichterstattung der großen Leitmedien zu orientieren, geben einige Befragte zu. Manche Korrespondenten monieren zudem Aufträge ihrer Zentralredaktionen, die inhaltliche Berichterstattung und mitunter sogar Wertungen nach Spiegel Online auszurichten“

    Trotz dieser aufgezeigten Mechanismen ist die Gleichschaltung erstaunlich. Ist mir schon bei der Hysterie um Fake News aufgefallen. Gruselig.

  5. Freigeist sagt:

    Moin,als Zeitzeuge sage ich WASN SPEKTAKEL.
    Ein Wall an Demos/Klagen/konzertierte MSM,fegt über die Grenzen hinweg,einzigartig in der Geschichte.(Vor allem was man als westl.Einflussphäre bezeichnet)
    Zurück,“Haus zum Roten Schild“,ist es möglich,das ihr Vehikel „Globaler“ Nötiger abhanden geht?ich kann es nicht belegen,aber,hatte Putin den Einfluss,minimiert bzw. eliminiert und viele könnten ihm folgen,…..
    Trumps „Kampfansage“ ist de accord mit Merkels Aussage Politik auf Augenhöhe,mit dem einzigen Manko,ihr Liebling Freihandel.Er will kein TTP/TTIP das pure Gift für die Großen Räuber.Wie der Zufall es wollte,kam GB vorzeitig als Schützenhilfe,die Eintracht geht ihren Weg.
    Dem zeitlich voraus war Kyrill im Palace,der Überbringer einer Nachricht!Also liegt der Schlüssel für alle,in der Hand der Russen,wohl auch für die Zukunft D. und vielen anderen Global Kolonien.
    China verlautbarte in Peru Alternativen für „Freihandel“!
    Das Vakkum der handelnden,zieht langsam Luft,um Ergenisse zu liefern hängt an dem Leben vom Putus ab.
    Guten Tach alle

  6. leo sagt:

    Gut sichtbar machen lässt sich der Tenor des Mainstreams über

    https://newstral.com/de?page=1

    Da weiß man, „welche Sau gerade durchs Dorf getrieben wird“…

  7. wolke sagt:

    Liebe Freunde, hier mal ein Artikel der MSM wo das Umdenken schon begonnen hat.
    http://www.n-tv.de/politik/politik_person_der_woche/Warum-Trump-positiv-ueberraschen-koennte-article19567606.html
    Als rechtspopulistischer Kommunist freue ich mich schon auf die Aufdeckung der Luegen von 9/11 bis zum Weihnachtsmarkt.

  8. Tommie sagt:

    Vielleicht sind die Medien unterfinanziert??
    Man ist nicht sonderlich frei im Tun und Lassen, wenn die Knete fehlt. Dann heißt es lieber abschreiben und in Deckung gehen.

    • Analitik sagt:

      Die Medien sind auch unterfinanziert. Aber das ist weder eine Erklärung noch eine Entschuldigung für ihr Verhalten.

      • Tommie sagt:

        Die spannende Frage für mich lautet wer hat bewusst oder vielleicht auch ein Stück weit unbewusst die medialen Fäden in der Hand.
        Einen Lösungsansatz auf die nächste spannende Frage, wie es zu dem massenweisen Abschreiben kommt, sehe ich in einer Parallele die heute folgendermaßen statt findet:
        Alle, tatsächlich alle großen Automarken erfinden gerade das Elektroauto neu. Dabei gab es schon z.B. 1921 in Chemnitz Elektroautos. Die Post fuhr damit rum. Sicherlich nicht nur in Chemnitz. Man hat sich damals schon ausgerechnet, wenn das Erfolgsmodell auf weitere Bereiche ausrollt würde, dann reichen die Rohstoffe für die Batterien nicht.
        Es ist ein gesellschaftliches Problem. Die Ingenieure in den Entwicklungsabteilungen sehen genau so wenig die Alternativen die es gibt, wie die Autoren bei den Verlagen. Ich sehe da ganz stark depressive Verhaltensmuster und soziale Phobien (hauptsächlich Abstiegsängste).
        Das Lesen Ihrer Seite ist dann immer eine Wohltat. Bitte weiter so !!! Für Kritik und Anregungen immer offen. Volker

  9. JIm Cox sagt:

    In diesem Fall ist die Gleichschaltung meiner Meinung nach einfach zu erklären und die sonst einschlägigen Gründe „trilaterale Kommision, Atlantikbrücke & Bilderberger“ müssen nicht in den Vordergrund gerückt werden – im Hintergrund wirken sie aber weiterhin. Die „Deutsche Wirtschaftsnachrichten“ hat die gesamte Rede übersetzt und auf ihrer Internetseite veröffentlicht. In den Inhalten der Rede liegt auch die Erklärung für die gleichartige Bewertung: Die Rede ist objektiv eine Kampfansage – und sie sollte auch eine sein. Man kann schwerlich einen anderen Begriff dafür finden.

  10. ChrizzChrozz sagt:

    Auch die Junge Welt benutzt diesen Begriff – und die zähle ich ausnahmsweise eigentlich nicht zu den Gleichgeschalteten:

    „Donald Trump hat seine Amtszeit als Präsident der USA am Freitag mit einer außergewöhnlich demagogischen und aggressiven Ansprache begonnen, die nach einer Kampfansage an die ganze Welt außerhalb der Staaten klang. Wer das Musical »Evita« gesehen hat, musste sich an General Juan Peróns große Rede auf dem Balkon der Casa Rosada erinnert fühlen….“

    Bei der Neuen Rheinischen Zeitung lautet die Überschrift hingegen ganz anders:
    „Freundschaft mit den Nationen der Welt“
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=23474

    DAS ist tatsächlich ein Zitat aus seiner Rede, die dort übrigens im Original nachlesbar ist. Der Originaltext klingt schon etwas anders, als es die Hysterie der Eliten via MSM uns glauben machen will. Er läßt jedoch viel Raum für Spekulationen, da er nichts Konkretes beinhaltet. Aber das war bei Obama & Co. nicht anders. Warten wir die Taten ab.

    Auch werden dort (nrhz.de) kritisch die Hintergrundorganisatoren der Not-my-president-Demos besprochen.

    Ein Heilsbringer ist Trump natürlich auch nicht, beim Thema Iran wird sich das wohl zuerst zeigen – aber immerhin hat er bisher im Gegensatz zu Obama & Hillary noch nicht unter Beweis gestellt, dass er ein veritabler Massenmörder und Kriegsverbrecher ist. Hoffen wir also mal…

  11. Ichse-Michse sagt:

    „Kampfansage“. Wie könnte man die Rede in einer Überschrift (Schlagzeile) denn sonst noch treffend zusammenfassen?

    „Wording“ und „Gleichschaltung“ verstehe ich als synonym für das alte (Französische?) Sprichwort: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“.

    Gleichschaltung trifft ja auch höchstens auf die Nazis oder Putin zu. Bei uns im Land ist diese Praxis dagegen höchst demokratisch und teilweise sogar gesetzlich geregelt. Hier heisst es deshalb Tendenzschutz (https://de.wikipedia.org/wiki/Tendenzschutz).

  12. ChrizzChrozz sagt:

    Nachtrag:
    …viel interessanter als die nichtssagende offizielle Rede von Trump, ist die unmittelbar danach, beim CIA:

    https://www.youtube.com/watch?v=xlawqm7UZtc

    Das Ende könnte in meinen Augen tatsächlich die tatsächliche Drohung darstellen:

    „We will get rid oft he columns!“

    Klar, das sind die baulichen “Säulen” in dem Raum – aber es ist auch der Begriff für “Die Kolonne!“

    Ggf. korrespondiert dies ja mit deinem Beitrag:
    http://analitik.de/2017/01/06/ein-tribunal-schwebt-in-der-luft/

    Ich mag mich täuschen, aber die eigentliche „Kampfansage“ war nicht die vor dem Washington Memorial, sondern im CIA-Headquarter!

  13. Hausfrau sagt:

    Ich selbst habe die Formulierung „Kampfansage an den Apparat“ am 21. 1. 2017 am frühen Abend in einem Kommentar anderswo aufgebracht, ohne vorher groß Presse gelesen zu haben (ich habe nach der Rede gesucht und die gelesen).
    Würde mich sehr interessieren, in welcher Zeit diese Formulierung „distribuiert“ wurde, also wann die hier erwähnten Artikel geschrieben wurden, und wann erschienen.
    Leider erinnere ich mich nicht mehr genau, was ich davor alles angeschaut hatte, aber ich meine, von „Kampfansage“ war da nirgends die Rede.

  14. Hausfrau sagt:

    Habe gerade in den Links von Hrn. Dohmeier geschaut. Dort gibt es das Wort „Kampfansage“ im „Grenz-Echo“, was mir bis dato komplett unbekannt war, bereits am 20.1.2017, vermutlich abends. – Es ging allerdings bereits ein Großteil des Wahlkampfs von Trump um „das Austrocknen des Washingtoner Sumpfes“, d.h. das Thema war schon da. Darauf, einen bestimmten Teil seiner Antrittsrede als Kampfansage zu interpretieren, kamen dann wohl mehrere gleichzeitig.

  15. Hausfrau sagt:

    Noch eine Spur. Ich meine, ich hatte die Rede auf CNN gefunden. Dort im Umfeld könnte vielleicht so eine Art „Framing ohne Worte“ zu finden sein.

  16. Pandora sagt:

    Da kann ich gleich noch etwas nachlegen (ist schon älter):

    PRESSESCHAU VOM 13.11.2015 UM 20.00 UHR

    Ergänzt am 15.11.2015

    „Die Bundeskanzlerin hat die Lage im Griff“
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/angela-merkel-im-zdf-habe-die-lage-im-griff-a-1062761.html

    „Die Bundeskanzlerin hat die Lage im Griff“
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article148837248/Die-Bundeskanzlerin-hat-die-Lage-im-Griff.html

    „Die Bundeskanzlerin hat die Lage im Griff“
    http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/merkel-reagiert-auf-kritik-die-bundeskanzlerin-hat-die-lage-im-griff-13911367.html

    „Die Bundeskanzlerin hat die Lage im Griff“
    http://www.sueddeutsche.de/politik/bundeskanzlerin-merkel-die-bundeskanzlerin-hat-die-lage-im-griff-1.2737111

    „Die Bundeskanzlerin hat die Lage im Griff“
    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-11/fluechtlingspolitik-angela-merkel-zdf-interview

    „Die Bundeskanzlerin hat die Lage im Griff“
    http://www.morgenpost.de/politik/article206572721/Merkel-Die-Bundeskanzlerin-hat-die-Lage-im-Griff.html

    „Die Bundeskanzlerin hat die Lage im Griff“
    http://www.ksta.de/politik/-angela-merkel-sote-die-bundeskanzlerin-hat-die-lage-im-griff,15187246,32412424.html

    „Die Bundeskanzlerin hat die Lage im Griff“
    http://www.derwesten.de/politik/angela-merkel-die-bundeskanzlerin-hat-die-lage-im-griff-id11284164.html

    „Die Bundeskanzlerin hat die Lage im Griff“
    http://www.mz-web.de/politik/-angela-merkel-sote-die-bundeskanzlerin-hat-die-lage-im-griff,20642162,32412424.html

    „Die Bundeskanzlerin hat die Lage im Griff“
    http://www.noz.de/deutschland-welt/wirtschaft/artikel/637581/merkel-im-zdf-die-bundeskanzlerin-hat-die-lage-im-griff

    „Die Bundeskanzlerin hat die Lage im Griff…“
    http://www.mdr.de/mdr-info/audio1324622.html

    „Die Bundeskanzlerin hat die Lage im Griff“
    https://de.nachrichten.yahoo.com/angela-merkel-fl%C3%BCchtlingskrise-bundeskanzlerin-hat-171955350.html

    „Die Kanzlerin hat die Lage im Griff“
    https://www.tagesschau.de/inland/merkel-was-nun-101.html

    Kanzlerin „hat die Lage im Griff“
    http://www.n-tv.de/politik/Merkel-will-kaempfen-article16350021.html

    Kanzlerin hat Lage im Griff
    http://www.svz.de/nachrichten/themen/fluechtlinge/kanzlerin-hat-lage-im-griff-id11204796.html

  17. Pandora sagt:

    Das großgeschriebene „ich“ war übrigens nicht Absicht, sondern ein Schreibfehler!

  18. Tja ANALITIK. in meinen BV-er Kreisen war „Selbststeller“ schon die abwertendste Charakterisierung für „Eierdiebe“! Was mach‘ ich nun?
    Noch einen Guten Tag
    RRD

  19. Hausfrau sagt:

    Analitik, habe gerade Ihren vorigen Beitrag zu dem britischen Film mit dem privaten Geheimdienst gefunden. Ich sehe den als einen sehr britischen Versuch, irgendwie zusammenzubekommen, was die Gegenwart uns „bietet“. Wir haben ja heftige Elitenkämpfe um die Richtung, wie es weitergehen soll (weil es nicht einfach „weiter so“ gehen kann), und selbst „dem Mann von der Straße“ ist doch inzwischen klar, daß es eine Menge Akteure „hinter dem Vorhang“ gibt. So wie Sie es ja auch tun (und deswegen lese ich, was Sie schreiben), versuchen viele, zu verstehen, was denn überhaupt los ist, und wer was einrührt. Letzteres ist schwer zu überschauen, weil die bisherigen Institutionen zunehmend fraktioniert und erodiert sind und es nicht nur staatliche, sondern auch private Akteure gibt, die teilweise im Verbund handeln, teilweise gegeneinander.

  20. Pandora sagt:

    Ich habe übrigens vor einiger Zeit den Presserat eingeschaltet, weil die Badische Zeitung behauptete, Präsident Putin habe zugegeben, daß sich russische Soldaten in der Ukraine befinden. Tatsächlich hatte Putin aber das Gegenteil gesagt und der damalige stv. Chefredakteur (heute: Chefredakteur) der notorischen Lügenzeitung hatte ihm absichtlich das Gegenteil in den Mund gelegt. Überraschung: Der Presserat stellte sich in seiner Entscheidung auf die Seite der Badischen. Leider habe ich bis heute niemanden gefunden, der die Verlogenheit und Korruptheit des Presserates durch eine Veröffentlichung dokumentiert. Bei Interesse stelle ich gerne die vollständige Korrespondenz zur Verfügung.

  21. Franz sagt:

    Soll ich lachen der weinen?

    Ich habe testweise in Google die Wörter „Trump“ und „Kampfansage“ eingegeben. Ich glaube, bei den Treffern sind alle deutschsprachigen Newsportale vertreten. (aber auch ganz viele Blogs)

  22. wolfwal sagt:

    Hallo Analotik,
    was meinen Sie, ist gerade großes Schach im Gange und es geht Merkel in Wahrheit doch um die Lösung von den USA? Nie war jedenfalls so eine Chance da, wie jetzt mit Trump. Und der Briten als Bollwerk gegen Deutschlands Souveränität hat man sich auch elegant entledigt. Auch die ersten Beiträge in den MSM sprechen von der Chance der Souveränität. (Spiegel und Focus).

    • Analitik sagt:

      Merkel und die hinter ihr stehenden EU-Eliten wollen die EU als vierten Pol in der neuen Weltordnung etablieren. Von Brzezinski kam schon das klare Signal, dass es nur drei Pole geben wird: Russland, China, USA.

      Über Merkels Widerstand gegen die USA in den letzten Jahren steht hier im Blog viel geschrieben. Das ist jedoch aus einer Abwehrreaktion heraus entstanden, nachdem die USA begonnen haben, die EU zu zerstören. Wenn Ihr angeblicher bester Freund anfängt, Ihnen mit einem Schläger auf den Kopf zu hämmern, werden Sie sich notgedrungen Gedanken über eine Loslösung von diesem Freund machen. In ungefähr dieser Lage stecken Deutschland und EU derzeit.

      • FarEast sagt:

        Das Problem mit der neuen EU ist, dass sie, um sich als handlungsfähige Macht zu etablieren, massiv die nationalen Souveränitäten, die sie derzeit auszeichnen – und in ihren Handlungsoptionen einschränken – abbauen müsste. Sie schrieben bereits früher, dass an einer neuen EU-Konzeption mit Frankreich und Deutschland als Mittelpunkt gearbeitet wird. Ich bin immer noch gespannt auf die abschließende Gestalt dieser Idee, denn verschiedene Aspekte, die den Mitgliedern heute – zumindest theoretisch – Mitsprache und Veto sowie verschiedene nationale Souveränität lassen, sind ein Hindernis, aber gleichzeitig ein Zugeständnis an die Mitgliedsstaaten, das vielleicht weitere Ausstiege bisher verhindert hat (im nordwestlichen Teil der EU zumindest).

  23. wolfwal sagt:

    Die Tasten auf dem Handy sind so mickrig. Natürlich Analitik

  24. sometimes sagt:

    zitat: Wie zum Teufel bekommen es die Medien hin, sich so präzise auf ein Wording zu einigen?

    vorschlag: noch funktionierende herrschaft?
    sometimes

    • Analitik sagt:

      Eine Gesetzesinitiative. Sie können recherchieren, wer die Typen sind, die das eingereicht haben, mit wlchen großen Fischen sie verbandelt sind.

  25. Steve sagt:

    Die DPA liefert und die Medien verteilen leicht abgeändert. Zentrales Medienmanagement..

  26. Heinz Göd sagt:

    Wie es innerhalb der Medien zugeht, schreibt Noam Chomsky:
    …Elitemedien, die manchmal auch als die trendbestimmenden Medien bezeichnet werden, weil sie über die größten Mittel verfügen und den thematischen Rahmen abstecken, an den alle anderen sich halten müssen.
    Die Massenmedien im eigentlichen Sinn haben im wesentlichen die Funktion, die Leute von Wichtigerem fernzuhalten.
    Die großen Medien sind einfach einer der Bestandteile dieses Systems
    …die Tatsache, daß sie [die bestimmenden Journalisten] ihre Position gar nicht inne hätten, wenn sie nicht vorher schon unter Beweis gestellt hätten, daß niemand ihnen sagen muß, was sie schreiben sollen.
    (Um es in diesem System zu etwas bringen zu können, muß man die richtige Sozialisation und Erziehung genossen haben, die dann falschen Gedanken und Ideen einen Riegel vorschieben.)
    …daß das Medienprodukt, das heißt, die Auswahl dessen, was in den Medien vorkommt und wie es vorkommt, die Interessen der Käufer und der Verkäufer des Produkts sowie der Institutionen und Machtzentren, unter deren Einfluß sie stehen, widerspiegelt.
    http://hauptwort.at/2010/02/22/warum-die-mainstreammedien-mainstream-sind-von-noam-chomsky/

  27. Trumpelstilzchen sagt:

    Das geht über die global agierenden „Presseagenturen“, darüber werden die einzelnen Zeitungen gesteuert. Die tippen das einfach nur ab.
    Das Beispiel ist doch aber jetzt wirklich nichts besonderes, dass läuft doch fast seit Ewigkeiten schon zu allen wichtigen Politikbereichen so.
    Bei Google News kann man das ganz einfach nachvollziehen, wie die meisten Medien weitgehend im Gleichklang berichten.
    Gibt man dort „Trump + Kampfansage“ erhält man ca. 65000 !! Ergebnisse, viele davon zu oben genannten Thema.

    • Analitik sagt:

      „Das Beispiel ist doch aber jetzt wirklich nichts besonderes“

      Die Art der Aufbereitung ist äußerst anschaulich und wirkungsvoll. Die Gleichschaltung ist alltäglich, wird aber nicht bemerkt, wenn sie nicht auf solche oder andere anschauliche Art und Weise präsentiert wird.

      • Trumpelstilzchen sagt:

        Also schädlich ist das Beispiel sicher nicht, da geb ich dir recht, aber wer deinen Blog liest dem ist die Gleichschaltung der MSM-Medien mit großer Wahrscheinlichkeit lange bekannt, sonst wär er nicht hier 🙂

        Die beschriebene Gleichschaltung über die Agenturen verschafft das tendenziöse propagandistische „Grundrauschen“, aber noch viel interessanter wäre mal eine Analyse wie die großen global koordinierten Propagandakampagnen funktioniere vielleicht erläutert am Beispiel von Aleppo oder dem Donbass. Das wird dann wohl nur noch sekundär über die Agenturen laufen, primär aber wohl über die direkte transatlantische Vernetzung der „Leitmedien“ und direkten geheimdienstlichen Einfluss in die Redaktionen. das läuft ja meistens sehr genau abgestimmt.

        • Analitik sagt:

          Hatte ich schon bezüglich der Ukraine beschrieben, irgendwo in den Anfängen des Blogs muss das sein. Das Schema ist, dass ein sehr enger Flaschenhals für die Information geschaffen wird, noch viel enger als die vier großen Presseagenturen (die für sich schon ein außergewöhnlicher Flaschenhals sind), genau genommen aus nur einer Organisation bestehend. In der Ukraine war es ein von Soros betriebenes Medienzentrum (von dem alle westlichen Medien abgeschrieben haben), bezüglich Syrien ist es diese Ein-Mann-Organisation in London, die immer als einzige Quelle für die gesamte Presselandschaft der westlichen Welt herhalten muss.

  28. Katharina sagt:

    Möglicherweise hat Trumpf bestimmten Kreisen tatsächlich eine „Kampfansage“ in seiner Rede gemacht.
    Als ich das Schattentheater im Video sah, welches bei seinem Angelobungsball aufgeführt hat, habe ich mich an den Analitik-Beitrag mit dem Kurzfilm voller Symbolik erinnert. (Bei dem damals angebotenen Kurzfilm-Rätsel habe ich die Botschaft in den vielen schnellen Bildern nicht verstanden)
    Jedoch habe ich bei den Hintergrundbildern des Schattentheaters auf einmal Symbolik wahrgenommen und frage mich, ob ich das nun überinterpretiere?

    https://deutsch.rt.com/live/45564-live-angelobung-usa-praesident-donald-trump-feier/

    Schattentheater ab ca. 3.18.30 (Std..Min.Sek.)
    z.B. Abraham Lincoln bei ca. 3.20.30

    Ob darin auch eine Kampfansage steckt?

  29. „gleichgeschaltet“ – na, na, na! Da hat es sich aber jemand mit seinem Schnellschuss sehr leicht gemacht. Natürlich lesen die meisten Journalisten erst einmal die Agenturmeldungen, bevor sie anfangen zu schreiben. Vermutlich hat ihnen diese griffige Formulierung von dpa gefallen. Bevor also hier jemand gleich den Mund zu voll nimmt, soll er doch bitteschön erst mal gründlicher recherchieren. D. h.: Die Artikel alle lesen und vergleichen. Danach könnte er sich ein Urteil bilden. Diese Art von Stimmungsmache ist einfach mies und entspricht eher dem Stil von Donald Trump, der offenbar auch nur eine Überschrift liest und dann sofort bei Twitter losballert.

    • Analitik sagt:

      Von allen Relativierern sind Sie der beste. Sie beschreiben einen Gleichschaltungsmechanismus (alle Journalisten schreiben von einer Presseagentur ab) und wollen damit die Gleichschaltung unserer Medien widerlegen. Großartiges Beispiel.

      • Hier stellt Analitik meine Argumentation auf den Kopf. Ich habe nicht gesagt, dass alle Journalisten von den Agenturen abschreiben, sondern dass sie nachweislich zunächst nur EIN WORT übernommen haben. Den Rest nachzuweisen wäre die jounalistische Pflicht dessen, der die Behauptung von der Gleichschaltung an der einen Headline festmacht.

    • ped43z sagt:

      Vermutlich hat ihnen diese griffige Formulierung von dpa gefallen.

      Fällt Ihnen bei Reflexion Ihrer Worte nicht der Widerspruch auf?

      Die dpa ist eine Nachrichten-Agentur und ihre Aufgabe ist das Sammeln und Weitergeben von Informationen – NICHT das Bewerten. Wieso hat dann die dpa solch eine „griffige“ Forumulierung?
      Die dpa sieht sich selbst so (Quelle: Wikipedia):

      Der Unternehmenszweck der dpa ist die Sammlung, Verarbeitung und Verbreitung von Nachrichten-, Archiv- und Bildmaterial jeder Art. Laut Statut soll die Agentur diese Aufgabe „unparteiisch und unabhängig von Einwirkungen und Einflüssen durch Parteien, Weltanschauungsgruppen, Wirtschafts- und Finanzgruppen und Regierungen“ erfüllen.

      Das ist eigentlich deutlich. Nur, haben wir es bei der dpa nicht eher mit dem Teilnehmer eines Zirkelschlusses zu tun?

      Die 185 Gesellschafter der dpa sind ausschließlich Medienunternehmen wie Verlage und Rundfunkanstalten. Damit sind Gesellschafter und Kunden der Agentur teilweise deckungsgleich.

      Nun überlegen Sie, wie die dpa ihrem Anspruch gerecht werden soll. Ich meine, dass ein solcher geistiger Spagat nicht zu erbringen ist.
      Es gibt da noch den so genannten Drehtür-Effekt, kennen Sie den? Hier ein Beispiel: (Quelle: Wikipedia)

      Als Chefredakteur steht seit dem 1. Januar 2014 Sven Gösmann an der Spitze der Redaktion [der dpa].Sein Vorgänger war vom 1. Januar 2010 bis 31. August 2013 Wolfgang Büchner, der von dpa als Chefredakteur zum Nachrichtenmagazin Der Spiegel wechselte.

      Freundliche Grüße an Sie, ped43z

      • Die Formulierung „Kampfansage“ von dpa ist doch relativ harmlos, wenn man bedenkt, worüber hier berichtet wird. Laut ZEIT ONLINE vom 22.01.17 sagte Trump: „Ich bin im Krieg mit den Medien“. Ist es etwa die Pflicht der Agenturen, eine derartige Aussage weichzuspülen? Und was ist die Rolle von Analitik? Hier wird zugespitzt, hier werden Resentiments und Vorurteile gepflegt, weil die Bewertung anscheinend schon vorher feststeht. Das springt sofort ins Auge bei der Wahl des Bekgriffs „Gleichschaltung“, der einen historischen Stellenwert besitzt, (Hitlers Gleichschaltunsgesetze von 1933) der von Analitik verfälscht wird.

        • ped43z sagt:

          @Helmut …

          Ihre Argumentation ist durchschaubar.
          Sie wissen ganz genau, dass es um die subjektive Vorbewertung eines Ereignisses durch eine Nachrichtenagentur mit selbst vor gegebener Ethik ging, die jenen gehört, welche die Agentur finanzieren – und teilweise auch noch im Vorstand der dpa sitzen. Und dass jene Medien dann eben diese Bewertung im Gleichklang verbreiten. Das ist Propaganda.

          Laut ZEIT ONLINE vom 22.01.17 sagte Trump: „Ich bin im Krieg mit den Medien“. Ist es etwa die Pflicht der Agenturen, eine derartige Aussage weichzuspülen?

          Nein. Wurde das im Beitrag behauptet? Darum ging es doch gar nicht.
          … und eben das macht Sie mir suspekt.

          Wenn Sie mir folgen konnten, wissen Sie spätestens jetzt, was (nach selbst vorgegebenem Credo) die Pflicht der Agentur dpa ist.
          Vielleicht taten Sie, Helmut, es unbewusst; auf jeden Fall haben Sie einen gern genutzten manipulativen Trick verwendet, der vom eigentlichen Thema ablenken soll und hiefür einen kleinen Nebenkriegsschauplatz nach dem anderen aufmacht.

          Nein, ich denke, Sie taten es bewusst, da Sie gleich noch den Trick mit dem Wording und der „Schere im Kopf“ einbrachten.

          Das springt sofort ins Auge bei der Wahl des Begriffs „Gleichschaltung“, der einen historischen Stellenwert besitzt, (Hitlers Gleichschaltunsgesetze von 1933) der von Analitik verfälscht wird.

          „Das springt sofort ins Auge“ ist die gezielte Vereinnahmung; nach dem Motto, wer das nicht begreift ist blöd – und wer will schon blöd sein…
          Das Wort „Gleichschaltung“ hat zu aller erst einen Wert durch seine Begrifflichkeit im deutschen Sprachschatz. In jenem Kontext wurde es sowohl von Analitik als auch den Foristen exakt im Sinne seiner Begrifflichkeit angewandt. Dafür ist deutsche Sprache da, dass man sie anwendet. Darin liegt ja überhaupt ihr Wert!

          Den historischen Vergleich (Stellenwert) habe Sie, Helmut hier eingebracht und das ganz gezielt zur Feindbilderzeugung.

          Die von Ihnen verwendeten manipulativen Werkzeuge unterstützen aber auch lernwillige Foristen ihr kritisches und reflektierendes Denken weiter zu entwickeln.

          Danke Ihnen dafür;
          Freundliche Grüße, ped43z

  30. zeitzeuge sagt:

    Interessant auch aus aktuellem Anlass und dem Thema Internetagenten: https://deutsch.rt.com/gesellschaft/45522-mysterioses-twitter-sterben-anti-russische/
    Analitik, wie sieht bei Ihnen der Klärschlamm aus?

  31. ped43z sagt:

    Bei einem Artikel zu Richard Herzinger thematisierte ich das auch schon mal. Die Gleichschaltung (wie auch immer sie im Detail funktioniert) läuft nicht nur tagesaktuell sondern auch über die Zeit durch Verinnerlichung eines bestimmten Wordings. Auszug aus dem Artikel:
    —-
    Bei Artikeln findet sich der erste Eindruck natürlich in – der Überschrift. Und die Überschrift von Richard Herzingers Kommentar in der Tageszeitung „Die Welt“ lautet eben:

    „Der Westen muss Putin jetzt endlich stoppen“

    Kreativ ist das nicht, Eingeweihten wird diese Kampflosung bekannt vorkommen. Wie titelte doch „Der Spiegel“ auf dem Höhepunkt eines kaum noch fassbaren Russland-Bashings im Sommer 2014?:

    „Stoppt Putin jetzt“

    Daran hat sich auch danach nichts geändert, die Westfalenpost titelte im Februar 2016:

    „Niemand stoppt Putin“

    Oder die FAZ ein Jahr zuvor:

    „Auch Aufrüstung stoppt Putin nicht“

    Oder die Berliner Morgenpost:

    „Zehntausende Syrer fliehen vor Angriffen – Wer stoppt Putin?“

    Vielleicht noch der Focus?:

    „Wer stoppt diesen Mann?“

    Noch nicht genug? Na gut, einen noch von der WAZ:

    „Wer stoppt Wladimir Putin?“

    Weitere Beispiele findet der Leser – so er möchte – in Hülle und Fülle. Sind den Redaktionen die Worte nun in den Mund gelegt worden? Diese Frage drängt sich auf und ich möchte sie beantworten mit:?

    Quelle: https://peds-ansichten.de/2016/08/der-krieg-des-richard-herzinger/

    Herzliche Grüße an alle, ped43z

    • Tja ped43z, mit den Puplikationsorganen der herzinger, posener, harzheimer, sulzberger et. bin ich schon seit Jahrzehnten fertig, vielleicht wäre es z. B. auch in ANALITIKs Sinne (23.01.17/21.19), der realen hiesigen Seuche, wenigsten akt. z. B. auf de. Sputnik, RT etc. entgegen zu treten (bin nicht bei Fratzenbuch)! Noch Fragen?
      RRD

      • Tja ANALITIK, versuche mal 2 Beiträge bzgl. meines Riechers zu setzen: Bin zu blöd!!!
        Also soviel: 2013 bzgl. meines Wahlkampfes bzgl. Teilnahme des Deutschen Stammland Sachsen-Anhalt an der BTW, entwarf ich ein DIN-A4 Blatt „Der vergiftete Euro- die Deutsche Bundesbank warnt ihr/das Volk“, dessen Aufhänger die 10 €-Münze mit dem Schneewitchenmotiv etc. (u. a. versuche ich auf dem akt. COMPACT-Brief den ELSÄSSER daran zu erinnern, ist bis jetzt aber noch nicht durch), der korrespondierende Part steht auf dem 2. akt. EINPARTEIBUCH etwa Pos. 30 „Die WELT“, 1897 zur Unterstützung der zionistischen Bewegung gegr., schreit/schreibt in etwa: DB liefert die EU, sprich Euro dem Politpolterer TRUMP aus“! Noch Fragen?
        Ihr
        RRD

    • Der stille Dritte sagt:

      Hallo ped, habe deinen „Herzinger-Artikel“ heute gelesen; sehr gut.
      Danach bin ich darüber gestolpert:
      http://www.tagesschau.de/ausland/merkel-eu-russland-101.html
      Da will ich Putin selbst zitieren:
      „Danke, sie haben mich zum lachen gebracht!“

  32. seppel sagt:

    Es sind Beispiele wie das hier vorliegende, die das ganze Ausmaß der transatlantischen Selbstdressur in der deutschen Medienlandschaft erahnen lassen. Die deutschen Medien haben nicht das Bedürfnis (bzw. dessen Alpha-Journalisten nicht den Willen) gegen den US-Hegemon und Besatzungsmacht zu argumentieren.

    Wissenschaftlicher wird hier Dr. Uwe Krüger: Er hat im Rahmen seiner Dissertation eine Netzwerkanalyse deutscher Alpha-Journalisten erstellt. Das offensichtliche Ergebnis: Sämtliche deutschen Journalisten der oberen Führungsebenen sind Mitglieder oder sogar im Kuratorium in denselben (Meinungs-)führenden transatlantischen Denkfabriken und Lobbygruppen. Zum Beispiel der Atlantik-Brücke.
    Aber auch in Interessenvertretungen des deutschen militärisch-industriellen Komplexes, der sich aus Profitinteressen mit Vorliebe im Windschatten der US-Außenpolitik aufhält. Und somit auf breite publizistische Unterstützung angewiesen ist, die gegen die pazifistische Grundhaltung der deutschen Bürger anschreit (vergl. Die Deutschen müssen das Töten lernen. – DER SPIEGEL 47/2006).

    Herr Krüger traft mit seiner Doktorarbeit einen passenden Zeitpunkt. Gerade, als die Stimmung der Bevölkerung im Bezug auf die Massenmedien zu kippen drohte. Die erhebliche Resonanz führte dazu, dass eine überarbeitete Ausgabe der Dissertation im Februar 2013 in Buchform (nicht zu verwechseln mit den Büchern des Journalisten Uwe Krüger) erschienen ist:

    „Meinungsmacht. Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten – eine kritische Netzwerkanalyse“

    Dem erheblichen kommerzieller Erfolg trug Krüger mit einem Nachfolger im August 2016 Rechnung:
    „Mainstream: Warum wir den Medien nicht mehr trauen“

    Einen ersten Eindruck kann man im folgenden Artikel von Dr. Uwe Krüger bekommen:
    https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2016/august/immer-einer-meinung

    Auch auf YouTube lohnt es sich, nach Uwe Krüger zu suchen. Er hat auf Grundlage seiner Dissertation mehrere interessante Vorträge gehalten, die man bei YouTube angucken kann.

    Wichtig dabei ist: Man muss sowohl die Vorträge und insbesondere seine Bücher zwischen den Zeilen lesen und verstehen (!!). Dr. Krüger drückt sich SEHR vorsichtig und vornehm aus, sowohl um der Form willen, aber offensichtlich auch, um gerichtliche Auseinandersetzungen mit den Journalisten zu vermeiden. Im Grunde ist seine Arbeit der wissenschaftliche Nachweis darüber, wie „Embedded Journalism“ in Deutschland funktioniert, wer ihn betreibt und welche Netzwerke dahinter stehen. Das spricht er in dieser Deutlichkeit natürlich nie wörtlich aus, damit man ihm nichts nachsagen kann. Aber tatsächlich ist seine Doktorarbeit eine Atombombe für die vermeintlich neutrale, unparteiische deutsche Publizistenlandschaft.

    Übrigens, die enorme Popularität von Krügers Doktorarbeit hat vor allem den folgenden Grund:
    Max Uthoff und Claus von Wagner, die Kabarettisten aus „Die Anstalt“, haben am 29. April 2014 in ihrer Fernsehsendung einen Beitrag aufgeführten, der inhaltlich auf der Dissertation von Uwe Krüger basiert:

    Die Anstalt – 29. April 2014 [HD+]
    https://www.youtube.com/watch?v=eY6-KsduC2U&t=36m15s

    Diese Sache hatte für das ZDF unmittelbar juristische Konsequenzen, die durch alle Instanzen bis vor den deutschen Bundesgerichtshof gegangen ist! Aber: Die Kläger, Josef Joffe (Herausgeber „Die Zeit“) und Jochen Bittner (Autor „Die Zeit“), sind letztendlich gescheitert.
    https://www.heise.de/tp/news/Realsatiriker-Josef-Joffe-und-Jochen-Bittner-scheitern-auch-am-BGH-3592877.html

    Allein der Versuch, eine sofortige gerichtliche Vergeltung durchzusetzen, zeigt überdeutlich, wie ungern diese Lobbygruppen und Netzwerke im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit entlarvt werden wollen. Ein noch deutlicheres Signal konnte man der deutschen Öffentlichkeit eigentlich nicht mehr senden.

    Besonders dramatisch: Der stellvertretende Chefredakteur der „Zeit“, Bernd Ulrich, gab der Darstellung von „Die Anstalt“ in seinem Buch „Sagt uns die Wahrheit!“ (September 2015) sogar in Teilen recht!
    Bei den NachDenkSeiten sind Scans der Buchseiten als Quelle einzusehen:
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=28997

    Damit bestätigt der Politikchef der „Zeit“ aus erster Hand das „ journalistische Eingebettetsein“ von deutschen Leitmedien in „amerikanische Denkart der Außenpolitik“, wie die NachDenkSeiten schreiben. Man kann also unmöglich von „Zufällen“ ausgehen, sondern von systematischen Abläufen innerhalb der Branche. So zu sagen die unausgesprochene „Tagesordnung“, dass allgemeines „Geschäftsgebaren“ der Journaille.

    Ein weiterer deutscher Intellektueller, der sich kritisch mit Medien befasst, ist der Hochschullehrer Prof. Dr. phil. Jörg Becker. Von ihm gibt es einen aktuellen Vortrag:

    Krieg der Medien – Medien im Krieg – Prof. Dr. Jörg Becker
    https://www.youtube.com/watch?v=8FPwlktnAQU

    Die Folien des Vortrags sind hier als PDF in hoher Qualität zum Herunterladen verfügbar:
    https://weltnetz.tv/video/1019-krieg-der-medien-medien-im-krieg

    Die Massenmedien sind kein Selbstzweck zu einer wie auch immer gearteten objektiven, unparteilichen und ausgewogenen „Information“ oder „Aufklärung“ der Bürger. Sie sind durch und durch ein Herrschaftsinstrument zur Sedierung und Lenkung der Bevölkerung im Sinne der Machthaber.
    Und diejenigen, denen die Medien gehören, ihre Eigentümer, gehören zu jener Machtelite in diesem Land. Die Medienkonzerne gehören nicht irgendwelchen altruistisch handelnden Individuen, sondern dem Macht- und Geldadel. Und zwar dem Geldadel, aus dem sich das herrschende Establishment rekrutiert.

    In keinem politischen System hat die Opposition eine nennenswerte positiv konnotierte Präsens in den Medien. Weder in der Eigentümerstruktur, noch in der Publizität. Die Opposition, dass sind immer nur „die Anderen“. Die Aussätzigen, die Prügelknaben. Sie sind vorhanden, weil sie irgendwie „da“ sein müssen. Sie sind Teil des politischen Spiels um Aufmerksamkeit und Ablenkung.
    Es gehört aber zur essentiellen Grundregel des Spiels, den politischen Gegner nicht über Gebühr medial zu stärken. Die Sache mit dem „Anwalt der Kleinen Leute“ oder der „Vierte Gewalt im Staate“, dieser Kokolores gehört ins Reich der Mythen und Legenden. Die Medien schützen ausschließlich sich selbst sowie die politischen und wirtschaftlichen Interessen ihres Establishments.

    Eine öffentlich bekannte Zuspitzung der medialen Verhältnisse in Deutschland ist zum Beispiel die Duzfreundschaft zwischen Liz Mohn, der Eigentümerin des transnationalen Bertelsmann Imperiums, Friede Springer und Angela Merkel.

    Und alle diese Personen und Persönlichkeiten sind vor allem eines: Sie gehören der globalistischen, neoliberalen Herrscherkaste an. Sie haben seit den 90er Jahren erhebliche Profite aus den bis heute bestehenden Verhältnissen gemacht und unvorstellbare Vermögen angehäuft.

    Und sie nutzten diese Vermögen jetzt aus offensichtlichen Gründen, um die bestehenden Gegebenheiten zu zementieren. Sie alle eint die Opposition zu den konservativen und bisweilen nationalistischen Eliten. Dem Personenkreis, dem Donald Trump entstammt. Und nun damit droht, sie aus dem Fahrstuhl zu werfen und Platz zu schaffen für „sein“ Establishment.
    Ihre Wunschkandidatin, die Globalistin Hillary Clinton, hat den Griff nach der Krone verfehlt. Und nun wenden diese Kreise ihre Medienmacht auf, um Donald Trump zur Unperson zu erklären. Die angelsächsischen genauso, wie die europäischen Globalisten.

    Es wäre naiv zu glauben, dass es unterschiedlich ausgerichtete Massenmedien gibt. Von ARD bis Zeit sind sie alle Staatstragende Instanzen. Eine handvoll Verlegerfamilien hat durch Fusionen und Übernahmen mittlerweile den gesamten deutschen Medienapparat fest im Griff. Namen wie Hubert Burda (Hubert Burda Media), Liz Mohn (Bertelsmann AG, Gruner+Jahr) oder Axel Springer (Axel-Springer AG) sind sofort präsent.

    Den Eigentümern gehören mehrere regionale und überregionale Verlage, Zeitungen, Redaktionen und Sender. Unter verschiedenen Vorzeichen werden so stets dieselben Nachrichten mit demselben Inhalt und derselben Aussage verbreitet. Diese massive Konzentration der Leitmedien auf effektiv wenige Medienunternehmen und noch weniger dahinter stehenden Inhaber ist aber in allen westlichen Demokratien zu beobachten.

    Flankiert vom zwangsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk, in dessen Gremien und Programmbeiräten die entsprechenden Parteifunktionäre den Laden auf Spur halten. Und alle, aber wirklich ALLE (!) öffentlich-rechtlichen Fernseh- und Radiosender speisen sich aus derselben Geldquelle und werden nach dem gleichen Muster organisiert. Wie soll es bei einem solchen System, was Meinungsvielfalt und Ideenwettbewerb im Grundsatz ausschließt, zu einer pluralistischen Meinungsbildung kommen?

    Wer nicht brav das Stöckchen holt und Männchen macht, der wird abgesägt. So wie der brutalstmögliche Aufklärer Roland Koch seinerzeit den unbequemen ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender raus gehauen hatte, indem er dessen Vertragsverlängerung verhinderte. Zweifellos gibt es auch anständige Menschen in diesem System. Aber man lässt sie nicht nach oben kommen. Und wenn sie oben sind und ihren Beruf einwandfrei ausführen – indem sie die Mächtigen kontrollieren – fallen sie auch wieder nach unten.

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/absetzung-von-zdf-chefredakteur-brender-deutschland-ist-jetzt-berlusconi-land-a-663699.html

    Wer sich da allgemein mal die Haare raufen will, sollte nach Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer suchen. Beide ehemalige ARD / NDR Mitarbeiter, mittlerweile im Ruhestand. Über 100 Programmbeschwerden haben die beiden öffentlich verfasst und abgeschickt. Einen Einstieg gibt es hier:

    „Bleiben Sie ARD-aktuell gewogen“
    https://www.heise.de/tp/features/Bleiben-Sie-ARD-aktuell-gewogen-3379301.html

    Gniffke: „Bei der Quantität der Zuschauerkritik sind wir Marktführer“
    https://www.heise.de/tp/features/Gniffke-Bei-der-Quantitaet-der-Zuschauerkritik-sind-wir-Marktfuehrer-3564679.html

    KenFM im Gespräch mit: Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer
    https://www.youtube.com/watch?v=qdDxSdxh16w

    Der umfassende Parteienfilz in den Rundfunkräten und Gremien des ÖRR war im März 2014 sogar Gegenstand eines BGH Urteils:
    http://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2014/03/fs20140325_1bvf000111.html

    Dort wurde der Einfluss der (Regierungs-)Parteien auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk beschnitten. Jedenfalls theoretisch. Was hat man gemacht: Nachdem das BGH Urteil die Anzahl der Parteifunktionäre in den Rundfunkräten reduziert hatte, haben die Sender anschließend einfach die Gesamtanzahl der Mitglieder in den Räten verringert, sodass die Parteibonzen im Verhältnis wieder dasselbe Stimmgewicht haben. Da diese Gremien hinter verschlossenen Türen tagen und keinerlei Transparenz aufzeigen, ist der Effekt mangels Nachvollziehbarkeit für den Bürger ohnehin trivial.

    Welche konkreten Auswirkungen das Urteil hatte, ist ja offensichtlich. Man muss dazu nur mit einem wachen Auge mal ARD und ZDF schauen. Kritik vom höchsten deutschen Gericht? Ja! Aber bloß keine tiefgreifenden Strukturänderungen, die wirklich nennenswerte Veränderungen mit sich bringen würden. In Summe also ein Scheinurteil, den der ÖRR für sich selbst in einen Persilschein umgemünzt hat.

    http://www.zeit.de/kultur/film/2014-03/zdf-gremien-verfassungsgericht-brender

    Das Gesamtziel der deutschen Massenmedien in 2017 liegt klar auf der Hand: Eine „deutsche Variante“ eines Brexit, eines Donald Trump oder einem (aus Sicht der herrschenden neoliberalen Machteliten gescheiterten) Verfassungsreferendum wie in Italien unter allen Umständen zu verhindern. Die Regierungsparteien werden ihren Machterhalt mit allen Mitteln gegen etwaige Herausforderer durchsetzen. Inoffiziell über ihre Kollegen in den Rundfunkräten und in Hinterzimmern mit den Verlegern und Medienlenkern. Wenn sich Liz Mohn, Friede Springer und Angela Merkel zum Kaffeekränzchen treffen, geht es mutmaßlich nicht um den Austausch von Strickmustern und Kochrezepten.

    Die Verleumdung und Dämonisierung des politischen Gegners wird bis September diesen Jahres eine bislang unbekannte Dimension erreichen. Wir werden einen (für deutsche Verhältnisse) groben, hässlichen und rücksichtslosen Wahlkampf erleben. Ob das in ein kompromissloses (Wahlkampf-)Gemetzel ausartet, wie jüngst in den USA, darf bezweifelt werden. Aber es wird sicherlich nicht so kuschelig, wie die letzten Male.

    Und dazu ist mediale Gleichschaltung absolut essentiell. Der öffentlich zulässige Meinungskorridor muss aus Sicht der Herrschenden auch weiterhin eine geschlossene Einbahnstraße ohne Zufahrtswege bleiben. Eine frische Brise abweichender Meinungen und Ansichten würde nur unnötig Zombies aufwecken, die ihre neu gewonnenen Erkenntnisse womöglich an der Wahlurne kundtun.
    Oder, noch schlimmer, dass „Machtmonopol“ der Parteien (die „Türsteher“ in der repräsentativen Demokratie) infrage stellen, die seit Mai 1949 jeden Anflug von bürgerlicher, direkter Demokratie erfolgreich im Keim ersticken.

    Darum: Hören Sie auf mit dem Nachdenken. Lehnen Sie sich lieber zurück und genießen Sie die Show… Ach ja, und stimmen Sie im September selbstverständlich für die CDU! Oder die SPD! Oder die… Naja, Sie wissen schon … 🙂

    • Analitik sagt:

      Interessant wird sein, wie die deutsche Presselandschaft auf Sputniknews und RT reagiert. Die Stammen nicht aus dem transatlantischen Urwald und bringen echten Pluralismus rein. Im Moment noch im Promillebereich, was die Reichweite angeht, aber wenn die eingeborene Presse diese Lücke nicht beackert, können die Neuen groß und systemrelevant werden. Und zwar überraschend schnell.

      Im Moment versucht man es mit hinterhältigen Störungen und massivster Anfeindung, aber langfristig hilft das nicht. Ein rigoroses Verbot würde mehr schaden als helfen, weil es das Matrix-Weltbild zerstören würde. In Zeiten des Internets funktioniert Abschottung außerdem nicht gut.

      Das Spannende ist, dass es keine Lösung zum Verdrängen von Sputniknews und RT mitsamt ihrer Linie gibt. Ich bin wirklich gespannt, wie die Systempresse dieses Problem lösen will.

      • seppel sagt:

        Nun, was wären die Optionen?

        1) Prinzip Merkel:
        Nichts tun und aus sitzen. Die Massenmedien können sich noch immer auf eine Bevölkerung berufen, die im großen Maßstab zombifiziert ist. Oder, noch schlimmer: Sich mit sich selbst beschäftigt, sich an all den Nebelkerzen und Scheingefechten abarbeitet, ohne die tatsächlichen Zentren der Macht ins Visier zu nehmen.

        Die Kernfrage ist ja, ob irgendwann einmal eine aufgeklärte Mehrheit der Bevölkerung sich ein Herz fasst und die Dinge gestalten und verändern möchte. Und gegen die Medien und die Herrschenden ihre Interessen wahrnimmt. Dazu müssten die Bürger jedoch ihren inneren Unwillen gegen Veränderungen überwinden. Die meisten Menschen sind, auch in schlechten Zeiten, eher Besitzstandswahrer als Revolutionäre.

        Und selbst, wenn das passieren sollte: Gelingt es den Eliten, diese Bewegung(en) zu unterminieren oder womöglich aufeinander zu hetzen? Und sie so ihrer Effektivität zu berauben, oder sogar ganz zu zerschlagen?

        Derzeit ballen viele (und zunehmend immer mehr) Leute die Faust in der Tasche. Aber das reicht langfristig natürlich nicht. Es bedarf Engagement, Organisation und Gestaltungswillen, auch ohne die Vorgaben des deutschen Obrigkeitsstaates. Und die unbedingte Auffassung, dies gegen die politischen Parteien durchzusetzen. Denn es ist ja letztlich das Parteienkartell, welches die Zufahrtswege zu wirklichen Veränderungen zum eigenen Vorteil blockiert hat. Diejenigen, die heute an den Fleischtöpfen sitzen, werden nicht einfach so verschwinden. Im Gegenteil, nicht wenige sind genauso Besitzstandswahrer, wie die einfachen Bürger. Mit dem Unterschied, dass sie Soldaten und Sicherheitskräfte losschicken können, wenn es ihnen zu bunt werden sollte.
        Solange aber kein Funke das Gemisch in Brand setzt, ist „nichts tun“ eine äußerst veritable Lösung. Davon ab: Diesen Funken kann niemand wollen.

        Ansonsten ist gegen die Massenmedien und insbesondere einen zwangsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Staatsfunk kaum ein Kraut gewachsen. Erstere haben ultrareiche Eigentümer, die nicht wirklich drauf angewiesen sind und zahlreiche andere Einnahmequellen besitzen. Deren „Profit“ ist ohnehin nicht ein finanzieller, sondern der uneingeschränkte eigene Machterhalt.
        Und Zweitere, nun ja: Die schicken einem postwendend den Gerichtsvollzieher auf den Hals. Und sperren die Leute sogar ein. Da gibt es mittlerweile erheblichen Widerstand:

        http://norberthaering.de/de/27-german/news/639-rundfunkbeitrag-aus-den-fugen

        http://norberthaering.de/de/27-german/news/640-rundfunkbeitrag-endspiel

        Aber da muss noch deutlich mehr kommen, um den GEZ-Millionären ernsthaft das Wasser abgraben zu können. Und vor allem rechtlich einwandfrei! Was bislang gemacht wird, ist ja nur hemdsärmelige Verweigerung und ein paar müßige Programmbeschwerden. Es müssen Gerichtsurteile gegen die ÖRR her, die sie zur Einhaltung der in §11 Rundfunkstaatsvertrag verpflichtenden Grundsätze der Objektivität und Unparteilichkeit in der Berichterstattung, der Meinungsvielfalt und die Ausgewogenheit ihrer Angebote zwingen.

        Solange das nicht passiert, kann auch der ÖRR ganz bequem in seiner jährlich 8 Milliarden Euro schweren Erwartungshaltung verharren und die Hand aufhalten. Und da beißt sich die Katze selbst in den Schwanz: Klagen Sie doch mal gegen jemanden, der über einen derartigen finanziellen Hintergrund verfügt. Und selbst so tief im Systemsumpf verwurzelt ist. Viel Erfolg! Der ÖRR existiert auch dann weiter, nachdem der letzte Zuschauer vor dem Fernseher beim Anblick von Claus Kleber oder Ingo Zamperoni verstorben ist.

        2) Zensur:
        Die Menschheitsgeschichte ist voll von diesen und ähnlichen Beispielen: Ab dem Punkt, wo man gewisse Bewegungen und Einflüsse nicht mehr verschweigen konnte, unterzog man sie entsprechend repressiver Zensuren. Die mittelalterliche Inquisition ist ein tolles Beispiel. Auch dort wurde das klerikale Diktat über sämtliche erwiesenen Fakten hinweg zur alleinigen Wahrheit erklärt. Überprüfen konnte das niemand. Und wenn, dann nur unter erheblichen Risiken.

        Und das war extrem effektiv. Weil sowohl die Massenmedien als auch alternativen Quellen noch nicht existent waren. Oder aber, damals schon so wie heute, im Schatten ihres Establishments selbst mitgemacht haben. Und die Bevölkerung, als Teil des Problems, in die Irre geführt haben. Wie zurecht angemerkt, ist Zensur dank Internet heute eine in ihrer Wirkung nicht mehr abzuschätzende Maßnahme.

        Jeder kennt den Streisand-Effekt, der ja quasi mit der Geschichte und Weiterentwicklung des Internets untrennbar verbunden ist. Kurz gesagt: Wird etwas unterdrückt oder gar verboten, gewinnt es erst recht an Reiz und öffentlicher Aufmerksamkeit.

        Aber: Bislang funktioniert die Zensur noch absolut störungsfrei. Weder im Westen, noch in anderen dafür exponierten Ländern, ich denke da etwa an China, begehren die Bürger gegen die Zensur des Internets nennenswert auf.
        Im Gegenteil: Die Enthüllungen von Edward Snowden haben einen DER geheimen Macht- und Steuerungsmechanismen unserer Zeit entlarvt. Und welcher unvorstellbare Missbrauch damit im globalen Maßstab betrieben wird.

        Konsequenzen? Schulterzucken! Ausspähen unter Freunden? Das geht gar nicht. Und damit war der Vorfall offiziell erledigt. Ein NSA-Untersuchungsausschuss, der unter gar keinen Umständen Snowden als Hauptzeugen befragen möchte, will nicht nur nichts aufklären: Er will aktiv vertuschen. Ob aus Angst vor der transatlantischen Besatzungsmacht oder um die eigenen Bürger nicht wuschig zu machen, ist dabei irrelevant.

        Die Gedankenpolizei der Amadeu Antonio Stiftung inklusive ihrer Anetta „IM Victoria“ Kahane ist vollkommen unbehelligt. Auch Arvato, Teil des Bertelsmann Konzern, streicht bei Facebook, Twitter & Co. im Auftrag der Bundesregierung nach Lust und Laune.
        http://norberthaering.de/de/27-german/news/732-1984

        Oder das vermeintlich neutrale Recherchenetzwerk Correctiv, dass in der Vergangenheit durch MH-17- und antirussische Kriegspropaganda aufgefallen ist. Auch sie sind Teil der in Deutschland tätigen offiziellen Facebook-„Wahrheitsprüfer“:
        https://www.heise.de/tp/features/Facebook-Wahrheitspruefer-Correctiv-verstrickt-sich-in-Widersprueche-3605916.html

        Es wird in der Öffentlichkeit, völlig frei von jeder Scham, über die Gründung eines Orwell’schen Wahrheitsministeriums debattiert. Nach außen hin organisiert durch und mit den Massenmedien:
        http://meedia.de/2017/01/05/grosse-koalition-gegen-fake-news-globales-buendnis-von-40-medien-und-web-konzernen-geht-an-den-start/

        Mit dabei sogar Propagandisten, Kriegshetzer und Lügner wie das durch seine MH-17-Märchen entlarvte Bellingcat-Büro.

        Die First-Draft Initiative hat es in sich:
        https://firstdraftnews.com/first-draft-prepares-big-year-ahead-support-40-new-partners/

        Hier bündeln die Massenmedien ihre publizistischen Geschütze. First-Draft ist dabei wörtlich zu nehmen. Diese Initiative will „als Erste“ den Eigenentwurf zu relevanten Ereignissen bringen oder ihr missliebige Meldungen an erster Stelle kontern.
        Mit dem bekannten Ziel: Inhaltliche Gleichschaltung gegen alle andersdenkenden. Hier sogar auf internationaler Ebene. Zumindest in der westlichen Hemisphäre. Schaut man sich die Liste der Mitglieder an, fällt sofort auf, dass keine „Feindsender“ aus anderen Teilen der Welt dabei enthalten sind. Und es sind alle Ebenen der Systemmedien dabei: Von der internationalen Nachrichtenagentur bis zur nationalen Tageszeitung.
        Was umso deutlicher beweist, dass es hier nicht um unparteiische Aufklärung aus „beiden Lagern“ geht, sondern um eine ideologische Schubladenpresse. Um ein Redaktionsübergreifendes Monopol für transatlantischen Ankündigungs- und Verlautbarungsjournalismus.

        Ich glaube: Solange man es mit der sichtbaren Zensur nicht übertreibt und sie weiterhin so subtil, unscheinbar und ungezielt erscheint („erscheint“ wohlgemerkt!), wie gegenwärtig, ist auch sie eine sehr sehr effektive Waffe im Informationskrieg. In Kombination mit öffentlich sichtbaren (und trotzdem unwidersprochenen!) Maßnahmen wie der First-Draft Initiative, werden die Massenmedien auf jeden Fall noch eine Weile ihre globale Deutungshoheit verteidigen können.

        (Anmerkung: Wenn man anderen Blogs glauben schenken mag, stecken da im Hintergrund auch westliche Geheimdienste mit drin. Andere gehen sogar weiterführend davon aus, dass in Wahrheit die Geheimdienste diese Sache in den Stiel gestoßen haben)

        Noch kann man „Feindsender“ wie RT, Sputnik & Co. als Aluhut-Redaktionen diskreditieren. Mit respektablem Erfolg. Die Strategie, die derzeit läuft, ist ebenso bekannt: Und damit kommen wir zu Punkt 3.

        3) Ablenken und Diskreditieren oder: Indoktrination
        Auch ein Klassiker unter den bekannten Maßnahmen. Seit Jahrzehnten erfolgreich erprobt. Man macht anonyme, dubiose, ausländische Mächte für die Probleme im eigenen Land verantwortlich. Der Andere, der Populist, der Linksradikale / Kommunist, der Rechtsradikale / Neo-Nazi, der Ausländer (Land der Wahl hier einsetzen), der Jude, der Flüchtling, der Gutmensch, der Antisemit, die Feministin, der Neger, der Arbeitslose / Sozialschmarotzer, der Fake-News-Verbreiter / Gläubige, der Putinversteher usw., die Liste mit Buzzwords können sie situationsabhängig beliebig fortsetzen.

        Es ist möglicherweise nicht mal Teil der menschlichen Natur, permanent nach unten zu schauen und nach unten zu treten. Aber so wurden gefühlt 99% von uns von Kindesbein an sozialisiert. Jeder sucht für sich selbst nach einem Maßstab, einer Vergleichsgröße. Und die wichtigste Erkenntnis dabei ist: Es gibt da draußen immer welche, denen es noch schlechter geht, als mir selbst. Das ist schon in Kindergarten und Grundschule so, wo die „Anderen“, die Übergewichtigen, die Übergroßen, die Streber und die Prügelknaben ausgegrenzt, verhöhnt und angegangen werden.

        Das hilft ungemein dabei, den eigenen Schmerz emotional erträglicher zu machen. Und die Massenmedien haben es tatsächlich perfektioniert, diesen Reflex im gesamtgesellschaftlichen Maßstab zu aktivieren. Diese ganzen degenerierten TV-Sendungen, die nur das Ziel haben, ihre Protagonisten oder die Umstände, unter denen sie leben, auszuschlachten, an den Pranger zu stellen und das soziale Elend, Unkenntnis oder Unfähigkeit möglichst effektvoll zu präsentieren.
        Effektvoll und vor allem folgenreich:

        „Sehr her, so erbarmungswürdig werdet auch ihr enden, wenn ihr auf dumme Gedanken kommt, aus der Reihe tanzt, neues ausprobiert. Oder aus der wirtschaftlichen Verwertungsmühle entkommen wollt. Ihr sollt einfach nur funktionieren. Zahlt eure Steuern und haltet gefälligst den Mund, dann ist allen am meisten geholfen!“

        Dieses Prinzip ist so unvorstellbar effektiv, dass es mit seinen Zuschauerquoten sogar als Geschäftsmodell taugt! Wäre dem nicht so, würden nicht permanent neue Formate und Nachfolger kreiert. Derzeit läuft jeden Abend wieder so ein intellektuelles Massaker im australischen Dschungel in seiner neusten Staffel.

        Und die Leute fallen reihenweise darauf herein. Mit einem EXTREM (!) wichtigen Effekt: Sie vergessen dabei, sich zu solidarisieren! Denn anstatt den Einzelnen zu verhöhnen, könnte man sich ja stattdessen mit ihm zusammentun und gemeinsam für einen gesellschaftlichen Fortschritt für alle Bürger eintreten. Völlig unabhängig davon, dass es dem Einen besser geht, als dem Anderen. Dasselbe Verfahren macht sich auch das politische Spiel mit der „Rechts-Links“ Schablone zu nutze.

        Statt von Rechts und von Links die vernünftigen, gesamtgesellschaftlich vertretbaren Dinge zu nehmen und sinnvoll zu einem funktionalen Ganzen zu kombinieren, hetzt man die Lager lieber unversöhnlich aufeinander (Stichwort: „Querfront“). Und alle machen dabei mit!

        Es steht doch außer Frage: Wenn ich der Bevölkerung den x-ten behördlich bekannten „Terroristen“ präsentiere, der zunächst wie zufällig entwischt und anschließend im Kugelhagel der Polizei nieder gemäht wird – Dann kann ich derselben Bevölkerung auch den x-ten rechten oder linken unbotmäßigen Demagogen präsentieren, den man gefälligst in die Schranken zu weisen hat.

        Wir erleben das übrigens gerade live mit Björn Höcke von der AfD. Der Mann führt meines Bauchgefühls nach ein Doppelleben und hat sich, gemäß seiner Auftraggeber (Verfassungsschutz?), bewusst „ungeschickt“ ausgedrückt. Der Ball lag damit schussbereit auf dem Elfmeterpunkt und die Medien haben ihn GANZ souverän versenkt – unhaltbar. Das war ganz großes Kino, großes staatstragendes Theater. Und nebenbei die beste (Wahl-)Werbung für die etablierten „Volksparteien“. Davon werden wir bis September diesen Jahres noch mehr, noch sehr viel mehr erleben.

        Es ist wie die Flüchtlingskrise: Nach außen hin chaotisch und undurchschaubar. Aber intern haben Staatsgewalt und Politik die Zügel fest in der Hand. Die Kehrtwende über Nacht bei der Kernenergie ist das beste Beispiel dafür.

        Das soll nicht heißen, dass es in den drei Überlegungen nicht eine klaffende Lücke gibt. Oder das eines der drei Modelle, eine Kombination derer, oder etwas völlig anderes, ausgewählt wird – und versagt! Das sehe ich nur derzeit noch nicht am Horizont. Ich hätte jetzt gesagt, in fünf oder zehn Jahren wissen wir, wohin die Reise geht. Aber das Internet macht vieles, insbesondere die Zeitschiene, sehr unberechenbar. Vielleicht kommt der große Umschwung schon morgen. Wir werden es auf jeden Fall alle noch live erleben.

        Auch die ultrareichen Eigentümer der privaten Konzernmedien werden nicht endlos Teile ihres Geldes nach schießen, wenn die Zeitung, das Radio oder die TV-Sendung ihre Wirkung und damit ihre Konsumenten verlieren.

        Damit wäre eventuell noch ein Punkt 4) denkbar: Was sind die (massenpsychologisch lenkbaren) Alternativen zu Zeitung, Radio und Fernsehen? YouTube, Instagram und soziale Netzwerke? Die gehören aber auch „jemandem“. Und die werden, um ihres Monopols wegen, gar keine Mitbewerber rein, geschweige denn ran lassen. Und: Google / YouTube, Yahoo, Facebook, Twitter und die ganzen anderen Internetkonzerne stehen auch alle bei First Draft auf der Teilnehmerliste!

        Die Tendenz geht also augenscheinlich in Richtung Zensur, sowohl durch Menschen, als auch durch Algorithmen: Verschweigen, was man verschweigen kann – Nur eben das zugeben, was man zugeben muss. Der Rest flutscht ungesehen durchs Raster. Wo kein Kläger, da kein Richter.

        Zum Schluss eine aktuelle Leseempfehlung (von heute, 25.01) meinerseits:
        http://spiegelkabinett-blog.blogspot.de/2017/01/die-lange-geschichte-der-entmundigung.html

        Da sind eine paar weitere, eloquente Beispiele aufgeführt.

      • Der Stille Dritte sagt:

        Hallo Analitik, ich denke Die spannung zu der Frage des Umgangs ist weg. Kleines Bsp von Heute:
        http://www.tagesschau.de/inland/druide-107.html
        Es geht zwar nicht um RT und Sputnik (ist ein wenig wie die Bild vom Still) dafür um ein russisches „facebook“.
        Ich vermute hier ein Standardmuster für den Umgang mit erstgenannten.

        • Analitik sagt:

          Das ist die alltägliche Propagandaarbeit. Die Spannung wird dadurch nur erhöht, denn die Zensur bei Facebook geht inzwischen vielen auf den Sack. Und siehe da, die Tagesschau macht Werbung für VK… Großartig.

  33. Hausfrau sagt:

    Wir haben also das Wort „Kampfansage“ bereits bei dpa, und von dort wahrscheinlich sich auf die deutschen Zeitungen ausbreitend. Aber es wurde nicht unbedingt auf die Art „viral“, denn ich habe NICHT in deutschsprachigen Medien nach Trumps Inaugurationsrede gesucht, d.h. daß ich einen Teil davon so interpretierte (=mir dieses Wort passend erschien), hat mit dem, was vorher über Trump berichtet wurde, zu tun. D.h. es gibt da einen Formatierungsvorlauf, der dann auch gleichbleibende Ergebnisse zeitigt.
    Diese – sehr flüchtige, subtile, vom Noise kaum unterscheidbare – Art zu untersuchen erscheint mir aufschlußreicher als sich auf das bloße Abschreiben der Agenturmeldungen zu stürzen.
    D.h. wie die Seitenkanäle funktionieren.

  34. Pandora sagt:

    Ich habe vor etwa acht Jahren einen Mitarbeiter der apa gebeten, mir die in Redaktionen herrschenden ungeschriebenen Gesetze (Tabus) aufzuschreiben. Das war seine Antwort:

    „Ohne Anspruch auf Vollständigkeit und nicht unbedingt immer allgemeingültig:

    Es ist ungehörig, in einem klassischen Medium dieses selbst in Frage zu stellen bzw. weiter gefasste Medienkritik zu üben (über die Konkurrenzzeitung hinaus). Wir halten uns noch immer für die unabhängige „4. Gewalt“ im Staat und geben uns nicht Rechenschaft darüber ab, dass wir heute eher Pausenclown als „Watchdog der Demokratie“ sind.

    Es ist ungehörig, die EU in Frage zu stellen, EU-Kritiker sind rückständige Nationalisten, die das „Friedensprojekt europäische Einigung“ bekämpfen. De facto ist ein guter Teil der EU Dünkel, Geltungssucht und Minderwertigkeitskomplex ggü. den USA (ok – meine Wertung).

    Es ist ungehörig, Zweifel an „Fortschritt und exponentiellem Wachstum“ zu säen. Darauf hinzuweisen, dass sich die Menschheit in absehbarer Zeit daran gewöhnen muss, mit immer weniger Energie auszukommen (Peak Oil) ist sektiererisch. Leute, die sagen, dass unser auf Schuldgeld und Zinseszins beruhendes Finanzsystem zwangsläufig immer wieder in Zusammenbrüchen / Resets endet, sind weltfremd. Sie akzeptieren die normative Kraft des Faktischen nicht.

    Es ist ungehörig, die Verurteilung von wirklichen und vermeintlichen Neonazis zu manchmal langjährigen Haftstrafen zu kritisieren. Wer das tut, ist selbst ein Nazi.

    Es ist ungehörig, Israel bzw. zionistische Interessensorganisationen zu kritisieren. Wer das tut, ist ein Antisemit.

    Es ist ungehörig, eine ausgewogene Berichterstattung z. B. gegenüber Russland oder China zu verlangen. Wer meint, dass Putin gegenüber Jelzin ein Fortschritt war (ist) und dass 90 Prozent der Russen dies auch so sehen, verharmlost gröblich und ist vermutlich vom russischen Geheimdienst bezahlt. Wer zu Chinas Internet-Zensur anmerkt, dass auch Australien demnächst Internet-Seiten sperrt, kann nicht zwischen Gut und Böse unterscheiden. Gleiches gilt für die, denen es sauer aufstößt, wenn aktuell über die Stationierung von russischen Kurzstreckenraketen an der polnischen Grenze berichtet wird, ohne dass die vor wenigen Wochen beschlossene Stationierung von westlichen Raketen an der russischen Grenze erwähnt wird.

    Es ist ungehörig, die USA nicht primär als Befreier von der Nazi-Herrschaft hinzustellen. Man hat nicht in ungebührlicher Weise auf Dingen wie Militärinterventionen, Brüchen des internationalen Rechts, False Flag-Operationen, Gladio, MK Ultra und ähnlichen Programmen herumzureiten.

    Es ist ungehörig, die immer krasser werdende Bespitzelung als das zu bezeichnen, wozu sie verwendet werden kann (wird?) – als Vorbereitungshandlung für die Einführung einer Diktatur.

    Es ist ungehörig, in Frage zu stellen, dass die Klimaerwärmung Folge des menschengemachten CO2-Ausstoßes ist. 90 Prozent der Wissenschaftler und die UNO sagen das, die Debatte ist geschlossen.

    Es ist ungehörig, darauf hinzuweisen, dass Staaten nicht mehr Migranten aufnehmen sollten als sie finanziell / sozial / kulturell verkraften können. Das Recht auf Asyl ist ein universal gültig, wer Einwände hat, ist vermutlich ein Rassist.

    Es ist ungehörig, die Atomkraft auch nur wieder zur Diskussion stellen zu wollen. Die Diskussion ist abgeschlossen (gilt für Österreich).

    Gibt sicher viel mehr, nur ein paar Punkte.“

  35. kein Plan sagt:

    Es geht um die Beibehaltung des Status Quo,es geht um die Profite der deutschen/europäischen Kapitalistenklasse die mit Trumps Kampfansage deutlich einbrechen werden.

    Alle Medien Deutschlands,bis auf wenige ausnahmen, sind in Privatbesitz,Parteinbesitz und verkünden geschlossen die Meinung der Herrschenden Klasse.Für die und deren wirken ist Trump Gift.

    Tillermann Außenminister (von Putin als Freund Russlands dekoriert).
    TTP und mit dem TTIP sind,bzw.werden gestrichen.Die gesamten Freihandelsabkommen stehen zur Disposition!
    Was glaubt ihr wem das am meisten trifft?
    Den Exportweltmeister,der über Billiglöhne und die Inkaufnahme der Verarmung breiter Bevölkerungsmassen wettbewerbsfähig gemacht wurde.
    Strafzölle werden ein übriges tun um die Profitgeilen auf den Boden der Realität zurückzuholen.
    USA First!

    Die komplette Wirtschaftspolitik seit Schröder/Blair steht zur Disposition und die Kapitalistenklasse Deutschlands wird alles tun um Trump zu Diskreditieren wo es geht,in der vagen Hoffnung den doch noch zu stürzen.
    Genau deshalb schreibt hier jedes Käseblatt das gleiche und verkündet die Meinung der Herrschenden Klasse,wie schon immer ,gemeinsam gegen den Feind.

    Wir haben keine Gleichgeschalteten Medien,wir haben Medien die die Interessen nur einer Klasse vertreten,die der herrschenden Kapitalistenklasse.
    Deutschland,ja der EU steht mit Trump das Wasser am Hals!

  36. Domenion sagt:

    Hallo Analitik,
    das ist zwar nicht das Thema und das hier, muss Du auch nicht veröffentlichen (irgendwie muss Ich dich ja anschreiben), aber hoffentlich hast Du meine Prognosen zu 2017 gespeichert und nicht einfach gelöscht, denn die fangen Jetzt schon Realität zu werden sieh Siggi und Schulz!
    MfG Domenion

  37. Fischer Valentin sagt:

    Die Zeit der Cleaner* ist um, Putin, Obama und Merkel kommen alle aus dem Geheimdienst und errichteten gemeinsam- anders geht es nämlich gar nicht, das größte weltweite Überwachungsnetz der Menschheitsgeschichte. Donald Trump bringt eine politische Wende, es wird freier.

    Ich wünsche Donald Trump viel Erfolg!

    Beim nächsten Kanzler für Deutschland tippe ich auf Gabriel.

    ————————————————————–
    Warum sollten Landesmedien nicht gleichgeschaltet sein? Wer etwas wissen will und sachliche Informationen sucht bedient sich keiner Massenmedien. Als Alternative zum Thema z.B. http://www.actvism.org/ aus 24.01.2017.

    • Analitik sagt:

      Großartig. Ich empfehle den Lesern eine genaue Analyse dieses Kommentars. Er ist nicht besonders subtil, aber die Details erschließen sich auch nicht unbedingt von selbst. Also genau das richtige Übungsniveau.

      • Strukturdenker sagt:

        Wenn keiner anfangen will … als Hilfestellung erstmal die Kategorien:

        – Textaufbau (aus welchen Teilen besteht der Text und was sagen diese jeweils aus bzw. welche Funktion erfüllen sie)
        – Sprachliche und stilistische Mittel (Buzzwords, Formulierungen, Zeichenverwendung, Anrede)
        – Inhaltliche Kohärenz
        – Sprachliche Kohärenz
        – Argumentationskette
        – Quellen
        – Pragmatik (wozu soll der Text den Leser veranlassen)

        • Der Stille Dritte sagt:

          Danke Strukturdenker!
          Ich glaube nun einiges entdeckt zu haben.
          Welche Schlussfolgerungen kann bzw darf ich ziehen?
          Existieren formale Vorschriften dafür?
          Oder bin ich gezwungen aus meiner Weltsicht heraus zu interpretieren?

      • ped43z sagt:

        Bischen was Gequirltes, wo alle ein wenig mitreden können, sich aber nun den Kopf zerbrechen, was er denn nun meint, der Fischer.
        Das lenkt ab vom Fokus des Schreibers – den zu setzenden Link …

        Beste Grüße, ped43z

  38. Sele sagt:

    Bild:
    Er hat aus einer ersten Rede, von der viele in der Welt den Versuch zur Versöhnung erwarteten, eine Kampfansage an die Welt gemacht.

    Die Welt ist also in den Augen der Bild die Wallstreet, Zionisten und die Bonzen Elite? Oder wem galt diese Kampfansage? Der 99%igen Weltbevölkerung sicher nicht.

    Schön ins Wespennest gestochen. Danke allen US Wählern die für Trump gestimmt haben.

  39. Seiler sagt:

    Hallo,

    was ist eigentlich mit Trumps Ansage beim IS aufzuräumen?
    Wäre es nicht eine Gelegenheit eines der vielen Skandale um Merkel der Öffentlichkeit preiszugeben um die Bundestagswahlen Vorzuziehen?
    Würde Putin das nicht auch stärken, soll es doch seine Regierung tun, aber ja die mischen sich nicht ein.

    Ich kann nicht so viel Fressen wie Ich Kotzen will.

    MfG Seiler

    • Analitik sagt:

      Trump reitet sehr darauf herum, den IS-Terrorismus auszulöschen. Es gibt bereits einen Deal mit Russland. Die USA werden schon bald zeigen, dass sie Terrorismus nicht nur züchten, sondern auch ordentlich bekämpfen können. Was natürlich in der gegebenen Situation überhaupt nicht schwer ist (es sind die eigenen Terroristen, man kann sie desorganisieren durch den Abzug der Führungsoffiziere, man kennt den IS in- und auswendig, der IS ist bereits eingekreist und durch die Vorarbeit anderer Armeen angeschlagen usw.). Nur, was hat Merkel damit zu tun?

  40. Garfried sagt:

    Je genauer man hinschaut desto intensiver wird der Konsens, siehe auch bei Paul Craig Roberts der ja am 20.1. vermutlich noch nicht von den MSM beeinflußt war. Im Original und auf Deutsch bei: http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_16/LP01417_250117.pdf
    Als ehemaligem Insider traue ich ihm eine gewisse Urteilsfähigkeit zu.

    • Analitik sagt:

      Paul Craig Roberts ist ein Panikmacher. Auch hier wieder. Für wen ist es denn eine Neuigkeit, dass Trump sich mit den alten Eliten anlegt? PCR macht aus dieser Nicht-Nachricht ein Drama.

      • leo sagt:

        Wenn Sie mir die Stelle zeigen können, wo PCR im verlinkten Artikel Panik verbreitet, möchte ich Ihren Einwand gerne akzeptieren. Oder meinen Sie einen anderen Artikel?

        Für mich warnt PCR in dem Artikel lediglich, dass Trumps ‚Feldzug‘ gegen den ‚Tiefen Staat‘ in den USA (und darüber hinaus) kein ‚Zuckerlecken‘ werden wird und mit etlichen Unwägbarkeiten verbunden sein dürfte, womit er doch wohl recht hat.

        Möglicherweise spielen Sie auf die im Artikel ausgedrückte Sorge, dass Trump einem Anschlag zum Opfer fallen könnte, an. Dazu folgendes. Ich kenne Ihre Ausführungen bezüglich der Sorge vieler Zeitgenossen zu Trumps Sicherheit und auch Ihre Begründung dazu, welche ich auch teile. Ungeachtet dessen müssen Sie schon in Betracht ziehen, dass Sie sich in dem Punkt auch irren könnten, oder etwa nicht?

        • Analitik sagt:

          Wenn Sie aufmerksam mitgelesen haben, wissen Sie, dass ich die Möglichkeit der Ermordung Trumps explizit nicht ausgeschlossen habe. Darauf herumzureiten ist aber Panikmache. Man kann auch nicht ausschließen, dass Merkel auf der Treppe ausrutscht und sich den Schädel zerbricht, aber niemand entfacht eine Angstkampagne um diese Möglichkeit.

          • leo sagt:

            Analitik

            Danke für die Antwort.

            Ihr Vergleich hinkt etwas, denn Trump ist sicher schon einer, über das ’normele Maß‘ hinaus gehenden Gefährdung ausgesetzt. Oder anders ausgedrückt, neben der Möglichkeit, dass mir und Trump bei nächster Gelegenheit ein Blumentopf auf den Kopf fällt, sind auf mich nicht so viele Leute sauer wie auf Trump.

            Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass man sich nicht von der Angst, es könnte was schlimmes passieren, leiten lassen sollte, aber man sollte sie auch nicht ausblenden.

            Beste Grüße

            PS: Ihre Analysen und insbesondere auch Ihre Art, diese zu vermitteln, sind, wie ich finde, von ausgezeichneter Qualität. Das musste mal gesagt werden…

  41. M. Hendrich sagt:

    „Wie zum Teufel bekommen es die Medien hin, sich so präzise auf ein Wording zu einigen?“

    Eine Antwort hat wohl Douglas Valentine aus seiner umfassenden Recherche des Phoenix-Prgramms des CIA:
    „The pressure the CIA imposes on the media amount to political warfare directed against the American public. It’s no different than how the CIA mounts counter-subversion operations overseas. … As power gets more concentrated in security services, the media is no longer simply compliant, it’s functioning as their public relations arm. It simply ignores anything that contradicts the official line.“
    Douglas Valentine (2017): CIA as Organized Crime. How illegal operations corrupt America and the world.
    Clarity Press, Atlanta 2017, S. 31.

    • Hausfrau sagt:

      Naja, dieses Skandalgeschrei ist jetzt nicht so erhellend. Analitiks Kommentar mit dem Flaschenhals weiter oben ist da weitaus scharfsinnig-praktischer.
      Ich fand auch, daß es zu der Trump-Inauguration einen ziemlichen Flaschenhals gab; ich hätte erwartet, daß seine Rede so ziemlich überall gleich rausgehauen wird, aber nein, ich mußte danach suchen.

      • ped43z sagt:

        Immerhin, wenn auch garniert mit einem hässlichen Kommentar, brachte tagesschau.de diese Rede im Wortlaut.

        Beste Grüße, ped43

        • Hausfrau sagt:

          @ped43: Ihnen auch einen freundlichen Gruß.
          Wann kam das denn in der Tagesschau, an welchem Tag?
          Ich verfolge nicht viele Medien, und bin eher fusselhirnig als scharfsinnig, gleichwohl beschäftigt mich sehr die Frage, wie dieses ganze „System“, in dem wir uns befinden, denn so eigentlich funktioniert. Und da wir ja nicht anders können, als in einer wie-auch-immer-medialen Welt zu sein (selbst von Attentaten 1 km weiter würden wir ohne Medien nichts erfahren), finde ich so exemplarische Beobachtungen über wie was wo verbreitet wird, mitunter ganz lehrreich.

          • ped43z sagt:

            @Hausfrau

            Nutzen Sie die Suchfunktion Ihres Browsers. Die Suchmaschine des größten Internet-Konzerns reagiert prompt, wenn Sie eingeben:

            Tagesschau Trump Einführungsrede Wortlaut

            😉
            Freundliche Grüße, ped43z

          • Hausfrau sagt:

            @ped43: ich hatte gedacht, Sie hätten die Sendung verfolgt. Hinterhergoogeln ist was anderes.

  42. Chemnitzer sagt:

    Anhand eines Beispiels möchte ich kurz zeigen, dass es wirklich notwendig ist, die bisherige Außenpolitik Deutschlands transparent zu analysieren und zu bilanzieren.

    Es gab 2010 einen Vorfall der vermutlich mehr Auswirkungen hatte als wir uns das jemals hätten vorstellen können. Ich stütze mich auf zwei Meldungen der russischen Nachrichtenagentur sputniknews. Die dargestellten Inhalte und Fakten stimmen mit der amtlichen polnischen Position überein.

    Ihr erinnert Euch sicherlich an das europaweite Flugverbot 2010, angeblich aufgrund des Vulkanausbruchs in Island. Dieses Flugverbot wurde zwei/drei Tage nach dem Flugzeugabsturz der polnischen Präsidentenmaschine bei Smolensk durchgesetzt. Übrigens sind Informationen zu den rechtlichen und administrativen Grundlagen dieses Flugverbotes nur sehr schwer bis gar nicht zu erhalten.
    Heute muss nun als gesichert gelten, dass diese Maschine, in der die gesamte polnische Militär- und Staatsführung (einschließlich Notenbankchef) ums Leben gekommen ist, durch eine Zerstörung in der Luft beim Landeanflug zum Absturz gebracht wurde.

    „Die neue polnische Kommission, die jetzt die Umstände des Flugzeugabsturzes bei Smolensk untersucht, stellte am 15. September erste Untersuchungsergebnisse vor. Wie die Experten erklärten, hat die Zerstörung der Maschine schon 900 Meter vor der Absturzstelle noch in der Luft eingesetzt, und von den Flugschreibern seien die letzten Sekunden der Aufzeichnungen verschwunden.“
    https://de.sputniknews.com/politik/20161111313320900-exhumierung-opfer-flugzeugabsturzes-smolensk/

    „Der polnische Geheimdienst hat offenbar Informationen über Sprengstoffspuren an Wrackteilen des im Jahr 2010 bei Smolensk abgestürzten Flugzeugs mit dem damaligen polnischen Präsidenten Lech Kaczynski unterschlagen, wie die polnische Zeitung „Gazeta Polska“ berichtet.“
    https://de.sputniknews.com/politik/20161109313281274-smolensk-kaczynski-absturz-flugzeug-sprengstoff/

    Die Frage steht auch, warum die gesamte Militär- und Staats- Führung Polens nach Smolensk reisen wollte, um an den Feierlichkeiten des Gedenktages für die Opfer von Katyn teilzunehmen. Es ist anzunehmen, dass weitergehende Gespräche und Verhandlungen mit Russland der Zweck dieses Staatbesuches waren. Diese Vermutung wird durch eine aktuelle Meldung bestätigt:
    https://de.sputniknews.com/politik/20170124314237925-polen-geheimpapier-veroeffentlichung-russland/

    Mit diesem Hintergrundwissen kann man annehmen, dass die russlandfreundlichen Verhandlungen und Aktivitäten der polnischen Eliten verhindert werden sollten. Es war nichts geringeres, als ein Enthauptungsschlag gegen den polnischen Staat.
    In dem Zusammenhang ist auch von Interesse, wer nicht in der Maschine saß und später polnischer Präsident wurde: Eine Person namens D. Tusk mit US-amerikanischer Staatsbürgerschaft. Ebenso ist die Person Sikorski interessant, die vor und während des Umsturzes in Kiew polnischer Außenminister war. Dieser hat m.W.n. die britische Staatsbürgerschaft. Polen war im Vorfeld des Ukraine-Putsches als Operationsgebiet zur Ausbildung der Putsch- und Söldnergruppen vorgesehen. Im weiteren kann man heute erkennen, dass die gesamte Strategie zur Isolierung und Bedrohung Russlands (Raketenabwehrschild, Verstärkung der Nato-Truppen im Osten, Ukraine als Rammbock) auf die Einbindung Polens in die anglo-amerikanische Geopolitik aufbaute.

    Jedenfalls, für uns wäre besonders wichtig zu wissen was die Bundesregierung damals tat, veranlasste und in der Nato für eine Rolle spielte hinsichtlich der geopolitischen Ereignisse die folgen sollten (2011 Syrien und Lybien, 2013/2014 Ukraine). An diesem Beispiel erkennen wir auch, das dem normalen Bürger keinerlei Wissen über das tatsächliche außenpolitische Handeln der Bundesregierung zugänglich ist.

    • Hausfrau sagt:

      Es war nichts geringeres, als ein Enthauptungsschlag
      Ja, und ich war völlig platt, daß sowas möglich war.
      Denn ich hatte schon im 2. Lehrjahr mitbekommen, daß die Firmenchefs nie zusammen in einem Zug oder Taxi zur Messe fahren durften, eben weil sonst womöglich die Firma von einem Tag auf den anderen ohne Chef dagestanden wäre. Das war eine banale Konsumgüterfirma, nichts staatssicherheitsrelevantes oder stark konkurrenzumkämpftes, aber diese Sicherheitsregel hatten sie in den 1980ern.

  43. Domenion sagt:

    Ah Leute, das Thema ist doch Totlangweilig, schon vor 15 Jahren war zu sehen, dass die Medien alle dasselbe schreiben, ich hatte aus dummheit ein Abo. auf Focus bestellt, es war dann eine Ansammlung von Bild Artikeln der ganzen Woche+ jede Menge Werbung, sogar die Formulierungen wurden 1:1 übernommen.
    LG Domenion

    • ped43z sagt:

      Ah Leute, das Thema ist doch Totlangweilig

      Für Sie? Schrieben Sie deshalb auch:

      ich hatte aus dummheit ein Abo. auf Focus bestellt

      Der Focus hat Ihnen die Augen geöffnet? Und schreiben 15 Jahre später, dass das Thema langweilig ist?
      Sie taten es nicht aus Dummheit …
      falls Sie es taten.

      Freundliche Grüße, ped43z

  44. Tobias sagt:

    Hier, Da Ihre letzte Publikation die Kommentare nicht freigeschaltet hat. Zum Thema RT: http://www.moonofalabama.org/2016/12/russia-today-plagiarizes-moon-of-alabama-correspondence-act-i.html

  45. Gunvald Larsson sagt:

    Unabhängig von den Nachrichtensendungen (und politischen Talkshows usw.) im Fernsehen, werden gewünschte Informationen und Denkmuster über Filme und Serien vermittelt. Mir ist aufgefallen, dass sich in letzter Zeit da etwas verändert hat.
    Auf der einen Seite wird die Flüchtlingsthematik bearbeitet mit dem Tenor: Flüchtlinge gut, Deutsche böse! Allerdings wird dabei mittlerweile dermaßen mit dem groben Pinsel bis hin zum Vorschlaghammer gearbeitet, dass ich mir die Frage stelle, ob entweder a) die Medienmacher mittlerweile so verzweifelt sind, ihre Botschaften unters Volk zu bringen, dass sie das grobe Besteck auspacken müssen, oder b) eigentlich das Gegenteil der offensichtlichen Botschaft die eigentliche Botschaft ist.
    Der letzte „Tatort“ aus Frankfurt („Tatort“ ist in Deutschland anscheinend ein staatstragendes Medium) war so platt propagandistisch, dass es auch dem Letzten hätte auffallen müssen. In einem anderen Krimi (leider entfallen, welcher das war; muss wohl mal Notizen machen beim Fernsehen) wurde in einer Szene im Hintergrund ein Wahlplakat der fiktiven Partei AfS gezeigt, das Konterfei eines „Politkers“ in Form eines bekannten Schauspielers, dem jemand ein Hitlerbärtchen angemalt hatte. Nachdem die beiden Personen im Vordergrund ihren Dialog beendet hatten, wurde noch einmal kurz auf das Wahlplakat geschwenkt, obwohl dies ansonsten nichts mit der Szene zu tun hatte.
    Weiteres Beispiel: „Tatort“ Wien, 22.01.2017; im Vordergund stehen zwei Personen und unterhalten sich auf dem Uni-Campus über die Schwierigkeiten der einen (Migrantin, studiert Medizin) mit ihrer Familie, der sie das Studium verschwiegen hat, da Frauen nicht studieren müssen/sollen. Im Hintergrund gehen zwei junge Frauen mit Kopftuch vorbei. Hier werden subtil Bilder mit Aussagen verknüpft, die ins Unbewusste absinken sollen. Zu welchem Zweck? Oder interpretiere ich da zuviel hinein?

    Andererseits bemerke ich mittlerweile häufiger Aussagen in Filmen, die dem bisherigen Narrativ im Kontext der neoliberal-globalistischen Agenda widersprechen. Es sind häufig nur einzelne Sätze oder kurze Dialoge, die aufmerken lassen. So geschehen in dem Zweiteiler ums Hotel Sacher. Der junge Adlige möchte seinen Besitz, sein Dorf voran bringen, investiert in Infrastruktur. Auf die Frage, ob er denn erfolgreich sei, antwortet er etwas zerknirscht, dass die Projekte zwar alle erfolgreich seien, die Einwohner aber immer noch oder gar immer mehr unzufrieden sind und sich beschweren. Der Grund sei, sie trügen keine Verantwortung. Hoppala, das widerspricht aber der fortlaufenden Entmündigung, der wir seit Jahrzehnten ausgesetzt sind. Wir sollen doch immer unsouveräner werden und uns der Fürsorge des Staates und des Superstaates anheimgeben.

    Es sind immer nur kurze Lichtblitze, die ich seit etwa zwei Monaten wahrnehme. Und ich frage mich, eingedenk des Vorlaufes der Fernsehproduktionen, ob nicht a) ein anderes Narrativ längst vorbereitet wird oder b) der „Apparat“ unterwandert ist und ähnlich wie in der DDR „subversive Gedanken“ im Kontext des von der Zensur erlaubten verbreitet werden oder das vorgegebene Narrativ dermaßen plump überzeichnet wird, dass es das Gegenteil von dem erreicht, was ursprünglich beabsichtigt ist. Ich halte es durchaus für möglich, dass neben den bekannten widerstreitenden Eliten ein weiterer Faktor besteht, der bislang völlig im Untergrund arbeitet. Diese Idee möchte ich gern zur Diskussion stellen.

    • Analitik sagt:

      „Weiteres Beispiel: „Tatort“ Wien, 22.01.2017; im Vordergund stehen zwei Personen und unterhalten sich auf dem Uni-Campus über die Schwierigkeiten der einen (Migrantin, studiert Medizin) mit ihrer Familie, der sie das Studium verschwiegen hat, da Frauen nicht studieren müssen/sollen. Im Hintergrund gehen zwei junge Frauen mit Kopftuch vorbei. Hier werden subtil Bilder mit Aussagen verknüpft, die ins Unbewusste absinken sollen. Zu welchem Zweck? Oder interpretiere ich da zuviel hinein?“

      Gut bemerkt und Sie interpretieren nicht zu viel hinein. Das ist die subtile Art, Menschen in den Kopf zu scheißen. Nichts daran ist zufällig.

      „Ich halte es durchaus für möglich, dass neben den bekannten widerstreitenden Eliten ein weiterer Faktor besteht, der bislang völlig im Untergrund arbeitet.“

      An welchen Faktor denken Sie?

  46. Marcus Müller sagt:

    @Analitik: Kontext zu Trump und dem DOW-Höhenflug: Ist Trump ein Trojanisches Pferd? Sollen den neuen nationalen Bewegungen der kommende Finanzcrash angelastet werden, um dann die eigentlichen Ziele durchsetzen zu können? Im Bericht wird erst begründet, dann geschlussfolgert (was „IGE“ bedeutet, wird leider nicht geklärt):

    „Das Endziel? Die Schaffung einer einzigen Währungs- und Wirtschaftsbehörde unter der Leitung des IWF und die Schaffung einer einzigen globalen Währung, die die Sonderziehungsrechte (bzw. eine Spielart davon) des IWF als „Brücke“ benutzt, um die nationalen Währungen in einen harmonisierten Wechselkursrahmen zu zwingen, bis diese bedeutungslos, austauschbar und damit sinnlos werden…
    Und hier kommt das Trojanische Pferd Donald Trump, das Brexit-Referendum und der weltweite Aufstieg der „populistischen Bewegungen“ ins Spiel. In der gesamten ersten Hälfte des Jahres 2016 warnten uns die IGE davor, dass ein Aufstieg der Populisten, Konservativen und Souveränitätsbefürworter in einer internationalen Finanzkatastrophe enden würde. Fast so als WUSSTEN sie, dass der Brexit erfolgreich sein würde und dass Trump die Wahl gewinnt.“

    http://www.neopresse.com/finanzsystem/das-falsche-narrativ-der-wirtschaftlichen-erholung-wird-alsbald-beerdigt-werden/

    • Analitik sagt:

      Kurz: Wirres Zeug. Man kann sich das durchlesen als Beispiel dafür, dass die alternativen Medien auch genutzt werden, um Verwirrung zu stiften.

      • Heinz Göd sagt:

        @ Analitik
        Der Blog konjunktion.info ist seit 2011 im www und hat ein sehr faires Forum.
        Deshalb fühle ich mich moralisch verpflichtet, eine Lanze dafür zu brechen.
        Der Blog-Betreiber stellt sich die Aufgabe, Zusammenhänge in Politik und Wirtschaft aufzuspüren und bekanntzumachen. Seine ArbeitsHypothese ist: Eine Clique mächtiger Strippenzieher versucht, eine neue Weltordnung (NWO) zu errichten.
        Der Verlauf von Politik und Wirtschaft kann tatsächlich in diese Richtung gedeutet werden – was aber nicht zwingend heisst, dass es stimmt, aber es könnte möglicherweise stimmen.
        konjunktion.info hat sich da ein sehr heikles, arbeitsaufwändiges – weil daten- und such-aufwändiges – und auch schwieriges – weil nie alle einflussreichen Daten bekannt sind – Thema vorgenommen. Meist kann mensch die Tatsachen auch anders erklären, mit seiner Hypothese ergeben sie allerdings ein Puzzle.
        Z.B. schreibt er am 29. August 2016 in seinem Artikel
        https://www.konjunktion.info/2016/08/fed-zinserhoehung-voraus-als-pretext-fuer-einen-us-praesidenten-donald-trump/
        „Ein Konservativer wie Trump bzw. dessen Wahl durch die Bürger wäre der ideale Sündenbock einen ökonomischen Zusammenbruch, der seit Langem geplant ist, anderen als den eigentlich Verantwortlichen (Stichwort: IGE) anzulasten.“
        Das ist geradezu ein ‚verschwörungs-theoretischer‘ Gedanke – aber wenn mensch das ganze ‚Wahl-Theater‘ in den U$A mitbeobachtet hat, dann kann mensch schon ins Grübeln kommen.
        Weiters
        „Aufgrund der derzeit vorhandenen Informationen, der Geschichte der Fed und den Aussagen Yellens gehe ich davon aus, dass wir im September, spätestens bei der darauffolgenden Sitzung, eine Zinserhöhung sehen werden. Genaus wo wie ich es Anfang des Jahres vorausgesagt habe.“
        Und die Zinserhöhung kam am 14. Dezember
        http://www.wifikon.de/?article_id=56
        Dafür gibt es natürlich auch eine andere Erklärung.
        Durch diese 2 Treffer scheint mir konjunktion.info ein bisschen in Panik geraten zu sein – und das schlägt sich in seinem Artikel vom 7.Januar 2017 (der von Herrn Müller angesprochene Artikel) nieder.
        Einem Quereinsteiger, der den Blog nicht kennt, kann dann der Artikel wohl wirr vorkommen.
        Freundliche Grüße
        HG

        PS:
        Derzeit blockt mein Kobold im Laptop, siehe
        http://analitik.de/2016/11/03/wie-agenten-wikileaks-benutzen-und-die-menschen-verarschen/#comment-5242
        (Suchbegriff: Kobold )
        sowohl
        http://www.konjunktion.info/
        wie auch
        https://deutsch.rt.com/
        (Analitik: „RT deutsch ist im übrigen eine gute Quelle“)
        Wenn der Kobold eine innere Logik hat, dann müssten konjunktion.info und deutsch.rt.com etwas gemeinsam haben.

    • Heinz Göd sagt:

      @Marcus Müller
      Mein Browser zeigt bei dem NEOPresse-Artikel nach einer Werbung für Krisen-Vorsorge, Facebook&Co den Verfasser und einen Link zum Original-Artikel.
      Im Text dort ist festgelegt: IGE=Internationalisten/Globalisten/Eliten (IGE)
      Dort sind auch die Links zu seinen Quellen.
      Zu NEOPresse schreibt Wikipedia
      https://de.wikipedia.org/wiki/Neopresse#Inhalte

  47. Pandora sagt:

    Betrifft: Ausweitung des Bundeswehreinsatzes in Mali

    Dieser wurde anscheinend schon Mitte Dez bekanntgegeben:

    http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59502

  48. Frank23 sagt:

    Da reuters eine Rothschildagentur ist, dachte ich zuerst an diesen Urpsrung. Jedoch ist da von Kampfansage und Trump gar nichts zu finden. Vielmehr bemüht man sich dort darum die Sache sachlich anzugehen. So berichtet man, dass Trump das schwächste Wirtschaftswachstum der letzten Jahre „geerbt“ hat. Sprich man beginnt so langsam die Abrechnung mit der Soros-Clinton-Obama-… Clique.
    Was bei mir aber alle Alarmglocken zum Klingen bringt:
    man hat die Pferde gewechselt!

  49. Pandora sagt:

    Rothschild ist nicht mehr der Eigentümer von Reuters. Aber er war mit Thomson zumindest befreundet. Es besteht also folgende Möglichkeit: Wenn zwei Menschen am selben Strang ziehen, ist es egal, wem das Seil gehört.

    • Analitik sagt:

      Sie antworten am Kern meiner Frage vorbei. Daher gilt die Frage unvermindert auch zu Ihrer Antwort: Woran erkennt man das?

      Die Schlussfolgerung, die Sie präsentieren, stimmt schon. Aber wer ist Thomson? Woher wissen Sie, dass er mit Rothschild befreundet ist? Woher wissen Sie, dass Reuters „nicht mehr“ den Rothschilds gehört – es gehörte also vorher den Rothschilds – wo und wie kann man das nachprüfen?

      • Tesla sagt:

        Das erkennt man daran, wer wie viel von dem Laden besitzt.
        Hier gibts eine gute Erklärung.
        Impressum, Vorstände, Aktionebesitzte (Strohmänner wird man nicht so leicht herausfinden).

        Auf diesem Blog gibts eine gute Erklärung:
        http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2010/06/wie-die-medien-bilderberg-verschweigen.html

        Der Schreiber des Blogs „Alles Schall und Rauch“ verwendet einen Alias und ist sehr beliebt bei Psiram.

        • Analitik sagt:

          „Hier gibts eine gute Erklärung.“

          Wo? Ich frage Sie jetzt schon zum dritten mal. Zitieren Sie mal was konkretes, geben Sie mir eine Quellenangabe. Dass es irgendwo ein Impressum gibt, ist nichtssagend. Geben Sie mir den Link zu dem Impressum, den Sie meinen und sagen Sie mir, was die beweislastige Information dort ist.

          „Auf diesem Blog gibts eine gute Erklärung:
          http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2010/06/wie-die-medien-bilderberg-verschweigen.html

          Im von Ihnen zitierten Artikel heisst es:

          „Wem gehört Reuters? Wenn man in die Geschichte der Firma geht dann findet man heraus, die Rothschild Familie war mal Eigentümer von Reuters. Sie besassen überhaupt alle wichtigten Nachrichtenagenturen Anfang des 20. Jahrhunderts, wie Wolff in Deutschland, Havas in Frankreich und Reuters in England und hatten damit das Nachrichtenmonopol. So konnten sie ihren Namen aus allen Zeitungen raushalten und ihre kriminellen Geschäfte unbemerkt durchziehen.

          Ob sie heute noch Aktien besitzen ist nicht nachweisbar. Es könnte über einen Strohmann laufen. Rupert Murdoch war auch mal Aktionär in den 90ger Jahren mit 15 Prozent. “

          Kein Quellennachweis. Wo und wie ist der Autor in die Geschichte der Firma gegangen? Ich kann ihm nur glauben oder nicht, überprüfbar sind seine Aussagen nicht. Ob Rothschild heute Aktien an Reuters hält, weiss der Blogger gar nicht. Aber ein Rupert Murdoch war in den 90ern mal Aktionär… Was heißt das bitte? Woher und wozu wird dieser Murdoch jetzt in den Artikel gezaubert? Was belegt uns das?

          „Im Vorstand der Firma Thomson-Reuters sitzen zwei Mitglieder der Council on Foreign Relations (Rockefeller), nämlich Niall FitzGerald und Tom Glocer.“

          Das ist ja witzig. Ihr Blogger weiss von Rockefeller-Leuten im Reuters-Vorstand zu berichten, aber nichts von Rothschild-Leuten. Und diesen Artikel zitieren Sie hier als Nachweis dafür, dass die Rothschilds mehr oder weniger direkte Einflussnahme auf Reuters haben…

          Mit Verlaub, so funktioniert es nicht. Sie präsentieren eine Behauptung, Sie weigern sich, Belege zu zitieren, reden um den heißen Brei herum, und das eine Stück, was Sie zitieren, widerspricht Ihnen sogar.

          Wir sollten ein höheres Diskussionsniveau anstreben. Sie könnten mit Ihrer Aussage Recht haben. Aber die Art der Darbietung kann nicht genügen. Hinterfragen Sie Behauptungen, die Sie nicht belegen können. Woher wissen Sie, dass Sie Recht haben? Haben Sie es auf die gleiche Art und Weise aufgenommen, wie Sie es weiterzureichen versuchen? Was ist, wenn sie geleimt wurden? Was ist, wenn jemand Ihnen eine durch nichts belegte Aussage untergejubelt hat, die einfach psychisch bequem war? Was ist, wenn Sie sich an sowas gewöhnen? Dann kann man Ihnen jeden Murks einimpfen, wenn er nur psychisch bequem ist?

          • Tesla sagt:

            Weiter bin ich auf die Schnelle nicht gekommen. Hier also nur eine grobe und naive Recherche.

            1)
            Reuters und Rothschild Aktienkurse verlaufen ähnlich:
            Reuters http://www.onvista.de/aktien/THOMSON-REUTERS-CORP-Aktie-CA8849031056
            im Vergleich mit Rothschild
            http://www.onvista.de/aktien/ROTHSCHILD-CO-Aktie-FR0000031684

            DPA dagegen
            http://www.onvista.de/aktien/DPA-FLEX-GROUP-Aktie-NL0009197771

            2) Thomson Reuters Aktionärsstruktur
            Inhaber in %
            The Woodbridge Co. Ltd. 60,55
            (wiederum zu 60% Thomson & Reuters und 40% CTV https://en.wikipedia.org/wiki/CTVglobemedia)
            also fast die ganze Thomson Familie

            RBC Global Asset Management, Inc. 4,82 (Royal Bank of Canada –> nehme an Rothschild, aber konnte nichts finden ausser http://humansarefree.com/2013/11/complete-list-of-banks-ownedcontrolled.html)

            Wellington Management Co. LLP 1,58 (Wellington Familie mit Verbindung zu Rothschild http://www.telegraph.co.uk/finance/investor/investing-news/11971879/How-to-invest-like-the-Rothschild-dynasty.html)

            TD Asset Management, Inc. 1,38
            Parnassus Investments 1,38
            Jarislowsky Fraser Ltd. 1,27
            I. G. Investment Management Ltd.1,02
            The Vanguard Group, Inc. 0,92
            Letko, Brosseau & Associates Inc.0,90
            Managed Account Advisors LLC 0,85

            3) Interessant ist auch
            Der Bereich Urheberrechte und Markenschutz wurde im Oktober 2016 an Onex and Baring Asia veräussert
            Onex and Baring Asia
            http://www.onex.com/Cache/1001215923.PDF?O=PDF&T=&Y=&D=&FID=1001215923&iid=4055978
            verwendeter Name: Clarivate Analytics
            http://clarivate.com/copyright/
            –> Firmensitz derselbe wie Thomson Reuters
            http://thomsonreuters.com/en/locations/boston-22-thomson-place-location.html

            • Analitik sagt:

              „Weiter bin ich auf die Schnelle nicht gekommen. Hier also nur eine grobe und naive Recherche.“

              Sehen Sie, auf die Schnelle was behaupten ist ganz einfach, aber um etwas zu belegen, benötigt man viel Zeit und Aufwand. Gehen wir Ihre „naive Recherche“ mal durch.

              „Reuters und Rothschild Aktienkurse verlaufen ähnlich:“

              Kommt drauf an, welchen Zeitraum man betrachtet. Und selbst wenn, was sagt uns das? Nichts. Sie versuchen uns eine Korrelation als Kausalität unterzujubeln. Gefährlicher Gedanke. Die Schuhgröße korreliert positiv mit dem Gehalt, wussten Sie das? Ist die Größe der getragenen Schuhe kausal verantwortlich für das höhere Gehalt? Begründen Sie, warum die Korrelation der Aktienkurse auch eine Kausalität darstellt. Eine Korrelation ist für sich genommen völlig wertlos. Außer, um Zombies ins Gehirn zu kacken, aber nicht dafür haben wir uns hier versammelt.

              „Thomson Reuters Aktionärsstruktur“

              Meine Güte, Sie zeigen uns, dass Thomson-Reuters der Thomson-Familie gehört. Unglaublich! Über die Rothschild-Anteile finden Sie nichts belastbares. Nur Kram, den Sie mit „nehme an“ und „konnte nichts anderes finden“ ins Feld schicken können. Und dieser ganze Kram kommt auf einen einstelligen Prozentbereich. Selbst wenn Sie Recht hätten, ist ein Aktienanteil im einstelligen Prozentbereich nicht gerade das, was man üblicherweise als Kontrollpaket bezeichnet. Selbst mit allen Ihren „nehme an“ komme Sie nicht dahin, Ihre Behauptung von Rothschilds Kontrolle über Reuters zu stützen.

              „Interessant ist auch“

              Interessant für welche Fragestellung? Für Ihre Behauptung des Rothschild-Einflusses ist es völlig uninteressant, dass der Thomson-Konzern seine Sparten in Unternehmen ausgliedert, die – welch wunder – wie der Hauptkonzern der Thomson-Familie gehören sollen.

              Mit dem gleichen Firmensitz zu argumentieren ist im übrigen auch nur Zombiefutter. Inzwischen ist die Allgemeinheit darüber aufgeklärt worden, dass es Steueroasen gibt, in denen unter der Adresse eines Strandhauses hunderte Firmen aus aller Welt angemeldet sind. Ohne weitere Recherche und Belege können Sie mit dem Firmensitz überhaupt nichts nachweisen.

      • Pandora sagt:

        Verstehe. Also

        1. Beispielsweise hier:
        Reuters was previously owned by the Rothschild banking family. They sold Reuters to the Thompson family in 2008. The new company is called Thompson-Reuters.
        http://www.molonlabemedia.com/2016/05/06/media-ap-reuters-owned/
        Das schreiben mehrere Medienseiten, die wahrscheinlich alle voneinander abgeschrieben haben.

        2. Es gibt da eine Geschichte, wie R & T gemeinsam eine abenteuerliche Urlaubsreise unternehmen. Muss ich erst suchen.

        Soweit ich mich erinnere gehen die wichtigsten Informationen auf ein Buch von Griffin (oder Mullins?) zurück, das ich nicht besitze. Griffin zumindest ist eine gute Quelle.

        • Analitik sagt:

          Das wird da einfach so behauptet. Woher weiss ich, dass es stimmt?

          Ich frage nicht nach, um Sie und die anderen Leser zu ärgern. Es ist eine echte Grundsatzfrage. Wie können wir solche Informationen belastbar überprüfen? Eigentum-Informationen sind sehr wichtig. Deswegen werden sie gern geheim gehalten, deswegen wird über sie gern gelogen.

          Gibt es irgendwelche Behörden, die solche Eigentumverhältnisse dokumentieren? Wo und wie kann man sich kundig machen? Auf sowas will ich hinaus.

          • Hausfrau sagt:

            Firmenregister gibt es auf jeden Fall, Auskunft über die Eigentümer ist aber wohl meistens kostenpflichtig. Und in der Regel stehen als Eigentümer juristische Vehikel (andere Firmen und Gesellschaften) drin, nach deren Eigentümern man weiter suchen muß. D.h. bis man zu Personen kommt, hat man erstmal eine ziemliche Kaskade zu überwinden. Und Gesellschaften mit anonymen Eigentümern sind mancherorts (Utah? Karibik? Liechtenstein?) auch möglich.

            • Heinz Göd sagt:

              Ja,
              https://de.wikipedia.org/wiki/Handelsregister
              https://de.wikipedia.org/wiki/European_Business_Register
              Für Österreich:
              https://www.wko.at/Content.Node/Service/Wirtschaftsrecht-und-Gewerberecht/Gesellschaftsrecht/Unternehmensrecht/Unternehmensrecht–Handelsrecht-/Das_Firmenbuch.html
              Mein Kobold blockt die Seite – mit Trick die Seite aufgerufen, aber kann nur lesen, nicht damit arbeiten
              „Was ist das Firmenbuch?
              Das Firmenbuch ist ein zentrales, öffentliches EDV-Verzeichnis. Im Firmenbuch sind wichtige Informationen über zahlreiche Unternehmen zu finden. Vorrangiger Zweck des Firmenbuchs ist es, dem Geschäftsverkehr eine Möglichkeit zu eröffnen, relevante Informationen über die eingetragenen Unternehmen einzuholen.
              Wer ist im Firmenbuch eingetragen?
              Eingetragen sind alle österreichischen Kapitalgesellschaften (GesmbH, AG), Personengesellschaften (OG, KG) und Genossenschaften. Ausländische Rechtsträger sind im Firmenbuch einzutragen, falls sie Zweigniederlassungen in Österreich unterhalten.
              Einzelunternehmer können sich freiwillig ins Firmenbuch eintragen lassen. Erst wenn ein Einzelunternehmen in zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren einen Umsatz von jeweils über 700.000 Euro oder aber in einem Jahr einen Umsatz von über 1.000.000 Euro aufweist, wird die Eintragung ins Firmenbuch verpflichtend.
              Wie kann man Einsicht ins Firmenbuch nehmen?
              In das Firmenbuch kann jedermann Einsicht nehmen und Auszüge anfordern. Eine Datenabfrage hinsichtlich aller in Österreich gespeicherten Rechtsträger ist bei jedem Firmenbuchgericht, Notar, Anwalt und Wirtschaftstreuhänder möglich. Ebenso kann eine Firmenbuchabfrage über die vom Bundesministerium für Justiz beauftragten „Verrechnungsstellen“ erfolgen, wobei dies auch online möglich ist. Bei jeder Abfrage fallen Gebühren an.“
              Die Abfrage scheint aber doch etwas aufwändiger zu sein, denn es gibt dazu ein HilfsService:
              https://www.jusline.at/handelsregister.html
              Eine Hilfe ist vielleicht auch:
              http://www.univie.ac.at/zib/pdf/Firmenbuch_-_Hilfe.pdf
              Für Deutschland:
              https://www.handelsregister.de/
              Die Homepages der Zentralbanken halten sich eher bedeckt:
              https://www.oenb.at/Ueber-Uns/Organisation.html
              https://www.bundesbank.de/
              http://www.snb.ch/de/ifor/shares
              Wahrscheinlich müsste mensch auch den Stammbaum der ‚Roten Schilder‘ mit allen Veschwägerungen aufzeichnen. Ob die Standesämter die Daten herausgeben, müsste mensch ausprobieren,
              Das Ganze sieht mir nach sehr viel Zeitaufwand aus.

              • Hausfrau sagt:

                Aaargh, das ist DACH und ein bissel EU (da gibts noch nicht viel) und nicht die Anglosphäre samt Karibik.
                Wie das dort organisiert ist und einsehbar, das ist die Frage.
                Was sollen die im provinziellen DACH, London ist die Weltstadt für sowas mit reichlich Erfahrung.

              • Heinz Göd sagt:

                @Hausfrau
                Ja, das war jetzt nur DACH, weil ich angenommen habe, dass dies am meisten interessiert.
                Wenn man
                Business_Register UK
                Business_Register USA
                in Gogggle eingibt, so scheinen mir da ein paar Treffer dabei zu sein, aber mich interessiert das wenig bis gar nicht.
                Meiner Meinung nach ist das derzeitige Gesellschafts&Wirtschafts-System bereits durch die verfügbare Technik überholt und die Menschheit damit auch nicht überlebensfähig, siehe
                http://analitik.de/2017/01/08/prognosen-fuer-2017/#comment-5816

          • Strukturdenker sagt:

            Es ist einfach, aber doch schwer:

            Aussagen sind zu begründen und zu belegen.

            Die Begründung besteht in einer kausalen oder plausiblen Ableitung von Schlußfolgerungen aus
            a. Wahrnehmungen (direkt oder indirekt in mehreren Stufen)
            oder besser
            b. Belegen
            Belege sind aber keinesfalls weitere Meinungsäußerungen anderer Personen, die selbst nicht belegt sind. Dieser Bauerntrick wird häufig angewendet, um eigenen unbelegten Äußerungen einen Anschein von Begründung zu geben.

            Die schwächste Argumentationsform sind plausible Ableitungen aus indirekten, erzählten Wahrnehmungen. Dies ist eigentlich keine Argumentation mehr, sondern eher Gerüchtebildung.

            Die stärkste Argumentationsform sind Kausalketten, die durchgehend mit Belegen gestützt sind. In diese Kategorie gehören wissenschaftliche Theorien, wobei die Wissenschaft dediziert offen für Änderungen der Belegesituation (hier: Experimente) ist.

            Kurz gesagt, Analitik will einfach nur belegte oder zumindest nachvollziehbar begründete Aussagen, wenn möglich auch mit einer Eigeneinschätzung der eigenen Aussageplausibilität.

        • ped43z sagt:

          @Pandora:

          Was Rothschild, ASR und die Bilderberger betrifft:

          Zur Bilderberg-Konferenz habe ich mal eine siebenteilige Artikelserie geschrieben (die Sie bei sorgfältigem Lesen auch sieben Stunden Zeit kostet). Rothschild spielte bei den hunderten von Teilnehmern, die ich über den Zeitraum von drei Jahren ihres Wirkens bei Bilderbergs untersuchte, keine Rolle (das kann natürlich früher durchaus anders gewesen sein).

          Vielleicht ist diese Artikelreihe für Sie ein Einstieg, auch in Bezug auf die Quellenlage. Wenn Sie sich das mal antun wollen, hier ist der Einstiegsartikel:
          https://peds-ansichten.de/2016/05/stippvisiten-bei-den-bilderbergern-1/
          Im vierten oder fünften Teil (ich schau jetzt nicht nach) geht es dann auch um die Einbindung der Medien in dieses Netzwerk.

          Wenn Sie über eigene Recherchen und konkrete belastbare Quellen (also nicht so was Selbstreferenzierendes wie wir es inzwischen bei wikipedia sehen) Verbindungen der angesprochenen Firmen (Rothschild, Thompson, Reuters) mit dem Bilderberg-Netzwerk und untereinander ermitteln können, bin ich Ihnen sogar ausgesprochen dankbar! Das Bilderberg-Thema als ein(!) Beispiel für Eliten-Vernetzung würde ich bei Gelegenheit schon ganz gern weiter aufarbeiten.

          Ich verhehle nicht meine Symphathie für ASR, aber dabei muss ich auch nüchtern festhalten, dass dort populistisch und auf der journalistischen Ebene schlampig gearbeitet wird. Das System welches man kritisiert, lebt man weiter, nur mit neuem Feindbild. Mit dem Weg kommen wir nicht weiter, mehr noch sind wir dadurch angreifbar – und das sogar zu Recht.

          Beste Grüße an Sie, ped43z

          • Pandora sagt:

            Danke! Ich schaue mal bei Griffin nach. Wenn ich etwas finde, gebe ich Bescheid.

          • Pandora sagt:

            Eine Bitte: Hast du diese anscheinend sehr ausführlich recherchierte Artikelserie in einem Teil (bspw. als pdf)?

          • Pandora sagt:

            In dem Buch von Griffin (Die Kreatur …) habe ich im Index unter Reuters und Thomson nichts gefunden. Auch nicht in den beiden Büchern von Quigley, die bei Kopp erschienen sind (eines hat allerdings keinen Inex).

      • Pandora sagt:

        Im Vorstand der Firma Thomson-Reuters sitzen zwei Mitglieder der Council on Foreign Relations (Rockefeller), nämlich Niall FitzGerald und Tom Glocer.

        Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Wie die Medien Bilderberg verschweigen http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2010/06/wie-die-medien-bilderberg-verschweigen.html#ixzz4XBIGYwwh

  50. Frank23 sagt:

    Das Relevante daran, ist dass man über die Presseagenturen die Meinungshoheit bis ins letzte Käseblättchen hinein getragen hat. Und der, in den alternativen Blogs bejubelte, Niedergang der Mainstream Printmedien hat dies noch beschleunigt. Früher musste bei frei recherchierten Artikeln noch mindestens der Chefredakteur die Hand drauf haben, heute ist sogar das nicht mehr notwendig. Man setzt die dpa-Meldungen einfach nur noch ins entsprechende Spaltenformat. Es braucht somit für mindestens 50% des Inhalts der Zeitung keinen Redakteur mehr. Dazu lässt man dann im hinteren Teil von Verbänden und der Wirtschaft entsprechende Produkt bzw. Empfehlungen verfassen. Dazu noch am Wochenende etwas für die Kinder- fertig.
    Das einzig recherchierte an der Tageszeitung ist mittlerweile der Regionalteil. Und der hat systemisch keine Relevanz und ist somit auch ungefährlich, weil es hier hauptsächlich um Heimatverbundenheit geht.

    • Hausfrau sagt:

      O-o, der Regionalteil war aber letztes Jahr nicht so ungefährlich. Ich erinnere nur an die XY Einzelfall Map, die sehr Furore machte. So Freizeitprojekte können sich ganz schön auswachsen…
      der Maulkorb für Polizei und Festanstellung für Kahane kamen nicht von ungefähr.

  51. Guten Morgen allerseits,

    die akt. 6 Mill. ($, €, ?) Frage, betrifft die dezidierte Kopplung der Operation T4 in der BT-Feierstd. vom 27.01.2017 mit der ersten Alzheimererscheinung von D.TRUMP! Noch Fragen?
    RRD

  52. BMKurt sagt:

    „Der Schreiber des Blogs „Alles Schall und Rauch“ verwendet einen Alias und ist sehr beliebt bei Psiram.“

    Wer und was ist aber Psiram?
    Welche Taktik steckt hinter diesem Satz?
    Ironie oder absichtliche Irritation?

    Da ich die Diskussionen zu Psiram schon lange kenne, habe ich erneut etwas recherchiert.
    Interessant: ped43z Dekonstruktion http://analitik.de/2017/01/22/gleichgeschaltete-medien/#comment-6141 von Helmuts absichtlicher Irritation verweist auf die (ehemals?) absichtliche fehlinformierende Arbeitsweise von Psiram.

    mehr dazu:

    Wer sind die Blockwarte von Psiram und Wikipedia?
    https://antipsiram.wordpress.com/2015/10/25/philipp-heyde-gerhard-sattler-stefan-laurin-sebastian-bartoschek-blockwarte-von-psiram-und-wikipedia/

    Denunziation auf Wikipedia – Stellungnahme von „Kopilot“
    https://antipsiram.wordpress.com/2015/11/13/denunziation-auf-wikipedia-stellungnahme-von-kopilot/

    Mitarbeiter der Denunzianten-Plattform „PSIRAM“ packt aus
    http://www.karfreitagsgrill.at/2013/08/15/mitarbeiter-der-denunzianten-plattform-psiram-packt-aus/
    dazu gehörend:
    http://www.psiram.us/

    „sehr beliebt bei Psiram“
    http://www.de.wikimannia.org/Psiram

    Ich breche hier mit weiterem Recherchieren ab, vieles ist fùr mich weiter offen.
    Das wichtige aber ist die in den Links oft dargestellte angewendete Denunziationstechnik der Psiramautoren, auf die ped43z ganz aktuell eingegangen ist.

    PSIRAM vs. PRISM
    https://m.heise.de/thema/PRISM

    • Tesla sagt:

      @BMKurt

      Ich dachte, wer bis zu Analitik gekommen ist, weiß, dass solche Bemerkungen zur Belustigung gemeint sind. Wer es also zu Psiram schafft, der ist gewissen Kreisen sehr ungemütlich geworden und
      gehört somit natürlich der sogenannten feindlichen Propaganda an.

      • Analitik sagt:

        „Ich dachte, wer bis zu Analitik gekommen ist, weiß, dass solche Bemerkungen zur Belustigung gemeint sind.“

        Da ist mir etwas entgangen. Welcher Ihrer Kommentare war Belustigung?

  53. kein Plan sagt:

    Für mich persönlich spielt es keine Rolle ob nun die Rothschilds Eigentümer einer Schmierenblattfira sind oder mehr als eine besitzen.
    Fakt ist das,wenige Außnahmen außen vor gelassen,die Mehrheit der MSM in Privatbesitz bzw.Parteibesitz sind.

    Die Meinung die vertreten wird ist die Meinung der herrschenden Klasse,der Klasse der Kapitalisten.
    Der Staat,als Machtorgan der Kapitalistenklasse sorgt in seinen Pubilkationen maximal dafür: Kapitalismus ist Scheiße,aber Alternativlos, zu veröffentlichen.

    Fazit: Um Objektive Infos zu bekommen und um diese breiten Bevölkerungsteilen zur Verfügung zu stellen,gehören die MSM allesamt enteignet und vergesellschaftet.

    Alles andere darum herumgelabbere bringt keinem von uns etwas,es ist Bedeutungslos, weil es nicht Ursachen,sondern Wirkungen kritisiert.

    Zur Not erfinden die Hofschranzen in den Parlamenten eine Zwangsabgabe per Haushalt um die „freie Presse“ und damit die Herrschaftsmeinung weiterhin verkünden zu können.
    Die Schmierenblätter bekommt man dann Gratis eingeworfen.

    Die letzten Veröffentlichungen der MSM zu Printmedien war mehr als Bescheiden.Auflagen im Sinkflug,Profite im Arsch!
    Das zumindest ist ein Anfang.

  54. kein Plan sagt:

    Ah, noch was!
    Das ist nicht nur ein Anfang,das ist Klassenkampf in der Realität!!
    Ein Großteil der Bevölkerung lehnt die Herrschaftsmeinung ab!

    Geile Zeiten!
    Kann echt sein das sich dieser Herr Buffet mit seiner Meinung das die Kapitalistenklasse den Klassenkampf gewinnen wird,mächtig verhoben hat.

    • ped43z sagt:

      @kein Plan

      Kann echt sein das sich dieser Herr Buffet mit seiner Meinung das die Kapitalistenklasse den Klassenkampf gewinnen wird,mächtig verhoben hat.

      Warren Buffet hat etwas anderes ausdrücken wollen, als das was sie glauben, was er gemeint haben muss. Weil er eben mehr gesagt hat, und damit ergibt das, was er gesagt hat, einen ganz anderen Sinn.
      Vereinfachtes Schwarz-Weiß-Denken bringt uns nur dazu, unsere Energien destruktiv zu verschwenden. Recherchieren Sie!

      Seien Sie herzlich gegrüßt von ped43z

      • kein Plan sagt:

        „If class warfare is being waged in America, my class is clearly winning.“ – Jahresbrief an die Investoren seines Fonds „Berkshire Hathaway“, 2003, S. 7

        („Wenn in Amerika ein Klassenkampf tobt, ist meine Klasse dabei, ihn zu gewinnen.“)

        Der hat genau das gesagt was ich schrieb.
        Man kann sich ja mit Bilderbergern,Rothschilds und dem ganzen anderen bürgerlichen Ansichten wer die Welt nun lenken würde beschäftigen,bringen tut das nichts,gar nichts!
        Menschliche Gesellschaften entwickeln sich nicht weil einige wenige den Kurs vorgeben,sondern aus dem Widerspruch zwischen Produktionsmitteln und den Produktivkräften.
        Daran kann kein Rothschild etwas ändern und irgend ein Bilderbergertreffen auch nicht.
        Sie können nur die Bremse treten,den gesellschaftlichen Umbruch aber nicht verhindern.

        • ped43z sagt:

          @kein Plan

          Das Gerissene an Selektion ist ja eben, dass das Selektierte genau so statt fand. Dadurch aber, dass man es aus einem (übrigens auch zeitlichen) Zusammenhang reißt, wird es verfälscht. Das ist die stärkste Waffe von Propaganda überhaupt. Das sehen Sie nämlich tagtäglich in den Nachrichten; selektive Berichterstattung, die dazu dient das Fenster der Welt für SIE ganz klein und passend für andere zu machen.
          Und ich wiederhole nochmal, dass Buffet zu dem was sie richtig zitierten, mehr gesagt hat. Sie können sich natürlich auch zufrieden geben, dass Sie diesbezüglich schon ausreichend aufgeklärt sind und daher eine Erweiterung (oder eher Gefährdung?) des Weltbildes überflüssig ist.

          Nur ist es eben so: Wenn Sie Dinge aus ihrem (auch zeitlichen!) Kontext reißen. Sich also beliebig das raus picken, was sozusagen passt, dann ist das eben (sorry) auch Propaganda. Einseitig statt differenzierend, überhebend statt mit dem Versuch zu verstehen. Buffet ist für Sie ein Kapitalist, deshalb muss er wohl schlecht sein – weil das Ihre verinnerlichte Ideologie ist. Ehrlich, finden Sie das nicht ein bisschen flach?

          Menschliche Gesellschaften entwickeln sich nicht weil einige wenige den Kurs vorgeben

          Ja? War nicht das Thema. Aber woher wissen Sie das? Das „wenige“ können wir ja gern streichen und durch „viele“ ersetzen. Denn Sie und ich geben auch einen Kurs vor.
          Es sind Individuen, Menschen, welche die Dinge vorantreiben. Menschen führen, verführen, manipulieren, töten und lassen töten. Und das was sie tun, das tun sie samt und sonders aus Überzeugung. Die Frage ist nur, inwieweit es eine authentische oder eine übergestülpte Überzeugung ist.
          Die „Gesellschaften“ oder auch „das System“ töten niemanden, das sind nur Begriffe auf der Metaebene. Diese Begriffe sind nützlich, ja notwendig um Prozesse im Großen beschreiben zu können.
          Aber trotzdem werden sie immer getragen von Menschen, die selbst Entscheidungen fällen, überall und jeden Tag. Sie, die Menschen können die Verantwortung für ihr tun niemals ablegen. Sie können es allenfalls ignorieren, das entbindet sie aber nicht von der Verantwortung. Wir alle gestalten, jeder einzelne Mensch – nicht irgendeine Gesellschaft oder ein System, hinter dem wir uns glauben, verstecken zu können.
          ,sondern aus dem Widerspruch zwischen Produktionsmitteln (PM) und den Produktivkräften (PK).
          Wahrscheinlich meinen Sie das Eigentum an PM.
          Ist das Ihre Erkenntnis oder Ihr Glaube? So etwas ähnliches habe ich auch in der Schule gelernt – und geglaubt. Verstehen Sie? Geglaubt! Glaube ist die Notwendigkeit, dass eine Ideologie – und zwar völlig egal welche – sich durchsetzen kann und zum (selbstredend unverrückbaren) Dogma wird. Habe ich die verinnerlicht, werde ich mein Leben nach dem Willen der Ideologie ausrichten.

          Will ich aber nicht.

          Beste Grüße an Sie, ped43z

          • kein Plan sagt:

            Zitat:“Wahrscheinlich meinen Sie das Eigentum an PM.Ist das Ihre Erkenntnis oder Ihr Glaube?“

            Von da na habe ich den Beitrag richtig gut gefunden,LOL!

            Komplett Zombifiziert

            • ped43z sagt:

              Und? Haben Sie noch einmal recherchiert?
              Oder war der Frust, den Sie jetzt abgelassen haben, alles?

              In meinem Browser habe ich gerade drei richtig gute Quellen; ich meine, doch recht stabile, belastbare Quellen zum Warren-Zitat offen. Das habe ich Ihnen zu verdanken, denn durch Sie bin ich nochmals in die Recherche gegangen, um mich zu versichern, dass ich auch nicht falsch liege.

              Vielleicht mache ich sogar einen Artikel draus.
              Seien Sie mir nicht gram.

              Beste Grüße, ped43

              PS und ohne Ironie: Widerspruch zwischen Produktionsmitteln und Produktivkräften … tut mir leid, in dieser Aussage sehe ich keinen Sinn. Nicht mal als Marxist.

  55. Fetzenflug sagt:

    OT wieder einmal, aber das hier scheint aufmerksame Lektüre zu verdienen.

    Mehrsprachige Schauspieler gesucht, aber um Afghanistan kann es hier wohl nicht gehen…

    https://jobboerse.mobil.arbeitsagentur.de/?jb-deep=%2FvamJB%2FstellenangebotAnzeigen.html%3Fbencs%3DK03YNb3TcKpC4OywUx5KYXjb8QUZWCvqSk8zgOj5zlZ9yh6iELYnLQE4PZvL8jW1XZFju-JtT7NIzOlwaIFltw

  56. Marco Schulz sagt:

    Lol.
    Da muss ich doch glatt an den den Hörstel denken. Der hatte ja damals… völlig desillusioniert die ARD verlassen, weil die für ihre Propagandaarbeit lieber Schauspieler nimmt, als echte Zeitzeugen.

    Ist ja auch effektiver, statt auf gut Glück zig Leute zu interviewen, bis dann endlich mal einer was sagt, was man gebrauchen und entsprechend medial aufbereiten kann… 🙂

    Naja. Jetzt weiß ers.

    • Hausfrau sagt:

      Als Methode wurde das ja augenfällig mit den „aus den Brutkästen gerissenen Babys“ im Kuwaitkrieg (wenn ich mich richtig erinnere), wo dann rauskam, daß die heulende Frau keine Zeugin, sondern die Tochter des Botschafters war.
      Merkels Grenzöffnung 2015 wurde vorbereitet mit dem Bild eines toten Kindes am Strand, das im Stern groß aufgemacht wurde, und von dem später viele sagten, das KANN dort NICHT ertrunken sein, weil dann sähe das anders aus.

  57. Hans-Joachim Dohmeier sagt:

    @Chemnitzer
    Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mir belegen könnten, dass zum Zeitpunkt des Absturzes der polnischen Maschine
    D. Tusk und Sikorski (jeweils auch, wie ich annehme) amerikanische bzw. britische Staatsbürger gewesen sind.

  58. Pandora sagt:

    „Wer nutzt Presse und Justiz gegen Trump & Fillon?“

    Wie kann man nicht verblüfft sein über die Ähnlichkeit der Feldzüge, welche versuchen Donald Trump und François Fillon zu erledigen? Wie kann man übersehen, dass diese beiden Männer, Persönlichkeiten von sehr unterschiedlicher Ideologie, die gleichen Interessen bedrohen?

    http://www.voltairenet.org/article195238.html

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