Ein Gesicht der „merkelschen“ Eliten

Die Eliten, die Merkel vertritt, hier ist ein Gesicht von ihnen.

Alfred Gaffal ist der Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft. Was sagt die deutsche/bayerische Wirtschaft so im Interview?

  • Der Wirtschaft in Bayern geht es besonders gut.
  • Die Regierung hat in den letzten Jahren zu wenig für die Wirtschaft getan.
  • Die Kanzlerin hat Deutschland erfolgreich durch alle Krisen gesteuert. (Man beachte den feinen Unterschied – Die Regierung war nicht artig genug, aber die Kanzlerin ist toll.)
  • Arbeit muss bezahlbar bleiben. In der Industrie seien die Arbeitskosten zu hoch im europäischen Vergleich. Deutschland könne das durch seine supergeilen Innovationen ausgleichen, aber… Sie verstehen schon, auch wenn es der Wirtschaft besonders gut geht (s. ersten Punkt), sollte sich jetzt kein Zeitarbeiter unverschämte Hoffnungen machen. Weil sonst wandert die Wirtschaft ab, dahin wo die Arbeitskraft viel billiger ist.
  • Natürlich ist Gaffal auch schwer um das Wohl der Arbeiter besorgt und fordert: „Es muss mehr Netto bom Brutto übrig bleiben“. Ja. Es gibt magische Sprüche, mit denen man Zombies bombensicher flachlegen kann. Das ist so einer.
  • Die Gewerkschaften sollen sich nicht anstellen und weniger feilschen. Weil, siehe erster Punkt und obiger Punkt.
  • Die Arbeiter müssen flexibler werden, was ihre Arbeitszeiten angeht. Flexibilität sei auch für die Arbeiter toll! Dieses Mantra, dass Flexibilität des Arbeiters toll für den Arbeiter ist, ist tief in den Zombiegehirnen verankert worden, so dass wenige offen aussprechen können, was es in Wirklichkeit bedeutet: Der Arbeiter verbiegt seine Zeitplanung zu Gunsten der Firma. Je mehr sich der Arbeiter verbiegt, desto besser für ihn, nicht wahr? Logisch. Wer will schon im Urlaub abschalten, wenn er sich per Hotel-WLAN in die Firma schalten und dort phantastische Herausforderungen bewältigen kann!
  • Die Agenda 2010 und die damit verbundene „Flexibilisierung“ des Arbeitsmarktes (miserabel bezahlte Zeitarbeit statt ordentlich bezahlter Festanstellung) ist die „Langzeitdividende“ der deutschen Wirtschaft. Diese Agenda hat Merkel als Geschenk von Schröder bekommen und sie entwickelt sie behutsam weiter. Dass Gaffel die Agenda 2010 für breiten Wohlstand und große Arbeitsplatzsicherheit (!) verantwortlich macht, sollte aber selbst Zombiegemüter erregen. Ein wenig zumindest. „Den Menschen geht es so gut wie nie zuvor in der Geschichte des Landes.“ Deshalb fordert Gaffel mehr Flexibilisierung. Ungelogen, schauen Sie rein in den Artikel.
  • Die deutsche Exportorientierung ist in der Ära Trump zu einem Unsicherheitsfaktor geworden.
  • Auch gegenüber Großbritanien wird sich der Handelsüberschuss nicht aufrechterhalten lassen.
  • Der Brexit soll so gehen: Großbritanien fühlt sich wohl in Europa, aber kein anderer EU-Staat soll mit Blick auf den Brexit eigene Exit-Gedanken entwickeln wollen. Gaffel ist einfach ein lässiger Typ. So wie Franz Beckenbauer. Die größte Scheiße von sich zu geben und dabei nicht völlig idiotisch, sondern irgendwie cool rüberzukommen, ist eine hohe Kunst.
  • Die EU ist für die deutsche Wirtschaft so sehr von Vorteil, dass Deutschland seinen „nationalen Egoismus“ getrost unterdrücken sollte.
  • Die Geschäfte mit China laufen super. Die Geschäfte mit Iran werden gerade aufgebaut. Die USA sollen sich bitte schön nicht einmischen in diese Geschäfte.
  • Die Beziehungen zu Russland müssen normalisiert werden. Der russische Markt ist offenbar so wichtig, dass die deutschen Unternehmen dort nicht weggegangen sind, obwohl sie von den Sanktionen empfindlich getroffen wurden. Jetzt soll endlich gut sein damit.
  • Die Aufrechterhaltung der Sanktionen gegen Russland geht auf die EU-Oststaaten zurück. Deutschland braucht Russland aber für Energieimporte.
  • Die Energiewende ist teuer und nutzlos. Für die abzuschaltenden Atomkraftwerke gibt es keinen Ersatz. Russische Gas- und Öllieferungen sind nicht ersetzbar, Deutschland braucht billigen Strom für eine konkurrenzfähige Industrie. Die Regierung soll ein langfristiges Konzept vorlegen.

Diese Liste von Gaffel ist praktisch zu 100 % auch eine Liste von Merkel. Voll für die abstrakte Wirtschaft, der es wunderbar geht. Voll für die weitere Ausquetschung der Arbeiter. Auf Distanz gehend zu den USA. Sich Eurasien zuwendend. Die EU ausbeutend. Völlig ohne Reue für die Verbrechen, die man im Krieg gegen Russland begangen hat. Sich dennoch Russland zuwendend, ausschließlich aus geschäftlichem Kalkül.

Übrigens eine schöne Repräsentation der wahren modernen europäischen Werte.

Wer sind also die Eliten, die von Merkel wie Gaffel repräsentiert werden? Deutsche Industrie-Besitzer.

Veröffentlicht in Analysen Getagged mit:

Orbán war’s.

Leserkommentar vom 11. Juli:

Es wird immer irrer:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ungarn-viktor-orban-benjamin-netanyahu-und-die-anti-soros-kampagne-a-1157229.html

Ausgerechnet Israels Premier Netanyahu nimmt Ministerpräsident Orbán in Schutz.

Zuvor berichtete Sputnik:

https://de.sputniknews.com/politik/20170710316543233-israel-ungarn-soros-subversionen/

Die Beziehung zu dem Finanzier, der ein Netz von internationalen Nichtregierungsorganisationen sponsert, hat das Außenamt in Form einer Erläuterung einer Äußerung des israelischen Botschafters in Ungarn, Yossi Amrani, formuliert. Dieser soll am Wochenende gegen die Aktion des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán protestiert haben, der sich mit Plakaten im ganzen Land gegen George Soros eingesetzt hatte.

Amranis Äußerung habe auf keinen Fall das Ziel verfolgt, Kritik an Soros illegitim zu machen.😂

Dazu meine kurze Anmerkung vom 12. Juli:

Fragt sich nur, wer da wen in die Falle zu locken versucht.

Eine Woche später ist klar, wer wen in die Falle gelockt hat. Orbán war’s. Hat Netanyahu zum lästern gebracht und dabei zufällig ein Mikrofon angelassen, so dass die Journalisten alles mitgehört haben. Elegante Operation.

Unter anderem hat Netanyahu gesagt:

Europa muss sich entscheiden, ob es leben und gedeihen will oder ausdörren und verschwinden.

Wunderschön. Jetzt dürfen die EU-Bürger darüber nachdenken, wie das winzige Israel die große und mächtige EU ausdörren und zum Verschwinden bringen kann.

Und wir erinnern uns, dass kurz vor dieser Operation Trump in einer anderen Operation einen jüdischen Agenten aufgedeckt hat. Ein Schelm, wer eine Kampagne dahinter erkennt…

Veröffentlicht in Analysen Getagged mit: , ,

Trump (t)rollt die Medien

Zuerst lässt Trump über seinen Außenminister an die Presse ausrichten, dass er aus Putin 40 Minuten lang Beweise für die russische Einmischung rausprügelte. Und jetzt meldet sich sein Sohn zu Wort und veröffentlicht eigene Emails zur Affäre.

So langsam könnte sich der Verdacht einschleichen, dass Trump diese Affäre am meisten braucht und die Medien, die so hysterisch darauf anbeißen, von Trump gekonnt ausgenutzt werden.

Was Trump Junior da veröffentlicht und auch was sonst so an Beschuldigungen und „Beweisen“ durch die Presse gejagt wird, hat vor einem Gericht den Wert von einem Haufen Hundekacke. Dass daraus ein Amtsenthebungsverfahren entstehen könnte, glauben nur Zombies oder sehr verzweifelte Globalisten. Indem Trump die angebliche russische Einmischung bewusst als Dauerthema aufrechterhält, lenkt er mindestens die Medien davon ab, sich mit wichtigeren Dingen zu beschäftigen. Und wie gestern schon berichtet, ist Ablenkung an sich schon sehr wichtig in der jetzigen Phase, denn es gilt das Theater aufrecht zu erhalten. Niemand soll einen Atemzug Zeit haben, sich Gedanken darüber zu machen, was wirklich vor sich geht und wie wenig die Wirklichkeit mit dem Theater gemein hat.

Aber bei der Lektüre des oben verlinkten SPON-Artikels könnte einen zusätzlich de Verdacht beschleichen, dass es dabei um noch mehr geht… Das Treffen von Trump Junior und der russischen Kontaktperson wurde vom britischen Publizisten Rob Goldstone (Goldstein) initiiert. Trump Junior sagt, dass die Kontaktperson nichts über Clinton zu berichten wusste und die Kontaktperson sagt, dass sie auch nicht wegen Clinton zum Treffen gegangen ist.

In dieser Geschichte sehen wir eine jüdische Hand, die eine Verbindung zwischen Trump und dem Kreml vorsorglich zu konstruieren versuchte. Ich hätte es nicht erwähnt, wenn sich in letzter Zeit nicht eine kräftige Schlinge um den Hals von Israel und gewisser jüdischer Eliten legen würde. Gewisse Kreise und Personen werden seit einem Jahr mit unangenehmen Botschaften überschüttet, hier haben wir noch eine.

Trump hat sich mit Putin abgesprochen und geht in die Offensive. Zum Auftakt gibt es Medien-Trolling und die Aufdeckung eines britisch-jüdischen Agenten.

Veröffentlicht in Analysen Getagged mit: , ,

Der Wahnsinn hält Einzug

Lustige Dinge geschehen. Am Montag, dem 26. Juni, warnte das Weiße Haus Assad, von seinem angeblich geplanten Giftgasangriff abzusehen. Am Mittwoch verkündete US-Verteidigungsminister Mattis, dass die Drohung der USA gen Assad, ihn erneut hart zu bestrafen, gewirkt hat und Assad tatsächlich vom Giftgasangriff abgerückt ist.

Heute stelle ich mich vor die Kameras und verkünde, dass Herr Mustermann aus Musterstadt einen großen Terroranschlag plant, dass ich darüber bescheid weiss und dass ich Herrn Mustermann schön auspeitschen werde, wenn er sein böses Vorhaben umsetzen sollte. Zwei Tage später stelle ich mich vor die Kameras und verkünde, dass Herr Mustermann aus Musterstadt meine Drohung ernst genommen hat und der geplante Terroranschlag damit verhindert worden ist.

Ich bin ein toller Hecht, nicht wahr? Ich bin so mächtig, dass allein meine Drohungen die Bösewichte davon abhalten, ihre bösen Absichten umzusetzen. Seht meine Macht und meine Stärke! Meine Macht ist bewiesen worden, eindeutig.

Großartig.

Und nach dem G20-Treffen weiß die New York Times zu berichten:

Secretary of State Rex W. Tillerson, the only high-level American official allowed in the room with the president, had urged his boss to hit Mr. Putin hard on the issue — but told an associate he was still stunned that Mr. Trump would begin the meeting, unceremoniously, by saying to the Russian leader, “I’m going to get this out of the way: Did you do this?”

(….)

But a senior White House official briefed on the interaction by Mr. Tillerson said Mr. Trump had pressed Mr. Putin on the issue for about 40 minutes during the meeting, which lasted more than two hours. At times, the exchange became heated, the aide said, with Mr. Putin loudly demanding proof from a president who has himself repeatedly cast doubt on United States intelligence agencies for declaring that Russia tried to swing the election to Mr. Trump.

US-Außenminister Tillerson, der als einziger hochrangiger US-Offizieller beim Treffen von Trump und Putin dabei sein durfte, drängte also Trump dazu, Putin mit der Frage über die Manipulation der US-Wahlen zu konfrontieren. Aber dann sei Tillerson sogar überrascht gewesen, wie unverblümt Trump das Treffen mit der direkten Frage eröffnete: „Haben Sie es gemacht?“

Und über einen anonymen Mitarbeiter des Weißen Hauses hat Tillerson der New York Times gesteckt, dass Trump Putin 40 Minuten lang (!) über die russischen Manipulationen auspresste (!) und Putin sich laut rechtfertigen musste.

Die New York Times berichtet nicht, welches Interesse Trump daran haben sollte, handfeste Beweise für sein eigenes Amtsenthebungsverfahren aus Putin rausprügeln zu wollen…

Der Kater bepinkelt sich vor Lachen darüber. Und der Kater hat allen Grund dafür. Sein Theoriegebilde erklärt den ganzen Wahnsinn. Mit ist keine andere Quelle bekannt, die den offensichtlichen Schwachsinn, der sich in den USA abspielt, konsistent erklären würde. Beim Kater macht es Sinn, und zwar nicht nur nachträglich zurechtgelegt, sondern alles im Voraus prognostiziert.

Großes Theater wurde vom Kater angekündigt und großes Theater erleben wir. Es wird den Niedergang der USA begleiten und daraus eine Legende basteln, die im Voraus abgesprochen wurde. Inzwischen ist klar, welche Legende es ist: Die USA sind so mächtig wie eh und je und werden sogar noch stärker werden. Diese Legende wird gestrickt bei gleichzeitiger realer Ohnmacht der USA. In Syrien wurde großes Tomahawk-Schauspiel veranstaltet, welches das Bild eines starken, aggressiven Hegemons ausstrahlte, während die Russland-Koalition gleichzeitig Syrien unaufhaltsam zurückerobert. Rund um Nordkorea wurde eine Krise entfacht, bei der es schien, dass Trump einen Entwaffnungsschlag führen wird. In der Realität war es ein reiner Bluff, die US-Flotte schipperte ganz woanders durch die Ozeane und Nordkorea testet unbeeindruckt jeden Monat immer mächtigere Raketen, die inzwischen unzweifelhaft als Interkontinentalraketen einzustufen sind. In Syrien feiert Trump weiter virtuelle Siege, für die er nicht mehr braucht, als Medien, die bereit sind, die Stellungnahmen von Trumps Pressesprechern zu publizieren. In Europa staucht Trump die NATO-Vasallen zurecht, während diese offen dabei sind, eine eigene Armee als Alternative zur NATO aufzubauen. Beim ersten Treffen mit Putin dem Allmächtigen packt Trump diesen am Schlawittchen und schüttelt ihn 40 Minuten durch, um Beweise gegen sich selbst zu sammeln.

Überall sehen wir ins Groteske überzeichnete US-Potenz, die ausschließlich mit heißer Luft betrieben wird. Überbordernde US-Potenz ist das Szenario des Theaters, welches den Abstieg der USA begleiten soll und bis jetzt verlässlich begleitet. Trump vollführt allerlei hektische und aggresive Bewegungen, die einen übersehen lassen sollen, dass in Wirklichkeit absolut nichts dahinter ist. Außer dem gnadenlosen Abstieg der USA und der Neuaufteilung der Welt.

Veröffentlicht in Analysen Getagged mit: , ,

Die Verzweiflung der Globalisten

Javier Solana war NATO-Generalsekretär und anschließend Hoher Vertreter für die gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der EU.

Aufgrund seiner weitreichenden Kompetenzen in außen- und verteidigungstechnischen Fragen der EU wurde Solana häufig als deren „Außenminister“ bezeichnet.

(….)

Während seiner Amtszeit baute Solana das Amt des NATO-Generalsekretärs um zahlreiche Befugnisse aus, die über die Weitergabe von Anweisungen der Mitgliedsstaaten an die militärischen Komponenten weit hinausgingen. Dies betraf insbesondere militärische Entscheidungen bezüglich des Jugoslawien-Konfliktes. Am 30. Januar 1999 übertrug man ihm Alleinentscheidungsbefugnisse über alle weiteren militärischen Entscheidungen der Balkaneinsätze der NATO. Der Befehl zum Beginn der Luftangriffe gegen jugoslawische Ziele wurde am 23. März 1999, ohne dass ein UN-Mandat vorgelegen hatte, von Solana erteilt. Am 24. März begann der Krieg.

Solana war während seiner Amtszeit als NATO-Generalsekretär auch Vorsitzender des Atlantic Council.

Solana ist ein Transatlantiker, der engstens mit der NATO und den transatlantischen Eliten vernetzt ist. Im völkerrechtswidrigen Krieg gegen Jugoslawien hat er eine nicht ganz unwichtige Rolle gespielt.

Solana bei Project Syndicate im Juni 2017:

At this time of uncertainty and disharmony, the EU is in a position to assume a leading role. Emmanuel Macron’s victory in the French presidential election should encourage defenders of a liberal order, which, despite its deficiencies, still represents the most attractive and flexible paradigm for international relations.

A united EU can also help catalyze reforms that might reinvigorate ailing multilateral institutions, injecting them with new momentum. If we reach out to emerging countries, it is not too late to construct a truly global order. Unlike after 1989, however, this time we must not leave the job unfinished.

Übersetzung:

In dieser Zeit der Unsicherheit und Disharmonie ist die EU in der Position, eine Führungsrolle anzunehmen. Der Sieg von Emmanuel Macron bei den französischen Präsidentschaftswahlen sollte die Vertreter der liberalen Weltordnung ermutigen, die trotz aller Defizite immer noch das attraktivste und flexibelste Paradigma für internationale Beziehungen darstellt.

Eine einige EU kann weiterhin helfen, Reformen anzustoßen, die die notleidenden multilateralen Institutionen neu beleben und ihnen einen neuen Schub verleihen. Wenn wir bis zu den Schwellenländern ausgreifen können, ist es nicht zu spät, eine echte globale Ordnung zu konstruieren. Und im Gegensatz zur Zeit nach 1989, dürfen wir den Job diesmal nicht unvollendet lassen.

Auf ihren eigenen Plattformen gestehen die Globalisten ein, dass die USA sich aus dem Projekt der liberalen Weltordnung verabschiedet haben. Den internationalen Instituten dieser Weltordnung (IWF, Weltbank u.a.) wird Siechtum bescheinigt. Und der größte Hoffnungsträger der Globalisten ist… die EU. Project Syndicate ist keine Satirezeitschrift und Solana ist kein Satiriker. Das ist ihr Ernst.

Als die USA als Sieger des Kalten Krieges zwei Jahrzehntelang unangefochtener Hegemon waren und sich alle Welt an ihnen orientierte, war es nicht gelungen, die vom Hegemon mit allen Mitteln durchgesetzte liberale Weltordnung einzutüten. Es haben sich Gegner dieser globalistischen Ordnung gefunden und organisiert und den Hegemon 2016 endgültig vom Thron gestoßen. Der liberalen Weltordnung, von der Solana noch immer träumt, stehen also diejenigen gegenüber, die den Hegemon mit seinen Vasallen besiegen konnten, und jetzt zusätzlich die USA selbst. Und die EU als Vasall soll es jetzt richten.

Die EU, die vor zwei Jahren fast ungeordnet zerbrochen wäre. Die EU, aus der sich mit Großbritanien einer der wichtigsten Mitglieder verabschiedet. Die EU, die nicht einmal eine Armee hat. Die EU, deren angeblicher neuer Hoffnungsträger Macron aus dem Hause Rothschild ist, der aus dem Nichts aufgetaucht und mit einer aus dem Nichts aufgetauchten neuen PR-Partei französischer Präsident geworden ist. Das politische System Frankreichs wird damit wild durchgeschüttelt.

Die siechende, taumelnde, angezählte EU, soll gegen den Widerstand von Russland, China, USA und vielen anderen die Globalisten retten! Das ist der Globalisten größter Trumpf. Das Ausmaß ihrer Verzweiflung ist nicht schwer auszurechnen. Und die Zukunft der globalistischen Weltordnung auch nicht.

Veröffentlicht in Analysen Getagged mit: , , , ,

Die wollen doch selber weg!

Die Ermittler haben herausgefunden, dass Amri, der mit einem LKW Menschen am Berliner Weihnachtsmarkt überfahren hat, es getan hat, weil er nicht aus Deutschland rauskam.

Sehr hübsch. Wie im Bilderbuch. Der Fall Amri stinkt zum Himmel, von Anfang an, aber er ist grandios inszeniert für die Zombies. Amri musste natürlich sterben, damit er der Inszenierung nicht im Weg steht.

Die Medien erklären den Zombies, dass Amri wegen seiner Drogendelikte Angst vor der Polizeigewalt hatte und aus Deutschland weg wollte – seinetwegen auch zurück nach Tunesien. Aber, aber… Deutschland durfte ihn leider nicht rauslassen, weil er ein behördlich bekannter (!) „islamistischer Gefährder“ war und ein Stück Papier gefehlt hat, um ihn nach Tunesien ziehen zu lassen – was er sogar selbst wollte. Und da dachte sich Amri, dass er, wenn er nicht aus Deutschland ausreisen darf, dann aufhört Pornos zu schauen und sich lieber dem IS anschließt und einen Terrorakt verübt.

Wenn Sie nach Logik in der Geschichte suchen, werden Sie fündig, aber nicht in der Geschichte selbst, sondern im Kontext. Diese saudämliche Geschichte (die von Anfang an von den Geheimdiensten saudämlich inszeniert wurde mit einem gefundenen Ausweis…) folgt streng der Logik, die Ausweisung von Flüchtlingen aus Deutschland zu legitimieren. Und es funktioniert. Hören Sie schon die aufgeregten Gespräche an den Stammtischen? „Wir zwingen sie hier zu bleiben, damit sie hier Terroranschläge begehen? Bloß weg mit ihnen!“

So einfach ist es. Und so wenig überraschend. Anfang 2016 waren viele Kommentatoren in diesem Blog der Meinung, dass Deutschland das Flüchtlings-Problem unmöglich wird in den Griff kriegen können. Anderthalb Jahre später haben die Soros-Welcome-Jünger nichts mehr zu melden. Das allgemeine Stimmungsbild wird von der Regierung langsam, aber zielsicher (pünktlich zur Wahl) so gelenkt, dass der Pöbel bald jede Ausweisung feiern wird. Spüren Sie, wie der Handlungsspielraum der Regierung in Flüchtlingsfragen wächst? Bald kann die Regierung jede beliebige Person aus Deutschland rausschaffen und alle Soros-NGOs dieser Welt werden nicht genug Stunk dagegen machen können. Das ist kein Zufall, das ist das Ergebnis von ruhiger, zielgerichteter politischer und geheimdienstlicher Arbeit. Der Fall Amri spielt bei dieser Arbeit eine zentrale Rolle und wird dazu eingesetzt, das gesellschaftliche Meinungsbild zu formen.

Und Merkel wird ausgerechnet mit dem Flüchtlingsthema den Wahlkampf bestreiten und gewinnen. Sie hat sich alles in Ruhe zurechtgelegt, während panische Zombies schon ihren Untergang gefeiert haben.

Die neuerliche „Wir sind alle Homo“-Welle, die von der Homo-Presse durch das Land gejagt wird und in einem orgasmisch gefeierten Gesetzesbeschluss zur Ehe für alle gegipfelt ist, ist genauso von Merkel inszeniert. Grüne, SPD und alle anderen Homos haben damit ein Wahlkampfthema verloren. Und freuen sich dabei noch, dass sie Merkel „besiegt“ haben. Herzlichen Glückwunsch, Banausen.

Veröffentlicht in Analysen Getagged mit: ,

Böse Sanktionen, gute Sanktionen

Am 22. November 2016 hat Putin an einer Sitzung der „Gesamtrussischen Volksfront“ teilgenommen. Die „Gesamtrussische Volksfront“ ist ein von Putin initiierter Zusammenschluss unterschiedlicher gesellschaftlicher und politischer Bewegungen, der das tut, was westliche NGOs nur behaupten – das Leben der russischen Bürger in Russland zu verbessern. Die regelmäßige aktive Teilnahme bei dieser Bewegung ist für Putin einer von mehreren Kanälen, um die Stimmungen und Probleme an der Bevölkerungsbasis direkt (ohne zusätzliche Vermittler) wahrzunehmen.

Bei diesem Treffen im November 2016 hat es folgenden Dialog gegeben:

Gofmann: Guten Tag an alle. Ich bin Viktor Gofmann aus Kaliningad, unserer westlichsten Stadt. Wir haben natürlich auch eine Frage, unsere gesamte Delegation ist hier versammelt.

Ich bin Mitglied im Direktorium eines der größten landwirtschaftlichen Unternehmen in der Region Kaliningrad, (….)

Ich habe eine Frage von allen unseren Unternehmern. Wir haben uns gut eingerichtet, arbeiten recht bequem und sehr gut. Aber was ist die Perspektive, Wladimir Wladimirowitsch?

Herr Richter [ein Deutscher, der eine Wurstfabrik in Kaliningrad betreibt] sagt mir: ‚Grüße ihn von mir, wenn es geht. Und auf keinen Fall die Sanktionen aussetzen. Auf keinen Fall, insbesondere in der Region Kaliningrad‘. [Applaus] Wir sind sehr davon abhängig, Wladimir Wladimirowitsch. Und wir würden gerne… Weil wir planen, in diesem Jahr unseren Viehbestand um Eintausend zu erhöhen. Das sind große Risiken, große Investitionen, die Investitionen belaufen sich bereits auf Milliarden [Rubel]. Deshalb hätten wir gern Sicherheit.

Putin: Grüßen Sie Herrn Richter von mir.

Interessante Situation. Herr Richter ist aus Deutschland zu uns gekommen und tritt dafür ein, dass wir unsere Gegenmaßnahmen möglichst lange aufrecht erhalten – das sind keine Sanktionen – dass sind Gegenmaßnahmen zum Schutz unseres Binnenmarktes. Warum passiert das? Verständlich, er hat offenbar sein Geld in diese Produktion investiert, das ist alles, er ist daran interessiert, dass wir die dominierende Position auf unserem Binnenmarkt erhalten.

In diesem Zusammenhang möchte ich folgendes sagen. Wir haben das wirklich bewusst gemacht und haben dabei im Grunde genommen die, sagen wir es offen, nicht weitsichtigen Entscheidungen ausgenutzt, die gegen uns von Seiten unserer sogenannten Partner getroffen wurden, als die Sanktionen gegen uns eingeführt wurden, und wir haben das ausgenutzt und im Gegenzug die Einfuhr von landwirtschaftlichen Produkten in unseren Markt begrenzt, und haben damit Bedingungen für landwirtschaftliche Produktion in unserem eigenen Land geschaffen. Und natürlich sind alle landwirtschaftlichen Produzenten in unserem Land daran interessiert, dass diese Situation möglichst lange unverändert bleibt.

Und jetzt spreche ich eine unerwartete, in Ihren Augen vielleicht sogar kriminelle, Sache an: Aber der Konsument ist daran interessiert, qualitativ hochwertige Ware zum günstigsten Preis zu bekommen. Und deshalb müssen wir Konkurrenzbedingungen schaffen. [Applaus, auch von Gofmann] Und wir haben viel mehr Konsumenten als Produzenten. Sehen Sie, Sie sind mit mir einverstanden, das freut mich sehr. Aber ich verstehe Sie auch und kann Ihnen im Geheimen verraten: Wir werden es so lange wie möglich hinauszögern. [Lachen und Applaus im Saal]

Den kompletten Dialog kann man sich hier als Video anschauen oder in der obigen Verlinkung durchlesen.

2014 hat das Sanktionstheater begonnen, 2016 trug es bereits erste Früchte für die russische Wirtschaft. So sehr, dass die Produzenten in Russland flehentlich darum bitten, die russischen Gegenmaßnahmen/Gegensanktionen aufrecht zu erhalten. Putin warnt die Produzenten davor, sich auf dieser Hilfe auszuruhen und mahnt, die russischen Sanktionen als Starthilfe für eine effektive Produktion zu nutzen, die in absehbarer Zeit ohne Hilfe konkurrenzfähig sein muss. Putin verspricht aber auch, die Sanktionen als Hilfsmittel noch eine Zeitlang aufrecht zu erhalten.

Das war November 2016.

Dezember 2016: Die EU verlängert die Sanktionen gegen Russland um ein weiteres halbes Jahr.

Juni 2017: Die EU verlängert die Sanktionen gegen Russland um ein weiteres halbes Jahr.

Veröffentlicht in Analysen Getagged mit: , , , , ,

Das Schweigen der Medien

Während jeder noch so belanglose Scheiß (es höflicher zu umschreiben ist eine unerträgliche Beschönigung) täglich durch die After aller großer Medien über die Menschen ergossen wird, bleiben wichtige Meldungen unerwähnt. Es folgt ein Beispiel.

Am 13. Juni gab die Europäische Zentralbank in einer Pressemitteilung bekannt, dass sie Währungsreserven in Höhe von 500 Millionen Euro umgeschichtet hat. Vom US-Dollar zum chinesischen Renminbi. Reuters als eine der führenden Presseagenturen hat berichtet (englisch, deutsch). Jedes Stück Scheiße, was Reuters über russische Hacker oder weiße Helme in Syrien oder Trumps angebliche Ausrutscher schreibt, wird von deutschen Medien mit Jubelschrei verbreitet und vervielfältigt. Aber die Meldung über die Umschichtung der Währungsreserven… nicht. Sucht man in Google nach „EZB schichtet Währungsreserven in Renminbi um“, was die Reuters-Schlagzeile ist, findet man bis auf den heutigen Tag keine Meldung in den großen Medien. Bild, SPON, Zeit, FAZ, Süddeutsche – alle finden es nicht erwähnenswert. Dabei war es der FAZ noch vor zwei Monaten berichtenswert, dass der Renminbi als Währungsreserve seine Probleme hat.

Die Umschichtung der EZB ist der Höhe nach nicht spektakulär. Aber sie ist in höchstem Maße symbolisch für die Verschiebung der Kräfteverhältnisse, für die transatlantischen Zerwürfnisse und für die Flucht der EU gen Asien. Die Umschichtung der EZB ist ein Marker für den Wandel der Weltordnung. Offenbar ist das nichts, was die Zombies in Deutschland zu interessieren hat.

Veröffentlicht in Analysen Getagged mit: , ,

In der Kürze liegt die Würze (15) – Propaganda-Paradoxon

(…) es gibt ein bekanntes Propaganda-Paradoxon – der Feind ist gleichzeitig viel zu schwach, aber auch äußerst gefährlich, „Putins verrostete Panzer setzen bald zur Welteroberung an“. Diese Propaganda löst die Aufgabe des Hineinziehens in den Konflikt mit zwei Botschaften: „der Feind ist schwach, wir werden gewinnen“ und „der Feind greift an, ein Krieg wird sich nicht vermeiden lassen“.

Von jim_garrison, Übersetzung von mir.
Veröffentlicht in Analysen Getagged mit: ,

Die zukünftige EU-Armee – vierte Ergebnisse

Wir machen mal wieder etwas, was die Massenmedien im Kampf um die Zombifizierung der Menschen tunlichst unterlassen: Kontext herstellen.

Im Juni 2016 wurde in einem richtungsweisenden Grundsatzpapier eine EU-Armee angekündigt. Seitdem hat es Entwicklungsmarker noch und nöcher gegeben, die teilweise hier im Blog referiert wurden. Jetzt haben wir noch einen Marker. Die EU richtet einen „Verteidigungsfonds“ ein. Im ersten Schritt geht es um gemeinsame Forschung. Eine stärkere Zusammenarbeit ist insgesamt das Ziel.

Wir erinnern uns, dass im Grundsatzpapier eine Umgestaltung der EU „Schritt für Schritt“ angekündigt wurde. Der „Verteidigungsfonds“ ist ein Schritt auf dem Weg zum gemeinsamen Verteidigungshaushalt und einem gemeinsamen Verteidigungsministerium.

Kleines Detail am Rande: Das Grundsatzpapier ist vom Juni 2016, der Auftrag für die Entwicklung des Verteidigungsfonds wurde im Dezember 2016 erteilt. Im Juni 2017 erleben wir seine öffentliche Vorstellung. Die EU-Bürokratie arbeitet in diesem Fall im Halbjahreszyklus. Ein halbes Jahr dauerte es jeweils von der Grundsatzentscheidung bis zur Ausformulierung konkreter Vorhaben bis zur Ausarbeitung konkreter Pläne für das Vorhaben. Interessant. „Bereits in diesem Jahr“ sollen erste Forschungsprojekte aus dem Fonds finanziert werden – wir vermuten messerscharf den Dezember 2017.

Veröffentlicht in Analysen Getagged mit: ,