Bannon in diplomatischer Mission unterwegs

Steve Bannon war vor einer Woche in Hong Kong, um auf einer Investorenkonferenz aufzutreten. Bei diesem Besuch hat er gegenüber der South China Morning Post unter anderem das hier gesagt:

In the US, there has been a ratcheting up of rhetoric about military solutions (…) There have also been people like the Secretary of State and others that are pushing towards potential discussions with North Korea. But I think the first thing we need to push is actually engage China one-on-one on North Korea

Übersetzung:

In den USA nehmen Gespräche über militärische Lösungen zu (…) Außerdem gibt es Leute, wie den Außenminister und andere, die zu Gesprächen mit Nordkorea drängen. Aber ich denke, wozu wir als erstes drängen sollten, ist es, China im eins-zu-eins mit Nordkorea zu engagieren.

So so. Bannon besucht also eine Investorenkonferenz in Hong Kong. Ist er nicht wieder mit seiner Webseite beschäftigt? Was hat er als Webseitenbetreiber auf einer bedeutenden Investorenkonferenz verloren?

Und in welcher Funktion spricht sich Bannon dafür aus, die Verantwortung für Nordkorea komplett an China zu übergeben? Ist das der Vorschlag eines unabhängigen Webseitenbetreibers?

Manche Leser waren schwer besorgt über den „Rauswurf“ von Bannon. Trump sei von den Globalisten in die Enge getrieben worden, man nehme ihm die engsten Verbündeten. Derlei Panikmache (was nur ein einzelnes Beispiel von sehr vielen ist) wird von vielen „alternativen“ Medien systematisch verbreitet – aus Überzeugung oder auch aus kaltblütigem Kalkül heraus. Die verlorenen Schäfchen werden dadurch fleißig eingesammelt und es geschieht mit ihnen das, was auch mit den Konsumenten der Systemmedien geschieht: Permanente Panikmache erzeugt eine dauerhafte Anspannung, die den Kopf nicht ruhig denken lässt.

Die Meinung eines Webseitenbetreibers interessiert absolut niemanden auf einer großen Investorenkonferenz. Die Meinung eines engen Trump-Vertrauten hingegen…

Als Trump-Vertrauter ist Bannon bei dieser Visite genau am richtigen Ort und macht genau die richtigen Dinge. In dieser Funktion macht alles Sinn. Im Kreis der Investoren werden große wirtschaftliche Deals ausgehandelt oder im Detail abgewickelt. Über die anwesenden hohen Staatsbeamten können ohne Zuhilfenahme von Telefonen Details zur anstehenden UN-Generalversammlung mit China abgestimmt werden.

Der Ernst mancher Vorschläge wird durch öffentliche Verkündung bekräftigt. Das betrifft die zitierte Passage und weitere Zitate, die im Artikel nachzulesen sind. Was schlägt Bannon dort vor? Er schlägt vor, dass die USA sich vorerst nicht um Nordkorea kümmern, weder militärisch, noch diplomatisch. Stattdessen solle China die Verantwortung übenehmen. Wenn China aber die alleinige Verantwortung übernimmt, wer hat dann keine Verantwortung? Korrekt, die USA. Das ist Bannons Vorschlag, in Trumps Namen.

Die South China Morning Post ist ein mediales Pfund in China. Das ist keine Müllhalde, die Fakes verbreitet. Es muss uns nicht stören, dass die Meldung von der Westpresse nicht prominent zitiert wurde. In China wird das Blatt von den Eliten gelesen, darauf kommt es an.

Interessant ist, dass im Artikel betont wird, dass die Aussagen Bannons in Hong Kong seinen eigenen Aussagen gegenüber dem US-Sender CBS praktisch diametral entgegen stehen. Ein Hinweis darauf, dass das kein Versehen ist. Später wird noch mehrmals (!) darauf hingewiesen, dass Bannons Ton in Hong Kong ein ganz anderer ist, als man es von seiner Zeit aus dem Weißen Haus gewöhnt war. Es gibt verschiedene Adressaten und Bannon sendet jedem die passende Botschaft. Dem zombifizierten Westpublikum präsentiert er sich als harter Macker mit schwerer Keule gegen Nordkorea und vielen Druckmitteln gegenüber China. Hinter dem Vorhang dieses Theaters wird im Kreis der Eliten ein ganz anderes Spiel gespielt.

Und so wundert es nicht, dass Trump in seiner UN-Rede die größtmögliche verbale Keule gegen Nordkorea auspacken kann. Pure Show. Bannon hat das bei seiner persönlichen Visite im Reich des Drachen klargestellt und die wirklichen Absichten der USA mitgeteilt.

Lustigerweise wird dieses Spiel öffentlich ausgetragen – Sie erhalten gerade einen Einblick über öffentliche Medien. Wenn man sich den Blick nicht zumüllen lässt, liegt alles offen da.

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UN-Reformen werden angestoßen

Das ganze Jahr warte ich darauf, dass es losgeht, nun ist es so weit. Auf Initiative von Donald Trump gab es heute ein informelles Treffen mit verschiedenen Staatsführern (ohne russische Beteiligung) mit dem Ziel, eine Reform der UN anzustoßen. Das russische Außenministerium begrüßt eine Reform, stellt aber klar, dass die Reform umfassend und das Ergebnis eines internationalen Dialogs sein soll.

Sehr schön.

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Denkmaßstäbe

Saakaschwili ist in die Ukraine zurückgekehrt. Ich möchte zwei Analysen nebeneinander stellen, die versuchen aufzuzeigen, womit das enden kann.

Kurz zum Hintergrund: Saakaschwilli ist eine georgische US-Marionette, er hat in Georgien die „Rosenrevolution“ angeführt (eine der vielen Farbrevolutionen der 2000er), sein Land polarisiert und in den Krieg gegen Russland gestürzt, was Georgien große Teile seines Landes gekostet hat. In Georgien ist er inzwischen angeklagt und deshalb von dort geflüchtet. 2013/14 wurde Saakaschwili beim ukrainischen Maidan eingesetzt und später mit einer großen Mannschaft von Georgiern in hohe Ämter der ukrainischen Politik eingepflanzt. Dafür nahm er die ukrainische Staatsbürgerschaft an. Nach und nach verschwanden alle Georgier von ihren Ämtern, zuletzt musste auch Saakaschwilli seinen Posten als Gouverneur der wichtigen Region Odessa räumen. Er ging in die Opposition zu Poroschenko, dabei ein wenig zu weit und bekam die ukrainische Staatsbürgerschaft entzogen. Er reiste in die USA, holte sich neue Anweisungen und ist vor einigen Tagen über Polen zurück in die Ukraine eingereist. Gesetzeswidrig, da ohne gültigen ukrainischen oder ausländischen Pass. Der Grenzübergang wurde zu einem großen Theater aufgebauscht, erst beim dritten Versuch konnte Saakaschwili „durchbrechen“.

Jetzt die beiden Analysen, wie es mit Saakaschwili weitergehen kann.

Analyse 1:

Jede Stunde, die Saakaschwili in der Ukraine verweilt und in breiter Öffentlichkeit auftritt, bezeuge die Impotenz des ukrainischen Staates. Für Saakaschwili gebe es nun vier Wege, wie es weiter gehen kann:

  1. Der Weg in den Knast – für lange Zeit. Innenminister Awakow hat eine formale Anklage wegen rechtswidriger Grenzübersschreitung angekündigt. Saakaschwili wird derweil eine Bustournee durch die Ukraine unternehmen und auf Stimmenfang gehen. Ein Abgeordneter aus Poroschenkos Partei geht davon aus, dass es zu einer Festnahme kommt.
  2. Der Weg in den Knast und von dort Auslieferung nach Georgien, wo Saakaschwili angeklagt ist. Ein parteiloser Rada-Abgeordneter ist sich sicher, dass es dazu kommt.
  3. Der Weg in den Knast – aber nur kurz, und von Dort eine triumphale Wiederkehr auf die politische Bühne. Die Verhaftung werde nur das Märtyrer-Image von Saakaschwili befördern. Zurück aus dem Knast kann er aber nur als Zerstörer weitermachen, denn es fehlt ihm die notwendige breite Unterstützung in der Ukraine, um eine eigene Agenda aufzustellen. Das prophezeiht ein ehemaliger ukranischer Politiker.
  4. Der Weg zu einer politischen Marionette eines ukrainischen Oligarchen. Als Zerstörer (siehe dritten Punkt) ist Saakaschwili lukrativ für ukrainische Oligarchen. Sie können Saakaschwili benutzen, um Konkurrenten zu torpedieren. Der Ex-Politiker aus Punkt drei sieht den von Poroschenko ausgebooteten Oligarchen Kolomojski und Innenminister Awakow als diejenigen, die Saakaschwili für sich und gegen Poroschenko nutzen wollen.

Analyse 2:

Im Moment sei es noch zu früh, die Hintermänner und die Ziele von Saakaschwilis Rückkehr erkennen zu können. Es gibt zu viele Möglichkeiten, unter anderem diese hier:

  1. Auslieferung nach Georgien. Saakaschwili ist ein Agent McCains. Wenn er nach Georgien ausgeliefert wird, bedeutet es, dass die Globalisten aus dem Spiel aussteigen wollen, dabei ihr verbrauchtes Material begraben und damit gleichzeitig die Beziehungen zur neuen Führung Georgiens verbessern.
  2. Poroschenkos Macht festigen. Die Rückkehr ist in diesem Szenario ein mit Poroschenko abgesprochenes Theater. Und das Theaterstück geht so: Saakaschwili versucht Poroschenko zu stürzen, Poroschenko verhaftet Saakaschwili. Alle Feinde Poroschenkos, die sich mit Saakaschwili eingelassen haben (unter anderem Julia Timoschenko, die Saakaschwili bei der illegalen Rückkehr empfangen hat), verlieren ihren guten Stand, da sie auf der Seite eines verhafteten Verbrechers gelandet sein werden.
  3. Abgesprochener Machtwechsel in der Ukraine. In diesem Theaterstück putscht Saakaschwili erfolgreich gegen Poroschenko. Poroschenko flieht mit all dem angeraubten Gut in einen der Baltenstaaten. Dann kommt es auf die Reaktion der „Weltöffentlichkeit“ an, die beispielsweise darin bestehen könnte, Saakaschwilis Putsch nicht als legitimen Machtwechsel anzuerkennen. Womit die Ukraine plötzlich ohne legitime, d.h. vom Ausland anerkannte Regierung da stünde. Die Anerkennung könnte von Russland und anderen Staaten auf Russlands Seite verweigert werden (China, Indien, viele Staaten des Nahen Ostens, Südamerika, Zentralasien). Aber auch Staaten der westlichen Wertegemeinschaft, etwa Deutschland und sogar die USA selbst, könnten in diesem Fall die Anerkennung des neuen ukrainischen Regimes verweigern. Damit wären sie die Verantwortung für die Ukraine auf einmal und ohne zusätzlichen Aufwand losgeworden.

Sicher sei nur, dass die Globalisten mitmischen, da Saakaschwili ihr Agent ist. Unklar ist, worauf es hinauslaufen soll. Die nur sehr schwache Reaktion der internationalen (Globalisten-)Medien deute darauf hin, dass in den höchsten Kreisen eine Entscheidung getroffen wurde, aber die unteren Ebenen nicht informiert wurden und daher nicht wissen, auf wessen Seite sie sich stellen sollen und daher lieber schweigen.

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Nachtrag, 17.09.2017: In der Einführung stand vorher, dass Saakaschwili Gouverneur von Dnepropetrowsk war. Dabei war er natürlich Gouverneur von Odessa. Der Fehler im Text ist nun korrigiert. Danke an den aufmerksamen Leser für den Hinweis.

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Revolution in der Matrix!

Eine kleine Revolution in Moskau! Spon verkündete diese frohe Botschaft. Ist Putin endlich gestürzt? Fast! Bei den Kommunalwahlen in Moskau hat die Opposition „in Putins Wahlkreis abgeräumt“. Die Opposition hat 266 Kandidaten in die Bezirksversammlungen gebracht! Wenn das keine kleine Revolution ist…

Die BBC hat auch über diese Wahl berichtet. Das größte und wichtigste Propagandamedium der Briten ist der Kremlpropaganda unverdächtig. Freilich agiert die BBC in der Regel subtiler und vorsichtiger, insbesondere wenn sie für das russische Publikum über Russland schreibt (als die Stimmen noch nicht ausgezählt waren, feierte die BBC die vorzeitigen Jubelschreie der Opposition mit, aber der Sieg entpuppte sich als virtuell und so musste zurückgerudert werden). Das ist mehr als genug, um uns einige Erheiterung zu bescheren.

Worin also besteht die Revolution? Die Opposition hat 999 Kandidaten aufgestellt und 266 davon sind durchgekommen.

Schlussfolgerung von Spon: Das Misstrauen der Moskauer Elite gegenüber Kreml und Putin ist gewachsen! Woran misst man Wachstum? Üblicherweise an vorangegangenen Werten. Die werden bei Spon nicht erwähnt. Schade eigentlich. Bei der letzten Wahl in Moskau hatte die Opposition noch 390 Kandidaten durchbekommen. Die 266 aus der aktuellen Wahl lassen wir als negatives Wachstum durchgehen. Die regierende Partei „Einiges Russland“ hat etwa 20 % mehr Kandidaten als bei der letzten Wahl und stellt nun etwa 77 % der Kandidaten. Wenn die CDU in Deutschland irgendwo 77 % einsammeln würde, würde das von unseren Qualitätsmedien auch als Signal großen Misstrauens bewertet werden, zweifellos. Was sollte es auch anderes sein?

Spon meldet eine Wahlbeteiligung von 14 %. Wir überschlagen grob: etwa 18 % für die Opposition (die Gesamtzahl von 1502 Mandaten erfahren wir bei Spon nicht), von 14 % der Wahlberechtigten macht… sagenhafte ca. 2,7 % der Wahlberechtigten. Weniger als 3 % der Moskauer sind so unzufrieden mit Putin, dem Kreml und der regierenden Partei, dass sie sich aufgerafft haben, zur Wahl zu gehen und die Opposition zu wählen. Revolutionär! Und das lustigste daran ist:

Die Moskauer Stadtmacht versuchte die Abstimmung zu ignorieren. Sie tat so, als gebe es die Wahl gar nicht: Das Stadtjubiläum wurde am Wahltag begangen, es gab kaum Wahlwerbung in den Staatsmedien und auf den Straßen. Diese Strategie ging nicht auf, denn dadurch blieben Staatsbedienstete den Urnen fern.

Die Regierung macht demonstrativ keinen Wahlkampf, die Stammwähler der Regierung bleiben zu Hause, die Opposition gibt alles und… schneidet schlechter ab als bei der letzten Wahl. Revolutionär!

Einer der Oppositionsführer sieht den Beginn einer politischen Veränderung in Russland. Wahrhaftig, in Russland fallen immer weniger Menschen auf die Gülle der vom westen bezahlten Opposition herein. Hier im Westen kann man diese Veränderung noch als Sieg der Opposition verkaufen. Ist ja nur das Gegenteil dessen, was tatsächlich passiert, das geht noch als Qualitätsjournalismus durch.

Dann geht es im Spon-Artikel noch um die Aufstellung des Kandidaten für die bald anstehende Bürgermeisterwahl. Gudkow, der große Held der Opposition, will sich natürlich aufstellen lassen. Es gibt nur ein kleines Problem: Jeder Bürgermeisterkandidat muss in 110 Bezirken mindestens einen Unterstützer auftreiben. Die Logik dieser Regel ist klar, es sollen keine Hampelmänner kandidieren, die nicht mal ein Mindestmaß an Unterstützung an der Basis haben.

Die [Hürde] wird Gudkow nun spielend nehmen können.

Aha. Die BBC weiss in ihrem Artikel zu berichten, dass keine einzige Oppositionspartei Kandidaten in so vielen Bezirken hat. Gut, die könnten sich verbünden und sich gegenseitig Unterschriften schenken. Aber wie weit ist es mit der Freundschaft der Oppositionellen her? Spon weiss es:

Das ist eine Chance für die zerstrittene Bewegung, auch wenn Alexander Nawalny, der bei der Präsidentschaftswahl gegen Putin antreten will, es am Montag nicht fertig brachte, Gudkow und seinem Team zu gratulieren.

Die BBC verrät uns, dass die 266 Kandidaten von Gudkow auf 63 Bezirke verteilt sind – ein Zitat von Gudkow selbst. Wie Gudkow die Hürde von 110 Bezirken „spielend“ nehmen will, erklärt Spon nicht. Wohl aber die BBC: Die regierende Partei „Einiges Russland“ hat bereits angeboten, der Opposition die notwendigen Unterschriften zur Verfügung zu stellen. Die Opposition ist so revolutionär stark in Moskau, dass sie sich von der Regierungspartei helfen lassen wird, um überhaupt einen Bürgermeisterkandidaten aufstellen zu können. Wahnsinn. Nawalny hat bei den letzten Wahlen im Jahr 2013 auch nur wegen der freundlicherweise zur Verfügung gestellten Unterschriften von „Einiges Russland“ kandidieren können.

Das böse böse Regime in Moskau öffnet der Opposition, die keine 3 % der Bevölkerung für einen Wahlgang mobilisieren kann, die Möglichkeit, überhaupt einen Bürgermeisterkandidaten aufzustellen. So böse und unterdrückerisch!

Angesichts der gewaltigen Power der Opposition zittern dem Kreml laut Spon schon die Knie vor der anstehenden Präsidentschaftswahl:

Die Staatsmacht reagiert dementsprechend nervös.

Putin entlässt korrupte Beamte, wie schon die Jahre zuvor. Nee, Spon weiss es besser, das tut er nur, weil er jetzt richtig Angst hat vor der Opposition. Denn die hat gerade eine kleine Revolution vollbracht.

Was bleibt? Es bleibt ein leuchtendes Beispiel. Die Opposition in Russland verliert in Moskau (der größten Trutzburg der Opposition) viele Stimmen. Sehr viele Stimmen. Für die deutschen Bewohner der Matrix wird daraus eine kleine Revolution und ein großer Erfolg der Opposition herbeigezaubert. Völlig losgelöst von der Realität. Die Realität ins Gegenteil verdrehend. Basierend auf solchen Berichten bildet sich das Weltbild eines durchschnittlichen Deutschen.

Willkommen in der Matrix.

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Interessantes von Putin

Was alles in einer Pressekonferenz von Putin enthalten sein kann…

In Mexiko habe Russland auch seine Interessen. Lukoil, ein russischer Mineralöl-Gigant, will vier Projekte im Golf von Mexiko realisieren, drei zusammen mit Franzosen und ein Projekt im Alleingang.

Mit Gruß an die Mexikaner, die Franzosen, die USA und alle, die glauben, dass Russland Südamerika an die USA abtritt. Nicht mal Mittelamerika überlässt Putin den USA.

Bezüglich des letzten nordkoreanischen Raketentests habe Putin sowohl mit Japans Premierminister als auch mit Südkoreas Präsident bereits telefoniert. Details würden am Folgetag persönlich besprochen werden, wenn die Staatsführer Japans und Südkoreas Putin in Russland besuchen.

Eine erste Beruhigungspille am Telefon und die Besprechung sensibler Details dann persönlich. Japan und Südkorea, ehemals fest an die Schutzmacht USA gekettete Vasallen, suchen Schutz bei Russland. Wir sind live dabei beim Wechsel der Schutzmacht.

Die Frage nach der Lösung des Konflikts rund um Nordkorea sei am einfachsten zu beantworten, so Putin. Militärisches Säbelrasseln ist eine Sackgasse. Verhandlungen mit Einbeziehung aller beteiligten Parteien sind der einzige Weg. Putin zählt Nordkoreas militärische Möglichkeiten auf, auch die der Artillerie mit Reichweite bis 60 km und ohne jegliche Möglichkeit der Abwehrmöglichkeit.

Ein Wink an Südkorea: die USA können euch selbst beim besten Willen wegen der technischen Unmöglichkeit nicht vor Nordkorea schützen.

Neue Sanktionen gegen Nordkorea werde Russland nicht unterstützen, egal wie viel die USA darum betteln.

Bezüglich der Durchsuchung und Schließung russischer Konsulate in den USA sagt Putin folgendes: Man habe sich mit den USA bereits darauf geeinigt, dass beide Länder die gleiche Anzahl Diplomaten im jeweils anderen Land haben sollen. Deshalb ziehen die USA einen Großteil ihres diplomatischen Personals aus Russland ab. Allerdings… unter den 455 russischen Diplomaten in den USA arbeiten 155 für die UN – die könne man strenggenommen rausrechnen. Daher behalte sich Russland das Recht vor, die Anzahl der US-Diplomaten in Russland entsprechend zu kürzen.

Das heißt, die offiziell zugelassenen Geheimdienstmitarbeiter der USA in Russland können noch einmal um ein Drittel reduziert werden. Wann immer Putin das für nötig erachtet.

Gegen UN-Friedenstruppen in der Ukraine hat Putin nichts einzuwenden. Er begrüßt diesen Vorschlag sogar. Es gibt nur drei klitzekleine Bedingungen:

  1. Die UN-Truppen sind nur dafür da, die Sicherheit der OSZE-Mitarbeiter zu gewährleisten.
  2. Die UN-Truppen befinden sich ausschließlich an der Kontaktlinie von Ukraine und LDVR, und nirgendwo sonst. Also auf einem schmalen Streifen.
  3. Die UN-Truppen dürfen erst ran, nachdem sich Kiew und LDVR an einen Tisch gesetzt haben und den Abzug der schweren Kriegstechnik von der Front vollzogen haben.

Bezüglich möglicher Waffenlieferungen der USA an die Ukraine beginnt Putin damit, dass das eine souveräne Entscheidung eines souveränen Landes ist und Russland darauf keinen Einfluss nehmen kann und keinen Einfluss nehmen will. Aaaaber die selbsternannten Republiken verfügen über viele Waffen, „unter anderem“ (!) von der Gegenseite erbeuteten, und sie könnten auf den Gedanken kommen, einen Teil ihrer Waffen in Konfliktzonen zu schicken, die empfindlich für diejenigen sind, die ihnen Probleme bereiten.

Riechen Sie die Drohung? Vermutlich, Putin versteckt sie nicht. Gegen wen richtet sie sich? Vordergründig gegen die USA, denn formal wären die USA „diejenigen, die ihnen Probleme bereiten“. Aber die USA gibt es nicht. Es ist die Globalistenfraktion, die gern das Blutvergießen in der Ukraine verstärken würde. Und wo sind die Globalisten empfindlich, geographisch gesehen? Rund um Israel zum Beispiel. Waffenlieferungen an Hamas und Hisbollah würden empfindliche Stellen treffen. Und wären realistisch, da es praktisch eine direkte Seeverbindung über das Schwarze Meer und das Mittelmeer gibt.

Während dieser Beitrag in Arbeit war, fand das Treffen zwischen Putin und Südkoreas Präsident Moon Jae-in statt. Dazu hieß es von Putin unter anderem:

Ich möchte anmerken, dass Russland weiterhin bereit ist, dreiseitige Projekte mit Beteiligung der Demokratischen Volksrepublik Korea zu realisieren. Es könnte sich dabei um russische Gaslieferungen durch Pipelines nach Korea handeln, um die Integration von Stromnetzen und von Zugnetzen Russlands, der Republik Koreas und Nordkoreas. Die Realisierung dieser Initiativen wird nicht nur wirtschaftliche Vorteile verschaffen, sondern auch der Festigung von Vertrauen und Stabilität auf der Koreanischen Halbinsel dienlich sein.

Dreiseitige Projekte. Russland, Nordkorea, Südkorea. Infrastrukturelle und wirtschaftliche Integration. Stärkung von Vertrauen. Putin hat klargemacht, in welche Richtung sich der derzeitige Konflikt entwickeln soll.

So viel zu den Aussichten Nordkoreas und zu den Beziehungen auf der Koreanischen Halbinsel.

Putin hat sich auch noch mal zu Nordkoreas Raketentests geäußert. Die seien ganz ganz böse und Russland verurteile sie ganz ganz scharf, aaaber man kann und muss darauf einzig und allein diplomatisch reagieren. Nordkorea mit Druck und Sanktionen in die Enge zu treiben sei keine Option.

Den Worten nach verurteilt Putin den bösen Bub, den Taten nach zwingt er die Beteiligten dazu, sich mit dem Bub zu versöhnen, sich mit ihm wirtschaftlich zu integrieren.

Moon Jae-in hat Nordkoreas Raketentests auch verurteilt, danach aber auch von der Stärkung des Friedens und der Verbesserung der Beziehungen auf der Nordkoreanischen Halbinsel gesprochen. Und Südkorea werde seinen Beitrag leisten, um die dreiseitigen Projekte möglich zu machen. Man ist sich einig. Südkoreas Präsident wiederholte in eigenen Worten all das, was Putin vorgegeben hatte.

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Trump stößt den nächsten US-Partner ab

Trump kürzt die Finanzhilfen für Ägypten und stellt damit eine Strafe für Demokratiefeindlichkeit aus.

Wem kann sich Ägypten jetzt noch zuwenden? Nun, Ägypten wendet sich bereits Russland zu. Trump beschleunigt und zementiert diesen Prozess.

Schauen Sie sich nur Sisis verschmitztes Grinsen an… er brüllt fast los vor Lachen.

Aus dem Spon-Artikel:

Al-Sisi pries Trump als „einzigartige Persönlichkeit, die in der Lage ist, das Unmögliche zu tun.“ Der antwortete lächelnd: „Ich stimme zu.“ Und hielt Wort – aber anders, als al-Sisi gedacht hatte.

Spon trollt wohl die Zombies. Können wir diese Tat berichten, mit diesem Foto bebildern und dann schreiben, dass es für Sisi unerwartet und unverhofft käme? Kein Artikel ohne Gehirnschiss, so lautet wohl die Devise der Qualitätspresse.

Trump schiebt Moskau den nächsten ehemaligen US-Verbündeten zu, mit Geschenkschleife. Trump baut weiter fleißig an Eurasien. Unerwartet? Mitnichten. Die Liste seiner Taten ist lang und sie wird nahezu wöchentlich länger. Angefangen über sämtliche TPP-Unterzeichner gleich am ersten Amtstag, über die EU, bis zuletzt Pakistan und Ägypten – Trump schiebt sie alle rüber an China und Russland. Mit Nachdruck. Die Globalisten-Presse und deren treue Konsumenten sehen in all dem natürlich nur Blödheit – wen wundert es, für die Globalisten läuft es ja auch sehr blöd; sie sind es, die von Trump zerstört werden.

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US-Flotte wird gedemütigt

Freunde des zufälligen Zufalls, es ist wieder so weit.

Am 16. Juni kollidierte der US-Zerstörer USS Fitzgerald mit einem zivilen Frachter. Sieben US-Matrosen starben, das Schiff wurde schwer beschädigt. „Kollidiert“ ist die neutrale Bezeichnung des Vorfalls. Die Fitzgerald wurde von der Seite gerammt. Äußerst ungewöhnlich, dass sich der Musterknabe der US-Marine von einem trägen Frachtschiff torpedieren lässt. Peinlich geradezu. Verdächtig sogar. So etwas sollte außerhalb des Möglichen sein. Aber was gibt es nicht für blöde Zufälle auf dieser Welt? Auch solche blöden Zufälle gibt es.

Am 20. August kollidierte der US-Zerstörer USS John McCain mit einem zivilen Frachter. Zehn US-Matrosen werden noch vermisst, sind also tot; das Schiff wurde schwer beschädigt. „Kollidiert“ ist die neutrale Bezeichnung des Vorfalls. Die John McCain wurde von der Seite gerammt. Es handelt sich wiederum um ein Schiff der Arleigh-Burke-Klasse. Erneut konnte ein Zugpferd der US-Marine einem trägen Frachter nicht aus dem Weg fahren. John McCain ist übrigens ein US-Admiral und Vater des bekannten und glücklosen Senators John McCain. Das torpedierte Schiff ist zu Ehren des Vater-Admirals benannt. Aber der Name John McCain ist Dank des Sohnemanns geradezu ein Synonym für radikale Globalisten…

Sie ahnen es schon, ich möchte den Zufall in dieser Angelegenheit nicht gelten lassen. Der doppelte Zufall, der schon als Einzelfall fast unmöglich ist, geschieht – welch Zufall – in einer geopolitischen Zeit, in der die USA aktiv zu einer Regionalmacht herabgestuft werden. Nicht vorher, nicht nachher. Die Anhäufung dieser zufälligen Zufälle erleben wir zufällig genau zum richtigen Zeitpunkt. Wie schon oft gesagt: Wenn sich überzufällig viele Zufälle an einem Ort versammeln und zufällig alle in die passende Richtung weisen, dann sind es keine Zufälle. Dann heisst es, suche die Gesetzmäßigkeit.

Wir sehen eine Botschaft. Die Botschaft lautet: Eure hochgelobte Flotte setzen wir sogar mit zivilen Frachtern außer Gefecht. Wir sehen eine Demonstration. Eine doppelte Demonstration. In der US-Flotte ist die Botschaft spätestens bei der zweiten Demonstration garantiert angekommen. Falls Sie mit dem Konzept der Kampfmoral vertraut sind, können Sie sich ausmalen, in welchen Tiefen die Kampfmoral der US-Matrosen gerade geistert.

Wer sendet die Botschaft? Und wie zum Teufel geht das? Man kann ja nicht einfach einen Frachter auf einen US-Zerstörer zusteuern lassen und darauf hoffen, dass das US-Kriegsschiff nichts dagegen unternimmt. Man muss das US-Kriegsschiff schon völlig blind oder manövrierunfähig machen, damit es absolut nichts gegen das absehbare und leicht vermeidbare Unheil unternimmt.

Wer hat die nötigen Mittel und die nötigen Eier, um die US-Flotte derart zu demütigen? Drei mal dürfen Sie raten. Tipp: China ist es nicht.

Zufällig kommt die Demütigung zu einer Zeit, in der Trump dazu angetrieben wird, einen neuen Krieg zu entfesseln. Gegen Nordkorea oder Venezuela. Zufällig steht Russland als Schutzmacht hinter den beiden potentiellen Opfern. Zufällig ist Trump ohnehin schon dabei, von sich aus die US-Militärs in eine Lage zu bringen, in der sie nichts zu melden haben. Zufällig spielen die „Kollisionen“ Trump wunderbarst in die Hände.

Stellen Sie sich vor, wie die Generäle bei Trump auf der Matte stehen und einen neuen Krieg fordern und Trump sie darauf hinweist, dass die US-Flotte, die bei beiden anvisierten Neukriegen die Hauptrolle spielen müsste, nicht mal in der Lage ist, in Friedenszeiten zivilen Frachtern aus dem Weg zu fahren. Ihr wollt einen neuen Krieg? Meine Herren, wollt Ihr mich denn absichtlich in die Misere bringen?

Die große Wirkung hat schon eingesetzt:

As such, I’ve directed an operational pause be taken in all of our fleets around the world.

Die US-Marine stoppt vorerst alle Einsätze aller US-Flotten weltweit. !

Das US-Militär wird öffentlich kastriert. Dem ehemaligen Hegemon werden gerade die Eier abgesäbelt, damit die Ehemaligkeit sicher und dauerhaft wird. Derweil müllen sich die Zombies den Kopf mit unwichtigen Personalfragen zu, die ihnen speziell zum Zumüllen der Gehirne hingeworfen werden. Das ist das gute Recht eines jeden gebildeten Bürgers. Jeder hat das Recht, grandiose Geschichtsschreibung zu verpennen, die direkt vor der eigenen Nase stattfindet. Keine Sorge, die wichtigen Leute bekommen alles Wichtige mit.

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Braver Seehofer

Wer erinnert sich noch an den bayerischen Rebell, der bereit war, Merkel zu stürzen? Mit der Obergrenze wird er sie köpfen, jawoll! Der Mann hat Rückgrat! Schaut, wie er auf die Pauke haut!

Jetzt ist es so weit. Die Obergrenze ist nicht mehr so wichtig, sagt Seehofer. Es geht auch ohne.

Wie überraschend kommt das? Gar nicht:

Die deutsche Regierungskoalition, der man im Januar bereits den baldigen Zerfall prophezeihte, zeigte sich erstaunlich einig. Viele Beobachter haben das inszenierte Theater offenbar für bare Münze genommen. Und tun das weiterhin… Der Seehofer poltert aber auch so glaubwürdig! Dass er nach jedem Treffen mit Merkel völlig ergebnislos im Sinne seiner Polterei zurückkommt und jedes mal Einigkeit mit Merkel demonstriert, scheint nicht alle auf den Gedanken zu bringen, dass Seehofer die Hauptrolle beim Dampfablassen der Bevölkerung spielt. Beachten Sie: im Theaterspiel sind die Koalitionsparteien Partner, nicht Feinde. Und das Ziel des Theaterstücks ist nicht etwa Bruch der Koalition, sondern Ziel ist zu zeigen, dass zumindest Teile der Regierung nah dran am kritischen Volk sind. Gabriel hat seine eigene Rolle im Schauspiel und fordert mehr Geld für deutsche Hilfsbedürftige. Die Wogen des Unmuts werden professionell geglättet.

Nicht an den Worten erkennt man sie, sondern an den Taten. Die Regierung hat die Bürger professionell beruhigt und die Bürger haben das für einen regierungsinternen Kampf auf Leben und Tod gehalten. Ob sich jemand von den Bürgern noch daran erinnert und eine erkenntnisbringende kognitive Dissonanz verspürt?

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Wie Google einen Artikel versteckt

Seit Anfang des Jahres geistern durch gewisse Internetkreise Behauptungen, dass Trumps potentieller Wissenschafts-Berater David Gelernter die Mondlandungen der USA in Abrede stellt. Die neueste Welle dieser Behauptung wurde von diesem Artikel am 14. August losgetreten. Der Artikel ist ein Paradebeispiel für Fake-News. Das Interview mit Gelernter, aus dem „zitiert“ wird, soll in der Zeitschrift „Science Today“ veröffentlicht worden sein. Die einzige Zeitschrift diesen Namens, die ich auffinden konnte, hat Ende 2016 offiziell dicht gemacht. Die Primärquelle lässt sich nicht auffinden. Weiterhin wird Gelernter als Trumps neulich bestätigter Wissenschafts-Berater präsentiert, wofür ich ebenfalls keine Belege finden konnte. Der Fake-Artikel zieht dennoch große Kreise, viele Menschen glauben ernsthaft, dass Gelernter die Mondlandungen offiziell abgestritten hat.

Interessant ist, dass die etablierte Presse darüber nichts zu berichten scheint. Für den interessierten Beobachter stellt sich die Frage, wer die Lüge verbreitet und wozu. Sind es Trumps Feinde, die sein Team diskreditieren wollen? Über 80% der etablierten Medien sind in der Hand von Trumps Feinden, warum berichten Sie dann nichts darüber? Sind es die Trumpisten, die die Lüge verbreiten? Wozu?

Wir wollen diesen Fragen an dieser Stelle nicht tiefer nachgehen. Worauf ich eigentlich hinaus will, ist eine Beobachtung, die im Zuge der Recherchen aufgefallen ist. Als ich am 15. oder 16. August in Drittquellen von der großen Meldung gelesen habe, suchte ich die Primärquelle, googelte nach „David Gelernter Apollo“ oder etwas ähnlichem und kam auch auf den oben bereits verlinkten Artikel raus, an dem sich die Spur verlor. Google zeigte keine Artikel in der etablierten Presse an. Ich wartete ein paar Tage und schaute erneut nach. Wieder nichts in der großen Presse. Dann googelte ich nach „david gelernter denies apollo moon landings“, was ein Teil der Artikelüberschrift ist, und … bekam bei Google ganze fünf Treffer, unter denen der Artikel nicht enthalten war. Der Artikel wird tausendfach zitiert und Google findet zu seiner Überschrift nur fünf Treffer? Komisch. Zu „david gelernter apollo“ gibt es fast 3 Millionen Treffer, unter anderem den Verweis auf den Artikel. Aber wenn man nach der Überschrift des Artikels sucht, findet man ihn nicht? Yandex findet zu „david gelernter denies apollo moon landings“ 54 Millionen Treffer. 5 Treffer bei Google vs. 54.000.000 Treffer bei Yandex. Wenn Sie also recherchieren wollen, wer die Fakemeldung aufgegriffen und weiterverbreitet hat, hilft Ihnen Google nicht weiter. Jedenfalls nicht bei dieser Fakemeldung, denn andere Lügen finden Sie bei Google problemlos.

Stunden später und mit gelöschten Cookies noch einmal nach „david gelernter denies apollo moon landings“ gegoogelt und knapp 2000 Treffer bekommen, inklusive Artikel. Mehr als vorhin, aber immer noch extrem stark gefiltert, wenn man mit Yandex vergleicht. Es sieht so aus, dass Googles Zensureinstellungen dynamisch angepasst werden. Interessant.

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Ukraine wird als Sündenbock positioniert

Die New York Times berichtet mit Bezug auf einen Expertenbericht, dass die Ukraine allem Anschein nach Nordkoreas Raketenprogramm entscheidend vorangetrieben hat. In den letzten zwei Jahren.

Bis vor zwei Jahren konnte Nordkorea nicht einmal Kurz- und Mittelstreckenraketen erfolgreich testen, was nicht zuletzt auf Sabotage seitens der US-Geheimdienste zurückgeführt wird. Und dann, in den letzten zwei Jahren, hat Nordkorea seinem Raketenprogramm Langstrecken- und Interkontinentalraketen hinzugefügt und kann heute das US-Festland erreichen. Der fleißige Experte hat die Fotos der nordkoreanischen Raketenstarts gründlich studiert und fand erstaunliche Ähnlichkeit zu Raketen, die vom ukrainischen Militärindustriegiganten Juschmasch produziert werden. Juschmasch kämpft seit der „Revolution der Würde“ um sein Überleben, das Unternehmen und seine Mitarbeiter sind entsprechend anfällig für Anreize aus dem Schwarzmarkt der Militärindustrie.

Erstaunlicherweise wird nicht der Vorwurf erhoben, dass die Raketen bzw. die Technologie von Russland zur Verfügung gestellt wurden.

Es springen uns wieder eine Reihe von Zufällen entgegen. Die unerwartete Hilfe für Nordkoreas Raketenprogramm soll vor zwei Jahren begonnen worden sein. Wir schreiben Mitte 2017, spulen zwei Jahre zurück und… sehen in der Ukraine Poroschenko und die übrigen Revolutionäre an der Macht. Der böse böse „prorussische“ Janukowitsch konnte es also nicht gewesen sein. Wird etwa Poroschenko und sein westlich-demokratisches Regime…? Hat der liebe „Schokoladenkönig“ etwa das Böse schlechthin mit den Raketen versorgt, die jetzt die USA bedrohen? Oh Gott, oh Gott! Ein Bund mit dem Teufel!

Damit wurde der Maidan-Ukraine der Strick um den Hals gelegt. Es braucht nur noch eine leichte Bewegung, um den Hocker wegzustoßen und das Maidan-Regime aufzuhängen. Das heißt natürlich nicht, dass es getan wird. Aber alles ist vorbereitet worden. Die Verwandlung des freiheitlich-demokratischen Vorpostens in das ultimative Böse ist nur eine leichte Bewegung entfernt.

Dabei geht es aber nicht nur um die Ukraine. Die Ukraine wurde seit dem Maidan vom Weißen Haus regiert. US-Botschafter Pyatt hat in einem Interview von US-ukrainischen Komissionen in der Militärindustrie erzählt. Und er hat davon erzählt, dass er Einblick in die Dokumente des staatlichen ukrainischen Militärindustriekonzerns Ukroboronprom gehabt hat (!). Die geheimen Berichte der ukrainischen Militärindustrie lagen auf Pyatts Schreibtisch, das hat er selbst ausgeplaudert. Juschmasch ist Teil von Ukroboronprom. Die USA hatten tiefste Einblicke in die ukrainische Militärindustrie.

Seit der Machtübernahme des Maidan-Regimes sind die USA über jeden Furz in der Ukraine genauestens informiert. Es ist einfach unmöglich, dass die Ukraine ohne Wissen und Billigung der USA ihre gefährlichste Raketentechnologie an Nordkorea weitergereicht hat. Und wer hat die USA damals vertreten? Das Obama-Clinton-Globalisten-Konglomerat. Wenn die Globalisten über die Ausrüstung Nordkoreas durch die Ukraine gewusst haben (müssen), aber nichts dagegen unternommen haben, dann… ein Bund mit dem Teufel!

Diese ukrainisch-nordkoreanische Raketenaffäre legt nicht nur eine Schlinge um den Hals der Ukraine, sondern gibt den Trumpisten auch eine mit Nägeln versehene Keule in die Hand, mit der man wunderbar auf die Köpfe der Globalisten einhämmern kann. Diese Keule kann sowohl zu Warnzwecken, als auch zu Kampfzwecken gebraucht werden.

Hinzu kommt, dass die von Poroschenko kontrollierte Generalstaatsanwaltschaft eine Ermittlung gegen einen Vertreter der clintonesken Paralleljustizstruktur NABU aufgenommen hat – wegen Einmischung in die US-Wahlen zu Gunsten von Clinton. Eine weitere Keule gegen die Globalisten. Mit ihrer maßlosen Hysterie über jeglichen noch so kleinen Kontakt ins Ausland verleihen die Globalisten selbst dieser Keule Gewicht.

Das kann heiter werden. Wie heiter es wird, hängt von den Globalisten ab. Wie viel eigenes Blut werden sie opfern, bevor sie die Niederlage akzeptieren und sich entsprechend zusammenschrumpfen?

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