In der Kürze liegt die Würze (22) – OPEC entführt

Haben alle mitbekommen, dass Putin die OPEC, eines der globalpolitischen Machtinstrumente der USA, entführt hat? Die heißt jetzt OPEC+ und ist zu einem russischen Machtinstrument geworden.

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Die EU beginnt, für Syrien zu bezahlen

Wer den Krieg verliert, muss zahlen. So war es immer, so wird es immer sein.

Ende Oktober 2018 hat es in der Türkei ein Treffen zwischen Putin, Erdogan, Merkel und Macron gegeben, um das weitere Vorgehen in Syrien zu diskutieren. Nebenbei bemerkt war die Zusammensetzung äußerst interessant, denn dabei hat sich die EU mit Russland und der Türkei versammelt, aber ohne die USA. So vollzieht sich die transatlantische Scheidung und der Aufbau Eurasiens.

Bei der gemeinsamen Pressekonferenz sagte Putin unter anderem:

Wir haben heute ausgiebig die Fragen der humanitären Hilfe für die syrische Bevölkerung und der Förderung der Rückkehr syrischer Flüchtlinge in ihre Heimat diskutiert. Russland unternimmt vieles in dieser Richtung, aber um die Situation im Land radikal zu verbessern, um die größten sozialen Probleme zu beseitigen, um die Wirtschaft aufzubauen, bedarf es des gemeinsamen Einsatzes der Weltgemeinschaft. Im Übrigen haben wir bereits positive Erfahrungen mit solchen gemeinsamen Aktionen gehabt: Ich erinnere an die erfolgreich durchgeführte russisch-französische Operation zur Lieferung von humanitärer Hilfe nach Ost-Ghuta im Juli.

Wir haben heute viel darüber gesprochen und sind zu dem Schluss gekommen, dass das Verständnis von “humanitärer Hilfe” erweitert werden muss um die Lieferung von medizinischem Gerät, Medikamenten, die Wiederherstellung der Infrastruktur, der Wasserversorgung.

Wir haben unseren Partnern vorgeschlagen, die russische Initiative zur Einberufung einer internationalen Konferenz zur Frage der syrischen Flüchtlinge einzuberufen. Wir verstehen alles, was damit verbunden ist, verstehen die Probleme, aber wenn wir nicht gemeinsam vorgehen, werden wir auch keine Ergebnisse erreichen.

In der Syrischen Arabischen Republik sind die Bedingungen für die Aufnahme von 1,5 Millionen Menschen geschaffen worden und die Regierung Syriens hat feste Garantien gegeben bezüglich der Sicherheit und Nichtdeskriminierung aller, die in ihre Heimat zurückkehren wollen.

Übersetzung von mir.

Putin erklärt hier in höflich-diplomatischer Form, dass der Westen Syriens Wiederaufbau finanzieren muss. Konkret nennt er den Wiederaufbau der Infrastruktur, die Wasserversorgung, die Bereitstellung von medizinischem Gerät und Medikamenten.

Kein halbes Jahr später vermerkt die westliche Presse beschlossene Milliardenzusagen für Syrien. Nach einer Konferenz in Brüssel wurden fast 7 Milliarden Dollar für Syrien zugesagt.

Für Deutschland stockte Bundesentwicklungsminister Müller die bisher bereitgestellten 1,47 Milliarden Euro um weitere 1,44 Milliarden auf.

Früher gab es einen klar bestimmbaren Kriegsanfang, ein ebenso klar bestimmbares Kriegsende und einen Friedensvertrag mit festgelegten Reparationszahlungen.

Der Erste Hybride Weltkrieg jedoch wurde nicht offiziell erklärt. Sein genauer Anfang lässt sich nicht bestimmen, sein genaues Ende ebenso wenig. Einen Friedensvertrag wird es auch nicht geben, weil es offiziell keinen Krieg gegeben hat. Es gibt kein offizielles Papier, auf dem sich konkrete Reparationsleistungen der Verlierer festschrieben ließen. Aber es gibt Konferenzen, auf denen Mittel für “humanitäre Hilfe” und “Entwicklungshilfe” bewilligt werden. Das gesamte Kriegsgeschehen wird in der Öffentlichkeit verschleiert, aber die Grundgesetze des Krieges bleiben davon unberührt: Die Gewinner erhalten die Kontrolle über die umkämpften Gebiete, die Verlierer bezahlen.

Nachtrag, 18. März 2019: Hier sieht man die genauen Summen und Spender. Neben der Hilfe wurden etwa 20 Milliarden Dollar Kredit bewilligt. Insgesamt wurde die EU zum eindeutigen Hauptspender auserkoren. So ist das, wenn man kein eigenes Militär hat.

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Auf der Suche nach Kanonenfutter

Der Kater hatte einmal darauf hingewiesen, wozu Flashmobs, Demos und sonstige hippe Veranstaltungen gut sind. Das sind alles ideale Plattformen für Mitläufer. Man sieht wunderbar, wer sich für allen möglichen Scheiß begeistern lässt. Man schaut, wer von diesen begeisterungsfähigen und ideologisierbaren (jungen) Menschen besonders eifrig dabei ist und sein Mitläufertum besonders aktiv in den sozialen Netzwerken verbreitet. Und schon hat man eine Menge geltungssüchtige und zugleich anspruchslose potentielle Agenten, die für ein paar Likes in sozialen Netzwerken ziemlich viele dumme Sachen anstellen würden. Bei solchen verdeckten Bewerbungsveranstaltungen sucht man die Maidan-Aktivisten von morgen aus. Ohne eigene Initiative, leicht zu beistern, leicht zu führen, leicht zu verblenden, leicht zu Dummheiten hinzureißen, ohne Wertverlust, wenn sie unter die Räder geraten. Ideales Kanonenfutter.

Daran muss ich immer mehr denken, je größer der Zirkus um die Kinder-Umwelt-Demos wird.

Das ist kein Jugendwettbewerb, bei dem die Kinder ihre Kenntnisse und Kreativität unter Beweis stellen und sich anstrengen, um konkrete Lösungen für reale Umweltprobleme zu erarbeiten, wobei die Gewinner des Wettbewerbs ein Praktikum bei einem Branchenunternehmen bekommen. Nein, das ist es nicht. Bei dem, was wir sehen, ist kein Talent notwendig. Die Besten zeichnen sich durch kreativ gestaltete Plakate aus, aber der Umwelt helfen sie damit kein Stück weiter. Nichts wird erarbeitet. Keine klugen Mathematiker und Physiker von morgen werden gefunden. Es ist purer Zirkus, dessen großer Preis darin besteht, es für wenige Sekunden ins Fernsehen zu schaffen. Gesehen werden, ohne etwas geleistet zu haben, das ist der große Traum der heutigen Zeit. Geltungssucht ist ein klassischer Angelhacken, mit dem sich Geheimdienste seit jeher Idioten zum Erledigen von Drecksarbeit angeln.

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Zur Lage der EU

Woraus setzt sich die EU zusammen? Im Kern aus Deutschland und Frankreich. In der zweiten Reihe stehen Großbritannien, Italien und Spanien. Und dann kommen all die Zwerge. Im Osten der EU hat sich ein Haufen eingebürgerter Zwerge zur Visegrad-Gruppe versammelt und agiert offen gegen die westeuropäischen Kernstaaten.

Wie steht es um die großen Säulen der EU?

  • In Deutschland dankt die Kaiserin ab. Die Parteien der Mitte schmelzen dahin. Wer wird Merkel beerben? Wer kann Merkel beerben?
  • Frankreich ist in Chaos versunken. Gelbe Westen randallieren seit Monaten im Land. Macron kann sie nicht unter Kontrolle bringen und ist politisch gelähmt.
  • Großbritannien verabschiedet sich gerade komplett aus der EU. Diesen jahrelangen Prozess haben die Briten so geschickt organisiert, dass sie wie geschlagene Pudel im Regen dastehen. Selbst wenn sie jetzt einen Rückzieher machen und doch in der EU verbleiben, bleiben sie geschlagene Pudel. Ihre Verhandlungspositionen wären keinesfalls gut innerhalb der EU. Und all die Probleme, deretwegen Großbritannien aus der EU abhauen wollte, wären auch alle da.
  • Italien steckt in einer wirtschaftlichen und politischen Dauerkrise. An der Macht sind inzwischen Euroskeptiker. Wenn die hochverschuldeten Banken des ebenso hochverschuldeten italienischen Staates taumeln – und das ist kein weit hergeholtes Szenario – sind größte Kopfschmerzen nicht nur für Italien, sondern auch für die EU garantiert. Ganz nebenbei agiert die italienische Regierung offen gegen Frankreich und unterstützt die Gelbwesten.
  • Spanien steckt ebenfalls in einer wirtschaftlichen und politischen Dauerkrise. Katalanische Gelbwesten Separatisten rütteln am spanischen Staat als solchen. Von einer stabilen Regierung vermag niemand mehr zu träumen. Die letzte zusammengeschusterte Regierung hat sich gerade erst aufgelöst.

Die EU durchebt keine Blütezeit, um es vorsichtig auszudrücken. Und wenn man sich den Trümmerhaufen der Kernstaaten anschaut, ist nicht ganz klar, woher genau die Hoffnung und die Kraft für eine Kehrtwende kommen soll. Nur Deutschland ist noch nicht kaputt genug, um sich diese Rolle anzueignen – oder es zumindest zu versuchen.

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Warum Guaido nicht verhaftet wird

Der selbsternannte Präsident Guaido wurde erst ins Ausland evakuiert, ist dann aber wieder nach Venezuela eingereist. Maduro hat ihn nicht verhaften lassen. Warum eigentlich nicht?

Der Kater hat es so kommentiert:

Die USA haben beschlossen, Juan in einem venezolanischen Gefängnis verrotten zu lassen, schieben ihn aktiv dahin und reiben sich die Hände: wenn Maduro ihn nur im Gefängnis verrotten lässt, dann wird Maduro ein echter Hiltler sein! Die Sache ist die, Maduro würde ihn gern verrotten lassen und das wäre das richtige Schicksal für diesen Juan, aber wenn Putin Maduro diesbezügliche Anweisungen zukommen lässt, wird alles anders verlaufen. Wie? Wie üblich – Guaido wird im freien Fall gelassen und er wird durch das Land tingeln wie ein Stück Scheiße im Wasserloch, ich meine wie ein Nawalny in Moskau, wird schreien “Wir sind die Macht!”, wird von einer Horde Idioten wie er selbst begleitet werden, zunächst einer großen Horde, die stetig kleiner werden wird und am Ende nur aus Jugendlichen bestehen wird, die nichts zu tun haben und die für ein paar Zigaretten hin und wieder mit Plakaten auf die Straße gehen und sich zur Macht im Lande erklären werden. So in etwa wird es ablaufen. Denn wenn Putin sich beratend einmischt, wird es genau so kommen. Und während Guaido lange und penetrant durch die Lande ziehen wird, wird Maduro auf Putins Ratschlag hin alle Verräter mit großem Geld oder Machtpositionen in die Gefängnisse stecken. Juan wird man draußen lassen, damit er durch das Land tingelt und die Aufmerksamkeit auf sich und von den wichtigen Prozessen weg lenkt.

Nicht ganz wörtliche, aber sehr sinngetreue Übersetzung von mir.

Das muss man sich in aller Ruhe zur Gemüte führen. Der Kater erklärt hier ein Spiel. Der Westen spielt in diesem Spiel den Bauern und greift damit den König an. Der Plan ist, dass der Bauer den König schlägt, oder aber dass der König den Bauern schlägt. Beides wäre gut für den Westen. Entweder wird der böse König gestürzt oder der böse König gibt sich der Weltöffentlichkeit als böser, böser König klar zu erkennen. Denn wer schlägt schon unschuldige kleine feindliche Bauern auf dem Schachbrett? Nur böse Könige, das ist jedem bekannt. Der Westen verleiht dem Bauern Gewicht, indem es ihn mit seiner geballten medialen Aufmerksamkeit überschüttet. Logik ist dabei Nebensache. Der Nawalny ist in einem Artikel der mächtige Herausforderer, vor dem Putin nachts erzittert, und gleich im nächsten Artikel ist Nawalny der bescheidene kleine Aktivist, der sich im aussichtslosen Kampf mutig der übermächtigen Staatsmaschinerie entgegenstellt.

Auf der anderen Seite des Spielbretts lässt sich Putin nicht auf dieses Spiel ein, sondern spielt es nach eigenen Regeln. Er entschärft den Bauern nur soweit wie nötig und lässt ihn im übrigen über das Spielbrett hoppeln und unternimmt auch nichts gegen die geballte mediale Aufmerksamkeit. Er nutzt die Zeit, um ihm Hintergrund, in aller Stille und Bescheidenheit, einen feindlichen Agenten nach dem anderen vom Brett zu nehmen. Die Fokussierung des Westens auf eine einzelne Bauernfigur nutzt Putin gezielt für sich aus. Dieser feindliche kleine Bauer ist ihm sehr teuer, Putin lässt ihm keinen Schaden zukommen, versteckt Nawalny immer wieder im Gefängnis (als der Westen ein sakrales Opfer brauchte und Nemzow erschossen wurde, befand sich Nawalny in der Sicherheit eines russischen Gefängnisses). Der Westen setzt sich mit seinem Schachzug und seiner Strategie selbst in die Falle und das soll bitte schön auch so bleiben.

Ob Putin Maduro dazu bringen wird, das Spiel nach Putins Regeln zu spielen, wird uns die Zukunft zeigen. Wir können nun sehen, welchen Nutzen das hätte. Guaido ist verbrauchtes Material und nicht umsonst haben ihn die USA in die Höhle des Löwen geschickt. Mit seiner Inhaftierung soll er noch einmal einen nützlichen Dienst erweisen, das versuchen die USA zu provozieren. Guaido hat es nicht geschafft, das venezolanische Militär auf seine Seite zu ziehen und hat auch sonst keine Erfolge vorzuweisen. Das macht ihn nutzlos für die USA und umso nützlicher für Maduro. Was kann einem besseres passieren, als ein impotenter Gegner, dem mit künstlich überfrachteter Medienpräsenz große virtuelle Bedeutung zugeschrieben wird (das auch noch auf Kosten des Feindes), so dass neben ihm kein Raum für das Auftauchen eines echten Gegners ist?

Ganz im Sinne der ausgebreiteten Betrachtungen wirft Maduro einen deutschen Agenten aus dem Land. Man muss wissen, dass der Botschafter im Ausland immer und per Definition ein Geheimdienstagent ist, an dem ein ganzes Netzwerk von Agenten und Informanten hängt. Maduro wird die feindlichen Netzwerke auch weiter ausmisten und es wird ihm vergleichsweise leicht fallen, so lange Guaido mit seinem Zirkus sämtliche Aufmerksamkeit auf sich zieht. Im Idealfall wird Maduro ganz böse Richtung Guaido schauen und ständig damit drohen, den bösen Juan einzubuchten und so tun als ob er es jetzt gleich tun werde. Es dann aber natürlich nicht tun. Sondern schauen, wer dem armen Juan helfend beigesprungen ist in der scheinbaren Notlage. Und sich Notizen machen. Und kurz darauf jemanden ins Gefängnis stecken oder des Landes verweisen. Während alle Welt nur über Guaido redet.

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Wider den EU-Zerfall

Frankreichs Präsident Macron hat einen großen Appell an die EU-Bürger rausgehauen. Eine leicht zugängliche Pflichtlektüre, prall gefüllt mit Botschaften, Plänen und Propaganda. Feinster Stoff für politische Analysen.

Was sehen wir darin?

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Von der freien Wirtschaft

Ein Raunen geht durch die Presse. Airbus stellt die Herstellung des A380 ein und wie sich jetzt für die Öffentlichkeit herausstellt, hat für dieses Projekt allein der deutsche Staat knapp eine Milliarde Euro Kredit vergeben, von dem zwei Drittel noch nicht zurückgezahlt sind und vermutlich nicht zurückgezahlt werden.

Die EU streitet sich mit den USA seit anderthalb Jahrzehnten vor dem WTO-Gericht, ob solche Kredite der EU-Staaten an Airbus überhaupt rechtens sind. Die USA geben ihrem Flugzeugbauer Boeing keine Kredite, sondern fördern die heimische Industrie mit freiwirtschaftlich sauberen staatlichen Zuschüssen.

Und die Moral von der Geschicht? Wirtschaftsgiganten wie Boeing und Airbus können nicht ohne direkte und umfassende Staatshilfen ihres Heimatlandes. Wer einen Schritt weiterdenkt, vermag sich auszumalen, wofür die Staatsvertreter auf ihren Auslandsreisen ganze Delegationen von Wirtschaftsvertretern im Schlepptau haben. Auf der einen Seite bürgt der Staat mit dem Geld der Steuerzahler dafür, dass das angebotene Produkt vom freiwirtschaftlichen Anbieter tatsächlich entwickelt und gebaut wird. Auf der Gegenseite bürgt der Staat mit dem Geld der Steuerzahler dafür, dass das angebotene Produkt vom freiwirtschaftlichen Vertragspartner tatsächlich im ausgehandelten Umfang gekauft wird. Freiwirtschaftliche Banken wollen derart große freiwirtschaftliche Deals nicht mit Krediten stützen – sonst wären Kredite vom Staat nicht notwendig.

Ohne den Staat geht nichts. Außer in den Märchen von der freien Wirtschaft und dem schlanken Staat. Das betrifft nicht nur die Flugzeugbauindustrie. Für die deutsche Fahrzeugindustrie etwa wurde das deutsche Sozialsystem ausgewaschen. Die europäische Milchindustrie expandiert auf Weltmärkte dank der EU-Subventionen. Bei den Ölgiganten ist es noch deutlicher, da müssen die weltweit verstreuten Förderfelder von den Streitkräften des heimischen Staates militärisch beschützt werden, um die freiwirtschaftliche Förderung von Ressourcen überhaupt zu ermöglichen. Und so weiter, und so fort. Mal sind es Steuernachlässe, mal Staatszuschüsse, mal Staatskredite, mal Friedenstruppen – im Kern ist es immer staatliche Hilfe, ohne die die freie Wirtschaft im globalen Machtkampf verrecken würde.

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In der Kürze liegt die Würze (21) – Gute Hilfe, böse Hilfe

Wenn Russlands Hilfslieferungen in den Donbass schickt, ist es abgrundtief böse und das Gute dieser Welt verlangt den Stopp der Hilfslieferungen und verhängt Sanktionen wegen der Hilfslieferungen.

Wenn die USA Hilfslieferungen nach Venezuela schicken, ist es gut. Jeder, der sich diesen Hilfslieferungen in den Weg stellt, ist abgrundtief böse und wird mit Sanktionen belegt.

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Oink!

In seiner Rede vor der Nationalversammlung (Obacht, viele Buchstaben!) sagte Putin zum Ausstieg der USA aus dem INF-Vertrag unter anderem:

Но ещё и своих сателлитов мобилизуют: они так аккуратненько, но всё-таки американцам подхрюкивают по этому вопросу.

Übersetzung:

Aber sie [die USA] mobilisieren auch ihre Satelliten: Und diese oinken, wenn auch vorsichtig, den Amerikanern in dieser Frage bei.

Hehehe. Wie der Kater zurecht bemerkt, vergleicht Putin die Angesprochenen mit Schweinen, die an der US-Leine laufen.

Damit will er die Alteuropäer aus der Reserve locken. Er attestiert ihnen Schweinegrunzen und einen Vasallenstatus gegenüber den USA. Das ist viel weniger wahr als noch vor fünf Jahren. Alteuropa führt einen offenen Krieg gegen die USA, so offen und heftig, dass es sogar die Bewohner der heillosen Matrixtiefen zweifellos mitbekommen. Putin koaliert und kooperiert mit genau diesem Alteuropa gegen alle denkbaren Widerstände und Intrigen. Er will diese Koalition ausbauen und festigen und unterstützt Alteuropa enorm. Wozu die unangenehme Herabsetzung? Weil Alteuropa im absoluten Kriegsmodus angekommen ist und eine Rückkehr in die gemütliche transatlantische Vasallenzeit nicht mehr möglich ist, es bis zur Emanzipation aber noch ein weiter Weg ist. Sticheleien, die vor wenigen Jahren noch Russland und Alteuropa abgestoßen hätten, haben jetzt den Effekt, Alteuropa aggressiver zu machen – gegen die USA und für eine klarere Kooperation mit Russland. Putin ist ein geopolitischer Spieler mit meisterlichem Gefühl für Timing.

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Die beste Weltmeisterschaft der Geschichte

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat sich in Moskau mit Putin getroffen. Infantino nannte die 2018 in Russland ausgetragene Fußball-Weltmeisterschaft “die beste Weltmeisterschaft der Geschichte”. Putin zeichnete Infantino mit dem Orden der Freundschaft aus.

So endet die FIFA-Intrige. All die Korruptionsermittlungen, die Absetzung von Sepp Blatter, die Gigatonnen Gülle in der Westpresse haben ihr Ziel nicht erreicht. Die Schweizer Staatsanwälte haben Ihren Auftrag nicht erfüllen können und keine Korruption gefunden, mit deren Veröffentlichung man hätte versuchen können, Russland die Weltmeisterschaft zu entreißen. Blatters Nachfolger Infantino hat sich nicht den Russlandhassern angeschlossen. Und die mentale Gülle wirkte auch nicht wie gewünscht, weil zu viele Menschen aus dem Westen selbst vor Ort waren und sich ein eigenes Bild machen konnten von der Weltmeisterschaft und von der Präzision der westlichen Berichterstattung.

Jetzt sorgen Putin und Infantino dafür, dass die Verbindung zwischen Russland und der FIFA erhalten bleibt und ausgebaut wird. Für hemmungslosen Russlandhass wird es im Weltfußball in absehbarer Zukunft keinen Platz geben.

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