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Frohes Neues Jahr! Die Perestroika läuft nach Plan.

Die Kommentarfunktion ist ab sofort überall deaktiviert. Wenn es irgendwo vergessen wurde, wird es nachgeholt werden.

Vielleicht führt der komplette Verzicht auf die Kommentarfunktion dazu, dass wieder etwas mehr Autorbeiträge erscheinen. Vielleicht auch nicht. Lassen wir uns überraschen.

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Das Recht der Unzufriedenen

Die Zahl der Menschen in Deutschland, die dem offiziellen Corona-Narrativ nicht glauben, ist groß. Unter ihnen sind viele Ärzte, die fachlich argumentieren. Von der System-Presse werden all diese Menschen als Verschwörungstheoretiker gebrandmarkt. Teilweise ist die Wut groß. Teilweise ist die Angst groß. Es wird demonstriert, der Staatsapparat löst die Demos auf.

Die Demos sind nutzlos. Vergeudete Energie.

Es gibt Gesetze und Gerichte. Muss sich ein Arzt immer wieder von Journalisten aggressiv vorwefen lassen, ein Verschwörungstheoretiker zu sein, wenn er basierend auf seiner Fachkompetenz und den vorliegenden Daten behauptet, die Königsgrippe sei gar nicht so gefährlich, wie von der Presse behauptet? Hat der Arzt das Recht, vor Gericht auf Verleumdung und Rufschädigung zu klagen und Schadensersatzt zu fordern?

Wird das gemacht? Menschen bringen sehr viel Energie auf, um sich zu organisieren und organisiert auf die Straße zu gehen und sich organisiert von der Polizei vertreiben zu lassen. Was genau wollen diese Menschen damit erreichen? Wenn sie überzeugt sind, dass die Presse und der Staat lügen, warum verklagen sie die Presse und den Staat nicht? Wenn es fachlich fundierte Belege gibt, die das offizielle Narrativ widerlegen, warum zieht man damit nicht vor Gericht? Zeit und Geld wären auf diesem Weg viel wirkungsvoller investiert.

Wird das vielleicht schon längst gemacht und es ist nur an mir vorbeigegangen?

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Nachtrag, 6. Dezember 2020:

Danke allen Lesern, die in den Kommentaren zusammengetragen haben, was hinsichtlich der juristischen Auseinandersetzungen an mir vorbeigegangen ist.

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USA am Scheideweg – schlimm oder schlimmer

Die US-Wahl ist wie erwartet abgelaufen. Trump hat mehr Stimmen geholt, die Demokraten haben mittels Briefwahl so viele Tote dazugeholt, wie nötig waren, um Trump zu überholen. Trump zieht dagegen vor Gericht. Egal, wer gewinnt, die Gegenseite legt Berufung ein. Sämtliche Verfahren enden beim Verfassungsgericht.

Unerwartet ist für mich, dass die Presse Biden bereits zum Präsidenten erkoren hat und noch unerwarteter ist, dass Israel, Deutschland und Frankreich Biden bereits gratuliert haben. Das ist exakt das Guaido-Szenario aus Venezuela: Wir lassen die Presse einen Präsidenten ausrufen und bestätigen das durch ausländische Regierungen und schaffen uns so die Realität, die wir haben wollen. In Venezuela ist das krachend gescheitert. Mal schauen, wie weit Biden damit kommt. Meine Vermutung ist, dass die Demokraten mit diesem wahnsinnigen Schritt die Initiative ergriffen und in den Angriff gegangen sind, weil sie nichts besseres in der Hand haben. Der oben dargelegte rechtsstaatliche Weg mit Neuauszählungen, Kontrollen und Gerichtsverfahren verspricht absolut nichts Gutes für die Demokraten. Deswegen sind sie bereit, für einen Strohhalm die USA endgültig zur Bananenrepublik abzustufen.

Für die USA gab und gibt es verschiedene Entwicklungsszenarien des hegemonialen Abstiegs. Schlimm oder schlimmer. Trump oder Biden. Großes Kanada oder Chaos mit Aufspaltung der USA in mehrere Staaten.

Trump vertritt die nationalen Eliten, die klassischen Kapitalisten, die in den USA ihre Produktionsmittel und Immobilien haben, für die die USA die Heimat sind, an die sie physisch gebunden sind. Das sind Eliten, die ein persönliches Interesse daran haben, dass die USA als Staat gedeihen. Im Interesse dieser Eliten hat Trump versucht, die ausgelagerte Industrie aus China zurück in die USA zu holen. Das Szenario “Großes Kanada” ((c) Kater) sieht vor, dass die USA ihre Armee und ihre Industrie aus dem Ausland zurückholen und einen Wiederaufbau im Inneren beginnen. Das ist Trumps “Make America Great Again”. Das ist geordneter Rückzug nach dem verlorenen Dritten Weltkrieg. Keine Abenteuer mehr in Syrien und Bergkarabach, stattdessen selber Autos für sich selbst bauen und die eigenen maroden Straßen und Brücken instand setzen. In diesem Szenario durchleben die USA eine sehr schwere Zeit voller Entbehrungen, verlieren ihre geopolitische Macht, erhalten sich aber das Potential, in Ruhe und bescheidenem Wohlstand zu existieren, ganz so wie Kanada.

Biden vertritt die Finanz-Eliten und die Tech-Giganten. Die haben keine großen Produktionsmittel in den USA; alles, womit sie ihr Geld verdienen, ist digital. Für diese Eliten sind die USA auch keine Heimat, sondern lediglich ein Standort. Sie sind bereit, bis zum letzten Amerikaner um diesen guten Standort zu kämpfen, und wenn es trotzdem nicht reichen sollte, können sie abhauen. Ihre digitalen Wigwams können sie überall aufschlagen. Im Biden-Szenario werden die USA in Chaos versinken. Es kommt zum Bürgerkrieg und das Land zerfällt in Teile. Dieses Szenario wird schon seit vielen Jahren sehr konkret vorbereitet. Die Wunden des längst vergangenen US-Bürgerkriegs wurden bereits fachmännisch aufgerissen. Wie man unschwer erkennen kann, geht es in diesem Szenrio nicht darum, das Verbliebene zu retten. Stattdessen wird im Chaos des Bürgerkriegs alles Verbliebene zerstört werden. Vielleicht haben sich Deutschland und Frankreich deshalb beeilt, Biden zu gratulieren.

Warum sollte es unter Biden einen Bürgerkrieg geben? Weil es das demokratisch-linksliberale Lager ist, das völlig den Verstand verloren hat und alle, die nicht ihrer Meinung sind, bereits entmenschlicht haben. Im Namen von Antirassismus wird in den USA seit Monaten aktiv Rassismus und wahllose Zerstörung betrieben. Entmenschlichung, wie sie derzeit vom linksliberalen Lager gegenüber den konservativ Denkenden ausgeübt wird, geschieht nie zufällig. Das ist immer die Vorstufe für Vernichtung. Die Geschichte ist voll von Beispielen. Und wenn man von der moralischen Verwerflichkeit des Unterfangens absieht (weil es diesbezüglich wenig zu diskutieren gibt), erkennt man, etwa am Beispiel des Dritten Reiches, folgendes: Man kann kleine und große Gruppen entmenschlichen. Man kann anschließend dazu übergehen, diese kleinen und großen Gruppen physisch zu vernichten. Aber wenn man dazu übergeht, eine große und wehrfähige Gruppe zu vernichten, kann man auch auf die Fresse bekommen… In den USA wurde die Hälfte der Nation entmenschlicht. Und diese Hälfte ist gut bewaffnet. Diese Konstellation lässt eine besonders große Menge von vergossenem Blut erwarten.

Das Biden-Szenario wird die USA sehr viel tiefer fallen lassen, es wird aber auch zu viel kräftigeren Erschütterungen für die ganze Welt führen.

Letztlich wissen wir alle, dass Wladimir Putin die US-Wahlen entscheidet. Die freie und objektive Qualitätspresse hat uns das jahrelang unermüdlich beigebracht, wir sehen es also als gegeben an. Die alles entscheidende Frage ist also: Was will Putin? Wenn Putin entscheidet, dass ein halbwegs funktionaler US-Staat in Zukunft vorteilhafter für Russlands Interessen ist, wird Trump die Wahl gewinnen und Biden der zweite Guaido werden. Vielleicht entscheidet Putin aber auch, dass der US-Platz im UN-Sicherheitsrat auf Indien und Iran aufgeteilt werden könnte, und dass die konservativen Amerikaner samt der verbliebenen Industrie Russlands fernen Osten (dann Alaska einschließend) besiedeln und bereichern könnten. Und wenn Putin darin mehr Vorteile für Russland erkennen sollte… dann wird Biden Präsident. Ja, warum eigentlich nicht…

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Notizen zu Putins Valdai-Auftritt

Putin hat auch in diesem Jahr an der abschließenden Sitzung des Valdai-Forums teilgenommen. Dazu einige Anmerkungen:

  • Putin hat sich das Thema “Wir retten den Planeten” gekrallt und damit die grüne Agenda an sich gezogen.
  • Das Thema Umweltschutz hat längst einen festen Bestandteil auf der weltweiten Agenda. Aber ich würde die Diskussion gern erweitern und über die wichtige Aufgabe sprechen, wie wir uns vom maßlosen, durch nichts begrenzten Überkonsum lösen, zugunsten eines wohlüberlegten und vernünftigen Wohlstandes; wenn wir nicht nur im heutigen Tag leben, sondern auch an morgen denken.” Damit ist die Forderung nach der Ablösung der kapitalistischen Wirtschaftsweise von der obersten politischen Ebene ausgesprochen worden. Warum das nur eine Frage der Zeit war, kann man hier nachlesen.
  • Putin bezeichnet Zentralbank und Regierung als wichtigste Regulationswerkzeuge der Staatspolitik. Das sollte interessant sein für Leute, die in pseudo-alternativen Medien davon lesen, dass die russische Zentralbank Rotschild gehört, bla bla, Russland wird deswegen untergehen, bla bla. Putin hat die russische Zentralbank im Vorbeigehen als sein Werkzeug bezeichnet. Blog-Leser wissen seit zwei Jahren bescheid, aber jetzt haben wir es auch direkt aus Putins Mund.
  • Thema Karabach: Aserbaidschan und Armenien sind für Russland gleich lieb und teuer. Der aktuelle Krieg ist eine Tragödie, aber Russland nimmt keine Partei für eine der beiden Seiten. Putin telefoniert täglich sowohl mit Aliew (Präsident Aserbaidschans) als auch mit Paschinjan (Premierminister Armeniens). Die Betonung der täglichen Telefonate finde ich sehr interessant, weil es zeigt, dass die offiziellen Meldungen des überaus ausführlichen Kreml-Blogs weit, weit, weit weg von Vollständigkeit sind.
  • Die Türkei hat laut Putin mehr Souveränität als die EU. Die Gas-Pipeline in die Türkei ist z.B. viel schneller durchgezogen worden, als Nord Stream 2 in die EU. Auch in Sicherheitsfragen ist die Türkei souverän: Erdogan hat sich für eine gute Luftverteidigung entschieden und sich zügig S-400 eingekauft, das aktuell beste System auf dem Markt.
  • Erdogan ist ein flexibler Verhandlungspartner, mit ihm findet man immer eine Lösung. Die Arbeit mit ihm ist nicht nur angenehm, sondern auch zuverlässig (siehe obige Beispiele über schnell abgewickelte Großprojekte). Speziell das sollte interessant sein für Leute, die an pseudo-alternativen Medien hängen und eine Feindschaft zwischen Russland und Türkei wahrnehmen. Für Putin ist Erdogan ein angenehmer und zuverlässiger Partner.
  • Putin sieht Deutschland auf dem Weg zu einer wirtschaftlichen und politischen Supermacht. Er präzisiert nicht, wie weit Deutschland schon auf diesem Weg fortgeschritten ist. Wir hatten es im Blog schon mehrfach: Putin ist Deutschland sehr wohlgesonnen und die Rettung Deutschlands und der EU vor dem Abgleiten in totales Chaos ist Putin zu verdanken. Putins Andeutung auf Deutschlands zukünftige Supermacht-Rolle sollte den noch lebendigen Deutschen ein unüberhörbarer Aufruf sein, die aktuell häufig anzutreffende Verzagtheit abzulegen und die Ärmel hochzukrempeln. Es gibt einen Weg nach vorne und dabei sogar Unterstützung von Putin.
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Karabach-Konflikt

Bezüglich des aktuellen Karabach-Krieges gab es von meiner Seite bereits einen kurzen Kommentar vom 30. September:

Armenien hat sich Russlands Schutz zu Nutze gemacht und sich in diesem Konflikt stur gestellt. Seitdem es diesen Konflikt gibt. Russland will den Konflikt auflösen, aber Armenien stellt sich stur. Also ist in Armenien vor einiger Zeit ein Oppositioneller per Maidan an die Macht gekommen. Er hat die Ehre, Armenien durch eine unangenehme Zeit zu führen, in der sich Armenien wird beugen müssen. Kompromissbereitschaft ist gefordert, die notfalls, wie gerade jetzt, militärisch erzwungen werden wird. Russland beeilt sich nicht, zu Hilfe zu kommen. Putin hat den armenischen Häuptling per Telefon schon zwei mal abgespeist. Hier bahnen sich tiefgreifende regionale Veränderungen an. Die westliche Presse schweigt übrigens weitgehend zu diesem Konflikt (verglichen mit den vom Westen gesteuerten Farbrevolutionen im Sowjetraum). Daran erkennen Sie, dass das keine westliche Agenda ist.

Mit Armeniens Premierminister Paschinjan gab es insgesamt vier dokumentierte Telefonate seit Ausbruch des Krieges: am 27. September, 29. September, 2. Okrober und 5. Oktober. Alle auf Initiative der armenischen Seite. In allen ging es um den aktuellen Krieg. Putin drückte seine Besorgnis aus und betonte die Notwendigkeit des Waffenstillstandes. Punkt. Mehr nicht. Eine Aufforderung, die gleichermaßen an beide Seiten gerichtet war, ohne Bevorzugung von Armenien.

In der Zwischenzeit, am 1. Oktober, gaben Russland, USA und Frankreich eine kurze gemeinsame Erklärung ab: Wir sind sehr besorgt, wir rufen beide Seite dringend dazu auf, die Kriegshandlungen einzustellen.

EU und die USA haben damit zu verstehen gegeben, dass sie sich aus dem Konflikt heraushalten – sie unterstützen keine der beiden Seiten.

Am 7. Oktober wurde Putin in einem Interview deutlicher: Russland hat Verpflichtungen gegenüber Armenien, was gemeinsame Verteidigung angeht, aber der Konflikt spiele sich gar nicht auf armenischem Territorium ab.

Tja, sowas aber auch…

Bergkarabach gehört laut Pariser Friedenskonferenz von 1920 und laut Beschluss der Sowjetunion von 1921 zu Aserbajdschan. Wohnen tun dort aber seit Ewigkeiten ethnische Armenier. Es ist also nicht einfach.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind viele Leser dieses Blogs schwer an diesem Konflikt interessiert (warum auch immer) und suchen sich Informationen dazu. Was man dazu in alternativen Quellen findet, dürfte gut und gerne zu tiefer Besorgnis oder gar Panikattaken führen. Da schaut doch der Putin zu, wie Erdogan über seinen aserbaidschanischen Proxy Russlands treuen Partner Armenien fertig macht. Söldner aus Syrien sollen in Karabach am Werke sein. Alles ist verloren?!

Schauen wir uns an, was Putin am 14. Oktober mit Erdogan zu besprechen hatte. Sie haben ausführlich über Karabach gesprochen, beide sind schwer für eine politische Lösung des Konflikts. Putin ist besorgt über die Söldner aus Nahost. Putin erhofft sich von der Türkei einen konstruktiven Beitrag zur Deeskalation.

Moment mal. Das klingt doch alles nicht nach Konflikt zwischen Putin und Erdogan? Putin ruft die Türkei nicht auf, sich herauszuhalten. Putin erwartet einen konstruktiven Beitrag der Türkei im Konflikt. Merken Sie den Unterschied?

Weiter. Putin und Erdogan haben über Syrien und Libyen gesprochen und die effektive Koordination hervorgehoben, die zur Stabilisierung und einem Voranschreiten auf dem politisch-diplomatischen Parkett in diesen beiden Gebieten beiträgt.

Moment mal. Erzählen nicht tausend (u.a. alternative) Medien, dass Russland und Türkei sich in Libyen einen Krieg gegeneinander liefern? Tun sie. Aber was interessieren uns (alternative) Medien, wenn wir für die Beziehung zwischen Putin und Erdogan Primärquellen haben? Zwischen Russland und Türkei gibt es in Syrien und Libyen eine effektive Koordination. Zitat von Putins offizieller Quelle. Bezüglich Karabach gibt es von Putin die Erwartung eines konstruktiven Beitrages der Türkei. Zitat von Putins offizieller Quelle. An allen drei Schauplätzen, wo Russland und Türkei angeblich gegeneinander im Krieg sind, klingt es aus Putins Mund so, als ob sie sehr gut miteinander agieren.

In militärischer Hinsicht verliert Armenien übrigens. Ach ja, die von der Türkei ausgesandten Söldner. Wall Street Journal berichtet davon. Da heulen sich die Söldner aus, weil es unter ihnen so viele Verluste gibt. Viele wollen nach Hause. Irgendwo in Artikeln oder Kommentaren haben wir schon das Thema gehabt, dass die Söldner des syrischen Krieges ein Problem sind, dessen man sich entledigen muss, und dessen man sich unter anderem dadurch entledigen kann, indem man die Söldner in anderen Konfliktherden verheizt. So wie in Karabach. Von wo die Söldner schon weg wollen, obwohl sie auf der Seite der militärischen Sieger kämpfen. So ein Zufall aber auch.

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Die glorreiche US-Flotte

Das U.S Naval Institute (eine militärische Vereinigung, besetzt mit hochrangigen ehemaligen Militärs) begeistert mit dem Plan, Piraten von der Leine zu lassen. Für die USA sei Piraterie sogar legal, weil die USA jegliche Abkommen, die Piraterie irgendwie unter Verbot stellen, nie unterzeichnet bzw. nicht ratifiziert haben. Das sind die ernsthaften Pläne einer militärischen Denkfabrik, eine Antwort darauf, was die USA China auf den Weltmeeren entgegensetzen können. Piraten! Als Werkzeug gegen Chinas Zivilflotten, um Chinas Handel zu lähmen.

Und an anderer Stelle, bei Forbes, können wir analoge Aufrufe gegenüber Russland nachlesen. Demnach sollen im Falle eines Krieges US-Kriegsschiffe die russischen Handelsschiffe angreifen.

Elendes Elend. Immerhin setzen sich die US-Militärs realistische Ziele.

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Impfung für die Matrix

Russland hat seine erste Impfung gegen die Königsgrippe registriert. (Über zwanzig weitere Covid-Impfungen sind in Russland in Entwickung und mindestens eine ebenfalls kurz vor der Registrierung.)

Der Westen schäumt und baut argumentative Barrikaden auf, um den Einsatz der russischen Impfung bei sich auszuschließen. Das ist alles berechenbar bis in die Details. Von Bezrukow haben wir erfahren, dass die Welt sich in wirtschaftliche Blöcke aufteilen wird, die sich voneinander isolieren werden. Das betrifft natürlich auch pharmazeutisches High-Tech. Von Bezrukow haben wir auch erfahren, dass ein Drittel der Welt russisches High-Tech einkaufen will (das eine Drittel, das sich weder den USA, noch der EU, noch China anschließen will). Und aus diesem Drittel der Welt stehen die Kandidaten bereits Schlange und drängen sich um den ersten Platz. Die Präsidenten der Philippinen und Serbiens haben jeweils verkündet, persönlich die ersten Empfänger der russischen Impfung sein zu wollen.

Das Lustige an der Geschichte ist Russlands Trolling:

Mit diesem Bild wurde der erste registrierte Impfstoff gegen die Königsgrippe der Welt vorgestellt.

Ja, wirklich!

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Geopolitik von Andrej Bezrukow – Teil 2

Von Andrej Bezrukow (wir haben ihn hier kennengelernt) gibt es einen interessanten Vortrag im Netz. Im ersten Artikel über seine geopolitischen Thesen mag manchen aufgefallen sein, dass Bezrukow ausgerechnet über die russischen Aussichten in der neuen Weltordnung wenig gesagt hat. Das ist im nunmehr verlinkten Vortrag anders, Russlands Chancen und Aussichten werden ziemlich intensiv thematisiert. Ich möchte auf diesen Aspekt nicht ausführlich eingehen. Kurz gesagt liegen Russlands Aussichten in zwei Punkten: 1. Vermittler in sämtlichen Konflikten auf eurasischem Territorium (China-Japan, Indien-Pakistan, Iran-Türkei und andere), 2. Vertrieb von Infrastruktur- und Hochtechnologien an dasjenige Drittel der Welt, das sich nicht von USA, China oder EU abhängig machen will und gewillt ist, diese Technologien von Russland zu beziehen. Mein Kommentar: Beide Punkte sind nicht bloß Aussichten, sondern sehr konkrete strategische Pläne, deren Umsetzung fleißig vorangetrieben wird, unter anderem von Bezrukow selbst.

Von großem Interesse für die Blog-Leser dürfte Bezrukows Darstellung der sechs großen Elitengruppen in den USA sein.

  1. Wall Street – globale Finanzeliten. Das ist eine durch und durch globalistische Elite, die keinerlei Verpflichtung gegenüber den USA verspürt. Diese Elite war bereit, die USA zu verlassen und sich überall in der Welt niederzusetzen und überall auf der Welt Geld zu drucken. Strauss-Kahn war ein Vertreter dieser Elite, er hat den Ausstieg aus dem Dollar und den Einstieg in ein supranationales Geldsystem vorangetrieben. Das wurde selbst dem sanften Obama zu bunt, der bestimmt hat, dass der Dollar (sprich: die Weltwährung) US-amerikanisch bleibt. Wie Strauss-Kahn aus dem Weg geräumt wurde, kann jeder googeln, der es nicht mehr in Erinnerung hat.
  2. Die Industrieelite. Das sind die guten alten Industriekapitalisten mit ihren Werken, Fabriken und Ölförderanlagen. Die Industrieelite ist äußerst unzufrieden mit der Finanzelite, weil die Finanzelite seit langer Zeit nicht mehr in die Industrie investiert und das Geld lieber ins Ausland schafft und dort die Konkurrenz der US-Industrieeliten wachsen lässt.
  3. Die Militärelite. Sie fürchtet sich vor geopolitischen militärischen Konkurrenten, vor denen sie sich fürchten müsste.
  4. Die Medienelite. Eine käufliche Prostituierten-Elite, derzeit im Bett der Finanzelite zu Diensten.
  5. Die akademische Elite. Auch käuflich, schreibt das, wofür sie bezahlt wird.
  6. Die Beamtenelite. Diese Elite passt sich den Gegenbenheiten an und wechselt bei Bedarf die Seiten.

Im aktuellen Elitenkrieg in den USA stehen die Industrie- und die Militäreliten, vertreten von Donald Trump, auf der einen Seite, und die globalistischen Finanzeliten mit bezahltem Anhang auf der anderen Seite.

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Motivationsreden von Trump und Merkel

Trumps Motivationsrede für die USA.

Merkels Motivationsrede für die EU.

Für ein vergleichendes Auf-Sich-Wirken-Lassen.

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Geopolitik von Andrej Bezrukow

Viele Menschen lechzen in Zeiten von Lügenpresse nach alternativen Sichtweisen und Informationsquellen. Die Matrix stellt diesen Menschen pseudo-alternative pseudo-Experten zuhauf bereit. Die Menschen gehen diesen auf den Leim und landen wieder dort, wo sie eigentlich weg wollten – in der Matrix.

Heute möchte ich auf einen echten Experten aufmerksam machen: Andrej Bezrukow (Андрей Безруков). Er ist Oberst a. D. des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR und hat zwei Jahrzehnte in den USA gelebt und gearbeitet, bevor er 2010 aufgedeckt wurde. Im Rahmen eines Gefangenenaustausches kam er zurück nach Russland und arbeitet dort in vielen Positionen fleißig weiter. Unter anderem betreibt er Öffentlichkeitsarbeit. Er ist selbstverständlich parteiisch und es gehört zu seinem Beruf, seine Parteilichkeit auf subtilen, schwer zu entdeckenden Wegen wirken zu lassen. Damit hebt er sich wohltuend von der Quälitätspresse ab, die längst nicht mehr versucht, auch nur den Anschein von Neutralität walten zu lassen, sondern offen, ungeniert, dumm und mit der Brechstange ganz parteiische Hetze betreibt.

Es gibt von Bezrukow einiges zu lesen und zu sehen. Als Kostprobe möchte ich einige seiner Positionen zur aktuellen und mittelfristigen Geopolitik, die er in einer Videokonferenz dargelegt hat, hier zusammenfassen. Nachfolgend also meine Wiedergabe von Bezrukows Aussagen. Etwaige Kommentare meinerseits werden in Klammern untergebracht.

Die Corona-Krise ist der Startschuss für eine tiefgreifende geopolitische Transformation. Diese wird Zehn Jahre dauern. [Wir erinnern uns an Prognose von Zehn Jahren von König Abdullah II.]

In dieser Periode der Transformation werden die Staaten im Mobilisations-Modus operieren, wie in Kriegszeiten. Das heißt, die Gürtel werden enger geschnallt, die Bevölkerung streng kontrolliert.

Nach Beendigung der Transformation wird die Kontrolle gelockert werden. Die Menschen werden dann ihre Privatsphäre zurückfordern und diese Forderung wird auch mehr oder weniger erfüllt werden. Eine Kontrolle auf Schritt und Tritt wird jedenfalls abgeschafft.

Im Ergebnis der Transformation wird die Welt in regionale wirtschaftliche Zonen zerfallen.

Folgende Ideen sind jetzt gefragt und stellen das aktuelle ideologische Bedürfnis dar:

  • Gerechtigkeit (zunehmende Schere zwischen Reich und Arm schließen)
  • Kollektivismus (Wohl der Gesellschaft über dem Wohl des Individuums)
  • Primat der Natur (Natur-bewahrende Lebensweise)

Wer diese Ideen auszuformulieren und in politisches Handeln zu transformieren vermag, wird die Welt anführen.

Die regionalen Wirtschaftszonen, die sich herausbilden werden, benötigen folgende Voraussetzungen:

  • Ein großer Markt, der unter eigener Kontrolle steht
  • Ein monetäres Emissionszentrum (eigene Währung für den Markt)
  • Eine konstitutionelle Idee, eine philosophische Denkrichtung
  • Infrastrukturelle Basistechnologien (Energie, Transport, Informationsnetzwerke usw.)

Welche Blöcke wird es geben? Ein Block wird der angelsächsische Block sein, bestehend aus USA, Kanada, Großbritanien, Australien (eventuell auch Mexiko wegen der Nähe und Abhängigkeit zu den USA). Diese Länder sind sprachlich und kulturell eng verwandt, haben einen ausreichend großen Markt, den Dollar und alle Basistechnologien.

Ein weiterer Block wird sich um China herum bilden.

Außerhalb von Blöcken stehen unter anderem Japan, Russland und Westeuropa (gemeint sind Deutschland, Frankreich, Italien und Benelux).

Japan hat eine eigene starke Währung, aber nicht alle Basistechnologien und überhaupt keine eigenen Ressourcen. Zu fremd für die Angelsachsen, verfeindet mit China.

Westeuropa hat das gleiche Problem wie Japan: Währung ist da, aber Technologien und Ressourcen fehlen.

Russland hat alle nötigen Technologien und Ressourcen, aber kein Emissionszentrum und vor allen Dingen keinen ausreichend großen Markt, auch nicht mit allen ehemaligen Sowjetstaaten zusammen nicht. Russland wird daher mit irgendwem koalieren müssen, ein Beitritt in den chinesischen Block ist aber wegen der zu starken kulturell-philosophischen Differenzen nicht zu erwarten. Während China auf eine Ost-West-Achse ausgerichtet ist, bietet sich für Russland eine Nord-Süd-Achse an.

Westeuropa, Japan und Indien werden sich entscheiden müssen, mit wem sie koalieren.

Auf die Frage, warum in seinen Überlegungen die EU überhaupt nicht auftaucht, gibt Bezrukow seine Prognose ab: Die EU wird auf ihren Kern, die Gründerstaaten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, zusammenschrumpfen. Wirtschaftlich wird Westeuropa mit den USA und mit China konkurrieren können, wegen des Fehlens kritischer Infrastruktur wird es aber keinen eigenen Block bilden können.

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