Sportgroßereignisse im Visier des hybriden Krieges

„Zika-Virus: Wissenschaftler fordern Verlegung von Olympischen Spielen in Rio“. Herrliche Schlagzeile.

Im Methodenbuch des hybriden Krieges der USA steht offensichtlich drin, dass Sportgroßereignisse in unliebsamen Staaten zu verhindern sind. Wenn sie sich nicht verhindern lassen, müssen die Sportevents maximal verunglimpft werden.

Die ausführenden Organe arbeiten die Methode am Fließband ab. Die Verunglimpfung funktioniert bereits sehr gut, wie man an der Berichterstattung zu den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi gesehen hat.

Die WM 2018 in Russland wird schon weit im Vorfeld angegriffen. Maximalziel ist es, Korruption nachzuweisen und die Austragung in Russland zu verhindern. Verunglimpfung ist keine Herausforderung mehr. Die USA wollen sich steigern.

An Brasilien wird getestet, wie das große Kunststück gelingen könnte, einem Land eines der größten Sportevents komplett zu entreißen. Brasilien ist BRICS-Mitglied und arbeitet auf eine multipolare Weltordnung hin. Das ist mehr als genug, um dieses Land zum Feind der USA zu machen. Brasilien hat sich geweigert, das riesige Ölfeld, das vor kurzem in seinen Gewässern entdeckt wurde, US-Ölgiganten zur Nutzung zu übergeben und die Förderrechte stattdessen seinem staatlichen Ölkonzern überlassen. Der freie Markt duldet solche Freiheiten nicht. Wenn Sie über den Ozean schauen, können Sie dort das gesamte Repertoire des hybriden Krieges bewundern, sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung. Dilma Rousseff hat die erste große Schlacht verloren. Ihr Stellvertreter, der nun für ein halbes Jahr ihren Posten übernimmt, hat schon dargelegt, mit welchen Reformen er das Land im Eiltempo in den Abgrund stürzen wird. Ob er auch der Forderung der besorgten Wissenschaftler nachkommt und die Olympischen Spiele im eigenen Land absagt?

Bereits vor Wochen war irgendwo ein lapidarer Einwurf zu lesen, dass der Zika-Virus sich mit freundlicher Unterstützung der US-Biolabore ausbreitet. Eine Verschwörungstheorie. Eine von den besseren. Ein Fall, wo die Theorie zunehmend begründet erscheint. Der Virus kommt zur rechten Zeit im rechten Land und er wird genau passend medial ausgeschlachtet, was jetzt im Versuch kulminiert, Brasilien im Rahmen des hybriden Krieges die Olympischen Spiele zu entreißen. Federführend an der Initiative der Wissenschaftler sind auch die USA. Die WHO teilt die Bedenken nicht.

Das ist nicht der erste Virus, der zur rechten Zeit am rechten Ort erscheint, um den USA zur Hilfe zu kommen. Erinnern Sie sich noch an Ebola? Im Januar 2014 wurde in den USA eine medizinische Studie angemeldet. Ziel: Einen Impfstoff gegen Ebola an gesunden menschlichen Probanden testen. An der Studie beteiligt: Das US-Verteidigungsministerium. Beginn der Studie: Januar 2014. Welch Glück, dass genau zu diesem Zeitpunkt in Westafrika, wo die USA mehrere Biolabore betreiben, Ebola ausbricht und sich bis März zu einer Epidemie auswächst. Diese Studie ist nicht etwa eine Reaktion auf die Epidemie. Der Impfstoff wurde entwickelt und zur Testung angemeldet, als es noch gar keine Epidemie gab.

Das Zika-Virus ist ein von der Rockefeller Foundation patentierter Virus. Vertrieben wird er von zwei Unternehmen, einem aus den USA und einem aus Großbritanien. Man kann den Zika-Virus für ein paar hundert Euro online kaufen.

Wenn sich Zufälle nach einem bestimmten Muster häufen, sind es keine Zufälle mehr. Das Zika-Virus wurde in Brasilien natürlich nicht speziell gegen die Durchführung der Olympischen Spiele eingesetzt. Das Einsatzgebiet ist viel breiter. Man kann die Öffentlichkeit in Hysterie versetzen, der Regierung Mängel im Gesundheitssystem vorwerfen, die Tourismusbranche angreifen und so weiter und so fort. Im Grundprinzip geht es den USA darum, das feindliche Land mit verschiedenen Mitteln zu destabilisieren, um das entstehende Chaos gezielt zu nutzen. Indem man das Land generell schwächt (die „wir halten alle klein„-Strategie). Indem man Leute an die Spitze bringt, die im Sinne der USA regieren werden. Genau das sehen wir gerade in Brasilien. Das Einbringen des Virus und die mediale Ausschlachtung der Folgen ist nur eine Methode von vielen, um Brasilien zu destabilisieren.

Nebenbei wird versucht, Russland möglichst weitgehend von der Teilnahme an den Olympischen Spielen auszuschließen. Das wird mit Doping begründet. Das ist ziemlich witzig, denn nach Dutzenden Dopingskandälen aus aller Welt wissen auch die letzten Hinterwäldler, dass im Spitzensport grundsätzlich systematisch gedopt wird. Aber – welch wundersamer Zufall – es gerät nur der Erzfeind der USA ins besondere Visier von Medien, Anti-Doping-Agenturen und zuständigen Kommitees. Im Fall von Russland soll also nicht nur die WM im eigenen Land verloren gehen, sondern Russland soll grundsätzlich aus dem internationalen Spitzensport isoliert werden.

Die EM in Frankreich könnte auch für Überraschungen sorgen. Die Franzosen stellen sich in den letzten Jahren zu sehr in den Weg der USA und wurden dafür auch schon bestraft. Nein, dass Hollande die umstrittene Arbeitsmarktreform gerade im Vorfeld der EM durchbringen will, ist den USA nicht anzulasten. Aber die vorhandenen Spannungen können sie nutzen, um die Situation mehr oder weniger stark zu eskalieren. An Möglichkeiten mangelt es nicht. Und am Willen wohl auch nicht. Jedenfalls sehe ich nicht, warum die USA der EU eine sorgenfreie Fußball-EM wünschen sollten in der heutigen politischen Großwetterlage. Die EM ist ein Ereignis, bei dem Freundschaften gepflegt werden können, an dem sich die Politik profilieren kann und während dem die Menschen ihre Sorgen vergessen können. Das ist nicht gut. Damit ist die EM leider auch eine Zielscheibe für den hybriden Krieg.

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Nachtrag, 31.05.2016:

Die USA warnen ihre Bürger vor Terroranschlägen in Europa während der EM. Die Anspannung wird erhöht.

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10 Kommentare zu “Sportgroßereignisse im Visier des hybriden Krieges
  1. Thomas Roth sagt:

    Ich habe vor 10 Tagen mal über das Thema geschrieben. Ausschnitte davon:
    „Das hängt von den Ergebnissen der Untersuchung der WADA ab. Wenn es gelingen sollte, Beweise für ein organisiertes und allumfassendes Doping-System zu bekommen, das einen großen Teil des Sports berührt, dann steht vor dem IOC und den internationalen Föderationen die Aufgabe, eine ganz schwierige Entscheidung zum Thema kollektive oder individuelle Verantwortung zu fassen“, schrieb Bach in einem Artikel, der in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlicht wurde – nach der skandalösen Aussage des früheren Leiters des Moskauer Anti-Doping-Labors, Grigori Rodtschenkow.

    Wenn solche Perspektiven von einem olympischen Funktionär aufgezeigt werden, der sich immer loyal, ja sogar freundschaftlich gegenüber Russland verhalten hat, dann kann das nur mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit bedeuten – jetzt ist die Operation „Das sportliche Ende Russlands“ ins abschließende Stadium übergegangen. Man muss kein großer Sherlock Holmes sein, wenn man voraussagen möchte, wozu die russische Olympiaauswahlmannschaft verurteilt wird.

    Allem Anschein nach hat jene öffentliche Prügelstrafe, die im vorigen Jahr in der FIFA durchgeführt wurde, als Lehrstunde für die höchsten Beamten des IOC gedient. Wer würde sich nach so einem grandiosen, weltweiten und öffentlichem Skandal mit den realen Absetzungen, Verhaftungen und der Enthebung von den Führungsämtern entscheiden, sich Onkel Joe entgegenzustellen. Die Untersuchung der WADA ist nur die formale Suche nach einer „gesetzlichen“ Lösung durch die olympischen Behörden, also der Rauchschleier, unter dem die präzedenzlose Entscheidung für die Annahme der Disqualifizierung der führenden Nationalmannschaft der letzten Zeit von den Olympischen Spielen ausgebrütet wird. Und die geplante Antidopinguntersuchung des Justizministeriums der USA (!) ist in Bezug auf die russischen (!) Sportler eine Axt in den Händen des Henkers. So werden sie das Ganze schon schaukeln. Sie schaffen Sanktionen und Ausweglosigkeiten – für die Staaten ist das was leichtes, weil sie auf alles spucken.

    Kein Mensch wundert sich über das Impeachment gegen Präsidentin Dilma Rousseff auf der Basis von Korruptionsvorwürfen im durch und durch korrumpierten Brasilien. Es wurde schließlich nicht mit dem Ziel organisiert, die Gerechtigkeit auf der Grundlage der Gesetze wieder herzustellen. Die gestellte Aufgabe lautete, den nicht ergebenen Politiker zu entfernen, durch eine Marionette (wie in der Ukraine) zu ersetzen, die dann mit reinem Gewissen den Zugriff auf das Land ermöglicht. Die eine Marionette zerstört völlig problemlos die Beziehungen zu Russland und die andere befürwortet die Entscheidung des IOC und sichert sie bei Notwendigkeit ab. Wie das Land der Durchführung der nächsten Olympischen Spiele die Nichtzulassung der Russen „mit ihrer schmutzigen Prinzipienlosigkeit“ bei den reinen Spiele erklären will, na jedenfalls Dilma Rousseff hätte das nicht getan.

    Nur der Blinde kann nicht sehen, dass die Gesellschaft auf die vollständige Isolierung und das Verbot der Teilnahme Russlands an allen internationalen Wettbewerben des sportlichen und kulturellen Lebens vorbereitet wird. Das maximale Ziel besteht darin, Russland weltweit zum Schrecken zu machen und die Russen öffentlich – bei ihrem bekannten nationalen Ergeiz – zu demütigen. In letzter Zeit wurde das mit der zurückgeholten Krim, dem nationalen Tag des Sieges und den sportlichen Leistungen notwendig.

    Es ist klar, dass es einfach ist, die zahlreichen internationalen sportlichen Föderationen zu zwingen, das sportliche Leben Russlands ersatzlos zu streichen, nur es ist arbeitsintensiv und es ist wenig real. Deshalb wird – um sich nicht zu zersplittern – der Schlag auf die größten und unabhängigsten sportlichen Organisationen – die FIFA und das IOC – konzentriert. Es wurden ein paar einfache aber wirksame Schemata entwickelt. Die Realisierung wird von maximal möglichem informativem Lärm begleitet – alle bekannte Massenmedien stehen schließlich zur Verfügung. Die Kampagne wird eingeteilt in die, die gewichtige Worte zum Schutz der sportlichen Prinzipien sagen und dem Kampf gegen tapfere Männer, denen Korruption oder die Organisation des Missbrauchs von Doping vorgeworfen wird. Und alles andere Geschriebene ist verschwunden. Alles! Sogar das unabhängige China und Indien können dazu kein Wort veröffentlichen. Außerdem müssen sie befürchten, dass sie sich so selbst in den Pool der Schuldigen eingliedern.

    Stellen Sie sich doch nur einmal vor, welchen Schlag gegen den nationalen Ehrgeiz und das Ehrgefühl der Russen und gegen ihre internationale Autorität es bedeutet, wenn unter der weißen olympischen Fahne (als Ersatz für die Staatsflagge) die abgesonderten Sportler (sicher wird das IOC den einzelnen Einheiten die Teilnahme erlauben) als Letzte im Eröffnungseinmarsch das Olympiastadion betreten. Und niemand (!) von den Sportorganisationen wird ein Wort des Protestes sagen. Sie werden sich einfach nur fürchten.

    Und noch was dazu: Von den letzten vier Olympischen Spielen wurden zwei von Kriegsoperationen verfinstert. Mit großer Wahrscheinlichkeit, man kann es als sicher prognostizieren, wird am Vorabend des Zeitraums 05. – 21. August eine ernste militärische Provokation stattfinden, auf die Russland einfach reagieren muss. So kann man der Welt überzeugend demonstrieren – wie sich die Völker friedliche Wettkämpfe liefern – und das „Böse Russland“ kämpft.

    Um daran zu erinnern, dass das nicht nur Phantasie bleiben muss: Am 8. August 2008 war der Tag der Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking und der Beginn des Krieges Georgiens gegen Südossetien und die Friedensstifter Russlands. Die russische Selbstverteidigung wurde so weltweit vervielfältigt und wirkte dadurch wie ein Angriff auf Georgien. Die ganze Zeit der Olympischen Spiele in Sotschi und die Kämpfe in Kiew sind gut in Erinnerung. Es gingen die Sotschier Spiele zu Ende. Allen wurde klar, dass Russland glänzende Spiele durchgeführt hatte.

    In diesen Tagen geschah in Kiew der letzte Akt der bürgerlichen -nationalistischen Revolution, deren Eskalation mit den vier letzten Tagen der Olympiade genau übereinstimmte (!):
    – 20. – 21.02. heiße Schlachten mit der Miliz,
    – 21.02. Unterzeichnung der Kapitulation des Präsidenten,
    – 22.02. die Flucht des Präsidenten Janukowytsch,
    – 22. – 23.02. Legitimierung des Umsturzes in der Werchowna Rada.

    Meint Jemand wirklich, dass dieses Zusammentreffen rein zufällig ist? Sowohl in Südossetien, wie auch in der Ukraine waren die Aktionen genau geplant. Und das alles vor dem Hintergrund der laufenden Olympischen Spiele und dem weltweiten Interesse. Sie verstehen sehr gut – welche informative Resonanz das hatte! Aber immerhin wurden dabei Südossetien, Abchasien und die Krim – wenn auch bei kübelweise Schmutz – gesichert.

    Und wenn Sie denken, dass die Operation zur Entbindung Russlands von der Durchführung der Fußballweltmeisterschaft durchgefallen ist – Irrtum. Die Nummer läuft immer noch. Die Untersuchung gegen die Beamten der FIFA ist in vollem Gange. In diesem Zusammenhang kann man immer ein/zwei von ihnen herausziehen, die bezeugen, dass die Rechte für die Durchführung der Weltmeisterschaft in Russland gegen Schmiergeld erworben wurden,
    – was sie entweder persönlich bekommen haben,
    – oder wo sie Zeugen der Übergabe dieses Schmiergeldes waren,
    – oder wo sie das Schema der ungesetzlichen Erledigung der Aufgabe kennen. Und Putin wird man dabei einflechten, wie den Hauptorganisator im Hintergrund. Blatter wurde gef…t und ist weg. Infantino ist ein unbeschriebenes Blatt. So dass in den zwei verbleibenden Jahren genug Möglichkeiten verbleiben, um Möglichkeiten gegen Russland zu entwickeln.

    Wenn ich sehe, wie die sportlichen, politischen und militärischen Behörden versuchen, der Probleme einigermaßen Herr zu werden, dann kann ich prognostizieren, dass die Weltmeisterschaften im Fußball neu vergeben werden. Nach Europa, ev. Großbritannien, sie zu übergeben, ist ganz einfach. Dort gibt es überall ausgezeichnete Stadien, die vor kurzem aufgebaut oder repariert worden sind. Es gibt keine Probleme mit den Hotels und der Infrastruktur. Man muß nur die Städte vorbereiten, die Sicherheitskräfte vorbereiten und die Karten drucken und verteilen. Natürlich, Europa wird vor Freude die Sektkorken knallen lassen. Nebenbei hat man damit noch einmal Streitigkeiten zwischen Russland und der EU gesät.
    Zum guten Schluß: Ohne sofortigen massiven Widerstand (vergleichbar mit der Raketenabwehr) hört das nie auf. Also ..

  2. Ramses sagt:

    Werter Thomas Roth,

    welche Art von „Raketenabwehr“ sollte denn Russland gegenüber den subversiven, gut orchestrierten Aktionen des Hegemons in den Institutionen des Westens aufstellen können? Der Rechtsweg ist sinnlos, da man den Richter, Ankläger und Ermittler sowie auch die Geschworenen (öffentliche Meinung) komplett unter US-Kontrolle abbuchen kann.

    MSM sind hier im Westen seit Jahren unter der Kontrolle der Abkömmlinge vom heiligen Samen Davids.

    Raketen kann man zu Hause aufstellen, aber gegen diesen globalen Propagandakrieg gibt es wenig Mittel.

    Eventuell sollte Russland sich besser der Isolation hingeben als über das Anglozio-Stöckchen zu springen. Hier ist Russland hoffnungslos Unterlegen. Eine jahrhundertealte „Elite“ mit Verbindungen beidseits des Atlantik bilden ein undurchdringliches Kartell gegen Russland.

    Mann muss ja auch nicht an jedem Schiss und Lügenkarussel („saubere Spiele“ Muahaha) teilnehmen.

    Der ESC hat es ohnehin gezeigt, dass dieses Kartell jedwede Regeln nach Belieben ändern kann und zwar ohne rot dabei zu werden.

    Wer will denn an so einem Drecksspiel freiwillig teilnehmen?

    Russland kann auch ohne WM und Olympia leben. Es lenkt ohnehin nur ab und derzeit braucht Russland alle Kräfte für den kommenden Krieg gegen die USA.

    • Analitik sagt:

      Tut mir leid, dass der Kommentar jetzt erst freigeschaltet wurde. Er wurde vom Blogsystem fälschlicherweise als Spam eingestuft.

      Zum Inhalt:

      „welche Art von „Raketenabwehr“ sollte denn Russland gegenüber den subversiven, gut orchestrierten Aktionen des Hegemons in den Institutionen des Westens aufstellen können? Der Rechtsweg ist sinnlos, da man den Richter, Ankläger und Ermittler sowie auch die Geschworenen (öffentliche Meinung) komplett unter US-Kontrolle abbuchen kann.“

      Schauen Sie einfach hin, es geschieht vor unseren Augen. In Syrien etwa. Da wird übrigens ganz stark und mit Erfolg der Rechtsweg beschritten mittels UN-Resolutionen.

      „Raketen kann man zu Hause aufstellen, aber gegen diesen globalen Propagandakrieg gibt es wenig Mittel.“

      RT ist nur der Anfang. Und schon wegen dieses eines Senders reagiert der Westen mitunter panisch. Deshalb: http://analitik.de/2015/04/13/professionelle-meinungsformung-20235687/

      „Eventuell sollte Russland sich besser der Isolation hingeben als über das Anglozio-Stöckchen zu springen.“

      Russland steht nicht vor einer entweder-oder-Entscheidung zwischen diesen beiden Alternativen. Isolation ist kein Ausweg, sondern der Weg in die Niederlage. Deswegen wehrt sich Russland so stark gegen Isolation.

      „Russland kann auch ohne WM und Olympia leben. Es lenkt ohnehin nur ab und derzeit braucht Russland alle Kräfte für den kommenden Krieg gegen die USA.“

      Will Russland denn ohne WM und Olympia leben? Warum sollte es das? Und der Krieg gegen die USA ist nicht kommend, sondern längst im Gange. Genau genommen hat er nie aufgehört, sondern wurde nur durch geschickte PR eine Zeitlang als überwunden erklärt, um in Wirklichkeit mit unverminderter Intensität weitergeführt zu werden.

      • Thomas Roth sagt:

        Eigentlich habe ich nur damit sagen wollen, dass Russland anfangen muß, sich zu wehren. Genauso wie es Putin gemacht hat mit der Raketenabwehr in Europa. Ausgewogen, nicht aggressiv aber selbst für die Transatlantiker verständlich, dass es Rote Linien gibt. Und wir sehen und werden das auch zukünftig sehen, dass Putin und Gen. das Hybridprinzip perfekt verstehen.

  3. ped43z sagt:

    Das Prinzip, Sportereignisse als politische Waffe zu missbrauchen, hat Tradition. Nachdem sie der Sowjetunion „ihr Vietnam“ (Originalton Brzezinski) mithilfe des ISI und 40.000 in Pakistan hochgezüchteter Mudjahedin beigebracht hatten,

    (siehe: http://peds-ansichten.de/2015/09/brzezinskis-welt-ein-psychogramm/ ; Kap. Brzezinskis besondere Beziehung zu Afghanistan)

    passte es doch wie die Faust auf’s Auge, die Olympischen Spiele in Moskau zu boykottieren. Im Jahr vor Beginn der Olympischen Spiele begann die massive Vorbereitung der afghanischen „Freiheitskämpfer“, Ende 1979 marschierten die sowjetischen Truppen in Afghanistan ein. Es blieb ein halbes Jahr Zeit, den ideologischen Krieg zu führen.

    Das arrogante Auftreten führender US-Politiker konnte man schon damals beobachten. Massiv mischten sie sich in die Belange des Sports ein und nahmen für sich in Anspruch, für die ganze Welt zu sprechen:

    „Nachdem das IOC in einer Pressemitteilung eine „Änderung des Schauplatzes der Olympischen Spiele“ strikt ablehnte, drohte Carter bei unveränderter sowjetischer Haltung einen weltweiten Teilnahmeboykott an, bei dem er gleichzeitig von den US-amerikanischen Bündnispartnern Solidarität einforderte.“ Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Olympische_Sommerspiele_1980

    Aber schon damals konnte man auch Eines feststellen. Jeder Mensch hat eine Wahl. Und es traten viele Sportler (unbeachtet des Boykotts ihrer NOKs) trotzdem in Moskau an. Die Spiele wurden ein voller Erfolg.

    Die Eliten des Westens leben pure Machtphantasien aus – und sind unfähig, andere Formen des gesellschaftlichen Lebens, ob nun politischer -, oder wirtschaftlicher Art zuzulassen. Das eigene System ist unfehlbar und alternativlos. Und das müssen sie auch unentwegt raus lassen, ihre Intoleranz, ihren Hass. Sie sind tatsächlich die größten Feinde Andersdenkender und verstecken das hinter einer zunehmend Orwell’sch geprägten Welt.

    Und so wurde auch China vor und während Olympischen Spiele 2006 madig gemacht, wo es nur ging.
    Dass der olympische Gedanke durch hemmungslosen Kommerz eh schon seit Jahren durch den Dreck gezogen wird, ist dann noch eine Geschichte für sich, welche die Veranstaltung irgendwann zur Farce verkommen lassen könnte.

    Aber auch das gilt: Wenn Machteliten Institutionen/Organisationen vereinnahmen, um Politik zu machen und die Institutionen dies zulassen, machen sie sich über kurz oder lang überflüssig. Weil die Menschen dann irgendwann doch erkennn – und gehen und nur die leeren Hüllen der Institutionen übrig bleiben. Die Verabschiedung aus dem Spiel kann man immer treffen. Und mehr denn je, ist es an der Zeit aus dem Spiel auszusteigen.

    Danke an Analitik wie auch Thomas Roth für die hoch interessanten Beiträge!

    Viele Grüße
    ped43z

  4. ansa sagt:

    Danke Herr Roth !
    Ich denke , Frau Rousseff wurde auch zum Verhängnis,das sie einen Teil des brasilianischen Aussenhandels vom Dollar abkoppelte!

  5. Peter Pan sagt:

    Zionistenbastarde schrecken vor keiner noch so großen Schweinerei zurück. Alle BRICS Länder sollten aus der Olympiascheiße aussteigen und ein eigenes, ehrliches und nichtkommerzielles Weltsportfest veranstalten. Eine Olympiade ohne China, Russland ist nichts wert.

    • Analitik sagt:

      Das aktuelle Sportsystem zu explodieren ist sicher die letzte Möglichkeit. Davor gibt es noch ein paar Eskalationsstufen. http://russkiy-malchik.livejournal.com/752448.html
      Im zitierten Beitrag schlägt der Autor vor, zunächst mal folgende Dinge öffentlichkeitswirksam aufzudecken: Doping in USA und Großbritanien, Korruption in der WADA, direkte Anweisungen von Geheimdiensten an „unabhängige“ Experten in verschiedenen Sportgremien wie dem IOC. Vielleicht reiche das schon aus, um den totalen und einseitigen Missbrauch des Sports für politische Zwecke zu verhindern.

      Von meiner Seite möchte ich hinzufügen, dass man vieles nicht aufdecken muss, weil es längst aufgedeckt ist. Wenn man die Enthüllungen der letzten zehn Jahre zusammenträgt, die allein der Westen selbst über sich produziert hat, kommt eine solche Menge Gülle heraus, dass man darin ziemlich viele hybride Pläne ersaufen kann.

      Naja, und der Kampf wird von Russland offenbar auch auf diesem Schlachtfeld aufgenommen: http://www.spiegel.de/sport/sonst/jelena-issinbajewa-unterstellt-deutschland-systematisches-doping-a-1095016.html
      Wir sehen 1. Die Bezichtigung der USA, Deutschlands und Großbritaniens des systematischen Dopings. Ein Gegenangriff auf die tragende Säule des Westens. Und wir sehen 2. die Drohung, gerichtlich gegen eine Sperre der gesamten russischen Mannschaft oder einzelner Verbände, vorzugehen. Das ist auch wunderschön, denn vor Gericht kann man alles oben Beschriebene herrlich sezieren und ans Licht der Öffentlichkeit zerren. Der Öffentlichkeit vorenthaltene Akten des IOC etwa, in denen Beeinflussung durch Geheimdienste dokumentiert ist, muss man einem Gericht herausrücken. So geht es mit vielen Beweisen, die friedlich vor sich hin schlummern und nur durch außergewöhnliche Umstände – wie etwa einen Gerichtsfall – an die Oberfläche gebracht werden können.

      Der Autor aus dem zitierten Blog ist kein Prophet oder so. Es ist einfach so, dass man, sobald man die Funktionsweise des hybriden Krieges zu verstehen beginnt, man auch mit Lageanalyse, Prognose und Handlungsempfehlungen deutlich besser ins Schwarze trifft. Und in Russland ist es so, dass sich nicht nur Spezialisten mit diesem Thema befassen. Das Thema wird durch die Massenmedien aktiv bis auf die Bürgerebene hinabgetragen. Und von der Bürgerebene saugt man Beobachtungen und Anregungen nach oben in die Gremien der Spezialisten auf. So kann sich Russland aktiv und effektiv gegen die Angriffe wehren.

      Was man leider nicht von der EU behaupten kann. Zwar würde es der EU helfen, wenn die Bürger keine politischen Trottel wären und erkennen würden, was eigentlich passiert, und wissen würden, wie man sich wehrt. Aber… wenn man die EU-Bürger dazu befähigt, brechen dadurch so viele Lügengebäude zusammen, die man den Bürgern über Jahrzehnte aufgezwungen hat, dass das gesamte Weltbild in der EU einstürzt. Chaos würde sich ausbreiten. Nun, Chaos wird sich natürlich auch so ausbreiten, denn mit einem Volk, das nicht mal erkennt, woher die Gefahren kommen, ist kein Krieg zu gewinnen. Zum jetzigen Zeitpunkt wäre der Zusammenbruch des westlichen Weltbildes in der EU aber wohl tatsächlich dramatischer, als weiter hoffnungslos mit dem alten Weltbild herumzukrebsen.

      Also werden wir, kurzfristig orientiert wie wir sind, noch warten, bis sich die Lage geändert hat. Je mehr wir mit dem alten Weltbild ohnehin ins Chaos abgleiten, desto geringer ist die verbliebene Fallhöhe, die noch durch den Verlust des alten Weltbildes droht und desto größer der Vorteil, der durch eine Umstellung in Aussicht steht. Wir werden also tiefer, aber dafür auch sanfter in die Hölle hinabgleiten, und sind dabei nicht gezwungen, harte Entscheidungen zu treffen. Alles wird „ganz natürlich“ verlaufen.

  6. kein Plan sagt:

    @Analitik

    Nun ja,in den Gefielden der Sogenannten Eliten ist man von der Dummheit der Bevölkerung überzeugt.
    Auch mir gehts ab und an so das ich denke,so geht das nicht,sind die denn alle Blöde?
    Sind sie nicht!

    „Je mehr eine herrschende Klasse fähig ist, die bedeutendsten Männer der beherrschten Klassen in sich aufzunehmen, desto solider und gefährlicher ist ihre Herrschaft.“ K. Marx, Kapital 3.: 614.
    Sind unsere herrschenden Politiker klüger als wir? Kein bisschen. Es sind Apothekenhelferinnen, abgebrochene Studenten, Ingenieurinnen usw. – alles Leute wie wir.
    Sie haben nicht mehr Kenntnisse und Fähigkeiten als wir. Warum sollen sie dann mehr Macht haben?
    Der politische Kampf ist ein Kampf der Unteren gegen die Oberen, der Unterdrückten gegen die Unterdrücker. Die Freiheit von Herrschaft und Unterdrückung beginnt erst dort, wo die große Mehrheit des Volkes über alle Sachfragen entscheidet und Politiker nicht mehr nötig, bzw. nur ausführende Organe des Volkswillens sind.

    Und es ist gut so das man mit der Bevölkerung der EU keinen Krieg gewinnen kann!
    Sollen sich die Hetzer selbst in die Gräben stellen und zur Hölle fahren!

    • Analitik sagt:

      „Sie haben nicht mehr Kenntnisse und Fähigkeiten als wir. Warum sollen sie dann mehr Macht haben?“

      Damit wir eine Hierarchie haben. Hierarchien sind konfliktreduzierend. Eine hierarchisch organisierte Gemeinschaft ist effektiver und stärker als eine ohne Hierarchie. Am Ende landen wir daher alle in einer hierarchischen Gesellschaft – in der eigenen oder in einer fremden, die uns erobert, wenn wir uns weigern, eine Hierarchie aufzubauen.

      Eine Freiheit von Herrschaft kann es daher nicht mehr geben, es sei denn, wie katapultieren uns kollektiv in die Steinzeit zurück, was eine Reduktion der Weltbevölkerung auf ein paar Millionen bedeuten würde.

      Es gibt aber Unterschiede darin, wie verantwortungsvoll die Mächtigen ihre Macht ausüben. Und das ist beeinflussbar. Ein sinnvoller Kampf „Unten gegen Oben“ kann daher nicht darauf abzielen, das „Oben“ zu beseitigen, es kann nur darauf abzielen, die Mächtigen zu verantwortungsvollem Handeln im Sinne der Allgemeinheit zu bewegen, wenn nötig, auch zu zwingen.