Strategie des gelenkten Chaos

Sie haben vielleicht schon von der Strategie des gelenkten Chaos gehört, welche von den USA angewendet wird. Was hat es damit auf sich?

Diese Strategie wurde von Steven R. Mann in einem Fachartikel im Jahr 1992 propagiert. Er fordert dort nicht weniger als einen Paradigmenwechsel in der Strategie der nationalen Sicherheit der USA. Das alte Paradigma  war mechanistisch. Es stellt die Denkweise eines Ingenieurs bzw. Technikers dar. Aus dieser Denkweise ergaben sich etwa die Forderungen nach Stabilität oder dem Gleichgewicht der Kräfte.

Mann sieht großes Potential darin, die Denkweise umzukrempeln und die Chaos-Theorie zur Basis strategischen Denkens zu machen. Hinter dem populistischen Begriff Chaos-Theorie steht die Betrachtung nichtlinearer Dynamiken. Mit nichtlinearer Dynamik lassen sich Systeme mit vielen aktiven Teilnehmern (was für politisch-soziale Systeme zutrifft) viel besser beschreiben als mit mechanistischen Modellen. Die Handlungen der Akteure lösen Kettenreaktionen aus und eine kleine Handlung kann (muss nicht, kann aber) zu sehr schwerwiegenden Folgen führen. Mechanistische Modelle können das nicht beschreiben, die Chaos-Theorie schon. Das mechanistische und nichtlinear-dynamische Weltbild unterscheiden sich auch dadurch, dass im mechanistischen Weltbild das System in sich stabil ist und Änderungen am System durch äußere Einwirkungen herbeigeführt werden müssen; chaotische Systeme dagegen verändern sich schon allein aufgrund interner Dynamiken. Politische Schlussfolgerung: Sie müssen außenpolitisch nicht aufwendig von außen auf einen Staat einwirken. Es kann viel einfacher sein, von innen heraus die passenden Kettenreaktionen in Gang zu setzen.

Wie lenkt man Chaos? In Wirklichkeit ist das Chaos nicht chaotisch, sondern streng geordnet, aber es wirken so viele Gesetzmäßigkeiten gleichzeitig und ihre Wechselwirkungen haben so weitreichende Folgen, dass wir nichtlineare Dynamik als chaotisch erleben. Wir können nicht vorhersagen, wie es weiter geht.

Besser gesagt, wir konnten es früher nicht vorhersagen. Als Mann 1992 seinen Aufsatz publizierte, hatte die Wissenschaft von der nichtlinearen Dynamik sich schon so weit entwickelt, dass man die Ordnung im Chaos zu erkennen begann. Man war (und ist immer noch) weit entfernt davon, es voll zu verstehen, aber es war genug, um bereits erste Schritte zur Lenkung nichtlinearer Systeme zu unternehmen.

Kennzeichnend für das Paradigma der Chaos-Theorie ist, dass es keine Homöostase gibt (den einen Gleichgewichtszustand), sondern lediglich temporär stabile Zustände, zwischen denen das System wechselt. Der Wechsel zwischen zwei stabilen Zuständen ist besonders chaotisch. In gesellschaftlichen Systemen erleben wir solche Zustandswechsel als Krisen: Kriege, Revolutionen, Verlust der alten Ordnung, Orientierungslosigkeit. Da in nichtlinearen Systemen schon kleine Änderungen große Wirkungen haben können, kann man Zustandswechsel mit relativ geringem Aufwand bewirken. Ein wenig Verständnis des Systems vorausgesetzt.

Das erste Ziel sei es daher, die nichtlinearen Dynamiken menschlicher Gesellschaften zu verstehen. Darauf aufbauend folgt das nächste Ziel, nämlich die gezielte Beeinflussung dieser Dynamiken. Im Sinne der US-Interessen.

Mann geht in seiner Arbeit noch nicht in große Details, benennt aber doch schon ein paar mögliche Faktoren, von denen ich nur einen erwähnen möchte: Konfliktpotential der Akteure. Je mehr Konfliktpotential vorhanden ist, desto schneller und leichter kann man ein System (also eine Gesellschaft) in einen Zustandswechsel überführen. Oder aus der Perspektive eines in dieser Gesellschaft lebenden Bürgers: die Gesellschafts ins Chaos stürzen.

Gelenktes Chaos bedeutet also nichts anderes, als dass die USA komplexe gesellschaftliche Dynamiken gezielt steuern sollen, um Gesellschaften in chaotische Phasen reinzutreiben. In diesen chaotischen Phasen ist eine Gesellschaft formbar. Selbstverständlich zum Vorteil der USA.

Bezüglich des Konfliktpotentials dürfen Sie gerne an die US-NGOs denken, die sich überall in der Welt für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte einsetzen und dabei das Konfliktpotential der Bevölkerung erhöhen. Sie dürfen an die Unterstützung von Oppositionellen überall in der Welt denken. Sie dürfen an die Unterstützung gemäßigter Rebellen denken. Sie dürfen auch an den aktuellen Flüchtlingsstrom nach Deutschland denken, der das Konfliktpotential im Land unübersehbar erhöht.

Das Konfliktpotential und das damit verbundene Potential, eine Gesellschaft ins Chaos zu stürzen, soll von den USA gezielt genutzt werden, schreibt Mann offen. Mal soll das Potential unterdrückt und gesenkt werden, mal soll es verstärkt werden. Je nachdem, was den US-Interessen am besten dient.

Gegen Ende des Artikels wird Mann besonders offenherzig. Hier die schönsten Zitate:

Conflict energy reflects the goals, perceptions, and values of the individual actor – in sum, the ideological software with which each of us is programmed. To change the conflict energy of peoples – to lessen it or direct it in ways favourable to our national security goals – we need to change the software. As hackers have shown, the most aggressive way to alter software is with a „virus,“ and what is ideology but another name for a human software virus?

Konfliktenergie reflektiert also unsere ideologische Software. Um die Konfliktenergie im Sinne der US-Interessen zu manipulieren, müsse man folglich die ideologische Software verändern. Und das tue man – Hacker haben es vorgemacht – am besten mit einem Virus. Ideologie sei nichts anderes als ein Virus der menschlichen Software.

Man kann leicht freundliche Metaphern für Ideologie finden. Ideologie als Weltanschauung, als Orientierung, als verbindendes Element der Gesellschaft. Für Mann, den Strategen, ist Idelogie aber eine hinterhältige Waffe.

With this ideological virus as our weapon, the United States should move to the ultimate biological warfare and decide, as its basic national security strategy, to infect target populations with the ideologies of democratic pluralism and respect for individual human rights. With a strong American commitment, enhanced by advances in communications and increasing ease of global travel, the virus will be self-replicating and will spread in nicely chaotic ways. Our national security, therefore, will be best assured if we devote our efforts to winning the minds of countries and cultures that are at variance with ours. This is the sole way to build a world order that is of long duration (though, as we have seen, it can never achieve absolute permanence) and globally beneficial. If we do not achieve this ideological change throughout the world, we will be left with only sporadic periods of calm between catastrophic reorderings.

Die Ideologie sei eine Waffe, mit der die USA in den ultimativen biologischen Krieg ziehen sollen. Zielpopulationen sollen angesteckt werden, insbesondere Länder und Kulturen, die nicht auf einer Linie mit den USA sind.

Haben Sie noch die NGOs im Kopf? Deren Vertreter sind auch infiziert. Sie sind Überzeugungstäter, sie glauben, sie tun Gutes, indem sie anderen Kulturen ihre Werte aufdrängen. Sie müssen sich überhaupt nicht bewusst sein, dass ihre Überzeugung von elitären Kreisen ausgenutzt wird. Nicht per Befehl. Sondern viel subtiler, unter Anwendung systemischer Vorgehensweise. Das ist nichtlineare Dynamik: Sie können aus echter moralischer Überzeugung Gutes tun und dabei gar nicht merken, dass Sie gezielt als Virus eingesetzt werden und in Wirklichkeit überhaupt nichts Gutes bewirken.

A tangible implication of this analysis is a sharp increase in support for the United States Information Agency, the National Endowment for Democracy, and the numerous private-sector exchange and educational programs. This programs lie at heart of an aggressive national security strategy.

Das Herzstück einer aggressiven nationalen Sicherheitsstrategie seien Organisationen wie USIA, NED und private Austausch- und Bildungsprogramme.

USIA ist eine PR-Behörde. NED ist eine CIA-Ausgründung, um schmutzige CIA-Operationen der Kontrolle des Kongresses zu entziehen. Eine Reaktion auf ungemütliche Aufdeckungen von CIA-Machenschaften in den 70ern Jahren durch den Kongress. Die NED und einige weitere große Organisationen (darunter die USAID) stehen koordinierend an der Spitze eines inzwischen gigantisches Netzwerkes von staatlichen, pseudo-staatlichen und privaten Organisationen, die überall in der Welt Freiheit, Demokratie und Menschenrechte verbreiten. So glauben sie es jedenfalls selbst und so mag es aus ihrer persönlichen Perspektive auch aussehen. Dabei hängen sie an den Fäden mächtiger Puppenspieler.

We can learn to see chaos and reordering as opportunities, and not push for stability as an illusory end in itself.

Man solle gar nicht versuchen, nach Stabilität zu streben. Man solle das Chaos als Gelegenheit begreifen, um die Welt zu formen.

Sie fragen sich vielleicht, wer dieser Steven R. Mann ist wie viel Einfluss man seinen Ideen beimessen kann und wie systematisch dieser Einfluss stattgefunden hat.

Steven R. Mann ist nicht irgendwer. Er ist seit 1976 im US-Auslandsdienst aktiv, spezialisiert auf die Sowjetunion und Süd-Asien. Er hat US-Botschaften in Mongolien und Armenien eröffnet. Er war Botschafter in Turkmenistan. Er war Vermittler im Karabach-Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan. Er war US-Beauftragter für Energiefragen rund um das Kaspische Meer. Er war 2003 im Irak im Einsatz.

In January 2008, he was named coordinator for Eurasian energy diplomacy, managing all U.S. Government diplomatic efforts on Eurasian oil and gas issues. Prior to that, he served as principal deputy assistant secretary for South and Central Asian affairs where he oversaw the full range of foreign policy matters in the region, including management of U.S. ties with India.

Koordinator für eurasische Energie-Diplomatie, verantwortlich für alle US-Belange hinsichtlich Öl und Gas in dieser Schlüsselregion. Vorher verantwortlich für die US-Außenpolitik in der gesamten süd- und zentralasiatischen Region, Indien eingeschlossen.

Mann ist ein Diplomat höchsten Ranges. Seine wichtigsten, verantwortungsvollsten und zeitlich überdauernden Einsatzgebiete liegen genau im Rimland, der aus US-Sicht strategisch wichtigsten Region der Welt.

Noch ein wichtiges Detail:

He is a 1991 distinguished graduate of the National War College.

Mann ist ein ausgezeichneter Absolvent des National War College. Das National War College ist so elitär, dass Eliteunis dagegen verblassen. Sie kennen vielleicht die United States Military Academy (USMA) in West Point, eine Elite-Militärschule. Nun, wenn Sie die USMA erfolgreich abgeschlossen haben und sich anschließend im Kriegseinsatz bewährt haben und Ihre Vorgesetzten der Meinung sind, dass Sie für Höheres berufen sind… dann dürfen Sie auf das National War College. Zwischen 60 und 75% der Studenten sind aus dem Militär. Etwa 25% sind Staatsbedienstete (Geheimdienstler eingeschlossen), so wie Mann. Für alle Studenten gilt, dass man sie für die wichtigsten strategischen Aufgaben der USA einplant und für die meisten Studenten gilt, dass sie ihre Tauglichkeit im Dienst für die USA schon bewiesen haben müssen.

Das National War College befasst sich ausdrücklich mit Strategie:

The College is concerned with grand strategy and the utilization of the national resources necessary to implement that strategy… Its graduates will exercise a great influence on the formulation of national and foreign policy in both peace and war….

Und noch mal direkt von der Startseite:

A senior-level course in national security strategy to prepare future military and civilian leaders for high-level policy, command, and staff responsibilities.

Mit Strategie befassen sich die Eliten der Eliten. Die Strategen geben allen anderen die Richtung vor.

Steven R. Mann hat also 1991 die Elite-Schmiede für Strategen mit Auszeichnung abgeschlossen. Und 1992 kommt sein Artikel raus. Mit größter Wahrscheinlichkeit ist der Artikel eine Zusammenfassung seiner Abschlussarbeit. Die Strategie des gelenkten Chaos, für gut befunden und ausgezeichnet von US-Strategen auf höchster Ebene. Zwei Jahrzehnte hat es gedauert, um diese Strategie auf praktischer und taktischer Ebene zur vollendeten Reife zu führen. Die Anwendung können Sie live bewundern. Die letzten vier Jahre waren eine absolute Hochphase in der Praktizierung von gelenktem Chaos seitens der USA.

PS: Mann hat völlig Recht damit, dass nichtlineare Dynamik viel besser als alte mechanistische Modelle geeignet ist, um komplexe Systeme zu beschreiben. Unsere Gesellschaft beeilt sich leider nicht damit, diesen Fortschritt in das allgemeine Bildungssystem reinzutragen. Die Eliten setzen aber schon längst auf die Erklärungspower der nichtlinearen Dynamik, übrigens nicht nur in den USA. Ich empfehle Ihnen wärmstens, sich in diesen Stoff einzulesen.

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5 Kommentare zu “Strategie des gelenkten Chaos
  1. Thomas Roth sagt:

    Hochgeschätzter, Sie wagen sich ja an Themen. Ich habe schon vor Jahren bei der Spieletheorie aufgegeben. Ich hoffe aber zuversichtlich, dass Putin und seine Leute auch auf dieser Strecke besser sind. Schließlich steht es wie… 4:0? Danke Ihnen….

  2. saki sagt:

    Vielen Dank für die klare und eingängige Sprache. Es ist eine Freude Ihre Beiträge zu lesen, die ganz ohne Eitelkeiten auskommen.

    Zum Beitrag:
    Was mich immer wieder erstaunt, ist die Offenheit im Umgang mit solchen Gedankenspielen, bzw. der Entwicklung ideologischer Theorien. Zumindest das Öffentlichkeitsprinzip scheint in den Vereinigten Staaten einigermaßen zu funktionieren. Gefühlt, sind da 98% der Informationen frei verfügbar, wenn es denn jemand wissen will. Das ist ein gewaltiger Vorteil gegenüber jeder anderen Gesellschaft.

    • Analitik sagt:

      Das hat ökonomische Gründe. Die Elite muss sich untereinander austauschen. Das kann man natürlich auf privaten Kanälen tun. Aber die Elite umfasst tausende von Menschen und eine Diskussion unter ihnen auf rein privaten Kanälen ist einfach ein Mordsaufwand. Ein Aufwand, den man gar nicht betreiben muss. Die Elite kommuniziert einfach im öffentlichen Raum, aber auf speziellen Plattformen, z.B. verschiedenen Fachmagazinen. Prinzipiell kann das jeder andere auch lesen, in der Praxis aber wissen die wenigsten Menschen auch nur davon, dass es solche Plattformen gibt, auf denen man den Eliten zuhören kann. Wer soll es den Menschen sagen? Es braucht mächtige Multiplikatoren – die Massenmedien. Die aber gehören den Eliten.

      In der Virologie kann man ziemlich präzise voraussagen, wie viele Menschen (prozentual von der Gesamtheit) sich mit einem Virus anstecken müssen, damit eine Epidemie ausbricht. Man kann auch präzise voraussagen, wie viel Prozent der Menschen geimpft sein müssen, damit eine Epidemie nicht ausbrechen kann. Mit Informationen verhält es sich genauso. Damit sich eine Information in der Bevölkerung ausbreitet und eine Wirkung nicht nur auf einzelne, sondern auf die Bevölkerung als Ganzes entfaltet, muss eine kritische Masse von Menschen diese Information erhalten. Das müssen die Eliten nicht befürchten. Nicht im Westen. Zum einen werden die relevanten Informationen nicht verbreitet. Zum anderen sind die Zombies gut geimpft. (Mit den Abwehrkräften „Verschwörungstheorie“ und „Putin-Propaganda“ kann der Tagesschaukonsument 99% von sinnvollen Gedanken zerstören.) Das mit dem Impfen ist kein Witz. Lesen Sie noch heute ein beliebiges deutsches Massenblatt und Sie werden keine Probleme haben, die tägliche Impfdosis zu finden.

      Es gibt aber aktuelle Beispiele, wie in den USA „NGOs“ (NED, USAID & Co) ehemals öffentlich gemachte Berichte entweder aus dem Netz nehmen oder zumindest in Zukunft die Berichte nicht mehr veröffentlichen. Warum? Weil jenseits der Propagandakuppel, die den Westen fest umhüllt, große Medien, etwa in Russland, diese öffentlichen Informationen verbreiten und damit zweifelsfrei belegen, dass angeblich freie Medien in Wirklichkeit US-finanziert und damit US-kontrolliert sind. Beispiele:
      http://analitik.de/2015/08/06/us-auslandspropaganda-usa-berichtet-20695291/
      http://analitik.de/2015/08/12/mehr-bbg-leckerlis-20701630/
      http://analitik.de/2015/09/04/novaya-gazeta-niederlanden-finanziert-20724711/

      Und siehe da, wo die öffentlich zugänglichen brisanten Informationen ein breites Publikum erreichen, werden die Informationen aus der Öffentlichkeit rausgenommen.

      Die von Ihnen angesprochene Offenheit ist also (und leider) nicht der Demokratie geschuldet. Wo diese Offenheit schadet, wird sie zügig rückgängig gemacht. Wo sie nicht schadet, weil die Zombies ohnehin keinen Gebrauch davon machen, nutzt man die Offenheit, um eine sehr effiziente und dabei sehr günstige Kommunikation der Eliten untereinander zu ermöglichen.

  3. Flash sagt:

    Hallo Leute,
    „die Elite“ gibt es gar nicht und existiert nur in Eueren Phantasien.
    Vielmehr leben wir heutzutage in einer Welt, in der sich konkurrierende Kapitalinteressen wechselseitig in die Quere kommen und Wirkungen entstehen, die auch für die Mächtigen nicht durchschaubar sind.

    Ein Beispiel ist die derzeitige Weltwirtschaftskrise, die bekanntlich mit der sog. Finanzkrise 2008/9 ihren Anfang nahm und zigMilliarden Vermögen (vor allem der Reichen) vernichtet hat.
    (Was übrigens auch einige Selbstmorde unter den Besitzenden bzw. Reichen und Vermögenden zur Folge hatte.)
    Und ohne staatliche Rettung (vor allem der Banken, aber auch etlicher Konzerne) wäre es bereits damals aus gewesen.

    Jedenfalls wäre das eine ziemliche blöde (und vor allem äußerst kostspielige) Strategie (bekanntlich sind die meisten Nationalstaaten bereits heute weitgehend überschuldet und etliche vom Staatsbankrott bedroht), erst absichtlich die Welt ins Chaos zu stürzen, um diese anschließend neu zu ordnen.

    Auf solche Ideen kommen nur Leute, die von der wirklichen (kapitalistischen) Welt kaum etwas verstanden bzw. begriffen haben und sich deshalb die absurdesten „Verschwörungen“ vorstellen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Flash

  4. Flash sagt:

    Noch eine Gegenprobe:
    Wenn es eine derart mächtige Elite (die im Hintergrund die „Fäden zieht, an denen die Welt hängt“) tatsächliche gäbe.
    Warum macht diese den äußerst risokoreichen und mühsamen Umweg über eine weitgehend chaoistierten Welt?
    Und benutzt nicht gleich ihre Macht, um der Welt ihre wirtschaftlichen und politischen Interessen aufzuzwingen?
    Das wäre doch viel einfacher.

    Mit freundlichen Grüßen
    Flash