Der kleine Junge mit dem Schild

Erinnern Sie sich an den kleinen ertrunkenen Jungen, der am Strand extra für ein Foto zurechtgelegt wurde? Das Foto machte im September 2015 die große Runde und diente dazu, Europäern den über sie einbrechenden Flüchtlingsstrom schmackhaft zu machen.

„Heiliges Opfer“ nennt sich das. Ein Tod wird stilisiert, emotional aufgeladen und – ganz wichtig – als Begründung für ein bestimmtes Vorgehen verwendet. Nach dem Motto „da musste jemand sterben – was braucht ihr denn noch mehr zur Begründung des Vorgehens?!“

Der ertrunkene Junge wurde stilisiert (gestelltes, dramatisches Foto), sein Tod maximal emotional aufgeladen, und sein Tod diente als Begründung der „Refugees Welcome“ Kultur, die in der zweiten Hälfte des Jahres 2015 entfacht wurde, um den völlig unkontrollierten Zustrom von mehreren Millionen Flüchtlingen und Migranten zu legitimieren. Das Heilige Opfer dient nicht zuletzt dazu, sachliche Kritik am Vorgehen abzuschmettern. „Da sterben Kinder, Karl! Verstehst du das?! Da sterben Kinder! Sieht dir diesen armen, unschuldigen, toten Jungen nur an!“

Täglich sterben zehntausende Kinder. Jedes tote Kind hat seine eigene tragische Geschichte und allzu viele dieser tragischen Geschichten lassen sich zurück verfolgen zum unverantwortlichen Handeln unserer Politiker und unserer Gesellschaft. Niemanden juckt es. Es juckt nur, wenn eine Medienkampagne einen Einzelfall an die Oberfläche zerrt. Ein Einzelfall berührt, tausende Fälle sind nur Statistik, die uns emotional kalt lässt. So ist unsere Psyche gestrickt. Die Herrschenden nutzen das gnadenlos aus. Und wir… lassen uns dirigieren. Weil unsere Psyche nun mal so funktioniert. Ja, man kann sich dagegen abhärten durch Meditation und Selbstreflexion, aber das ist mühsam, anstrengend, mitunter sehr schmerzhaft. Kurzum, zu wenige machen das.

Spiegel Online, die CIA-Pressestelle, präsentiert uns ein aktuelles Heiliges Opfer. Der „kleine Junge mit dem Schild„. Er ist „zum Symbol der Krise geworden“. Ja ja, alles nach dem Methodenbuch des hybriden Krieges, selbst die Slogans wiederholen sich wörtlich. Ein totes Kind, ein gestelltes, dramatisches Foto, emotionale Aufladung bis zum Anschlag (die Welle schwappt von Südamerika bis nach Deutschland rüber). Und – ganz wichtig – die Richtung, in die all die Emotion kanalisiert werden sollen. „Symbol der Krise“. Genau darum geht es. Der Krise ein Symbol zu verleihen, das emotional schmerzt, um die Massen gegen die vermeintlichen Ursachen der Krise aufzubringen. Venezuela ist ein Dorn im Vorhof der USA und nach dem Tod von Chavez ist der Dorn reif, um gezogen zu werden. In Venezuela wird derzeit eine farbige Revolution durchgeführt. Maduro soll weg.

Das gleiche Spiel gab es in der Ukraine. Auch dort gab es Heilige Opfer. Erst die „Das-sind-doch-Kinder!“, die keine Kinder waren und nur verprügelt wurden. Als das nicht reichte, drehte man eine Stufe höher und es gab die „Himmlische Hundertschaft“ – mit echten Toten. Diese medial stilisierten Toten haben die Endphase des Putsches legitimiert. Dank ihnen erzeugte man eine Stimmungslage, in der die Ermordung von Janukowitsch völlig legitim erschien, was ihn zur Flucht veranlasste. Die Stilisierung („Himmlische Hundertschaft“), die Emotionalisierung, die festgelegte Stoßrichtung für die durch Emotionen freigesetzte Energien. Auch hier alles nach dem Methodenbuch.

Das gleiche Spiel finden Sie bei vielen anderen Ereignissen. Wenn Sie wissen, wonach Sie schauen müssen, springt es so auffällig ins Auge, dass es weh tut. Es tut weh zu sehen, wie sehr wir eine Schafherde sind. Und mit welch einfachen Mitteln und Methoden wir teilweise gelenkt werden.

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21 Kommentare zu “Der kleine Junge mit dem Schild
  1. Henry Blues sagt:

    Sie sollten nicht so schreiben wie :“ So ist unsere Psyche gestrickt. Und wir… lassen uns dirigieren. Es tut weh zu sehen, wie sehr wir eine Schafherde sind. Und mit welch einfachen Mitteln und Methoden wir teilweise gelenkt werden.“
    Ich lese hier schon seit einiger Zeit und Sie sind doch nun wahrlich ein Beispiel dafür, dass nicht alles so funktioniert, also warum das „Wir“ ?
    Und Meditation ist nicht zum „Abhärten“, sondern eher das Gegenteil, flexibel und gelassen (nicht zu verwechseln mit gleichgültig !) zu werden auch bei all den Lügen, bei all dem Verat, bei all dem Widerwärtigen was geschieht.
    Ich weiss es schon seit langem, dass uns Schreckliches noch bevor steht, innere Klarheit des Geistes und das Anerkennen, dass es so ist, (wieder nicht zu verwechseln mit fatalistischem Hinnehmen oder gar Zustimmen).
    Das erfordert natürlich innere Arbeit, die aber über rein interlektuelle „Selbsreflexion“ weit hinaus geht, es ist ja nicht der Interllekt, der und wütend macht, sondern das Herz. Das muss nicht „mühsam, anstrengend“ sein, sondern braucht nur die Bereitschaft, sich voll nach innen zu richten und den unverwundbaren Kern zu entdecken, nicht Mühe und Anstrengung sind der Schlüssel, sondern die Bereitschaft ALLE Konditionierungen und erlernte und selbstgebastelte Konzepte loszulassen, also im Grunde das Gegenteil von Mühe und Anstrengung, schmerzhaft und unbequem, wird wohl kaum jemand drumherum kommen, wer diesen Weg geht…………darum gehen ihn so wenige.
    Advaita Vedanta.

    • Analitik sagt:

      „also warum das „Wir“ ?“

      Ich solidarisiere mich mit den Menschen, die der Gehirnwäsche unterworfen sind. Wir sitzen im gleichen Boot und leiden gemeinsam darunter. Ob ich das Schlachthaus früher als andere erkenne oder nicht – ich gehöre zur Schafherde dazu. Wir kommen auch nie aus der Situation raus, wenn wir uns _voneinander_ abgrenzen. Entweder lassen wir uns weiter teilen und beherrschen und ins Schlachthaus treiben oder wir verbitten uns das. Das können wir aber nur gemeinsam, denn einzeln hat niemand von uns die Ressourcen, um etwas zur Rettung der Herde beizutragen. Einzeln kann nur jeder versuchen, sich davon zu stehlen und sich dem Hirten als Hirtenschaf anzudienen. Wenn das eine Option für mich wäre, gäbe es diesen Blog nicht. Deswegen „wir“. Mein Platz ist in der Herde. Bei diesen Menschen:
      http://analitik.de/2015/09/26/neue-lieblingskarikatur/
      Ich will nicht von ihnen abhauen. Ich will ihnen die Kloschüsseln von den Köpfen reissen.

      • Henry Blues sagt:

        Von „Abgrenzen“ war nicht die Rede, vielmehr von der Erkenntniss, dass es ein Bluff ist mit dem Schaf sein. Was ist, wenn Sie nur vergessen haben, dass Sie ein Löwe sind, weil man Ihnen zu oft gesagt hat, Sie mögen lieber ein Schafsdasein führen, dass sei bequemer und dieses Konzept auch bei all den anderen der Herde so funktioniert, da ist es doch naheliegend, die Einbildung ein Schaf zu sein aufzugeben und zu sehen : „Ich bin ein Löwe……brrrrrrrrrrrrrrrrrr !!!
        Und da die Anderen auch nur in der Einbildung leben Schafe zu sein, ist es doch dann eher das Gegenteil von „Abgrenzung“, sondern Hinwendung zu dem was die in wirklichkeit sind. Und wenn einige, nicht unbedingt gleich alle, erkennen, sieh mal, der ist ja Löwe und Sie ihnen laut brüllend sagen, ja ihr seid auch Löwen, schaut nur einmal richtig in den „inneren“ Spiegel. Vielleicht klappt das am Ende besser, als zu meinen man könnte Jemanden gewaltsam etwas vonm Kopf reissen, zumal wenn man selber noch in der Schüssel steckt, wenn ich Ihre Darlegung richtig verstanden habe ?
        Also die Löwengeschichte ist mir zumindest wesentlich symphatischer als die mit den Klooschüsseln…..aber jeder wie er mag.

      • fred freundlich sagt:

        Eine wahrhaft humanistische Position! Meine Hochachtung.

        ——–
        Ein offener Brief an die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel

        Als Abgeordnete der Bundestagsfraktion „DIE LINKE“ im März 2016 eine Anfrage wegen der Menschenrechtssituation in der Ukraine an ihr Kabinett richteten, konnte ich nicht einmal ahnen, wie fern Sie und Ihre Regierung von der wahren Sachlage in meinem Land sind.
        Ihre Antwort enttäuschte mich zutiefst. Wie konnten sich nur die Beamten Ihrer Menschenrechtsbehörden anmaßen, zu behaupten, dass „die Zivilgesellschaft heute deutlich freier agieren kann, als unter der Präsidentschaft von Wiktor Janukowytsch“, und dass „ein großer Teil der gravierendsten Menschenrechtsverletzungen heute nach Berichten internationaler Menschenrechtsorganisationen in Teilen der Ukraine festgestellt werden, die sich nicht unter Kontrolle der Regierung befinden (Krim, Teilgebiete des Donbass)“?
        Kann es wirklich sein, dass die Bundesregierung und Ihre Menschenrechtler nichts von den illegalen Milizen (wie zum Beispiel „Asow“ oder „Ajdar“) und den Killern aus „Tornado“ wissen, die Menschen entführt, sie in geheimen Gefängnissen gefoltert und Teilnehmer friedlicher Kundgebungen und Veranstaltungen für die Achtung der Bürgerrechte und -freiheiten grausam verprügelt haben?
        So wurden am 17. März 2016 in Kiew mehrere ältere Personen während einer friedlichen Demonstration für die Integration der slawischen Völker von radikalen Kämpfern brutal zusammengeschlagen. Die Polizei wolle sich dabei demonstrativ nicht einmischen.
        Wissen Sie, was die außer Rand und Band geratenen Schläger mit dem Verbandschef der linken Kräfte, Wassili Wolga, getan haben? Sie haben ihn brutal zusammengeschlagen und damit alle Gegner der Kiewer Macht offen gewarnt: Das wird mit jedem von euch passieren!
        Ihr Schweigen über diese und andere Fakten kann nur eines bedeuten: Sie, Frau Kanzlerin, vertuschen die abscheulichen Verbrechen der ukrainischen Führung. Wie kann man nur nach den im Internet veröffentlichten Zeugnissen solcher Gewaltexzesse, mit Verlaub, die Frechheit haben, zu behaupten, dass es unter Janukowytsch schlechter gewesen wäre?
        Odessa
        Nikolajew
        Saporoschje
        Wissen Sie tatsächlich nichts davon, dass Angehörige illegaler Strafbataillone zum Niederschlagen von Protestaktionen gegen Kommunaltariferhöhungen oder gegen Straßenblockaden eingesetzt werden?! Dabei gibt es keinen einzigen Beleg für ähnliche politische Einschüchterungsaktionen zu Janukowytschs Zeiten. Weder die „Kommunistische Partei“ noch die Symbole der „Sozialistischen Partei“ waren verboten. Warum wollen Sie und ihre Menschenrechtsbehörden von der grobsten Verletzung der elementaren Bürgerfreiheiten in der Ukraine so hartnäckig keine Notiz nehmen?!
        Sie und Ihre Beamten sehen über viele andere hässliche Erscheinungen in der heutigen Ukraine demonstrativ hinweg. Regionale Medien wimmeln von Beschwerden der Donbass-Aussiedler, die darüber klagen, als Menschen „zweiter Klasse“ behandelt zu werden: Sie bekommen weder Rente noch Sozialfürsorge. In der an die Bundestagsabgeordneten gerichteten Antwort behaupten Sie, dass „der Bundesregierung keine Hinweise zu einer regelmäßigen oder vorsätzlichen Diskriminierung von Binnenvertriebenen vorliegen“.
        Um nicht bei bloßen Worten zu bleiben, möchte ich Ihnen aus einem Bericht der UN-Kommission für Humanitäre Angelegenheiten zitieren: „Hunderttausende Staatsbürger der Ukraine müssen in der Angst leben, dass die Behörden ihnen den Status der Binnenvertriebenen aberkennen werden, der ihnen Sozialfürsorge garantiert“, steht im Dokument. Die UNO ist wegen der Entscheidung Kiews besorgt, die in den östlichen Gebieten registrierten Binnenvertriebenen zu überprüfen und ihnen für diese Frist keine Sozialhilfe zu zahlen.
        Besorgniserregend ist die Situation der Rentner in den Gebieten Donezk und Lugansk, gegen die Kiew auch Maßnahmen ergreift. Oder glauben Sie etwa, dass die Einwohner der Gebiete Lugansk und Donezk, die unter anderem in den selbstproklamierten Republiken leben, keine Staatsbürger der Ukraine mehr sind und daher keinen Anspruch auf Subventionen und Renten mehr haben?
        Ich zitiere weiter aus dem UN-Bericht: „Nach Angaben der humanitären Partner-Organisationen haben die Pensionsfonds von Donezk und Lugansk Rentenzahlungen an jeweils 285.000 und 87.000 Menschen eingestellt. Die humanitäre Gemeinschaft appelliert an die Landesregierung, die Sozialzuschüsse für die Binnenvertriebenen nicht an die Rentenansprüche zu koppeln, die ein unentbehrliches Recht aller Staatsbürger sind, die allen Forderungen entsprechen.“
        Die UNO stellt fest, dass bereits ungefähr 1,5 Millionen Menschen im Donbass vom Hunger bedroht sind. Ungefähr 300.000 von ihnen benötigen dringliche Nahrungsmittelhilfe. Die Einstellung der Geldzahlungen trifft Binnenvertriebene hart, die durchschnittlich 147 Dollar Monatsgehalt erhalten, verlautet aus dem UN-Bericht. Die Sozialhilfe macht einen wesentlichen Teil ihres Einkommens aus. Darüber hinaus werden die Binnenvertriebenen mit der schwerfälligen ukrainischen Bürokratie konfrontiert, indem sie tagelang Schlange stehen müssen, um erst einmal ihren Anspruch auf eine solche Hilfe vom Staat nachzuweisen.
        Warum wollen Sie, Frau Bundeskanzlerin, so hartnäckig von diesen Fakten keine Notiz nehmen? Während ihre Beamten und Sie an der Antwort auf die Anfrage der Bundestagsabgeordneten arbeiteten, wo sie allen Ernstes behaupten, von keinen Beweisen für die Schandtaten zu wissen, blieb das ukrainische Ministerium für Sozialpolitik nicht untätig: Im Januar 2016 schickte er an seine regionalen Abteilungen einen Rundbrief mit der Forderung, das Gesetz „Über die Einbringung von Abänderungen in einigen Gesetzen bezüglich der Verstärkung von Garantien für die Achtung der Rechte und Freiheiten der Binnenvertriebenen“ zu ignorieren und von den Betroffenen eine Bescheinigung des Migrationsdienstes zu fordern. Auf diese Weise wurden zum 16. Februar 150.000 Binnenvertriebene um ihr Geld gebracht. Dabei wurden nicht nur Sonderleistungen gestrichen, sondern auch die Rentenauszahlungen eingestellt, was eine Missachtung der Grundnormen der ukrainischen Verfassung ist.

        Ich werde den Eindruck nicht los, dass Sie und Ihre Mitarbeiter schon längst auf einer Wolke leben und nicht einmal wahrnehmen, wie Hunderttausende Bürger der Ukraine unter den Folgen des Bürgerkrieges im Donbass leiden, über den Sie übrigens auch hinwegschauen.
        Ihre Antwort auf die Frage, ob Sie über die Existenz von politischen Gefangenen in der Ukraine wissen, liegt überhaupt jenseits von Anstand und Menschlichkeit. Ich weiß nicht, ob ich über ihren Kommentar lachen oder weinen soll, dass es aufgrund der bislang bekannten Fakten „nicht zu schließen [ist], dass es in der Ukraine gemäß den Kriterien der Parlamentarischen Versammlung des Europarats (Definition eines politischen Gefangenen (s. Resolution 1900 (2012)) politische Gefangene gibt“.
        Lassen Sie uns diese Resolution jetzt zusammen lesen! Laut PACE-Kriterien wird eine Person als politischer Gefangener definiert, die unter Verletzung der Europäischen Menschenrechtskonvention und deren Protokolle inhaftiert ist. Das bedeutet, dass als politische Gefangene diejenigen gelten, die unter Verletzung solcher Grundrechte, wie zum Beispiel die Gewissens-, Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit, festgenommen worden sind. In die Kategorie „politische Gefangene“ fallen folglich die Staatsbürger, die ausschließlich aus politischen Gründen eingesperrt, oder die unverhältnismäßig hart bestraft sind. Mit einfachen Worten bedeutet das, dass jene Menschen, die sich in sozialen Netzwerken oder bei Manifestationen für eine Föderalisierung der Ukraine oder für die Donbass-Bevölkerung geäußert haben und nun dafür verfolgt werden, politische Gefangene sind.
        Wenn Sie solche Fakten verkennen, können Sie und Ihre Behörden uns oder die Anwälte der politischen Gefangenen in der Ukraine kontaktieren. Dann würden Sie von dem Schicksal der Journalistin Jelena Glischtschinskaja erfahren, die im Gefängnis ein Kind zur Welt gebracht hat. Sie sind doch eine Frau: Wie kann man nur eine schwangere Frau ohne medizinische Versorgung im Knast entbinden lassen?! Solche Schandtaten gehören bestimmt ins Mittelalter. Und Ihre Kanzlei schweigt sich darüber aus. Jelena Glischtschinskaja, Journalistin von Beruf, saß hinter Gittern, weil sie eine Versammlung der Nichtregierungsorganisation „Narodnaja Rada Bessarabiji“ („Volksrada Bessarabiens“) organisiert hatte.
        Wenn Sie etwas neugieriger wären, dann würde man Ihnen einem Bericht zum Fall von Stanislaw Sedun, Konstantin Stadnitschuk und Sergej Wigornizki auf den Tisch legen, die seit gut einem halben Jahr wegen einer gemalten Flagge Neurusslands einsitzen. Eine andere Gruppe aus Kriwoj Rog, unter ihnen Gapko und Gorbenko, wurde für die Verbreitung der Zeitung „Noworossija“ zu jeweils bis zu 5 Jahren Haft verurteilt. Oder ist es bei Ihnen in Deutschland gang und gäbe, Menschen für die Verbreitung linker oder oppositioneller Zeitungen hinter Gitter zu stecken? Vielleicht ist Deutschland anders geworden? Vielleicht werden in Ihrem Land Menschen eingesperrt, weil sie entgegen dem sakrosankten Toleranzprinzip sich daneben benehmende Flüchtlinge aus dem Nahen Osten zurückweisen?
        Noch ein Fakt: Journalist und Abgeordneter des Gebietsrates von Nikolajew, Nikolaj Maschkin, verbrachte ungefähr ein Jahr im Gefängnis wegen eines Interviews gegenüber einem russischen Internetportal, wo er den zunehmenden Nationalismus in der Ukraine verurteilt hatte. Im Gebiet Kirowograd wurde die Russischlehrerin Natalja Artjem wegen „Äußerung separatistischer Ansichten“ auf ihrem persönlichen Konto in sozialen Netzwerken verurteilt. Ein Blogger aus Sumy wurde für die Verbreitung von Informationen in sozialen Netzwerken mit vier Jahren Gefängnis bestraft.
        Die Zahl solcher Fälle bewegt sich in Hunderten, und Ihre Behörden müssen darüber Kenntnis haben. Oder haben sie den Befehl, diese Fälle zu ignorieren? Auf die groß angelegte Verfolgungskampagne gegen politische Gegner, außergerichtliche Repressalien gegen Andersdenkende und auf Festnahmen und illegale langjährige Inhaftierung unschuldiger Menschen in den Folterkammern des ukrainischen Geheimdienstes SBU nicht zu reagieren? Die Verwendung des Artikels 110 des ukrainischen Strafgesetzbuches „Versuchte Verletzung der territorialen Integrität der Ukraine“ gegen die Leute, die für eine Föderalisierung und eine Dezentralisierung der Ukraine plädieren, ist schon an sich ausschließlich politisch, und die Personen, die gemäß dieses Artikels hinter Gittern sitzen, sind politische Gefangene.
        Ihres Erachtens dürfte auch der minderjährige Maxim Nizenko kein politischer Gefangener sein. Ein Agent Provocateur schlug dem 16-Jährigen in einem sozialen Netzwerk vor, Neurussland mit einer tatkräftigen Aktion zu unterstützen. Beim Treffen platzierte der verdeckte SBU-Mitarbeiter eine Sprengsatzattrappe an der Straße, und der junge Mann wurde an der Stelle von einer in Stellung gebrachten SBU-Einsatztruppe geschnappt. Maxim sitzt seit gut einem Jahr ein. Das Verfahren gegen ihn zerbröckelt: Der Zeuge alias Agent Provocateur verwickelt sich immer mehr in Widersprüche. Der Teenager wird in Haft verprügelt.
        Dabei ignoriert das Bundeskanzleramt, ein Hort der Rechtstaatlichkeit, all diese krassen Fälle und andere Schandtaten des Poroschenko-Regimes. Wollen wir nun ehrlich sein: Diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit und die Menschenrechte werden unter anderem durch Nachsicht und Weigerung, Unterstützung eines menschenfeindlichen und verbrecherischen Regimes einzugestehen, ermöglicht. Dem haben wir auch die wohl schändlichste Erscheinung in der Ukraine zu verdanken. Und zwar: die Entstehung von Geheimgefängnissen. Sie stellen trocken fest, dass „aus den Berichten von Menschenrechtsorganisationen teils auch Hinweise auf die Existenz von ʻinoffiziellen Inhaftierungsortenʼ des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes (SBU) hervorgehen“. Ihre Regierung will aber von keinen „weiterführenden Informationen“ wissen.
        Sie könnten aber in diesem Fall Augenzeugen nach Deutschland einladen, die in solchen „Inhaftierungsorten“ gehalten wurden. Wie wäre es mit Anhörungen im Bundestag? Ich erinnere mich daran, wie viel Aufheben Sie vom kranken Rücken der „sterbenden“ Julia Timoschenko gemacht haben! In Ihrem Auftrag wurden die besten Ärzte der Staatsklinik Charité an das Sterbebett der Simulantin gerufen. Sie forderten von dem „verbrecherischen“ Janukowitsch-Regime, Timoschenko sofort auf freien Fuß zu setzen und sie umgehend zu einer ärztlichen Behandlung nach Deutschland zu schicken. Sie riefen sogar auf, die Fußball-EM zu boykottieren. Heute ist es Ihnen peinlich, sich daran zu erinnern, denn die ganze Story über den „kranken Rücken“ und die „sterbende“ Timoschenko war erdacht. Das war bloß eine bezahlte, schmutzige PR-Kampagne, wo sie nach Timoschenkos Pfeife tanzten. „Der Spiegel“ hat übrigens diesen vom amtierenden Innenminister der Ukraine Awakow bezahlten medialen Hype enthüllt.
        Wir kennen Leute, die die Existenz von Geheimgefängnissen bezeugen können. Wir haben Augenzeugen. Unter ihnen sind Professor Samojlow, der Journalist Maschkin und der Funktionär Nikonow, die mehrmals davon gesprochen haben, dass im spezialisierten SBU-Gefängnis in Charkow seit zwei Jahren Dutzende Menschen einsitzen, zu denen weder Verwandte noch Anwälte zugelassen werden. Die Häftlinge bekommen keine Rechtshilfe und werden misshandelt.
        Diese Informationen wurden zwar von der Rotkreuz-Vertretung in der Ukraine bestätigt. Leider wurde aber keine internationale Menschenrechtsorganisation in solche Gefängnisse zugelassen.
        Wir schlagen Ihnen vor, eine Konferenz einzuberufen und sich die Zeugnisse der ehemaligen Häftlinge solcher illegalen Anstalten anzuhören. Ich zweifle aber sehr, dass mein Vorschlag Sie interessieren wird. Sie brauchen ja keine Wahrheit. Sie interessieren sich nicht für das Schicksal von Tausenden politischen Gefangenen. Sie interessieren sich nicht dafür, dass sie in den SBU-Kellern im „Herzen“ des zivilisierten Europa brutal gefoltert werden. Denn der Rücken von Timoschenko scheint Ihnen viel wichtiger zu sein, als die menschlichen Tragödien, als die politischen Gefangenen und Tausende Binnenvertriebene, die in der Ukraine ohne Sozialfürsorge und Renten geblieben sind. Das alles passt nicht in das von Ihnen gemalte Bild der „florierenden und von Janukowitschs Tyrannei befreiten“ Ukraine. Das einzige Problem ist, dass Ihre „Wahrheit“ mit der Realität, dem verbrecherischen Krieg, den das Poroschenko-Regime seinem Volk erklärt hat, nichts gemein hat.
        Im Krieg, den Sie ignorieren, gibt es nicht nur Geheimgefängnisse des SBU: Der ukrainische Militärstaatsanwalt Matros hat Folter und illegale Gefangenenlager in den Freiwilligenbataillonen zugegeben.
        Zahlreiche Zeugen bestätigen die Existenz von illegalen Lagern und Gefängnissen in den Bataillonen „Ajdar“, „Schachtjorsk“, „Tornado“ und „Donbass“. Unter den Menschen, die dort brutal gefoltert wurden, sind der französische Bürger und Schriftsteller Jurtschenko, der Oberpriester Wladimir Marezki, der Unternehmer aus Charkow Alexej Lukjanow sowie Dutzende Angehörige der Volkswehr und Zivilisten, die ausgetauscht wurden. Nach der Befreiung wurden die Folterspuren durch medizinische Gutachten belegt.
        Es wäre eine gute Idee, sie alle in den Bundestag einzuladen, damit sie erzählen, wie das von Ihnen unterstütze Regime mit Andersdenkenden abrechnet! Aber das ist leider Wunschdenken, denn ihre Kanzlei fürchtet die Wahrheit. Sie behaupten in ihrer Antwort Folgendes: „Systematische Repressalien gegen regimekritische Journalisten von Seiten des Staates, wie beispielsweise Einbestellungen zum Geheimdienst, die während der Präsidentschaft von Wiktor Janukowytsch üblich waren, gibt es mit Ausnahme der von Russland annektierten Krim und der von den Separatisten kontrollierten Teile der Gebiete Donezk und Luhansk durch die dortigen ʻBehördenʼ nicht mehr.“
        Darauf kann ich nur die Arme ausbreiten, Frau Bundeskanzlerin. Der Redakteur der Zeitung „Rabotschi klass“ („Arbeiterklasse“), Alexander Bondartschuk, verbrachte ungefähr ein Jahr hinter Schloss und Riegel wegen eines Interviews mit dem Führer der gesellschaftlichen Bewegung „Donbass“. Der Redakteur der Zeitschrift „Chotschu w SSSR“ („Ich will in die UdSSR“), Sergej Dolgow, wurde gekidnappt und womöglich getötet. Seit gut einem halben Jahr sitzt der Journalist des Fernsehkanals „112“, Dmitri Wassilez, wegen der absurden Beschuldigung, den „separatistischen Kanal“ „Noworossija“ unterstützt zu haben, im Gefängnis. Der Journalist weist diese Anschuldigung entschieden zurück. Wegen eines Interviews für das russische Fernsehen wurde der Journalist Nikolaj Maschkin für ungefähr ein Jahr inhaftiert. Sein Kollege Artjom Busila wurde wegen Unterstützung des Separatismus verurteil. Seit zwei Jahren sitzt der Journalist Sergej Judajew in einem Gefängnis in Charkow ein. In einem Untersuchungsgefängnis in Odessa steckt die ukrainische Journalistin Jelena Glischtschinskaja. Ihre Kollegen Maxim Rawreba und Witali Skorochodow mussten wegen Todesdrohungen das Land verlassen.
        Selbst die gegenüber der ukrainischen Führung ziemlich loyalen und sich für einen EU-Beitritt der Ukraine aussprechenden Journalisten Sawik Schuster und Jewgeni Kisseljow laufen die Gefahr, wegen jeder nicht abgestimmten Meinungsäußerung entlassen oder verfolgt zu werden. Tatsächlich gibt es in der Ukraine keinen unabhängigen Journalismus mehr. Das belegt unter anderem die Internetseite „Mirotworez“ („Der Friedensstifter“), wo man Personaldaten (samt Adresse) der oppositionell gestimmten Menschen gesetzwidrig veröffentlicht. Die Bekanntgabe der Personaldaten des Journalisten Oles Busina und des Menschenrechtlers Oleg Kalaschnikow auf dieser Webseite muss ihre Mörder provoziert haben.
        Der Gründer dieser Hetzwebseite Grigori Tuka ist gleichzeitig der Leiter der Gebietsverwaltung von Lugansk. Er erklärte öffentlich, dass gut 300 Menschen, deren Personaldaten auf seiner Seite veröffentlicht wurden, entweder vernichtet oder verhaftet seien. Diese Seite, wo Menschen ohne Urteil und Rechtsspruch zu Feinden erklärt werden, unterstützte auch ein anderer hochrangiger Beamter. Und zwar: der Berater des Innenministers Anton Geraschtschenko.
        Mein offener Brief an Sie ist auf den düsteren Eindruck zurückzuführen, den Ihre Antwort auf die Fragen ihrer Kollegen im Bundestag auf mich ausgeübt hat. Aber die Wahrheit über die Brutalitäten des verbrecherischen Poroschenko-Regimes gelangt sowieso an Ihre Wählerschaft. Ihre Wähler werden bald begreifen, dass Sie politisch und wirtschaftlich einem Regime beistehen, das sich mit Blut der ukrainischen Bürger beschmiert hat. Von Ihnen und Ihrem Land hängt vieles ab. Wir und Ihre Wählerschaft werden Ihnen diese politische Blindheit (um nicht zu sagen: die bewusste Unterstützung eines Regimes, das sich mit Verbrechen gegen die Rechte und Freiheiten der Bürger befleckt hat) nicht verzeihen.
        Vorsitzende des Verbandes der politischen Emigranten und Gefangenen
        Larissa Schessler
        http://comitet.su/item/sie-haben-von-keiner-einzigen-schandtat-des-poroschenko-regimes-notiz-genommen.html

  2. Peter Pan sagt:

    Analitik,

    du hast recht, man mus sich mit den hirngewaschenen solidarisieren, obwohl es sehr schwer fällt. Im Internetzeitalter hat eigentlich jeder die Möglichkeit sich zu informieren und das macht die Solidarität unheimlich schwer.

    Die Karikatur ist spitze und sehr treffend. Die Bürger werden von den System-Pressehuren zugeschießen anstatt aufgeklärt und informiert zu werden.

  3. alex sagt:

    Habe vor kurzem einen Artikel beim Contramagazin gelesen, bezüglich Schlachtbank:
    Inmitten einer Schafherde befindet sich ein schwarzes Schaf, dass zu den anderen spricht:
    „So glaubt mir doch, der Hund, der Schäfer und der Metzger arbeiten zusammen!“
    Wonach das schwarze Schaf durch weiße Schafe als Verschwörungstheoretiker, Nazi, Lügner ect. beschimpft wurde.
    Genauso sehe ich derzeit auch unsere degenerierte Gesellschaft.

    • Henry Blues sagt:

      Ich glaube das war eher …na ja vielleicht ein Fuchs.

    • Richtig.
      Sich mit den Schafen solidarisieren, bringt einem nur Ärger ein. Selbst Schafe können äußerst rabiat werden, wenn man versucht, sie von etwas zu überzeugen, wovon sie nichts wissen wollen.
      Schafe sind dumm und wollen auch so bleiben. Sie wollen geschlachtet werden.
      Ich solidarisiere mich deshalb nicht mit ihnen.
      Ich kläre auch nicht mehr auf beziehungsweise ich tue dies nur, wenn mich jemand danach fragt.
      Ich glaube auch nicht, dass man Menschen aufklären kann, die das nicht wollen. Schafe wollen das aber nicht. Das akzeptiere ich. Jeder hat im Zeitalter des relativ freien Informationszugangs die Möglichkeit, sich zu informieren. Wenn Menschen das nicht tun wollen, muss man sie in Ruhe lassen.
      Die „Wir-Formulierung“ in diesem Artikel, der zweifelsohne sehr gut ist, lehne ich deshalb ab.

      • Thomas Roth sagt:

        Von einem kleinen toten Jungen zu Schafen, die getötet werden wollen. Das ist für mich immer wieder der Moment, an dem ich mich frage, ob das seriös gemeint ist oder ob der Zeitgeist dominiert. Dann würde ich mich mit der präzisierenden Frage beteiligen: Wollen sie wirklich nur geschlachtet werden oder bevorzugen sie geschächtet zu werden?

        • Weder, noch.
          Die Frage jedoch, wie gehe ich mit den Schlafschafen um, mit denen auch ich natürlich – da hat Analitik durchaus recht – in einem Boot sitze, finde ich jedoch ungemein spannend. Völlig unzeitgemäß ungemein spannend.

      • Beat Mario Kurt sagt:

        Sehe ich wie Thomas Roth.

        (.. und mich machen solche Kommentare wie vom TeutoBürger oder Johanniskraut so gar keinen Spaß.. Diese Leute sind keinen Deut unängstlicher als jene, die sich ihren Argumenten so versperren. Sie haben einen recht kurzen Atem, wenig Weitsicht und ganz zentral wenig Vertrauen – so sehe ich das leider).

        In meinem Umkreis, ich habe das mal erwähnt, wachen die Leute schon seit längerem (langsam) auf. Am Anfang haben sie mich als waschechten Verschwörer gesehen. Es gab richtig hitzige Diskussionen – das war überhaupt nicht angenehm. (Die Ukraine, Syrien alles weit ganz weit weg usw.usw..) Mittlerweile brauche ich gar nichts mehr zu sagen, die aktuellen Entwicklungen habe ich meist ähnlich vorausgesagt, es ist ja nicht so schwer, zudem informiere ich mich ja bei verschiedenen Quellen auch weiter. Und die Angesprochenen sind hellhörig, „einsichtig“ und gesprächsbereit geworden. Viele haben selbst gute Ideen. Das kann man andererseits auch gut in den Online-Kommentarbereichen sehen – es gibt so gut wie keine unkritischen „Gutmenschen“ mehr. Ausnahmen. Hier arbeitet ja mMn auch die Regierung fleißig mit.

        Sicher gibt es eine große Menge an Leuten, die aus (Zukunfts-, Job usw.-Angst wegschauen, die keine Basis für eine „alternative“ Sicht haben. Das ist völlig menschlich. Oder die inzwischen radikalisiert sind. Beide verweise ich getrost an Analitik.de und auch an nocheinparteibuch.de (Danke hier an Johanniskraut) ua. aufklärende Quellen. Und zu guter letzt immer auf Brzezinski- und die Mackinder-Heartland-Theorie. Selbst äußere ich mich eher ruhig, gelassen und abfedernd – das wirkt Wunder.

        Wer hier aufgibt weiter andere zu informieren, der will wohl nur allzu gern selbst geschlachtet, geschächtet oder ausgeraubt werden – im schlimmsten Fall von den eigenen panischen (niemanden vertrauenden) Bekannten.

        Interessant was die Medien oder die permanente Falschinformation aus klugen Menschen machen können.

        Deshalb – Vertrauen ist das Zauberwort!

        Und entspannt weitermachen / weiterinformieren ganz im Sinne von Analitik und einparteibuch…

        • In der ganzen Stadt hier gibt es ca 50 Prozent Fremde. Die Deutschen, die hier noch sind, sind nicht mehr „bekehrbar“. Hier gibt es nichts mehr, nur Multikulti-Anhänger und „Refugees-welcome-Fähnchenschwenker“, es gibt keine Demos, keine Pegida, es gibt einfach nichts außer Multikulti. Ich wohne hier schon länger, ich weiß das. Ich würde einfach mal behaupten, ich kenne die Menschen dieser Stadt in – und auswendig.

          Vertrauen habe ich deshalb in andere Leute nie. Auch sogenannte „Kameraden“ sind keine, da kann man sich auch nicht drauf verlassen. Tja und das Bürgertum, der sogenannte „Mittelstand“, ist sich selbst am nächsten, die tun gar nichts mehr für ihr Land (außer Steuern zahlen, und sie meinen wirklich, davon würde noch etwas besser).

          Überreden ist generell nicht mein Ding. Ich will ja auch nicht missioniert werden. Ich achte andere durchaus auch in ihrer Dummheit, distanziere mich aber von ihnen.
          Dazu muss man tolerant sein. Viele können das nicht. Ich lasse der Masse, die mich mit in ihren Untergang ziehen wird, trotzdem ihre Meinung. Und genauso will ich das auch anders herum.
          Sie können natürlich Ihre Kräfte weiter damit verschwenden, Menschen zu überzeugen, die das nicht wollen, Sie werden das, was kommen wird, damit nicht aufhalten.
          Es wäre ja schön, wenn es anders wäre. Ich würde Ihnen auch den Erfolg gönnen, aber ich glaube nicht daran. Und ich bin generell gegen jedwede/n erzwungene Aufklärung/Missionierungseifer.

      • alex sagt:

        @ Teutoburgs Wälder
        Richtig,
        mittlerweile schreitet die totale Verblödung mit riesen Schritten voran,so dass es aussichtlos ist, überhaupt mit solchen Leuten nur ein Wort zu diskutieren. Nee Danke,für solche überhaupt einen Finger zu rühren ist vertane Zeit. Entweder sie kommen von selbst drauf und wenn nicht, ist es mir auch egal !

  4. kein Plan sagt:

    @fred freundlich

    Danke für den Beitrag und den Link!!!!!

    @Analitik

    Danke für den guten Artikel!
    Wir brauchen verdammt noch mal Mehrheiten um etwas ändern zu können.
    Marx hat das Programm der 1.Internationalen so geschrieben das sich alle fortschrittlichen Kräfte angesprochen und vertreten fühlten.Mit bestimmten Kräften kann man auch ein Stück des Weges gehen wenn man Übereinstimmungen findet.
    Enden diese,endet die Zusammenarbeit.
    Es geht alles,wir müssen nur wollen!

  5. Johanniskraut sagt:

    Mehrheiten? Wir brauchen Mehrheiten? Die haben wir längst!

    Wir haben ein Elitenproblem, das sich um Mehrheiten nen Scheißdreck scheert.

    Aber wie man die Mehreiten-mißachtenden Eliten in den Griff kriegt weiß ich auch nicht.

  6. alex sagt:

    Zitat:
    Aber wie man die Mehreiten-mißachtenden Eliten in den Griff kriegt weiß ich auch nicht.
    Ganz einfach: mit den eigenen Waffen schlagen, aber Gutmenschen können das nicht !