Meuterei der Ukraine

Das ukrainische Drama nimmt derzeit eine spannende Wendung. Nach dem Putsch 2014 haben die USA immer mehr Ausländer in absolute Spitzenpositionen der ukrainischen Politik installiert (zahlreiche Minister, Berater, Beamte, ein Gouverneur). Diese politischen Eindringlinge machen nicht nur ukrainische Politik, sondern stehlen den ukrainischen Oligarchen und Sicherheitsdiensten auch noch die Geschäfte. Allein Saakaschwili, der mit seinem gesamten georgischen Reformer-Team in die Ukraine transplantiert wurde, hat nicht nur den einträglichen Drogentransfer und -handel im Hafen von Odessa übernommen, sondern startete auch schon die politische Kampagne zur Eroberung des Ministerpräsidentenpostens.

Die ukrainischen Oligarchen haben sich hinter Poroschenko gescharrt, um gemeinsam ihre Aktiva und ihr Recht auf die Plünderung der Rest-Ukraine zu verteidigen. Das ukrainische Oligarchat meutert gegen die USA.

Joe Bidens Rede in der Rada im Dezember, wo er Korruption der Eliten monierte und eine Föderalisierung der Ukraine (!) anordnete empfahl, wurde ignoriert. Jareskos Forderungen nach einer Technokratenregierung wurden ignoriert. Jaresko ist US-Bürgerin, ehemalige US State Department Mitarbeiterin und scheidende Finanzministerin der Ukraine. Jazenjuk, die verlässlichste Marionette der USA, wurde aus dem Amt gedrängt. Jareskos Kandidatur als Nachfolgerin von Jazenjuk wurde ignoriert. Aus der neu gebildeten Regierung sind fast alle von den USA eingeschleusten Minister ausländischer Herkunft verschwunden (über die Neubesetzung des Gesundheitsministers konnte man sich bis jetzt nicht einigen, also arbeitet der Georgier auf diesem Posten weiter). US-Botschafter Pyatt hat die Situation nicht mehr unter Kontrolle. Bereits Ende 2015 musste Nuland persönlich nach Kiew reisen und mit Pyatt zusammen in der Rada auftauchen, um bestimmte ukrainische Gesetze durchzudrücken. Die New York Times hat inzwischen die Hetzjagd auf Poroschenko eröffnet. Das US-Außenministerium erhebt in einem Bericht viele schwere Anschuldigungen gegen die Ukraine.

Im letzten halben Jahr ist die Situation gekippt. Für die USA zeichnen sich zwei große Szenarien ab.

  1. Nazi-Putsch. In der zweiten Reihe haben die USA noch immer ihre getreuen Nazis erhalten können. Turtschinow in seiner aktuellen Position übernimmt die Kontrolle über Regierung und Armee, wenn der Kriegszustand ausgerufen wird. Kommandant und Schlächter des Maidan Parubij als neuer Parlamentspräsident kann die Arbeit der Rada blockieren und wird Präsident, falls Poroschenko nicht in der Lage ist, seine Pflichten als Präsident auszuüben. Zum Beispiel weil er bei einem Autounfall verstorben ist. Oder weil er vor einem Nazi-Putsch ins Ausland fliehen muss. Auf der Basis des Nazi-Regiments Asow werden regionale Zellen gebildet, die angelernt werden, die regionale Verwaltung gewaltsam einzunehmen und zu übernehmen. Sollten sich die USA entscheiden, die volle Kontrolle über die volle Ukraine wieder haben zu wollen, ist das der Weg, der ihnen noch bleibt. Das ukrainische Establishment würde sich wehren und hätte gute Chancen zu bestehen. Größtes Problem für die USA ist aber, dass man dieses Szenario selbst mit aller zur Verfügung stehender Propaganda-Macht nicht mehr als demokratische Revolution verkaufen können wird. Das ist ein sehr schwerwiegender strategischer Nachteil. Ob das Szenario gewählt wird, ist offen, es wird auf jeden Fall als Option vorbereitet.
  2. Rückzug und Gründung eines westukrainischen Staates. Drei Regionen im Westen der Ukraine sind für geopolitische Zwecke der USA ausreichend. Die Westukraine kontrolliert den gesamten ukrainischen Gastransfer zwischen Russland und EU, dort blüht die Russlandfeindlichkeit, dort hat NATO-Partner Polen bereits eine Brigade stationiert. Auf diesem Gebiet kann man einen ideologisch höchst stabilen Bandera-Nazi-Staat errichten und diesen mit einer ordentlichen Armee nach NATO-Standards ausstatten. Dieser Staat wäre billig im Unterhalt, würde auf Befehl der USA gegen den Ost-Nachbarn zündeln, wobei eine formale Aufnahme in EU und NATO natürlich verweigert wird, so dass EU und NATO formal keine Verantwortung für die Angriffe gegen Russland auf sich nehmen werden. Ein westukrainischer Bandera-Staat in US-Hand würde reichen, um eine wirtschaftliche Integration zwischen EU und Russland zu blockieren oder mindestens gravierend zu behindern. Der Rest der Ukraine ist nach dem Verlust der Krim ohnehin von eher geringem Interesse und die steigenden Kosten für Erhalt und Kontrolle dieses Territoriums stehen immer weniger in positiver Relation zum sinkenden Nutzen.

Die Einheit in der anti-russischen Front zerbröselt weiter. Selbst USA und Ukraine sind sich nicht mehr grün. Anti-russisch sind sie weiterhin alle, aber einen immer größer werdenden Teil ihrer Energie verwenden die Partner aus dem Westen für Konflikte gegeneinander. In der Ukraine wird das im Laufe der nächsten ein bis zwei Jahre zu tektonischen Veränderungen führen.

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29 Kommentare zu “Meuterei der Ukraine
  1. Thomas Roth sagt:

    Analitik, woher haben Sie diese Ideen?

    • Analitik sagt:

      Ich habe nicht umsonst 15 Quellen verlinkt.

    • Thomas Roth sagt:

      @Analitik „Nicht umsonst ….“ Die Frage wird bleiben. Im Grunde behaupten Sie drei Dinge: die Ukraine meutert gegen die US-Führung, die haben jetzt zwei Möglichkeiten: einen Nazistaat installieren und/oder eine Mini-Westukraine als letztes aber ausreichendes Bollwerk gegen RF zu installieren.
      Auf die Frage woher diese Ideen stammen verweisen Sie auf 15 Quellen. Ich lese die erste Quelle: ein Text aus dem Jahre 2015 von Ihnen. Das nenne ich Größenwahn. Dann die zweite Quelle: Ein Text von Onufrienko, der nicht als Quelle taugt. Damit beende ich das und bedanke mich. Wenn ich an Sie denke, sehe ich gerade Baba Jaga vor mir wie sie aus dem Baumfenster schaut und empfehle einen anderen Erklärungsversuch. Danke.

      • kein Plan sagt:

        @T.Roth

        Das von Analitik angeführte ist Stringent und in Anbedracht der Ereignisse in der Ukraine eine Logische Schlußfolgerung.
        Wem das nicht passt,der kann seine eigenen Schlußvolgerungen zur Diskussion stellen und die Quellen dieser verlinken.
        Einfach nur Rummosern und Quellenangaben Diskreditieren kann jeder Troll.

        Im übrigen ist Innenpolitisch die USA am brennen wenn das hier stimmt:
        http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/04/21/renten-krise-us-pensionsfonds-muss-auszahlungen-kuerzen/

        Auch Deutschland ist Fiskalisch am POPO und hat die gleichen Probleme,geht die nur anders an:
        http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/04/21/renten-krise-deutsche-sollen-laenger-arbeiten/

        In beiden Fällen sind diese sozialen Sicherungssysteme geplündert,das Vermögen gemäß Verwertungslogik umverteilt.
        Das sind nur noch einige wenige Jahre dan Kracht es im Gebälk!Bis dahin sollte der Eurasische Binnenmarkt funktionieren und die Geopolitischen Ambitionen der Hegemone
        Ad Absurdum führen.
        Die USA/EU können sich keine Ukraine als Schaufenster gen Russland leisten.Da muss ein geschrumpfter Teil her,der Ideologisch so Hirngefickt ist das er sich für Nadelstiche gen Russland gebrauchen läßt und einen Zusammenschluß Deutschland -Russland schon Geographisch verhindert.
        Die Krimtartaren in der Ukraine werden zur Zeit genau so benutzt.

        Bring ruhig mal Deine Schlußvolgerungen ein!

        • Tarantoga sagt:

          hallo keinPlan,
          soweit einverstanden. Ob die normalen Bürger der Ukraine da Einfluss haben.. schön wärs. Da wird evtl. bis zum Endsieg gekämpft ohne jemanden zu fragen. Der „Staat“ ist nicht so machtlos wie er tut. Die Stimmung ändert sich, habe ich direkt aus der Ukraine gehört. Wer älter ist (und weiter alt werden will) redet mit guten Bekannten darüber. Die Jugend scheint teilweise verblödet dort. aber nicht jeder und lernfähig sind sie hoffentlich.

          • Tja (ät) Tarantoga, Novorossija macht den räumlich & wirtschaftlich stärksten Teil der „Ukraine“ aus, während die nicht eher unterbelichteten der Westukraine längst gen‘ Westen gezogen sind – der Rest ist verständlicher Weise geopolitisch Fette Beute! Noch Fragen?

        • Tarantoga sagt:

          Ich hab direkt mal nachgefrag bei einem Ukrainer, die Stimmung ändert sich in der Richtung: die Russen sind nicht an allem schuld. Die eigenen Nachbarn und Verawndschaft angreifen ist nicht die feine Art. Und die Lebensbedingungen wurden nicht verbessert seit dem Maidan. Andererseits eine schwierige Unterhltung, ich frage mich ob die alle so begeistert vom Führer sind.

        • Tja (ät) kein Plan, wegen penetrantem „Rummosern …..“ flog der Typ ja auch beim dt. Saker dauerhaft raus! Noch Fragen?

          • sw sagt:

            Tja, @RDD

            TR ist beim Saker rausgeflogen? Das wäre tatsächlich eher ein Zeichen für die Qualität seiner Posts.
            noch Fragen?

      • sw sagt:

        Ja, is ja witzig wenn gerade ein Thomas Roth anderen Größenwahn vorwirft.

    • Tja Thomas Roth, bzgl. Pkt. 2 gab es beim Thema/Graphik Gasleitungsnadelöhr auf analitik.de meinerseits diesbezgl. Einlassungen! Noch Fragen?

  2. Hans aus Olb sagt:

    Nach meiner Einschätzung wird es diese klare Trennung in Plan 1 und Plan 2 so nicht geben. Aber es ist eine gute Grundlage für weitergehende Überlegungen.

    Ich persönlich sehe das *Ende* der Ukraine in Plan 2 mit Elementen des 1. Planes. Der Weg dorthin wird über eine *Föderalisierung* (Biden!) führen, die rein formal ja auch eine Forderung von *Minsk* ist. Jarosch sprach bereits recht offen über den Zerfall der Ukraine -möghlicherweise noch in diesem Jahr.

    Die Frage wird sein, wie gelingt es den USA, weiterhin maßgeblichen Einfluss auszuüben, so dass diese West- Rest- Ukraine für die geopolitischen Ziele tatsächlich nutzbringend ist?

    Zur Zeit schwindet der US-Einfluss rapide, wie oben angemerkt. Einfluss über Proxis, z. B. die Polen? Wäre möglich, erinnert sei nur an die oben erwähnte polnisch- ukrainische- lettische Brigade, möglicherweise auch an die polnisch dominierte Ausbildung von ukrainischen *Spezialkräften*.
    Über kurz oder lang kommen aber die ukrainischen *Ultra- Ethno- Nationalisten* (so sagte die deutsche Presse, um nicht das Wort Nazis gebrauchen zu müssen) auch mit den polnischen Plänen in Konflikt, so besonders ist das Verhältnis zu Polen auch wieder nicht… schon rein historisch bedingt…

    Es könnte gut sein, dass den USA die angestiftete Verwüstung durchaus genügend erscheint und sie sich zumindest für ein paar Jahre ganz einfach zurücklehnen, um lediglich im *Bedarfsfall* wieder Einfluss zu nehmen. Dieser Bedarfsfall dürfte dann eintreten, sollte es zu einer z. Z. unmöglich erscheinenden Annäherung zu Russland wieder kommen. Rein ökonomisch gesehen ist die Ukraine auch für die USA nahezu wertlos geworden, seid absehbar ist, das die *Gasdrehscheibe Westukraine* wohl bald auf dem Trocknen sitzen wird. Man war auf schnellen Cash aus, nicht auf exorbitante Investitionen.

    • Analitik sagt:

      Die große Bedeutung der Ukraine für den Westen war nie ökonomischer Natur, sondern ideologischer. Eine russlandfeindliche Ukraine ist der große Joker. Wenn das erreicht werden kann, ist die Ökonomie der Ukraine nebensächlich.

      Der einzige geopolitisch bedeutende ökonomische Faktor der Ukraine ist der Gastransit. Russland und EU arbeiten daran, diesen Faktor zu eliminieren, weil er gegen beide verwendet wird. Wenn das abgeschlossen ist, ist für den Westen nur noch die ideologische Ausrichtung der Ukraine von Interesse.

      Gemeint sind natürlich die großen Interessen, die es wert sind, eine geopolitische Krise auszulösen und sich in einen Konflikt mit Russland zu stürzen. Dass irgendein Agrarkonzern die ukrainische Schwarzerde nach Mitteleuropa verfrachten will oder dass eine deutsche Supermarktkette an der Ukraine als neuem Markt orientiert ist, steht außer Frage, aber in geopolitischen Dimensionen gemessen sind das kleine Interessen. Für die allein würde sich die Politik nicht einspannen und keinen Krieg gegen Russland vom Zaun brechen.

      • Peter Pan sagt:

        Hitler hat das Andienen der Banderas auch nichts gebracht. Anschließend lies Stalin Millionen Verhungern. Anscheinend haben beide nichts daraus gelernt.

  3. Stephan Colbert sagt:

    @Analitik

    Hat Grizlow einen guten Job gemacht?

    MbG

    • Analitik sagt:

      Er hat doch kaum erst begonnen. Seine Arbeit wird Jahre dauern und wenn es gute Arbeit ist, werden die Früchte erst noch mehr Jahre später geerntet werden.

      So weit ich das überblicken kann, ist Grislow im Moment noch damit beschäftigt, LVR und DVR als politische Entitäten aufzulösen. Der Prozess läuft schon ein paar Monate und wird noch mal so lange benötigen. Anschließend wird ein „Überregionales Territorium Donbass“ in die politische Landschaft der Ukraine reingepresst (gegen den Willen _aller_ Beteiligten). Dieses ÜTD wird so mächtige Rechte haben, dass andere Regionen der Ukraine das auch einfordern werden. So wird die Föderalisierung der Ukraine angestoßen.

      Das alles wird noch dauern. Wenn es in ein paar Jahren vorbei ist, kann man rückblickend beurteilen, ob Grislow seinen Job gut gemacht hat. Als moderner Internetnutzer ist man schnelle Ratings gewöhnt, aber das macht überhaupt keinen Sinn bei den Prozessen, um die es hier geht.

      • Thomas Roth sagt:

        Der Antwort stimme ich ausdrücklich zu. Ich folge eher Putin und der nennt das Gebiet nicht ÜTD, der wählt den historischen Bezug und sagt Noworossija. Das regt auch zu Erweiterung in klar definierten Grenzen an. Und Gryslow macht das sicher sehr ordentlich, denn leicht zu führen sind die Helden dort nicht.

  4. Stephan Colbert sagt:

    @ Analitik

    Logisch – ist alles komplexer. War überrascht wie zügig nach seiner Beauftragung sich im ukr. Westen Dinge ändern… Danke.

    MbG

  5. Bernd sagt:

    Hallo Analitik,
    Wie sollen die drei Banderastant Oblaste im westen der Ukraine für die USA/Nato/EU von Bedeutung bleiben wenn ab 2018 kein russisches Gas welches für Europa bestimmt ist durch die Ukraine geleitet wird? Russland hat nach meinen Kenntnisstand im letzten Jahr oder im vorletzten Jahr bereits bekannt gegebenen das die Ukraine als Transitland ab 2018 ausscheiden wird. Baut Europa keine Ausweichroute bleibt nur noch amerikanisches Gas über LNG Terminals oder es wird frostig im Hause. (Laut russischen Medien)

    Gruß Bernd

    • Analitik sagt:

      Wie oben bereits geschrieben ist die Bedeutung der Ukraine für den Westen primär ideologischer Natur. Das Gas ist zweitrangig.

      Ein westukrainischer Nazistaat wird Russland und EU in Konflikt bringen, so wie es die Ukraine 2014 getan hat. Darunter leidet die wirtschaftliche Integration Eurasiens. Das ist toll, denn die wirtschaftliche Integration Eurasiens ist seit Mackinder der Alptraum der westlichen Geopolitik: http://analitik.de/2015/10/05/die-kontinuitaet-der-geopolitik/

      • Bernd sagt:

        Hallo Analitik,

        Mit dem Einsatz in Syrien dürfte Russland einen gewaltigen Splitter in der Mackinderstrategie getrieben haben. Ihr link war sehr aufschlussreich. Danke. Eine Frage brennt mir noch auf der Zunge. Wie lange werden die slawischen Völker die jetzt unter US Kontrolle stehen stillhalten? Im Moment scheint die russophobe Propaganda ja zu fruchten.

        Gruß Bernd

        • Analitik sagt:

          So lange, bis eine alternative Ideologie angeboten wird, mit der sich alle derzeit ideologisch noch gespaltenen Völker Eurasiens wohl fühlen.

          Russland arbeitet daran. Erste Behauptungen, dass an einer Ideologie gearbeitet wird, las ich 2014, wenn ich mich recht erinnere. Seitdem immer häufiger. Ein zum westlichen Neoliberalismus alternatives Wertesystem ist zum breiten Thema im russischen Internet geworden. Das Thema vibriert regelrecht, die Umrisse sind noch vage, aber zunehmend fallen auch konkrete Begriffe. Es ist wahnsinnig spannend, diesen Prozess zu beobachten.

          • Stephan Colbert sagt:

            Hallo Analitik,

            Sind auch die slawischen Polen „dabei“ oder „mitbedacht“?

            MbG

            • Analitik sagt:

              Idealerweise sind alle Völker von Wladiwostok bis Lissabon mitbedacht.

              Die ideologische Frontlinie verschiebt sich in Europa mal nach ein wenig nach Westen, dann ein wenig nach Osten. Inzwischen ist klar, dass es in langfristiger Perspektive nicht reicht, die Front zu verschieben. Man muss sie auflösen.

            • Tja Stephan Colbert, der polnische Veto-Sejm machte das Polnische Großreich unregierbar (s. a. 3 polnischen Teilungen), da sich nicht zuletzt die Magnaten am franz. Hof rumtrieben ohne die geniale Idee COLBERTs, die Gegner LUDWIG XIV, VERSAILLE mitzufinanzieren, auch nur halbwegs geistig für ihr Land implementieren zu können! Noch Fragen?

  6. rolf sagt:

    @Analitik
    Das es darauf hinausläuft war zu erwarten. Die VSA haben nicht mehr unendlich Zeit und Geld. Welche Aufgabe wird dabei der EU zufallen?
    Und wie sieht der Deal aus? In etwas so wie sie angedeutet?

    • Analitik sagt:

      Den Deal hat niemand öffentlich verkündet. Aber den Taten und Worten beider Seiten nach zu urteilen gehört die Föderalisierung der Ukraine dazu. Der Donbass wird wieder in die Ukraine reingestopft (schlecht für die USA, das ist ihr Zugeständnis). Russland verzichtet bis jetzt darauf, in den ukrainischen Markt der Massenmedien einzusteigen, obwohl das aus russischer Sicht extrem wichtig ist und Russland bereits mehr als genug Expertise hat, um das erfolgreich zu tun. Tun sie aber nicht, obwohl sie können und sollten – das scheint also ein Zugeständnis der russischen Seite zu sein.

      Nur über solche Beobachtungen kann man sich einen ungefähren Reim darauf machen, was hinter den Kulissen beschlossen wurde. Dass es bei so einem Deal nicht ehrenhaft zugehen muss, versteht sich von selbst. Und dass ein Deal hinfällig wird, sobald er die realen Kräfteverhältnisse nicht mehr wiederspiegelt, auch.

  7. kein Plan sagt:

    @Analitik

    Das ist mal ein Artikel der richtig gut reinhaut!
    Wenn man 1 und 1 zusammen zählen kann,kommt man zu genau diesen Schlußfolgerungen.

    Auch Deine Beiträge zu Grislow und die Wertung das der Westen keine Ökonomischen Interessen,sondern nur Interesse an der Ideologischen Ausrichtung der Bevölkerung in der Westukraine hat ist schon Hammer!
    Möge Grislow Erfolg haben und Du jeden Tag einen solchen Artikel verfassen können.