Trump kündigt Rückzug aus Syrien an

Trump hat gesagt, dass die US-Truppen Syrien schon sehr bald verlassen werden. Das einzige Ziel der US-Truppen in Syrien sei die Zerstörung des IS und wenn man damit fertig sei, sollen sich andere um Syrien kümmern.

So wurde es hier im Blog auch angekündigt und Leser fragten, wie man die USA aus dem Nahen Osten vertreiben könne. Ganz einfach. Man schlägt ihnen die Zähne aus und vertreibt sie. So ist es auch passiert. Wer hat es getan? Die Russen. Ausnahmsweise waren sie es wirklich, sonst ist auch niemand dazu in der Lage.

Und schon vor geraumer Zeit haben wir hier herausgearbeitet, dass Trumps Aufgabe darin besteht, diesen und andere Rückzüge der USA abzuwickeln und das als “Make America great again” zu verkaufen. Und genau das beobachten wir auch. Als beispielsweise Putin Ende 2017 die Zerschlagung des IS verkündete und damit genau den roten Teppich ausrollte, den Trump jetzt begeht, haben die Matrix-Medien aufgeheult, dass der IS so ganz ja nicht besiegt sei, da sei bestimmt noch Arbeit für ein paar Jahre. Damit wollten sie Trump genau den Anlass zum Rückzug der US-Truppen nehmen, den er jetzt doch benutzt.

Wir haben auch herausgearbeitet, dass die Welt ein Interesse daran hat, die USA sanft fallen zu lassen, damit alle möglichst wenig Schaden davon tragen. Das bedeutet nicht zuletzt die formelle Gesichtswahrung der USA, an der all diejenigen, die die USA zu Fall bringen, auch selbst mitarbeiten. Deswegen haben Sie wenig bis nichts davon mitbekommen, wie die USA im Nahen Osten und anderswo auf die Zähne bekommen haben. Wir haben das aber teilweise referiert hier im Blog, die abgeschalteten und zerstörten Kriegsschiffe, die reihenweise abgeschossenen US-Kampfflugzeuge. Damit haben wir hier nur auf die Spitze des Eisbergs verwiesen. Nichts davon wird in den Medien penetriert, es wird bestenfalls irgendwo kurz erwähnt und schnell wieder vergessen. Und wenn es erwähnt wird, werden lustige Ausreden dahergemurmelt und niemand in der großen Presse spricht offen aus, dass das glorreiche US-Militär in Wirklichkeit gar nicht glorreich ist.

Fakt ist, dass die USA geschlagen wurden. Das ist kein Geheimnis, man erkennt das aus offenen Quellen ohne großen Aufwand, wie hier im Blog regelmäßig aufgezeigt wird. Es wird in den Massen nicht wahrgenommen, weil die Medien das stumpf überschreien mit virtueller Realität und niemand den Menschen beigebracht hat, Realität und Matrix zu unterscheiden. In der Matrix wurden nicht die USA geschlagen, sondern der IS.

In der Realität verschwinden die USA, weil sie besiegt wurden. In der Matrix verschwinden die USA, weil sie gesiegt haben.

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Frankreich vs Israel

  • 19. März: Französischer Konsulatsangestellter wird in Israel festgenommen, wegen Waffenschmuggels an Palästinenser.
  • 20. März: Israelischer Agent Sarkozy in Frankreich festgenommen.
  • 23. März: Geiselnahme in Frankreich, mit Toten.

Zufällige Zufälle, was auch sonst.

Mit Hinweisen vom Kater – vom wem auch sonst.

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Eine kritische Würdigung der großen Koalition

Vernünftigerweise läuft alles auf die große Koalition hinaus.

Einschätzung vom 25. September 2017, unmittelbar nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse.

Jetzt steht sie endlich, die große Koalition. Gerade mal ein halbes Jahr hat die Regierungsbildung gedauert. An dieser Stelle möchte ich einige bereits geäußerte Schlüsselkommentare bündeln und ein paar neue anhängen, als Fazit des großen Theaters.

Kommentar eins, eine Würdigung:

Wer hat die Beendigung diplomatischer Beziehungen zu Russland trotz klarem Befehl verweigert? Die GroKo. Wer hat die EU vor TTIP bewahrt? Die GroKo, mit französischer Unterstützung. Wer hat Nord Stream 2 trotz aller Mahnungen und Drohungen aus Übersee und gegen Widerstand aus der EU vorangetrieben? Die GroKo. Wessen Politiker sind in den letzten Jahren regelmäßig in den Kreml gereist? CDU, SPD, CSU – GroKo. Wer hat zusammen mit Frankreich den Umbau der EU angestoßen? Die GroKo. Wer hat Deutschland durch die heißeste Phase des hybriden Weltkrieges geleitet? Die GroKo. Wer könnte das garantiert erfolgreich fortsetzen? Die GroKo. Und wer könnte diesen Prozess, der fast überstanden ist, noch mal instabil machen? Die grünen CIA-Agenten. Es gibt sie auch in rot und schwarz und in allen anderen Farben, aber wohl nirgends (außer bei der RAF und anderen extremen Linken) so konzentriert und so unverschämt offen zur Schau gestellt wie bei den Grünen, hehehe.

Putin ist für die GroKo, weil sich mit ihr weiter an Eurasien von Lissabon bis Wladiwostok bauen lässt.

Viele Deutsche verstehen nicht, welcher Krieg gerade tobt und wie messerscharf sie der Klinge entsprungen sind. Dieser Krieg wurde nicht offen erklärt, die Menschen werden nicht über diesen Kreig aufgeklärt, aber er wird mit aller Härte und Brutalität geführt und es sterben auch deutsche Zivilisten in diesem eckelhaften Krieg, ohne dass die Menschen wahrnehmen, dass diese Zivilisten durch Kriegshandlungen gestorben sind. An anderen Fronten ist es noch viel schlimmer und gibt es noch viel mehr Opfer, und in Deutschland hätte es viel schlimmer sein können. Und wenn die letzten Jahre nicht so glücklich verlaufen wären (gemessen an dem, was hätte sein können), dann wären Deutschlands Zukunftsaussichten tiefschwarz im Vergleich zu den grauen Zukunftsaussichten, auf die wir heute hoffen können. Statt rosiger Aussichten hinsichtlich wirtschaftlicher Zusammenarbeit mit Russland, China, Iran und dem Rest Eurasiens hätte Deutschland auch unter der Knute von TTIP langsam und qualvoll wirtschaftlich verrecken können, ausgesaugt von Vampiren und der Gegenwehr unfähig, weil die Staatsgewalt den Schiedsgerichten der Vampire untergeordnet wäre.

Aber weil die Menschen gar nicht wahrnehmen, durch welchen Krieg sie gegangen sind und was ihnen erspart geblieben ist, können sie nicht die Leistung derer würdigen, die sie durch den Krieg gebracht haben. Was hätte zerstört werden können, aber erhalten geblieben ist, wird nicht als Erfolg wahrgenommen. Dafür nehmen die Menschen jeden entstandenen Verlust wahr und sind darüber unzufrieden – das hätte doch nicht sein müssen! Hätte es auch nicht, es hätte sehr viel schlimmer kommen können. Deutschland ist extrem gut aus dem Krieg rausgekommen, sehr viel besser als viele viele andere Länder und Völker. Demut und ein kleines Dankesgebet sind wahrhaftig angebracht, zumindest einen Abend lang, vielleicht im Rahmen der weihnachtlichen Besinnung, bevor es wieder ans tägliche Nörgeln und Unzufriedensein geht.

Deutschland hat übrigens beste Changen, stark aus dem Krieg rauszukommen und eine Entwicklung zu nehmen, die anderen versagt sein wird. Aber je nachdem, wie sehr sich die Grünen im Duett mit Schulz behaupten können, kann sich Deutschland einen Teil dieses Potentials auch versauen.

Im Kampf um die Posten hat es schwere Gefechte zwischen Transatlantikern und Eurasiern gegeben, mit folgenden Ergebnissen:

  • Gabriel als eurasischster Vertreter und beliebtester SPD-Politiker wurde wegintrigiert.
  • Der Transatlantiker Spahn hat es zum Gesundheitsminister geschafft. Als Pharmalobbyist ist er da gut aufgehoben…
  • Der Transatlantiker Schulz hat es nicht in die Regierung und zum Außenminister geschafft.
  • Dafür ist der Transatlantiker Maas zum Außenminister geworden.

Es hätte besser laufen können für Deutschland. Aber wie sagte der Kater neulich: Man muss Deutschland jetzt leiden lassen, damit es die richtige Entscheidung trifft.

Den Leuten mit Panikattaken sei gesagt: keine Panik. 2014 war die große Koalition noch mit voller Mannstärke stramm transatlantisch, die USA waren noch stark und die allerbesten Freunde Europas, Russland wirkte geschlagen, und… und? Exakt die gleiche Truppe hat sich von den USA abgewendet und treibt eurasische Wirtschaftsprojekte voran. Die neue Truppe wird sich auch fügen. Aber vielleicht werden die Deutschen bis dahin etwas mehr leiden müssen.

Passend dazu ein weiterer Kommentar:

Es wird kein transatlantisches Comeback geben. Sie müssen unterscheiden zwischen echten geopolitischen Umbrüchen und politischer Show. Die politischen Comebacks, die Sie kennen und im Sinn haben (Comeback der Demokraten, der Republikaner, der CDU, der SPD, bla bla) sind Show. Dabei sieht es nach einem Wechsel der Politik aus, während die Politik in Wirklichkeit die gleiche bleibt, es keine ideologischen Umbrüche gibt, keine radikalen Umbauten, sondern allenfalls laufende Korrekturen im Rahmen des herrschenden Systems vorgenommen werden. Was wir hingegen derzeit geopolitisch hinter uns gebracht haben, ist ein wirklicher Umbruch des Systems. Nach solchen Umbrüchen gibt es kein Comeback. Für Hitler-Deutschland konnte es kein Comeback geben, für die Sowjetunion konnte und kann es kein Comeback geben, für die transatlantische Herrschaft wird es kein Comeback geben. Wir haben es nicht mit einem Gesichtswechsel innerhalb des Systems zu tun, wir haben es mit einem Systemwechsel zu tun. Die Abhängigkeit Deutschlands von den USA wurde seit dem Zweiten Weltkrieg nicht angezweifelt, egal ob CDU oder SPD an der Spitze waren. Jetzt erleben wir einen offenen Krieg zwischen Deutschland (mitsamt EU) und den USA. Das System ändert sich gerade grundlegend – und das ohne Clown-Wechsel an der Spitze. Die gleiche große Koalition, die den USA vor 5 Jahren artig zu Füßen lag, führt jetzt Krieg gegen die USA.

Das Spiel ist längst entschieden worden. Grund für Panikattaken haben nur die Transatlantiker und diejenigen, die wie Junkies an transatlantischen Medien hängen.

In der Realität gibt es keine perfekte Regierung. Für die Pessimisten mit dem Anspruch “nur Perfektion oder alles Scheiße” wird immer alles Scheiße sein, bis in alle Ewigkeiten, selbst wenn eine tolle Regierung an der Macht sein wird. Weiterhin nehmen viele Menschen nicht wahr, dass das Vermeiden von etwas Schlimmen ein sehr großer Gewinn ist. Was nicht geschehen ist, erkennt man nicht so leicht, denn es ist nicht geschehen. Es toll zu finden, dass es nicht geschehen ist, erfordert die Erkenntnis, dass es hätte geschehen werden können, vielleicht sogar sollen, mitunter mit hoher Wahrscheinlichkeit, weil feindliche Kräfte mit großem Eifer auf das Schlimme hingearbeitet haben. Erkenntnis ist aber in der Matrix sehr rar gesät und sehr schwer aufzutreiben, deswegen wollen wir den Menschen keine böse Absicht unterstellen, sondern lieber eine Pflicht für uns ableiten, Erkenntnis zu suchen und den Menschen zugänglich zu machen. Womit wir bei dem nächsten Punkt sind, dass nämlich nichts verbessert wird dadurch, dass man Dinge doof findet, sondern nur dadurch, dass man anfängt, die Dinge zu verbessern. Man beachte den Unterschied zwischen verbessern und zerstören. Vielen Menschen ist eingetrichtert worden, dass man das Bestehende, was angeblich so schlecht ist, erst völlig zerstören sollte, um dann aus der Asche das Neue aufzubauen. Das ist Blödsinn. Wir schwimmen auf unserem Schiff durch das Meer des Lebens und wenn das Schiff marode ist und ein Leck hat, dann ist es nicht besser, es zu versenken und dann mit dem Bau des neuen Schiffes zu beginnen. Im kalten Wasser schwimmend, so ganz ohne Schiff, ist der Bau von etwas Neuem eine äußerst schmerzhafte und unangenehme Angelegenheit. Lassen Sie sich nichts einreden von “kreativer” oder “reinigender” Zerstörung. Zerstörung zerstört, egal welche hübschen Adjektive man dranklebt. Am Ende kommen wir so oder so nicht umhin, konstruktiv etwas Neues zu erschaffen. Konzentrieren Sie sich auf das Erschaffen, darauf kommt es an. Jubeln Sie nicht darüber, dass die alten Parteien Mitglieder und Stimmen verlieren, denn Sie sitzen in diesem Boot mit drin und gehen mit diesem Boot unter. Auch das alte und marode Schiff trägt noch und solange Sie kein besseres Schiff gebaut haben, seien Sie dankbar für das Alte, denn es ist besser als nichts. Und während Sie dankbar sind, reparieren Sie das alte Schiff oder bauen Sie am neuen Schiff.

Und wenn Sie der Meinung sind, dass die große Koalition ein wahnsinnig marodes Schiff ist, gehen Sie einfach mal die Alternativen durch. Minderheitsregierung? Jamaika-Koalition? Politisches Chaos ohne Regierung? Deutschland hatte nicht die Wahl zwischen einem maroden Schiff und einem neuem, tollen Schiff. Deutschland hatte die Wahl zwischen marode, schwer verfault und halb versunken im Meer des Chaos. Deutschland hat das bestmögliche erwischt. Tun Sie etwas dafür, dass Sie bei der nächsten Wahl bessere Wahlmöglichkeiten haben.

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Putins Botschaft an die Welt

Wladimir Putin hat am 1. März eine große Rede zur Lage der Nation gehalten (englisch). Sie dauerte fast zwei Stunden. Deutlich mehr als eine Stunde befasste sich Putin mit innenpolitischen Themen, präsentierte die Ziele für die nächsten 6 Jahre und teilweise auch die Wege, wie diese Ziele erreicht werden sollen. Diesen größeren Teil der Rede wird die westliche Propaganda größtenteils verschweigen, denn die Menschen im Westen würden vor Neid erblassen, wenn sie davon erfahren würden. Im zweiten Teil der Rede ging es um einige von Russlands neuesten Militärtechniken. Dieser Teil der Rede richtete sich sowohl nach innen als auch nach außen und enthielt auch konkrete Botschaften an den Westen. Die Gehirnwäscher werden das auf “Prahlerei” reduzieren, denn die Menschen sollen nicht verstehen, was passiert ist und was passieren wird. Jenseits der Matrix gibt es aber eine Realität und die Generäle weltweit kennen diese Realität und müssen darauf reagieren, ob es den Matrix-Betreibern passt oder nicht.

Putin hat bisher geheim gehaltene Militärsysteme enthüllt, gegen die die NATO machtlos ist. Putin hat den großen Kontext dieser Entwicklungen dargelegt, der sich wie folgt darstellt: In den 70er Jahren haben USA und Sowjetunion einen Vertrag über die Begrenzung von Raketenabwehrsystemen unterschrieben. Der Vertrag verpflichtete beide Seiten dazu, maximal eine Region des eigenen Landes gegen Angriffe von strategischen Langstreckenraketen zu schützen. Das heißt, beide Seiten verpflichteten sich dazu, verwundbar zu bleiben. Diese Verwundbarkeit gegenüber den Atomwaffen des Gegners hat dafür gesorgt, dass keine Seite ernsthaft auf den Gedanken kommen konnte, selbst einen Atomkrieg zu beginnen, denn man hatte keinen Schutz gegen den Gegenschlag. Das war die strategische Balance, von der Putin seit nunmehr fast zwei Jahrzehnten immer wieder spricht. Diese Balance haben die USA auszuhebeln versucht, als sie 2002 einseitig den Vertrag gekündigt haben. Seitdem haben sie Raketenabwehrsysteme im eigenen Land und in Osteuropa aufgebaut. Analoge Abwehrsysteme in Ostasien sind in konkreter Planung. Dazu sind die US-Flotten ebenfalls mit Raketenabwehrsystemen ausgestattet worden und sind damit zu einer mobilen Erweiterung des Gesamtsystems geworden. Das strategische Gleichgewicht ist dadurch zerstört worden, denn die USA haben sich einseitig gegen russische Raketen geschützt, was zu dem Gedanken verleiten kann und verleiten wird, dass ein atomarer Erstschlag gegen Russland eine ernsthafte Option ist, denn mit all den aufgebauten stationären und mobilen Raketenabwehrsystemen kann der Gegenschlag bis zu einem akzeptablen Restrisiko abgefangen werden. Das reale Risiko für einen Atomkrieg wurde damit massiv in die Höhe geschraubt und Putin hat von Anfang an konsequent auf diese Gefahr hingewiesen, hat davor gewarnt und hat auch davor gewarnt, dass Russland eine Antwort geben wird. Bereits 2004 hat er auch schon im Detail angekündigt, wie die Antwort aussehen wird, aber er wurde nicht ernst genommen. Russland hat seine Ankündigung wahr gemacht. Die Antwort besteht darin, neuartige strategische Waffen zu entwickeln, gegen die das Raketenabwehrsystem der USA komplett machtlos ist. Diese neuen Systeme hat Putin präsentiert. Zusätzlich wurden bestehende ballistische Trägerraketen modernisiert, um ebenfalls wirksam zu bleiben. Details zu den Waffensystemen sind an dieser Stelle nicht notwendig – die betroffenen Generäle wissen bescheid oder werden sehr bald bescheid wissen. Das Entscheidende ist, dass die USA dagegen nackt sind. Damit ist die strategische Balance wieder hergestellt.

Putin betont den strategischen Charakter dieser neuen Waffensysteme. Strategisch bedeutet hierbei, dass sie einzig und allein dem großen atomaren Vernichtungskrieg und seiner Vermeidung gewidmet sind. Diese Waffensysteme sind dazu da, um niemals eingesetzt zu werden. Putin verweist auch noch mal auf die russische Militärdoktrin, die einen Einsatz strategischer Waffen nur als Reaktion auf einen atomaren Angriff oder einen sonstigen Vernichtungsangriff vorsieht. Der Einsatz dieser Systeme ist in allen übrigen Fällen, wie etwa in Syrien, ausgeschlossen.

Die USA hingegen haben ihre Militärdoktrin bereits aufgeweicht, was den Einsatz von Atomwaffen anbelangt. Der Grund dafür ist die weiter oben beschriebene Aushebelung der strategischen Balance, die der US-Führung erwartungsgemäß verantwortungslose Flausen in den Kopf gesetzt hat. Diesbezüglich hat Putin eine ganz klare Botschaft an den Westen:

In diesem Zusammenhang halte ich folgende Ankündigung für meine Pflicht. Jeglicher Einsatz von Atomwaffen gegen Russland oder Russlands Verbündete kleiner, mittlerer oder welcher auch immer Stärke, werden wir als einen Angriff auf unser Land erachten. Die Antwort wird blitzartig und mit allen daraus resultierenden Konsequenzen sein.

Niemand sollte diesbezüglich irgendwelche Zweifel haben. Es ist nicht nötig, neue Gefahren für die Welt zu kreieren, stattdessen sollte man sich an den Verhandlungstisch setzen und gemeinsam über ein neues, aussichtsreiches System der internationalen Sicherheit und der stabilen Entwicklung der Zivilisation nachdenken. Wir haben es euch immer gesagt. Alle diese Vorschläge bleiben in Kraft, Russland ist dazu bereit.

(….)

Wir sind interessiert an einer normalen, konstruktiven Zusammenarbeit mit den USA und der EU. Wir rechnen damit, dass der gesunde Menschenverstand obsiegen wird und dass unsere Partner eine ehrliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe wählen.

Selbst wenn unsere Positionen in manchen Punkten auseinander gehen, bleiben wir doch Partner, denn wir müssen gemeinsam Antworten auf schwierigste Herausforderungen finden, müssen für Sicherheit und Frieden sorgen, müssen die Zukunft gestalten, die immer vernetzter wird, in der Integrationsprozesse eine immer stärkere Dynamik entwickeln.

Das Zitat beginnt mit einer Warnung vor dem Einsatz von Atomwaffen. Die Addressaten sind zum einen die potentiellen Angreifer, wobei Israel noch klar vor den USA steht. Zum anderen richtet sich die Warnung genauso an Russlands Verbündete, denn die bekommen von Putin eine öffentliche Schutzgarantie gegen Atomwaffenangriffe. Der mit Abstand wahrscheinlichste reale Zwischenfall solcher Art ist ein israelischer atomarer Angriff auf Iran oder iranische Verbündete. Diese Schutzgarantie wird aber noch viel weiter reichen, denn sie ebnet den Weg für Europa, ein militärisches Bündnis mit Russland einzugehen und sich unter Russlands Schutzschirm zu verstecken. Genau darauf läuft es hinaus. Die Scheidung EU-USA läuft, ohne USA ist die EU militärisch nackt, aus eigener Kraft kann sich die EU in absehbarer Zeit nicht mal gegen eine israelische Dummheit schützen, geschweige denn gegen die USA oder Russland. Militärisch nackt zu sein bedeutet aber auch den Verlust von internationalen Verhandlungspositionen, was gleichbedeutend mit dem Niedergang ist. Der einzige Ausweg der EU ist der strategische Schutzschirm einer anderen Partei. Und da der Schirm der USA gerade verlassen wird, bleibt nur noch ein Land übrig, das in Frage kommt, um Europas strategische Sicherheitsprobleme zu lösen. Putins Zitat können wir die Einladung dazu entnehmen. Für Europa ist das eine große Chance. Alternativlos sogar, um es in Merkels Jargon auszudrücken.

Damit der Westen sich nicht in der Vielfalt der Möglichkeiten verläuft, hat Putin erklärt, was jetzt zu tun ist:

Jetzt gilt es, diese Realität zu begreifen, sich klar zu werden, dass alles, was ich vorhin gesagt habe, kein Bluff ist (und glauben Sie mir, das ist kein Bluff), nachzudenken, all jene, die im Gestern leben und nicht in die Zukunft zu blicken vermögen, in den verdienten Ruhestand zu schicken, aufzuhören, das Boot aufzuschaukeln, in dem wir alle sitzen und das sich “Planet Erde” nennt.

Wer diesem Rat nicht folgt und die alten transatlantischen Eliten, die den Knall immer noch nicht gehört haben, nicht absetzt, ist selbst schuld.

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Das Jammern der CDU-Transatlantiker

In der CDU hat es einen Zwergenaufstand gegen Merkel gegeben. Sie wollten nicht weniger als das Ende der Ära Merkel! Die waghalsigsten wollten Merkel sogar innerhalb der Legislaturperiode vertreiben.

Spahn sieht überall gute Leute in der CDU, womit er in erster Linie sich selbst meint. Und er wäre gar bereit, sofort von Merkel zu übernehmen. Aber zumindest Minister oder CDU-Generalsekräter müsse er schon werden, fordert SPON. Roland Koch (die älteren Leser werden sich an ihn erinnern…) wirbt ebenfalls für Spahn als CDU-Führungspersönlichkeit noch innerhalb der laufenden Legislaturperiode. Röttgen hat sich ebenfalls bei den CDU-Meuterern eingereiht.

Das ist alles recht schwachbrüstig. Spahn ist noch ein Niemand. Koch wurde von Merkel von der Bühne geräumt. Röttgen wurde von Merkel von der Bühne geräumt. Die Liste von Merkels Opfern ist äußerst lang und hat auch klangvollere Namen. Merkel hat sie alle gefressen und das Bellen von der Ersatzbank wird sie nicht aus der Ruhe bringen. Es wird interessant sein, wie sie Spahn zur Strecke bringt. Bisher hat Merkel noch keinen Konkurrenten politisch überleben lassen, selbst über Parteigrenzen hinweg.

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Nachtrag, 25.02.2018:

Merkel kürt Spahn zum Gesundheitsminister. Auf nichts hat er weniger Lust, aber er muss annehmen, denn er wollte doch Minister werden? Allen Kritikern ist das Maul gestopft – ihr Liebling darf sich jetzt beweisen und für höhere Aufgaben empfehlen, genau das wollten sie doch? Welch Zufall der politischen Intrige, so richtig beweisen kann man sich auf diesem Posten vermutlich nicht. Vielleicht wird es sogar einen Sommerskandal um faule Eier oder zu fetten Joghurt geben und es erschallt der Ruf “jemand muss Verantwortung übernehmen!” Vielleicht kommt es auch ganz anders und Spahn legt sich ins Zeug und sorgt dafür, dass vernünftiger Zahnersatz wieder Kassenleistung wird? Herzlichen Glückwunsch an die Deutschen, bald wird sich ein junger, energischer, tatendurstiger Politiker um ihre Gesundheit kümmern.

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Korruption vs. fahrlässige Aufsichtspflichtverletzung

Airbus muss 81 Millionen Euro Bußgeld zahlen:

Die Staatsanwaltschaft hat keinen Nachweis für Bestechung in Verbindung mit Eurofighter-Verkäufen gefunden – und stellt ihre Ermittlungen ein. Dennoch muss der Konzern ein Millionen-Bußgeld zahlen.

Logisch, oder? Kein Beweis für Bestechung, Verfahren eingestellt, aber eine mächtige Strafe gibt es dennoch. So stellt man sich das Rechtssystem in einem echten Rechtsstaat vor.

Es geht um den Verkauf von 18 Eurofightern an Österreich. Die Ermittlungen zeigten, “dass bei den mit dem Geschäft verbundenen legalen Kompensationsgeschäften dreistellige Millionenbeträge ohne belegbare Gegenleistung für unklare Zwecke verwendet worden seien”. Lassen Sie sich das auf der Zunge zergehen. Mit dem Verkauf von 18 Kampffliegern sind “legale Kompensationsgeschäfte” verbunden. Uhaha, was für eine Zombiekacke. Bei diesen Schmiergeldzahlungen “Kompensationsgeschäften” sind irgendwas zwischen 100 und 999 Millionen Euro ohne belegbare Gegenleistung, für unklare Zwecke, verwendet worden. Das muss man Wort für Wort genießen. Ist ja klar, dass die Konzerne heutzutage bei jedem mittelgroßen Auftrag Hunderte Millionen Euro ohne Gegenleistung, rein kompensatorisch, irgendwohin verschicken. Und diese unbelegte, kompensatorische Geldverschwendung hat man am Ende juristisch als “fahrlässige Aufsichtspflichtverletzung” qualifiziert und dafür das Bußgeld verhängt. Damit es keine Anreize gibt, solche unbelegten Kompensationszahlungen in Zukunft zu vermeiden, hat man das Bußgeld deutlich kleiner als die Kompensationssummen angesetzt.

Ist das geil oder ist das geil? Wenn sowas östlich von Deutschland passiert, wird es Korruption geschimpft. Wenn es in Deutschland passiert und der Staat beim Schmieren vergessen worden ist, eröffnet man ein Verfahren, einigt sich auf die Schmiergeldsumme für den Staat und wickelt das formal-juristisch ab. Hier in Deutschland ist Korruption kein Verbrechen, sondern ein juristisch legales Verfahren. Schmiergeld nennt sich “legale Kompensationszahlung ohne belegbare Gegenleistung für unklare Zwecke” und wenn vergessen wurde, eine wichtige Partei legal zu kompensieren, wird ein legales Verfahren eröffnet, um die Kompensationssumme für die vergessene Partei zu verhandeln. Wenn die Verhandlungen abgeschossen sind, wird formal-juristisch eine “fahrlässige Aufsichtspflichtverletzung” konstatiert, das Verfahren geschlossen und die Zahlung überwiesen. Wenn Korruption so zivilisiert-rechtsstaatlich abgewickelt wird, ist sie auch gar nicht schlimm. Deswegen ist der Fall nicht mehr als eine einmalige Meldung wert. Keine wochenlange Hysterie, keine weltweit vorgetragenen Rufe nach der sofortigen Absetzung Merkels und der Übergabe der Macht an den nächstbesten Penner, dem man eilig einen Blog eingerichtet hat.

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Widersprüche in der Matrix

Die virtuelle Realität in der Matrix wird gebogen, bis die Gehirne bluten. Die Quälitätspresse ist sich dabei für nichts zu schade. Man könnte mit Leichtigkeit ein Tagesblatt mit Berichten darüber füllen. Aber zur Veranschaulichung reichen gelegentliche Beispiele. Zuletzt hat die Süddeutsche geglänzt. Putin säubert die Rattennester und bei den Rattenherren knirschen vor Zorn die Zähne. Diesmal hat es dagestanische Ratten erwischt und so berichtet die Süddeutsche:

Seitdem in der Nachbarrepublik Tschetschenien Ramsan Kadyrow mit rücksichtsloser Gewalt herrscht, ist Dagestan zum neuen Zentrum islamistischer Extremisten im Kaukasus geworden. Immer wieder werden bei Anti-Terror-Operationen Extremisten und Angehörige der Sicherheitskräfte getötet. In der Vergangenheit hatte die Zentralmacht in Moskau die Herrschaft mafiöser Klans in der Republik in Kauf genommen, solange diese die Terroristen in Schach hielten. Das ist nun offenbar vorbei.

So viel widersprüchliche Scheiße in so wenigen Worten ist eine matriziöse Kunst, die zu sezieren sich wirklich lohnt. Schauen Sie, seitdem der böse böse Kadyrow in Tschetschenien “herrscht” (in Russland regiert man nicht…), ist Dagestan zum neuen Zentrum des Islamismus geworden. Verstehen Sie? Tschetschenien war das Zentrum des Islamismus, aber seitdem der böse Kadyrow da herrscht, ist der Islamismus in Tschetschenien zurückgedrängt worden. Verstehen Sie, warum Kadyrow der böse Herrscher ist? Genau darum. Denn Kadyrow prügelt ja keine Kinder und Hausfrauen auf der Straße, richtig? Richtig, er prügelt Islamisten und räuchert deren Nester aus. Sonst hätte der Islamismus ja keinen Grund, sein Zentrum aus Tschetschenien zu verlegen, richtig? Richtig, denn die Islamisten würden wohl kaum abhauen, wenn Kadyrow rücksichtslos über Frauen und Kinder herrschen würde. Haben Sie ausgekostet, wie die westliche Gesellschaft diejenigen beschimpft, die Terrorismus wirkungsvoll bekämpfen? Ohje, unsere Terroristen, unsere Investitionen…

Gehen wir weiter. In Dagestan finden Terroristen Unterschlupf und dort müssen “immer wieder” auch Sicherheitsbeamte ihr Leben lassen im Kampf gegen den Terrorismus. Haben Sie sich die armen unterdrückten Hausfrauen und Bauern ausgemalt, die immer wieder Spezialkräfte bei Sondereinsätzen zu töten vermögen? Da sitzen sie, die armen Unschuldigen, und plötzlich kracht und wummt es, die Tür fliegt durch das Zimmer, Rauch überall, Geschrei, Befehle, kräftige Arme, die einen auf den Boden drücken. Können Sie sich vorstellen, wie speziell ausgebildete Sondereinsatzkräfte (denken Sie an GSG 9) Opfer beklagen müssen, wenn sie die Wohnungen unschuldig unterdrückter Bauer stürmen? Der Agent der Matrix schwafelt von “rücksichtsloser Gewalt” und gibt im nächsten Satz an, dass immer wieder Spezialkräfte bei Einsätzen sterben. Die stolpern doch nicht zu Tode, nicht wahr? Der Agent der Matrix gibt mit seiner Scheiße eine bestimmte Denkrichtung vor, aber wenn wir ihm den Gefallen nicht tun und ihn fragen würden, was er denn vorschlagen würde im Kampf gegen Terroristen, die selbst Spezialkräften trotzen? Wer bildet diese Arschlöcher denn aus, dass sie Spezialkräften strotzen können? Wir reden hier nicht von Straßengangstern, wir reden von Terroristen mit Spezialkräfte-Ausbildung. Man kann Spezialkräfte nur dann immer wieder überwinden, wenn man selbst Spezialkraft ist. Wäre denn mehr Rücksicht geboten? “Klopf klopf, meine Herren, hätten Sie die Güte, ihre Waffen nicht zu gebrauchen und uns auf das Revier zu folgen, damit wir euch in die Zelle stecken können? Nein? Ok, verzeihen Sie die Störung, aber bitte, denkt noch einmal über unsere Bitte nach, hier ist meine Visitenkarte, ruft mich an, wenn ihr es euch anders überlegt habt…” Aber nein, der rücksichtslose Kadyrow…

Und wie haben die mafiösen Klans denn die Terroristen in Schach gehalten, wenn “immer wieder” Sondereinsatzkräfte bei Anti-Terror-Einsätzen ums Leben kommen? Wo Terrorismus eingedämmt wurde, sieht der Agent der Matrix Rücksichtslosigkeit walten. Wo das Zentrum des Terrorismus ist, sieht der Agent die Terroristen in Schach gehalten. Matrix-Logik.

Hier noch mehr davon:

Jahrelang hat der Kreml die Verantwortlichen in der Region gewähren lassen. Im Gegenzug lieferten sie bei Wahlen – ähnlich wie Tschetschenien – stets fantastische Resultate für den Präsidenten und die Regierungspartei, mit über einhundert Prozent Wahlbeteiligung in eigenen Bezirken.

Wir haben den Kreml und die Verantwortlichen der Region. Der Kreml lässt den Verantwortlichen freie Hand. Die Verantwortlichen schreiben im Gegenzug in den eigenen Wahlbezirken eine Wahlbeteiligung von über 100 %. Lassen wir den Wahrheitsgrad der Behauptungen außen vor, denn in diesem Beitrag interessieren uns nur die inneren Widersprüche der Lügengebilde. Was ist denn das für ein beschissener Deal für den Kreml, wenn die Vasallen eine Wahlbeteiligung von über 100 % generieren? Für wie blöd muss man die Leser halten, um ihnen den beschrieben Deal zu verkaufen? Unregelmäßigkeiten bei der Wahl torpedieren die Wahlergebnisse und liefern Futter für sämtliche Feinde Russlands. In wessen Interesse handeln die Verantwortlichen der Republik Dagestan, wenn sie eine Wahlbeteiligung von über 100 % hinkritzeln? Das ist offene Sabotage gegen den Kreml, zugunsten der westlichen Rattenherren, damit die ihren Lesern Scheiße in die Gehirne schaufeln können. Wer dem Kreml dienen will, sorgt für Ordnung in der Region, so wie Kadyrow. Und wenn schon Fälschungen in Auftrag gegeben werden, dann natürlich nicht solche, wie sie der Agent der Matrix beschreibt. Es sei denn, die Fälschung wurde von Betreibern der Matrix bestellt, dann macht alles Sinn. Das kapiert doch jedes Schulkind, dass eine Fälschung echt aussehen muss, um unerkannt zu bleiben. Wer eine Fälschung macht, die zu 100 % als Fälschung auffliegt, ist offensichtlich daran interessiert, dass die Fälschung auffliegt. Der böse Kreml bestellt Wahlfälschungen, die zu 100 % als Fälschungen enttarnt werden können – mit so einem Müll werden Sie in der Matrix gefüttert. Auf so einer Scheiße basiert das Russland-Bild der Deutschen. Es ist abartig.

Was sehen wir? Der Agent der Matrix nimmt die Klanführer Dagestans in Schutz, attestiert ihnen, die Terroristen in Schach gehalten zu haben, obwohl doch gerade in ihrer Republik die Terroristen Unterschlupf finden und kaum auszuräuchern sind. Der Agent der Matrix stellt diese Klanführer als Putins Handlanger dar, die Putin auch mit Wahlfälschungen dienen sollen. Dabei können die behaupteten Wahlfälschungen unmöglich Putin dienen, sondern nur dem Westen. Die Agenten des Westen, die in Russland Terrorismus unterstützen und Wahlen sabotieren, werden als Putins Agenten verkauft. Merken Sie sich dieses Muster. Die Arschlöcher, die Ihre Gesellschaft von innen heraus zersetzen und zerstören, werden als Ihre Freunde und Gönner vermarktet. Der Virus, der Sie zerstören soll, wird als Ihr Heilmittel verkauft, damit Sie sich nicht wehren. Und die Abwehrkräfte, die den Virus bekämpfen, werden verunglimpft, als “rücksichtslos”, “herrschend”, “unterdrückerisch”, “undemokratisch”, “korrupt” und was Ihnen sonst noch an emotionalen negativen Begriffen ins Unterbewusste geschrieben worden ist. In der Matrix stellt man alles auf den Kopf, vertauscht die Rollen von Virus und Immunsystem, damit Sie den Virus unterstützen und das Immunsystem bekämpfen.

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Schulz greift Gabriel an

Der Kampf der Transatlantiker gegen die Multipolaristen auf deutschem Boden geht weiter. Auf dem Koalitionsvertrag trocknet noch die Tinte, da greift Schulz an, indem er Ansprüche auf den Posten des Außenministers anmeldet. So sieht das aus:

Während seiner Amtszeit sei ihm zudem die Neuausrichtung der SPD nicht so geglückt, wie er es erhofft hatte. “Die Erwartungshaltung, die ich auch an mich selbst habe, die Partei zu erneuern, ist eine, der ich nicht in dem Umfang gerecht werden kann, den dieser Erneuerungsprozess braucht.” Die Aufgabe sei für ihn “unter den obwaltenden Umständen kaum noch zu leisten”.

(….)

Auf die Frage, warum der bisherige Außenminister Sigmar Gabriel nicht mehr im neuen Merkel-Kabinett vertreten sein soll, sagte Schulz: Gabriel habe eine sehr gute Arbeit geleistet, “aber ich habe mich entschieden, als Außenminister in die Regierung einzutreten”.

Beeindruckend. Ins Deutsche übersetzt: “Ich habe die Aufgabe der Parteiführung grandios vergeigt und kann es auch nicht mehr retten, deshalb habe ich beschlossen, Deutschland in der Welt zu vertreten”. Armes Deutschland, dass die Bürger so etwas ertragen müssen.

In der Fotostrecke zum Artikel, in der die möglichen Minister der neuen Regierung vorstellt werden, hat man Gabriel komplett ausgelassen. Und der Vorsitz der SPD soll an Nahles gehen. Der Groll gegen Gabriel ist groß, die Transatlantiker und ihre Presseorgane will ihn aus allen hohen Ämtern wegignorieren. Wir sind nicht überrascht über diese Intrige. Gabriel wird vom eigenen Mann angegriffen, aber wir hatten es schon, dass die beiden nicht auf der gleichen Seite der Front kämpfen. Interessant an der Liste der Ministerkandidaten ist auch das Fehlen von Jens Spahn. Es könnte ein Deal sein – wir drängen Gabriel raus, aber dafür bleibt Spahn auch draußen. Es wäre ein wenig zu viel des Guten für die Transatlantiker, aber möglich ist es. Warten wir ab, wie sich das entwickelt. Die Vorstellung, wie Schulz bei Lawrow die Pläne der russischen Regierung auszuspionieren versucht, ist jedenfalls sehr erheiternd.

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Nachtrag, 08.02.2018:

Gabriel schlägt zurück und wirft Schulz Wortbruch vor. Und degradiert ihn nebenbei zum “Mann mit den Haaren im Gesicht”. Es rollt auch schon der erste Kopf – Handelsblatt-Herausgeber Steingart hat die Dinge beim Namen genannt und muss dafür gehen.

Es ist KRIEEEEG!

Nachtrag, 09.02.2018:

Habe gestern vergessen den Absenden-Knopf für den Nachtrag zu drücken, deswegen ist der gestrige Nachtrag erst heute reingekommen. In den Kommentaren ist bereits vermerkt worden, dass Schulz seine Außenminister-Kandidatur zurückgezogen hat. Das ging schnell! Aber nicht wirklich überraschend, denn wie weiter oben geschrieben steht: “Es wäre ein wenig zu viel des Guten für die Transatlantiker”. Jetzt fehlt noch, dass man Gabriel bittet, Außenminister zu bleiben. Das Theater ist wirklich großartig. Zu vermerken ist weiterhin, dass der Rauswurf von Steingart ebenfalls nicht glatt über die Bühne geht. Chefredakteure und Geschäftsführer der Verlagsgruppe beschweren sich schriftlich beim Boss, dass man im Hause fliegt, wenn man nur einmal eine unangenehme Meinung äußert. Damit rücken sie dem Boss auf die Pelle. In unserer Matrix-Welt sind die westlichen Medien absolut frei und ein so massiver Vorwurf der Unfreiheit aus den höchsten Etagen der eigenen Reihen kann eigentlich nicht spurlos ignoriert werden. Wir können gespannt sein, was sich da noch entwickelt. Wenn es doch ignoriert wird, ist es auch gut – es wäre ein weiterer Riss in der Matrix.

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Schritte zum Umbau der EU

Die EU erarbeitet Regeln, um künftig die Auszahlung von Geldern an Mitgliedsstaaten zu begrenzen. Wer rechtsstaatliche Prinzipien verletzt, dem werden Zahlungen gekürzt, so der Plan.

Na und? Typische EU-Bürokratie, typischer EU-Schmarrn, eine typische Erwähnung in der Presse, kurz aufgetaucht und schnell vergessen, wenn überhaupt wahrgenommen.

Tatsächlich wird hier ein Grundstein zum Umbau der EU gelegt. Im Namen des Guten, des Besten und der Rechtsstaatlichkeit, um Widerstand nicht aufkommen zu lassen. Horden von Juristen feilen gerade an den Formulierungen, damit die Gesetze später so ausgelegt werden können, dass, rein zufällig, versteht sich, bei genau den richtigen EU-Staaten ein Mangel an Rechtsstaatlichkeit festgestellt wird. Dann werden ihnen die EU-Gelder gekürzt, womit ihr einziger Grund für den Verbleib in der EU entfällt und diese Staaten werden selbst darum betteln, aus der EU auszutreten. Die schmerzhafte Variante eines Austritts wird gerade an Großbritanien exerziert. Bei den übrigen Austrittskandidaten werden die vorher ausgemachten Deals entscheiden, wie glatt oder rau, wie still oder laut die Austritte erfolgen werden. Bei diesen Deals werden Drittmächte, wie etwa Russland, eine große Rolle spielen.

Ungarn zum Beispiel fühlt sich ohnehin nicht wohl in der EU und hat gute Beziehungen zu Russland. Es kann gut sein, dass Ungarn es kaum erwarten kann, bis die gerade vorbereiteten Maßnahmen greifen. Es kann gut sein, dass Russland die EU freundlich bittet, Ungarn beim Austritt nicht zu malträtieren und es kann sehr gut sein, dass die EU der Bitte nachkommt.

Polen hingegen ist ein Kandidat für eine maximal schmerzhafte Abwicklung. Polen kassiert unsagbar viel Geld aus Brüssel und scheißt der EU gleichzeitig am meisten ins Haus. Das Geheul wird groß sein, wenn die Geldflüsse versiegen. Und dann wird das Geheul noch größer werden, wenn die EU die Austrittsbedingungen diktiert und Polen erwürgt. Im Namen des Guten und der Rechtsstaatlichkeit, versteht sich. Russland wird zustimmend nicken und der EU mitteilen, dass es nichts, aber auch gar nichts gegen ein Abwürgen Polen einzuwenden hat. Für Polen wird es kein Entkommen geben. Wer sich unverschämt dämlich verhält, und das auch noch auf der Verliererseite, wird unverschämt hart bestraft werden. Polen allein ist Grund genug für die neuen Regeln, die derzeit ausgearbeitet werden. Polen ist das primäre Ziel.

Wie genau es sich abspielen wird, werden wir sehen. Aber für solche und ähnliche Szenarien bereitet die EU gerade alles vor.

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Von Kriegern und Arbeitern

Die Rollen sind klar verteilt. Russland kämpft, China baut.

Militärisch hat sich China nirgendwo eingemischt. Die für Syrien angekündigten 5000 chinesischen Soldaten sind nicht eingetroffen. In chinesischen Gewässern patroullieren weiterhin US-Kriegsschiffe und mehr als Protestnoten hat China nicht aufzubieten. Zum Kontrast erinnere man sich an US-Kriegsschiffe im Schwarzen Meer – Russland hat damals deutlich gemacht, wer Herr im Meer ist. Als eine russische SU sämtliche Elektronik des US-Flaggschiffs lahmgelegt hat und einen Scheinangriff nach dem anderen flog, blieb den US-Matrosen nicht mehr, als es auf ihre Smartphones aufzunehmen und sich später in den Medien auszuheulen. Spüren Sie den Unterschied? USA in chinesischen Gewässern – Chinesen heulen, USA in russischen Gewässern – USA heulen.

Diese Woche hat Russlands General und Verteidigungsminister Schoigu eine mehrtätige Reise nach Süd-Asien beendet (zusammenfassende Berichte). In Myanmar, Laos und Vietnam traf er nicht nur Verteidigungsminister und Generäle, sondern auch Premierminister. Auf der Tagesordnung standen Rüstungsverträge und intensivierte militärische Zusammenarbeit. Eine solche Zusammenarbeit mit Myanmar bedeutet beispielsweise, dass russische Kriegsschiffe in Myanmar anlegen dürfen, wenn sie es nur ein paar Tage vorher ankündigen. Die Erlaubnis gibt es automatisch, nur bitte rechtzeitig bescheid sagen, damit Platz gemacht wird. Das gleiche Recht gilt für Myanmars Schiffe in russischen Häfen. Ein Blick auf die Karte verrät uns, dass Vietnam und Myanmar lange Küsten an den für China kritischen Meeren und Meerengen aufweisen. Womit geklärt wäre, wer an Chinas Südflanke künftig für Ordnung sorgen wird, wenn China es wieder einmal nicht über eine Protestnote hinaus schafft.

Nebenbei hat Schoigu bekannt gegeben, dass der Vertrag über die Lieferung von S-400 Systemen an die Türkei vor kurzem besiegelt wurde. Die Türkei hat damit offiziell die militärische Schirmherrschaft gewechselt, es gibt kein Zurück mehr.

Und China? Chinas Vize-Premier ist dieser Tage in Kiew zu Besuch gewesen, um Infrastruktur-Investitionen in Höhe von 7 Milliarden Dollar anzukündigen. Russland wird die Ukraine befreien, nachdem der Westen dort alles dem Erdboden gleichgemacht hat. Und China wird dann alles neu bauen. China hat das Geld und die Arbeiter und den Fleiß, um wie verrückt zu bauen. Ein westlicher Experte ahnt sogar wahrhaft Böses voraus:

“An acceptable end state for both countries would likely be a Ukraine that is under Russian political and military influence, is being rebuilt with Chinese funds, and serves as a conduit for Chinese influence to Europe, where Western influence is minimized,” Holcomb said.

Für Russland und China wäre es akzeptabel, so Holcomb, wenn Russland die politische und militärische Kontrolle über die Ukraine bekommt und China dort die Infrastruktur für einen Korridor in die EU aufbaut.

Das identische Bild in Syrien. Russland hat Syrien erkämpft, China wird es aufbauen. Eine chinesische Delegation war beim syrischen Verkehrsminister zu Besuch und hat angekündigt, in den Wiederaufbau der syrischen Infrastruktur zu investieren.

In Nordkorea wird es genauso sein. Russische Militärs waren vor einigen Wochen dort. Russland garantiert Nordkoreas Schutz, China wird in Nordkorea einen großen Investitionsmarkt vorfinden, nachdem die Wiedervereinigung eingeleitet wird.

Venezuela und Libyen sind weitere heiße Kandidaten für die arbeitsteilige Schirmherrschaft Russlands und Chinas. Das Modell funktioniert prächtig.

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