Trumps Spiel mit Deutschland und der EU

Erst hat Trump Merkel eine Ohrfeige verpasst, indem er das Treffen kurzfristig verlegt hat. Merkel hat das geschluckt und den ihr zugeteilten neuen Termin artig angenommen. Bei Merkels Besuch in Washington hat Trump genauso weiter gemacht. Er verweigerte Merkel vor laufenden Kameras den Handschlag. In der gemeinsamen Pressekonferenz hatte er auch keine guten Botschaften für Deutschland. Gleich nach der Begrüßung hieß es:

We just concluded a productive meeting with the German and American companies to discuss workforce development and vocational training — very important words. Germany has done an incredible job training the employees and future employees (…).  It’s crucial that we provide our American workers with a really great employment outlook (…)

Übersetzung aus dem englischen und politischen direkt in Alltagssprache: Ihr teilt bitte schön eure Personalfachkompetenz aus der Industrie mit uns. Wir wollen auch so gut ausgebildete Facharbeiter wie ihr. Was nichts anderes heißt, als dass ein Teil der Produktion, die derzeit aus Deutschland eingekauft wird, zukünftig in den USA selbst produziert werden soll. Und Deutschland soll dabei helfen.

Zur NATO:

I reiterated to Chancellor Merkel my strong support for NATO, as well as the need for our NATO allies to pay their fair share for the cost of defense.  Many nations owe vast sums of money from past years, and it is very unfair to the United States.  These nations must pay what they owe.

NATO ist toll, aber unfair. Die USA tragen zu viel der Kosten. Die anderen haben Schulden aufgebaut. Die Schulden wollen beglichen werden. Der Herr fordert eine Abgabe vom Vasall. 2% des BIP sollen es mindestens sein.

Schauen wir mal nach. Deutschland hatte 2015 ein BIP von 3032,82 Milliarden Euro. Der Verteidigungshaushalt betrug im gleichen Jahr 32,97 Milliarden Euro. Das sind weniger als 1,1 % des BIP. Trump verlangt also speziell von Deutschland ein Wachstum der Verteidigungsausgaben um etwa 85 %. Merkel tröstete ihn im späteren Verlauf der Pressekonferenz mit einem Wachstum der Ausgaben von 8 % und einer Annäherung an Trumps Vorgaben bis 2024.

Bezüglich der Aufnahme von Flüchtlingen sagte Trump:

We also recognize that immigration security is national security.  We must protect our citizens from those who seek to spread terrorism, extremism and violence inside our borders.  Immigration is a privilege, not a right, and the safety of our citizens must always come first, without question.

Asyl sei ein Privileg, kein Recht. Die Sicherheit müsse an erster Stelle stehen, man müsse verhindern, dass Terroristen und Extremisten Asyl ausnutzen. Merkel vertrat die entgegengesetzte Position. Trump betont also den diametralen Unterschied in der gemeinsamen Pressekonferenz.

Over lunch, the Chancellor and I will talk about our economic partnership.  We must work together towards fair and reciprocal trade policies that benefit both of our peoples.

Trump will reziproken Handel und Vorteile für beide. Wir schauen wieder in der Statistik nach. 2016 hat Deutschland waren im Wert von knapp 107 Milliarden Euro exportiert und aus den USA Waren im Wert von knapp 58 Milliarden Euro importiert. Diese Schieflage will Trump beseitigen. Indem die Produktion in die USA verlagert wird, was wir weiter oben schon hatten.

Das waren die Ansagen von Trump an Deutschland bei der Pressekonferenz. Und Merkel? Sie betonte die enge Freundschaft, die lange Partnerschaft, die große Bedeutung der USA für Deutschland und so weiter und so fort. Wir zusammen, Seite an Seite.

Merkel hielt Trump 8 % Mehrausgaben im Verteidigungsbereich vor, was nicht mal einem Zehntel dessen entspricht, was Trump einforderte. Merkel wies darauf hin, dass Deutschland sich militärisch in Afrika engagiert. Das sollte ein Gegenargument zu Trumps „Ihr macht nicht genug“ sein. Und Merkel meldete Ansprüche für Libyen an:

We’re going to work on political solutions in Syria, but also in Libya — what we talked about.

Dass Merkel Syrien anspricht, ist klar. Deutschland hilft in Syrien offiziell aus. Aber aus der Zerstörung Libyens hat sich Deutschland herausgehalten. Warum will Deutschland da rein? Wir erinnern uns. Merkel bietet sich an. Wir sollen mehr tun? Gerne, wie wäre es mit Libyen?

Zum Ukrainekonflikt:

There has to be a safe and secure solution for Ukraine, but the relationship with Russia has to be improved, as well, once the situation there on the ground is clarified.

Die Ukraine ist jetzt ein Problem, das gelöst werden muss, um die Beziehungen zu Russland wieder zu verbessern. Die Beziehungen zu Russland sind das Ziel, die Ukraine ist das Problem. Vor nicht allzu langer Zeit war das noch umgekehrt. Die ukrainische Demokratie war das größte Ziel der „Weltgemeinschaft“ und Russland das große Problem. So ändern sich die Zeiten.

In der Fragerunde merkte Merkel zur EU folgendes an:

(…) that the success of Germans have always been one where the German success is one side of the coin, and the other side of the coin has been European unity and European integration.  That’s something of which I’m deeply convinced.  And I’m not only saying this back home, I’m saying this here.  I’m saying it in the United States and also here in Washington in my talks with the President.

Die Erfolge Deutschlands hängen eng mit der EU zusammen, deshalb sei Merkel sehr von der Einigkeit der EU überzeugt, und das sage sie auch in Washington, das sage sie auch dem US-Präsidenten. Hatte etwa jemand Zweifel daran? Wir merken uns kurz dieses Bekenntnis zur einigen EU, das Merkel fast penetrant an Trump übermittelt.

Merkel zur Immigration:

Migration, immigration, integration has to be worked on, obviously.  Traffickers have to be stopped.  But this has to be done while looking at the refugees as well, giving them opportunities to shape their own lives where they are; help countries who right now are not in an ability to do so — sometimes because they have civil war.  I think that’s the right way of going about it.  And this is obviously what we have an exchange of views about, but my position is the one that I have just set out for you.

In der Asylfrage geht Merkel auf Distanz zu Trump und sie sagt sogar offen, dass die Meinungen diesbezüglich differieren, was die Distanzierung nur bestärkt.

Auch in Fragen des Handels gingen die Meinungen auseinander. Zwar betonten beide, dass Fairness im handel ganz toll und wichtig sei, aber beide verstanden etwas anderes unter Fairness. Merkel führte ein Freihandelsabkommen mit Korea an, welches zu mehr Arbeitsplätzen in Deutschland geführt habe und verknüpfte das irgendwie mit Fairness. Trump findet genau das unfair und verteufelte NAFTA, weil dieses Freihandelsabkommen Arbeitsplätze in den USA zerstört hat. Merkel findet es also fair, wenn die knapper werdenden Arbeitsplätze nach Deutschland gehen und Trump findet es fair, wenn sie zurück in die USA gehen. Die beiden bekriegen sich in der Fragerunde inhaltlich, aber man könnte es fast harmonisch finden, weil beide einander loben und von Fairness reden. Aber der Schein trügt. Merkel war am Freitag bei Trump und am Tag darauf konnte der Rest der westlichen Welt die USA beim G-20 Gipfel in Deutschland nicht zu einem Bekenntnis für freien Handel bewegen. Deutschland wollte dieses Bekenntnis, Merkel hat bei Trump darum geworben. Trump hat ihr das nicht gegönnt.

In der Pressekonferenz sagte Merkel noch, dass sie eine Neuaufnahme der TTIP-Verhandlungen wünsche. Das Wort „TTIP“ nahm sie zwar nicht in den Mund, aber es war klar, was gemeint ist:

I hope that we can resume the agreement that we started.  We have just now concluded our agreement with Canada, and I hope that we will come back to the table and talk about the agreement between EU and the U.S. again.

Für wen ist dieser Einwurf gedacht? TTIP ist tot. Vielleicht saßen Clintons Agenten unter den Reportern und warfen Merkel böse Blicke zu? Vielleicht ist das nur ein weiterer Anlass, sich offen gegen Trump zu positionieren? Oder bietet Merkel einen Neustart der transatlantischen Beziehungen an? Jedenfalls wettert Trump gegen Freihandelsabkommen, während Merkel hofft, dass EU und USA ein solches abschließen. Die Uneinigkeit in dieser Frage ist offensichtlich.

So weit die Pressekonferenz.

Trump tut alles mögliche, um Merkel unmissverständlich klar zu machen, dass er in Konflikt zu ihr tritt. Er erniedrigt sie zwei mal öffentlich. Er fordert immense Geldsummen von Deutschland ein. Und er verweigert die Garantie des freien Handels, was gleichbedeutend ist mit der Drohung von Strafzöllen für deutsche Waren. Die USA sind der wichtigste Exportmarkt für Deutschland. Es gibt allen Grund zur Sorge.

Was spielt Trump für ein Spiel? Und wie weit ist Merkel in das Spiel eingeweiht?

Trump schürt den Konflikt mit der EU. Man könnte meinen, er tut es plump, aber das stimmt nicht. Er tut es ganz bewusst und intensiv genug, dass es niemandem entgehen kann. Er setzt die EU unter Zugzwang, sie muss darauf irgendwie reagieren. Die Absage von Freihandelsabkommen und die Forderung, Arbeitsplätze und Industrieproduktion an die USA abzugeben, können in der EU nicht gut ankommen. Das treibt die EU dazu, sich nach alternativen Märkten umzusehen.

Die Forderung nach stark erhöhten Militärausgaben der EU kommt zu einer Zeit, in der die EU offiziell eine eigene Armee aufbaut. Die EU hat also eine realistische Alternative zu der „Militärsteuer“ an die USA. Und Trump setzt die Steuer so hoch an, dass der EU ihre Alternative umso schmackhafter wird. Trumps Forderung provoziert die EU, den Aufbau der EU-Armee zu forcieren.

Das kann ein abgesprochenes Theaterstück sein, dessen Ziel darin besteht, die Symbiose zwischen USA und EU zu lösen und aus der „westlichen Welt“ zwei Pole der neuen multipolaren Welt zu machen: USA und EU. Das ist das positive Szenario für die EU. Es gibt aber auch ein negatives Szenario.

Bereits in seinem großen Interview mit BILD und New York Times hat Trump viele unangenehme Signale gesendet. Er hat Merkel kritisiert, er hat sein Vertrauen für den Dollar ausgesprochen und die Stabilität des Euro in Frage gestellt. Er hat den Brexit für gut befunden und weitere EU-Austritte angenommen – für ihn ist ein weiterer Zerfall der EU also eine Option.

jim-garrison meint weiterhin (hier und hier), dass es einen Deal zwischen Obama und Merkel gab (beschlossen zwischen 2011 und 2013), der besagte, dass Merkel die russlandfeindliche Linie der USA unterstützt und im Gegenzug freie Hand bei der Umgestaltung der EU nach eigenen Wünschen bekommt. Trump habe diesen Deal aufgekündigt. Das heißt, dass es keine Belohnungen für Russlandhetze mehr geben wird und dass die USA sich wieder aktiv in die EU-Politik einmischen können.

Trump könnte den Dollar stärken, indem er die EU und den Euro angreift. Ein Zerfall der EU würde dazu führen, dass die europäischen Staaten sich in Dollar-Anleihen flüchten. Das ist das negative Szenario für die EU. Es gibt mächtige US-Eliten, die das gern sehen würden. Brzezinski beispielsweise hat in seiner Skizze der multipolaren Welt drei Pole ausgemacht: USA, Russland, China. Kein Platz für die EU.

Im negativen Szenario zerfällt die EU. Wir holen uns Merkels Bekenntnis zur EU in Erinnerung, welches sie in der Pressekonferenz mit Trump äußerte und auch direkt an Trump richtete. Im dargelegten Kontext kann Merkels Bekenntnis eine Geste der Unterwerfung sein („bitte, wir wollen nicht zerstört werden; sag uns was wir tun sollen“) oder eine Kampfansage („wir wissen bescheid, aber wir werden für die EU kämpfen“).

jim-garrison hat Anfang Februar für die EU verschiedene Handlungsoptionen beschrieben:

  1. Mit der US-internen Opposition von Trump (Clintonisten) Trumps Linie zerstören und ihn zurück zur alten transatlantischen Linie zwingen.
  2. Gewisse Zugeständnisse an Trump machen und auf ein transatlantisches Bündnis 2.0 hinarbeiten.
  3. Den Kampf gegen USA und Großbritanien annehmen, den Handelskrieg führen, die Aufstände in der EU hart bekämpfen.
  4. Sich für den Zerfall der EU und die sich daran anschließende wirtschaftliche Katastrophe vorbereiten.

Die neu entfachten Kämpfe in der Ukraine würden dafür sprechen, dass Teile der EU die erste oder zweite Strategie verfolgen wollen. Russland soll wieder als Feindbild bekräftigt werden, USA und EU angesichts der russischen Bedrohung zusammenkommen. Auf Seiten der USA arbeiten die Fake News über russische Hacker in diese Richtung. Spätestens nach Merkels Besuch bei Trump sieht es für mich so aus, dass diese Strategie abgeschrieben werden kann. Trump nimmt Fahrt auf und er bleibt sich treu. Nichts deutet darauf hin, dass man ihn auf die Globalisten-Linie bringen kann (Optionen eins und zwei).

Prodis Aufforderung zum „Konterangriff“ (bezüglich Trumps Hinweis auf einen weiteren Zerfall der EU) und Fillon in Frankreich sind Ausdruck der Eliten, die die dritte Strategie beschreiten wollen. Abbau der Sanktionen gegen Russland und gute Beziehungen zu Russland sind in diesem Lager essentiell, denn mit Russlands Unterstützung kann der Kampf gegen USA und Großbritanien gelingen.

Die vierte Handlungsoption von jim-garrison, die einer Kapitulation entspricht, halte ich im Moment nicht für aktuell. Dafür regt sich zu viel in der EU. Mein optimistisches Szenario von einer koordinierten und friedlichen Auflösung der transatlantischen Symbiose kommt bei jim-garrison nicht vor.

Interessant ist, dass die verbliebenen optimistischen Szenarien „Handelskrieg“ und „friedliche Scheidung“ beide eine Distanzierung von USA und EU beinhalten. Sie unterscheiden sich nur darin, wie gut- oder bösartig die USA das handhaben werden und wie stark zerfleddert die EU aus diesem Abenteuer rausgeht. Das wird spannend. Und für die EUropäer vielleicht auch sehr schmerzvoll.

Der größte Hoffnungsträger der EU ist Putin, so verrückt das vielen Deutschen heute klingen mag. Entgegen aller Verteufelung ist Putin ein sehr friedliebender Politiker, der an freundschaftlichen Beziehungen zur EU interessiert ist. Dieses Interesse Russlands an einer funktionierenden, kooperativen EU ist die größte Hoffnung der EU. Nur Putins allmächtige Hacker können Trump davon überzeugen, die EU nicht abzuschlachten, sondern ihr einen Platz am runden Tisch der multipolaren Weltordnung einzuräumen.

Putin hat beim Treffen mit Seehofer bekannt gegeben, dass Merkel am 2. Mai zu einem Besuch in Moskau erwartet wird. Das Datum hat Symbolcharakter. Am 2. Mai 1945 wurde die Kapitulation Berlins vor der Roten Armee unterzeichnet.

Was haben wir in der Summe? Trump positioniert sich überdeutlich gegen die EU. Auch Merkels persönliches Treffen konnte daran nichts ändern. Im besten Fall entzieht Trump Deutschland den Rückhalt in geopolitischen Fragen. Im schlimmsten Fall beginnt Trump einen schweren Handels- und Währungskrieg gegen die EU. Auf der anderen Seite wartet Putin mit den Kapitulationsbedingungen. Merkel wird wohl unterzeichnen müssen. Deutschland kann sich einen Zweifrontenkrieg gegen USA und Russland nicht leisten. Der bedrohte US-Markt muss ersetzt werden. Von den USA gibt es keine Belohnungen mehr für russlandfeindliche Politik. Stattdessen gibt es von den USA jetzt eine Front gegen die EU, das hat Trump zur Genüge klargemacht. Auf der anderen Seite hat Putin selbst in Zeiten der übelsten Russlandhetze die Hand für partnerschaftliche und freundschaftliche Beziehungen ausgestreckt. Eine Orientierung nach Osten, zu Russland, China, Indien, Iran und anderen, scheint unausweichlich. Die Alternative dazu wäre der Untergang.

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Zweckpessimismus reflektieren

Als Trump sich für die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner bewarb, haben viele gesagt, er hat null Chancen, es zu werden.

Als Trump Präsidentschaftkandidat geworden ist, haben viele gesagt, er hat null Chancen gegen Clinton.

Als Trump gegen Clinton gewonnen hat, haben viele gesagt, er hat null Chancen, zum Präsidenten ernannt zu werden. Man würde ihn wegintrigieren.

Als Trumps Inaguration anstand, haben viele gesagt, er hat null Chancen, weil man ihn ermorden werde.

Einen Monat nach dem anderen haben die Betreiber der Matrix behauptet, dass Trump null Chancen habe. Die Agenten der Matrix haben diese Nachricht verstärkt durch die Megaphone der „Qualitätspresse“. Und viele Menschen haben das nachgebetet. Leser des Blogs haben es als „Zweckpessimismus“ bezeichnet.

Am 17. Januar habe ich zu den unterstellten Mordgelüsten der Globalisten geschrieben:

Nein, das Problem ist, dass Trump nicht alleine ist und seine Beseitigung das Problem nicht beseitigt. Hinter Trump steht (grob) die halbe Elite der USA.

(…)

Aber was passiert denn, wenn ein Versuch fehl schlägt? Dann geben Sie als Auftraggeber Trump das Schwert in die Hand, um Sie zu enthaupten – und niemand wird etwas dagegen sagen können. Schauen Sie, welche Säuberungen Erdogan nach dem Putschversuch durchführt. Ohne Putschversuch hätte er dafür keine Legitimation, hätte mit seinen inneren Feinden weiter verhandeln müssen. Das müssen Sie als Auftraggeber im Kopf haben. Und wenn der Mordversuch gelingt? Dann rückt einer von Trumps Leuten nach und führt die Säuberungen durch. Geil. Das sind ja die besten Aussichten für die Clintonisten. Das feindliche Eliten-Lager bekommt im Falle eines Mordversuchs so oder so alle Karten in die Hand, um die Clintonisten hemmungslos zu zerstören.

CNN hat das offenbar aufmerksam gelesen und das Problem erkannt. Gleich am Folgetag brachte CNN ein Gegenargument ins Spiel, um die Zweckpessimisten gegen bösartige Argumente zu wappnen. Das sei ganz einfach. Am Tag eins der Präsidentschaft würden Trump und Pence umgebracht und gemäß den Regeln würde – so behauptete es CNN jedenfalls – einer von Obamas Leuten zum Häuptling der USA werden, einfach weil Trumps Leute noch gar nicht offiziell im Amt wären zu der Zeit.

Das war Balsam auf die Seelen der Zweckpessimisten. Da war sie, die offene Ankündigung der Zionisten. Diese Götter würden Trump nie und nimmer die Macht überlassen.

Inzwischen ist Trumps Kabinett fast vollständig im Amt. Obamas Leute sind raus. Pech für die Zweckpessimisten. Überall Trumps Leute.

Trump hat null Chancen. Trump hat null Chancen. Trump hat null Chancen. Trump hat null Chancen. Trump hat null Chancen. Während die Welt sich rasant ändert, suhlt sich der Zweckpessimist ganz zwecklos in Pessimismus. So wie diese Frau.

Und es ist nicht vorbei. Die neue Losung der Matrix lautet: Trump hat null Chancen, weil die Götter ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn einleiten werden. Und viele Menschen glauben das.

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Die CIA und die Perestroika

Ein CIA-Veteran erzählt, wie die CIA die Sowjetunion mit psychologischem und wirtschaftlichem Krieg in die Knie zwang:

Unter anderem erzählt er, dass die CIA (vertreten unter anderem durch ihn persönlich) und US-Polittechnologen zusammen mit dem Politbüro der Sowjetunion die Demontage der Sowjetunion und die Schritte besprochen haben, die zur Perestroika (deutsch: Umbau), dem großen Reformprogramm, führen sollten.

Die Perestroika begann 1986. Und schon davor haben sowjetische Eliten zusammen mit der CIA den Zerfall der Sowjetunion abgesprochen. Zwischen Beschluss und Zerfall lagen mehr als 5 Jahre. Der Zerfall war abgesprochen und genau durchgeplant. Die Perestroika war das geplante und dann auch genutzte Werkzeug für die Durchführung des Zerfalls. Solche Dinge geschehen weder zufällig noch unabsichtlich.

Trump hat am 28. Februar in seiner ersten Rede vor dem Kongress eine Perestroika in den USA angekündigt:

The time has come for a new program of national rebuilding.

Trump bezieht das auf die Modernisierung der Infrastruktur. Die US-Perestroika läuft mit anderen offiziellen Zielsetzungen und wird die sowjetische Perestroika natürlich nicht eins zu eins kopieren. Aber die Symbolik ist auffallend. Und nichts daran ist zufällig oder spontan. Verstehen Sie?

PS: Angesichts solchen Übermuts seien den Entscheidungsträgern folgende Worte des Katers (sinngemäß) zur Kenntnisnahme und späterer Reflexion empfohlen: Die meisten Menschen verstehen nicht, was gerade passiert. Wer es versteht, bekommt die Chance, sich umzuorientieren und weiter zu machen. Wer es später versteht, wird vielleicht noch fliehen können. Und wer es zu spät versteht, wird nicht überleben. Das mit dem „überleben“ ist je nach Berufsfeld wörtlich zu nehmen (betrifft vor allem solche Personen, die selbst gemordet haben oder dabei mitgewirkt haben) oder im übertragenen Sinn zu verstehen – als Verlust von Geschäften, Kapital, Zugang zu Märkten usw.

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Befreiung aus der Matrix

Wenn Sie den Artikel „Die Matrix“ noch nicht gelesen haben, oder ihn nicht mehr im Kopf haben, schauen Sie kurz rein, weil das folgende Video in der Gegenüberstellung zum Artikel am besten wirkt.

Im Video sehen Sie eine Therapiesitzung, in deren Verlauf eine in der Matrix gefangene Frau daraus befreit wird. Schauen Sie, wie anstrengend und schmerzvoll das ist. Aber es geht. Die Frau muss dafür ihr Weltbild umbringen. Aber am Ende ist sie wie neugeboren, was man ihr auch ansieht.

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Trump lässt Merkel abblitzen

Das für Dienstag geplante Treffen von Merkel und Trump in Washington wurde von Trump verschoben. Wegen eines aufziehenden Schneesturms.

Ist das eine demütigende Geste oder nicht? Man kann darüber diskutieren, ob der Schneesturm unter anderen Umständen dazu führt, dass ein wichtiges Treffen von Staatsführern verschoben wird. Im Grunde ist es fast egal.  Nehmen wir wohlwollend für Merkel an, dass der böse Schneesturm unabhängig von der politischen Wetterlage zu einer Verschiebung des Termins hätte führen müssen. Geschenkt. Können wir aber glauben, dass das Weiße Haus die Gefahr des Schneesturms erst in dem Augenblick erkennt, wo das Flugzeug der Kanzlerin schon startbereit auf der Startbahn steht? Drei Stunden vorher waren sich die Meteorologen des Schneesturms noch nicht bewusst?

De Zeitpunkt der Absage verrät uns die böse Absicht. Zumindest ein Teil der Passagiere befand sich bereits an Bord. Trump verhinderte Merkels Reise also in letzter Sekunde. Wenn der Schneesturm nicht der offizielle Anlass, sondern der wahre Grund für die Terminverschiebung gewesen wäre, dann wäre die deutsche Delegation mindestens um Stunden früher informiert gewesen.

Woran werden wir Merkels Reaktion erkennen? Hier ist die Spur (aus dem obigen SPON-Artikel):

Laut Weißem Haus soll das Treffen nun am Freitag stattfinden. Die deutsche Regierung muss den neuen Termin noch bestätigen.

Das Weiße Haus hat den gemeinsam vereinbarten Termin abgesagt und den neuen Termin einseitig verkündet. Diese diplomatische Geste zeigt, wer befiehlt und wer zu gehorchen hat. Wenn Merkel den Termin am Freitag wahrnimmt, demonstriert sie Unterwerfung. Wenn das Kanzleramt sagen wird, das Freitag leider nicht möglich ist und für das Treffen ein anderer Termin gesucht werden müsse, ist es eine Kampfansage.

Egal, wie Merkel reagiert – Trump schlägt damit einen Keil zwischen USA und Deutschland. Das ist nicht zu verwechseln mit einem Keil zwischen Trump und Merkel. Es kann sich bei dieser kleinen Affäre um (abgesprochenes) Theater handeln, welches dazu dienen soll, USA und Deutschland ein wenig voneinander loszueisen und beiden Ländern Handlungsspielraum für Alternativen zur engen „Freundschaft“ zu eröffnen. Das würde sehr gut zu den Ankündigungen sowohl von Trump als auch von Merkel passen, die beide große Richtungswechsel angekündigt haben, in denen wenig Platz für eine US-deutsche Symbiose ist.

Wenn das, was nach einem politischen Konflikt aussieht, beiden Parteien nicht wirklich weh tut und die Interessen beider Parteien fördert, dann ist der Konflikt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Theaterstück. Aufgeführt wird „Die Scheidung von USA und Deutschland, 1. Akt“. Wie so häufig bei Scheidungen, muss man darauf gefasst sein, dass es unfreundschaftlich zugehen könnte.

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Die Bombe im Fahrstuhl

Wir beobachten weiter den Fahrstuhl (Teil 1, Teil 2). Die frühe Annahme war, dass Trump mit großen Skandalen einen großen Teil der alten Eliten aus den Machtstrukturen entfernen wird. Eine Vorbereitung in diese Richtung haben wir gesehen, als Trump eine Frau auf Platz 2 der CIA setzte, die gute Gründe hat, die CIA auszumisten. Wikileaks hat nun begonnen, CIA-Interna zu veröffentlichen. Da haben wir die Bombe. Oder sagen wir besser: eine Bombe. In der Fahrstuhl-Metapher gibt es nur den einen Fahrstuhl, in der Realität hat es sich die Elite natürlich in sehr vielen Institutionen gemütlich gemacht. Trump wird mehrere Bomben in unterschiedlichen Institutionen benötigen. Die CNN-Leaks kommen auch nicht zufällig daher, sie sind Teil des gleichen Elitenkrieges.

Manches geht auch ohne Bombe. Das US-Außenministerium konnte einfach so gesäubert werden. Die Beamten der Globalisten-Ära wurden einfach massenhaft entlassen. Darunter Victoria Nuland, die sich zum Symbol der hässlichen US-Außenpolitik gemausert hat.

Justizminister Jeff Sessions beeilt sich mit der Entlassung von Obamas Bundesanwälten. Man hätte sie so oder so entlassen, normalerweise erst, wenn die Nachfolger feststehen. Aber so viel Zeit will man Obamas Agenten nicht mehr geben. Und die Entlassung ist auch eine Geste – Sessions wurde von der Globalisten-Presse heftig angegriffen und sollte wie Flynn gegangen werden. Der Spieß ist symbolisch umgedreht worden. Die Presse vergießt besonders viele Tränen über den gefeuerten Bundesstaatsanwalt Preet Bharara. Der bekommt von Anfang an persönliche Erwähnung, Fotos und eigene Artikel. Daran erkennen wir, dass eine wichtige Globalistenfigur aus dem Fahrstuhl geflogen ist. Am Geheul erkennen wir es.

Am Geheul werden wir auch weitere Figuren erkennen. Solche, die rausfliegen und solche, die reinkommen. Die Figuren, die rausfliegen, werden in den Medien groß als Verlust für Demokratie und die Menschheit und das Gute beweint werden (so wie Bharara). Die Figuren, die in den Fahrstuhl reinkommen (so wie Sessions), werden wir daran erkennen, dass sie als Verräter, als das Böse bekreischt werden. Sessions hat mit einem russischen Diplomaten gesprochen. Ahhh! Verräter! Er muss weg, schnell, schnell! So hört es sich an, wenn wichtige Leute von Trump den Fahrstuhl betreten.

Wenn Sie Bewegungen im Fahrstuhl registrieren, seien Sie eingeladen, die Hinweise in den Kommentaren zu diesem Artikel zu hinterlassen. Als größere Bombe sind die CIA-Leaks einzuschätzen. Wenn Sie irgendwo auf eine interessante Aufarbeitung der Dokumente stoßen, können Sie gern einen Hinweis in den Kommentaren hinterlassen.

PS: Bernie Sanders hat sich enttarnt. Die Globalisten brauchen ihn jetzt, um die Graswurzel-Zombies zu aktivieren, damit die sich aktiv für ihre Zombifizierung einsetzen.

„Erhebt euch, Graswurzel! Sonst nimmt euch der böse Trump euer schönes Leben weg!“

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Versehentlich vorbeigeschossen…

Der sprechende Kater hat am 21. Februar bezüglich der Verbreitung von Ängsten, dass die Türken in Syrien russische Kräfte angreifen wird, folgendes geschrieben:

Sobald ein [unerwünschter] Schritt nach links oder rechts erfolgt, werden wir sofort wieder versehentlich daneben schießen, so dass niemand nirgendwo hingeht.

Am 1. März war es so weit. US-General Stephen Townsend berichtete, dass die russischen Luft- und Weltraumkräfte in der Nähe der syrischen Stadt Manbij versehentlich US-gestützte Rebellen getroffen haben.

Verstehen Sie? Ein US-General, der die in Syrien und Irak eingesetzten US-Kräfte befehligt, sagt, dass seine verbündeten syrischen Rebellen von Russland angegriffen wurden. Versehentlich. Verstehen Sie? Der US-General hat Russland dafür entschuldigt, dass Russland US-Marionetten bombardiert hat. Und die Medien der Clinton-Front berichten das einfach so, ganz unaufgeregt (oben New York Times, hier noch CNN als Beispiel).

Und nur einen Tag später, am 2. März, haben die versehentlich getroffenen Rebellen angekündigt, ein großes Gebiet bei Manjib an die syrische Armee abzugeben. Verstehen Sie? Die getroffenen US-Rebellen empören sich nicht, nein, sie geben einfach ihre Gebiete her. Das tut man so, wenn man „versehentlich“ getroffen wurde und der eigene Herr zu verstehen gegeben hat, dass er Verständnis für für das „Versehen“ hat.

Während in der Matrix die große Show abgezogen wird, in der Russland und USA unversöhnlich aneinander geraten und der Kontakt eines US-Beamten zu einem russischen Diplomaten den Job kostet, werden in der Realität Tatsachen geschaffen. Und in der Realität sieht es sehr stark nach einer Übereinkunft zwischen Russland und den USA aus, was die Lage in Syrien angeht. Und die Übereinkunft beinhaltet offensichtlich, dass die USA einen Teil ihrer Schutzgarantien gegenüber den Rebellen zurückziehen. Und das kann nur bedeuten, dass die USA ihren Einfluss in Syrien und damit im gesamten Nahen Osten, reduzieren.

So sieht ein geopolitischer Rückzug im Alltag aus. Man kann das leicht übersehen, weil der Rückzug von einer gigantischen Show maskiert wird. Die Show verspricht Ihnen, dass alles beim Alten ist. Bleiben Sie ruhig, alles wird gut, nichts hat sich geändert.

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Rückblick und Reflexion

Wir schreiben das Jahr 2017. Vor anderthalb Jahren sah es für Syrien und Assad sehr schlecht aus. „Assad muss weg!“ war damals, vor anderthalb Jahren, eine Forderung der westlichen Welt, die durch die Münder zahlloser Politiker, Journalisten und Aktivisten aller Art täglich vielfach bekräftigt wurde.

Vor anderthalb Jahren begann Russland seinen Militäreinsatz in Syrien. Die Monate vergingen, die Forderungen nach Assads Abgang wurden seltener, die Bereitschaft, ihn als Syriens Präsidenten zu akzeptieren, erklang immer häufiger in der westlichen Welt. Aber nicht minder häufig hörten wir immer noch „Assad muss weg“, teilweise aus den gleichen Mündern.

Da! Seht! Sie fordern wieder seinen Rücktritt! Die Zeichen für seine Akzeptanz waren nur eine Falle! Schnell! Wir müssen die Hoffnung begraben! Alles wird schlecht! Alles muss schlecht werden! Weil… warum eigentlich? So ist die allgemeine Stimmung. Darum.

Und jetzt? Assad ist noch da. Während viele von denen, die seinen Abgang forderten, schon weg sind.

Assad muss weg! Muss er?

Wann haben Sie das letzte mal ein „Assad muss weg!“ gehört? Die Frage stellt sich nicht mehr. Und es sind nur anderthalb Jahre vergangen. Was sind schon anderthalb Jahre? Nur ein Augenblick, aber wenn man mitten drin ist, kann es einem erscheinen, als würden die Dinge, die passieren, niemals ein Ende nehmen. Man muss ab und zu zur Ruhe kommen und zurück blicken, um wahrzunehmen, wie die Dinge sich verändern. Wie stark sich die Dinge verändern. Und wie schnell.

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Abtritt von der großen Bühne

Heute gibt es einen kleinen Artikel des sprechenden Katers. Übersetzung (und Überschrift) von mir, Artikel minimal gekürzt.

Die Hausherren des westlichen Globalismus haben global verloren. Sie wurden vor einem Jahr matt gesetzt, danach mussten sie überlegen, wie genau sie abtreten. Die UdSSR beispielsweise ist abgetreten zum Applaus und Demagogie über Freiheit, über die Ablehnung des Autoritarismus und anderer schädlicher Ismen, über die Auflösung des Länderblocks des Warschauer Pakts. Der vorgeschobene Grund war, dass die UdSSR es so gewollt hat, um der Freiheit willen und damit alle selbstständig werden usw. Das muss man sich in Erinnerung holen, um zu verstehen, welcher äußere Tanz die Kapitulation eines gigantischen Staates begleitet, eines Staates mit einem gigantischen Militärblock, vielen Verbündeten, einem riesigen Militärpotential, das ist wichtig. Treffen, lächeln, streiten; äußerlich einige Schwierigkeiten in den Beziehungen, dann die Überwindung der Schwierigkeiten, denn wir alle sind Menschen. Dann das Aufgeben der eigenen Märkte, dann der Verbündeten, aber nicht mit diesen Worten, nein. Das ist eine Perestroika („Umbau“) des Bewusstseins, das ist freier Handel, das ist die Befreiung der Länder des Warschauer Paktes von der Last der schlechten Jahre usw. Haben wir uns das in Erinnerung geholt? Gut. Anders geht es nicht. Haben am Anfang viele Menschen gewusst was passiert und wohin das alles führt? Nein, sagen wir es offen, es waren nicht viele. Nicht mal die Verbündeten haben es verstanden, deswegen haben es manche nicht geschafft, in Ruhe bis zum Ende zu fahren, mancher schaffte es nicht mal ZU FLIEHEN. Warum? Weil nicht verstanden wurde, was passierte und was weiter passieren würde. Und passiert war eine Kapitulation, sie wurde nur mit einem engen Kreis der Herren des heutigen westlichen Globalismus besprochen. Alles, was vereinbart wurde, wurde nur stückchenweise umgesetzt. Wenn die nächste Etappe anstand, hat nur ein gewisser Personenkreis im US-Außenministerium und im Kreml vom nächsten Schritt oder von Teilen dieses Schrittes gewusst.

Das ist ein langer Prozess, ein schleichender Prozess, das Volk muss dabei nichts verstehen, übrigens das Volk der gesamten Erde. Denn es hätten mehr Kriege beginnen können als geplant waren, ein unkontrolliertes Chaos. Und wenn in der UdSSR bekannt geworden wäre, dass… es hätte ein Blutbad geben können, bei dem sehr viele zu Hackfleisch verarbeitet worden wären, das hätte ein langes und blutiges Schlachtfest werden können. Ich erkläre einfach kurz IHRE Position und warum es jetzt immer so gemacht wird und nicht anders, ich habe über die Ursachen geschrieben. Heute braucht niemand Millionen Hungernde in zerstörten Städten wie nach dem Zweiten Weltkrieg. Das wäre ein zweifelhafter Sieg. Sie haben ohne einen verlorenen Soldaten alles bekommen, was sie niemals, mit keinem Krieg, hätten bekommen können. Aber so ist das Volk ausgeraubt und das Land zerrissen. Die Territorien, die über Jahrhunderte angegliedert wurden, wurden mit einem Lächeln im Gesicht abgegeben und am Ende ist man noch allen etwas schuldig geblieben. Sie kennen diese Geschichte.

Jetzt haben die gestrigen Gewinner verloren. Genau deshalb hat Trump gewonnen, denn es konnte nicht anders sein. Selbst wenn er nicht gewonnen hätte, hätte er gewonnen, verstehen Sie mich? Trump hätte gewonnen, selbst wenn er verloren hätte.

Von denen, die der Macht des Weißen Hauses nahe standen, verstehen nur wenige, was passiert ist, wann und wie. Sie sind hysterisch und denken wirklich, dass das alles nur ein schreckliches Missverständnis ist und dass es nur Trump ist… sie verstehen nicht, wie es dazu kommen konnte und sie glauben nicht, dass sie Trump nicht einfach aus dem Weg räumen können, sie haben bis zum 20. Januar geträumt. Es wird nichts, nicht im Februar, nicht im Mai, nicht am Ende seiner ersten Amtszeit, es wird nie etwas.

Wichtig ist, was in den USA passieren wird. Ich habe geschrieben, was passieren wird – ein großes Kanada und die erste wichtige Etappe besteht darin, eine Wirtschaft ohne die ehemaligen Vorzüge zu gestalten, ohne die Möglichkeiten, die freiwillig an China abgegeben wurden und… ohne viele andere Dinge. Wie man an den Vereinbarungen erkennt, wird ein großer Teil der Produktion in die USA zurück kehren, ich habe darüber geschrieben, so passiert es auch. Diejenigen, die zur Rückkehr auserkoren wurden, aber sich sperren und in China oder anderswo bleiben wollen, wird man rausdrücken. Es ist offensichtlich, dass die Bedingungen des Überlebens der USA unter den neuen Umständen auch besprochen wurden. Die zweite Etappe… ist wohl noch zu früh zu beschreiben zum jetzigen Zeitpunkt, aber als Variante habe ich bereits darüber geschrieben – eine Abspaltung von Teilen der USA, eine Teilung der USA in zwei Kanadas… aber das kommt erst in etwa fünf Jahren…

Es ist sehr dumm, jetzt jedem Rascheln des gefallenen Laubes vom Vorjahr zu lauschen und die Aufmerksamkeit auf Kleinigkeiten zu lenken. Es ist nicht wichtig, was gesagt werden wird. Wichtig ist, was de facto aus den Taten hervorgehen wird, oft aus unbemerkten Taten.

Vieles wird noch kommen, es wird glückliche Wahlen geben, bei denen die richtigen Leute an die Macht kommen, aber es wird auch Unglücksfälle geben, wenn jemand es nicht schafft zu fliehen. All das wird es geben und es passiert schon jetzt. Manch einer ist schon gekommen, manch einer geht bereits oder ist schon gegangen. So wie ich es geschrieben habe, wird alles sehr natürlich aussehen. Daran, wer kommen wird, werden wir sehen können, wie der Einfluss verteilt wurde und… noch vieles mehr.

Niemand wird überraschend auf die Bühne treten, niemand.

Ohne weiteren Kommentar oder Erläuterungen. Vielleicht hilft es dem ein oder anderem, sich in der aktuell schwer verständlichen Zeit zu orientieren.

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Gedanken über die zukünftige EU-Armee – zweite Ergebnisse

Es geht munter weiter mit der EU-Armee. Die letzten Fortschritte (Deutschland weitet seinen Bundeswehreinsatz in Mali aus) wurden hier berichtet.

Jetzt meldet die FAZ, dass Rumänien und die Tschechische Republik jeweils eine Brigade unter deutsches Kommando übergeben. Die Niederlande hat inzwischen 2/3 ihres Heeres unter deutsches Kommando gestellt. Weitere deutsch-niederländische, deutsch-französische und deutsch-norwegische Partnerschaften sind angekündigt worden. Genau so entsteht sie, die EU-Armee. Schritt für Schritt, mit Deutschland als Kern und Kommandostab und den anderen EU-Ländern als Zubringern unter deutschem Kommando. Was die Rolle der USA in der NATO ist, soll Deutschlands Rolle in der neuen EU-Armee werden.

Mit den USA ist alles abgesprochen. Neuer US-Verteidigungsminister Mattis betont die Bedeutung der NATO, von der Leyen kündigt an, dass Europa endlich mehr in die NATO investieren wird. Trump hat seine NATO-Kritik reduziert. Warum ist das alles so? Weil es einen Deal gibt. Trump will die USA von der NATO befreien, Merkel ist einverstanden, man hat sich über den Übergang geeinigt. Deutschland übernimmt von den USA den europäischen NATO-Teil (ohne Großbritanien). Skanadale sind unnötig. Wir haben uns alle lieb, die NATO ist ganz wichtig – das ist die PR des Deals. So können alle in Ruhe an der Auflösung der NATO und am Aufbau der EU-Armee arbeiten, ohne es offiziell verkünden oder zugeben zu müssen.

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