Diskussion Wahlergebnisse

Merkel verliert Stimmen, bleibt aber obenauf.

Der SPD-Messias hat versagt.

Der FDP-Messias wurde mit Erfolg in den Bundestag geworben.

Die AfD hat ihren Zweck erfüllt und die Protestwähler an sich gezogen.

Die Mitte schrumpft, die Randparteien erhalten Zulauf. Ein Marker für die steigende Unzufriedenheit in der Gesellschaft, für die geopolitische Krisenzeit, für die Unfähigkeit der Politik der Mitte, mit den Herausforderungen der Zeit klar zu kommen.

Vernünftigerweise läuft alles auf die große Koalition hinaus. Die SPD ziert sich offiziell, aber vielleicht nur, um einen Ministerposten mehr auszuhandeln.

Veröffentlicht in Analysen Getagged mit:
260 Kommentare zu “Diskussion Wahlergebnisse
  1. Helm ab zum Gebet sagt:

    Linke und AFD erhalten gemeinsam 21,8% der Stimmen.

    D.h. 78,2% sind mit der bisherigen Politik zufrieden, bzw. sind der Meinung das man nur kleinere Änderungen vornehmen müsste.

    Skandalös finde ich das Abschneiden der Grünen. Waren das nur unzufriedene SPD Wähler? Was ist die Botschaft dieser Partei? Todesstrafe für Gender-Verweigerer? Für Atomkrieg und Mülltrennung? Würden die Gauck auch direkt zum Kanzler wählen?

    OK, ich polemisiere – hab mich aber auch ein bisschen stark aufgeregt!

    • Analitik sagt:

      „D.h. 78,2% sind mit der bisherigen Politik zufrieden, bzw. sind der Meinung das man nur kleinere Änderungen vornehmen müsste.“

      Ne, das heißt es nicht.

  2. Tja ANALITIK, für mich ist dieses Wahlergebnis absolut maßgeschneidert, als ob von meinem meisterlichen Koll. Johann, Heinrich LAMBERT, dem Vater der Systemtheorie!
    RRD
    Jamaika, SPD geführtes U-Boot klingt AfD als Oppositionsführer aus! Noch Fragen?
    RRD

    • Analitik sagt:

      „Jamaika, SPD geführtes U-Boot klingt AfD als Oppositionsführer aus! Noch Fragen?“

      Wette angenommen. Mein Tipp ist große Koalition.

      • Aquamarin sagt:

        Dem Tip „große Koalition“ schließe ich mich an.
        Die erste Reaktion der SPD ist, denke ich, dem über hundert Jahre antrainierten Beiß-Reflex geschuldet, alles was irgendwie nach Opposition riecht, vernichten zu müssen.
        Um den Status der AfD als „Oppositionsführer“ zu verhindern: Dazu dient, meiner Vermutung nach, die eingeleitete Spaltung der Fraktion durch Petry. Nach dem aktuell vorläufigen Wahlergebnis dürften etwa 15 abgespaltene Sitze reichen, um die FDP zur drittstärksten Fraktion (und damit zum „Oppositionsführer“) zu machen.

        • 15 Sitze abspalten wird gar nicht so leicht sein.
          Die AFD hat insgesamt 235 Listenbewerber aufgestellt, davon haben 94 einen Platz erhalten. Scheidet einer aus, greift die Listennachfolge gem. § 48 BWG.
          Nehmen wir Sachsen als stärkstes AFD-Land. 3 Direktmandate + 8 Listenplätze. Es gab 20 Listenkandidaten, also könnten bei Parteiaustritt aller 11 Mandatsträgern 9 nachrutschen, wobei die 3 Direktmandate zusammen mit dem Mandatsträger die Partei verlassen würden.
          Baden-Württemberg hat 11 Listenplätze erhalten und 30 Listenkandidaten aufgestellt (https://www.bundeswahlleiter.de/bundestagswahlen/2017/gewaehlte/bund-99/land-8.html#da3c62d9-5fb2-4ddd-9c9e-bb0bddc99feb).
          Also selbst wenn sich die halbe Partei abspaltet, wird es schwierig 15 Plätze abzuspalten. Dazu müssten schon ganze Landesverbände gezielt aufgelöst werden, um ein Nachrücken zu verhindern.

      • Strukturdenker sagt:

        Ok, etwas spekulativ, aber auch möglich:

        Union, FDP plus Spaltfraktion ehemaliger AfDler

        • Gobelin sagt:

          „Bahamas-Koalition“ bereits 2013 als Modell im Vorfeld der BTW aufgekommen; damals war BKM strikt dagegen … da war die AfD allerdings erst bei 3 % und die Mehrheitsverhältnisse noch ganz andere …

          … das wäre evtl. längerfristig d. Plan von Petry gewesen, allerdings zum gegenwärtigen Zeitpunkt:

          „Offenbar ist es Petry nicht gelungen, die NRW-Abgeordneten zu einer Revolte gegen die Parteiführung zu bewegen: Die neu in den Bundestag gewählten AfD-Abgeordneten aus Nordrhein-Westfalen hatten deutlich gemacht, dass Petry nicht mit ihrer Unterstützung rechnen kann. In einer gemeinsamen Erklärung vom Dienstag heißt es unter anderem: «Unsere Entschlossenheit, mit unseren Kollegen in der AfD-Bundestagsfraktion gut und eng zusammenzuarbeiten, wird dadurch nicht berührt.“ … Quelle/vollständig zu lesen auf DWN

    • zeitzeuge sagt:

      Maßgeschneidert wofür?

      Nehme die Wette auch an und tippe auf Neuwahlen, bisschen Theatralik muss schon sein. 😉

    • Honigdachs sagt:

      Jupp, das hat man schön hinbekommen. Jetzt kann man auch medial schön die Linke mit der AfD verheiraten. Sollte die Linke mal was Valides fordern (z.B. Waffenexportstopp, Mindestlohn, whatever…), kann man ihr die AfD-Vogelscheuche zur Seite stellen. Passt auch wunderbar zusammen: beide sind in der Opposition und natürlich sind beide bis in die Haarspitzen totalstradikal und gehören eigentlich verboten. Wie schön einfach die Welt sein kann…

      Auch ich tippe auf Schwarz-Rot.

    • Hallo Analitik, Hallo RRD.

      Jamaika mit SPD geführtem U-Boot ist auch meiner Ansicht nach für eben diesen Koalition die einzige Möglichkeit zu bestehen. Die FDP wird gelernt haben, dass ein FDP-Profil gezeigt werden muss, um nicht unter die 5-%-Hürde zu fallen. Die GRÜNEN haben zu viele Quertreiber in ihren eigenen Reihen, sodass die Fraktionsdisziplin zu keinem 100prozentigen Ergebnis führen wird. Also ist die notwendige Mehrheit, die nur 38 Abweichler zulässt, ein sehr riskantes Spiel, welches nur durch die SPD in Opposition gerettet werden kann. Aber Regierungsarbeit innerhalb der Opposition wird der SPD wiederum nicht helfen. Deshalb sehe ich nach viel gepolter innerhalb der SPD dann doch wieder die GROKO am Start. Nur ein Verhandlungspartner, statt zwei, ist für die CDU/CSU angenehmer zu handhaben. Zumal auch noch 44 Abweichler möglich sind.

      Und die AFD klinkt sich scheinbar gerade selbst aus.

      Viele Grüße,
      Matthias (BT)

    • Geisteskrank sagt:

      @Rudolf-Robert Davideit
      13 vollkommen sinnlose und sinnfreie Kommentare in einem Beitrag. Ist ihr Ego wirklich so kümmerlich krank, dass Sie diese Selbstgespräche brauchen oder haben Sie irgendwelche Tabletten abgesetzt, die man in der Anstalt verschrieben hat?

      Langsam wird es unerträglich solch schwachsinnigen Kommentare konzentriert in einem Beitrag lesen zu müssen…

      • Paleene sagt:

        @ Geisteskrank

        Auch wenn ich mit Ihrer harschen Wortwahl nicht einig bin, stimme ich Ihnen inhaltlich vollumfänglich zu.

        Die Diskussionen hier auf dem Blog haben in meinen Augen wegen fehlender Stringenz sehr an Qualität verloren. Diese fehlende Stringenz wird auch m.E. verursacht durch die unzähligen „Tja … Noch Fragen“-Beiträge, die nur in wenigen Ausnahmefällen eine Bereicherung darstellen.

        Ich tröste mich jedoch mit der Vorstellung, dass der Blogbetreiber sich den Diskutanten offenbar als Hofnarren hält und dieser die Rolle offenbar willigst erfüllt, und scrolle weiter.

        Denn letzlich ist dieses ein privater Blog und der Blogbetreiber bestimmt die Regeln.

        • Analitik sagt:

          „Die Diskussionen hier auf dem Blog haben in meinen Augen wegen fehlender Stringenz sehr an Qualität verloren.“

          Ach Gott. Die Diskussionen hier hatten nie Stringenz und Qualität. Einzelne Beiträge mögen herausgeragt haben, aber an qualitative Diskussionen kann ich mich praktisch nicht erinnern.

          Und an RRD liegt es nicht.

          • zeitzeuge sagt:

            Die Leute werden kaum höher springen, als über das Stöckchen, dass Sie ihnen hinhalten. Oder wollen Sie die Höhe testen, ab der die Gemeinschaft wieder in den Limbo geht?
            Aber hey, dank dieser Kommentarspalte verstehe ich das Wahlritual nun besser.
            … und aus meiner Lehrbuchsammlung mal wieder Dostojewskis Großinquisitor gezogen.
            Erholsamen Abend wünscht Ihr zz

        • Ach‘ (ät)Paleene, Ihre Wortwahl riecht mir nach dem Mini-Diplom des VSP von Thüringen! Noch Fragen?

      • Stefan N. sagt:

        da gibt es so eine schöne Steilvorlage (13 Beiträge) und dann kommt nur ad hominem. Verschenkt!

      • Also, sich per Nickname osä. (ät)Geisteskrank in selbststellerischer Weise sich hier anzumelden geht’s doch nun wahrlich nicht mehr! Noch Fragen?

      • Salander sagt:

        Lustig, wie das „ab auf die Couch“ auf göttlichen Umwegen hier plötzlich einen „Geisteskranken“ erscheinen lässt!😂

  3. Andreas sagt:

    Ich glaube eher an Neuwahlen. Die CDU haelt sich bedeckt, will erstmal Niedersachsenwahl abwarten….
    Denke in jedweder Koalition kann es nur noch verlierer geben. Soo bloed kann doch wirklich niemand sein. Vielleicht ist es aber ja auch nur die nichtsterbende Hoffnung dass in der SPD (spezialdemokraten) doch noch sowas wie Rueckgrad vorhanden ist.

  4. SailorXY sagt:

    Noch eine These:

    Es gibt ja ab heute Spaltungstendenzen in der AFD – die öffentlich inszeniert wurden – offenbar ohne dass die Sieger Doppelspitze davon wusste.
    Nun kam wohl raus, dass diese Spaltung vorher vorbereitet wurde und das der Vorsitzenden Petry wohl einige AFDler im Bundestag folgen könnten…

    Also könnte eine „gute“ AFD Fraktion entstehen, die sich öffentlich von der all zu weit nach rechts gedrifteten AFD abgrenzt.

    Nach den erfolglosen Koalitionsversuchen mit Jamaika (CSU in Panik und „warum sind wir noch drin Grüne“? – undenkbar!) und Groko – könnte CDU + FDP + geläuterte Petry AFD eine Koalition der Willigen bilden – um das Land wieder nach vorn zu bringen…

    Was haltet Ihr von dieser These?

    • R.C. sagt:

      Nach den erfolglosen Koalitionsversuchen mit Jamaika (CSU in Panik und „warum sind wir noch drin Grüne“? – undenkbar!) und Groko – könnte CDU + FDP + geläuterte Petry AFD eine Koalition der Willigen bilden – um das Land wieder nach vorn zu bringen…

      Was haltet Ihr von dieser These?

      Von dieser These halte ich gar nichts . Eine neoliberale Koalition mit 2 anderen Farben bestückt , wird weiterhin die gleiche unsoziale Politik fortsetzen wie gehabt . Auch an der kriegslüsternen Aussenpolitik wird sich nichts ändern . Solange das Parkett von Transatlantikern nur so wimmelt , wird am derzeitigen politischen Kurs festgehalten werden . Die prallgefüllten Fleischtöpfe sorgen für die doppelte Motivation .

    • Gobelin sagt:

      „Was haltet Ihr von dieser These?“

      Frauke Petry, der Trojaner in der AfD ist jetzt Geschichte …

      https://schluesselkindblog.wordpress.com/2017/09/25/frauke-petry-der-trojaner-in-der-afd-ist-jetzt-geschichte/

      … tatsächlich finden sich unter hochrangigen Funktionären dieses „gärenden Haufens“ zahlreiche „Trojaner“ unter falscher Flagge. Der prominenteste unter ihnen, Frauke Petry, sorgte gleich nach dem Wahljubel für einen inszenierten „Skandal“,

      http://presseluegenclub.blogspot.de/2017/09/dummerland-glaubt-gewahlt-zu-haben-das.html

    • Helmut Nater sagt:

      Na da kommt wohl Wunschdenken auf bei Ihnen.Wer mit Petry in eine neue Partei geht ist Suizidgefährdet.Diese Egomanin ist nicht Teamfähig und nur die sowieso Außenseiter werden ihr folgen die keine Chance haben werden nach oben zu kommen.Gut ist das die Spaltpilze wie Petry sich nun selbst entsorgen.Mal sehen wie viele Maulwürfe es sein werden die von den Strippenziehern installiert wurden.

      • sailorXY sagt:

        Ist kein Wunschdenken – nur eine Analyse der Geschehnisse und Versuch einer Einordnung dieser öffentlich inszinierten Spaltung. Sowas macht man nicht ohne Plan.

        Das die AFD ein geschaffenes Sammelbecken für die Frustrierten ist, hat Analitik ja schon gut herausgestellt. Warum sollte nun nicht auch die Mehrheitsbeschaffung im neoliberalen, transatlantischen Flügel damit organisiert werden?

        Ist natürlich eine steile These – aber ich denke die AFD ist für diese Spielart hinreichend unterwandert…

      • Demeter sagt:

        Wieso, die Petry entsorgt sich doch gar nicht. Sie ist Mutter von 5 Kindern, hat Direktmandat und bekommt jetzt 4 Jahre ein sattes Gehalt. In der Zeit kann sie in Ruhe überlegen, in welche Partei sie geht. Und ihr Partner kann seine eigene Partei gründen.
        Parteigründung scheint ja ohnehin ein lukratives Geschäft zu sein.

    • Hans aus Olb. sagt:

      Ein taktischer Schachzug der Petry- AFD, der aber erst mittelfristig wirken kann.

      • sailorXY sagt:

        Ja nachdem die vielleicht zu stande gekommene Jamaika Koalition gescheitert wurde – und die spd nicht aus der Schmollecke hervorgelockt werden kann.

    • Honigdachs sagt:

      Ahoi.
      Der übernächste Akt im Kasperletheater könnte tatsächlich diesen Handlungsstrang implementieren. Momentan ist die Zeit noch nicht reif dafür. Es wurde zu viel anti-AfD propagiert und eine ‚geläuterte‘ AfD ist im Augenblick wohl nicht zu vermarkten. Die Wahlberechtigtinnen und Wahlberechtigten hätten wohl zu große Probleme ihre kognitive Dissonanz zu reduzieren und dieses komische Gefühl (,dass man von Vorne bis Hinten verarscht wird) an der Schwelle der Wahrnehmung soll ja nicht zur Erkenntnis heranreifen.

      Falls jemand aus der wählenden Masse dieses ‚komische Gefühl‘ noch mal spüren will, hier ist noch mal der Meese-Link:

      https://www.youtube.com/watch?v=E2NBKfRvwkc

      • sailorXY sagt:

        Ja man wird es an der medialen Läuterung erkennen.

        “Die arme Petry wollte ja nur die konservativen Kräfte bündeln – aber die bösen Nazis haben das Ruder in der Partei übernommen… Da blieb nur die Spaltung – und Abgrenzung. Und nun sind wir ja die Guten und alle besinnen sich auf die gemeinsamen konservativen Werte und die Verantwortung….“

        Dauert natürlich diese kognitive dissonanz zu überwinden.

        • jfk sagt:

          Ich persönlich halte Petry und Pretzell für hochintelligente aufrechte und Sachargument-präzis Politiker, deren Austritt einen Verlust für die AfD darstellt.
          Sicherlich sind Petry und ihr Mann häufig genug und immer zu unrecht als rechts und als Nazi diffamiert worden, nur weil es ein paar Verbal-Einfach-Struktrierte in ihrer Partei der AfD gibt.
          Sie glauben jetzt beide durch ein Verlassen der Partei, dem ihnen lästigen Diskurs mit diesen Verbalschwachen ihrer Partei aus dem Weg gehen zu können und mit den „wahrhaft reinen Seelen“ weiter machen zu können.

          Mich erstaunt, dass sie beide nicht gelernt haben, dass es ihren Widersachern eben egal ist, wie rein sie sind – die werden sie trotzdem und immer wieder und immer weiter als Nazi und rechts verunglimpfen, egal wie ehrlich sie sich anstrengen werden, ob nun in der AfD oder in einer anderen Partei.

          Der von diesen beiden eröffnete Weg des ehrlichen Diskurses in der Politik über bürgernahe Sachthemen hätte IN der AfD fortgesetzt werden sollen.

          Ich wünschte, es gäbe die Intelligenz von Petry/Pretzell und die Hartleibigkeit eines Gauland IN EINER PERSON.

    • Domenion sagt:

      Petry&Co.sind doch offensichtlich Agenten, die zuerst einen auf radikal machen um danach die Partei der „ausscherenden“ im richtigen Moment zu schwächen, war doch mit dem Gründer genau so, das Projekt AFD ist nur zum einfangen der Protestler und andersdenkenden gedacht, die Frage ist WER STEHT DAHINTER.LG Domenion

    • Hausfrau sagt:

      Was haltet Ihr von dieser These?
      Nichts. Viel zu abenteuerlich, viel zu personenbezogen.
      Personen haben nur Gewicht, wenn sie in einer Organisation sind.
      Ich gehe davon aus, daß Petry als MdB ihre Zeit absitzt, und im weiteren Leben anderes tun wird als Politik betreiben.
      Wie man schon an Luckes Auszug sehen konnte, geht bei sowas einfach niemand mit. Das Vehikel/Gefäß AfD bleibt erhalten, weil es für wichtiger erachtet wird als spezifische Köpfe. Da werden noch einige gehen oder ausgeschlossen werden, aber ich bin sicher, die AfD wird es auch in 4 Jahren noch geben.

  5. Xili sagt:

    Meine These ist, dass trotz all dem Schauspiel der Politik, alles doch nur eine Illusion ist. Vergesst nicht, dass die Lobbys das Land steuern. Großmächte immer noch indirekt das sagen haben (ein Beweis ist z.b. das es in Ostdeutschland keine US Basen gibt) und wir immer noch wie die Hamster in Rad sind. Habt ihr nicht gemerkt, dass alles so weiter lief wie bisher und alles nur ins schlechtere? Wenn ich mir die Politik in den Staaten ansehe, dann sehe ich nur ein großes Theater. Wenn ich es mir hier ansehe, dann sehe ich es genauso. Es ist trostlos in einer Welt in der wir normale Menschen nichts zu melden haben. Vergesst nicht, was hier mal veranschaulicht wurde, die Matrix. Und ehrlich gesagt, finde ich dieses Spektakel um welche Partei was macht absolut sinnlos. Sie werden immer von anderen gesteuert.

    • Tja Xili,:
      (ein Beweis ist z.b. das es in Ostdeutschland keine US Basen gibt vs. Drehkreuz Schkeuditz)
      Adäquate Feststellung! Noch Fragen?
      RRD

      • Xili sagt:

        Trotzdem ist jegliche Art von Politik nur ein Schauspiel der Superlative. Eine Basis spricht für sich, trotzdem ist es nur eine. Während im Westen ein Haufen an Basen gibt. Und will mir noch einer beweisen, dass in Spitze der AFD keine Agentin der CIA steht? Ich muss mir nur den Lebenslauf der Parteispitze (dieses Weibsbild) ansehen und schon muss ich lachen über die Wähler, die das offensichtliche nicht sehen. Die AFD steht für einen Dialog mit Russland und einen Verbleib in der Nato. Schallen da einem nicht die Glocken? Alternativ für Deutschland wäre der Austritt aus der Nato viel besser. Ein Widerspruch?

    • Tom M. sagt:

      Danke, Xili, das sehe ich genauso. Die Demokratie wurde genau dazu erfunden und war von Anfang an ein Euphemismus. Sie ist die perfekte Regierungsform für den Finanzadel.

      Deswegen reden die Politiker auch so viel davon! Laut Schulz ist ja die SPD das Bollwerk der Demokratie. Und sie wollen sogar nochmehr davon. Jede Rede von Gauck hätte man auf einen Satz eindampfen können: „Wir brauchen mehr Demokratie, also haltet die Klappe!“

      • Xili sagt:

        Die Schweizer liegen uns da ganz weit vorne. Leider geht den Leuten da oben (eigentlich ganz unten, weil jeder auf sie scheißt) der Arsch auf Grundeis, wenn sie von einer direkten Demokratie hören. Gott sie sehen ihre Diäten flöten.

  6. Freigeist sagt:

    Das ‚Ritual‘ ist hervorragend inszeniert,verdeutlicht wie „mehrheitlich Menschen“ Emotional beeinflusst wurden.Ergenis aus der Wahl waren nicht nationale Aktivitäten geschuldet,vielmehr offenbart sich der Einfluss der Globalen Eliten.
    Merkel kann auf ihre (international) Politkastenklasse herabsehen,“seht her ich habe die Schäfchen unter Kontrolle“.Das ist was zählt,Sie kontrolliert und beinhaltet Strategische Optionen,aufgrund der Parlamentarischen Opposition im Prozess der Machtverschiebung.
    Wer am Trog sitzt ist egal,solange der Führer klar definiert ist,das Kapital wird dadurch erstmal beruhigt ….

    Weltpolitik ist das Hauptmerkmal,das ist das Signal an alle wer hier die Hosen trägt!

  7. Peter Pan sagt:

    Ich tippe auch auf große Koalition. Die SPD ist unglaubwürdig und durch und durch korrumpiert. Die werden auf die Futtertröge nicht verzichten, und wenn der Inhalt noch so bitter schmeckt.

  8. ms. elly sagt:

    Ich kann mir die herbeigeschriebenen Jamaikawünsche schlecht vorstellen – die FDP hatte vorher genau das ausgeschlossen, die CSU könnte das unmöglich ihren Wählern verkaufen (haben die Bayern nicht demnächst irgendwelche Wahlen?) denn dann gibt es die CSU nicht mehr….
    Entweder wird die SPD mit der FDP und CDU in die Regierung gehen oder es wird Neuwahlen geben…..CDU &SPD wird es eher nicht geben – dafür hat die SPD zu schlecht „gespielt“ in der letzten Periode und würde sich eher in den nächsten 4 Jahren auflösen…

    • sailorXY sagt:

      Ich denke auch, dass Jamaika nicht zustande kommt – nicht mit der CSU, die in Panik ist – naechstes Jahr ist Landtagswahl in Bayern. Und die Grünen sind gar nicht regierungsfähig…

  9. Hans aus Olb. sagt:

    Ich hatte in der Zeit, als das Bäumchen- Wechseldich- Spiel um Steinmeier und Gabriel offenbar wurde und damit auch die Nominierung von Schulz als Kanzlerkanditat, ein Gespräch mit einem altgedienten und sehr engagierten SPD-Mitglied.

    Er fasste die absehbare Kanditatur von Schulz aus Sicht der Basis (in seinem gebiet) so zusammen: „Das wird eine Katastrophe für die SPD!“
    Dann kam der Parteitag und 98% der Abgeordneten votierten für Schulz.
    Ich fragte ihn: „Wie kommt das denn, wenn ihr so eine schlechte Prognose selber gestellt habt?“… Schulterzucken “ zu weit abgehoben, kennen die realitäten nicht mehr… und fürchten wohl Karrierenachteile, wenn sie gegen Schulz opponieren…“
    Tja, und bei der After Wahl- Party der SPD soll es diese Jubelperser wieder gegeben haben, trotz krachender Niederlage Sprechchöre „Martin, Martin, Martin….!“

    Ich frage mich nun, wer hier die Realitäten falsch einschätzt: Teile der Basis, die von vornherein sahen, dass mit Schulz im direkten Wahlkampf nichts zu reissen ist, oder die höheren Chargen, die mit der Machtpolitik vertrauter sind und kühl kalkulieren: Es reicht auch auf diese Art für ein *weiter so!*

    So oder so… es macht deutlich, dass sich die Etablierten der Parteien weder um die eigene Basis noch um die Wähler irgendwie scheren.

  10. Gerry sagt:

    Könnten Sie bitte erklären, wieso Sie behaupten, die AfD wäre ein CDU-Projekt?

    • Tja (ät)Gerry, als ‚Schwarzer Ritter auf dem autarken Weißen Schwan‘ per Deutschem Kernland 2013, wäre ich über, ‚…die AfD wäre ein CDU-Projekt..?‘ ein hinausgehender Zeuge, doch welche Muße hätte ich denn noch für die vor J. & T. veranschlagten Jahrzehnte bzgl. der ‚Spektralen Geometrie‘, wenn nicht O-Wunder ein ‚Weißer Schwan‘ mich nicht auf Ihren Flügeln tragen würde! Noch Fragen?

      • Salander sagt:

        Saren se ma RRD, leiden Sie am PETER-PAN-Syndrom? Ab auf die Couch mit Ihnen, und Ihren komischen „kleinen weißen Vogel“ können Sie gleich mitnehmen!

  11. Bleibe besser unbekannt sagt:

    Die SPD muß in die Opposition (Vorgabe durch „Eliten“ im Hintergrund).

    1.) Verhindern dass AFD Opositionsführer wird.
    2.) Vorsitz im Haushaltsausschuss, diese Position bekäme sonst die AFD (geht nicht da sonst Leichen ausgegraben werden)

    Also müssen FDP und Grüne in den sauren Apfel beißen (gilt auch für die CDU/CSU)

    Da dies für alle „Eliten“-Laiendarsteller eine Zumutung darstellt, wird nach ca 18 Monaten bezüglich einem günstigen Zeitfenster für Neuwahlen gesucht.

    Petry wird nicht 25% der AFD Abgeordneten auf Ihre Seite bekommen, eher werden die Hintergründe publik. Es gibt immer aktive Spielfiguren, die eine Sammelleidenschaft haben für spätere Zeiten.

    • Johanniskraut sagt:

      @ Bleibe besser unbekannt

      Bisher beste Einschätzung! Schließe mich an.

    • Hausfrau sagt:

      Vorsitz Haushaltsausschuß an Oppositionsführer
      Das ist eine sehr interessante Information, und wäre mir eine Erklärung für die „Leichtigkeit“, mit der die SPD Opposition werden will.
      Aber egal was rauskommt, 4 oder gar 5 Jahre wird das wohl nicht halten.
      Andernorts wurde spekuliert, daß Merkel einfach erstmal nichts tut und die nächsten Landtagswahlen (Bayern, Schleswig-Holstein) abwartet.

  12. Orpheus' Freund sagt:

    SailorXY, glaubwürdiges Szenario! Wenn es mit den „Willigen“ noch nicht reicht, werden die abtrünnigen AfD-Leute in die FDP aufgenommen und Neuwahlen abgehalten.

  13. Rose sagt:

    Am Dienstag vor der Wahl gabs auf Phönix eine dieser Laber-Runden mit einem Typen vom Economist…Der war sich sicher,dass es nach der Wahl eine Jamaika-Koalition geben wird…Seit Sonntag abend läuft die Propaganda-Welle für Jamaika…Wie will Merkel da raus kommen?Grosse Koalition oder Schwarz-Blau … Rot-Rot-Gelb-Grün wäre auch noch möglich-halte ich aber für unwahrscheinlich.
    Eine Wette würde ich keinesfalls abschliessen.Bisher habe ich zu wenig klarheit…

    • Danke Rose!
      Gab es da auf ANALITIK ein Rätsel?
      RRD

    • Gunvald Larsson sagt:

      Vor der Wahl war die massive Werbung der öffentlich rechtlichen Sender sowie vieler Verlage von Druckerzeugnissen für die FDP nicht zu übersehen. Es war ganz eindeutig, dass dem Mediennutzer der Begriff FDP und Namen und Gesicht des Herrn Lindner eingepflanzt werden sollten. Nach Plan musste die FDP in den Bundestag und am besten in die Regierung, schien es mir.
      In der Woche vor der Wahl glaubte ich mich zu verhören, als der regionale öffentlich rechtliche Rundfunk verlautete, dass 60% der Deutschen die Grünen gern in der Regierung sehen würden. Entweder habe ich mich tatsächlich verhört und es waren 16 statt 60% gemeint, aber das wäre ja nun keine Meldung wert gewesen. Daher gehe ich davon aus, dass ich glaubte, mich zu verhören, mich dabei aber nicht verhört habe. (Ich bitte um Entschuldigung für das Wortspiel.) Daraus lässt sich dann schlussfolgern, dass es dem unbedarften Rundfunkhörer ins Bewusstsein gepflanzt werden sollte, er möge doch bitte zu der Mehrheit gehören, die die Grünen wieder in der Regierung sehen will. (Warum die dann keine 60% erhalten haben, bleibt mir auf immer ein Rätsel.)
      Eine Jamaika-Koalition wurde vor kurzem erst in Schleswig-Holstein etabliert, quasi als Prototyp und um zu schauen, ob das Wahlvolk damit zurecht kommt. Das scheint zu funktionieren.
      Die Koalitionsablehnung der SPD passt da in den Plan, ebenso die punktgenau gelandete AFD. Ob diese nun tatsächlich keine 13% der Stimmen bekommen hat, spielt keine Rolle, da die Ergebnisse, so wie sie eingetreten sind, eh zu schön sind, um wahr zu sein.
      Eine geschwächte CSU ist, obwohl es sich widersprüchlich anhört, eines der gewünschten Ergebnisse, da dadurch Bayern seine Grundfesten verlieren und viel leichter als Widerspenstige gezähmt werden kann.
      Alles in allem bin ich mir beinahe sicher, dass das Ergebnis der Bundestagswahl ein Wunschergebnis ist. Konservative Prinzipien werden weiter erodiert, und bis in die einstigen Bollwerke hinein wird das politisch korrekte Gedankengut getragen. Von Rechtsruck im Bundestag kann keine Rede sein.

  14. Roland K. sagt:

    Jamaika? Nein, kommt nicht. Das kann die CSU nicht machen, wenn sie nicht nächstes Jahr bei ihren Wahlen noch deutlich mehr verlieren will. Zwischen Grün und CSU gibts zu viele Punkte, die nicht gelöst werden können.
    AfD-Petry hat das als sehr intelligente Frau erkannt und wäre sicher bereit, mit einem erklecklichen Teil der AfD ins Regierungsboot zu springen. Lediglich hat sie keine oder kaum Mitstreiter.

    Wie sehr das Ganze „gesteuert“ wird, lässt sich leicht an einem wesentlichen Detail ablesen:
    Nach einer solch krachenden Abwahl wie der GroKo wird normalerweise deren Führungspersonal ausgetauscht. Davon ist bei uns medial keine Rede.Nirgendwo wird ernsthaft die Abwahl von Merkel,Schulz und Seehofer gefordert – zumindest bisher.
    Dabei müssten doch genau die „Verantwortung übernehmen“, wer denn sonst?

    • sailorXY sagt:

      Ja vor allem “Mutti“ – die hat noch mehr Punkte verloren als Sankt Martin und das schlechteste Ergebnis für die CDU nach 1949 eingefahren.

      Trotzdem werden beide Marionetten in Position gehalten. Ist schon krass – nur der Seehofer, der oft mal die vorgegebene transatlantische Linie zu verlassen droht, wird nun zum Abschuss freigegeben…

  15. Stefan N. sagt:

    @Bleibe besser unbekannt: passt zu den Puzzlestücken vom Sonntag

    Meine Beobachtung: Frau BK grinste in aller Breite von 18:05 bis circa 19:30 Uhr. Danach ausschließlich konzentriert & angespannt. Das grinsen war mir auffällig genauso wie das abrupte Ende dessen.

    P.S. der obere Teil der Kommentarspalte sieht aus wie „Yes to all“ im Dialog für „Kommentar freischalten“

  16. zeitzeuge sagt:

    Es ist bemerkenswert: vor nichteinmal einer Woche galten die Systemparteien CxU/SPD/Grüne/FDP in jeder Kommentarspalte des Internets als einheitlich giftige unwählbare Soße. Und jetzt nach der Wahl (die bundesweite Auszählung war dieses mal flink erledigt) sind die Profile und Konturen so scharf, die Prinzipien so gefestigt, dass plötzlich niemand mit dem anderen regieren kann? Ganz große Manege 🙂
    Sind das eigentlich gewöhnliche Standard-Mülltonnen aus denen häufig fotogen und illustrativ Stimmzettel ausgekübelt werden? Spaß beiseite, ich mache mir Sorgen.

    • Analitik sagt:

      „Sind das eigentlich gewöhnliche Standard-Mülltonnen aus denen häufig fotogen und illustrativ Stimmzettel ausgekübelt werden?“

      Ja, so sparen manche Städte an speziellen Wahlurnen.

      Die OSZE empfiehlt meines Wissens nach durchsichtige Urnen und wehe irgendwo in Russland wird der Empfehlung nicht Folge geleistet, dann heult die ganze progressive Welt auf, dass die bösen Russen die Wahlen manipulieren.

      • Thorn sagt:

        Es sei denn wir sind auf der Krim und es findet ein Referendum über die Sezession statt. Dann sind durchsichtige Urnen auch wieder nicht Recht, da sich so die Menschen nicht trauen ehrlich abzustimmen. Sie wissen schon, wegen der freundlichen Menschen vor denen da alle total Angst hatten.

      • wachsamer sagt:

        ^Hinsichtlich der Abstimmung auf der Krim wird die dortige Verwendung von „gläsernen“ Wahlurnen von EU und USA sogar noch angeprangert, obwohl in der Ukraine vorgeschrieben.

        • Salander sagt:

          EU und USA mögen halt lieber gläserne Menschen, statt Urnen. Kann ich momentan auch sehr gut nachvollziehen! Aber jetzt rede ich mich schon wieder um Kopf und Kragen! Hessen ne!😂

      • Strukturdenker sagt:

        Manchmal sieht man an solchen Kleinigkeiten durchschimmern, welcher Stellenwert bestimmten bürgerlichen Aktivitäten zugemessen wird.
        Ich glaube, es waren blaue Altpapiertonnen, zumindest sah ich einen Fernsehausschnitt mit einer solchen.

        • Tja (ät)Strukturdenker, die blaugedeckelte Altpapiertonne ist doch der Separator, sprich Innerer Rand vs. aktus purus des A. vs. ens Dei des P. vs. Festwertregelung der K.! Noch Fragen?

          • Salander sagt:

            Die blaue Tonne auf dem Weg zum Schlüssel.😂

          • Murray sagt:

            „Innerer Rand vs. aktus purus des A. vs. ens Dei des P. vs. Festwertregelung der K.! Noch Fragen?“

            In der Tat!
            Was wollen Sie uns damit sagen Herr Davideit? Ist das etwa ein Rätsel? Ihre TdP ist mir leidlich bekannt, doch Ihre obige Aussage übertrifft an Unverständlichkeit erstaunlicherweise bisher alles – von Ihnen – Gelesene. Geht es u.U. auch etwas weniger kryptisch?
            Oder liegt Ihnen nicht so viel an einem Austausch?
            Was schade wäre, verfügen Sie doch offensichtlich über ein breites und tiefes Wissen, wovon Andere profitieren könnten (und darum geht es hier doch letztlich… den Austausch von validen Information zwecks Erweiterung des eigenen Horizonts)..

            @ Analitik: Auch wenn dieser Blog hier sicherlich (und leider) nicht DIE qualitativ hochwertigste *Diskussions*plattform ist, so schätze ich doch Ihre sehr erhellenden und ausgezeichnet verfassten Beiträge sehr – durfte ich hier doch schon Einiges lernen und hernach besser einordnen. Ebenfalls von so manchem Diskutanten hier.
            Dafür vielen Dank!

            • Danke der Nachfrage Murray, auch ich durfte feststellen, das ich kulturell ‚auf den Schultern von Riesen stehe‘, also siehe http://www.davideit.com ,“Theorie der Paradigmen“, ‚Prolog‘ Seite 2 und mit der Zeit, auf der Suche nach weiteren Belegen, landete ich doch glatt bei den Veden, s. v. ‚Glossar‘ zu ‚Das Pentagramm ist mir ein Pein‘! Noch Fragen?
              RRD

  17. wolfwal sagt:

    Erstaunlich, dass niemand über die ultraschnellen Personalidn der SPD stolpert. Sie doch sehr nach vorzeitiger Absprache aus. Die Fraktion wird schnellstens übergangen. Bloß keine interne richtungsdiskusdion führen … was doch eigentlich normal wäre. Es sieht alles verdammt geplant und nach Drehbuch aus.

  18. Zombienation sagt:

    Ich erinnere an das econimist-cover 2017: Trump als König der Welt und das ‚Wheel of Fortune‘, dass Merkel, Juncker und lePen angebunden, überrollend zeigt. LePen hat es schon erwischt, gelingt den Bayern die Entmachtung Seehofers, wird im-Erika folgen…

  19. Strukturdenker sagt:

    Einen hätte ich noch:

    Minderheitsregierung Union/FDP

    Aber ich glaube, das wäre zu innovativ …

    Tippe ebenfalls auf GroKo …. die SPD hat den Auftrag,sich abzuschaffen.

  20. Aarsupilani sagt:

    Ich hatte am Montag eine Vision, hervorgerufen vielleicht von der dünnen Schweizer Bergluft, vielleicht auch vom sehr guten spanischen Wein:
    Die Merkel, der von ihren Strippenzieher schon vor einiger Zeit gesagt wurde, sie solle gefälligst bald und möglichst elegant den Sessel räumen, will das nicht. Sie wird noch ein bisschen werkeln, trotzen, wendehälseln, rudern und schieben. Bis dann ein guter Mann mit vielen Vornamen vom Berge heruntersteigen wird, geläutert von der guten Luft und den Kopf voller neuer Ideen, alles Übel der Vergangenheit hinter sich lassend, und den Laden schwungvoll übernehmen wird. Vielleicht mit neuer Wahl? Vielleicht wird das ob der Alle erfüllende Begeisterung auch gar nicht nötig sein. Wozu auch? So genau sah ich das nicht, es war noch etwas früh und dunstig.

  21. Strukturdenker sagt:

    und man darf nicht vergessen: unter politischer Führung Frankreichs soll eine neue EU entstehen. Da passt eine (geschwächte) GroKo D perfekt ins Bild. Die SPD wird sich dieser „historischen“ Verantwortung nicht entziehen können, zudem ist mit Schulz eben ein Eurokrat an die Partespitze befördert worden. Sieht so aus, als wäre das Grobkonzept dazu schon länger vorher eingefädelt worden.

    • zeitzeuge sagt:

      „…sich dieser historischen Verantwortung nicht entziehen können…“
      Eben doch, dafür sind die Wahlergebnisse maßgeschneidert. Die von Macaroni angekündigten konkreten Vorhaben wären heute dem deutsche Volke schwer zu vermitteln oder anders gesagt, das Ende einer jeden Regierung. Die Verantwortung für diesen Prozess wird nun durch endlose Koalitionsverhandlung und Scheingefechte verschleiert und verschleppt werden. Am Ende dieser zermürbenden Diversion werden wir erleichtert eine neue Regierung begrüßen, die sich eifrig der neuen Instrumente befleißigen wird. Das durchgehende Timing und andere Details sprechen für diesen Alptraum, brrr.

    • Korrekt Strukturdenker;
      . Die SPD wird sich dieser „historischen“ Verantwortung nicht entziehen können, zudem ist mit Schulz eben ein Eurokrat an die Partespitze befördert worden. Sieht so aus, als wäre das Grobkonzept dazu schon länger vorher eingefädelt worden.! Noch Fragen?

  22. Falk sagt:

    Denke, die SPD wird in die Opposition gehen um a) nicht in einer erneuten Koalition völlig aufgerieben zu werden und b) gestärkt, bei der nächsten Wahl mit Gabriel als KK, Merkel abzulösen.
    Ob eine Jamaika Koalition zustande kommt, wird wohl weniger aufgrund ideologischer Schnittmengen entschieden, sondern wer welche Ministerposten erhält. Als Beispiel könnte ich mir folgende Konstellation vorstellen.
    Graf Lambsdorff könnte Außenminister werden (Pech für Fr.v.d. Leyen)Lindner Wirtschaftsminister. Die Grünen Umwelt und Bildung, CSU Innenministerium. Wäre doch für alle eine gesichtswahrende Option.

  23. maxxxvv sagt:

    Bei den Discountern gibt es ab September schon die ersten Weihnachts-Vorfreude-Süßigkeiten. Die „echten Spekulatius“ gibt es allerdings erst in der Vorweihnachtszeit. Der politische „Gabentisch“ ist, wie man den Kommentaren entnehmen kann,schon reichlich gedeckt.Prognostiziert wurde eine lange Sondierungszeit bezüglich der Geschenke, die der gläubige Wahlbürger erwarten darf, wenn die Bundeskanzlerin ihre frohe Weihnachtsbotschaft im Fernsehen verkünden wird.(Welche Version der letzten 12 Jahre ausgestrahlt wird, ist noch unklar, auch eine neu geschnittene Version mit gelben Elementen aus Koalitionszeiten und ihrem selbst gebastelten Klima-Grün ist denkbar.)
    Hat sich eigentlich schon jemand etwas naivere Gedankenspiele bezüglich des Ehepaars Petry-Pretzell gemacht? Für sie ist es egal, ob es weitere Abweichler gibt oder nicht. Beide werden für ein wenig „Herumsitzen“ in den hinteren Reihen vier Diäten bekommen: er als NRW-Landtags- und Bundestagsabgeordneter (ist legal), sie ebenfalls als Sachsen-Landtags- und Bundestagsabgeordnete, dazu die Grundausstattung wie Büros und anderes. Und dann haben sie vier Jahre Zeit und das nötige Einkommen, um über ihre Zukunft nachzudenken.

  24. ChrizzChrozz sagt:

    Die Strategie der Eliten ist aufgegangen und Frau Petri hat auch alles richtig gemacht:

    – AfD (übrigens IMHO ein Gemeinschaftsprojekt von CDU und FDP) dient(e) vor allem dem medialen Empörungsmanagement, sammelte rechts aussen ein und marginalisierte die NPD gleich mit
    – SPD sehe ich zwecks Scheinbild-der-Demokratie-Wahrung und de facto Bindung der Rest-AfD in der Theater-Opposition
    – FDP wird stattdessen für die Mehrheiten gebraucht, ggf. soll diese für eine wirtschaftlich begründete, gesichtswahrende Annäherung an RUS benutzt werden
    – die Grün angemalte Variante der FDP ist für das „PC“-Stimmvieh, die noch jedem Krieg, entschuldigung, meinte natürlich „humaitären Einsatz der BW „, zustimmen werden
    – nur die Linke und den ab und an vergleichsweise guten Redebeitrag von S.W. bzw. G.G. leistet man sich als Feigenblatt, was natürlich folgenlos bleibt, wer guckt schon Phoenix in der Mittagspause.

    Die alten Eliten von Bilderberger, Council on foreign Relations, Atlantikbrücke usw. bis zum Kreis der „schwarzen Witwen“ von Liz Mohn bis Friede Springer sind de facto unverändert an der Macht.

    Ich warte weiterhin auf den deutschen Trump…

    • Falk sagt:

      Teile Ihre Einscchätzung bzg.der Rollenverteilung der Parteien.Denke allerdings, dass die Rolle der Grünen auch sein wird, ihrem Klientel erklären zu müssen, dass „refugees welcome“ doch nicht so toll ist.
      Die Steuerungselemente der „alten Eliten“ mögen zwar immer noch installiert sein, doch schwindet deren Macht nicht gerade zunehmend? Das Projekt des angelo-amerikanischen Weltimperium wird gerade abgeblasen.

      „Ich warte weiterhin auf den deutschen Trump…“

      Die Stelle wurde meiner Einschätzung nach in Frankreich ausgeschrieben. Fillon hätte es werden können, Macron ist es geworden. Trotz seiner höchst verdächtigen Vita scheint er die zentrallistischen Ambitionen der EU in Brüssel reformieren zu wollen. Frankreich soll dabei die politische Führung übernehmen und Deutschland das wirtschaftliche Fundament schaffen, was letztendlich bedeutet, sich RUS und CHN und ihrem Seidenstraßenprojekt zu öffnen.

  25. scotty sagt:

    Ok, ist wirklich keine spannende Theorie, die erklärt, wo die Kugel unter der Nussschale ist, aber ich denke:

    They say we’re young and we don’t know
    Won’t find out till we grow
    Well I don’t know why that’s true
    Cause you got me baby, I got you
    Babe, I got you babe, I got you, Babe …ok raus aus den Federn, heute ist Murmeltiertag

    trifft es am besten.

    Wieder Zeit gewonnen, um denen, die die Zeche zahlen (werden) – also uns, das tote Pferd als tollen Hengst zu verkaufen.

    Natürlich kann man darüber spekulieren, wer mit wem, wie lange und warum überhaupt, jedoch denke ich nicht, das sich wirklich etwas ändert oder ändern soll.

    Es sollte doch schon für die breite Oberfläche erkennbar sein, das man die alternativlose neoliberale Politik nur in verschiedenen Geschmacksrichtungen bekommen kann (bitte nicht all zu sehr auf die Goldwaage legen): Als CDU für die Alten und die nichts ändern wollen, als CSU für die Traditionsverbundenen und die nichts ändern wollen, als FDP für die jungen Erfolgreichen, für naturverliebte Menschenhasser als Grüne, für alle ´da kann man halt nichts machen´-Typen als SPD und nun eben auch für die Unzufriedenen diesmal als AfD (hieß aber auch schon anders).

    Wieder der Versuch den Lokführer auszutauschen und ihn aufzufordern mehr Gas zu geben. Aber die Gleise bleiben liegen und bestimmen die Richtung.

    Nicht Problem genug, das die breite Masse in weiten Teilen ausgesprochen politikfrei lebt und damit beschäftigt ist, nur evtl. gebannt auf den (offiziellen) Spieltisch zu schauen.

    Wirft man einen Blick in die ´kleine Straße´ der Neubaugebiete mit den hypothekenfinanzierten Eigenheimen und den neuen geleasten Autos davor, scheint es nur Themen wie Bundesliga und Helene Fischer zu geben. Das Leben fühlt sich eben wirklich fluffig an, wenn man für hundert Euro tanken kann. Auch wenn es eine Illusion ist. Diese Menschen glauben wirklich, das das ihr eigenes Haus wäre.

    Man ist ja der Politik nicht abgeneigt, weil sie ja evtl. auch Auswirkungen auf das eigene Leben hat (Ironie aus), aber man kommt nicht an dem Punkt vorbei, das da möglicherweise gar keine Kugel unter der Nuss ist und der Typ mit dem Spieltisch nur von anderen Dingen ablenken soll.

    Wenn man nun an diese Personen herantritt, muss man halt klarmachen, das es eben nicht darum geht wirkliche(!) demokratische Wahlen zu verteufeln, jedoch scheinen sich momentan die Probleme so damit nicht bekämpfen zu lassen.

    Was machen wir falsch? Möglicherweise ist die Antwort in der Einsteinschen Definition von Wahnsinn zu suchen.

    Oder: The Table is tilted and the game is rigged.

    Erst wenn wir bereit sind, endlich etwas grundlegend Anderes zu machen, wird nächstes mal kein Murmeltiertag mehr sein.

    Aber möglicherweise bin ich nur eine Spassbremse. Also zurück lehnen und den Film „was wird wohl kommen“ genießen; so geht wenigstens die Zeit herum und ich persönlich habe Zeit weiter an mir zu arbeiten, nicht zu jedem Kram etwas zu posten.

    • Paleene sagt:

      @Scotty

      Für mich einer der schlüssigsten Kommentare hier.
      Habe noch etwas Popcorn. Teile gern.

    • ped43z sagt:

      @scotty

      Auf den Punkt getroffen; danke!

      Erst wenn wir bereit sind, endlich etwas grundlegend Anderes zu machen, wird nächstes mal kein Murmeltiertag mehr sein.

      So ist das. Ob sich bei der BT-Wahl in vier Jahren etwas grundlegend ändert, entscheidet sich nicht in vier Jahren sondern INNERHALB der kommenden vier Jahre. In vier Jahren wird nur abgerechnet, inwieweit die Gesellschaft den Mut hatte, der Wirklichkeit ins Gesicht zu schauen.
      So gesehen erscheint mir auch die Diskussion, wer hier nun mit wem koaliert, eher müßig. Es ist alles eine transatlantisch durchzogene Soße mit gefährlichem emanzipatorischem Drang, die Großmacht raushängen zu lassen.

      Viele Grüße, ped43z

      • Tja (ät)ped43z, der letzte der öffentlich ‚Tacheles‘ ( erster Stahlbetonbau am uralten Straßenstrich, sprich der Oranienburger Str. via dem nicht abgefackeltem Objekt) sprach, war G. FRIEDMAN: Wollen Sie damit ernsthaft implifizieren, das Rußland ein Interesse an Spaßvögeln wie Sie hat?

  26. Someone sagt:

    Warum soll das wichtig sein? Irgendetwas hiervon?

    Viel spannender sehe ich was Trump gerade mit Venezuela macht. Jetzt ruft er European-Leaders auf (Pseudo)Sanktionen zu verhängen, kurz nachdem er das von Kanada verlangt hat.

    Na? bekommt hier jemand ne Verbindung zu Saudi Arabien hin?

    • Zombienation sagt:

      Der Schulhofraudi hat vom Bären auf die Nase bekommen, so daß sich der Respekt(Angst) seiner ehemaligen Bandenmitglieder nun dem Bären gilt. Jetzt wird ihm auch noch verboten, die Schwächlinge zu verprügeln, oder $chutzgeld zu kassieren. Das machen jetzt die Ch¥nesen.

      • Zombienation sagt:

        He said that the US calls for the „full restoration of democracy and freedom in Venezuela,“ but declined to elaborate.

        Maduro responded by slamming Trump’s speech as „aggression from the new Hitler of international politics … against the people of Venezuela.“
        #### sputniknews.com
        *grins*

        • Zombienation sagt:

          Schlag auf Schlag heute:

          NATO Secretary General @jensstoltenberg together with US Secretary of Defense James Mattis is at RSHQ today visiting AFG leadership & troops pic.twitter.com/Saf5r7dIa2
          — Resolute Support (@ResoluteSupport) September 27, 2017

          The Taliban has claimed responsibility for the rocket attack on the airport, saying that Mattis was the target, Afghan TOLO news channel reported.
          ..
          Russian Foreign Minister Sergey Lavrov described the strategy as a “dead end,” as it mainly relies on the use of force. The strategy also allows negotiations with the Taliban without any preconditions, which is a significant flaw, Lavrov said.
          #### rt.com

    • Falk sagt:

      Vielleicht, weil Venezuela, mit den größten Erdölreserven der Welt, sowie Iran, mit den zweit größten Erdgasreserven, in Zukunft nicht mehr ihre Energie in Petrodollar sondern in goldgedeckten Yuan abrechnen wollen. Das wird mittelfristig den Dollar zu dem machen, was er ist: ungedeckte Papierschnipsel mit nur noch geringem Erpressungspotential.Saudi Arabien setzt noch auf die VSA, in der Hoffnung, mit deren Hilfe seinen Machtbereich ausweiten zu können.

      • ped43z sagt:

        Woher haben Sie die Information, dass der Yuan (Renmimbi) Gold gedeckt ist? Quelle?
        Und stellen Sie sich das für Venezueala, wie auch für jedes andere Land nicht so einfach vor mit dem Währungswechsel. Isoliert durchgeführt, kann das katastrophale Auswirkungen haben. Nicht umsonst führt auch China selbst seine Abkehr vom Dollar sanft, schrittweise und abgewogen durch.

        Saudi-Arabien hat in seiner derzeitigen politischen Struktur fast gar keine Alternativen, denn es ist noch fester an den Dollar gebunden. Die prächtigen Beziehungen zu den USA fundieren auf der Tatsache, dass die Saudis ihre Dollar-Überschüsse in US-Staatsanleihen investieren (müssen). Das macht auch erklärbar, warum die überhaupt (und zwar als Einzige ihrer Art) straflos die Ölindustrie verstaatlichen durften (Aramco). Das alles ist die Basis des Petro-Dollars. Die Saudis mit Optionen? Derzeit sehe ich keine.

        Grüße, ped43z

        • Someone sagt:

          „Vielleicht, weil Venezuela, mit den größten Erdölreserven der Welt …“

          „Die Saudis mit Optionen? Derzeit sehe ich keine.“

          warm, aber nicht konsequent und umfassend, daher nicht klar.

          • ped43z sagt:

            @Someone

            In doppelten Sinne nicht klar. Denn die Saudis „dürfen“ ja auch (neuerdings?) Geschäfte mit Russland machen. Sprich: Ich bin mir nicht so sicher mit der Alternativlosigkeit.
            Im Vorjahr haben Russland und Saudi-Arabien gemeinsame Ölförderquoten vereinbart, um den Preisverfall des Rohstoffs umzukehren. Der Deal wurde im Mai diesen Jahres um neun Monate verlängert. Die Saudis investieren in Russland in Milliardenhöhe, das werden wohl weniger technische Ausrüstung als vielmehr US-Dollars sein (doch nicht bloß US-Staatsanleihen). Am 5.10. schwebt der saudische Monarch in Russland ein.

            http://tass.com/economy/968467

            Gut vorstellbar, dass Russland diese Zusammenarbeit gezielt auch deshalb anbietet, um SA eine attraktive Alternative zum kostspieligen und im Prinzip verlorenen Syrien- und auch Irak-Krieg anzubieten.
            Ebenso ist das ein schöner Wink an die EU seitens Russland. „Wir wollen ja mit Euch gedeilichen Handel treiben, aber wenn IHR nicht wollt, IHR seid eben nicht alternativlos.“

            Spannende Zeiten …

            Beste Grüße, ped43z

  27. Norman E. sagt:

    Bloomberg möchte Jamaika:

    Zu Schäuble:
    „But his [Schäuble] removal from the coalition calculus gives Merkel options to play with, and might ease the way to agreement on a coalition deal without the risk of fresh elections.“

    und weiter zur Besetzung von Finanz- und Aussenministerium:
    „The FDP, which has bitter experience of a prior coalition with Merkel, has already staked a claim to the Finance Ministry. The Greens are likely to opt for the Foreign Ministry.“
    […]
    „So who’s the new finance minister?

    Everything points to the FDP taking the post. Assuming coalition talks run as planned, the party’s chief would have the first
    pick.
    […]
    The Greens co-leader [Özdemir] has never made a play for the Finance Ministry, and is better known for his foreign policy pronouncements. He is more often mooted as a possible foreign minister, the role once filled by his Green predecessor, Joschka Fischer.“

    Ein neoliberaler Finanzminister und ein russlandfeindliches Aussenministerium mit Transatlantikern a la Joschka Fischer wäre doch wunderbar.

    Hier der Link zum Artikel: https://www.bloomberg.com/news/articles/2017-09-27/with-schaeuble-out-who-will-be-germany-s-next-finance-minister

    Das Wall-Street-Journal thematisiert den Weggang von Schäuble ebenfalls, lesbar jedoch nur im Bezahlbereich, was ich mir spare. Falls jemand Zugang hat, wäre es jedoch spannend zu erfahren, ob es inhaltlich in die gleiche Richtung geht. Hier der Link: https://www.wsj.com/articles/germany-s-schauble-expected-to-step-aside-as-finance-minister-1506518362

    • Strukturdenker (selbsternannter) sagt:

      Guter Gedanke. Welche Elitengruppe steckt hinter welcher Koalitionsoption ?
      Unsere Transatlantik-Medien schreiben zur Zeit Merkel (und Seehofer) schlecht und pushen Jamaika.
      Insofern könnte Jamaika, ectl. mit neuem Führungspersonal CDU/CSU ein Transatlanktik-Projekt sein.
      Demzufolge müßte eine Neuauflage Groko unter Merkel ein Projekt der europäischen Eliten sein.

  28. wolfwal sagt:

    Kommt denn noch heraus, dass Petry und Merkel mauscheln? Petrys verbleib im Bundestag macht doch insbesondere für Merkel Sinn.

    1. Um die AfD weiter nach rechts schlechtzureden.
    2. Petry und Pretzell faseln von einer neuen Partei die „irgendwo zwischen CDU und AfD angesiedelt so eine Art bundesweite CSU sein soll“. CSU? Merkel gefällt das Quertreiben aus Bayern (Obergrenze) ganz und gar nicht.

    Sollten alternativen Medien herauskommen, dass Merkel sich mit der Petry tatsächlich heimlich traf, dann bin ich schon jetzt auf das Totschweigen darüber in den Leidmedien gespannt.

  29. Johanniskraut sagt:

    Entwurf für ein demokratisches Miteinander 🙂

    Wir haben alle den Parteienzirkus satt. Der Parteizwang der bei Abstimmungen im Bundestag regelmäßig geltend gemacht wird, der Koalitionszwang der immer gern mal wieder auftaucht.
    Wobei: Im Grundgesetz steht der Abgeordnete ist nur seinem Gewissen verpflichtet und er ist an keine Aufträge und Weisungen gebunden – §38 Abs.1 GG! Das wird bei unserer Art der „repräsentativen Demokratie“ oder auch „parlamentarischen Demokratie“ ganz offensichtlich und auch ganz öffentlich missachtet.

    Wir haben alle die Einflussnahme von machtvollen Gruppen, wie der Automobilindustrie oder der Pharmalobby satt. Diese geht soweit, dass unsere Politiker sich von denen die Gesetze schreiben lassen und sich während dessen zum Gratishöbbeln in den Lolitaclub einladen lassen. Pfui!

    Man mag das gar nicht mehr mit ansehen! Da ist strukturell was faul im Staate Deutschland! Und der Aufbau einer Partei mit dem damit verbundenem Gang durch die Institutionen ist auch zum scheitern verurteilt, ich erinnere da an die Grünen oder die Piraten. Die waren gut in der ersten Generation. Alles was danach kam, war schon bestens korrumpiert und funktionierte im Sinne des Establishments.

    Ehrenhafte Politiker wie Sahra Wagenknecht oder Christoph Hörstel gibt es leider viel zu wenig und es liegt nicht in unserer Macht, die Anzahl der ehrenhaften Menschen in der Politik irgendwie zu erhöhen.

    Nun also, was kann man tun?

    Wie müsste ein System beschaffen sein, dass dem Bürger wieder seine Stimme zurück gibt? Gibt es so etwas? Ist das vorstellbar? Ein System, dass strukturell so beschaffen ist, dass die oben genannten Nachteile nicht zum tragen kommen können? Ein System das aufgrund seiner Struktur die offensichtlichen Nachteile der parlamentarischen Demokratie verhindert? Ich sage: „Ja, das geht! Das ist Denkbar!“

    Nun, wie muss das aussehen? Wie kann man sich das vorstellen?

    Ganz einfach! Viele von Euch kennen den http://www.wahl-o-mat.de. Für die, die ihn nicht kennen: es ist für das Folgende unverzichtbar das ihr ihn Euch kurz anschaut. Eigentlich ist das ist ein Tool für diejenigen, die nicht wissen, was sie wählen sollen. Man geht so durch die einzelnen Fragen des Fragenkatalogs, die sich alle um die aktuellen Problematiken drehen, und die alle sehr kurz gehalten sind, und kann im Grunde JA / NEIN / EGAL anklicken. Am Ende kann man aus den ca. 40 Parteien 5 Parteien auswählen mit den man sein persönliches Fragenergebnis vergleichen möchte, und bekommt die prozentuale Übereinstimmung angezeigt bei den Fragen angezeigt. So soll man heraus finden, was man wählen soll.
    Nebenbei bemerkt die Seite ist vom „Amt für politische Bildung“. Und dieses „Amt für politische Bildung“ tut uns mit dieser Seite eine riesigen Gefallen! Nicht das „ich finde heraus was ich wählen soll“ ist das Entscheidende, sondern die bloße, sichtbare, erfahrbare Existenz dieses Fragenkatalogs ist das Entscheidende! Und nun mein Vorschlag:

    Anstatt der blöden weißen Wahlbenachrichtigungskarte, die wir alle vier Jahre zugeschickt bekommen, wird dieser Fragenkatalog in schriftlicher, gedruckter Form verschickt. An alle Wahlberechtigten, logisch. Und wie Briefwahlunterlagen. Das heißt, es gibt den neutralen Fragenkatalog und einen neutralen Umschlag, wo Du ihn reinsteckst. Ohne Namen. Und dann steckst Du diesen neutralen Umschlag, in den Umschlag mit Deinem Namen oder Deiner Wahlnummer drauf und schickst ihn unfrankiert an Dein örtliches Rathaus.

    Sagen wir, Du hast einen Monat Zeit um den Fragenkatalog an zu kreuzen und zurück zu schicken. Und ein großes Portal im Internet mit Foren usw., berät zu jeder einzelnen Frage mit pro und contra.

    Im Rathaus landet dann der Umschlag mit Deinem Namen drauf in der Poststelle, und der zuständige Beamte sieht das Du gewählt hast, und kreuzt Dich in seiner Liste der Wahlberechtigten aus seinem Bezirk an. Dann öffnet er den Umschlag und nimmt den neutralen Umschlag heraus. Dann steigt er die schmale Metallleiter hoch, die sich seitlich an dem großen Glaskasten befindet, der mitten im Foyer steht, und wirft den Brief durch den schmalen Schlitz in den Glaskasten. Der Glaskasten ist wichtig, von wegen Transparenz und so. Und die Mächtigen wissen das und arbeiten, wo sie nur können, mit Symboliken. Denn das hat Kraft! Daher müssen wir es genauso machen! Also müssen in allen Rathäusern nach Versendung der Wahlunterlagen (Fragenkatalog) Glaskästen aufgestellt werden – die Glaser werden sich freuen! 🙂

    Gut soweit! Nun kommt der Stichtag und die versiegelten Kästen werden geöffnet. Bei der darauf folgenden Öffnung der neutralen Umschläge und der Auswertung der Fragenkataloge, müssen wir aufpassen, dass schummeln nicht möglich ist. Deshalb schlage ich vor, dass wir die 9ten Klassen der umliegenden Schulen zur Auswertung einladen. Ha! Das nenn ich mal echte Erlebnispädagogik! Demokratie zum anfassen! Da werden die jungen Menschen gleich völlig cool an die Thematik heran geführt, bekommen Verantwortung und dürfen/können sich beweisen. Damit Chancen ergriffen werden, muss man Chancen bieten, hab ich heute irgendwo gelesen…
    Mal ganz abgesehen von dem, was es für die Jugendlichen bringt, bei so einer Aktion federführend mit zu machen, ist es auch unmöglich, all die ganzen 9ten Klassen zu bestechen, die bei dieser dezentralen (es geschieht im örtlichen Rathaus) Auswertung mitmachen. Die Auswertung kann also nicht korrumpiert werden. Ein wichtiges Argument!

    Was noch wichtig wäre beim Auszählen: Wenn eine Frage nicht angekreuzt ist, oder eine Frage doppelt angekreuzt ist, entwertet das nicht den gesamten Fragebogen, sondern nur die entsprechende Frage. Alle Fragen, die sich werten lassen, werden gewertet.

    Dann brauch man nur noch eine öffentliche, transparente Zusammen-zähl-software, in der jedes Rathaus sich wiederfinden kann, und vergleichen kann, ob die eingetragenen Ergebnisse mit dem Auszählungsergebnis übereinstimmt. Und am Ende, nachdem alle Rathäuser die Richtigkeit der Einträge bestätigt haben, wird der Kram zusammen gezählt. Und fertich ist der Lack!

    Demokratie bedeutet doch, der Wille des Volkes soll umgesetzt werden. Aber um das tun zu können, müssen wir erst ein mal herausfinden, verlässlich herausfinden, was das Volk denn überhaupt will! Nach obiger Aktion wissen wir es! Schwarz auf weiß! Verlässlich!

    Dann brauchen wir nur noch die Verwaltung damit beauftragen, den Volkswillen aus zu schreiben. Das könnte in etwa so ablaufen:
    „Heute bringen wir Frage 19 zu Ausschreibung. Sie lautete: Soll aus der Atomenergie ausgestiegen werden? Das Volk hat entschieden: 72% JA, 19% NEIN, 9% EGAL
    Liebe Expertenteams! Bitte bewerbt Euch um die Erfüllung dieser Aufgabe. Die Bewertungskriterien sind:
    1. Die Schnelligkeit, mit der die Aufgabe gelöst wird
    2. Die Kosten, die dabei anfallen
    3. Die Nachhaltigkeit/Sozialverträglichkeit, die bei der Aufgabe anfällt
    Vielen Dank!“

    Und dann kann sich „EON“ bewerben, aber auch „Ausgestrahlt“, die Anti-Castor-Bewegung, die haben nämlich auch Experten. Ihr seht schon, die Expertenteams stehen in Konkurrenz zueinander und werden sich dann schon mühen, das beste Angebot ab zu geben. Da macht Konkurrenz plötzlich mal Sinn! Wogegen sonst Kooperation überwiegend der Schlüssel dafür ist, ein gedeihliches Miteinander zu erreichen 🙂

    Eine weitere begleitende, strukturelle Maßnahme könnte sein:
    Die Regelung der Bezahlung, der Experten wird so angesetzt, das sie, wenn sie die Aufgabe in der von ihnen selbst vorgegebenen Weise lösen (das heißt: genauso schnell, genauso teuer, wie sie es in ihrem 200-seitigen Exposee angegeben haben), dass sie dann den Wert eines fetten Einfamilienhauses bekommen. Halten sie aber ihre Vorgaben nicht ein –und wir rechnen großzügig eine 10%ige Überziehung mit rein, welche wir nicht ahnden– dann bekommen sie gar nichts. Nada. Null. Riente. Alles oder Nichts. Das sollte genügend Ansporn sein, realistisch zu kalkulieren, sich an seine Angaben zu halten und nicht plötzlich einen auf Flugplatz Berlin zu machen.

    Welches Expertenteam dann den Auftrag bekommt, den Volkswillen umzusetzen, wird sich sicher von selber ergeben. Man nimmt halt das schnellste, günstigste. Wenn es offensichtlich ist, welches das ist, kann die Verwaltung das selber entscheiden. Im Zweifelsfall wird nochmal darüber abgestimmt.

    Und die Politiker? Was machen die dabei?
    Die Politiker haben immer für uns entschieden. Tag ein, Tag aus. Schluss damit! Entscheiden, das tun wir ab jetzt selber – über den Fragenkatalog! Das heißt, wir brauchen ab sofort keine Politiker mehr – also ersatzlos abschaffen! Parteien brauchen wir nicht mehr – also ersatzlos abschaffen! Regierungen brauchen wir nicht mehr – also ersatzlos abschaffen! Parlamente brauchen wir nicht mehr – also ersatzlos abschaffen!

    Endlich frei! 🙂
    Juhuu! 🙂

    Die Verwaltung brauchen wir aber schon noch. Zumindest kleine Teile davon. Irgendwer muss ja den Volkswillen ausschreiben und Müllabfuhr und Schulen regeln! 😉

    Eine strukturelle Maßnahme würde ich noch begleitend einfügen:
    Damit auch die faulen, politikverdrossenen Menschen überredet werden, den Fragenkatalog anzukreuzen und zurück zu schicken, schlage ich vor, dass nicht-zurück-schicken mit einem 5,- € Falsch-Parken-Ticket belegt wird, das automatisch fällig wird, wenn Dein Kreuz nicht in der Wahlliste des Beamten aus der Poststelle auftaucht.

    Diese Maßnahme sendet drei deutliche Zeichen
    (Erinnert Ihr Euch? Zeichen sind waaaahnsinnig wichtig!):

    1. Zeichen:
    „Deine Meinung ist uns wichtig. Sie soll in den Pool der Meinungen mit einfließen!“
    2. Zeichen
    „Demokratie funktioniert nur, wenn alle mit machen!“
    3. Zeichen
    „Du brauchst nicht jede Frage zu beantworten. Du kannst auch Dein dreijähriges Kind den Fragenkatalog anmalen lassen, aber Du musst ihn zurück schicken. DU musst was tun für DEINE Demokratie!“

    Wer und wie die Fragen des Fragenkatalogs bestimmt werden sollen, darauf habe ich noch nicht so recht ne Antwort. Ich sage dann immer: Wenn das „Amt für politische Bildung“ das hinbekommt, einen Fragenkatalog mit den Fragen, die jetzt entschieden werden müssen, auf zu stellen, dann schaffen wir das allemal!“ Vielleicht fällt Euch dazu ne passende Regel ein?

    • Salander sagt:

      Hallo Johanniskraut, Sie machen Ihrem Namen als Antidepressivum stetig alle Ehre. Schön zu beobachten, wie Ihr Frust sich allmählich „vom Acker macht“ und in Freiheit Ideen hervorbringt! Aber das hatte ich kürzlich ja schon im PB zum Ausdruck gebracht.😊

    • Hundkatze sagt:

      Zu „ehrenhafte Politiker wie … Christoph Hörstel“:
      Machen Sie sich bitte mal schlau bei „Alles Schall und Rauch“ und über YouTube über Kai aus Hannover über die Geldbörsenaffäre/Brieftaschenaffäre des Herrn Hörstel.
      RRD würde jetzt sagen: noch Fragen ?

    • Someone sagt:

      „Wer und wie die Fragen des Fragenkatalogs bestimmt werden sollen, darauf habe ich noch nicht so recht ne Antwort.“

      Nun, mit der Antwort fällt dein gesamtes Konstrukt.

      Denke die Sache mal ohne das Wort „man“.

      (nein, dieses vermeintlich unscheinbare Wörtchen ist keine Höflichkeitsformulierung)

      • Johanniskraut sagt:

        @ Someone

        „Nun, mit der Antwort fällt dein gesamtes Konstrukt.“

        Nein, das denke ich ich nicht! Denn auch mit der manipulativen Sorte von Fragenkatalog a la Wahl-o-mat, wären wir immer noch 1000 mal besser dran, als mit dem momentanen Scheiß.

        • Someone sagt:

          @Johanniskraut

          1000 mal besser ist ungleich Funktional.

          Deswegen kippt dein Konstrukt.

          Versuche dich doch einmal an der Antwort.

          Wenn Du einen Ansatz hast, begib Dich in gedanklich in die Position desjenigen, der die Sache misbrauchen will – aber gleichzeitig als systemunterstützender Demokrat erscheinen will.

          • Analitik sagt:

            „1000 mal besser ist ungleich Funktional.

            Deswegen kippt dein Konstrukt.“

            Das Niveau sinkt…

            Mal schauen, wie tief wir kommen.

            • Girona sagt:

              OT

              Hallo Analitik,

              mir fällt seit Tagen auf, dass die deutsche wie RT und auch Sputnik über Kataloniens „Referendum“ immer noch im Maidan-Modus berichten. Will heißen: „Wir unterstützen Freiheitskämpfer.“

              Das ist seltsam: In Kiew klärten die Russen noch darüber auf. Und die deutsche Presse führt damit nur die alten Metaphern fort. Ich sehe aber keinen Nutzen für die aktuellen Bestrebungen innerhalb der EU-Auseinandersetzungen.

              Gestattet man hier im Extremfall ein Aufbrechen der bestehenden EU? Oder gibt es andere Grüde?

              • Analitik sagt:

                „Ich sehe aber keinen Nutzen für die aktuellen Bestrebungen innerhalb der EU-Auseinandersetzungen.“

                Was sehen Sie denn?

              • Girona sagt:

                „Was sehen Sie denn?“

                Ich sehe einen von außen initierten Bruch Spaniens, in einem illegitimen Referendum, von Israel initiert bzw. begleitet, und interessanterweise von russischen Medien als gut befunden.
                Israel ist offiziell jedoch nicht die EU.
                (Und ich bin kein Freund der einer ‚zionistisch ausgerichteten‘ EU).

                Verbindung Israel-Katalonien (hier in Ansätzen erwähnt, es gibt weitere Quellen, wären rauszusuchen)
                http://www.jpost.Com/Israel-News/Netanyahu-has-no-comment-on-Catalonia-referendum-506478

                Applaus zur Zerstückelung aus Israel
                http://ccaa.elpais.com/ccaa/2013/11/13/catalunya/1384373691_470071.html
                Überschrift
                „Katalanische Separatisten, von Pujol bis Oriol Junqueras, Mangel an Zionismus: Israel unterstützt und applaudiert die Zerstückelung Spaniens“
                Ganzer Artikel lässt sich mit Google Translator ins Deutsche übersetzen

                RT
                https://deutsch.rt.com/europa/58279-katalonien-gummigeschosse-und-netzausfall-gegen-referendum/

                A Warum unterstützt Russland diese illegale Aktion?
                B Warum lässt die EU ihren Bruch zu? (Gibt es einen neuen Plan ihrer integrierten globalistischen Kräfte?; Gibt es Anweisungen?)

              • Analitik sagt:

                „A Warum unterstützt Russland diese illegale Aktion?“

                Woran erkennen Sie die Unterstützung Russlands? Für Israel haben Sie immerhin eindeutige Statements und Treffen aufgetrieben, für russische Unterstützung sehe ich von Ihnen keine Belege.

                „B Warum lässt die EU ihren Bruch zu? (Gibt es einen neuen Plan ihrer integrierten globalistischen Kräfte?; Gibt es Anweisungen?)“

                Woran erkennen Sie den Willen der EU zum Bruch, isnbesondere zur Abspaltung Kataloniens? Wie im Fall von Russland präsentieren Sie keine Belege für Ihre Behauptung.

              • Girona sagt:

                „Wie im Fall von Russland präsentieren Sie keine Belege für Ihre Behauptung.“

                Hier wie in vielen Berichterstattungen vom Wahltag: Emotionen ohne Hintergründe.
                https://deutsch.rt.com/europa/58317-nicht-nur-aggression-momente-emotion-katalonien-polizei/

                Mittlerweile wurde ein Grund für Russlands einseitige Berichterstattung offensichtlich:

                „Gerade Europa muss uns über Krim belehren“

                https://de.sputniknews.com/politik/20171003317704044-sacharowa-russland-katalonien-referendum-krim-europa/

                Die deutschen großen MSM haben in der Tat kontrovers berichtet. Hab ich großzügig übersehen – es waren nicht meine ersten Quellen.
                http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-10/katalonien-unbhaengigkeitsreferendum-kommentar
                https://www.welt.de/debatte/article169237063/Der-Zirkus-geht-weiter-Eine-grauenhafte-Vorstellung.html

              • Analitik sagt:

                „Mittlerweile wurde ein Grund für Russlands einseitige Berichterstattung offensichtlich:

                „Gerade Europa muss uns über Krim belehren““

                Und was bedeutet das?

              • Girona sagt:

                „Und was bedeutet das?“

                1 Gesichtsverlust der EU sowie indirekte „Anerkennung“ des Krimreferendum (Könnte von bestimmten EU-Kräften beabsichtigt sein)

                2 Neues „Verhältnis“ – Kein weiter wie bisher in Verhandlungen mit Russland – abhängig von realen Machtverhältnissen.
                („All diese EU-Gipfel, bei denen Sanktionen gegen Russland verlängert werden, werden nach den Ereignissen in Spanien und den diesbezüglichen Reaktionen Brüssels dem ‚Blindensturz‘ von Bruegel ähneln“, so die Sprecherin (Sacharowa; Link siehe oben) weiter.“

                3 Hinweis, dass RT und Sputnik spezifisch russische Propaganda betreiben, und keinesfalls umfassend/alternativ („Der fehlende Part“) berichten.

              • Analitik sagt:

                Ich kann den Gesichtsverlust nicht erkennen. Von EU-Offiziellen habe ich keine Begeisterung für Kataloniens Separatismus erkennen können. Spanien geht hart gegen die Separatisten vor. Genau diese Linie hat die EU doch auch im Fall der Ukraine verfolgt, oder nicht?
                Spannend wird es erst, wenn die EU Kataloniens Abspaltung akzeptiert.

                „Hinweis, dass RT und Sputnik spezifisch russische Propaganda betreiben, und keinesfalls umfassend/alternativ („Der fehlende Part“) berichten.“

                Schön wäre es für Russland, wenn es so wäre.

              • Girona sagt:

                „Genau diese Linie hat die EU doch auch im Fall der Ukraine verfolgt, oder nicht?“

                Ja und nein.

                „Spannend wird es erst, wenn die EU Kataloniens Abspaltung akzeptiert.“

                Absolut. Oder sich gegen Israel und deren Verbündete stellt. Es sei denn es gibt einen weiteren Plan..

            • Someone sagt:

              Runter bis zum Kern der Weltanschauung.

              Das Zitat steht ohne Kontext da. Soll ich umformulieren was ich schrieb?

    • ped43z sagt:

      @Johanniskraut

      Das Problem ist, dass der Wahl-o-Mat Sie manipuliert. Denn er gibt die Fragen vor. Während Sie sich das Hirn zerbrechen, wie Sie auf die (sehr bedacht) Ihnen gestellten Fragen antworten, vergessen Sie die Fragen, die sich Ihnen selbst stellen, wenn Sie mit wachem kritischen Blick in die Gesellschaft und unser tägliches Leben blicken. Wir werden darauf konditioniert, nur noch auf Trigger zu REagieren, statt mündig selbst aktiv zu werden. Und so schwimmen wir in einer scheinbaren Freiheit innerhalb dieser geistig unfreien Demokratie. Leider habe ich keinen Überblick über alle 38 Fragen, die da gestellt wurden, aber jene die ich kenne, sind einfach nur da, sie zu beschäftigen (z.B. Dieselsteuer, Schuldenübernahme der Staaten). Den Blick auf die Systemprobleme bekommen Sie so schön zugekleistert. Wir haben ein erodierendes Finanzsystem, eine dazu passende Ideologie ganz nach Hayek, dazu den „Zwang“ des Wirtschaftswachstums, den „Zwang“ unendlich großer und unendlich freier Märkte, den „Zwang“ andere Gesellschaften zu „befrieden“, damit sie unsere einzigartige krebsartig wuchernde Gesellschaft annehmen. Wir sind also kriegstreibend. Nichts davon, vor allem von den Zusammenhängen zwischen diesen Phänomenen, wurde im Wahlkampf offenbar. Er ist schlichte Indoktrinierung gewesen und der Wahl-o-Mat ein schickes Werkzeug, um den Menschen eine Illusion von freier und kompetenter Wahlentscheidung zu suggerieren.

      Beste Grüße, ped43z

      • LudwigSchlucht sagt:

        Nur als Ergänzung: Der Wahl-o-Mat ist zudem das optimale Instrument, bereits vorweg in Erfahrung zu bringen, wie die „Bürger und Bürgerinnen“ wählen werden. Über 13 Millionen Teilnehmer (https://de.wikipedia.org/wiki/Wahl-O-Mat ) toppt jede Umfrage um Längen.

        Mein Bauchgefühl sagt mir zudem, dass die Wahlergebnisse nicht manipulationsfrei sind. Mir scheint schon die Wahlbeteiligung deutlich zu hoch angesichts vieler Aufrufe zum Nichtwählen im Netz und weitreichender politischer Desillusionierung sowie politischem Desinteresse bei den Jüngeren.

        Wie die FDP und die Grünen angesichts eines nach meiner Wahrnehmung schon fast Nicht-Wahlkampfes gepaart mit zuvor politischer Unauffälligkeit auf solche Werte kommen sollen, ohne dass da jeweils 5 Prozent darauf gelegt worden wären, kann ich mir nicht erklären. Auch der enorm und damit auffallend gestiegene Anteil an Briefwählern – mit noch besseren Bedingungen für Wahlmanipulationen – kommt mir sonderbar vor.

        Jedoch wie gesagt: Nur ein Bauchgefühl. Aber die Ergebnisse passen als quasi Punktlandung strategisch einfach zu gut – aber nicht zu dem, wie ich die Menschen in meinem Umfeld und den Wahlkampf wahrgenommen habe.

      • Johanniskraut sagt:

        @ ped43z

        Wenn Sie meinen Entwurf aufmerksam gelesen haben, ist ihnen sicher aufgefallen, dass ich den Wahl-o-maten in seiner Funktion als Tool zur Entscheidung, was ich wählen soll, ebenfalls völlig ablehne!

        Das das Bundesamt für politische Bildung, die Fragen danach aussucht, das sie so manipulativ wie möglich sind, liegt, wie soll ich sagen, in der Natur der Sache.
        Nichts desto trotz, können Sie, wenn Sie sich die Fragen im Detail ansehen, sicher einige Fehler ausmachen, oder auch Bereiche die bewusst ausgelassen wurden, aber in seiner Gesamtheit wäre selbst dieser Fragenkatalog ein ungeheurer Fortschritt, wenn wir über ihn abstimmen dürften!
        Also was genau bemeckern Sie, an meinem Demokratie-Entwurf?

        Und das nicht-aktiv werden, das sie ansprechen, verschwindet bei dem überwiegenden Teil der Menschen, wenn sie (gebauchpinselt, weil ihre Meinung gefragt ist) sich mit dem Beantworten der Fragen beschäftigen.

        • ped43z sagt:

          Also was genau bemeckern Sie, an meinem Demokratie-Entwurf?

          Empfanden Sie das tatsächlich als Meckern? Schade.
          Auf was ich hinwies und also kritisch an Ihrem Demokratie-Entwurf sehe: Wer stellt welche Fragen – außer Ihnen?

          Beste Grüße, ped43z

          • Johanniskraut sagt:

            @ alle

            Egal, wie beschissen es auch gelingen mag, den Fragenkatalog auszuarbeiten – allein die Möglichkeit sein Kreuz bei Sachfragen zu machen, anstatt bei den traurig-berühmten drei Buchstaben, ist schon ein enormer Gewinn und führt den Bürger automatisch und durch Beteiligung in die Mündigkeit!!! Die Ausschaltung von Korruption und Lobbyismus ist ein weiterer enormer Gewinn!!! Schon alleine diese beiden Punkte sind solch immense Vorteile, dass der Weg unglaublich lohnend ist.

            Nun zu den verschiedenen Möglichkeiten so einen Fragenkatalog zu erstellen.

            1) Das Bundesamt für politische Bildung wird vom Souverän gebeten einen Fragenkatalog auszuarbeiten. Das hat er ja schon einige Jahre ohne gravierende Manipulation erfolgreich gemacht, so dass Hoffnung besteht, dass er es auch ein weiteres mal schafft.

            2) Es wird eine Bundesversammlung gebildet, die den Fragenkatalog erstellt. Diese setzt sich zusammen aus 50 Schülern, 50 Arbeitern, 50 Angestellten, 50 Hartz4lern, 50 Unternehmern, 50 Rentnern, 50 Beamten, und 50 Studenten. Diese Bundesversammlung sammelt Fragen und entscheidet per Mehrheitsbeschluss über die einzelnen Fragen.

            3) Jeder Bürger ist aufgerufen Fragen einzureichen und es wird ein entsprechendes Internetportal erstellt, wo die Fragen, sortiert nach Themenbereich, gelistet werden. Dann wird von allen Bürgern virtuell über die einzelnen Fragen abgestimmt. Der CCC wird beauftragt, dass Portal so zu gestalten, dass eine Manipulation unmöglich ist. Durch meine eigenen Hackerkontakte weiß ich, dass das technisch machbar ist.

            • LudwigSchlucht sagt:

              Warum so kompliziert, manipulationsanfällig, zentralistisch und einschränkend?

              Art. 20 Abs. 2 Grundgesetz sagt: „Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen UND ABSTIMMUNGEN und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.“ (Hervorhebung mittels Großschreibung durch mich)

              Bis heute und damit seit fast 70 Jahren haben sich die im Bundestag vertretenen Parteien der demnach grundgesetzlichen Vorgabe verweigert, neben dem unmittelbar geschaffenen Bundeswahlgesetz auch ein Bundesabstimmungsgesetz zu erlassen.

              Entsprechend gibt es bis heute nicht die Möglichkeit eines bundesweiten Volksentscheids.

              Eine entsprechende gesetzliche Regelung würde – ähnlich oder gleich dem Schweizer System oder auch der Bayerischen Verfassung – die Möglichkeit eröffnen, dass eine qualifizierte Anzahl von Bürgern und Bürgerinnen unseres Landes (z.B. 50000) einen Gesetzesvorschlag in Form einer Volksinitiative vorlegen kann. Sollten sich dann z.B. mehr als eine Million Stimmberechtigte bei einem Volksbegehren dafür eintragen, dass über die Gesetzesvorlage ein Volksentscheid stattfindet, dann wird ein solcher durchgeführt.

              Eigentlich ganz einfach und in anderen Ländern etabliert und geschätzt. Bei uns nicht möglich, obwohl im Grundgesetz vorgegeben. (Eine dabei aus meiner Sicht interessante Frage wäre die, ob es eine reine Mehrheitsentscheidung sein soll oder ob man auf eine Form des „Systemischen Konsensierens“ übergeht. Dabei wird der Widerstand gegen das vorgeschlagene Gesetzesvorhaben abgefragt. Liegt der Durchschnitt unter einem bestimmten Wert, ist der Gesetzesvorschlag angenommen. Dies begünstigt Lösungen, die auch von den „Verlierern“ einer Abstimmung eher angenommen werden können und schwächt Spaltungstendenzen ab.)

              De facto haben die im Bundestag vertretenen Parteien, die nach Art. 21 GG lediglich bei der politischen Willensbildung mitwirken sollten, somit inzwischen über mehr als sechs Jahrzehnte das Volk, also den Souverän, entmachtet. Betrachtet man dies so, könnte man durchaus zu der Meinung gelangen, diesbezüglich liege ein verfassungsfeindliches Verhalten mit Schwerpunkt im Bundestag vor. Bezahlt von den Entmachteten. 😉

            • nurmalso sagt:

              Ich werf mal was in den Ring:

              Systemisches Konsensieren.
              http://www.sk-prinzip.eu/

      • Marco Schulz sagt:

        „…und der Wahl-o-Mat ein schickes Werkzeug, um den Menschen eine Illusion von freier und kompetenter Wahlentscheidung zu suggerieren.“
        ===========

        Mal abgesehen davon, dass ich auch nicht verstehe, wie man im Bewusstsein, dass manipulierte Massen -„Zombihorden“- entscheiden, wer über sie herrschen soll, zu dem Standpunkt gelangt, es sei wichtig, dabei auch noch mitzumachen…

        wird den Menschen offenbar noch eine andere Illusion beschert. Nicht nur, ob ihre Entscheidung frei und kompetent sei, sondern auch worüber sie zu entscheiden haben. Und worüber nicht.

        Denn das hier scheint ja nicht zur Debatte zu stehen -das gibt es wenn es so ist :-)- ohne dass es dafür die Zustimmung des sogenannten Souveräns abgefragt wird:


        Wir haben ein erodierendes Finanzsystem, eine dazu passende Ideologie ganz nach Hayek, dazu den „Zwang“ des Wirtschaftswachstums, den „Zwang“ unendlich großer und unendlich freier Märkte, den „Zwang“ andere Gesellschaften zu „befrieden“, damit sie unsere einzigartige krebsartig wuchernde Gesellschaft annehmen. Wir sind also kriegstreibend.

        Ich würds vielleicht anders beschreiben; andere Punkte benennen aber das alles steht für unser alternativloses 🙂 politisches/wirtschaftliches System, deren Verwalter wir wählen dürfen. Möglicherweise in der Illusion, damit irgendetwas über das System zu entscheiden.

        Ich seh das so – die Wahl ist ein bequemes Mittel der Eliten, zu entscheiden, welches Personal die Ämter besetzt, deren Funktion nicht zur Debatte steht.

        Gleichzeitig stellt die Abgabe des Wahlzettels natürlich eine Zustimmung zum Regiertwerden dar und unterschreibt alles, worüber nicht abgestimmt wird (Wenn ich den Verwalter wähle, stimme ich automatisch dem zu, was der verwaltet)

        Das ist dermaßen bequem für unsere demokratische Herrschaft, das die bisher der Standpunkt propagiert hatte: „Scheißegal, wen Du wählst, Hauptsache Du gehst wählen“. Keinem Wähler ist das merkwürdig vorkommen. Relativiert wurde die Gültigkeit dieser Aussage zumindest nicht von unten. (Altmeier…)

    • scotty sagt:

      Hallo,
      es handelt sich zwar um ehrenwerte Gedanken, jedoch habe ich zwei Einwendungen.

      Vorab: ich hab mittlerweile ein Problem mit dem Gedanken meine eigene Verantwortung mittels Outsourcing (also Wahlen) Anderen zu überlassen, die für mich die Probleme lösen, von denen ich gar nicht wusste, das ich sie hatte. Deshalb bin ich für alternative Gedanken diesbezüglich offen.

      Zum Einen kann man mittels (geschickter) Fragestellung, die darauf gegebenen Antworten beeinflussen.
      Wie Meinungsforschungsinstitute arbeiten, sollte man dabei berücksichtigen und wissen. (Nebenbei, warum gibt es eigentlich die Sonntagsfrage? – Was war noch das Konformitätsexperiment von Asch? –
      Klugscheissermodus aus)
      und zum Anderen: Es tut mir leid den alten Reptilo David Icke heraus zu kramen, aber seine Ansichten zu „Problem-Reaktion-Lösung“ sollten wir alle kennen.

      Wir leben nicht nur in einer Schein Diktatur (oder war es Demokratie?) sondern auch in einer Meinungs- und PR-Diktatur wo es wichtig ist die Deutungshoheit zu haben. Gerade für Leser dieses Blogs, sollte diese Problematik bekannt sein.

      Knifflige Frage zum Schluss: Da wir nun aber alle davon überzeugt sind (wurden), das wir die Erschaffer der Meinung sind, die wir vor uns her tragen, stellt sich das Problem, wer kreiert unsere neue Meinung, wenn wir anders abstimmen sollen?

      • Johanniskraut sagt:

        @ scotty

        Der Wahl-o-mat achtet darauf, dass die Fragen so kurz wie möglich sind, z. B.: „Generelles Tempolimit auf Autobahnen“

        Das erschwert die Manipulation durch die Fragestellung schon mal ungemein.

        Dann habe ich die Antworten, auf die Wahl-o-mat-Fragen der Deutschen Mitte, zu gemailt bekommen. Und erstaunlicherweise waren es an die 70 Fragen, die da im Vorfelde von den Parteien beantwortet werden mussten. Von diesen 70 sind dann 38 übernommen. Ich weiß jetzt nicht mehr genau, welche Fragen da weg gelassen wurden, und natürlich könnte man über die Auswahl schon einige Themenbereiche ausklammern.

        • scotty sagt:

          Genau darin sehe ich ja die Problematik:

          Wer legt warum fest, ob es notwendig oder richtig ist, die Fragestellung kurz oder evtl. lang zu halten?

          Was wird in welcher Reihenfolge gefragt?

          Wer definiert, was überhaupt wichtig genug ist, gefragt zu werden? Warum macht er das?

          Sind wir als Menschen uns überhaupt bewusst, wie manipulierbar wir alle sind?

          Manipuliere ich nicht auch gerade oder werde manipuliert?

          Ich habe es übrigens schon an anderer Stelle geschrieben: Wie kann ich wählen? Ich bin nicht Souverän! Ich bin nicht frei und ich bin nicht unabhängig! Da können Wahlen dann von mir aus auch geheim sein. Ich denke das kann dann auch egal sein. Aber es vermittelt eben den Dunst der Wichtigkeit.

          Wie Viele vertreten z.B. die Meinung, das sie sich nicht durch Werbung beeinflussen lassen. Was ich mich da immer frage ist, warum die dann soo blöde sind und so viel Geld dafür ausgeben, wo das doch gar nicht funktioniert.

          Man könnte nun auch noch stundenlang das Feld der Rhetorik bearbeiten, die sicher nur erarbeitet wurde, um schöner Sprechen zu können. Aber Spaß beiseite.

          Oder kann man die breite Masse doch so an der Nase herum führen, das sie Dinge machen, die sie nur bedingt wirklich wollen?
          Ich denke man braucht dafür nicht einmal Geschichtsbücher zu wälzen, damit einem die Erkenntnis ins Gesicht springt, sofern man sich dafür überhaupt beschäftigt.
          Oder ist es nicht beliebter sich mit Fußball oder Rezeptideen zu beschäftigen? Ist doch nicht verboten, blöde oder gleichgültig zu sein. Oder ist es sogar erwünscht?

          Und das ist momentan der springende Punkt aus meiner Sicht: Wir werden den lieben langen Tag (oftmals sehr subtil) bearbeitet und weich gekloppt unsere Meinung zu bilden. Aber bilden wir uns unsere Meinung selbst?
          Auf Grund welcher Informationen? Wer gewichtet den Umfang der Informationen? Und ist das dann nicht Folge einer Auslese?

          Ist Propaganda nur dann Propaganda, wenn man sie so nennt? Gibt es so was überhaupt, ich dachte immer Joseph G. ist schon lange tot.
          Und wenn wir die Dinge anders benennen, dann werden die Dinge besser? (Damit hat sich schon George Carlin vor Jahrzehnten auf amüsante Art und weise beschäftigt.)

          Die ´Bild´ ist doch ein exzellentes Beispiel für „Informationsvermittlung“. Falls jemals jemand von denen Rechenschaft einfordert, stellen die sich hin und können akribisch nachweisen, das sie zu jedem(!) Mist etwas gemeldet haben und das auch noch durchaus neutral. Das Problem ist nur, was davon Stunden- oder Tagelang in großen Lettern auf der prime position und was für ein paar Minuten im hinterletzten Abschnitt gebracht wurde.

          Diese Erkenntnisse sind doch nicht neu. Wie sagte schon Jefferson: Bei einer Zeitung stehen die einzigen Wahrheiten, auf die Du vertrauen kannst, in den Anzeigen.

          Zum Abschluss noch ein Beispiel aus der näheren Vergangenheit. Ich stelle mir vor, man hätte folgende Volksbefragung vorgenommen: Sollen deutsche Soldaten nach Afghanistan (alternativ könnte man auch Syrien schreiben)?

          Wäre dort die Manipulation da durch die Frage oder durch die Informationsbearbeitung im Vorfeld erfolgt?

          Wie kann daraufhin eine Entscheidung getroffen werden, die nur annähernd mal mit dem Wort vernünftig in Kontakt gekommen ist?
          (by the way: hatte nicht mal jemand etwas bzgl. eines totalen Krieges gefragt? – ok, war weder repräsentativ noch geheim)

          Ich denke „Die“ (@ analitik: ich kann sie aus meiner Position immer noch nur umschreiben, als benennen) manipulieren nicht nur unsere Meinung. „Die“ schrauben auch lustig an unserer Realität herum.

          Eben Alles schon gesagt und darum schließe ich zum einen mit den Worten des großartigen George Carlin:

          The politicans are put there to give you the idea that you have freedom of choice. You don´t. You have no choice. You have owners. They own you. They own everything.
          It´s a Big Club … and you aint in it.

          und des ebenso genialen Bill Hicks: Go back to bed, your government is in control again. Go back to bed…

          you are free to do as we tell you

          Wir sollten echt mal etwas anders machen, sonst hört der Murmeltiertag nie auf!

          • Analitik sagt:

            „Wir sollten echt mal etwas anders machen, sonst hört der Murmeltiertag nie auf!“

            Zum Beispiel so wie Sie möglichst ausgiebig argumentieren, dass man unmöglich etwas anderes machen kann?

            • scotty sagt:

              Na da müsste ich ja nun schreiben: Treffer – Versenkt!

              Doch ich denke die Problematik ist zu komplex, um sie so einfach herunter zu brechen.

              Man kann immer etwas anders machen. Die Frage ist doch eher: wo endet die Komfortzone und ab wann ist man bereit diese zu verlassen oder muss diese verlassen?

              Ohne selbst eine tiefere Meinung zu der Thematik zu haben, kann ich (anhand der ausgewählten Informationen) an den katalanischen Vorgängen heut Abend mal wieder erkennen, was so abläuft, wenn irgend jemand wirklich einmal nicht das richtige wählt oder wählen will (wo immer auch dieser Wunsch zur Wahl auch her kommt).

              Ich versuche mal jetzt nicht den Adorno zu geben mit ´es gibt kein richtiges Leben im falschen´, aber man sollte bei seinen Versuchen etwas zu ändern, schon im Hinterkopf behalten, in welcher Geisterbahn wir hier alle unterwegs sind.

              Ob das ´System´ dessen Teile wir alle in der Summe sind, durch in Jahrzehnten geformte Regeln, die dessen Erhalt eigentlich sichern sollen, inhaltlich wirklich zu ändern ist, bezweifelt der Revoluzzer in mir doch stark.

              Doch jetzt mit Gewalt alles niederbrennen, weil es doch so falsch ist, halte ich ebenso für einen irrwitzigen Weg.

              Es gibt ja dieses Bild des Mannes mit seinen Einkaufstaschen, wie er die Panzer damals in Peking durch seine Entschlossenheit aufgehalten hat. Doch befürchte ich auch, das wir nur nicht genügend Bilder haben, wo ein Panzer einfach weiter gefahren ist. Es ist also doch Vorsicht geboten. Nicht mit Angst zu verwechseln.

              Andererseits: Auch wenn Gandhi letztendlich auch durch eine Kugel gegangen wurde, war er doch mit seiner Entschlossenheit am effektivsten.

              Er hat auch gezeigt, das man nichts durch Forderungen gegen andere verändert, sondern nur durch sein eigenes alltägliches Verhalten. Wenn man so will auch durch wählen gehen oder eben nicht. Jeder sollte auf dem Level beginnen, wo er sich befindet.

              Ich persönlich habe oft genug gewählt und habe auch an einigen doch recht großen Demonstrationen teilgenommen. Nach meiner Lebenserfahrung haben sich diese Wege als nicht erfolgreich herausgestellt und ich nutze die durch Abstinenz gewonnene Zeit anderweitig. Und wenn ich durch faulenzen Kraft für einen neuen Weg sammele.

              Auch sollte man kritisch hinterfragen, ob das was man von anderen erzählt bekommt in sich schlüssig und richtig sein kann. Man sollte versuchen, bis zur Quelle zu kommen und sich nicht durch den ersten Teich auf dem Weg beeindrucken zu lassen, um es im Sinne von Henry David Thoreau zu formulieren.

              Man mag jedoch radikal in seinen Gedanken sein, doch sollte man dieses nicht gegen andere Menschen sein. Unterschiedliche Meinungen sollte man austauschen um daran reicher zu werden. Wenn man sie benutzt, um andere zu bekämpfen, macht man (mache ich) etwas falsch.

              Wie ich mit dieser Einstellung Teil einer Partei (also eines Bruchteiles von Allen) durch Wahl oder Mitgliedschaft sein kann, um nur an guten Lösungen für mich und meinesgleichen interessiert zu sein, erschließt sich mir eben nicht mehr.

              Ich bin ein Mensch. Ich bin nicht vollkommen und mache Fehler (möglicherweise wurde ich so schon in die falsche Richtung gelenkt). Ich falle auch immer noch in alte Muster zurück. Weder habe ich „die Lösung“, noch habe ich je jemanden kennengelernt der diese besitzt.
              Ich mache immer den folgenden Test: So lange die Personen den Raum durch die Tür betreten (müssen), sind sie auch nur die Sklaven ihrer eigenen materiellen Existenz.

              Ich arbeite halt an mir. Sollten wir alle machen.
              Aber wir sollten nicht versuchen, perfekt zu sein.

              Auch meine Erfahrung: Das bringt nichts. Es zieht die Falschen an und demotiviert die Richtigen (sofern eine solche Unterscheidung überhaupt zulässig ist). Den Fehler machen die meisten Menschen: mist! ich habe jetzt wieder eine geraucht (habe wieder zu viel Süßigkeiten gegessen etc. / war wieder mal nicht konsequent), dann ist es jetzt auch egal. Man ist darauf getriggert radikal gegen sich selbst (also gegen einen Menschen) zu sein.

              Nur um es nochmals zu wiederholen: Wirkliche Veränderung erreiche(n) ich(wir) nur durch das eigene andere Verhalten.
              Sie haben z.B. einen Blog aufgemacht. Und ich versuche mich daran durch Anmerkungen konstruktiv zu beteiligen.

              Ist doch schon mal ein Anfang.

              Da die Antwort eher ein Essay über ein ´richtiges Leben´ wurde und nur begrenzt mit der Thematik zu tun hat, würde mich eine nicht erfolgte Freischaltung nicht enttäuschen. Ist ja auch eher eine persönliche Antwort.
              Aber Sie haben es geschafft, das ich doch mehr herumtexte als ich eigentlich wollte. Sind ja die Taten, nicht die Reden, die die Welt ändern.

              Insofern: Treffer – Versenkt!

    • Paleene sagt:

      David Kriesel hat sich die Mühe gemacht und aufgezeigt, wie sich anhand von Big Data echte Unterschiede zwischen den Parteien herausfinden lassen (statt der voreingestellten, beeinflussenden Auswahl des Wahl-O-Mat)

      „Findet den Unterschied

      Man braucht schon mathematische Verfahren und Big Data, um die Grenzen der Parteien zu entdecken. (…)

      (…) Ein Ausweg soll sein: der Wahl-O-Mat, angeboten von der Bundeszentrale für politische Bildung. Dahinter steckt ein populärer Computeralgorithmus, der als Informationsangebot gedacht ist, aber auch als Entscheidungshilfe für die Wahl dienen kann. Er funktioniert leicht vereinfacht so: Die zur Wahl stehenden Parteien werden zu 38 Thesen befragt. Die Parteien dürfen zu jeder These aus drei Antworten wählen: Zustimmung, Ablehnung und Neutralität. Die Antworten der Parteien werden im Wahl-O-Mat gespeichert. Jetzt ist der Wähler dran: er darf zu denselben Thesen ebenfalls zustimmen, ablehnen oder neutral antworten. Die Antwortkette wird mit den Antwortketten der Parteien verglichen. Übereinstimmende Antworten geben zwei Punkte, gegensätzliche Zustimmung beziehungsweise Ablehnung ergeben null Punkte. Kombinationen wie ‚Neutral und Ablehnung‘ ergeben einen Punkt. Für jede Partei erhält man so den Prozentsatz der maximal möglichen Punkte. Diese Antwort soll Orientierung liefern, welche Partei am besten zum eigenen Meinungsbild passt.

      Mathematisch ist dieser Ansatz sehr vielversprechend. Allein: Er nützt dieses Jahr nicht viel. Denn es stimmt ja, was der Herausgeber dieser Zeitung bemängelte (siehe F.A.Z. vom 8. September): Wenn sich mehrere Parteiprogramme so stark ähneln, dass am Ende alle nur ein paar Prozentpunkte unterschiedlich weit von meinen Wünschen entfernt liegen, hilft die Information auch nicht recht weiter. Was nützt eine Wahlempfehlung, bei der die vier heute im Bundestag vertretenen Parteien sich gewissermaßen den ersten Platz teilen?(…)“

      Der ganze Artikel und Infos darüber, wie die FAZ mit ihm umging finden sich hier:

      http://www.dkriesel.com/blog/2017/0923_wie_die_faz_einen_artikel_von_mir_vergeigte#readmore_blog_2017_0923_wie_die_faz_einen_artikel_von_mir_vergeigte

  30. lex sagt:

    Ich glaube das die SPD so wie angekündigt in die „Opposition“ geht. Da kann die dann heftig links blinken und in 4 Jahre haben die älteren Zomieschafe vergessen, dass das die Partei war die den größten Sozialabbau durchgeführt hat, sich davon niemals distanziert hat, den ersten Angriffskrieg mit einem Haufen Lügner angezettelt hat und mit sozial so wenig zu tun hat wie eine andere Partei mit ihrem C. Die jüngeren werden das in 4 Jahren wahrscheinlich gar nicht wissen, es sein den ihre Eltern haben es Ihnen immer wieder gesagt. In den Medien wird ja bald der Nebel des Vergessens darüber gelegt. Harz4 ist dann vom Himmel gefallen. Man hat ja aktuell schon versucht mit Schulz das Asoziale zu vernebeln, was aber wohl nicht geglückt ist. In Zeiten des Internets kann man Gesagtes doch einfach zu leicht überprüfen.
    Und leider wird diese Partei nach der „Opposionszeit“ wieder reaktiviert. Würde diese Partei jetzt nochmal in die Regierung gehen und nochmal eine solche Politik machen, dann käme sie wohl in 4 Jahren unter 10%. Denn dann würde auch der blödeste Vollidiot wissen, was man von der Partei zu halten hat. Das soll aber nicht heißen, dass die anderen Parteien aus der markradikalen Mitte da besser wären. Einige der Linken sehe ich als Alternative an ..

  31. Helm ab zum Gebet sagt:

    @Johanniskraut,

    so viele Gedanken brauchen wir uns da gar nicht machen und das Rad 2mal erfinden. Prof. Mausfeld sagte doch bei seinem Vortrag: „Die Angst der Machteliten vor dem Volk“ das es 20 bestens ausgearbeitete Demokratiekonzepte gibt.

    Wir hätten die repräsentative Demokratie aber aus gutem Grund.

    Viel gehaltvolles lässt sich aus dieser Wahl jedenfalls nicht ableiten. Es ist gewiss ein Wunschergebnis. Vielleicht drehen die Eliten den Globalisten-Freunden in USA sogar im Moment eine Nase: „So macht man das! Bei uns würde ein Trump niemals aufgestellt“. Halten sich doch bestimmt sowieso für Gott.

    Naja, sorry für den bierernsten Kommentar – finde gut das Sie gute Laune haben.

    • Analitik sagt:

      „das es 20 bestens ausgearbeitete Demokratiekonzepte gibt.“

      Und wo gibt es die?

      • Helvet sagt:

        Folgefrage: wer braucht die?

        Die Misere ist zuallerletzt eine Frage des Systems. Nicht einmal gottgesalbte Könige und „allmächtige“ Diktatoren können sich halten, wenn sie alle Untertanen in die Scheisse reiten.

        Die Römer hatten einen schönen Sinnspruch:
        „Wer bewacht den Wächter?“
        Und ein Kabarettist fragte mal sinngemäss: „Wenn ich meine Stimme abgebe, wo bleibt sie dann?“

        Um einige Voten in der laufenden Diskussion aufzunehmen:
        Wir stehen vor der Tatsache, dass eine verschwindend kleine, global agierende Minderheit über nie dagewesene finanzielle Machtmittel verfügt. Die brauchen keine U-Boote mehr über Jahre, kalkulierend und vorausschauend, zu platzieren. Die können beinahe jedem ein Angebot machen, „das er nicht ablehnen kann.“ (Interessantes Stichwort: Economic Hitman)

        Unter diesen Umständen nämlich, dass eine Minderheit über „systemisch unbegrenzte“ Geldmittel verfügt, kann kein System demokratisch bleiben, egal wie perfekt es konzipiert ist.
        Sowohl das US-System als auch das Deutsche System sind vom Konzept her sehr gut. Auch die Weimarer Republik war keineswegs eine Totgeburt.
        Die Weimarer Republik war jedoch eine „Demokratie ohne Demokraten“. Kann durchaus sein, dass wir mittlerweile wieder soweit sind.

        Zu Mausfeld: absolut lesenswert.

        • Johanniskraut sagt:

          @ Helvet

          „Sowohl das US-System als auch das Deutsche System sind vom Konzept her sehr gut.“

          Das ist doch wohl nicht Ihr ernst! Und sie finden Mausfeld lesenswert? Da haben Sie ihn aber kaum verstanden!

          Ein System muss auf Grund seines inneren Aufbaus, in der Lage sein, die heutigen Auswüchse zu verhindern. Tut es das nicht, ist es ein scheiß System.

          • Helvet sagt:

            Mein voller Ernst.

            Ein beschissenes System mit vernünftigen verständigen Menschen kann funktionieren.
            Ein perfektes System mit Schlafwandlern wird versagen. (Zumindest im Blick auf die Interessen der Schlafwandler, aber vielleicht ist deren einziges Interesse der ungestörte Schlaf).

            Mausfeld versucht ja gerade, Menschen zum Aufwachen zu bewegen, welche in einer eigentlich gut konstruierten Demokratie leben.
            Das ist Aufklärung: Der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.

            Ein System, das auf Grund seines inneren Aufbaus in der Lage ist, Auswüchse zu verhindern, wird es nie geben. Denn letzten Endes sind die Bürger dieser „innere Aufbau“.

            Natürlich gibt es hindernde oder begünstigende Umstände. Das können sie bei den Aufklärern des 17./18. Jahrhunderts oder auch bei Marx nachlesen.
            Verglichen mit den damaligen Zuständen leben wir *noch immer* in einer besseren Zeit. Ich will aber nicht bestreiten, dass sich der Horizont rapide verdüstert…

            • Analitik sagt:

              „Ein beschissenes System mit vernünftigen verständigen Menschen kann funktionieren.
              Ein perfektes System mit Schlafwandlern wird versagen.“

              Jaaa, das Niveau sinkt tatsächlich weiter ab! Gratulation.

              • zeitzeuge sagt:

                Nichtsdestotrotz oder deshalb, Glückwunsch zu 10.000 Kommentaren! 😉

              • Analitik sagt:

                Das ist sowas von egal. Aber vielleicht ist es wichtig für Ihre Abrechnung…

              • Takuto sagt:

                So schlecht finde ich den Satz gar nicht. Beispiel Schweiz: Die haben direkte Demokratie und Gewehre zu Hause, aber dennoch die Zwangsrundfunkabgabe und Zwangskrankenversicherung erhalten. – Gut, man kann die Medien zum System zählen und das berüchtigte Bündeln der Gesetzesvorschläge (attraktive mit unattraktiven kombinieren), dennoch fällt mir auf, wie wenig es bringt, wenn das Volk entscheiden kann und sogar Waffen hat. Die Gehirnwäsche ist wohl der wichtigste Faktor von allen.

              • Analitik sagt:

                „So schlecht finde ich den Satz gar nicht.“

                Der Satz ist super. Damit kann man sich bei Spon bewerben.

              • Helvet sagt:

                Da sag ich mal artig danke.

                Es muss Ihnen ziemlich zuwider sein, wenn so etwas wie „Tröstung des Systems“ in der Diskussion auftaucht, denn Sie wollen ja Zusammenbruch und Neubau noch erleben.
                Die Tröstung war aber nicht meine Absicht. Das wäre auch sinnlos. Die Zuspitzung der Krisen auf allen Gebieten (ökologisch, ökonomisch, sozial) läuft unvermindert weiter. Wir kommen (als Menschheit) aus der Nummer nicht mehr raus.

              • Analitik sagt:

                „Es muss Ihnen ziemlich zuwider sein, wenn so etwas wie „Tröstung des Systems“ in der Diskussion auftaucht, denn Sie wollen ja Zusammenbruch und Neubau noch erleben.“

                Nichts dergleichen. Als aufmerksamer Leser hätten Sie es wissen können, weil ich mich zu beiden Themen hier im Blog geäußert habe – ganz entgegen Ihren Behauptungen.

              • Helvet sagt:

                Zitat:
                ————————————–
                Analitik sagt:
                4. Oktober 2017 um 20:47 Uhr

                „Es muss Ihnen ziemlich zuwider sein, wenn so etwas wie „Tröstung des Systems“ in der Diskussion auftaucht, denn Sie wollen ja Zusammenbruch und Neubau noch erleben.“

                Nichts dergleichen. Als aufmerksamer Leser hätten Sie es wissen können, weil ich mich zu beiden Themen hier im Blog geäußert habe – ganz entgegen Ihren Behauptungen.
                ————————————–
                Klar. Sie wollen Neubau ohne Zusammenbruch. Wäre schön…

              • Analitik sagt:

                Und Sie wollen Zusammenbruch und wollen das auch noch als meinen Wunsch ausgeben. Nichts da. Für Ihr destruktives Gedankengut stehen Sie selbst gerade.

              • Helvet sagt:

                —————–
                Zitat:
                Und Sie wollen Zusammenbruch und wollen das auch noch als meinen Wunsch ausgeben. Nichts da. Für Ihr destruktives Gedankengut stehen Sie selbst gerade.
                —————–
                Nein. Sie geben das als meinen Wunsch aus. Das habe ich aber nicht gesagt.
                Ich sage:
                Dass der Zusammenbruch unausweichlich ist, liegt nicht am System. Es liegt daran, dass dieses System (also die Demokratischen Staatswesen) planmässig unterwandert wurde. Diese Unterwanderung konnte stattfinden, weil der Herrscher (sprich: die Stimmbürger, das Volk, die Mehrheit) nicht wachsam war.
                (Auf der Schiene können wir jetzt endlos weitermachen)

            • Inselchen sagt:

              ///Da sag ich mal artig danke.///

              Sind sie soweit das dann auch zum System zu sagen, wenn sie für die CO2-Fürze ihrer Babies Steuern zahlen müssen, weil „der Mensch der ist ja ach so schlecht!“?

              Sie berufen sich auf Marx, dessen Lieblingswort ´der durch Arbeit erschaffene Mehrwert` ist.

              War ein großer Zombie-Hirnscheißer dieser Marx, vielleicht kann ich aber auch einfach intellektuel nicht mithalten mit ihnen, worüber ich froh bin.

              Diesen link finde ich echt lesenswert:
              http://www.sk-prinzip.eu/

              Demokratie kann besser gemacht werden!

              LG

              • Helvet sagt:

                Ich bin jetzt mal ganz böse und sage zu dem Link folgendes:
                Wilhelm II: „Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche!“
                Der Glaube, dass Interessengegensätze sich mit Zauberformeln auflösen lasse ist genau das: ein Glaube.

              • Inselchen sagt:

                Die Zauberformel glaubte wohl eher Wilhelm II zu haben mit seiner Balkonrede an das „Folg“,in der Hoffnung gute Kriegspropaganda zu machen.
                Und da ging es um zwischenstaatliche Konflikte; vielleicht denken sie zu groß?

                Wie agieren Sie so als „wacher“ Bürger, oder sind sie das selber nicht?

                Auf ihre emotionale Schwankungen gehe ich lieber nicht ein (sie wären ´brav`, oder ´böse`) aber das „demokratische“ Mehrheitsprinzip spaltet die Gesellschaft, ich mache das innerhalb meiner Familie nicht und auch nicht mit meinen Freunden.

      • Helm ab zum Gebet sagt:

        Leider funktioniert der externe Link nicht 🙁 Wenn Sie in google eingeben „mausfeld repräsentative demokratie“ dann erhalten Sie an erster Stelle ein 6.25 minütiges Video.

        Gehen Sie in dem Video auf 1.30 und drücken Sie auf Pause. Dort erwähnt er:

        die Rätedemokratie

        die partizipatorische Demokratie

        die deliberative Demokratie

        die inklusive Demokratie

        welche er der repräsentativen Demokratie gegenüberstellt.

        Über die repräsentative Demokratie sagt er sinngemäß das gleiche wie Sie: „Sie können einen anderen Hirten wählen aus dem Personal des Besitzers der Schafherde“.

        und zwar rein aus meiner Erinnerung heraus. Ich müsste um den Satz zu finden mir den 100 min. Vortrag (Die Angst der Machtelite vor dem Volk) erneut anhören (was vielleicht sogar nicht die schlechteste Idee wäre).

        Ich habe diese Konzepte nicht untersucht – da sich die Frage gar nicht stellt. Ehrenhafte Leute können gute Konzepte entwickeln soviel sie wollen – was wir haben ist die repräsentative Demokratie. Punkt!

        Dazu mein damaliger Geschichtslehrer in der BRD (West-) Schule:

        „Die repräsentative Demokratie ist das Mass aller Dinge! Es gibt nur ein (!) anderes Konzept (also nicht 20) und das ist die direkte Demokratie – die in der Schweiz funktionieren kann aber nicht bei 60 Millionen Bundesbürgern wie bei uns. Daher ist die repräsentative Demokratie das Mass aller Dinge!“.

        Als Schüler haben wir das damals natürlich nicht hinterfragt.

        Das ist mir sofort eingefallen als Beispiel – als Mausfeld davon sprach das in Schule und Universität manipuliert wird (neben der bekannten Nazikeule – mea culpa, mea maxima culpa).

      • Salander sagt:

        Beim DIALOG auf Phönix, da rät der neue Bildchef dazu, lieber die österreichische ZIB2 zu schauen!😊

  32. Hundkatze sagt:

    Es geht los,
    Oppermann (SPD):
    GROKO möglich ohne Merkel (Quelle: Zeit und auch Welt)

    • Tja (ät)Hundkatze, der zweimalige Sitzenbleiber (a ‚la SCHULZ, STEINBRÜCK etc.) T. OPPERMANN wäre nicht der erste, welcher es in dieser verluderten BRiD es noch weit bringen könnte! Noch Fragen?

      • Hundkatze sagt:

        Das Theaterspiel geht weiter:
        Schwesig (SPD) pfeift Oppermann zurück (Quelle: spiegel online).
        (ät)RRD: interessant wieviele „Könner“ in Berlin herumlaufen
        (Siehe hier vor allem auch die Grüninnen bzgl. abgebrochenem Studium).
        Wenigstens Frau Schwesig hat ihr ABI im gesetzten Zeitrahmen geschafft….

    • lex sagt:

      Ja Merkel weg hört sich ja erstmal ganz gut an. Aber wenn man dan darüber nachdenkt welche CDU Granate dann nachrücken sollte, kann einem nur Angst und bange werden.

  33. Someone sagt:

    kann mir mal einer erklären was ich unter „das System“ zu verstehen habe? Nach was wird gesucht?

    • ped43z sagt:

      @Someone

      Es gibt nicht DAS System. Aber es gibt das System in Ihrem Kopf und das in den Köpfen anderer Menschen. Es gibt unzählige Systeme. Und es gibt Leute, die hätten gern, dass alle Menschen mit dem gleichen System im Kopf herumlaufen, nämlich mit dem was diese Leute in ihren eigenen Köpfen betoniert haben. Auf diesem Weg befindet sich die Gesellschaft. „Nach was wird gesucht?“ ist unbestimmt und „eigentlich“ nicht beantwortbar. Suchen Sie nach Ihrem wahrhaftigen System und erkennen Sie dadurch, was als Fremdkörper per geistigen Gewaltakt in Ihr System eingedrungen ist. Woraus sich Fragen ergeben werden, Ihre selbst „erarbeiteten“ Fragen.

      Herzliche Grüße, ped43z

      • Tja (ät)ped43z, ich kann den ‚Holocaustfan‘ nun wahrlich nicht leiden, doch wo er recht hat, hat er Recht:
        Was? Warum Sozialwissenschaftler so viel schreiben und so wenig zu sagen haben!
        OCTOBER 2, 2017 SCIENCEFILES.ORG MICHAEL KLEIN

    • Tja Someone, mal wieder in aller Unbescheidenheit: http://www.davideit.com , „Theorie der Paradigmen“, vom ‚Prolog‘ zur ‚Paradigmengenese‘, in Ihrem Fall mit Orbit ‚Psychogenese‘ und aufsteigend zum Orbit ‚Kultur- vs. Vetogenese‘ mit Unterstützung des ‚Glossar‘ beginnend! Noch Fragen?
      RRD

      • Someone sagt:

        „Noch Fragen?“

        Was suchen Sie?

        • Tja (ät)Someone:
          Someone sagt:

          1. Oktober 2017 um 20:24 Uhr

          kann mir mal einer erklären was ich unter „das System“ zu verstehen habe? Nach was wird gesucht?
          Someone sagt:

          5. Oktober 2017 um 22:45 Uhr

          „Noch Fragen?“

          Was suchen Sie?

          Das mir einzig noch fehlende macht gerade einen Probelauf, drum sollte sie ANALITIKs Geheimnis bleiben! Noch Fragen?

  34. lex sagt:

    Hallo Analitik, mir ist was aufgefallen. Und zwar wurde in Griechenland damals als tsipras noch gefeierter Held war und man das Gefühl hatte er würde das Land retten wurde ständig von der rechtsradikalen Morgenröte gesprochen. Seit tsipras einknickte und die Reformen begann durchzuführen hörte man nichts mehr von dieser Truppe. Wurden da Terrorangriffe ala „stay behind“ vorbereitet? Das würde sein plötzliches einknicken erklären. Ist zwar schon was her, aber ich finde das auffällig, das man nichts mehr hört.

    • Analitik sagt:

      Ich weiss nicht, was genau es war, aber man hat ihn gebrochen. Seitdem ist er auch kein böser Junge mehr.

      • lex sagt:

        Also wenn die drohung gewesen wäre, dass sein Land durch terror der Morgenröte erstmal erheblich zerstört würde und das wiederum ein eingreifen der westlichen Freunde rechtfertigen würde, könnte ich mir das vorstellen. Nur das er dann nicht einfach zurück getreten ist verstehe ich nicht. Mich verwundert wurjklich sehr, dass man nach dem einknicken von der Morgenröte nichts mehr gehört hat.

      • ped43z sagt:

        Und genau das denke ich auch. Tsipras hat wirklich den Aufstand gewagt – und wurde gebrochen. Genau als das geschah verstummte auch die Hetze gegen ihn. Merken wir uns, dass Tsipras es gewagt hat. Wir haben keine Ahnung, wie hoch der Druck auf ihn war, bevor er einknickte. Aber die Berichterstattung unserer „Qualitätsmedien“ lässt die Dosis erahnen.

        VG, ped43z

  35. scotty sagt:

    Da ich nun sowieso schon viel hier geschrieben habe, ist es ja nun auch egal, wenn ich noch einen hinterher setze. Ok, kleiner Scherz aus dem Bereich ´ich halte mich an meine Prinzipien´.

    Mir ist nur gestern ein zunächst unbedeutender Blabla-Artikel in einem recht kleinen Regionalmagazin aufgefallen, der mich stutzig machte und der evtl. aufzeigen kann, wie wir (in der näheren Zukunft) manipuliert und an der Nase herum geführt werden.

    http://regionalwolfenbuettel.de/der-wunsch-kanzler-jens-spahn-diskutierte-in-wolfenbuettel/

    Komisch noch nie was von dem gehört und dann schon fast Kanzler? Ist Mutti krank?

    Na ja Wahlkampf dachte ich. (Das der von den Anderen Lokalmatadoren so andächtig betrachtet wird, mit diesem ´ich war dabei und durfte ihm begegnen Blick´ halte ich aber doch eher für einen Zufall)

    Na dann schmeiß ich mal google an: Ach was?
    Erster Eintrag: Himself mit dem Vorschau Text ´…erhält, nachdem er bei dem #Bilderberg – Treffen anwesend war.´ Ich glaub das wird interessant.
    zweiter Eintrag: Wiki. Nur so,n Auszug:
    Seit April 2013 ist Spahn mit dem Journalisten und Leiter des Berliner Hauptstadtbüros der Zeitschrift Bunte Daniel Funke liiert.[5]
    Spahn absolvierte das „Young Leader Program“ des American Council on Germany, ein Partnerprojekt der deutschen Denkfabrik Atlantik-Brücke und des American Council on Germany für aufstrebende politische und wirtschaftliche Führungskräfte.[6]

    Jetzt fange ich auch mal an mit Schiffe versenken. Hat noch jemand Popcorn?

    Ich denk mir, ich hab schon 3 Treffer. Mal schauen, was sonst noch so über diesen Wunschkanzler von dem ich noch nie was gehört habe gemeldet wird. Also google News. Ich will nicht zu viel verraten, aber der nächste Treffer ist mir sicher.

    Egal wer was nun auch meldet (und ich tu mir das Wahlkampfgedöns wahrlich nicht an), das was mir dabei wirklich auffällt, ist, das der liebe Jens Span großzügig gesprochen vor Mitte 2017 medial nicht wirklich existiert hat.

    Ich bin da wirklich nicht mehr im Thema und andere werden sagen – na klar der J.Spahn, beobachte ich schon lange, war ja auch schon gerade am Anfang oft in den schönsten Medien-Flaggschiffen unterwegs, jedoch mir sagt er erst mal nix. Und Medial startet er nicht nur gerade durch, sondern für ihn wird momentan ein mächtig großer Nachbrenner gezündet.

    Wenn ich nun ein Wettbüro am laufen hätte, wär ich glatt versucht zu flüstern: Setz alles auf den Gaul. Der hat im Rennen magische Kräfte.

    Das scheint ja eine richtige Graswurzelbewegung zu sein. Und ich tippe mal, wenn man die weitere Entwicklung betrachtet, bekommt man ein Lehrstück über die Dinge, die sich der Souverän so alles wünscht ohne das er davon vorher weiß.

    Möglicherweise irre ich mich und wir leben wirklich in einer Demokratie. Ich bin für alles offen.

  36. Tja scotty, im Zuge des Schariaeinmarsch brechen auch für bekennende Schwule harte Zeiten an und so wäre ordentlicher Begleitschutz in der Öffentlichkeit nicht zu verachten! Noch Fragen?

  37. Bisher wurde festgestellt, dass Wahlen nichts bringen, Wahlsysteme geändert werden müssten, oder egal wen man wählt, es sowieso nichts ändert.

    Der Artikel 38 GG enthält einen Punkt, der bisher nicht betrachtet wurde:
    „wählbar ist, wer das Alter erreicht hat, mit dem die Volljährigkeit eintritt.“

    Es gibt auf dieser Welt einen ehemaligen stellvertretenden Bürgermeister, der auf seine Art 20 Jahre später den König gestürzt hat.
    Eine andere Person, die sich zur Wahl gestellt hat und derzeit viel verändert, twittert recht viel.

    Veränderung ist möglich. Wer Veränderung in seinem Sinne will, muss in seinem Sinne verändern. Einfach ist es nicht, siehe Tsipras.

  38. zeitzeuge sagt:

    Ich bitte Sie um die Löschung aller meiner Kommentare auf Analitik.de und wünsche Ihnen alles erdenklich Gute!
    Mit besten Grüßen, Ihr zz

  39. Tja (ät)Nexus vs. DWN-Laden, warte auf die Meldung: BMW plant neue Fabrik am Umschlagplatz Damaskus! Noch Fragen?

    • Salander sagt:

      Und nicht nur das, NRW stellt nun auf High Gas um. Liegt wahrscheinlich an meiner höchstpersönlich eingefügten Vertragsklausel, die besagt: Meine Unterschrift gilt nur, wenn ich russisches Gas erhalte!😂

  40. Salander sagt:

    Wird ja auch Zeit, dass die BMW-Bude mal angestrichen und vergrößert wird, steht ja schon ne Weile. Na ja, die Witterungsverhältnisse.😊

  41. Berija sagt:

    zu:
    http://analitik.de/2017/10/12/stalin-vs-lenin-und-den-grossen-rest/

    Stalins Kampf gegen Angelsachsen und Globalisten – Andrej Fursov (2013)
    https://www.youtube.com/watch?v=rIB09w7TsM8

    Russische Welt
    Am 08.01.2016 veröffentlicht
    ABONNIEREN 3.700
    Warum hasst der Westen Stalin? – Professor und Historiker Andrej Fursov erklärt, weshalb Stalin heute in Russland immer populärer wird, während ihn die Westlichen Eliten abgrudtief hassen, was natürlich auch der Grund dafür ist, weshalb die Westliche Propaganda schon seit Jahrzehnten unermüdlich daran arbeitet, Stalins Namen und Stalins Projekt bei jeder Gelegenheit mit Dreck zu bewerfen und Lügen über ihn zu verbreiten, die komischerweise den Lügen und Verleumdungen über Putin sehr ähnlich sind.
    https://www.facebook.com/RussischeWelt/

    • Tja (ät)Berija, da die Bolschewiken außer Mord & Totschlag a’la AT nichts gebacken bekommen haben, machten STALIN & sein Alibi KAGANOWITSCH (natürlich und zufrieden verstorben ca. 1991! Noch Fragen?) spätestens 36/38 den Weg für die rechtschaffenden Russen frei! Noch Fragen?

      • Berija sagt:

        Ganz meinerseits.
        1991 friedlich verstorben .. Hätt ich nicht gedacht..

        Hier werden Stalin Hintergünde von Propaganda befreit beschrieben:
        http://www.vho.org/D/pdg/

        Gibts auch als PDF:
        Suche nach „B. Uschkujnik – PARADOXIE DER GESCHICHTE – Ursprung des Holocaust.pdf“

        Hoffe es ist eine klare und kühle Quelle..

        • Analitik sagt:

          Eine klare und kühle Quelle ist es nicht. Der Autor war fast sein Leben lang nicht in Russland und bereitet seine Theorie fast ausschließlich anhand westlicher Medienquellen auf. Die Theorie ist an vielen Stellen hollywoodartig abenteuerlich – mal haben die russischen Juden die Macht zu 100 % in der Hand, dann werden sie von einem General in einer einzigen Nacht entmachtet. So funktionieren die Dinge einfach nicht. Dann ist der Autor überzeugter Monarchist und russischer Offizier und man merkt seiner Theorie an, dass sie auf Emotion gebaut ist, denn sie hat einen strikten Dualismus zwischen der russischer Armee und den jüdischen Kommunisten. Die berichteten Fakten sind zumindest verzerrend, wie man mit Leichtigkeit nachrecherchieren kann – Kaganowitsch z.B., dessen Hintergrundmacht auf seinem ZK-Sekretär-Posten beruhen sollte, hatte diesen Posten nur teilweise in den 20ern und 30ern inne; die behauptete Hintergrundmacht wird ihm aber auch darüber hinaus zugeschrieben, ohne Aufklärung, wie sie ohne die Posten, auf denen sie beruhte, noch Jahrzehnte hinaus erhalten geblieben sein sollte. „Der Leser kann sich selbst vorstellen“ und ähnliche Formulierungen werden immer wieder als Begründung bestimmter Theoriebestandteile herangezogen – das ist Murks. Ach ja, Stalin wird als Halbjude und Marionette noch viel mächtigerer sowjetischer Juden dargestellt – wir erleben seine Verteufelung von einer anderen Seite aus.

          Alles in allem eine verpasste Chance, die Rolle von Juden in der Sowjetunion herauszuarbeiten. Das Problem an einer Quelle voll verzerrender, widersprüchlicher und zweifelhafter Argumente ist, dass man als Leser nicht weiss, welche Bestandteile wahr sind und welche dem Unwissen oder der bösen Absicht des Autors entsprungen sind und sicherheitshalber sämtliche Argumente in Zweifel zieht, also auch die wahren Argumente und Fakten. Die Psyche funktioniert in solchen Fällen nach dem Prinzip „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht“. Deswegen werden halbgare Bücher wie dieses gern von den Eliten selbst eingesetzt, um ihre Intrigen und Verschwörungen zu verdecken: die halbe Wahrheit garniert mit offensichtlich krudem und unprofessionellem Zeug ergibt die Ablehnung des gesamten Inhalts, also auch der wahren Anteile.

  42. ChrizzChrozz sagt:

    zu „Stalin vs. Lenin“ (da dort leider die Kommentare nicht freigeschaltet sind, dabei ist das Thema m.E.n. viel wichtiger, als die Pseudowahl)

    Lenin
    wird doch eigentlich im Westen mehrheitlich möglichst ignoriert – aber warum? Nun, erinnert sei an die „the economist“ Werbung mit der Sowjetfahne im Bild: „RED is the theory!“ – und an Lenins Weggefährten

    Trotzki –
    der war Globalist ersten Ranges und erfüllt in der heutigen Propaganda die Rolle als „Psychokriegsmetapher“, um Leute als „Demagogen“ oder „Trotzkist“ zu brandmarken und wirkungsvoll unschädlich zu machen, diesen Namen braucht man noch in der Strategie gemäß der Hegelschen Dialektik des roten Barons.

    Stalin
    ja, der mußte aber sterben und für alle Zeiten verteufelt werden, insbes. weil er den Schwindel von Bretton Woods untergraben wollte und erkannt hatte, dass eine „globale Weltrevolution“ a la Trotzki (heute gerne „NWO“ betitelt), eine Katastrophe bedeuten würde.

    Chruschtschow,
    der ja folgerichtig nach seiner Machtübernahme nicht nur die Entnazifizierung in der Ukraine stoppte, war einer von Stalins mächtigsten inneren Feinden – und Erfüllungsgehilfe der westlichen Globalisten, die neben der sowjetischen Wirtschafts- und Militärkraft vor allem um ihren „Greenback“ fürchteten.

    Denn der Greenback ist das selbstgebraute Lebenselixier des roten Barons und seiner Globalisten – wer das antastet, riskiert alles – das eigene Leben und das seines Volkes, von Mossadegh über S. Hussein, Gaddafi… bis, und da schließt sich der Kreis:

    Putin.
    Nie war in den letzten 70 Jahren die Russophobie-Propaganda größer. Denn Putin betont, er wolle eine andere, gerechtere Weltwährungsordnung.

    http://barnesreview.org/pdf/TBR2011-no6-4-10.pdf

    PS 1:
    Gorbatschow
    den halte ich für einen direkten Agenten der westlichen Dienste, aber solange das nur wahrscheinlich, jedoch nicht beweisbar ist, ist es natürlich eine „Verschwörungstheorie“.
    Gorbatschow ist eine für die Zombies errichtetenützliche Ikone – dabei gilt: „Wenn der Feind dich lobt, dann hast du vermutlich etwas falsch gemacht.“

    PS2:
    Auch Ulbricht wollte dem Plan Stalins folgen, so ist auch sein immer ins Lächerliche gezogene Zitat „Überholen ohne Einzuholen“ zu verstehen – auch Ulbricht wurde von „Gemäßigten“ mit dem Segen Chruschtschows entmachtet…und Ulbricht ist selbstverständlich für heutige Geschichtsschreiber ein schlimmer „Stalinist“ – während nur Honecker zu belächelnder greiser Betonkopf ist.

  43. pmc sagt:

    Kann man hier irgendwie dem Autor eines Initialbeitrags schreiben?

  44. Johanniskraut sagt:

    „Warum hat es in den Augen des Westens niemand außer Stalin verdient, verteufelt zu werden?“

    Eine gute Frage…schade dass sie die Kommentarfunktion zu dem Artikel nicht angeschaltet haben…

    Ich denke dass hat eindeutig damit zu tun, dass Stalin immer versucht hat – im Gegensatz zu Trotski – die Sowjetunion autark und vom Westen unabhängig zu halten. Und Leute, die sich weigern, erpressbar zu sein, mögen die unsrigen Eliten gar nicht!

  45. ChrizzChrozz sagt:

    at RRD:

    Mit Kaganowitsch wollen Sie doch sicherlich auf ihn als den vermeintlichen Chefplaner des „Golodomor“ hinaus.
    Das ist vielleicht dieses Mal kein Aprilscherz, wie bei ihrer im Brustton höheren Wissens verkündeten Behauptung „Marx war ein Agent des britischen Geheimdienstes“ – aber dennoch ist auch die Geschichte von der „absichtsvoll herbeigeführte Aushungerung der Ukraine“ eine Propagandalüge – wen auch ungleich professioneller ausgeführt, als der Marx-HOAX.

    Diese Geschichte hat Göbbels seinerzeit in die Welt gesetzt (Die Ukraine war bereits in „Mein Kampf“ zum Zielgebiet deutscher Expansion erklärt worden) – und sie wurde und wird seither von interessierten Kreisen dies- und jenseits des Atlantiks äußerst professionell verwendet und am Leben gehalten, mit wirklich allem, was an Propagandawerkzeugen zur Verfügung steht.

    Das kann man, so man denn will, z.B. hier rekonstruieren, aber es ist nicht einfach und erfordert Zeit und Willen:
    http://www.offen-siv.com/2002/02-07.htm#_Toc15437929

    Ich bin letztes Jahr stichprobenartig einigen Behauptungen (Personen, Daten, Veröffentlichungen, Wortlaut von Zitaten… mit anderen Quellen verglichen) aus diesem Dokument nachgegangen, bisher fand ich noch keine Unplausibilitäten – allerdings habe ich auch keine Möglichkeiten (und Zeit) selbst in Archiven tätig zu sein, d.h. ich konnte das nur äußerst laienhaft.

    Man wird die Golodomor-Story aber auch weiterhin als vermeintlich kollektives Wissen verbreiten – funktioniert ja offenbar bestens und ist als (Teil-)Antwort auf analitiks Eingangsfrage zu betrachten.

    • Hausfrau sagt:

      Naja, Propaganda und was stimmt und was nicht – eine schwierige Frage.
      Daß die Juden es unter Hitler schwer hatten, und ausgegrenzt wurden, ist realistisch; ebenso, daß die Ukrainer Hungersnöte hatten. Der Propagandafuror geht darum, in welchem Maße und wer schuld war und wie was von wem zu verantworten war.
      Aber anzuzweifeln „daß es scheußlich war und viele Tote gab“ dürfte wohl etwas realitätsfern sein. Es war eine lebensfeindliche Zeit für viele Gruppen, die in den Fokus als „Feindbild“ gerieten, und gerade auch bürgerliche (oder in der Ukraine, bäuerliche) Mittelklasseleute.
      Wer sich dem Regime beugte und mitmachte, konnte evt. als „neuer Mensch“ überleben, zu dem Preis, daß er ein Killer wurde.
      Ich denke nicht, daß sich D und RUS(SU) zu der Zeit sich „was nahmen“. Da gab es auf der einen Seite den Enthusiasmus, eine „neue Welt“ zu schaffen, und andernseits brutale Enteignung bisheriger Gesellschaftsteilnehmer.

    • Ach (ät)ChrizzChrozz vs. (ät)Hausfrau, warum erinnern Sie zwei mich nur stets aufs Neue so vehement an die durch die Frankfurter Schule geprägte ARTE-Popcornzeit a’la KB-Rumtreiber!
      Noch Fragen?

    • Tja ()ät)ChrizzChrozz, ich hatte lediglich den Beitrag des HOLOCAUST-Fanzitierer in den Ring geworfen, welcher schon seit sehr langer Zeit eine für mich ausgemachte Drecksau ist! Noch Fragen?

  46. ChrizzChrozz sagt:

    Nachtrag 1:

    Besser formatierte Variante der angegebenen Quelle:
    http://www.red-channel.de/geschichtsluegen.htm

    Nachtrag 2:
    Empfehlenswert zu diesem Meisterstück der Zombifizierung per Golodomor-Story:

    Douglas Tottle:
    „Fraud, Famine and Fascism, The Ukrainian Genocide Myth from Hitler to Harvard“
    http://www.garethjones.org/tottlefraud.pdf

  47. Salander sagt:

    Hier erfährt man vom mächtigsten Mann der Welt aus erster Hand, wohin die Reise in Russland und in der Welt gehen wird…

    Als ich das gestern auf englisch las, habe ich an Sie gedacht! Danke für die Übersetzung! 😊

    • Katharina sagt:

      Und aufgrund meiner bei Analitik gewonnenen Erkenntnisse habe ich auch darüber nachgedacht, dass es womöglich eine Bedeutung hatte, dass die Vertreter der deutschen Wirtschaft Präs. Putin als Gastgeschenk ein Fußballtrikot mit der Nr. 9 geschenkt haben.

  48. ChrizzChrozz sagt:

    at Hausfrau:
    Ich bin etwas ratlos hinsichtlich ihrer Argumentation – denn weder mein Kommentar noch die von mir verlinkten Quellen geben Anlass dazu, zu vermuten, hier würde behauptet werden, dass es NICHT scheußlich war.
    Selbstverständlich war es das – jedoch bei weitem nicht so, wie es mittlerweile „kollektives Geschichtswissen“ zu sein hat – das ist ein gewaltiger Unterschied.

    Ich gehe in diesem Zusammenhang auch auf gar keinen Fall mit ihnen konform, „daß sich D und RUS(SU) zu der Zeit sich „was nahmen““ – frei nach dem rhetorischen Motto: „die Wahrheit liegt in der Mitte“.
    Nein, liegt sie eben nicht, bei derartiger Grundannahme bin ich per se skeptisch – hier widerspreche ich sogar vehement.
    Ihre Relativierung trifft weder auf die 30er Jahre und erst Recht nicht auf die Kriegsjahre bis 1945 zu.

    • Hausfrau sagt:

      Es geht mir nicht darum, daß „die Wahrheit in der Mitte liegt“, sondern darum, daß damals ein enormer Druck (Zwang) „Feinde zu bekämpfen“ auf den Leuten lastete. Im Vergleich zu den 1960ern oder 1970ern war der Bürgerkrieg viel „heißer“.
      Daß man nie die „ganze Wahrheit“ erfahren wird, davon gehe ich ohnehin aus, man erfährt immer nur Teile, und die üblicherweise mit einem bestimmten „Dreh“.

  49. ChrizzChrozz sagt:

    Noch einmal zur Frage „Warum Stalin?“ – welche ich für eine der wichtigsten überhaupt zum Verständnis der Geopolitik der letzten 90 Jahre halte.

    Unter Stalin hat die UdSSR unter Beweis gestellt, dass ein anderes denn kapitalistisches Wirtschaften möglich und äußerst erfolgreich sein kann.
    Von Null auf Platz 2 im internationalen Ranking der Volkswirtschaften.
    Auch ist die Industrieproduktion nach WK II binnen 5 Jahren auf das Vorkriegsniveau gebracht worden – das war die Zeit des Aufbaus.

    Mit der „Geheimrede“ des Verräters Chrustschows begann der Sinkflug, die Zeit der Stagnation.
    Mit Breschnew die Zeit des Lebens von der Substanz:
    1982 titelte der Spiegel zum Tode von B.: „18 Jahre lang hatte Leonid Breschnew die Kommunistische Partei der Sowjet-Union geführt. Er hatte das starre, ineffektive Wirtschaftssystem mit Hilfe des Westens behutsam reformieren wollen“(sic!)

    Und Gorbatschow hat dann die Mauern Trojas endgültig schleifen lassen, um das trojanische Pferd, „Glasnost i Perestroika“, im Westen und allen Empfängern dieser Wohltaten besser bekannt als „Demokratie und Menschenrechte“, reinzuholen – das Ziel (insbes. amerikanischer) Geopolitik nach Friedmann schien erreicht.

    Es ist also selbstverständlich, dass Stalin verteufelt werden muß, am wirkungsvollsten, wenn es die vermeintlich „Eigenen“ besorgen – die nach ihm waren offenbar eher Kollaborateure.

  50. Hausfrau sagt:

    Mal mehr on-topic bzgl. Wahlergebnissen, die „Nachdenkseiten“ sehen den nächsten deutschen Außenminister als rein transantlantisch voraus: https://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=40429

    • Tja (ät)Hausfrau: ‚Wir distanzieren uns ausdrücklich von den Netzwerken um NuoViso, Querdenken TV und Compact.

      Gleichzeitig empfehlen wir, sich über die herkömmlichen Medien hinaus, umfassender zu informieren, z.B. bei den Nachdenkseiten, Hintergrund, der Tageszeitung junge Welt, Russland TV, Telepolis, Sputniknews, AG Friedensforschung, amerika21, RT Deutsch, WeltnetzTV, Fefes Blog, Neue Rheinische Zeitung, Ossietzky u.a.m.

      http://coopcafeberlin.de/ex/facebooktwitter/,

      denn Denken ist Ihnen lt. eigener obiger Werbung halt nicht gegeben! Wundert’s noch jemanden auf diesem Kanal?

      • Hausfrau sagt:

        Davideit, Sie können mir mit Ihrer Werbedrückerkolonnenlyrik mal gepflegt den Buckel runterrutschen. Ich kümmere mich nicht darum, aus welchem „Lager“ ein Artikel stammt, solang er mir einen kleinen analytischen Mehrwert zu haben scheint.
        Einordnen zu wollen, wie welche Publikationen verlags- und herausgebermäßig zusammenhängen, können Sie ja gerne tun, weil das einen gewissen informativen Nährwert hat, aber mir ständig ein Bonbon an die Backe zu kleben zu wollen, können Sie sich schenken, denn Sie kennen mich nicht.

  51. Tja (ät)Hausfrau, eine kluge Frau sang mal: „Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur du denkst…“, was mir bzgl. rotgeschriebener Eigenerkenntnis via „Theorie der Paradigmen“, zum +/-0.4. Orbit- Kultur- vs. Vetogenese, Richtung 0.4. Repulsor ‚Bewußtsein‘ bzgl. ‚Denken‘ über den Stuerer Dorfbums wohl Richtungsweisend zu Seite stand! Noch Fragen?

  52. Salander sagt:

    Everything is happening so fast, and the changes are irreversible.

    Alles geschieht so schnell, und die Veränderungen sind unumkehrbar.😊

  53. ChrizzChrozz sagt:

    Noch mal ad Stalin, weil dieser ja wie Analitik zu recht bemerkt, der Teufel ist – und die anderen nicht:

    Kurt Gossweiler ist mit Jahrgang 1917 (leider dieses Jahr kurz vor seinem 100. Geburtstag verstorben) immerhin noch ein Zeitgenosse Stalins und darf durchaus auch als „Insider“ gelten.

    Bei ihm findet sich ebenfalls die Antwort, wohlbegründet:
    „…
    In meinem Buche – (Die Taubenfußchronik) – schildere ich, wie ich schließlich zu der Gewissheit gelangte, dass mit Chruschtschow als Generalsekretär der KPdSU das Undenkbare Wirklichkeit geworden war – dass nämlich ein als Marxist-Leninist getarnter Feind an die Spitze der Partei Lenins gelangt war.

    Diese Feststellung klingt manchem noch heute ungeheuerlich, aber nach den Erfahrungen mit einem Gorbatschow als KPdSU-Chef wohl doch nicht mehr so ganz unwahrscheinlich und abenteuerlich, weil sich das Undenkbare nun doch vor aller Augen als nicht nur denkbar, sondern als traurige Wirklichkeit erwiesen hat….“

    (…)

    „…Hätte ich damals, 1953, schon das westdeutsche “Keesings Archiv der Gegenwart” gekannt und dessen Veröffentlichungen verfolgt, es wäre mir schneller gelungen, dahinter zu kommen, dass man in London und Washington mit der neuen Moskauer Führung sehr zufrieden war und große Hoffnungen auf sie setzte. Ich hätte dann nämlich folgende Berichte lesen können:

    Der neue USA-Präsident Eisenhower hielt am 16.April 1953 eine Rede, in der er sagte:

    “Die Welt weiß, dass mit dem Tode Stalins eine Epoche zu Ende ging… Jetzt ist eine neue Führergeneration in der Sowjetunion an die Macht gekommen. Die sie mit der Vergangenheit verknüpfenden Bande mögen auch noch so stark sein, sie bedeuten jedoch keine feste Bindung für sie.” (Zwischenfrage: Woher wussten die das?) Eisenhower fuhr fort: “Die Gestaltung der Zukunft hängt weitgehend von ihrem Willen ab… Die neuen sowjetischen Führer haben somit eine einmalige Gelegenheit, sich … darüber klar zu werden, welchen Grad der allgemeinen Gefährdung wir erreicht haben, und dass sie das ihre tun müssen, den Lauf der Geschichte zu wenden.”

    Churchill am 11. Mai 1953 im Unterhaus:

    “Das wichtigste Ereignis ist natürlich die Änderung der Haltung und, wie wir alle hoffen, des Geistes, die im Sowjetbereich und insbesondere im Kreml seit dem Tode Stalins stattgefunden hat…. Es ist die Politik der (britischen) Regierung, es durch jedes Mittel in ihrer Macht zu vermeiden, etwas zu tun oder zu sagen, das irgendeine günstige Reaktion hemmen könnte, die sich ergeben könnte, sowie jedes Zeichen einer Verbesserung in unseren Beziehungen zu Russland zu begrüßen.”

    Hätte ich das damals schon zu lesen bekommen, ich hätte mich bestimmt gefragt: Was ist denn da los? Woher auf einmal soviel Hoffnung auf und Wohlwollen gegenüber dieser neuen Kreml-Führung? Haben die da etwa einen Vertrauensmann drin?

    Ich hatte es aber nicht gelesen und brauchte deshalb viel länger, bis ich wegen einer Abfolge von Ereignissen zwischen 1953 und 1956 schließlich doch auch auf die gleiche Frage gestoßen wurde….“

    Dieses und noch sehr viel mehr gegen das scheinbar so „kollektive Wissen“ und dessen Ursprünge kann man hier lesen:

    http://kurt-gossweiler.de/?p=852

    • Tja (ät)ChrizzChrozz, da lobe ich mir doch den archivarischen Schönredner Johannes, Rogalla von BIEBERSTEIN! Noch Fragen?

    • Berija sagt:

      Danke ChrizzChrozz,
      Und Dank an Analitik für die Beurteilung der Quelle.

    • heine sagt:

      Sehr geehrter Genosse ChrizzChrozz,

      vielen Danke dafuer, dass Sie sich die Muehe gemacht haben, diesen Komplex so ausfuehrlich darzulegen. Wohltuend auch Ihre Angewohnheit, Ihre Behauptungen zu belegen und auf wirre, neurotisch anmutende Manierismen zu verzichten.

      Interessant finde ich das Phaenomen, dass gewisse Leute, die sich fuer kritische, wenn nicht grosse Geister halten, jeden bourgoisen Propagandamuell und jede Geschichtsklitterung – vom plombierten Zug, ueber Katyn und den Archipel Gulag bis hin zum Holodomor – unhinterfragt zu schlucken sobald er in ihr Weltbild zu passen scheint.

      Eine Anmerkung noch. Ich sehe nicht, dass es keine „Verteufelung“ von anderen Klassikern der Arbeiterbewegung gibt – die antikommunistischen Anwuerfe, Anklagen, `Widerlegungen` sind doch Legion – der Unterschied mag sein, dass man in gewissen Zusammenhaengen nicht ohne Marx, Engels, Lenin auskommt will man sich nicht vollstaendig der Laecherlichkeit preisgeben, dass das Ganze dann aber geschichtlich wirksam wird ist dann halt doch zuviel des Guten.

      @Analitik
      Zu: http://analitik.de/2017/10/24/botschaften-vom-valdai-forum/

      „„Globalisten“ ist kein besonder guter Begriff, um die Elitengruppe zu bezeichnen, die ich damit meine. Ich suche noch nach einem besseren, präziseren Begriff.“

      Wie waere es mit „Imperialisten“ 🙂

      Mit besten und solidarischen Gruessen

      • Analitik sagt:

        „Wie waere es mit „Imperialisten“ “

        Das ist noch unpassender.

        • Strukturdenker sagt:

          Weltoligarchie ?

        • heine sagt:

          Weil Sie die Imperialismus-Theorie fuer falsch halten oder weil der Begriff nicht das bezeichnet was Sie meinen?

          Imperialismus (wenigstens in der Kautsky/Luxemburg/Lenin-Tradition) bezeichnet ja nichts anderes, als den Versuch durch militaerische, wirtschaftliche, kulturelle Hegemonie, Bereiche (geographische, politische, gesellschaftliche…) die ausserhalb seines Zugriffs liegen der Verwertung durch das Kapital zuzufuehren.

          Das Schoene an der Imperialismus-Theorie ist ja, das sie sich abloest von der voluntaristischen Zuweisung von Schuld an beliebig waehlbare Gruppen – die Deutschen, die Juden, die Freimaurer etc. – und den systemimmanenten Zwang zur Ausweitung der Verwertungssphaere kenntlich macht. Ich meine es aehnelt doch etwas sehr dem Kinderglauben an den schwarzen Mann, dass sich eine bestimmte Gruppe aus purer Lust und Laune oder aus reiner Boesartigkeit gegen den Rest der Menschheit verschwoert…

          Mittel zum Zweck sind dann halt hochgeruestete Nationalstaaten, internationale Institutionen (IWF, Weltbank, etc.), multinationale Konzerne, Hollywood, „die Menschenrechte“ et al.

          Ich wuerde mich freuen, wenn Sie sich noch einmal dazu aeussern wuerden.

          Mit besten Gruessen

        • Hausfrau sagt:

          multipolare Globalisten?
          „der Osten“?
          Ethnopluralisten?

      • Zeloten sagt:

        Über einen Namen habe wir auch oft nachgedacht. Und fast scheint es dass irgendwo da draussen in/aus der Kunst eine passende Bezeichnung herumschwirrt.

        So wie wir es sehen.
        Sie schleichen sich immer von hinten an.
        Sie manipulieren mit den Ziel der Unterwerfung.
        Sie nutzen dabei ALLE sich bietenden Möglichkeiten.
        Sie agieren eiskalt, lieben es zu opfern, generieren daraus Lust.
        Ihre Ontologie kennt keine Sünden aber zwanghaft radikale Möglichkeiten.
        Sie werden und können nicht geliebt werden.

        Sie haben immer mit dem Ende, wie mit dem Z, mit einer Art Vollendung zu tun. So wie Zombi’s, so wie Zerstörer, so wie Zahltag, so wie Zwang.

  54. Zombienation sagt:

    Globalfaschisten.

  55. Tja ANALITIK, Plutokraten a’la ‚Kapital‘ vs. Globalisten a’la ‚Arbeit‘:
    http://www.davideit.com; ‚Paradigmengenese‘; +/-0.4.Orbit-Kultur-/Vetogenese, 0.4. Initiator „Produktion“ versus/plus Blatt 1-7, sprich die Umkehrung der akt. dominanten, sprich aA (aktive Ast) Werte, hin zur Betonung der vormals pA (passive Ast) Werte, mit kleinem Hinweis a’la Bartergeschäfte ohne Abschaffung der klassischen Geldfkt.! Noch Fragen?
    Ihr
    RRD

  56. Bernhard Meyer sagt:

    In der Badewanne, ohne nachzudenken kam mir der Begriff „Finanzgewaltige“ in den Sinn.

    Finanzen und Gewalt sind darin enthalten: beides passt. Man kann damit spielen: „Alle Macht geht von den Finanzgewaltigen aus.“
    Die Finanzgewaltigen müssen sich nicht auf geheimen Treffen treffen und sich zu Gemeinheiten verschwören, denn in der Welt der Finanzen regelt alles der Markt: Wer z.B. im Fernsehen schnöde Neiddebatten anzettelt, wird nicht mehr eingeladen, kriegt keine Aufträge, wird entlassen.

    Wer es am schönsten hinkriegt, folgenlos Gehör beim Volk zu finden, erntet reichen Lohn. Die teuerste Werbung leisten sich die Parteien, die finanzgewaltiges Wohlwollen genießen.

    Wer die Gewalt über die Finanzen hat, ist nicht das Volk.
    Finanzgewalt erzeugt Gegenfinanzgewalt. Das Volk muss sich die Gewalt über die Finanzen zurückholen. Nicht mit Mistgabeln, sondern mit Strukturgewalt… Usw.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*