Dechristianisierung

Ein lustiger Animationsfilm:

Schauen wir unter den Humor, dann sehen wir:

  1. Der coole Wikinger hat keine ebenbürtigen Gegner. Die tollsten Kämpfer beseitigen sich angesichts des Wikingers praktisch von selbst. Die wehrlosen Christen dagegen werden lebendig verbrannt und von Monstern gefressen. Und wenn der Wikinger nicht wäre… Wähle deine Religion, mein Junge.
  2. Der Wikinger rettet die Nonnen, aber sie versauen ihm alles, ziehen ihn in ihre langweilige christliche Religion ein, entreißen ihn aus seiner eigenen, obercoolen Religion.
  3. Wikinger-Romantik, die bei der Jugend so beliebt ist, durchsetzt den gesamten Film und verstärkt alle bewussten und unbewussten Gedanken und Rückschlüsse aus den obigen Punkten.
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85 Kommentare zu “Dechristianisierung
  1. Tja ANALITIK, mein zweimaliger Seminarist Prof. Dr. Vladimir T. NAZAROV erzählte nach getaner Arbeit & Abendessen, er bei Wisky und ich mit Russischem Wodka zuhörend, viel über die historischen Leistungen vs. Kultur der Waräger! Noch Fragen?
    RRD

  2. Kaiser Wühlhelm sagt:

    Weshalb sollte ich das tun? Weshalb sollte ich diese sich selbst auffüllende Satire mit einem Kommentar entweihen?

  3. Takuto sagt:

    Ja, das ist auf den Punkt gebracht. Ob das allerdings gut oder schlecht ist, hängt vom Standpunkt ab. Für alle anderen Philosophien und Religionen ist es sicherlich gut, andererseits sind vor allem die Satanisten dabei, die “freiwerdenden Religionsanteile” zu übernehmen, und das kann wohl niemand gut finden.

  4. Robert sagt:

    1
    De-Christianisierung

    Schutzsuchende in London /
    Christen treffen auf Muslime

    https://www.youtube.com/watch?v=UTl2pMFWj6I
    https://www.youtube.com/watch?v=TPPBg62b6AU&spfreload=10

    http://www.epochtimes.de/politik/welt/soros-investierte-millionen-fuer-image-verbesserung-von-somaliern-in-europa-a2108503.html

    2
    Re-“Christianisierung”

    Es gibt eine wilde These. Die erhöhte und schockartige Einwanderung bezweckt genau das Gegenteil der jahrzehntelangen Frosch-Kochtopf-These.
    Ein Stoppen und eine Umkehr der jahrzehntelangen tröpfchenweisen muslimischen Unterwanderung. Durch den so spürbaren und erlittenen Kontrast werden politische Gegner lokalisiert und durch die schiere Masse an gewachsenen Gegenstimmen aus dem Volk marginalisiert und politisch kaltgestellt. Die Gegenstimmen sind bereits überall präsent. Die SPD schiebt sich derweil ins Abseits.

    3
    Hope!

    A Question of Evolution
    https://www.youtube.com/watch?v=svoSgY2WNMs

    (funny!)

    • Analitik sagt:

      Sie versuchen das Thema für plumpen Antiislamismus zu vereinnahmen. So läuft das nicht.

      Der Animationsfilm, den ich referiere, ist ein Beispiel dafür, wie Christentum in unseren Köpfen ausgetrieben wird. Sie wollen hier mit einer ganz anderen Geschichte rein, die davon handelt, wie Muslime Christen physisch aus ihrem Lebensraum verdrängen. Beachten Sie, die Dechristianisierung, auf die ich aufmerksam mache, funktioniert ganz ohne Muslime, mit humorvollen Wikinger-Filmchen.

      Den angeblichen christlich-muslimischen Konflikt bringen Sie hier als erster rein, mit äußerst fragwürdigen Beweisstücken. Ein Haufen Briten geht organisiert in ein muslimisches Viertel, um zu provozieren. Die Provokation wird professionell auf Video aufgezeichnet (das ist kein Amateurfilmer). Höchstwahrscheinlich sind auf der Gegenseite eingeweihte Provokateure am Werk, damit die Provokation auch wirklich gelingt. Um die Wirkung zu steigern, werden im Video entsprechende Einblendungen gemacht. Polizisten, die ihren Job machen, werden beispielsweise als Unterstützer von Extremisten dargestellt. Die beiden Videos, die Sie da verlinken, sind ein Beispiel dafür, wie man Menschen anhand religiöser Merkmale gegeneinander hetzt. Ein paar bezahlte Agenten organisieren einen kleinen Konflikt und die mediale Weiterverbreitung soll große Massen anstecken. Dass der Konflikt inszeniert ist, merkt kaum einer. Dass der Konflikt nur ein paar Individuen betrifft und – selbst wenn er nicht inszeniert wäre – nicht verallgemeinert werden kann, merken auch nicht alle. Die Videos schüren professionell Emotionen, die Zuschauer kommen nicht dazu, über die Hintergründe nachzudenken.

      “Mann geht in seiner Arbeit noch nicht in große Details, benennt aber doch schon ein paar mögliche Faktoren, von denen ich nur einen erwähnen möchte: Konfliktpotential der Akteure. Je mehr Konfliktpotential vorhanden ist, desto schneller und leichter kann man ein System (also eine Gesellschaft) in einen Zustandswechsel überführen. Oder aus der Perspektive eines in dieser Gesellschaft lebenden Bürgers: die Gesellschafts ins Chaos stürzen.”
      http://analitik.de/2015/10/25/strategie-des-gelenkten-chaos/

      Wir erleben live die praktische Umsetzung der Theorie des gelenkten Chaos. Die Umsetzung ist überall, selbst in den Kommentaren eines kleinen Blogs. Das Material, welches Hass und Konfliktpotential erzeugt, wird professionell erstellt und freundlich zur Verfügung gestellt.

      Auf die Liebe kommt es an. Das ist das, worum es im Christentum geht. Wer Hass schürt oder dabei mitmacht, handelt nicht christlich.

      • Stefan N. sagt:

        Zwei Beispiele für mein Alter, beide -nunja- frei von christlichen Gedanken:
        1) Hoffnung machen, aus der Hoffnungslosigkeit abholen https://www.rubikon.news/artikel/gefangen-in-der-zwickmuhle-zwischen-bangen-und-hoffen
        Der für mich hoffnungsvolle rubikon.news füllt sich seit einer Woche mit komisch-alternativen Artikeln, mal sehen wohin deren Reise noch geht, vielleicht gar nicht berg auf wie gedacht…
        2) der nette von Leitner verlinkte gestern auf https://qz.com/971374/europes-youth-dont-care-to-vote-but-theyre-ready-to-join-a-mass-revolt/
        Man liest den “Artikel” und bekommt alle Warnlampen angeleuchtet, die man hier im Blog die letzten Monate zur geistigen Fitness gelernt hat.

        Cui bono, wenn man solche Umfragen veröffentlicht..

        • Analitik sagt:

          “Der für mich hoffnungsvolle rubikon.news füllt sich seit einer Woche mit komisch-alternativen Artikeln, mal sehen wohin deren Reise noch geht, vielleicht gar nicht berg auf wie gedacht…”

          Als das Projekt online ging, wurde ich darauf aufmerksam gemacht und habe mich über die gigantische Anzahl prominenter Fürsprecher noch vor dem richtigen Projektstart gewundert. Rubikon ist ganz klar ein Projekt der Eliten. Fragt sich nur, welcher Eliten und zu welchem Zweck. Haben Sie schon was herausgefunden?

          “2) der nette von Leitner verlinkte gestern auf https://qz.com/971374/europes-youth-dont-care-to-vote-but-theyre-ready-to-join-a-mass-revolt/

          Das sind doch ganz klar friedliche Demonstranten. Komisch, dass unsere Medien nicht aufheulen angesichts der brutalen Niederschlagung solcher französischer Kinder durch die brutale Polizei des autoritären französischen Regimes… Der Wille zur bedingungslosen Verteidigung der Demokratie scheint verflogen zu sein. 😉

        • BMKurt sagt:

          “Fragt sich nur, welcher Eliten und zu welchem Zweck. Haben Sie schon was herausgefunden?”

          Es könnte ein Projekt moderater dh. liberal-konservativer Eliten sein und kein globalistisch orientiertes??

          Ein ausführlicher Artikel vom 28.4. klärt ganz offen über das westliche Lügenpresse über Syrien auf. Viele der Argumente dieses Blogs finden sich dort.

          https://www.rubikon.news/artikel/der-leise-tod

          @Robert

          Ein Auszug kopiere ich extra hier honein.

          “Das erste, was mir schon bei meiner Reise durch Libanon nach Syrien auffiel, war, dass ich immer zwei Türme sah, die nebeneinander in den Himmel ragten, ein Kirchturm und daneben gleich ein Minarett. Jalal erklärte mir, dass es in Syrien völlig normal sei, dass Kirche und Moshee immer beieinander stehen. So sorgt man für das religiöse Gleichgewicht. Es ist einer der Grundpfeiler Syriens, dass sich keine Religion über oder vor eine andere stellt. Säkular eben. Ich finde es sehr bemerkenswert und bin immer noch erstaunt darüber, dass so verschiedene Glaubensrichtungen friedlich miteinander leben. Durch diese Politik der Religionsgleichheit ist es, wie ich dort erfahren habe, vor dem jetzigen Krieg noch nie zu irgendwelchen Auseinandersetzungen gekommen.”

            • Analitik sagt:

              Das Rubikon ist ein leuchtendes Beispiel für ein manipuliertes alternatives Presseorgan. Das war schon bei der Gründung auffällig – viel zu dick und ungeschickt Werbung gemacht – und bestätigt sich seitdem auch kontinuierlich.

              Der Widerstand junger Leute gegen die Polizeigewalt und gegen die Abschiebung nach Afghanistan passt zufälligerweise wunderbar zusammen zum Terroranschlag in Kabul. Ein Schelm, wer denkt, dass das koordiniert ist. 🙂 Jemand versucht zu verhindern, dass Deutschland die eingeschleusten Agenten wieder rausschleust.

      • ChrizzChrozz sagt:

        “Auf die Liebe kommt es an. Das ist das, worum es im Christentum geht. Wer Hass schürt oder dabei mitmacht, handelt nicht christlich.”

        Ich unterschreibe das. Sofort.
        Danach beginnen jedoch meine Zweifel, ob es “im Christentum” IN DER PRAXIS die letzten 500 Jahre allerdings wirklich um Liebe ging.

        Nun ja, in der Bergpredigt sicher, oder so, wie Aitmatow es in Плаха/Die Richtstatt verarbeitet hat.
        Die letzten Jahrhunderte Christentum hat Gert v. Paczensky in “Teurer Segen. Christliche Mission und Kolonialismus” zusammengefasst.
        “Das Christentum” hat ganze Völker & Kontinente im Namen “Der Liebe” vernichtet.

        Und wenn es um Religion & Fremde hierzulande geht, so sollte man mal wieder Arno Schmidt “Die Umsiedler” lesen. Da ist die christliche “Nächstenliebe” nicht am Hindukusch zu verteidigen.

        Es wurde hier gefragt:
        Was kommt danach? Das ist wichtig. “Apselut!” würde Lisabeth sagen.

        Und dennoch: Wir SIND doch schon lange “danach” – “Der Gott der Liberalen” (Antonius Veerkamp), bei dem geht es nicht um “Liebe” – das Starren auf die Börsenkurse ist längst die dümmliche Alternativreligion. Kapitalismus, ewiges Wachstum, kapitalgedeckte Altersvorsorge… – das muss man alles “glauben”.

        Und so stimme ich zu 99% immer noch Herrn Uljanows Aussage “Религия есть опиум народа” zu – aber es bleibt dennoch die Auseinandersetzung mit der Frage:

        Macht der Mensch die Religion, oder die Religion den Menschen?

        Als gebürtiger “Heide” kann ich aber auch ganz ohne theologische Religion ihren einleitenden Satz oben für richtig erachten.

        • Analitik sagt:

          “Danach beginnen jedoch meine Zweifel, ob es „im Christentum“ IN DER PRAXIS die letzten 500 Jahre allerdings wirklich um Liebe ging.”

          Sie verabsolutieren und drängen sich selbst zu einer entweder-oder-Aussage. Entweder ging es die letzten 500 Jahre um die Liebe oder nicht. So verengen Sie Ihren Blickwinkel und verkennen womöglich, dass es “im Christentum” um alles mögliche ging – um Liebe, Krieg, Macht, Politik, Expansion, Seelenheil, Hilfe für Bedürftige und und und. Alles gleichzeitig und wahrhaftig.

          Christen sind übrigens keine Heiligen. Genauso wenig wie Heiden oder die Menschen im Allgemeinen. Man darf und muss Christen für ihre Untaten genauso kritisieren wie alle anderen. Das gilt umso mehr, wenn die Idee der Nächstenliebe als Vorwand für Krieg und Unterdrückung vorgehalten wird.

  5. madurskli sagt:

    Als Animist, der Kenntniss hat über die Zwangschristianisierung und in deren Folge der Auslöschung von Kultur(en) hat es nicht gereicht Kirchen auf den Plätzen der “Heiden” zu errichten, Nein!
    Wie im Video zu sehen wird ein Grosser Führer Opfer des Zufalls und findet sich in einer seiner Religion fremden Umgebung wieder, aus der er zu allem Übel nicht entfliehen kann.
    Als Animist bedaure ich auch den Niedergang des Christentums da diese 2000 jährige Prägung durch noch viel schlechteres ersetzt wird.

  6. Robert sagt:

    Sehr geehrter Analitik,

    Sie haben meine sehr verkürzte provokative Lesart veröffentlicht und dazu eine interpretierte Gegendarstellung. Es war ihre Wahl. Mein Ansatz ist der einer ungenannten Kriegsführung (1+2) der Lenkung der Massen, vs. möglicher Dialog (3 – hier über ein nichtreligiöses Thema – der Evolution. 1 bis 3 wurden über Bande hier der Religion Islam gespielt. Die Spur haben sie in mehreren Beiträgen vorher gelegt. Hass war nicht mein Thema, ich hasse nicht. Zur Gegendarstellung aufgrund ihrer Erwiderung nun drei weitere Links, damit werde ich es belassen.

    Dialog 1
    1B Islam verstehen: https://www.youtube.com/watch?v=gtVb1YHcHxw
    (Vera F. Birkenbihl – Was wir über die Islamische Welt wissen müssen)

    Dialog 2
    2B Islam verstehen: https://www.youtube.com/watch?v=zeA1VpT6TPY
    (Die Gewaltfrage im Islam, Dr. Abdel-Hakim Ourghi)

    Dialog 3 – Liebe
    3B Islam als Partner: https://www.youtube.com/watch?v=Zf-a5i9Mh2s
    (Rüdiger Nehberg – Engagement gegen weibl. Genitalverstümmelung)

    Und nun zwei kleine Schritte zum Thema:

    Werte und Nächstenliebe.
    http://www.zeit.de/2003/23/KA-Sch_9flerbib_/komplettansicht
    Die Liebe als Profitoptimierung – Von Jens Jessen
    https://www.publik-forum.de/Leben-Kultur/der-kapitalismus-zerstoert-die-liebe#close
    Khola Maryam Hübsch »Der Kapitalismus zerstört die Liebe«
    (zum Lesen eine Email-Adresse eingeben)

  7. Ranma sagt:

    Übrigens sage ich schon lange, daß nur wir es sind, die unsere Werte aufgeben. Welche Möglichkeit hätten schon ein paar hilflose Fremde uns dazu zu bringen?
    Ranma

  8. Prince Benny Jr. sagt:

    Schwieriges Thema Analitik. Ist mir schon bei dem letzten Matrix Artikel aufgefallen das Sie da Stellung beziehen. Wenn man sich nur ein wenig mit aktueller Bibel-Forschung beschäftigt sieht es sehr dünn aus in Sachen Jesus. Paulus dagegen hat alles dafür getan das man sich an ihn, Paulus, erinnert.

    Ich würde Sie gern mal überreden zum Beispiel das Buch “Leben und sterben in Amazonien” zu lesen oder sich allgemeine etwas in Ethnologie einzulesen. Man lernt dann verstehen das sehr verschiedene Formen von Liebe und sozialen Dasein möglich sind und die christliche Liebe anders lebende Menschen eher wenig überzeugt und vielerorts mit Geld und dem Schwert den “Primitiven” und “Heiden” (ein Kampfbegriff) nähergebracht werden muss und musste.

    In dem RadioFeature “Inside Qivittoq” (kann ich Ihnen gern mal hochladen und den Link Ihnen schicken) des NDR über die Ureinwohner Grönlands deren Geisterglaube mit aller Macht von der Christianisierung verdrängt werden sollte, kommt folgender Satz “Was hat eine Religion aus dem nahen Osten und einem Folterinstrument als Symbol mit uns tun?” Da ist mir zum ersten mal bewusst geworden das eine Religion die nicht aus dem Lebensraum heraus entstanden ist, nur mit Härte und psychologischer Macht durchsetzbar ist.

    Was denken Sie was Widukind “Herzog der Sachsen” über die christliche Liebe gedacht hat. Glauben Sie den Schmonz, dass er sich dann freiwillig zu Weihnachten (Wintersonnenwende) taufen ließ mit seinem “Freund” Karl des Grossen als Paten. Alles Propaganda so wie heute.

    • Analitik sagt:

      Glauben Sie nicht, dass ich mich zum Anwalt des Christentums aufschwinge. Zu unterscheiden ist außerdem das, was Jesus predigte und das, was europäische Kolonialisten an Verbrechen begangen haben, mit wem auch immer sie sich dabei bedeckt haben. Wenn im Namen Christi Völker unterdrückt werden, war in Wirklichkeit wohl der Antichrist am Werke, der bekanntlich unter falscher Flagge zu Werke geht. Und darüber lohnt es sich zu reflektieren, denn Menschen mit bösen Absichten präsentieren diese Absichten gern als Kampf für Gutes – deswegen soll man sie an den Taten erkennen.

      Was die wörtliche Auslegung der Bibel betrifft, so habe ich meine Meinung dazu schon im Matrix-Artikel geschrieben. Wer Mythen wörtlich versteht, will das, was die Mythen aussagen wollen, nicht verstehen. Das Interesse der Historiker sei ihnen unbenommen, nur sollte man historische und archäologische Forschung vielleicht nicht mit Theologie vermischen. Zugegebenermaßen machen die Theologen selbst keine gute Figur und lassen sich unnötig auf ein Schlachtfeld ziehen, auf das sie nicht hingehören.

    • Kaspar sagt:

      Hallo Prince Benny jr.,

      Das haben Sie sehr schön ausformuliert! Besonders gefällt mir die Stelle: „Man lernt dann verstehen das sehr verschiedene Formen von Liebe und sozialen Dasein möglich sind und die christliche Liebe anders lebende Menschen eher wenig überzeugt und vielerorts mit Geld und dem Schwert den „Primitiven“ und „Heiden“ (ein Kampfbegriff) nähergebracht werden muss und musste.“
      Freut mich echt zu sehen das es immer noch Menschen gibt für welche der Rand des Tellers nicht gleichzeitig auch ihr Horizont ist!

  9. Freigeist sagt:

    Das Emblem des freudigen Ritters erscheint mir ein wenig wie:”Israelischen Freuden”.
    Religionen als Glauben gehen immer den Weg über Macht,beschäftige 2 permanent miteinander lacht die 3 !

  10. Analitik sagt:

    Es ist witzig. Bei einem Hinweis auf subtile Dechristianisierung sind sofort ein paar schwer erregte Gemüter zur Stelle, um ebendiese Dechristianisierung innig zu verteidigen.

    Das ist auch gar nicht schlimm, nur… die Argumente sind alle in der jahrhundertealten Vergangenheit wühlend. Kaum einer hat die Folgen der Dechristianisierung für uns im hier und jetzt reflektiert.

    Kommt, wir sind doch alle Homo Oeconomicus, wo bleibt unser knallhartes Kosten-Nutzen-Kalkül? Die Heiden haben auf der Habenseite die Genugtuung, dass das Christentum im Abendland ausstirbt. Und sonst?

    • zeitzeuge sagt:

      Wahre “Heiden” empfinden keine Genugtuung wenn irgendetwas ausstirbt.

    • FarEast sagt:

      Diesen Gedanken habe ich auch sehr oft. Es sollte einen nicht nur als halbwegs sensiblen Menschen zum Nachdenken bringen, wenn man sich ansieht, welche Veränderungen in unserer Gesellschaft und wie schnell geschehen, die man als mit ursprünglich christlichen Idealen im Widerspruch verstehen müsste und was sie für die Gesellschaft bedeuten. Wenn man auch mal eine Zeit im nicht christlichen Ausland verbracht hat und lange genug dort war, um hinter die exotische und idealisierende Fassade zu schauen, versteht man erst, wie viele Einstellungen, die niemand hier als religiös betrachten würde, durch die christliche Tradition geprägt sind, und was es bedeutet, dieses Fundament nicht zu haben. Jesus spricht zu den religiösen Menschen seiner Zeit, aber seine Botschaft ist universell ethisch. Die antichristliche Propaganda “argumentiert” mit den Verfehlungen der Kirchengeschichte, um die christliche Lehre zu diskreditieren, und mit dem Nimbus des Aufgeklärten, um die Auseinandersetzung mit den Ideen als obsolet zu brandmarken. Die Ergebnisse sieht man hier wie auch in anderen Teilen der Welt, aber man muss sie sehen können. Die meisten Menschen wissen wirklich nicht, was sie tun.

      • Freigeist sagt:

        Ein Weg der Erkenntnis den ich gerne teile .
        Eine Optionale Frage an Sie:
        Waren/sind Sie den Weg der Integration vor Ort eingegangen mit Menschen/Sprache/Kultur/Kirchengang?
        freundlich Grüßend

        • FarEast sagt:

          Ich habe mehrere Jahre hauptsächlich in China und Korea gelebt und mich auch mit den Religionen dort etwas mehr befasst. Ich habe Freunde zu religiösen Veranstaltungen begleitet, bin aber selbst nicht religiös.

      • Prince Benny Jr. sagt:

        Alle Völker beschäftigen sich mit diesen Ideen, aber ihrer Lebensgrundlage entsprechend. Weil es unser “menschlicher” Urgrund ist. Wir leben als Mensch in einem großen Spannungsfeld. Tag ein Tag aus. Es gibt da auch keine Lösung. Es gibt nur die Möglichkeit damit zu leben und damit zu ringen.

        Der nahe Osten war zu Jesus Zeiten ein hart umkämpftes Gebiet und ist es bis heute. Das da zusätzlich in einem Nomaden/Sesshaften- Konflikt messianische Ideen entstehen ist mehr als verständlich. In anderen Weltgegenden wurden und werden Konflikte anders begonnen und anders gelöst. Ich will hier kein Relativierer sein aber mir geht die universalistische Idee des Christentums (nicht von Jesus, der hat viel mehr zu den Juden gesprochen als wir es glauben möchten) gehörig auf den Keks weil es den Beweis endlich mal schuldig ist. Antichrist und „Gottes Wege sind unergründlich“ reicht mir einfach nicht. Das Christentum muss uns ständig in einer endzeitlichen Stimmung halten, damit wir aufnahmebereit für es sind. Für mich ein psychologischer Trick.

        Das eigentliche Problem ist unsere Egozentrik. Warum nicht jetzt Grundlagen im Denken (die ja auch schon teilweise existieren) legen um späteren Generationen wieder den Geist zu ermöglichen eine lebensnahe Religion (vielleicht auch auf Basis des Christentums) zu entwickeln. Warum so pessimistisch. Warum immer so universalistisch und gleichzeitig aber Ich-Bezogen. Warum ist das Entdecken so in Verruf geraten. Warum immer ängstlich reagieren. Keiner sagt hier, dass Christentum ist idiotisch und muss schnellstens weg. Meine These ist nur, es hat sich nie wirklich lebensecht zu den Menschen unseres Lebensraumes eingefügt, sondern nur angepasst. Es blieb eigentlich immer Fremdkörper. Es hat in seiner Fremdheit uns nur von unserem Lebensraum abstrahiert.

        • Analitik sagt:

          “Warum nicht jetzt Grundlagen im Denken (die ja auch schon teilweise existieren) legen um späteren Generationen wieder den Geist zu ermöglichen eine lebensnahe Religion (vielleicht auch auf Basis des Christentums) zu entwickeln.”

          Tun Sie es einfach, wenn Sie es für wichtig halten. Versuchen Sie eine bessere Religion zu entwickeln und diese unter die Menschen zu bringen.

    • Prince Benny Jr. sagt:

      Mit Verlaub Analitik aber der Kommentar klingt ein wenig eingeschnappt. Die Leute landen hier, weil sie einen Weg aus der Matrix suchen. Das da vieles erstmal in Frage gestellt wird, ist wohl nicht ungewöhnlich. Ich habe 20 Jahre versucht einen Weg zur Kirche und zum christlichen Glauben zu finden. Es hat immer nur ein paar Fragen gebraucht und die Kirche kam an ihr Limit (Wie das schieben auf den Anti-Christen, was nichts anderes ist, als ein dualistisches Erklärungsmodell. Es gibt genug Völker die das nicht benötigen. Sind das dann Gottes verlorene Kinder?).

      Ich weiß, dass es sich bei analitik.de um einen letztendlich russischen Blog handelt und ich weiß auch, dass das russische Volk und die Orthodoxie gerade zueinander und die Russen seit langen wieder Halt dadurch finden. Für mich ist aber die Orthodoxie von den Russen abhängig und nicht andersrum. Die Russen sind ein treues, warmes und starkes Volk, die Orthodoxie hat sich dem nur angepasst. Darum die ganzen Ikonen/Heiligen (angelehnt an Hausgeister / Ahnen) und die viel zentralere Bedeutung vom Leiden Christi (Projektionsfläche für die Härte des Lebensraumes). Es war immer die Stärke des Christentums, durch Anpassung an den Lebensraum der Gläubigen, sich durchzusetzen.

      Das Video ist letztendlich albern und auch der Subtext den Sie beschreiben ist banal. Wir wissen kaum etwas über die Wikinger und wir wissen kaum etwas über Jesus. Die Spruchquelle Q ist das was von Jesus ernsthaft zum heutigen Tag übrig ist und selbst da ranken sich schon genug Verschwörungsmythen drum herum.

      Das Homo Oeconomicus Beispiel ist falsch angesetzt. Der Nährboden für den Homo Oeconomicus lag explizit in der reformierten Kirche (siehe Max Weber). Man könnte aber auch den Grund der Reformation, den Ablasshandel, als den wirklich wahren Homo Oeconomicus bezeichnen. 😉 Der Homo Oeconomicus ist ein reines Modell und wird sich niemals durchsetzen. Das sieht man an der Zunahme der unkontrollierten Esoterik. Es ist der Abstraktionsgrad in unseren Leben der entscheidend ist. Das Christentum war schon abstrakt aber eine neue Religion bräuchte bei gleicher Lebensweise wie aktuell, einen viel höheren Abstraktionsgrad. Das wird auch die Russen mit ihrer Orthodoxie in den nächsten Jahrzehnten in einen massiven Spagat treiben, wenn Sie sich nicht vor der “modernen” Lebensweise schützen. Dugin hat da einige Ideen parat über die man streiten kann, aber er hat das Problem klar erkannt.

      Ich fange an in Generationen zu denken. Das was Analitik, Vineyardsaker und andere bei mir schulen, ist ein Denken was ich an meine Kinder weitergebe. Die Zeit habe ich nicht alles in Frage zu stellen sodass nur noch ein schwarzes Loch unter mir bleibt. Die Dinge brauchen Zeit. Falls die christliche Liebe fällt, wird es seinen Grund haben. Wenn aber meine Kinder oder Kindeskinder wieder ein Bedürfnis und einen echten Weg finden durch Christus eine Antwort auf das Leben zu erhalten, werde ich sie nicht aufhalten. Solange aber die Herrschaftsstruktur weiter darüber bestimmt kann ich es nicht mehr akzeptieren.

      Für mich ist die große Frage ob irgendwann einmal ein anderes (nicht im esoterischen Sinne) Denken möglich ist (ich werde es vermutlich nicht schaffen). Die monotheistische abrahamitische Pyramidaldenkweise (nach einer These von Jan Assmann durch den Pharao Echnaton beeinflusst) bestimmt unser Denken. Das ist auch das, über was wir uns mal mehr, mal weniger unbewusst bei Ihren Blog auseinandersetzen. Wir erkennen einen Teil der Pyramide. Mehr nicht. Aber unser Denken ist der Erdboden der Pyramide auf der sie sich stabil halten kann.

      Immer wieder vielen Dank für den Blog.

      • Analitik sagt:

        “Für mich ist die große Frage ob irgendwann einmal ein anderes (nicht im esoterischen Sinne) Denken möglich ist”

        Warum irgendwann? Es ist jetzt möglich und war schon immer möglich. Wobei natürlich die Frage ist, was für sie “anders” ist.

    • Ichse-Michse sagt:

      Dieses Video als Zeichen der Dechristianisierung? Ehrlich, da habe ich Zweifel…

      Jedenfalls findet sich vom Animateur bei Vimeo auch ein “Making of”: https://vimeo.com/20100174

      Da scheint der “Satan” eher als “Troll”, also Widerspiegelung der Eingeborenen-Religion denn als Widerpart zum Christentum zu erscheinen…

      Jedenfalls ist Religion für mich nicht gleich Glaube oder Kultur. Religion institutionalisiert den Glauben und schöpft daraus Macht und Herrschaft. Woher ich das weiß? Ich hatte das Glück, vor zwei Jahren zusammen mit Freunden, unter einer Kuppel von Nordlichtern zu sitzen, und mir wurde klar, warum Menschen Geister zu sehen vermeinen.

  11. Katharina sagt:

    In der Nazizeit mussste mein Großvater väterlicherseits einen sogenannten “Ariernachweis” erbringen. Eine Kopie davon besitze ich noch. Da mußte die Religionszugehörigkeit der Vorfahren dargestellt werden. Da stand im Stammbaum beim Urgroßvater väterlicherseits “Religion unbekannt”. Die nachfolgenden Generationen waren dann christlich katholisch. Interessanterweise hat das dann genügt, obwohl doch die jüdische Religionszugehörigkeit per “Nasenmessung” und sonstiger Merkmale genetisch bewiesen wurde….

    Damit will ich sagen, dass Religionszugehörigkeiten kompliziert ausgelegt werden. Während man sich zur sogenannten “christlichen” Nächstenliebe auch ohne Religionszugehörigkeit “bekennen” könnte.

    Ob man genetisch nachgewiesen zu einer Religonsgemeinschaft gehört, oder ob man sich durch Geburt in eine reliöse Familie sich mit einer bestimmten Religion identifiziert, oder ob man sich freiwillig oder gezwungenermaßen für eine Religionszugehörigkeit entscheidet, weil man aus politischen oder sonstigen Motiven dazugehören will – all das macht es schwierig zu beurteilen, wie ernsthaft die Menschen über ihre Religionszugehörigkeit unabhängig und um der Werte willen entscheiden.

    Insofern kann man sich auch völlig unabhängig von einer Religion für Nächstenliebe entscheiden. Ich glaube sogar, dass die Entscheidung für die Nächstenliebe jenseits sämtlicher Religionszugehörigkeiten steht. Es wird zwar dem Christentum “angelastet”, – aber ich glaube nicht, dass es statistisch gesehen mehr von Nächstenliebe erfüllte Menschen im Christentum gibt, als in anderen Zugehörigkeiten. (Anarchisten, Buddisten, Freidenkern, usw….)

  12. Ulrich sagt:

    Ich sehe in diesem Film keine Neue oder spezielle “Dechristianisierung”.
    In diesem Video ist das zentrale Motiv die Vorstellung des Paradieses, also des positiven, belohnenden Jenseits. Der Grundgedanke dass der Christliche Himmel langweilig und deshalb nur bedingt erstrebenswet ist, durchzieht unsere Witze und Karikaturen schon viele Jahrzehnte. Also wenn das eine Dechristianisierung ist, dann läut die schon lange.
    Ich sehe da vor allem zwei Ursachen:

    1. Wohlstand und Sicherheit:
    Es ist naheliegend, dass die Menschen ihre Sehnsüchte und Wünsche des diesseitigen Lebens auf das Jenseits projizieren. Das ändert sich natürlich im Laufe der Zeit und erst recht mit geänderten Lebensbedingungen.
    Zu Zeiten in denen unsere Vorstellungen des Christlichen Himmels aufgeschrieben und damit festgelegt wurden bestand das Leben für die allermeisten aus harter Arbeit, Unsicherheit (Krankheiten, Kriege), und gesellschaftlichen Zwängen. Da ist es naheliegend, dass die wichtigste Eigenschaft des Paradieses Ruhe, Harmonie und Sicherheit sind.
    Heutzutage dagegen erlebt bei uns kaum einer Lebensangst, Materielle Not ist eher selten geworden, Sicherheit ist in Form von Regeln oft schon lästig, und durch unsere individualisierte, städtische Lebenweise kann man vielen Gesellschaftlichen Reibungspunkten einfach us dem Weg gehen.
    Kurzum: die Sehnsüchte die die Vorstellungen des christlichen Paradieses geprägt haben, existieren für die Mehrheit so nicht mehr.

    2. Kapitalismus und Konsumgesellschaft:
    Mit Menschen die mit Ruhe und sich selbst zufrieden sind lasst sich kein Geld verdienen. Wir werden, angetrieben durch den Verwertungszwang des Kapitalismus, ständig auf Konsum getrimmt. Das geht Hand in Hand damit dass die Gesellschaft als ganzes abgesehen von Spass und Konsum auch kaum noch Ideale und vor allem Lebenssinn vermittelt. Der Mangel an Lebenssinn wird verstärkt durch die Automatisierung in der Arbeitswelt, die vielen Menschen das Gehühl nimmt gebraucht zu werden, da Maschienen die Arbeit machen und zur Produktion und Bedienung der Maschinen nur noch wenige Spezialisten gebraucht werden.
    Da ist es kein Wunder, dass Jenseitsvorstellungen wie das nordische Wallhall deren bekannte Hauptmerkmale Spass und Konsum sind heute vielen Menschen sehr attraktiv erscheinen. Auch das heute aus Sicherheitsgründen nur noch in Geschichten ausgelebte Bedürfnis nach Abenteuer lässt sich hervorragend auf die Wikinger projezieren.

    Meiner Meinung nach ist dieser Film also nur ein moderner Ausdruck einer Gesellschaftlichen Veränderung, die schon seit Jahrzenten stattfindet: Die Vorstellung des Christlichen Paradieses trifft nicht mehr die heutigen Sehnsüchte. Darum suchen sich die Menschen andere vorstellungen vom jenseits und verarbeiten das kulturell. Warum sich diese Sehnsüchte so gewandelt haben hat natürlich viele Ursachen die zusammenspielen.

    Auf einer anderen Ebene betrifft dieser Film die Religionsfreiheit und den Respekt vor anderen Religionen. Wenn die Wikinger die Nonnen nach ihren Riten bestattet hätten und sie wären in Wallhall gelandet, hätten die das genausowenig lustig gefunden. Respekt vor der Religion des anderen sollte beim Begräbnis nicht enden. Und mit respektvollem Umgang mit anderen Religionen können sich die Christen auch in friedlichen, gut gemeinten Situationen meist nicht rühmen.

  13. Hans aus Olb sagt:

    Gegendarstellung:

    Der olle Wikinger hat einfach Schwein, seine Gegner kommen in der für sie unbekannten Umgebung nicht zurecht und zerlegen sich selbst.

    Er lebt als Heide in einer bereits christianisierten Umgebung, akzeptiert diese aber und versucht sogar, diese zu verteidigen.

    Dafür kommt er in den Himmel, ob er nun will oder nicht… 😉

    • Analitik sagt:

      “und versucht sogar, diese zu verteidigen. ”

      Das ist ihm egal. Er will nur den Kampf, egal aus welchem Anlass.

      • Hans aus Olb sagt:

        Hmm, naja. Ein wenig erstaunt mich, warum man in ein unbekanntes Filmchen irgendetwas hineininterpretieren muss, was bei Betrachtung aus anderem Blickwinkel durchaus auch anders geshene werden kann.

        Das Wesentliche, was mich etwas aufstößt, ist die verwendete Triskele als Zeichen auf dem Schwert und als Gewandspange. Ist zwar ursprünglich auch ein *nordisches* Symbol, wurde aber anders gestaltet. Die hier verwendete Gestaltung ist diejenige, die im WKII ein SS- Freiwilligenbatallion als Zeichen hatte (und in dieser Form eine Analogie zum Hakenkreuz darstellt bzw. wohl darstellen soll).

        Auf dieses Symbol wird auffällig oft fokussiert. Hier kann die eigentliche Botschaft liegen. Gründe vielfältig, kann von einer Etablierung/Festigung eines Markensymbols bis hin zum belustigungsfilmchen für eine bereits bestehende Gruppe usw.

        • Analitik sagt:

          “Hmm, naja. Ein wenig erstaunt mich, warum man in ein unbekanntes Filmchen irgendetwas hineininterpretieren muss, was bei Betrachtung aus anderem Blickwinkel durchaus auch anders geshene werden kann.”

          Das “unbekannte Filmchen” hat Millionenpublikum. Und man kann auch das Offensichtliche ganz anders sehen, wenn man nur will. Mit Ihrer Abwertung (“irgendwas hineininterpretieren”) kommen Sie aber nicht weiter. Sie nehmen damit keinen Bezug auf meine Argumente, mit Ihrer unsachlichen Kritik ist nichts anzufangen.

          Mit Ihrem Hinweis auf das Symbol kann man arbeiten, aber das ist ein anderes Thema.

          Die gereizten Kommentare zu diesem kleinen Artikel stehen übrigens in direktem Zusammenhang zum Inhalt des Artikels. Der Artikel beschreibt ein Beispiel für subtile Dechristianisierung und die gereizten Kommentare zeigen das Ergebnis dieser Bemühungen. Herrlich, wie das sichtbar wird. Viele Kommentatoren reagieren genauso wie der Wikinger im Film. Wenn diese Verbindung noch dem ein oder anderem bewusst wird…

          • Hans aus Olb sagt:

            Entschuldigung für meine Flapsigkeit, sie sollte keine unsachliche, abwertende Kritik sein, sondern darstellen, das ich eine entgegengesetzte Meinung habe. Nochmals: Sorry.

            Für mich ist eine Decristianisierung nämlich nicht erkennbar, eher das Gegenteil, was ich oben so umriss: “ob er will oder nicht, er kommt in den (christlichen) Himmel.”

            Man sehe sich die Figur des Wikingers an: alt, dick, bucklig. Ein Kämpfer? Gerademal den Zwerg schmeisst er von der Klippe…

            Also: er findet keine Gegner -obwohl er sie sucht-, mit denen er sich so messen kann, dass er als Einherjer ausgewählt wird um Odin im letzten Kampf beizustehen…. Das Ziel des Kriegers -der Sage nach- als äusserst mutig und tapfer in der Schlacht zu fallen, ein Held zu werden, erreicht er nicht.

            Seine heidnisch-religiösen Wünsche scheitern. Seine!

            • Analitik sagt:

              “Für mich ist eine Decristianisierung nämlich nicht erkennbar, eher das Gegenteil, was ich oben so umriss: „ob er will oder nicht, er kommt in den (christlichen) Himmel.“”

              Das ist doch unerheblich. Die heidnische Wikinger-Religion wird als sympathisch dargestellt, die christliche Religion als langweilig, unsympathisch, einzwängend, als Gefängnis. Im Filminhalt gibt es keine Dechristianisierung, sie findet in den Köpfen der Zuschauer statt.

              • Hans aus Olb sagt:

                Zitat:”Das ist doch unerheblich. Die heidnische Wikinger-Religion wird als sympathisch dargestellt, die christliche Religion als langweilig, unsympathisch, einzwängend, als Gefängnis.”

                Ja. Die Schlußszenen stützen diese Interpretation sehr stark.

                Zitat:”Im Filminhalt gibt es keine Dechristianisierung, sie findet in den Köpfen der Zuschauer statt.”

                Ja, kann auch sein. In meinem aber nicht. Muss wohl am Blickwinkel liegen… an bestimmten Resistenzen?… an mangelnder Empatie… mangelnder Intelligenz??

                o.k., muss jetzt sagen, Ihre Argumentation hat durchaus Berechtigung! keine weiteren Fragen! 😉

              • BMKurt sagt:

                “Im Filminhalt gibt es keine Dechristianisierung, sie findet in den Köpfen der Zuschauer statt.“

                Oder fand vorher unbewusst im Kopf der jungen lustigen Filmemacher statt?
                Zu viel coole Hollywoodfilme gesehen?
                Zu viel Trash aus den Medien aufgenommen?
                Zu viel … ???
                .. Who knows ..

                Viele Freunde von mir sind aus der Kirche ausgetreten. Sie waren deren Gestrigkeit, deren augenscheinlichen Dogmen, der sexuellen Widersprüchlichkeiten und der konservativen Antworten auf heutige Fragen leid. Und das obwohl sie überzeugte christliche Eltern haben, die Nächstenliebe warmherzig vorleben. Weiß ich aus eigenem Erleben verschiedener christlicher Famillien. Die gelebte Nächstenliebe ist aus den diesen sehr sozialen Freunden aber nicht verschwunden, auch nicht die Teilnahme an christlichen Gottesdiensten, nur die instutionalisierte Form der Teilnahme davon. Einige von Ihnen werden für ihre Hilfsbereitschaft gerade auf die Probe gestellt, weil sie sich ausgenutzt fühlen und aufgrund ihrer Selbstwillen besorgt sind.

                Selbst durfte ich verschiedene kirchliche Abende der jüngeren Generationen miterleben, durfte Vertreter der Kirche treffen und fand einige davon wirklich (überspitzt formuliert) “uncool”. Zu sanft, zu weltfremd, zu abgehoben, teilweise sehr verspannt – obwohl ich die gemeinschaftliche Wärme gerade unter der älteren Generation immer sehr genieße und genossen habe.

                Dabei hat es die Kirche selbst in der Hand ihre Kernbotschaft in sozialen Formen aufleben zu lassen.
                Die gegenwärtige Welt ist für viele sozial deprimierend. Es gibt andere Glaubensrichtungen, die sich um ihre Schäflein kümmern.

                Doch leider ist es manchmal so, wie ich es öfters erlebte: Der ambitionierte Sozialarbeiter/Streetworker ohne christliche “Profession” hält den ergreifenden und authentischeren Weihnachtsgottesdienst, alle sind erfüllt, ist jedoch schlechter bezahlt und ohne richtigen und weitergehenden Auftrag. Der Pfarrer, gut bezahlt, für 4 Gemeinden zuständig, schafft es nicht die innere Botschaft von seinen symbolischen Spezialistenwissen (der kenntnisreichen Gläubigen) zu befreien, moralisiert wo er ausgleichen könnte, politisiert wo er “medial” nicht einsteigen müsste, langweilt, wo er begeistern könnte.

                Die christlichen Werte sind für mich überhaupt nicht tot. Sie finden auch außerhalb der Kirche zB. in den Werten, in anderen Institutionen (Uni’s, einigen der Geisteswissenschaften), in den Strassenarbeitern, in einigen Gesetzen wieder. Und viel weiter in der Kultur verankert noch, wie Max Weber beschrieb.

                Werter Analitik, vielleicht haben Sie oder ein anderer Mitleser eine Antwort auf folgende Frage:
                Gibt es abseits der obigen erwähnten Prozesse davon Akteure, die den christlichen Glauben (bewusst und zielgerichtet) verunglimpfen?

              • Analitik sagt:

                “Gibt es abseits der obigen erwähnten Prozesse davon Akteure, die den christlichen Glauben (bewusst und zielgerichtet) verunglimpfen?”

                Ja. Gewisse globalistische Kreise betreiben zielgerichtet und systematisch eine Atomisierung der Gesellschaft. Man ist inzwischen bei der Familie angelangt, selbst diese kleinste gesellschaftliche Einheit soll aufgelöst werden und wird aufgelöst. Das Christentum mit seinen traditionellen Werten steht diesen Bestrebungen im Weg und gerät damit zwangsläufig in die Schusslinie.

              • Hans aus Olb sagt:

                Zitat @ Analitik: “Ja. Gewisse globalistische Kreise betreiben zielgerichtet und systematisch eine Atomisierung der Gesellschaft. Man ist inzwischen bei der Familie angelangt, selbst diese kleinste gesellschaftliche Einheit soll aufgelöst werden und wird aufgelöst.”

                Tja. Unsere globalistischen Eliten haben halt Engels besser gelesen und verstanden als wir vermuten.

                “Es wird sich dann zeigen, dass die Befreiung
                der Frau zur ersten Vorbedingung hat die
                Wiedereinführung des ganzen weiblichen Geschlechts in die öffentliche Industrie, und dass dies wieder erfordert die Beseitigung der Eigenschaft der Einzelfamilie als wirtschaftlicher Einheit der Gesellschaft.”

                (F. Engels: “Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats”)

              • Analitik sagt:

                In den Kommentaren zu diesem Beitrag ist Ihnen systematische Dechristianisierug ebenfalls untergekommen, wenn Sie darauf geachtet haben. Wie üblich gibt es dabei Kräfte, die Propaganda im Sinne der Zielstellung streuen und davon infizierte Menschen, die den Virus weiterverbreiten, teilweise im festen Glauben, dass der Virus ein Heilmittel ist. Ein universelles Muster.

  14. Freigeist sagt:

    Ein Erlebnis aus dem Leben zusammen mit einem Bekannten.
    In einem Asiatischen Land zu Gast bei einer christlichen Familie aus diesem Land.Thema Abraham und seine “x fachen Kinder”(Asiatische geschriebene Bibel hat eine andere Aussage zu der deutschen Version).Der deutsche Versucht mit aller Kraft recht zu erhalten,die Familie schließt nach kurzem Dialog den Diskurs mit folgendem:
    Es sei unerheblich wieviele Kinder er erzeugt habe,wichtig sei vielmehr der Glaube an Jesus Botschaft und danach zu leben.Weiter,sei sich die Familie durchaus bewusst über die differenzierte Übersetzung/Interpretation und das auch dieser Umstand für sie gegenstandslos ist für ihren Glauben!
    Fazit ist,der eigene Glauben ist wichtig und nicht der der anderen.

    PS danke Analitik,für Ihre Mühen unsere eigene Blockaden zu öffnen.

  15. Gunvald Larsson sagt:

    Die “Dechristianisierung” fing schon viel früher an, wie man an diesem Beispiel (Ein Münchner im Himmel) sehen kann:

    https://www.youtube.com/watch?v=FW6P_crgp8M

    Wobei ich von irgendeiner historischen Persönlichkeit, Bismarck womöglich, den Ausspruch im Kopfe habe: “Die Deutschen sind eh immer Heiden geblieben.” Trotz Suchens habe ich die Quelle leider nicht mehr gefunden. Falls jemand darauf stößt, wäre ich dafür dankbar.

    • Analitik sagt:

      Dostojewski beklagte auch schon die Dechristianisierung des alten Europa, das ist auch ein paar Jährchen her. Der Film zeigt nicht, wann es begonnen hat, er zeigt, wie es (unter anderem) gemacht wird.

      Dafür, dass das Christentum seit Jahrhunderten totgeredet wird, ist es übrigens ziemlich lebendig. Was daran liegen kann, dass es zu Unrecht totgeredet wird oder dass der Sterbensprozess einer großen, einmal etablierte Religion, mehrere Jahrhunderte Zeit benötigt – der letzte Atemzug geht sozusagen über viele Menschengenerationen, so dass viele Menschengenerationen das Sterben beklagen können.

  16. Tja, vielleicht noch einen, bzgl. obiges vom 30.April 2017/22.36,vergleichenden Hinweis: Die westwärts ziehenden Wikinger gerierten sich eher räuberisch, während die südwärts Ziehenden, sprich Waräger, sich eher gestalterisch vorarbeiteten! Noch Fragen?
    RRD
    PS.: Welche Rolle da die lange verbliebenden ‘Inseln’ zwischen Bug, Dnestr, Dnepr, Don “Da(e)s Rätsel der Donauzivilisation” H. HAARMANN, unteranderem z.B. auch in Richtung Kosakentum wohl spielten?
    RRD

  17. Katharina sagt:

    @BMKurt
    “Werter Analitik, vielleicht haben Sie oder ein anderer Mitleser eine Antwort auf folgende Frage:
    Gibt es abseits der obigen erwähnten Prozesse davon Akteure, die den christlichen Glauben (bewusst und zielgerichtet) verunglimpfen?”

    Möglicherweise ist die LGTB-Transgender Politik eine unbewußte oder zielgerichtete Strategie, die christliche Religion zu verunglimpfen.
    Damit verbunden ist in linken Aktivistenkreisen auch, dass es keine geschlechtliche Identität mehr geben sollte. Man soll also nicht mehr von Mann und Frau reden, sondern nur noch von Personen. Ein Aktivist aus England berichtete mir, dass die Kinder im Kindergarten seines Sohnes dazu angehalten werden, nicht mehr die Zuschreibungen / Identitäten “Mutter” und “Vater” zu benutzen, sondern die Kinder sollen “Parent 1” und “Parent 2” sagen.

    Man könnte das als eine Verunglimfpung des Christentums betrachten, wo die klasssischen Familienmitglieder mit Mutter, Vater, Tochter und Sohn bezeichnet werden und geschlechtliche Identitäten anerkannt werden. Dabei haben die archetypischen Rollen, wie zum Beispiel “Mutter” und “Vater” einen hohen Stellenwert.

    Diese Geschlechterneutralisierungen werden unter dem Vorwand der Gleichberechtigungspolitik auch in deutschen Verwaltungen in kleinen Schritten eingeführt. So wurden zum Beispiel die Frauenbeauftragten abgeschafft und Gleichstellungsbeauftragte eingesetzt.

  18. M.Luttringer-Permien sagt:

    Als betroffene Eltern erlebten wir in den 80ern die Verführung unserer Jugendlichen zu sog.Jugendsekten (Baghwan,Kinder Gottes,dann Syontologen etc.)worauf ich mich intensiv mit diesen Konsorten beschäftigte.Heute bin ich überzeugt, das war die erste grosse Attacke auf die christliche Jugend. Wir sahen es im Wesentlichen als Hebel mit Erpressung unter dem Vorwand von Elternfürsorge die Plünderung in finanzieller Hinsicht.Heute sehe ich verborgene andere Gründe und kann hier nur zustimmen.Es gab viel Leid in den Familien und Anfeindungen.Man sollte sich daran erinnern.Leider gehen manche Kirchenleute selber sehr leichtsinnig damit um weil ja Freiheit so wichtig ist! Leider- je weniger Empathie und Verantwortung für seine berufl.Tätigkeit vorhanden ist,umso trauriger wird das ein Erwachen sein. Im übrigen bedanke ich mich sehr für Ihre Arbeit!

  19. leo sagt:

    Aus meiner Sicht ist diese sogenannte ‘Dechristianisierung, man könnte das vielleicht auch besser ‘Aufklärung’ oder ‘Säkularismus’ nennen, schon seit längerem weitestgehend abgeschlossen, das dachte ich jedenfalls. Wenn ich da z.B. an Weihnachten oder Ostern denke, dann freuen sich die Menschen hier schon über einige freie Tage, aber nicht um in sich zu gehen und über den einstigen Sinn dieser Feiertage nachzudenken, sondern einfach weil man, abseits des sonst so grauen Alltags, mal Zeit hat, das zu tun was man gerne tut, sei es einen Ausflug zu machen oder mit den Kindern zu spielen oder sich einfach mal wieder bis zur Besinnungslosigkeit volllaufen zu lassen.

    Die Frage ist doch jetzt, ob man nun den Verlust dessen, was das abendländische Christentum einst ausgemacht hatte, bedauern sollte. Dazu müsste man erst mal irgendwas positives an diesem Christentum finden. Hmmm, mal überlegen, die Hexenverbrennung war es nicht, da wurde irgendwann festgestellt, dass das gar keine Hexen waren. OK, was noch, vielleicht die Inquisition. Aber nein, da ging es ja auch nur um die Verfolgung von sogenannten ‘Ketzern’, also jene, die sich nicht dem totalitären System der Kirche unterordnen wollten.

    Nun ja, wenn man noch ordentlich weiter sucht, wird man sicher noch irgend was gutes finden, was die Kirche den Menschen gebracht hat. Aber wirklich vermissen wird sie deswegen wohl kaum einer, und das aus gutem Grund.

    Auffällig finde ich allerdings, dass das Thema Religion etwa zeitgleich mit dem erneuten Anheizen des kalten Krieges im ganz großen Stil gepusht wird. Dabei hatte ich eigentlich angenommen, dass das Thema hier im ‘christlichen Abendland’ endgültig vom Tisch ist. Die Frage warum das passiert, ist leicht beantwortet. Religion hat sich schon immer trefflich dafür geeignet, die Menschen zu lenken, und sei es auch nur, um sie in einen neuen Krieg zu führen.

    • Analitik sagt:

      “Dazu müsste man erst mal irgendwas positives an diesem Christentum finden. Hmmm, mal überlegen, die Hexenverbrennung war es nicht, da wurde irgendwann festgestellt, dass das gar keine Hexen waren. OK, was noch, vielleicht die Inquisition. Aber nein, da ging es ja auch nur um die Verfolgung von sogenannten ‚Ketzern‘, also jene, die sich nicht dem totalitären System der Kirche unterordnen wollten.”

      Sehen Sie, wie prächtig Ihr Gehirn gewaschen ist? Sie bemerken nicht, dass in nahezu jeder deutschen Stadt Krankenhäuser, Kindergärten, Pflegeheime, Rettungsdienste, Schulen und viele andere soziale Einrichtungen teilweise in langer Tradition in christlich-kirchlicher Hand und Verwaltung sind. Sie sind undankbar und blind.

      • leo sagt:

        Ja ja, ich wusste dass das kommt. Glauben Sie denn wirklich, dass es ohne die von Ihnen aufgezählten kirchlichen Einrichtungen keine Krankenhäuser, Kindergärten, Pflegeheime etc. gäbe? Im Übrigen habe ich nichts gegen die von Ihnen aufgezählten Einrichtungen, aber bitte ohne das ganze manipulative Glaubensgedönse.

        • Analitik sagt:

          Machen Sie doch ein Gedankenexperiment. Die Kirche schließt all diese Einrichtungen. Wer baut sie neu? Die Städte mit ihren leeren Kassen? Vielleicht Sie als großer Gönner? Asklepios übernimmt und alles wird besser?

          Im Übrigen werden Sie in diesen Einrichtungen nicht mit “Glaubensgedönse” behelligt.

          • Salander sagt:

            Der Staat finanziert diese Einrichtungen zu weit über 90 %, wobei der Staat alleine für die römisch-katholische Caritas und das evangelische Diakonische Werk pro Jahr knapp 50.000.000.000 (50 Milliarden Euro) aufbringen muss. “Die Kirche gibt 2 % dazu” [in Worten: “zwei Prozent”] (spiegel.de, 8.6.2010; http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,699422,00.html).

            Ein Beispiel: In der Panorama-Sendung vom 17.10.2002 wurde der “Evangelische Kindergarten” im württembergischen Neckarwestheim gezeigt. Dessen Kosten zahlt aber nur zu 17 % die Kirche, was für kirchliche Verhältnisse sehr viel ist. Denn bei den Kindergärten ist der kirchliche Eigenanteil an den eigenen Sozialleistungen mit Abstand am größten. Den Rest übernimmt aber auch hier die Stadt. Deren Bürgermeister Mario Dürr sagte dazu: “Normalerweise sollte ja das außen drauf stehen, was innen drin ist; und innen drin ist eigentlich Gemeinde – zu 83 %. Also müsste eigentlich genau genommen ´Gemeindlicher Kindergarten sponsored by Evangelische Kirche’ drauf stehen.” Im Landesdurchschnitt von Baden-Württemberg zahlt die Kirche gar nur sieben Prozent der Kosten “ihrer” Kindergärten. Kirchenexperte Carsten Frerk nannte das in der Sendung folgerichtig einen “Etikettenschwindel”. Tatsächlich gibt die Kirche nur etwa 8 % der Kirchensteuereinnahmen für öffentlich-soziale Zwecke aus (siehe Recherchen von Gerhard Rampp vom Bund für Geistesfreiheit in Augsburg).

            Die in diesem Zusammenhang oft gehörte Ansicht: “Aber die Kirche tut doch soviel Gutes” ist also ein Irrtum! In Wirklichkeit zahlt es der Staat und lässt es auch noch zu, dass in diesen staatlich bezahlten Einrichtungen die Grundrechte missachtet werden Das normale Arbeitsrecht ist in kirchlichen Betrieben außer Kraft gesetzt. Wer z.B. einen geschiedenen Partner heiratet, wird oft gekündigt. Auch bei einer zweiten Ehe folgt in katholischen Einrichtungen die Entlassung.
            Das ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Ein aktuelles Beispiel [Dezember 2013] in Rheda-Wiedenbrück: http://www.westfalen-blatt.de/nachricht/2013-12-18-kirche-kuendigt-kita-leiterin-9313102/613/

            • Analitik sagt:

              “Der Staat finanziert diese Einrichtungen zu weit über 90 %, wobei der Staat alleine für die römisch-katholische Caritas und das evangelische Diakonische Werk pro Jahr knapp 50.000.000.000 (50 Milliarden Euro) aufbringen muss. „Die Kirche gibt 2 % dazu“ [in Worten: „zwei Prozent“] (spiegel.de, 8.6.2010; http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,699422,00.html).”

              Hehe, Ihre Quelle bestätigt nicht, was Sie sagen. Wunderschön.

              Dafür steht in der Quelle das hier:
              “Am 25. Februar 1803 enteignete die Reichsdeputation in Regensburg die alte Reichskirche mit ihrem enormen Besitz: Es ging um vier Erzbistümer, 18 Bistümer, 80 reichsunmittelbare Abteien und mehr als 200 Klöster. Mit diesen Immobilien wurden die weltlichen Fürsten für jene Gebiete entschädigt, die sie an Napoleon hatten abtreten müssen. Bayern erhielt das Siebenfache, Preußen das Fünffache des Verlorenen. Im Gegenzug bekommen seither die Kirchen für ihre Vermögensverluste jährliche Zahlungen aus der Staatskasse.”

              Die Kirche als Opfer von Enteignung – ohje, das einfache Schwarz-Weiß-Bild mit der bösen Kirche könnte so einstürzen.

              Ich habe wirklich mitten ins Wespennest gestochen. Unerwartet.

              • Salander sagt:

                Klasse!

                Danke Ihnen vielmals für den Hinweis. Das hat mir mein Geschichtslehrer verheimlicht.

              • leo sagt:

                Ich nehme an, @Salander bezieht sich mit seinem Beitrag auf diesen Artikel…

                http://www.stop-kirchensubventionen.de/soziale_luege.html

                Den Wahrheitsgehalt des Artikels müsste man mal genauer untersuchen, jedenfalls glaube ich nicht, dass die den Spiegel-Artikel verlinkt hätten, wenn der nicht die dort getroffenen Aussagen in etwa bestätigt hätten. Wir können also davon ausgehen, dass der Spiegel-Artikel nachträglich geändert wurde (was dort oft passiert) und die Glaubwürdigkeit dieses Artikel damit zweifelhaft ist, wie übrigens seit vielen Jahren die meisten Spiegel-Artikel zweifelhaft sind, wenn es um politische Themen geht. Das ist ja kein Geheimnis. Also lassen wir den Spiegel-Artikel besser mal weg.

                Der Wiki-Artikel zur Kirchenfinanzierung ist da auch nicht sehr hilfreich, was aber zu erwartet war, denn Kirchenthemen sind politisch und Wiki ist inzwischen dafür bekannt, politische Artikel zu frisieren. Zum Wiki-Artikel deshalb nur soviel: Die Finanzierung ist demnach ein Sammelsurium von undurchsichtigen Einnahmequellen, welche, bis auf die Kirchensteuer, allesamt undokumentiert bzw. nicht öffentlich sind bzw. sein müssen. Das Kirchensteueraufkommen beträgt lt. Wiki für 2007: ev.: 4.198,82 Mio. EUR, kath.: 4.804,12 Mio. EUR.

                Recht erhellend zum Thema finde ich diesen Artikel der Süddeutschen…

                http://www.sueddeutsche.de/panorama/steuern-spenden-staatszuschuesse-so-finanziert-sich-die-katholische-kirche-1.1794296-3

                Dort ist u.a. zu lesen: “Der Kirchenkritiker Carsten Frerk hat 2010 mit seinem “Violettbuch Kirchenfinanzen” für Aufsehen gesorgt. In der Publikation berechnet Frerk, dass der Staat über direkte und indirekte Leistungen die katholische und evangelische Kirche mit jährlich knapp 20 Milliarden Euro unterstützt. Die etwa 45 Milliarden Euro für Caritas und Diakonie sind darin nicht enthalten.”

                und weiter heißt es: “Tatsächlich ist es kaum möglich, eine genaue Summe anzugeben. Das Finanzierungskonstrukt der Kirche ist weit verzweigt und hoch komplex. Die katholischen Bistümer gehen, wie auch die Evangelische Kirche in Deutschland, sehr zurückhaltend mit einer transparenten Offenlegung sämtlicher Zahlungsflüsse um.”

                und schließlich: “Einen großen Anteil der Zuwendungen vom Staat machen Zuschüsse für kirchliche Angebote und Dienstleistungen aus, beispielsweise für katholische Kindergärten, Altenpflege, kirchliche Schulen und Fachhochschulen oder die Denkmalpflege. Auch für die selbständigen kirchlichen Entwicklungsdienste zahlt der Staat. Das Bischöfliche Hilfswerk Misereor zum Beispiel bekam 2012 vom Entwicklungsministerium 113 Millionen Euro, das sind etwas mehr als 60 Prozent des Gesamtetats von etwa 180 Millionen Euro. Nur 8,2 Millionen kommen aus der Kirche selbst, etwa 4,5 Prozent – der Rest stammt aus Spenden.”

                Weitere bedeutende Vorteile erwachsen der Kirche aus z.B. Steuererlässen etc. durch den Staat. Dazu bitte den (recht umfangreichen) Artikel der Süddeutschen lesen, der wirklich sehr lesenswert ist.

                Demnach liegt ‘Salander’ mit seiner Einlassung gar nicht so falsch, oder?

                (…) Ich habe wirklich mitten ins Wespennest gestochen. Unerwartet. (…)

                Das haben Sie in der Tat. Ich frage mich inzwischen, was Sie mit Ihrem Artikel eigentlich bezwecken wollten. Wollten Sie eine Lanze für die Kirchen brechen, oder wollten Sie zu Ihrem Untergang beitragen?

                Aus meiner Sicht, wie ich inzwischen sagen muss, trifft eher letzteres zu. Den mich hat Ihr Artikel und Ihre Antwort auf meinen Eingangskommentar dazu bewogen, einmal etwas genauer hinzusehen, und dabei festzustellen, dass alles noch viel schlimmer ist als ich ohnehin schon angenommen hatte. Das Ansehen der Kirchen ist in meinen Augen weiter gesunken.

              • Analitik sagt:

                “Ich nehme an, @Salander bezieht sich mit seinem Beitrag auf diesen Artikel…

                http://www.stop-kirchensubventionen.de/soziale_luege.html

                Den Wahrheitsgehalt des Artikels müsste man mal genauer untersuchen, jedenfalls glaube ich nicht, dass die den Spiegel-Artikel verlinkt hätten, wenn der nicht die dort getroffenen Aussagen in etwa bestätigt hätten. Wir können also davon ausgehen, dass der Spiegel-Artikel nachträglich geändert wurde (was dort oft passiert) und die Glaubwürdigkeit dieses Artikel damit zweifelhaft ist, wie übrigens seit vielen Jahren die meisten Spiegel-Artikel zweifelhaft sind, wenn es um politische Themen geht. Das ist ja kein Geheimnis. Also lassen wir den Spiegel-Artikel besser mal weg.”

                Hehe, Ihre alternative Quelle führt als Beleg für Ihre Behauptung… TADAAAA! – den SPON-Artikel auf, der diese Behauptung nicht stützt und von Ihnen als zweifelhafte Quelle anerkannt wird. Der Wahrheitsgehalt des Artikels ließ sich in wenigen Sekunden untersuchen, aber so viel Zeit haben Sie offenbar nicht gefunden. Was gewisse Zweifel bezüglich Ihrer Motivation weckt…

                Sagen Sie, zählen Sie auf totale Dummheit der Leser und Diskussionspartner? Oder ist Ihr Verstand so sehr vom Hass vernebelt, dass Sie ungeprüft jeden Scheiß als Argument akzeptieren, solange es Ihren Hass befeuert?

                Zu Ihrem Selbstschutz werde ich Sie demnächst zensieren. Lernen Sie zu recherchieren. Und gehen Sie in sich. Sie blamieren gerade den Atheismus.

  20. leo sagt:

    Und warum sollte man denn bitte dankbar für kirchliche soziale Einrichtungen sein, schließlich bezahlen die Menschen doch mit ihren Kirchensteuern für diese Leistungen, oder glauben Sie der Papst bezahlt das aus seiner eigenenen Tasche.

    Im Prinzip wäre ja nichts gegen kirchlich soziale Einrichtungen einzuwenden, wenn die Inanspruchnahme dieser Einrichtungen nicht hier und da an Bedingungen geknüpft wären, wie das in vergleichbaren staatlichen Einrichtungen nicht der Fall ist.

    Vielleicht kennen Sie sich da nicht so aus, deshalb hier mal ein Beispiel: Ich weiß, dass man zum Thema Abtreibung geteilter Meinung sein kann. Wenn aber die gesetzlichen Grundlagen erfüllt sind und eine Frau sich für solch einen Eingriff entschieden hat, sollte man das m.A.n. respektieren. Nun kommt es aber in entsprechenden kirchlichen Eirichtungen immer wieder vor, dass den Frauen dort so zugesetzt wird, diesen Eingriff zu unterlassen, dass man schon von Psychoterror sprechen kann. Aus meiner Sicht ist so etwas einfach inakzeptabel.

    Sicher ist das nicht immer und überall so, aber es gibt eben diese Fälle. Ich hätte deswegen nicht dagegen, die Kirchensteuer umzuleiten und die staatlichen Eirichtungen auszubauen, dann wäre es vorbei mit der päpstlichen Bevormundung.

    Dann bleibt nur noch die staatliche, aber das können wir ja änder, wir haben ja Demokratie… 🙂

    PS: ich dachte gar nicht, dass Sie so gläubig sind.

    • Analitik sagt:

      “PS: ich dachte gar nicht, dass Sie so gläubig sind.”

      Wie sind Sie zu diesem Rückschluss gelangt?

      • leo sagt:

        Nun ja, etwas eigenartig finde ich, dass Sie meinen, man müsse für kirliche Einrichtungen dankbar sein, obwohl die Menschen doch dafür bezahlen. Aber lassen wir das mal beiseite.

        Welche Gründe gibt es Ihrer Meinung nach noch, mal abgesehen von sozialen Einrichtungen, weshalb wir Kirchen und Religion brauchen? Mir fällt keiner ein, aber ich bin ja auch Atheist.

    • FarEast sagt:

      Ihr moralischer Kompass ist korrumpiert. Ihnen fällt das aber genauso wenig auf, wie vielen, die heute ähnlich argumentieren, weil sie glauben, der christliche Gedanke drehe sich um die richtige Vorstellung eines Gottes.

      Sie verdammen weiter oben die christliche Idee mit Verweis auf die Kirchengeschichte, in der es zugegebenermaßen viel Kritikwürdiges gibt, mit Verweis auf Inquisition und Hexenprozesse. (Man könnte dazu einiges anmerken, denn die Vorstellungen, die in der breiten Bevölkerung über diese Themen kursieren, sind verzerrt, aber es geht nicht darum, diese Dinge zu rechtfertigen.)

      Nur ein paar Zeilen weiter unten empören Sie sich dann aber darüber, dass kirchliche Einrichtungen die vorgeburtliche Kindstötung nicht bedingungslos unterstützen und gar auf die Frauen Einfluss auszuüben versuchten.

      Sie haben das Problem, das Analitik anspricht, nicht einmal ansatzweise verstanden. Schlimmer noch, sie sind sogar stolz darauf.

    • Ulrich sagt:

      Was mir ein wenig aufstößt:
      Sie setzen Christentum, Religion und die Institution der Kirche gleich.
      Das ist ähnlich verkürzt wie das gleichsetzen einiger konservativer von politisch links, Kommunismus und Stalins UDSSR. In Echt ist das alles etwas komplexer.

      Die Kirche war immer ein Instrument der Macht. Zuerst der Römer, dann der Kaiser und der Kirchenfürsten. Das ist ein Grund, warum sich das Christentum in Europa und weltweit so schnell verbreitet hat. Und auch wenn sich die Kirche und ihre Vertreter oft nicht daran hielten, so liegt in der christlichen Ideenwelt und ihren Werten und ethischen Vorstellungen auch viel Weisheit.

      Die Aufklärung und der Humanismus wuchsen aus diesen Christlichen Werten, und viele Atheisten beziehen sich heute darauf, vermutlich ohne sich der Christlichen Wurzeln bewusst zu sein.

      Wobei ich damit nicht das Christentum und seine Rituale über andere Religionen stellen will. Mann kann alles weiterentwickeln, und immer von anderen lernen. Aber man sollte den Respekt vor den eigenen geistigen und moralischen Wurzeln nicht verlieren.
      Und man kann das positive Erbe des Christentums auch offen verteidigen, ohne deshalb ein den Machtapparat Kirche gut zu heißen.

      Ein anderer Aspekt ist, dass nach meiner Erfahrung Christen, die ihre Religion ernst nehmen, oft hilfsbereiter und gesellschaftlich ehrenamtlich engagierter sind. Das ist ein Beitrag zu unserer Gesellschaft und Sozialsystem, der in den Zahlen meist nicht auftaucht, und der vermutlich einige unserer gesellschaftlichen Missstände noch abfedert.

  21. Rantanplan sagt:

    Wie der Name schon sagt: Römisch-Katholische-Kirche….
    Sie wurde als Instrument der Machterhaltung des römischen Imperiums installiert. Hat ja auch bestens funktioniert. – nein das römische Imperium gibts nicht mehr. Aber der Papst sitzt ja nicht zufällig in Rom. Die Pax Romanum ist zur christlichen Bibel mutiert. Im Mittelalter trauerten viele Herrscher dem großen römischen Imperium nach. Immerhin wollte ja jeder von ihnen das Machtvakuum welches das Imperium hinterlassen hat auffüllen. Jeder aber am besten in Gänze! Weshalb man sich zunächst gegenseitig bitterlich die Schädel einschlug. Bis dann Karl der Große tatsächlich diese Macht erlangte. Geschickt gemacht! Immerhin überließ er den Königen ihre Macht. Aber stellte sich mit Hilfe des Chritentums über sie. Als Zeichen seiner in Anlehnung an das römische Imperium und von Gott gegebenen Position bezeichnete er sich als Cäsar(Kaiser). Ernannt vom Papst in Rom (der seinerzeit als machtloser Nachfolger des römischen Imperators galt). Das Christentum ist in Europa nur Mittel zur Machterhaltung gewesen und hat daher Einzug in unsere Kulturwelt erhalten. Also ist das Christetum nicht ursprünglich für unsere Kultur. Jeder der sich seinerzeit gegen die Christianisierung wehrte, galt als Quertreiber, unverbesserlich, ewiggestrig und weiß der Geier was noch alles. In jedem Fall genug um von den Herrschenden verfolgt und getötet zu werden. Wenn wir jetzt am Christetum festhalten, sind wir dann genauso Quertreiber, unverbesserlich, ewiggestrig?

  22. Strukturdenker sagt:

    Um etwas zur Versachlichung beizutragen:
    http://blog.forum-deutscher-katholiken.de/?p=139, hier: II.1
    https://www.ekd.de/finanzen/kirche_und_geld.php

    Man kann daraus entnehmen, daß zwar ein geringer Anteil (vielleicht 10%) der laufenden Kosten (vor allem Personal) durch den Träger finanziert wird, aber die Erstellungskosten (Baukosten) zum überwiegenden Maße. Diese Quellen nur als Beispiel, daß die Realität wie immer etwas komplizierter ist als einfache schwarz-weiß-Annahmen. Das Finanzierungsmodell unterscheidet sich nicht von dem nicht-kirchlicher Träger.

    Bezüglich Glaube halte ich es für wichtig, zwischen (persönlichem) Glauben und Glaubensorganisation (institutionalisierter Glaube) zu unterscheiden.

    In meinem Freundes- und Bekanntenkreis sind einige Atheisten, viele “Normalgläubige”, sehr katholisch Gläubige, ein Muslim und eine evangelische Pastorenfamilie. Gemeinsamkeit all dieser Menschen ist, daß sie die jeweilige Glaubens- oder Nicht-Glaubensrichtung der Mitmenschen akzeptieren und tolerieren. Mir als Atheist ist ein mitmenschlich eingestellter Katholik allemal lieber und eher ein Bruder im Geiste als ein ideologisierter Atheist. Zudem bin ich der Überzeugung,daß jeder Mensch seine sehr persönliche Art des Glaubens oder eben Nicht-Glaubens hat, die ggf. sehr von der jeweiligen Kirchenlehre abweicht.

    Institutionalisierter Glaube greift diesen persönlichen Kern auf und legt dem Gläubigen ein Interpretationsmuster nahe. Mit diesem Interpretationsmuster einher gehen Verhaltens- und Werteregeln. In der Regel definiert sich innerhalb dieses Regelgerüstes auch eine “professionelle” Organisation von Glaubensvermittlern und -interpreteuren. Oftmals ist die soziale Gestaltungskraft des institutionalisierten Glaubens so stark, daß sie auch persönlich Nicht- oder Andersgläubige in das soziale Gefüge einbindet. Dies zunächst ganz wertfrei als Kurzabriß.

    Man mag nun über Pro und Contra von gesellschaftsprägenden Glaubensinstitutionen diskutieren. Aktuell und historisch gibt es hier genügend befürwortende wie auch kritische Beispiele.

    Was ich betonen möchte, ist der bereits o.g. Aspekt der Ideologisierung. Hier geht es um die Manifestation von Machtansprüchen mittels eines (beliebigen) Glaubens- oder Theoriegebildes unter Ge- und Mißbrauch der jeweiligen Glaubensorganisation.

    Diesen Ideologen gilt meine Gegnerschaft, seien es Katholiken, Protestanten, Orthodoxe, Juden, Atheisten, Muslime, Hindus, Sozialisten oder wer auch immer. Alle Ideologen mißbrauchen das Glaubenssystem, auf dem sie aufsatteln und verraten in diesem Sinne die eigentliche Glaubenslehre. Anfällig für Ideologen sind meist Menschen, die eben nicht sicher in ihrem Glauben bzw. ihrer persönlichen Lebenshaltung sind und eine Außenorientierung benötigen und suchen. In dem Sinne sind auch Auseinandersetzungen zwischen Glaubensrichtungen als Kulisse konkurrierender Machtansprüche zu sehen, deren Vertreter selbst vermutlich längst den Bezug zu den von ihnen propagierten Glaubenslehren verloren haben.

    • Tja (ät) Strukturdenker, selbst bei mir ist Denken ein sich eher selten einstellender Zustand, doch eines garantiere ich Ihnen: Sie als opportunistischer ‘Heide’ werden bei den sich anbahnenden Strukturzusammenbrüchen einer der ersten sein, welcher über besagte Klinge springen wird! Noch Fragen?

      • Strukturdenker sagt:

        Sehr geehrter RDD,

        mir geht es um das Aufzeigen einer gewissen Haltung, die immer mehr verloren zu gehen scheint. Wenn Menschen verlernen, Bezug aufeinander zu nehmen, dann entwickelt sich eine Gesellschaft entweder in ein ungesteuertes Gegeneinander Aller oder unterwirft sich einer neuen totalitären Idee. Bestrebungen und Entwicklungen dahin sind feststellbar.

        In einem anderen Thread wurde die Frage nach Szenarien einer zukunftsfähigen Gesellschaft aufgeworfen. Diese Haltung eines Miteinander sehe ich als Grundbaustein.

        Nennen Sie mich jetzt Sozialromantiker, Opportunist oder meinetwegen auch Gutmensch.

        Persönlich hätte ich allen Grund, genau wie Sie, verehrter RRD, aus bitteren Erfahrungen Feindbilder aufzubauen und zu pflegen. Wahrlich gibt es genügend Idioten, Verbrecher und Asoziale, zunehmend Abgestumpfte in der Welt und auch in unserer alltäglichen Nachbarschaft.

        Aber ich frage Sie: wollen Sie genauso werden? Ich für meinen Teil habe mich dagegen entschieden; es gibt keine Alternative.

        • Tja (ät) Strukturdenker, auf das Sie sich bzgl. meiner Person nicht auch noch andere Foristen in Ihre Konstruktwelt von Gut & Böse hinein reißen können und so ANALITIK gestattet: Meinen ehrlich Schottisch-Preußischer Vollnamen in rot angehen, dann “Theorie der Paradigmen” anklicken, über “Paradigmengenese”,zum “+/-Orbit- Kultur-/Vetogenese” den O.4.Generator ‘Temperament’ findend und sich dann in Richtung Ausgang vorarbeiten, denn da könnte Ihnen geholfen werden! Noch Fragen?

  23. M.Luttringer-Permien sagt:

    In meinem Wagen,der leider ausgbrannt war, lag ein Tonband mit einem Vortrag einer ev.Theologin der mich immer wieder berührt und gefesselt hat.Natürlich in der heutigen Zeit muss auch die Religion schnell konsumierbar sein,selbst Menschen mit kirchlicher Erziehung frönen diesem Übel: Ist das gut- oder kann das weg? Es ist die verstorbene Theologin Dorothe Sölle. Sie meint, der Mensch sei unheilbar religiös,aber er möchte nicht von einem einfältigen Schafskopf eingeseift werden.Es lohnt sich sehr nach diesen Texten zu suchen es gibt auch eine CD.Denn all die vehementen Ablehnungen deuten auf die vergeblichen Forschungen nach unserem Sein und Daseinszweck. Dies meine Anmerkung zur christl.Religion,von der man sich auch kostenlos trennen wenn notwendig,im Gegensatz zu anderen Gemeinschaften kann und darf.

  24. Frank23 sagt:

    Friedrich Dürrenmatts Erzählung «Der Winterkrieg in Tibet» gibt einen guten Überblick über die Umstände, die derzeit beabsichtigt sind.
    Es findet ein fortwährender Krieg statt, in dem die Bevölkerung verarmt. Am Ende weiß niemand mehr wer wo gegen wen kämpft. Es ist am Ende alles nur noch Chaos.
    Das scheint das Ziel zu sein.

  25. BMKurt sagt:

    Weils hierhin passt:

    https://alexandrabader.wordpress.com/2017/04/27/kopftuchaffaere-van-der-bellens-selbstdemontage/#comments

    sharina senna

    “Es gab eine Zeit, da war ich sehr traurig, wütend und sehr enttäuscht auf alles Gemeine, auf das Böse und Ungerechte! Bis es mich seelisch eingeengt hatte. Dann verstand ich über einen Kommentator i.Internet Sadhu – desto mehr ich mich darin negativ verleiten lasse, umso mehr beginne ich zu verachten.
    Die Verachtung wiederum trennt mich von GOTT, von dessen Liebe – und erschafft irgendwann nur noch Hass auf Menschen – die das Böse ausführen. …
    Ich habe meine Meinung – aber meine Wut, die, bekommt das Übel nicht mehr!
    Denn irgendwann schafft sie mich kaputt. Und wer außer mir, leidet darunter?
    Was, würde sich im guten verändern – wenn ich ebenso mich dazu erniedrigen lasse „dassalbe zu werden,“ dass die Verkommenheit in vielen Menschen schon ist – nichts. Umso mehr ich mich beeinflussen lasse, es persönlich nehme, umso mehr häufe ich Verachtung gegen Menschen an – die ihr eigenes Leben darin missbrauchen – um anderem Leben weh zu tun – und so unglaublich dumm sie sind, dass sie nicht einmal begreifen, – sich selbst damit verschwendet zu haben.
    „Diese Verachtung,“ habe ich einige Jahre durchlebt – und ich wurde unreif – denn letztlich, richtete sich diese Verachtung auch gegen mich – mein Selbst.
    Es ist niemand wert – der dich dahin verändert, dass du davor nie gewesen bist!
    Bleibe du selbst – denn weder ein armseliger Van der Bellen noch eine in sich eiskalte Angela Merkel wie all ihre Mittäter, werden sich für uns verändern!
    Sie haben „ihre Zeit“ – wir haben die unsrige. Die Kunst darin ist die Gabe – sich selbst treu zu bleiben und das Gute, niemals für sich aufzugeben. Auch wenn wir die Politiker – die Reichen-Eliten nicht aufhalten können, sei dir in einem gewiss – sie werden niemals siegen! Denn was faul ist, wird vergehen – auch dann, wenn uns die Gegenwart noch das Gegenteil „vorspielt. ….
    Alexandra, …. Was du mir geschrieben hast erinnert mich an meinen zapfigen österreichischen Vater (i. Volksmund würde man „Bastard“ ? sagen, meine Mutter war Araberin ), der mir schon als Kind beibrachte: (er selbst war Arzt) „was die Uni dich lehrt ist des Teufels nicht wert! Was das Leben dir schenkt – hat dich gelenkt. Lerne von allem, lerne mit dir – Leben ist keine Universität – sich zu sein ist niemals zu spät.“
    Mein Vater war ein Rebell „trotz seines Studiums,“ er hat sich dennoch nicht für ein „Universitäts-Etablierten“ gehalten, ganz im Gegenteil! Er glaubte fest an seine Selbstbestimmung und hielt „das Gelernte“ von Außen – niemals als das Mass aller Dinge. Ich bin sehr frei und nicht religiös erzogen – darauf lag er großen Wert. Und dafür bin ich heute auch sehr dankbar. ….”

  26. Salander sagt:

    deutsch.rt.com/gesellschaft/50853-ukrainische-parlament-sagt-russisch-orthodoxen-kirchen-den-kampf-an/

    Dechristianisierung live

    • Analitik sagt:

      Gerade die Russisch-Orthodoxe Kirche wird von gewissen Kreisen besonders gefürchtet und bekämpft. Sie lässt sich nicht effektiv genug unterwandern, deswegen kommt gegen sie die Brechstange zum Einsatz.

      Das Gesetz ist in der Rada übrigens gescheitert. Aber der Versuch an sich ist schon wahnsinnig. Da ist jemand sehr sehr verzweifelt.

  27. Salander sagt:

    hpd.de/artikel/linke-verbiegt-sich-gerade-14514

    Oh jesses ne, eine Katastrophe, die Bolsche Front bröckelt, die LINKE wird unglaubwürdig und für ihre Anhänger unwählbar!?

    Am vergangenen Wochenende beriet Die Linke über ihr Wahlprogramm. Bisher war es eigentlich eine Selbstverständlichkeit innerhalb der Partei, dass man die Kirchenstaatsverträge auflösen will. Doch nun beschloss der Parteitag, diese Auflösung nicht ins Parteiprogramm aufzunehmen.

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