Das Kurdenproblem

Aus den Kommentaren zur Frage des Kurdenproblems und der „bösen“ Kurden:

Sie sind nicht besser oder schlechter als andere. Sie sind ein größeres Problem, weil unsere westlichen Medien ihnen einen Heiligenschein über die Köpfe gemalt haben (was keine objektive Begründung hat, sondern ausschließlich geopolitischen Zielen geschuldet ist) und die Kurden damit gegen jede Kritik und gegen jedes Eingreifen beschützen. Die Kurden wissen das natürlich und das Wissen darum, dass sie zu Unantastbaren und zu dem Guten schlechthin erklärt wurden und erklärt werden, und dass alle, die auch nur ein Wort gegen die Kurden sagen, zum Bösen schlechthin erklärt werden und bekämpft werden, das Wissen darum verleitet die Kurden dazu, schlechter zu sein, als sie eigentlich sind. Es ist so, als wenn Sie einem Menschen sagen, dass er quasi heilig ist und ein Recht auf Grundbesitz in Deutschland hat und diesem Menschen auch noch Waffen geben und ihm dabei helfen, durch Deutschland zu streifen und Boden als seinen eigenen zu beanspruchen. Normale Menschen werden dadurch zu Kriminalität verleitet und Menschen mit krimineller Ader werden völlig maßlos in ihren Verbrechen, weil sie offiziell ja das Gute sind, das nicht bekämpft werden kann, und weil ihnen das nicht nur zugesichert wird, sondern weil sie dabei auch mit Taten von äußerst mächtigen Staaten unterstützt werden.

Die Kurden sind nicht böse, sie sind einfach ein Problem, weil gewisse Kreise sie ganz bewusst zu einem Problem gemacht haben. Und da die Kurden mit Waffen versorgt wurden und militärisch ausgebildet worden sind und laufende militärische und geheimdienstliche Unterstützung erhalten, sind sie ein Problem, das nicht mit rein politischen Mitteln neutralisiert werden kann. Die militärische Macht, die (ob eingesetzt oder nur angedroht) zur Lösung des Kurdenproblems notwendig ist, kann derzeit nur Erdogan offen gebrauchen, weil er die Kurden nie auch nur ansatzweise als das Gute akzeptiert hat und daher niemandem moralisch verpflichtet ist, die Kurden mit Samthandschuhen anzufassen.

Und wenn wir vom Kurdenproblem reden, dann reden wir nicht von den einfachen Kurden, die täglich ihrem Broterwerb nachgehen, sondern wir reden von den Kurden, die auf den Gehaltslisten der westlichen Staaten und Geheimdienste stehen, von diesen für den Kampf ausgebildet worden sind und von diesen für den Kampf ausgerüstet werden. Der Westen benutzt die Kurden, um den Nahen Osten zu sprengen. Das ist ein Problem und diejenigen Kurden, die sich dafür einspannen lassen, sind ein Problem.

Die Kurden stellen das gleiche Problem wie der IS dar – eine Gruppierung entlang ethnischer oder religiöser Merkmale (Standardvorgehen immer und überall…), die zur Sprengung des Nahen Ostens eingesetzt wird. Aber während der IS medial als das Böse stilisiert wurde, sind die Kurden als das Gute stilisiert worden. Am Boden sind das genau die gleichen Söldner. Der Unterschied ist, dass niemand etwas schlechtes sagen kann, wenn Russland mit seiner Koalition den IS militärisch zerstört, während das mit den Kurden ganz anders aussieht. Das macht die Kurden zu einem viel größeren Problem als den IS. Das Drehbuch der Matrix sieht nicht vor, dass man das Kurdenproblem einfach so lösen kann.

Veröffentlicht in Analysen Getagged mit: ,