Zweckpessimismus reflektieren

Als Trump sich für die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner bewarb, haben viele gesagt, er hat null Chancen, es zu werden.

Als Trump Präsidentschaftkandidat geworden ist, haben viele gesagt, er hat null Chancen gegen Clinton.

Als Trump gegen Clinton gewonnen hat, haben viele gesagt, er hat null Chancen, zum Präsidenten ernannt zu werden. Man würde ihn wegintrigieren.

Als Trumps Inaguration anstand, haben viele gesagt, er hat null Chancen, weil man ihn ermorden werde.

Einen Monat nach dem anderen haben die Betreiber der Matrix behauptet, dass Trump null Chancen habe. Die Agenten der Matrix haben diese Nachricht verstärkt durch die Megaphone der „Qualitätspresse“. Und viele Menschen haben das nachgebetet. Leser des Blogs haben es als „Zweckpessimismus“ bezeichnet.

Am 17. Januar habe ich zu den unterstellten Mordgelüsten der Globalisten geschrieben:

Nein, das Problem ist, dass Trump nicht alleine ist und seine Beseitigung das Problem nicht beseitigt. Hinter Trump steht (grob) die halbe Elite der USA.

(…)

Aber was passiert denn, wenn ein Versuch fehl schlägt? Dann geben Sie als Auftraggeber Trump das Schwert in die Hand, um Sie zu enthaupten – und niemand wird etwas dagegen sagen können. Schauen Sie, welche Säuberungen Erdogan nach dem Putschversuch durchführt. Ohne Putschversuch hätte er dafür keine Legitimation, hätte mit seinen inneren Feinden weiter verhandeln müssen. Das müssen Sie als Auftraggeber im Kopf haben. Und wenn der Mordversuch gelingt? Dann rückt einer von Trumps Leuten nach und führt die Säuberungen durch. Geil. Das sind ja die besten Aussichten für die Clintonisten. Das feindliche Eliten-Lager bekommt im Falle eines Mordversuchs so oder so alle Karten in die Hand, um die Clintonisten hemmungslos zu zerstören.

CNN hat das offenbar aufmerksam gelesen und das Problem erkannt. Gleich am Folgetag brachte CNN ein Gegenargument ins Spiel, um die Zweckpessimisten gegen bösartige Argumente zu wappnen. Das sei ganz einfach. Am Tag eins der Präsidentschaft würden Trump und Pence umgebracht und gemäß den Regeln würde – so behauptete es CNN jedenfalls – einer von Obamas Leuten zum Häuptling der USA werden, einfach weil Trumps Leute noch gar nicht offiziell im Amt wären zu der Zeit.

Das war Balsam auf die Seelen der Zweckpessimisten. Da war sie, die offene Ankündigung der Zionisten. Diese Götter würden Trump nie und nimmer die Macht überlassen.

Inzwischen ist Trumps Kabinett fast vollständig im Amt. Obamas Leute sind raus. Pech für die Zweckpessimisten. Überall Trumps Leute.

Trump hat null Chancen. Trump hat null Chancen. Trump hat null Chancen. Trump hat null Chancen. Trump hat null Chancen. Während die Welt sich rasant ändert, suhlt sich der Zweckpessimist ganz zwecklos in Pessimismus. So wie diese Frau.

Und es ist nicht vorbei. Die neue Losung der Matrix lautet: Trump hat null Chancen, weil die Götter ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn einleiten werden. Und viele Menschen glauben das.

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