Befreiung aus der Matrix

Wenn Sie den Artikel „Die Matrix“ noch nicht gelesen haben, oder ihn nicht mehr im Kopf haben, schauen Sie kurz rein, weil das folgende Video in der Gegenüberstellung zum Artikel am besten wirkt.

Im Video sehen Sie eine Therapiesitzung, in deren Verlauf eine in der Matrix gefangene Frau daraus befreit wird. Schauen Sie, wie anstrengend und schmerzvoll das ist. Aber es geht. Die Frau muss dafür ihr Weltbild umbringen. Aber am Ende ist sie wie neugeboren, was man ihr auch ansieht.

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13 Kommentare zu “Befreiung aus der Matrix
  1. Tja ANALITIK, jenseits meiner hochkomplexen „Theorie der Paradigmen“ -TdP-, hat sich auch bei mir seit längerem so etwas wie ein „Matrix“-Alarm eingeschlichen, sprich alltagsgebräuchlich namentliche Eindeutschung im Zuge der polnischen Teilungen vs. späterer amerikanisierter Simplifizierung und ich kann diesbzgl. hiermit festhalten, das ich bis dato, sprich seit vielen Jahren sehr selten wirklich falsch gelegen habe ! Noch Fragen?
    Ihr
    RRD

  2. Roland sagt:

    Ich habe es gerochen. Wie schön, Sie haben auch eine Antenne für „diese Richtung“. The Work ist eine geniale Technik. Dann kann ich der Leserschaft hier noch 2 weitere von mir sehr geschätze Profis nennen die Helfen, aus der Matrix aus zu steigen:
    https://www.adyashanti.org
    https://de.wikipedia.org/wiki/David_R._Hawkins (gestorben 2012)
    Hawkins finde ich in Bezug auf diesen Block besonders erwähnenswert, weil er die Vernunftsebene (genaues arbeiten mit Quellen, präzise Beweisführung usw..) für mich überraschend sehr hoch ansetzt.
    Das Prinzip ganz kurz:
    Menschen die noch die meiste Zeit sich in negativen Gefühlen festgebissen haben bewertet er auf einer Skala von 0-1000 als unter 200 (nicht zu verwechseln, dass jeder Mensch ständig alle möglichen Gefühle hat und das kein Mensch auf dieser Erde von Wut, Trauer, Hass usw… verschont wird). Die Menschheit als Gesamtes sei seit 2000 knapp über 200 Punkte. Davon aber die Allermeisten nach wie vor unter 200, weil Personen mit sehr hohem Potential das Ausgleichen können.
    Menschen die die Vernunftebene für sich gefunden haben liegen dann bei 400.
    Wesen die sich von diesem Stadium weiter entwickeln erreichen durch die alles durchdringende Liebe dann Werte über 500.
    So schätze ich deine Arbeit hier im Block ganz besonders im Zusammenhang mir und anderen zu Helfen die 400er zu erreichen.
    Und herzlichen Dank an all deine erhellenden und spannenden Blockeinträge in die ich mich in den letzten Tagen durchgefräßt habe…

  3. FarEast sagt:

    Zwiespältiges Gefühl. Ich kenne die Dame und die Natur dieser Veranstaltung nicht, aber ich kenne die psychologische Methode, Menschen davon zu überzeugen, ihre Ängste kontrollieren zu können, indem alles internalisiert wird. Man kann damit u.U. erreichen, dass sich bei einigen Patienten irrationale Ängste auflösen, aber dies ist eine authoritäre, keine analytische Methode. Das Publikum scheint dafür aufgeschlossen zu sein. In der Psychotherapie versucht man, dem Patienten die Kontrolle über seine Angst und negativen Gefühle zu geben, indem man alles nach innen verlagert – wenn das alles interne Konflikte sind, kann man es theoretisch auch alleine ändern. Das funktioniert in einem Teil der Fälle. Die Kehrseite ist, dass sich Leute auch auf sich selbst zurückziehen, wo es sich um objektiv äußere Probleme handelt, oder – schlimmer – sie von „Authoritäten“ auf sich selbst verwiesen werden. (Psychosomatik, Selbstverbesserungsdispositiv, „ehrliche Arbeit muss sich lohnen“, The American Dream etc.) Ich sehe schon, dass es in diesem Video um viele irrationale oder überzogene Ängste geht, aber bestimmte Sorgen sind berechtigt (bspw. die Ignoranz amerikanischer (& chinesischer u.a.)Regierungen der Klimaforschung gegenüber, denn die Effekte treten hier verzögert ein – der Schaden von morgen geschieht jetzt, nicht evtl. in unbestimmter Zukunft), und die Leute auf sich selbst zu verweisen ist ebenso eine konservative Machterhaltungstrategie, die verhindert, dass Probleme angegangen werden. Die Crux liegt darin, zu unterscheiden, was irrationale Ängste sind und was berechtigte Sorgen.

    • Prince Benny Jr. sagt:

      Soweit ich Byron Katie verstehe, geht es nicht um Ängste sondern um die Fetischisierung von Ängsten. So auch am Ende der Sitzung als die Dame bemerkt das sie gerne leidet. Die Matrix braucht den Fetisch. Konkrete Ängste sind etwas ganz anderes. Deshalb kann ich Ihnen auch leider mit der Klimaforschung nicht zustimmen. Ich halte Sie soweit ich das einschätzen kann für geistig fit aber ich bin fest davon überzeugt das Sie den Klimawandel genauso wie ich und jeder andere auch, nur ansatzweise verstehen können, wenn es diesen gibt. Sie simulieren und modellieren außerhalb Ihrer Fähigkeiten und bewegen sich damit wieder in die und in der Matrix. Die Matrix formt uns in die ständige Selbstüberschätzung.

      Ich habe das Gefühl Byron Katie möchte eher sowas wie einen zivilisierten „Fight Club“ schaffen…

      Theodore Kaczynski hat es „Ersatzhandlung“ genannt.

      • FarEast sagt:

        >>Soweit ich Byron Katie verstehe, geht es nicht um Ängste sondern um die Fetischisierung von Ängsten. So auch am Ende der Sitzung als die Dame bemerkt das sie gerne leidet.

        Das kann sein. Ich schrieb, welchen Eindruck das auf mich macht, und welche Erinnerungen an erlebte Diskussionsmuster das weckt. Vielleicht nehmen andere das anders wahr.

        >>Ich halte Sie soweit ich das einschätzen kann für geistig fit

        Och, danke schön.

        >>aber

        Shhhhit!

        >>ich bin fest davon überzeugt das Sie den Klimawandel genauso wie ich und jeder andere auch, nur ansatzweise verstehen können,

        Es ist das Wesen jeder Wissenschaft, sich der Wahrheit schrittweise so weit wie möglich anzunähern. Das würde Ihnen auch jeder Klimawissenschaftler so bestätigen. (Nur die Klimaskeptiker behaupten, dass Wissenschaft für sich eine endgültige Wahrheit in Anspruch nähme, um diese dann punktuell anzugreifen und absolut zu verwerfen.) Selbstverständlich gibt es wie überall offene Fragen. Klimaskeptiker behaupten aber, es sei noch überhaupt nichts gesichert, was eindeutig falsch ist.

        Ich bin kein Klimawissenschaftler, aber ich lese schon verschiedene Sachen dazu, weil es m.A.n. ein zu wichtiges Thema ist, und ich eine gewisse Skepsis gegenüber den Medien habe (Sie verstehen das, ja?). Ich möchte das so weit wie möglich selbst verstehen können. Wie weiter unten geschrieben, gibt es dazu mehr als genug gute Informationen – nur scheint diese niemand zur Kenntnis zu nehmen, sonst würden nicht immer wieder die selben Faxen mit Sonneneruption, Hockeyschlägerkurve usw. „argumentiert“ werden.

        • Prince Benny Jr. sagt:

          Ich will und werde mich auf keine Seite stellen weil beide Seiten reine Glaubenskonstrukte sind. Vielleicht kennen Sie das Video ja schon, aber George Carlin hat es auf den Punkt gebracht. Dem Planeten ist das alles scheissegal. Wir machen uns zu gross, sowohl als sein Zerstörer als auch sein Retter. Es ist unser Ego. Die Matrix braucht dieses Riesen-Ego. Darüber kontrolliert Sie uns.

          https://m.youtube.com/watch?v=fejBwvrcMAU

          • leo sagt:

            Sie deuten es mit Ihren Worten schon an, im Prinzip kann man den Klimastreit auf eine einzige Frage herunterbrechen: Sind die festgestellten Veränderungen (und ja, natürlich gibt es Veränderungen) tatsächlich relevant, oder werden sie nur als relevant dargestellt (mit listig aufbereiteter Statistik), um u.a. Geldströme zu lenken?

            • Analitik sagt:

              Man muss das präzisieren: sind sie relevant für uns Menschen? Wir werden die Natur nicht besiegen. Wir sind Teil der Natur. Die Natur war vor uns da, ist in uns und wird nach uns sein. Natur ist Veränderung, und ob diese Veränderungen von Bakterien, Menschen oder Bäumen herbeigeführt werden, ist echt egal, wenn man die anthropozentrische Perspektive („wir sind der Mittelpunkt des Universums“) einmal aufgibt. Alle Lebewesen tragen ihren Beitrag zur Veränderung bei.

              Die Frage nach Relevanz kann man getrost mit ‚ja‘ beantworten. Das ist unspektakulär und bringt niemanden weiter. Die entscheidende und interessantere Frage ist, wie gut wir mit den Änderungen, die wir in der Natur bewirken (und die auch ohne unser Einwirken geschehen), werden umgehen können.

    • Paleene sagt:

      Das Wesentliche der Methode „The Work“ ist allerdings weniger das Internalisieren von externen Problemen, denen Sie die Qualitäten „irrational, i.F.v. Angst und „berechtigt“ zuordnen. Sondern die Erkenntnis, dass „Probleme“ nur Perspektiven sind und ein Perspektivwechsel völlig neue Spielräume eröffnet. Die Betonung liegt, und das mag in diesem Videoausschnitt möglicher Weise tatsächlich nicht für alle deutlich geworden sein, stark im eigenverantwortlichen Handeln. Und so wie ich Byron Katie verstehe geht sie davon aus, dass z.B. Frieden nur möglich ist, wenn die Menschen selbst friedvoll leben und handeln. Und nicht ängstlich paralysiert auf Unfrieden starren und diesen „weg wünschen“.

      • FarEast sagt:

        Das kann durchaus so sein, und ich will das auch nicht so verstanden wissen, dass die Arbeit an den eigenen Ängsten nicht sinnvoll und notwendig ist. Vielleicht entging mir auch einfach der wesentliche Kern ihres Ansatzes.

  4. Tja (ät) FarEast, bzgl. Ihrer Klimaphobie etc. empfehle ich Ihnen das Buch des Mitorganisators Edgar GÄRTNER „Ökonihilismus. Grün in die Katastrophe“, da könnte Ihnen geholfen werden, so Sie denn nicht schon mit allen Psychotricks hinreichend in Kontakt gekommen wären ! Noch Fragen?

    • FarEast sagt:

      Ihre Hinweise sind zu kryptisch, als dass ich sie verstände.

      Eine Internetsuche nach Edgar Gärtner bringt mich auf seine Seite, auf der den Klimawandel u.a. durch christliche Teleologie entkräften will. (Er scheint auch Kohle-Lobbyist zu sein?!) Dazu das klimawandelleugnertypische Abarbeiten an Feindbildern (natürlich, das PiK, Hort alles Bösen, Imperator der verschworenen Gemeinschaft der Klimawissenschaftler. – Und erwartungsgemäß ist er unter den Rosinenpickern vom EIKE zu finden.)

      Danke, ich passe. Es gibt mittlerweile mehr als genug von Klimawissenschaftlern auch für Nichtfachleute geschriebene Bücher, die Mechanismen und Zusammenhänge ebenso verständlich erklären, wie den wissenschaftlichen Prozess. Man muss sich zwar ein bisschen einarbeiten, aber es bedarf keines langjährigen Studiums, um die Grundlagen zu verstehen, und der Propaganda der Fossil-Energie-Lobby nicht auf den Leim zu gehen. (Viele Klimawandelskeptiker lesen trotzdem lieber hundert klimawandelleugnerische Artikel, als mal ein klimawissenschaftliches Buch in die Hand zu nehmen. Die Argumentation dreht sich daher im Kreis, aber es geht ja auch nicht darum, zu vielleicht neuen Einsichten zu kommen.)

      Last, but not least: Eine Phobie ist eine irrationale Angst, die, selbst wenn als irrational erkannt, nicht aufgegeben werden kann – eine krankhafte, weil beeinträchtigende Störung. Im Medienrauschen wird zu vieles als Phobie bezeichnet, was oft nur Abneigung und in manchen Fällen selbst klare Kritik an dem einem oder anderen Unsinn ist.