Stimmen des gefallenen Königs

Nach der schweren Geburt dauern die Nachwehen an. Selbst wer die Geburt mitverfolgt hat, fragt sich, ob das wirklich wahr sein kann. Ist der König wirklich vom Thron gestürzt? Was ist, wenn das nur eine Schwächephase ist, die den anstehenden Wahlen geschuldet ist? Obama kann nicht mehr reagieren in seinem letzten Monat, aber sein Nachfolger! Manche Menschen meinen, ein Weltkrieg ist unausweichlich, wenn Trump die Wahl gewinnt. Denn Trump ist ein Psychopath und so, das schreibt jedenfalls SPON jeden Tag, also ist es so. Andere Menschen meinen, ein Weltkrieg ist unausweichlich, wenn Clinton gewinnt. Denn Clinton ist eine Psychopathin und vertritt noch schlimmere Neocon-Pychopathen, die nur darauf warten, einen Atomkrieg anzuzetteln. Eine klare lose-lose-Situation!

Man könnte an dieser Stelle ein Buch über die Psychologie der Macht schreiben (oder ein bereits geschriebenes verwenden) und aufzeigen, dass das nicht so einfach ist. Obama handelt nicht als Mensch Obama, er handelt als Präsident der USA. Der Präsident der USA ist vom Thron gestiegen und es ist völlig egal, welchen Namen der Präsident dabei getragen hat. Man kann nicht als König eine Ohrfeige kassieren, vom Thron absteigen, diesen Akt von aller Welt beglauben lassen, es sich dann mal eben anders überlegen und wieder auf den Thron aufsteigen. So läuft das nicht. Die Psychologie der Macht hat klare Regeln, die so eine Wende verbieten.

Man könnte auch die tieferen Ursachen für den Sturz des Königs herausarbeiten, die wirtschaftliche und moralische Schwäche, die Tatsache, dass der König viel nehmen will, aber nicht mehr viel zu geben hat. Man könnte aufzeigen, dass die Prozesse des Siechtums und der Erneuerung auf Staatsebene eine Frage von Jahrzehnten sind, dass weder Clinton noch Trump einen Zauberstab haben, mit dem sich ein großer Staat in Windeseile verändern ließe. Das läuft nicht.

Man könnte das so angehen und von der Theorie her begründen, warum die Panikattaken der Menschen unbegründet sind und dass sich die Welt immer nur nach vorne bewegt und nie rückwärts. Der vom Thron gestiegene König kann nicht unmittelbar wieder auf den Thron springen.

Wir machen es uns heute viel einfacher und hören uns einfach an, was die Präsidentschaftskandidaten und die hinter ihnen stehenden Eliten sagen. Vielleicht entdecken wir da die Weltkriegsaggression, die Obama so sehr vermissen lässt?

Bei Trump ist die Sache einfach und schnell abgehandelt. Er hat sich während des gesamten Wahlkampfes so russlandfreundlich gegeben, dass er als Putinagent verunglimpft wird. Putinagent zu sein ist heutzutage aber wahrlich nicht das schlechteste Schicksal. Das sieht Trump auch so und hat deshalb am 17. Oktober kräftig nachgelegt und angekündigt: Wenn er gewinnt, besucht er sofort Putin. Noch bevor er ins Weiße Haus eingezogen ist.

Als quasi erste Amtshandlung eine Audienz beim angeblich unterlegenen Feind – klingt das nach Kriegsstimmung? Nein, das ist pure Deeskalation. Und wir beachten auch das Timing. Der König wurde bereits öffentlich vorgeführt und Anwärter Trump schreit in die Welt hinaus, dass er im Falle seiner Wahl nicht gedenkt, zurück auf den Thron zu klettern.

Weiter zu Clinton. Sie hat sich Putin-Hetze als zentrale Säule ihres Wahlkampfes ausgesucht. In den USA zieht das immer. Jetzt ganz besonders, weil die Medien seit 2014 eine geschichtsträchtige Hetzcampagne gegen Putin begannen, die bis heute läuft. Es bot sich für Clinton an, auf diese mächtige Welle aufzuspringen und darauf zu surfen. Ob ihr das nützen wird, werden wir sehen. Ist Clinton, jenseits von Wahlkampfrethorik, vielleicht auch so sehr anti-putinistisch, dass sie einen Atomkrieg gegen Russland beginnen oder provozieren wird? Ein dezentes diplomatisches Signal gab sie im Wahlkampf ab, als sie Trump beschuldigte, einen Atomkrieg zu riskieren. Das Signal: sie selbst ist verantwortungsvoll genug, keinen Atomkrieg zu riskieren.

Deutlicher kann Clinton in ihrem anti-russischen Wahlkampf nicht werden. Die US-Eliten haben andere Sprachrohre, um die Parteilinie zu verkünden. Zu den wichtigsten Sprachrohren der US-Außenpolitik gehört Foreign Policy. Hier wird von ganz oben die Richtung verkündet. Hier wird angesagt, was die Eliten in der zweiten Reihe zu denken haben, wenn sie weiter Karriere machen wollen. Hier teilen sich die bedeutendsten Think Tanks und deren Denker mit. Am 13. Oktober, als der Sturz des Königs schon offensichtlich war, hat Forign Policy eine große Ansage gemacht. Schon der Titel ist deutlich: Die Russland-Politik der USA ist gescheitert; für den nächsten US-Präsidenten gibt es sieben Ratschläge.

Im Vorwort werden sowohl Clinton als auch Trump für ihre Haltung zu Russland kritisiert. Clinton übertreibe mit dem Russland-Bashing und Trump gebe sich zu Russland-freundlich. Beide Kandidaten haben somit ihre 6 aufs Zeugnis bekommen, so dass kein Zweifel aufkommt, dass beide sich gefälligst an die kommenden klugen Ratschläge zu halten haben, um ihre Note zu verbessern. Dann:

The next president needs to accept that Moscow cannot simply be defeated or contained in the emerging multipolar, globalized world order.

Übersetzung:

Der nächste Präsident muss akzeptieren, dass Moskau in der entstehenden multipolaren, globalisierten Welt nicht einfach besiegt oder eingedämmt werden kann.

Moskau ist von den USA nicht zu besiegen. Die Welt wird multipolar. Geht es noch deutlicher?

Die Autoren schreiben, dass die USA mit Russland kooperieren müssen, wo es für die USA nützlich ist, und zu Russland in Opposition gehen müssen, wo eine Kooperation nicht von Vorteil für die USA ist. Die Konkurrenz wird also weitergehen. Das Fernziel, Russland zu besiegen oder in die Bedeutungslosigkeit zu zwingen, lebt noch – als Fernziel. Der Versuch der letzten Jahre, Russland mit Gewalt in die Knie zu zwingen, ist gescheitert. Jetzt also Rückzug, multipolare Welt und Ausbau der Verteidigungslinie, um irgendwann wieder zu kontern.

But above all, rather than setting out to defeat or transform Russia, a new U.S. approach should deal with Russia as it really is.

Übersetzung:

Aber in erster Linie muss der neue US-Ansatz, statt Russland gleich vernichten zu wollen, darin bestehen, mit Russland den Umständen entsprechend umzugehen.

Das ist auch deutlich, oder?

Aus Ratschlag 1:

  • Verstehen, dass Putin nicht das Problem ist. Ein Regime Change in Russland würde auch nichts ändern.
  • Die nächste Administration muss verstehen, dass man nicht auf einem Gebiet mit Moskau kooperieren kann und auf einem anderen gegen Moskau handeln. Der aufgekündigte Plutonium-Vertrag zeigt das anschaulich. In Zukunft muss die USA Kooperation und Konfrontation verbinden.
  • Die USA müssen in Zukunft Abstriche in Kauf nehmen. Wenn zum Beispiel vor die Entscheidung gestellt, zwischen einem strategischen Nuklearabkommen und einer Farbrevolution in Russlands Nachbarschaft zu wählen („supporting pro-Western political change in Russia’s neighborhood“), müssen die USA einen taktischen Rückzug mit der Farbrevolution hinnehmen, dem strategischen Ziel zuliebe.

Kommentar: Putin vertritt ganz Russland, von den einfachen Bürgern bis zu den Eliten. Die US-Eliten nehmen das jetzt hin. Statt Haudrauf nach dem Motto „Wir entscheiden, wo wir kooperieren und wo nicht“ sind die USA jetzt zu komplexer Diplomatie gezwungen. Die US-Eliten sehen ein, dass sie mit Russland verhandeln und tauschen müssen. Da habt ihr die Ukraine, dafür wollen wir einen Vertrag, der sicherstellt, dass ihr uns in strategischen Atomwaffen nicht überflügelt. So in etwa.

Die US-Elite sucht ihren Platz am Runden Tisch der multipolaren Welt. Der Stuhl soll bitte schön gepolstert sein. Hegemonieansprüche sehen aber ganz anders aus.

Aus Ratschlag 2:

  • Der Angriff der USA im Ukraine-Konflikt hat zu Russlands Gegenmaßnahmen geführt. Mit der Folge, dass eine diplomatische Sackgasse betreten wurde, in der nicht mal grundlegende Themen diskutiert werden können. Das muss geändert werden.
  • Welche Motivation hat Putin in der Ukraine-Krise? Ist er besorgt über die Einkreisung Russlands? Oder will er Russlands Territorium erweitern? Die USA sollten der ersten Interpretation den Vorzug geben, um der Diplomatie wieder Raum zu geben. Gleichzeitig müssen die USA den erreichten Einfluss in der Ukraine sichern.

Kommentar: So sieht ein Rückzug aus. Angriff einstellen und Positionen sichern, um vielleicht den drohenden Konter abzuwehren.

Aus Ratschlag 3:

  • Kurzfristig muss man Europa weiter gegen Russland aufbringen, aber als langfristige Lösung muss der nächste US-Präsident eine neue europäische Sicherheitsstruktur anstreben, an der Russland beteiligt ist. Die OSZE soll ein Sprungsbrett dafür sein.
  • Die Integrität der NATO muss unbedingt erhalten werden.

Kommentar: Was Putin seit einem Jahrzehnt fordert, um Europa Stabilität zu geben, sind die USA jetzt bereit zu verhandeln. Natürlich wollen sie dabei eine führende Rolle beibehalten und sie wollen das Erreichte nicht verlieren. Aber Zugeständnisse für Russland müssen her.

Aus Ratschlag 4:

  • Russland kann als einziges Land die Funktionsfähigkeit der USA innerhalb von 30 Minuten zerstören.
  • Die Wahrscheinlichkeit eines Atomkrieges ist gering, aber nicht ausgeschlossen. Die USA müssen sich mehr dafür einsetzen, dieses Risiko zu reduzieren.
  • Russland ist eines der wenigen Staaten, deren Wissenschaft und Industrie gut genug sind, um mit neuen Waffensystemen das Kräftegleichgewicht im globalen Sicherheitssystem zu verschieben. Die russischen Waffen sind schnell, präzise und von hoher Zerstörungskraft. Russlands Verkäufe dieser Waffen an strategische Partner wie Iran und China verschieben die regionalen Kräftegleichgewichte.
  • Russland hat eine so gut entwickelte zivilie Atomkraftnutzung, dass es in der Lage wäre, die nuklearen Ambitionen von Iran und Nordkorea einzuschränken.
  • Was strategische Waffen und andere sicherheitskritische Bereiche angeht (Computernetze), muss die USA eine hohe Transparenz der Ziele und Möglichkeiten beider Seiten anstreben, um Vertrauen aufzubauen.

Kommentar: Die US-Eliten haben große Angst vor einem Atomkrieg. Und wenn die Eliten im eigenen Kreis sprechen, geben sie auch zu, dass Russland eine führende wissenschaftliche und industrielle Macht ist, mit der Fähigkeit, regionale und globale Kräftegleichgewichte zu verschieben. Irgendwie wollen die USA Russland dazu bringen, von diesen Fähigkeiten keinen Gebrauch zu machen.

Aus Ratschlag 5:

  • China einzudämmen ist für die USA nicht möglich.
  • Die USA dürfen Russland nicht einzwängen, damit Russland nicht gezwungen ist, eine tiefe strategische und wirtschaftliche Partnerschaft mit China einzugehen. Stattdessen sollen die USA mit Russland kooperieren, um Chinas Stärke so zu lenken, dass sie den USA nicht gefährlich wird.
  • Russland will sich nicht von China abhängig machen und strebt auch Partnerschaften mit anderen asiatischen Ländern an, darunter auch mit US-Aliierten wie Japan und Südkorea. Hier müssen die USA Deals mit Russland suchen.
  • Russland sieht den Ausbau chinesischen Einflusses in Asien, auch in den ehemaligen zentralasiatischen Sowjetrepubliken, mit Sorge. Die Eurasische Wirtschaftsunion mit Russland im Zentrum wird vom mächtigen chinesischen Seidenstraßen-Projekt in den Schatten gestellt.
  • Da Russland gewillt ist, Chinas Macht nicht ausufern zu lassen, sollten die USA Russland dabei helfen, indem die USA ihre seit dem Ende des Kalten Krieges verfolgte Zentralasien-Politik lockern und nicht mehr darauf drängen, den russischen Einfluss dort zu reduzieren. Da der chinesische Einfluss in Zentralasien langfristig gefährlicher für die USA ist als der russische, sollen die USA lieber Russland freie Hand in Zentralasien lassen.

Kommentar: Eine Feindseligkeit, oder zumindest mangelndes Vertrauen, zwischen China und Russland, ist ein Traum für die US-Strategen. Der 2014 offen entfachte Krieg gegen Russland hat stattdessen die strategische Partnerschaft von Russland und China vertieft. Die USA wollen das aufhalten. Man könnte dafür ein paar eigene Vasallen an die lange Leine lassen. Alle verbünden sich ein wenig, an China vorbei, das wäre doch was.

Das wird nichts. Die USA haben nicht mehr die Ressourcen, um alle gleichzeitig einzudämmen, also wollen sie jetzt tricksen und den Schwächeren mehr Luft geben, damit die hoffentlich den Stärkeren etwas im Zaum halten. Das ist ziemliche Verzweiflung. Potential und Ambitionen klaffen auseinander.

Aus Ratschlag 6:

  • In Syrien geht es um viel mehr als um Syrien.
  • Militärische Optionen in Syrien gibt es für die USA nicht. Sie werden wohl oder übel mit Russland reden müssen.
  • Russland baut eine langfristige militärische Präsenz im Nahen Osten auf. Regionalmächte wie Iran und Türkei unterstützen das.
  • Verhandlungen über Syrien werden erfolglos sein, solange sie Russlands Beziehungen mit Europa nicht mit einbeziehen. Russland hat die Syrien-Krise, die Ukraine-Krise und die Sicherheitslage in Europa miteinander verknüpft. Washington hat sich bisher geweigert, diese Verknüpfung zu akzeptieren, wird es aber tun müssen.

Kommentar: Ja ja, im Brennfeuer des Syrien-Krieges wurde der König gestürzt und wird die Neue Weltordnung ausgehandelt. Die Autoren gehen hier übrigens auf Putins Ultimatum ein und zeigen Verhandlungsbereitschaft. Allerdings zeigen die Autoren nicht auf, welche Trümpfe die USA noch in der Tasche haben. Für den Nahen Osten zeichnen sie ein trostloses Bild aus Sicht der USA.

Aus Ratschlag 7:

  • Es ist nicht effektiv, Russland offen zu konfrontieren. Russland ist gut darin, die USA zu entlarven.
  • Die USA sollen stattdessen Ideen und Visionen entwickeln, wie eigene und globale Probleme gelöst werden können. Der Kalte Krieg endete in erster Linie, weil die Sowjetunion in den USA ein Vorbild sah. Die USA müssen sich wieder die Rolle des Vorbilds erarbeiten, das ist der effektivste Weg, gegen Russland vorzugehen.

Kommentar: „Die Kriegspartei hat im Kampf gegen Russland versagt. Wir müssen die Strategie ändern und ehrlich arbeiten, um echte Lösungen zu finden.“ Tja, die Zombierealität aufzubauen reicht nicht mehr. Jetzt ist wieder harte, ehrliche Arbeit angesagt, wenn die USA zumindest einen Teil ihres Einflusses bewahren wollen.

Die USA haben natürlich vor, wieder auf den Thron zu klettern. Aber im Falle von Staaten handelt es sich dabei um Prozesse von jahrzehntelanger Dauer. Der Sturz des Königs hatte eine jahrzehntelange Vorgeschichte – 9/11 war der Startpunkt, eine Verzweiflungstat, um sich trotz Schwäche weiterhin auf dem Thron zu halten. 15 Jahre vom akuten Schwächeanfall bis zum Sturz. Die USA werden Jahrzehnte brauchen, um sich vom Sturz zu erholen. Dann werden Sie noch mal Jahrzehnte brauchen, um den Thron wieder zu erobern, falls die Sterne ihnen gewogen sein werden, so eine Gelegenheit noch mal zu bieten.

Die Autoren schreiben das Gleiche:

An aura of renewed success and growing power will go a long way toward restoring the United States as an attractive partner, and perhaps eventually as a leader by example.

Am Ende werden die Autoren noch mal klar:

For the moment, America’s priorities must be on putting out the fires of regional conflicts in Ukraine and Syria and preventing the simmering threats of WMD proliferation and a new arms race from igniting.

Übersetzung:

Im Augenblick müssen die Prioritäten der USA darin bestehen, die Regionalkonflikte in der Ukraine und in Syrien abzukühlen und die Gefahr von sich ausbreitenden Massenvernichtungswaffen sowie eines neuen Wettrüstens abzuwenden.

So sieht er aus, der Rückzug der USA. Syrien und Ukraine abgeben im Tausch gegen die Sicherheit, dass Russland die USA in strategischen Atomwaffen nicht überholt und dass andere regionale Akteure nicht auch zu Atommächten werden.

Vielleicht haben Sie gemerkt, wie stark die Aussagen aus dem Artikel von Foreign Policy der Zombierealität widersprechen. Lesen Sie den Artikel in Gänze. Spüren Sie den Unterschied zu der Propaganda, die auf die einfachen Menschen losgelassen wird und die Menschen in Angst und Panik versetzen soll.

Was haben wir gesehen? Wir haben gesehen, dass sowohl Clinton als auch Trump im Rahmen der Möglichkeiten ihres Wahlkampftheaters deutlich gemacht haben, dass sie nicht gegen Russland eskalieren werden. Und als wir uns vom Zombietheater wegbewegt haben, um im Gesprächskreis der Eliten vorbei zu schauen, haben wir die Rückzugspläne des Königs in aller Klarheit und Deutlichkeit erlebt.

Lassen Sie sich nicht verängstigen. Ihre Angst macht Sie kontrollierbar. Die Eliten wollen Sie kontrollieren und jagen Ihnen bewusst Todesängste ein, obwohl es dafür keinen Grund gibt.

Lesen Sie Primärquellen. Und lesen Sie die Eliten-Kanäle – sie sind viel öffentlicher, als Sie denken. Die Elite kommuniziert öffentlich, weil die Zombies gut erzogen sind und nicht durch die offene Tür reinschauen und sich stattdessen täglich von den „Qualitätsmedien“ die Gehirne waschen lassen.

Überlegen Sie sich, warum das Studium der alternativen Medien zu den gleichen Todesängsten führt, wie das Studium der „Qualitätspresse“.

PS: Herzögin Deutschland dreht auch auf. Ein Leser hat mich darauf aufmerksam gemacht:

Die EU will beschließen, dass sie Russland mit Sanktionen drohen will. Doch bis zu einer Umsetzung sei es noch ein langer Weg, berichtet Korrespondent Markus Preiß aus Brüssel.

Die Kabarettisten stehen nervös am Seitenrand und beneiden diese unerreichbare Realsatire.

PPS: Brzezinski, der Hegemonie-Stratege der USA, hat schon im April 2016 das Ende der Hegemonie verkündet:

As its era of global dominance ends, the United States needs to take the lead in realigning the global power architecture.

Als Stratege sieht man die Unausweichlichkeit langfristiger Entwicklungen. Schon vor Monaten hat es sich nicht mehr gelohnt, das unausweichliche Ende der US-Hegemonie wegzureden. Brzezisnki hat sich an all die Denker der USA gewandt und ihnen die strategische Richtung vorgegeben, die sie gehen müssen, um trotz des Sturzes vom Thron möglichst viel Einfluss zu sichern. Die Denker sollten früh mit den Rückzugsplänen beginnen, um vorbereitet zu sein. Die Denker haben sich vorbereitet. Der oben ausführlich behandelte Artikel von Foreign Policy ist ein Beispiel dafür. Brzezinski ist, nur zur Erinnerung, sehr radikal in der Wahl der Mittel. Nichts ist ihm heilig, absolut nichts. Selbst in diesem Artikel, in dem er die Strategie nach dem Sturz vorgeben will, ist er radikal in der Wahl der Mittel. Aber verwechseln Sie Radikalität nicht mit Kopflosigkeit. Die radikalen Eliten sind nicht kopflos. Studieren Sie Brzezisnki, wenn Sie das nicht glauben mögen. Erleben Sie selbst, wie kaltblütig-rational die US-Geopolitik aus der radikalen Ecke ist.

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97 Kommentare zu “Stimmen des gefallenen Königs
  1. Ralf S. sagt:

    Hallo Analytik,

    wenn ‚Forign Policy‘ eines der Organe ist, den US-Eliten der zweiten Reihe die ‚Marschrichtung‘ zu verkünden, wie würden Sie dann einen Think-Tank wie das „Center for a New American Security (CNAS)“ und deren Pläne einordnen?

    Vor vier Tagen hat Prof. Dr. Günter Meyer von der Uni Mainz (1) für den Schweizer Tagesanzeiger die aktuelle Strategie des CNAS zur (erneuten?) Ausdehnung des ‚US-Engagements'(2) mit den Aussagen von Clinton abgeglichen – und kommt zu der Prognose (3):

    „Die weltpolitischen Spannungen werden sich in einem Masse verschärfen, das alles in den Schatten stellt, was wir seit dem Ende des Kalten Kriegs erlebt haben. Diese Richtschnur für die US-Aussenpolitik, die vor allem auf die militärische Überlegenheit der USA setzt und ein beispielloses Wettrüsten nach sich ziehen wird, führt an die Schwelle des dritten Weltkriegs beziehungsweise des ersten Nuklearkriegs. “

    Ist das CNAS kein ‚Think Tank‘ von großem Gewicht?
    Interpretiert Prof. Meyer falsch?
    Was denken Sie?

    Ich bin kann es mit Ihren Ausführungen oben noch nicht zusammen bringen.

    Viele Grüße,
    Ralf S.

    1) Prof. Dr. Günter Meyer (Universität Mainz):
    Leiter des Zentrums für Forschung zur Arabischen Welt (ZERAW), Politische Geographie :
    https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Meyer_%28Geograph%29
    https://www.blogs.uni-mainz.de/fb09wirtschaftsgeographie/mitarbeiter/gunter-meyer/

    2) Extending American Power: Strategies to Expand U.S. Engagement in a Competitive World Order
    https://www.cnas.org/publications/reports/extending-american-power-strategies-to-expand-u-s-engagement-in-a-competitive-world-order
    https://s3.amazonaws.com/files.cnas.org/documents/CNASReport-EAP-FINAL-1.pdf

    3) «Das führt an die Schwelle des dritten Weltkriegs»
    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/Das-fuehrt-an-die-Schwelle-des-dritten-Weltkriegs/story/30530545

    • Matthias sagt:

      Ich habe einen Absatz des Originalartikels gelesen, dann war mir alles klar:

      „Das CNAS hat sich in der Vergangenheit vor allem für eine effizientere militärische Interventionspolitik und eine Stärkung der Rüstungsindustrie sowie gegen eine Kürzung des Verteidigungsbudgets ausgesprochen. Deshalb ist nicht überraschend, dass die Rüstungsindustrie zu den Hauptgeldgebern der Denkfabrik gehört. Dies ist ein Musterbeispiel für die Verknüpfung des militärisch-industriellen Komplexes mit den regierenden Politikern.“

      => kein geostrategischer Think-tank, sondern eine Lobbyorganisation der Rüstungsindustrie.

      Die Rüstungsindustrie würde natürlich gerne ein „beispielloses Wettrüsten“ sehen. Er reicht aber relativ geringe ökonomischer Sachverstand, um zu erkennen dass die USA das volkswirtschaftlich nicht verkraften würden.

  2. Ralf S. sagt:

    Hallo Analitik,

    wenn ‚Forign Policy‘ eines der Organe ist, den US-Eliten der zweiten Reihe die ‚Marschrichtung‘ zu verkünden, wie würden Sie dann einen Think-Tank wie das „Center for a New American Security (CNAS)“ und deren Pläne einordnen?

    Vor vier Tagen hat Prof. Dr. Günter Meyer von der Uni Mainz (1) für den Schweizer Tagesanzeiger die aktuelle Strategie des CNAS zur (erneuten?) Ausdehnung des ‚US-Engagements'(2) mit den Aussagen von Clinton abgeglichen – und kommt zu der Prognose (3):

    „Die weltpolitischen Spannungen werden sich in einem Masse verschärfen, das alles in den Schatten stellt, was wir seit dem Ende des Kalten Kriegs erlebt haben. Diese Richtschnur für die US-Aussenpolitik, die vor allem auf die militärische Überlegenheit der USA setzt und ein beispielloses Wettrüsten nach sich ziehen wird, führt an die Schwelle des dritten Weltkriegs beziehungsweise des ersten Nuklearkriegs. “

    Ist das CNAS kein ‚Think Tank‘ von großem Gewicht?
    Interpretiert Prof. Meyer falsch?
    Was denken Sie?

    Ich bin kann es mit Ihren Ausführungen oben noch nicht zusammen bringen.

    Viele Grüße,
    Ralf S.

    1) Prof. Dr. Günter Meyer (Universität Mainz):
    Leiter des Zentrums für Forschung zur Arabischen Welt (ZERAW), Politische Geographie :
    https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Meyer_%28Geograph%29
    https://www.blogs.uni-mainz.de/fb09wirtschaftsgeographie/mitarbeiter/gunter-meyer/

    2) Extending American Power: Strategies to Expand U.S. Engagement in a Competitive World Order
    https://www.cnas.org/publications/reports/extending-american-power-strategies-to-expand-u-s-engagement-in-a-competitive-world-order
    https://s3.amazonaws.com/files.cnas.org/documents/CNASReport-EAP-FINAL-1.pdf

    3) «Das führt an die Schwelle des dritten Weltkriegs»
    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/Das-fuehrt-an-die-Schwelle-des-dritten-Weltkriegs/story/30530545

    • Ralf S. sagt:

      … und noch ein Frage dazu, gerne auch an die anderen Mitleser:

      Wenn das Weltkriegsgetrommel hauptsächlich Angstmache für die Massen ist, was ist dann der Hauptgrund für die Zivlischutzübung in Russland mit einem großen Teil der Bevölkerung (40 Millionen Personen)?

      Hauptsächlich eine Vorbereitung für einen Crash des Finanzsystems?

    • Analitik sagt:

      Achten Sie einfach auf das Veröffentlichungsdatum. Ich plage mich damit ab, an konkreten Zitaten und mit konkreter Zeitleiste herauszuarbeiten, dass es eine Welt vor dem 3.10.2016 und eine Welt nach dem 9.10.2016 gibt. Und dazwischen den Abstieg des Königs vom Thron. Und dann legen Sie mir eine Analyse vom Mai 2016 vor und fragen mich, wie der aggressive Tonfall der Analyse zu meinen Beobachtungen passt… Nun, er passt ganz wunderbar.

      Der Professor, dessen Analyse Sie zitieren, kommt damit zu spät. Die angekündigte Verschärfung liegt bereits in der Vergangenheit, ich habe sie ausführlich beschrieben. Wir sind schon längst auf dem Pfad der Deeskalation, aber die Zombies werden mit alten, nicht mehr aktuellen Drohungen oder gänzlich ausgedachten Geschichten in Todesangst versetzt. Seien Sie kein Zombie. Es liegt doch alles offen vor uns, man muss sich nur erlauben, das Offensichtliche zu sehen.

      • Ralf S. sagt:

        Das finde ich erstmal verständlich. Herzlichen Dank für Ihre Antwort!

      • Antares sagt:

        Erstmal mein Respekt für Ihren Artikel und anschließend eine Frage.
        Sie sagen, dass wir seit dem 3. Oktober eher in einer Deeskalationsphase sind bzw. in einer anderen Welt, während Sie davor das Gegenteil bevorzugten. Aber Russland hatte auch schon davor angekündigt seine Interessen notfalls militärisch durchzusetzen, wie beispielsweise 2013 als es mit seinen Kriegsschiffen die syrische Küste schützte und eine militärische Invasion der USA verhinderte. Damals hatte Russland noch nicht die Alternativen erschaffen, welche Russland unabhängig vom Westen machen. Aber nach Ihren Analysen
        „Willkommen in der multipolaren Welt“ usw. sind diese Alternativen ja gerade der Hauptgrund, das Russland seit dem 3. Oktober so auftreten kann. Was ist mein Denkfehler?
        ANALITIK vielen Dank nochmals für diesen umfangreichen und interessanten Artikel.Bitte endsch uldigen Sie ggf. die Textqualität, wegen momentan eingeschränkter technischer Möglichkeiten bei mir vor Ort.

        • Analitik sagt:

          Die Kräfteverhältnisse haben sich nicht am 3. Oktober verändert. Am 3. Oktober wurde das Ritual der Entthronung in Gang gesetzt.

        • sw sagt:

          „Russland hatte auch schon davor angekündigt seine Interessen notfalls militärisch durchzusetzen“

          Mir scheint hier kann jemand nicht unterscheiden zwischen“Interessen militärisch durchsetzen“ und einen befreundeten Staat verteidigen. Oder der Poster setzt hier bewußt auf Propaganda.

          • Antares sagt:

            Na aber sicher bin ich ein Propagandist und das aus tiefster Überzeugung. Immer wenn irgendwie möglich wird propagiert. Mit meinem Kommentar habe ich absichtlich und systematisch versucht auf Analitik Einfluss auszuüben, da ich nicht damit einverstanden war, dass die monopolare Welt erst im Oktober diesen Jahres ihr Ende gefunden hat. Dabei hatte ich doch schon die Rede von
            WWP auf der UN-Vollversammlung und den Beginn des russischen Luftwaffeneinsatzes im September vorigen Jahres als das beginnende Ende der monopolaren Weltordnung angesehen und gefeiert. Die Hauptsache ist aber, dass die monopolare Weltordnung jetzt Geschichte ist und die Welt friedlicher wird. Natürlich gilt meine ganze Hoffnung den syrischen Kindern.
            Selbstverständlich habe ich zum Schluss als russischer Propagandist noch einen Auftrag zu erfüllen.
            Da ich aber jetzt zu müde bin persönlich zu manipulieren, lasse ich Sputnik nochmals die Erklärung von WWP funken warum Russland in Syrien eine Militäroperation gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ führt:

            „Zuallererst verteidigen die russischen Militärs in Syrien unser Land. Unsere Handlungen werden nicht von irgendwelchen unklaren, abstrakten geopolitischen Interessen und auch nicht von dem Wunsch, zu trainieren und neue Waffensysteme zu testen, diktiert – was allerdings an und für sich auch wichtig ist. Das Wesentliche ist aber eine Bedrohung für Russland selbst abzuwenden“.
            https://de.sputniknews.com/militar/20151211306379508-putin-militaereinsatz-russland-syrien/

            • Conrath sagt:

              @Antares

              Volle Zustimmung, das ‚Propagieren‘ dieser neuen Epoche ist mittlerweile eine sehr ehrenwerte und gut belegbare Pflicht, für jeden wahrhaftigen Politiker/ Bürgerbeobachter, die langsam, aber sicher, das Ende eines 100-jährigen Weltbürgerkriegs einleitende, kopernikanische Wende der RF/ B-RICS, hin zu einer weltweiten, unumstößlicher Mulipolarität, mit zu befestigen.

              Die neue Epoche wird eines Tages in der Lage sein auch einen ‚Professor Goebbels-Preis‘ für besonders couragierte Leistungen in der Propagandaaufklärung zu vergeben.

              Goebbels tragisches Geschick lag ja, wie historisch Belesene wissen können, darin, dass er, wie im Märchen vom Meerhäschen, nicht erkannte, das er den, England ganz ergebenen, GröFaZ, nicht nur vertraute, sondern ihn politisch erst erschuf und selber dann, ab 1940 teilweise und 41 dann weitgehend, durch seinen ‚Mythos auf zwei Beinen‘ entmachtet wurde und mit ansehen musste, wie sein ‚Zögling‘ (er begann ja als Agent in Bayern) über das Amt Ribbentrop in die große Falle der anglozionistischen Planer geriet usw…

              Merksatz:

              Es ist eben keinesfalls egal, wen und was mensch propagiert, je höher die Talente, desto schwerer das Gewicht, das auch Mal auf die eigenen Füße fallen kann.

              • Analitik sagt:

                Sie schreiben schon wieder morgens. Welche Geschichte fällt Ihnen diesmal dazu ein, nachdem Sie behauptet haben, nur abends Zeit zu haben und diese Behauptung gegenüber RRD explizit verteidigt haben? 🙂

                Nehmen Sie mir dieses Trolling bitte nicht übel. Ein bisschen Spaß muss schließlich sein.

              • Conrath sagt:

                @Analitikmeister

                wo Sie recht haben werde ‚ich‘ nicht intervenieren, 9:00 zweite Kaffeepause und ich arbeite weitgehend von Zuhause aus und frei eingeteilt.

                Und sagen Sie mir, wann die 1000er-Wochengrenze stabil ist, damit ich mich wieder den größeren Blogs widmen kann, bessere gibt es ja nicht so viele, 😉

                HG Cony (ohne Kram und offene Pseudofragen)

                Das hier von meinem IPad, (weil die Jüngste den PC mit BVB Recherche blockiert, warum trat Aubameyang gestern nicht an?), wegen der IP-Adresse, bin ansonsten ein PC-dummer User, was Russophilus gerne bestätigen wird.

              • Analitik sagt:

                „9:00 zweite Kaffeepause und ich arbeite weitgehend von Zuhause aus und frei eingeteilt.“

                Interessant. Freie Einteilung der Arbeitszeit beißt sich natürlich mit der vorherigen Behauptung, dass sie sich nur abends den Blogs widmen könnten. Worüber geht Ihre Dissertation?

                Der Jüngsten können Sie mitteilen, dass Aubameyang auf die Tribüne gesetzt wurde, weil er enge verwandtschaftliche Beziehungen zu einem Co-Trainer von Sporting hat und Tuchel vermeiden wollte, dass seine meisterliche neue Überraschungs-Taktik dem Gegner schon vor dem Spiel bekannt wird. Spionageabwehr.

              • Conrath sagt:

                Danke, sie war schon ganz verzweifelt, hat Ferien (BW) und war gestern im Borruseum, sah dann das Spiel. Ja, da wird aus einem Nichtfußballfreund-Vater schnell ein Ratloser.

                Arbeite ausgleichsweise nachmals auch abends und/ oder parallel. Noch Fragen?

                BG Cony

                Arbeite zu Friedrich Heinrich Jacoby, dem großen Schlapphut der Klassischen Deutschen Philosophie, Freund Goethes, Stichwortgeber und Sparringpartner von Fichte, Schelling und bis zuletzt auch Hegel…. und ganz vielen anderen Mitwirkenden der Spätaufklärung.

  3. Freigeist sagt:

    Die Symbiose A(+)=geistige Transformation ins positive.Dafür meinen Dank an „euch“!Die Bühne der Aufführung fand nicht nur in ME statt,parallel dazu auch in SEasia.Globaler Gewinner ist Asien aus dieser Situation,Verlierer neben der US ist die EU.Die EU wird zerbrechen,denn jeder Neuanfang benötigt den Untergang!Dein Rätsel?

  4. Christian S. sagt:

    Vielen Dank für Ihre tolle Arbeit!

    Halten Sie es für möglich, dass die wahrgenommene Schwäche der USA eine plausible Lüge ist?
    (nichts ist glaubwürdiger als „Schwäche“)

    Wenn es für die USA ratsam ist, das Geschäftsmodell (USD/Militär) zu wechseln, (und dabei Schwach zu erscheinen) welche neuartigen Geschäftsmodelle wären möglich, um eine erneute Dominanz
    anstreben zu können?

    -> Womit könnte der USD ersetzt werden und gleichzeitig eine Entschuldung stattfinden?

    Welche Primärquellen und Eliten-Kanäle empfehlen Sie für deutsche Inhalte?

    Viele Grüße

    • Analitik sagt:

      „Halten Sie es für möglich, dass die wahrgenommene Schwäche der USA eine plausible Lüge ist?“

      Nein.

      „Wenn es für die USA ratsam ist, das Geschäftsmodell (USD/Militär) zu wechseln, (und dabei Schwach zu erscheinen) welche neuartigen Geschäftsmodelle wären möglich, um eine erneute Dominanz
      anstreben zu können?“

      Steht in den zitierten Artikeln und auch in meinem Text. Die USA gehen in Verteidigungsmodus, versuchen möglichst viel vom erreichten Einfluss zu sichern, sich neu zu sammeln (die geforderte „ehrliche Arbeit“, die übrigens auch in anderen großen Think Tanks gefordert wird) und irgendwann wieder auf den Thron zu klettern. Es ist ein sehr langfristiger Prozess, der mehrere Jahrzehnte in Anspruch nehmen wird, wenn es denn überhaupt so gut läuft für die USA.

      „Womit könnte der USD ersetzt werden und gleichzeitig eine Entschuldung stattfinden?“

      Durch einen Währungskorb, wie ihn die BRICS gerade ausarbeitet. Oder durch eine globale Währung, die aber nicht gleichzeitig eine Nationalwährung ist. Oder durch eine Kombination von beidem. Oder durch noch etwas anderes, wovon ich keine Kenntnis habe. Ob das schon in nächster Zukunft startklar ist, wage ich zu bezweifeln, so dass ich davon ausgehe, dass die ganze Welt den Dollar und damit die USA vorerst weiter stützen werden. Nicht um den USA willen, sondern um einen sanften Übergang zum neuen System zu ermöglichen.

      „Welche Primärquellen und Eliten-Kanäle empfehlen Sie für deutsche Inhalte?“

      Frage in den Raum.
      SWP, Adenauer-Stiftung, Bertelsmann-Stiftung. Die anderen Leser mögen mich korrigieren und ergänzen.

      • Ne‘ ANALITIK, die 3 Läden sind so verseucht, wie die Redakteure der 1897 gegr. „Die Welt“ auftragsgemäß schreibseln!
        Noch einen Guten Tag
        RRD

      • Matthias sagt:

        Keine Primärquelle, aber fundierte und weitgehend propagandafreie Berichte (so, wie man sich ein Qualitätsmedium eigentlich vorstellt, als das noch kein Schimpfwort war):

        http://www.german-foreign-policy.com/

      • Demeter sagt:

        Soweit ich mich erinnere, war die SWP engstens beteiligt an den Umsturzversuchen in Syrien, indem sie die „Opposition“ in Berlin aufbaute und betreute und das auf Wunsch und in enger Zusammenarbeit mit den USA.

        Dabei ist das Motto von Volker Perthes: „Nur unabhängige Forscher und Forscherinnen können seriös beraten“.

        Wie wahr.

        • Analitik sagt:

          Die SWP ist ein Drecksverein ohnegleichen. Die Frage war nach deutschen Think Tanks und da fallen mir keine bedeutenden ein, die jenseits der Kategorie des Drecksvereins sind. Damit stehen die deutschen Stiftungen in der Tradition ihrer US-Vorbilder, mit denen sie auch engstens verwoben sind. Wenn man die deutschen Eliten direkt hören will, kommt man halt nicht umhin, sowas zu studieren. Meine Aufforderung nach Ergänzungen kann ich nur wiederholen. Vielleicht kennt jemand einen nicht-transatlantischen wichtigen deutschen Think Tank, dann nur her damit.

  5. Ralf S. sagt:

    Hallo Analitik,

    wenn ‚Forign Policy‘ eines der Organe ist, den US-Eliten der zweiten Reihe die ‚Marschrichtung‘ zu verkünden, wie würden Sie dann einen Think-Tank wie das „Center for a New American Security (CNAS)“ und deren Pläne einordnen?

    Vor vier Tagen hat Prof. Dr. Günter Meyer von der Uni Mainz (1) für den Schweizer Tagesanzeiger die aktuelle Strategie des CNAS zur (erneuten?) Ausdehnung des ‚US-Engagements'(2) mit den Aussagen von Clinton abgeglichen – und kommt doch zu der Prognose (3):

    „Die weltpolitischen Spannungen werden sich in einem Masse verschärfen, das alles in den Schatten stellt, was wir seit dem Ende des Kalten Kriegs erlebt haben. Diese Richtschnur für die US-Aussenpolitik, die vor allem auf die militärische Überlegenheit der USA setzt und ein beispielloses Wettrüsten nach sich ziehen wird, führt an die Schwelle des dritten Weltkriegs beziehungsweise des ersten Nuklearkriegs. “

    – Ist das CNAS kein ‚Think Tank‘ von großem Gewicht?
    – Interpretiert Prof. Meyer falsch, erkennt die Hierarchieebenen der Kommunikation nicht und beteiligt sich ungewollt an der ‚Angstmache für die Massen‘?
    – Oder ist die Lage doch unübersichtlicher und gefährlicher als gedacht?

    Ich kann es mit Ihren Ausführungen oben noch nicht zusammen bringen.

    Was denken Sie?

    Viele Grüße,
    Ralf S.

    1) Prof. Dr. Günter Meyer (Universität Mainz):
    Leiter des Zentrums für Forschung zur Arabischen Welt (ZERAW), Politische Geographie :
    https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Meyer_%28Geograph%29
    https://www.blogs.uni-mainz.de/fb09wirtschaftsgeographie/mitarbeiter/gunter-meyer/

    2) Extending American Power: Strategies to Expand U.S. Engagement in a Competitive World Order
    https://www.cnas.org/publications/reports/extending-american-power-strategies-to-expand-u-s-engagement-in-a-competitive-world-order
    https://s3.amazonaws.com/files.cnas.org/documents/CNASReport-EAP-FINAL-1.pdf

    3) «Das führt an die Schwelle des dritten Weltkriegs»
    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/Das-fuehrt-an-die-Schwelle-des-dritten-Weltkriegs/story/30530545

  6. kranich05 sagt:

    Analitik schafft nicht mehr und nicht weniger, als durch Argumente dem interessierten Laien neue Denkweisen plausibel zu machen.
    Den Fragen der Vorkommentatoren schließe ich mich dennoch an.
    Wie ist zu garantieren, das „Zombiprinzip“, das „selbstmörderische Prinzip“ realistisch zu fassen?

  7. Kawiko sagt:

    Vielen Dank nochmals für diese Darstellung, der Meinung der Eliten, jedoch frage ich mich, was ist dran an der no Fly Zone die Clinton so unbedingt will und ja was ist mit den Millionen der Rüstungsindustrie die in die Kampagne von Clinton gehen, durch kriege muss sie das ihnen doch zurück zahlen oder nicht?
    Wäre ein Krieg zwischen den USA und Russland überhaupt anwendbar, wenn die noch Fly Zone eingerichtet wird oder nur wieder Zombie Medien?

    • Analitik sagt:

      Zombiekacke. Die USA werden keine Flugverbotzone in Syrien einrichten.

      2015 waren sie kurz davor, es gab bereits eine Einigung in der „internationalen Gemeinschaft“. Dann mischte sich Russland ein und vereitelte diese Pläne.

      Clinton macht Wahlkampf. Das ist pures Zombietheater.

  8. sometimes sagt:

    eine macht im niedergang ist durchaus gefährlich: es gibt keine routinen, welche die dynamik der veränderungen abfedern. das erhöht die wahrscheinlichkeit von entscheidungen mit hohem risikopotential, lies: fehlern, dazu kommt: das außenpolitische desaster wird begleitet von zuständen, die bei jedem anderen land außer den usa auch in den leitmedien ohne zu zucken als krisenhaft, wenn nicht von scheitern bedroht, beschrieben würde. – diese ‚blendung‘ allein ist schon aufsätze wert.
    was will ich sagen? die kuh ist nicht vom eis (das ist sie aber nie, sieht man genau hin), allerdings besteht grund zur HOFFNUNG. ein auch nur kleiner schlenker hin zu mehr vernunft, zu mehr kooperation, zu mehr aufmerksamkeit kann uns evolutionär weiterbringen. die menschen in syrien und in der ostukraine bezahlen einen furchtbaren preis dafür, daß sie das substrat für diesen wandel sind. das sollten wir nie vergessen. denn was jetzt möglich wird, auch durch ihr opfer, ihre last, ist auch folgendes: globalisierung der anderen art: weniger isoliertes eigeninteresse, dafür eine spur mehr vom denken in zusammenhängen, all das wird wieder möglich… vorher war es weitgehend ausgeschlossen, jetzt steht es im raum…
    sometimes

  9. Consul Mehl sagt:

    Keiner fragt Sie was, RRD. Noch Antworten?

    • Tja, gegen den bolschewistischen Mehltau gibt es halt Leute wie mich, welche von Muttern & Vatern einen ordentlichen Namen mit auf den Weg bekommen haben! Noch Fragen?

    • Axels Meinung sagt:

      Hallo Consul Mehl,
      ich verstehe Ihren Zorn, ist er ja berechtigt. Aber ich reagiere auf den Dünnpfiff von dem Trollo gar nicht mehr – es lohnt sich absolut nicht.
      Beste Grüße
      Axel

  10. Bleibtgeheim sagt:

    Was, wenn die Ohrfeige, die den König verstummen ließ und ihn vom Thron fegte, nicht aus dem Kreml, sondern aus dem Pentagon kam? Das geht einher mit der Frage, wer genau denn der König gewesen sein soll.

    Daß 9-11 den Beginn des Niedergangs markiert, leuchtet ein. Aber daß der Staatsstreich eine Verzweiflungstat gewesen sei, ist ein Urteil ex post, und ein unschlüssiges obendrein. Er war vielmehr eine Voraussetzung für den Griff nach der Welthegemonie. Erst dieser Griff hat in die verzweifelte Lage geführt.

  11. Schrieb vor ein paar Minuten, das J. CLAPPER Sie auf de Sputniknews bestätigt. Was will Mann mehr!
    RRD
    PS.: Wohl was schief gelaufen.

  12. Schienbein sagt:

    Hey, analitik, lösch doch mal diesen Kasper, es nervt doch nur.

    ………

    offtopic
    Ich hätte mal eine ernstgemeinte Frage an Dich. Mich würde interessieren was Du dazu denkst:
    Warum lebt Kolomoisky noch?

  13. Ein Sheeple sagt:

    Schade das wir einfachen Menschen davon nichts mehr haben werden.
    Ich werde genau dann in Rente gehen wenn das System sich wieder anfängt zu bessern…ätzend.

  14. Penryn sagt:

    Bei TP ist ein Artikel erschienen (https://www.heise.de/tp/artikel/49/49806/1.html), in dem Erdogan zitiert wird, daß Aleppo/Mosul dem türkischem Volk gehöre. Der Autor des Artikels fragt berechtigt, welchen Handlungsspielraum Putin Erdogan bei ihrem letzten Treffen gewährt hat.
    Irgendwie paßt das prinzipiell nicht mit den Handlungen Rußlands in Syrien zusammen. Ich verstehe das türkische Spiel immer noch nicht und ich verstehe auch nicht, wie Rußland (der Kreml) dazu steht. Könnte eventuell jemand etwas Licht ins Dunkel bringen?

    • Analitik sagt:

      „und ich verstehe auch nicht, wie Rußland (der Kreml) dazu steht“

      Es ist ganz einfach. Sie haben inzwischen mitbekommen, dass Russland nichts unkommentiert lässt, was seine Interessen betrifft. Und wenn jemand gegen die russischen Interessen handelt, gibt es nicht nur Kommentare, sondern auch echten Gegenwind. Sogar gegen die USA.

      Nun müssen Sie einfach nur schauen, was Russland zum neuen türkischen Vorgehen in Syrien (die Türkei ist mit Bodentruppen eingerückt) gesagt hat. Oh! Nichts. Eine knappe, verhaltene Meldung ganz am Anfang, seitdem Stille. Also ist es mit Russland abgestimmt.

      • Penryn sagt:

        Was ich nicht verstehe ist, daß die Russen von Anfang gesagt haben, Syrien kann nur als ganzer Staat bestehen bleiben – territoriale Integrität. Wenn sich nun aber Erdogan hinstellt und faselt, Aleppo gehört dem türkischem Volk, paßt das doch grundsätzlich nicht zur anfänglichen Äußerung der Russen. Man gefährdet mit dem Einmarsch der Türken diese territoriale Integrität. Das ist mir im Moment alles noch sehr verwirrend was die Türken machen und was da mit den Russen ausgehandelt worden ist.

      • Ein Sheeple sagt:

        Die Frage ist nur was Russland davon hat seinen ehemaligen Verbündeten den Regionalmächten zum Fraß vorzuwerfen.
        Die Handlungen „könnten“ was mit den Beziehungen zu den Kasachischen Staaten zu tun haben. Die eine Einigung mit der Türkei gefordert haben.
        Wenn sich da Russland mal nicht gewaltig verzockt. Die Türkei ist als Verbündeter zwar wertvoller als Syrien aber nicht Vertrauenswürdig. Sie ist immer noch ein Nato Front Land und die USA tun momentan wenig uzm sie wieder in Linie zu bringen, wie auch. Syriens Überleben als Staat hängt von Russland ab und das hat mom scheinbar keinerlei Interesse daran.

        /€: Zu meiner Schande finde ich die kasachische Meldung nicht mehr wieder in der einer der Chefs dort eine Einigung mit allen verlangt hat. Ich muss meine Link und Quellen Sammlung endlich mal strukturierter aufbauen.

        • Analitik sagt:

          „Die Frage ist nur was Russland davon hat seinen ehemaligen Verbündeten den Regionalmächten zum Fraß vorzuwerfen.“

          Das tut Russland überhaupt nicht.

        • Hans aus Olb sagt:

          Zur Zeit ist der türkische *Einmarsch* für Russland in Syrien zum Vorteil. Auch wenn die sog. *Türkenproxis* umettikettierte Islamisten sind, so werden sie doch durch die Einbindung in das türkische Vorgehen *domestiziert*.

          Die, die sich nicht einbinden lassen, werden wohl eliminiert werden. Die Trennung moderat/islamistisch wird hier durch die Türkei betrieben.

          Ähnliches gilt für die SDF/YPG. Deren Lojalität erzwingt aber zumindest bei YPG die SAA + Partner, sonst gibts aufs Dach.

          So sehe ich derzeit die faktische Lage. Daran ändert die Verwirrung nichts, die immer dann auftaucht, wenn es heisst, die und die bekämpfen sich, sondern das ist Ausdruck genau des oben Gesagten.

          Insofern ziehen Türken und Russen derzeit durchaus an einem Strang und ich sehe nicht, dass Russland Syrien irgendwem *zum Fraß* vorwirft.

          Was nun für Absprachen zw. Türken und Russen getroffen wurden und was die Russen für Mittel haben, ggfs. die Türken zu zwingen, weiss ich nicht im Einzelnen, es gibt da aber z. B. ein paar Vereinbarungen, die man kürzlich wiederaufleben lies.

          Ich erinnere mich auch an türkische Aussagen kurz nach der Wiederversöhnung Erdogan/Putin, wo auch von türkischer Seite die staatliche Einheit Syriens betont wurde und Assad zumindest als Interimspräsident akzeptiert wurde.

          Das Wort von der Regionalmacht Türkei ist allerdings sehr richtig und ich meine, die Russen erkennen das durchaus an. Sicher auch, dass die Türkei Interessen in Syrien hat.

          Ausgehend von dieser Überlegung werfe ich mal in die Runde, das Russland sicher nicht ewig in Syrien militärisch aktiv sein will bzw. auf ewig für Syriens Sicherheit aktiv militärisch sorgen will…

          Insofern wird es Zugeständnisse an die Türkei geben, das diese allerdings große Territorien in Syrien mit umfassen, bzw. gar eine solche Metropole wie Aleppo, das wird eher nicht der Fall sein.

          • Matthias sagt:

            Auch bei der Türkei ist zu unterscheiden zwischen „große Töne spucken“ (Einmarsch in Mosul und Aleppo) und den tatsächlichen Handlungen. Die tatsächlichen Handlungen sind relativ moderat: kein Sturmangriff auf Aleppo, die Beteiligung an der Eroberung/Befreiung von Mosul ist ein Wunsch der Türkei, der aber von der irakischen Regierung abgelehnt wird. Zur Zeit kämpfen die unter Kontrolle der Türkei stehenden Islamisten in Syrien hauptsächlich gegen die YPG. Das ist durchaus im Interesse von Russland und Syrien.
            Im Interesse Russlands deswegen, weil für die Türkei ein Sicherheitskorridor zwischen den syrischen und türkischen Kurden wichtig ist, um die langfristige staatliche Integrität der Türkei zu erhalten. Und daran hat Russland ein Interesse, denn man denkt dort langfristig: Erdogan ist irgendwann Geschichte, aber die Türkei möchte man dauerhaft zum Verbündeten haben und deswegen ist ein stabiles türkisches Staatswesen vorteilhaft (während die USA mit der Gründung eines kurdischen Staates auf eine Zerlegung der Türkei hinarbeiten).
            Im Interesse Syriens ist es, damit den syrischen Kurden mal gezeigt wird, wo der Hammer hängt – nachdem sie sich mit der Eroberungsaktion in der Stadt Hasaka und mit Angriffen Richtung Castello-Road bei der syrischen Armee sehr unbeliebt gemacht haben und Vereinbarungen gebrochen haben. Man hätte die YPG gern als Verbündeten, aber die dürfen sich keine Eigenmächtigkeiten leisten. Außerdem sollen sie von ihrem bisherigen Verbündeten USA getrennt werden und in die Arme der SAA getrieben werden. In den vergangenen Wochen gab es auch Anzeichen, dass dieser Ansatz erfolgreich war: angeblich hat die SAA der YPG 25 Tonnen Waffen zur Verfügung gestellt und eventuell (unbestätigte Berichte) bei den jüngsten Kämpfen gegen türkisch unterstützte Isalmisten mit der syrischen Luftwaffe nachgeholfen. Zudem ist es für die SAA vorteilhaft, wenn eine gewisse Anzahl Islamisten in einem kontrollierten Szenario gebunden sind, diese können dann nicht gleichzeitig in Aleppo oder Hama kämpfen. Und unter Führung des türkischen Militärs sind sie einigermaßen unter Kontrolle – anders als direkt mit der USA verbündete Islamisten, über die die USA offensichtlich keine Kontrolle hat.

            • Tja Hans aus Olb & Matthias, das ist Bürgerkrieg, wo halt ein jeder sich erst einmal selbst der nächste ist, der eigentlich nur durch ehrliches bemühen äußerer Kräfte und gegen die Zionistischen Kriegstreiber & deren Vasallen, es zu einer längerfristigen Befriedung a ‚la Westfälischem Frieden 1648 (der eigentliche Krieg erlahmte ja bereits in den 30-er) kommt, dessen Aushebelung mit dem Versailler Diktat durch die seit dem herrschende Macht einsetzte! Noch Fragen?

            • Hans aus Olb sagt:

              Sehe ich ebenso.

              Bezüglich Aleppo verwundert mich, dass die russische Luftwaffe keine Angriffe auf den Ostteil mehr führt. (im Gegensatz zum Umland).

              Ist das der Medienschelte über das *unmenschliche* Vorgehen der Ru Airforce geschuldet oder hat *man* die Terroristenkämpfer in Ostaleppo mit Flugabwehr versorgt?

              • Analitik sagt:

                Es gibt mehrere mögliche Gründe. Die Medienschelte kann man ausschließen. Neue, mächtige Flugabwehr wäre denkbar. Noch denkbarer ist, dass die Terroristen im Ostteil sich so sehr unter Zivilisten gemischt haben, dass es für Russland nicht hinnehmbar ist, Bomben auf sie zu werfen. Russland achtet auf solche Dinge, ungeachtet der Zombie-Propaganda, die täglich gegenteiliges behauptet ohne je einen Beweis vorgelegt zu haben (obwohl die USA das syrische Gebiet ununterbrochen intensivst überwachen und gestochen scharfe Luftaufnahmen zu jedem Vorfall liefern könnten). Denkbar ist auch, dass die Angriffe eingestellt wurden, um den Terroristen das ungehinderte Verlassen der Stadt zu ermöglichen. Wir erinnern uns daran, dass Russland das schon vor Wochen gefordert und angestrebt hat und wir erinnern uns daran, dass laut einer deutschen Meldung Erdogan gesagt hat, dass er seinen Freunden in Aleppo befohlen hat, die Stadt zu verlassen.

              • Matthias sagt:

                Medienschelte halte ich wie Analitik für unwahrscheinlich. Die Anwesenheit von effektiven Luftabwehrsystemen ist eine theoretische Möglichkeit, ich halte sie aber ebenfalls für unwahrscheinlich. Denn offenbar gab es bis vor einer Woche keine solchen Systeme (sonst wären sie eingesetzt worden, und davon hätte man vermutlich erfahren). Und in den letzten 14 Tagen gab es keine Hilfskonvois nach Ost-Aleppo, mit denen größere Mengen an Waffen in das Gebiet hineingeschmuggelt werden könnten. Bleiben Tunnels als Möglichkeit, die sind aber ebenfalls nicht praktisch für größere Waffensysteme. Also gehe ich davon aus, dass keine schweren Luftabwehrsysteme in Ost-Aleppo vorhanden sind. Aber selbst wenn es so wäre, würde das nicht bedeuten, dass die russische Luftwaffe überhaupt keine Einsätze mehr fliegt. Zum einen haben die Flugzeuge auch Abwehrmaßnahmen (die keinen 100%igen Schutz bieten, aber die Wahrscheinlichkeit eines Treffers reduzieren). Die russische Luftwaffe würde aber auch sehr riskante Einsätze fliegen, wenn das militärisch notwendig ist. Am ehesten würde ich der russischen Militärführung noch die Überlegung zutrauen, dass ein möglicher Absturz eines ihrer Flugzeuge über dem Stadtgebiet am Boden unkontrollierten Schaden anrichten könnte, der nicht im Verhältnis steht zu einem möglichen militärischen Nutzen.

                So, nun zu meiner Vermutung: zum einen ist die Hauptfront mit den Islamisten gerade am westlichen Rand des von der SAA kontrollierten Stadtgebietes von Aleppo. Diese Front zu halten ist sehr wichtig, da im nördlicheren Teil direkt hinter der Frontlinie dicht besiedelte Gebiete liegen, also eine große ANzahl von Zivilisten zu schützen ist. Daher ist es naheliegent, dass die Aufmerksamkeit sich gerade auf diese Front konzentriert. In Ost-Aleppo dagegen passiert gerade generell nicht besonders viel. Es ist auch nicht dringend, denn durch die Einkesselung geht den Islamisten irgendwann die Munition aus – die Zeit spielt also für Syrien und Russland, man braucht nichts überhasten. Dazu kommt, dass durch die Fortschritte der SAA die Fronten innerhalb von Ost-Aleppo inzwischen näher am dichtbebauten Stadtkern liegen. Damit wird der Einsatz von Luftwaffe schwieriger als in den dünn bebauten Industriegebieten im Norden von Ost-Aleppo, oder in Vierteln, die eh schon in Schutt und Asche liegen und wo sich sowieso keine Zivilisten mehr aufhalten. Also ein Grund für weniger Einsaätze ist vermutlich, dass auf die Bausubstanz Rücksicht genommen wird. Den Hauptgrund sehe ich aber darin, dass der Einsatz der Luftwaffe militärisch keinen großen Sinn macht, wenn man nicht gleichzeitig auch mit Bodenstreitkräften vorrückt, und da ist das Tempo im Moment eher langsam. Nur von Norden im Bezirk Hanano wird gerade Druck gemacht. Offenbar ist dort keine Luftunterstützung sinnvoll. Denn ich gehe davon aus, dass es sie gäbe, wenn sie als militärisch sinnvoll und verhältnismäßig betrachtet würde. Dass die russische Luftwaffe in dieser Hinsicht sehr flexibel ist, hat man an den Angriffen unmittelbar nach Ende der humanitären Feuerpause vor ein paar Tagen gesehen. Möglicherweise sind auch die leicht aus der Luft anzugreifenden Ziele schon zerstört, und ein weiterer Einsatz der Luftwaffe würde unverhältnismäßige Schäden bewirken.

      • Analitik sagt:

        Bin gerade durch Zufall auf folgende kleine Meldung gestoßen:

        „Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoganhat sich nach eigenen Angaben bei einem Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin auf einen Abzug der Fatah-al Sham aus Aleppo geeinigt. „Wir haben diesbezüglich unseren Freunde die nötigen Befehle erteilt“, sagte Erdogan am Mittwoch vor Ortsvorstehern in Ankara, ohne weitere Details zu nennen. Mit dem Rückzug von Fatah-al-Scham-Front – der früheren Al-Nusra-Front, die lange Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida in Syrien war – könne der „Frieden für das Volk von Aleppo“ gewährleistet werden. “

        Von hier: http://www.merkur.de/politik/wladimir-putin-in-berlin-live-ticker-besuch-bei-angela-merkel-zr-6860488.html

        Wenn das stimmt, dann…
        – Ist das ein öffentliches Eingeständnis der Türkei, dass sie Terroristen in Syrien eingesetzt hat.
        – Zeigt es, dass die Türkei ihre Linie dramatisch ändert. Im Sinne des russischen Vorgehens im Nahen Osten.

    • Aarsupilani sagt:

      @Penryn
      Gehen Sie einfach davon aus, dass Erdogan rein gar nichts tun wird, das gegen Russlands Interessen gerichtet ist. Er muss aber gegenüber der nato das Gesicht wahren. Deshalb: abgekartetes Theater, nichts anderes.

      • Demeter sagt:

        @ Aarsupilani

        Das mag Theater sein, aber nicht für die Nato.

        Ich tippe darauf, dass das Theater für eben den Grossteil der Terroristen ist, die man irgendwie loswerden muss. Und sie in Kämpfe zu verwickeln ist eine perfekte Methode, ohne dass die Türkei Gefahr läuft, der Rache von Terroristenseite ausgesetzt zu werden. Jedenfalls nicht in grossem Masstab. Die Nato wird sowieso wissen, was da läuft. Und es ist solangsam auch in deren Interesse, so viele von den „Revoluzzern“ als möglich auf syrischem Boden zu erledigen.

        Denn wer will die denn schon gerne bei sich zu Hause, wenn der Krieg hoffentlich bald beendet sein wird.

        • Analitik sagt:

          NATO ist USA. Die USA haben die Terroristen für ihre Zwecke gezüchtet. Die USA sind weit weg, hinter dem Ozean. Auf dieser Seite, in Europa, Asien und Afrika, sind die Terroristen für die USA nützlich und gleichzeitig ungefährlich. Deshalb werden sie nicht von der NATO vernichtet werden.

  15. Den ‚gewählten‘ ( die Anführungszeichen sind der Manipulation und Fälschung solcher ‚Wahlen‘ geschuldet ) Präsidenten der USA mit einem König gleichzusetzen, ist eine subtile Verdrehung und steht stark im Verdacht, von den satanistischen alias freimaurerischen Kräften, die abgrundtief antimonarchisch sind, hervorgebracht worden zu sein.
    Also von denen, die diesen angeblichen König Obama gemacht und benutzt und gelenkt haben.

    • Na (ät)Thomas Mädzulat, da fragen Sie doch mal den SHANHEDRIN osä.! Noch Fragen?

    • Alois Müller sagt:

      Ein solcher Gedanke ist alles andere, als abwegig! Kam mir schon, als bestimmte Stiftungen in Deutschalnd aufgezählt wurden, von denen man weiß, wer dahinter steckt.

    • Alois Müller sagt:

      Ein interessanter Artikel dazu:
      „Die Asienkrise ist jedoch ein kaum zu leugnendes Beispiel für fatale Aktivitäten des IWF, wie auch für Soros‘ Spekulationsgeschäfte. Bertelsmanns Flaggschiff Der Spiegel machte damals mit der Schlagzeile Asienkrise: Blut im Haifischbecken seinem früheren Spitznamen BILD am Montag alle Ehre – einer der dort angesprochenen Knorpelfische hörte auf den Namen George.“
      http://www.heise.de/tp/artikel/49/49751/1.html
      Vorab: „Der US-Investor George Soros interessiert sich offenbar für die zum Verkauf stehende Fachverlagssparte von Bertelsmann.“
      http://www.n-tv.de/archiv/Verlockende-Bertelsmann-Sparte-article112152.html

      • Falls Ihre Antwort meinem Kommentar galt, was schwer ersichtlich ist, folgende Antwort.
        Dieses Buch findet NULL mediale Aufmerksamkeit, obwohl es eigentlich sensationelle Aussagen enthält, ein Verfasser namentlich bekannt ist und also als Zeuge vor Gericht zitiert werden könnte und alle fünf Autoren behaupten, daß ihre Aussagen aufgrund von Archivrecherchen – also Beweisen, die auf Papier vorliegen – getätigt wurden.
        https://www.facebook.com/thomas.madzulat/posts/285722028444155?pnref=story

        Was hat das mit einem König zu tun? Nichts.
        Das ist schwerstes, organisertes Verbrechen.

        • Alois Müller sagt:

          Habe es gelesen. So ist es wohl schon immer gewesen. Und heute hält man uns für so bescheuert, dass man meint, mit Hinweis auf Weihnachtslieder und Flöten könne man uns ruhig halten.
          Allerdings: falls es so wäre, dass unsere Merkel nur ein riskantes Spiel mit dem Hegemonen veranstaltet zu unseren Gunsten und das ein großer Krieg nicht kommen wird, die Botschaft wird zu Weihnachten sicherlich gerne aufgenommen. Da allerdings fehlt mir der Glaube bzw. bin ich mir sicher, dass die dunklen Mächte alles versuchen werden, Russland in die Knie zu zwingen. Putin hat heute eine ganz deutliche Warnung ausgesprochen und die sollte man hören. Klappt es nicht über die Finanzen, über Syrien oder über die Ukraine, wird man es nach bekanntem Muster in Russland selbst versuchen (die berühmten 5 Stufen). Eines so gefährlich wie das andere. Aber, ich bin ja nur ein verängstigter Zombi, der das hoffentlich alles falsch sieht.

          • Sind Sie definitiv nicht, – ein Zombie.
            Kann ich Sie damit beruhigen? 🙂

            Diese Satanisten alias Freimaurer haben eines nach dem anderen diese gängigen Feindbilder erschaffen, damit sie ja niemals selbst auffliegen. Und das ging von der Monarchie über das Christentum zu den Juden, den Moslems. Und die Männer ansich ja auch, – fällt mir grad ein.
            Es ist immer dasselbe Schema gewesen. Infiltrieren, kriminalisieren, terrorisieren und vernichten, – immer unter einer anderen Flagge.
            Es wäre wichtig, daß das möglichst vielen Leuten klar wird, damit sie diesen ‚Bauernfängern‘ nicht mehr auf den Leim gehen.
            Alles Gute!

          • Alois Müller – Ich denke übrigens nicht, daß Merkel – noch – ein „riskantes Spiel mit dem Hegemonen veranstaltet“. Die Zeiten sind vorbei. Sie hat eine Wahl getroffen.

            Und ‚die Russen‘ sind ein weiteres Feindbild…
            Was will die ‚Führung‘ Europas / der Staaten in Russland? Ressourcen. In erster Linie Ressourcen.
            https://www.youtube.com/watch?v=a52QqTzgaCI&t=7330s
            Vielleicht kennen Sie diese Doku noch nicht…
            Freundliche Grüße

        • Tja und dann sich selbst noch auf Fratzenbuch zitieren, FO (ät) Marionetta Slomka bitte übernehmen! Noch Fragen?

  16. kein Plan sagt:

    Du hast natürlich recht wenn Du sagst der türkische Einmarsch war mit Russland abgestimmt.
    Alleppo für sich zu beanspruchen sicher nicht. Russlands Position dazu ist klar,keine Aufteilung Syriens.

    Danke für den Artikel,der wenn man aufmerksam diverse Artikel liest, Bestätigung findet.

    • R.B. sagt:

      Erdogan hat eindeutig formuliert….Aleppo gehört den Bewohnern Aleppos….Ankara hat keine Pläne dafür….

  17. Hallo Analitik

    Danke für diesen Artikel.. und ja auch für die „Geburtsstunde der multipolaren Welt“.

    Wie Sie in der „multipolaren Welt“ richtig beschreiben, ist der König endlich vom Throne gestossen worden.. wurde auch langsam Zeit. Jedoch sind die Geburtswehen dieser neuen Weltordnung wohl heftiger, als sie in dieser Analyse, „Stimmen des gefallenen Königs“, annehmen.

    Alleine auf die Stimme der FP, sollte man sich meiner Meinung nach nicht verlassen.

    Eine andere elitäre Stimme, nämlich die von Foreign Affairs, September/Oktober 2016, sagt doch etwas anderes…. fast das Gegenteil von FP.

    Erhaltung der Überlegenheit

    Zur Verteidigungsstrategie der nächsten
    US-Regierung

    http://www.dragaonordestino.net/Drachenwut_Blog_DragaoNordestino/Freies-Konsensforum/US-Hegemonie-2017……php

  18. thom ram sagt:

    @ Analytik

    Tief ziehe ich meinen Hut vor Ihrer Arbeit, und meinen Dank sende ich Ihnen.

    Ich hänge Ihren Artikel in http://bumibahagia.com raus.

    In bb kommen auch einige Menschen vorbei, welche über den Tellerrand hinausschauen, und Ihre Analyse wird so Manchen davon interessieren.

  19. Lotta sagt:

    Wenn man alternative Medien konsumiert, wird man seines Lebens nicht mehr froh. Seit Jahren wird wöchentlich der große Finanzcrash erwartet wird, schlimmer als 1929.
    Ausserdem wird fast täglich der 3. Weltkrieg ausgerufen und/ oder europaweiter Bürgerkrieg.
    Absicht oder gut gemeint, aber schlecht recherchiert?
    Ich lese hier erst seit kurzem mit und alles erscheint mir gut begründet und nachvollziehbar bei entsprechendem Quellenstudium.

  20. Texmex sagt:

    @Thomas Maedzulat

    Herr RRD weist mit recht auf den altjuedischen Gerichtshof hin, die bisher uneingeschraenkte Macht wird/wurde von den durch Dirk Schroeder (tikkun.ch) als Chaldaeer (Kryptojuden, selbst keine, selbige als Schutzschild benutzend) bezeichnete Gruppe ausgeuebt. Sie sind im Chabad Lubavich organisiert, de4 Mafiaboss heisst Chaim Jehuda Krinsky.
    http://Www.chabad-mafia.com
    Krinsky (und seine Vorgaenger -die Schneersons) setzt(en) saemtliche Koenige, Herzoge, Fuersten, etc.ein.

    @Analitik

    Vielen Dank fuer die Analyse.
    Das, was da in Syrien ablaeuft, sind Geburtswehen der neuen Welt,
    Hebamme ist die SCO, wo Russland Juniorpartner und die Tuerkei Interessenten-Status haben. Wenn die Tuerkei zu den „neuen Siegern“zaehlen will, muss sie sich in Syrien bewahren, also abgestimmt mit Russland agieren. Sie wird der Totengraeber der NATO!

  21. Traumschau sagt:

    @Analitik
    Vielen Dank für diesen sehr guten Beitrag!

    Frage:
    Können wir demnach erwarten, dass die Propaganda und Kriegshetze gegen Russland langsam abklingt? Ich denke: Ja!
    Was meinst du?
    LG

    PS.: Das CNAS-Papier ist deiner Meinung nach überholt, aber wie sieht mit der großen Aufrüstung und dem Aufmarsch ukrainischer Truppen zum Donbas aus? Da wird doch ein großer Schlag geplant?

    • Analitik sagt:

      „Können wir demnach erwarten, dass die Propaganda und Kriegshetze gegen Russland langsam abklingt?“

      Nein.

      „Da wird doch ein großer Schlag geplant?“

      Nein. Es gibt auch keine große Aufrüstung der ukrainischen Armee.

  22. Delion Delos sagt:

    Aus Ratschlag 4:
    „Russland hat eine so gut entwickelte zivile Atomkraftnutzung, dass es in der Lage wäre, die nuklearen Ambitionen von Iran und Nordkorea einzuschränken.“

    Diese Aussage verstehe ich nicht. Das Eine ist zivil – das Andere nicht…oder? Könnte dies bitte jemand, der es verstanden hat (oder Analitik selbst) erläutern? Dankeschön!

    • Analitik sagt:

      Iran will zivile Atomkraftnutzung und arbeitet deshalb an der Uran-Anreicherung. Russland kann den iranischen Bedarf mich Leichtigkeit decken und auch das verbrauchte Material zurück nehmen. Wenn entsprechende Verträge geschlossen werden, in denen sich Russland zu Bereitstellung und Entsorgung des nötigen Materials verpflichtet, kann man Iran eventuell ausreden, die Anreicherung selbst zu betreiben. Wenn Iran keine Anreicherung betreibt, kann es garantiert auch keine militärische Nutzung organisieren.

      Dieses Prinzip wurde im Iran-Deal schon in Teilen umgesetzt, wenn ich richtig informiert bin.

      Mit Nordkorea ist es schwieriger, weil Nordkorea offen die militärische Nutzung des Atoms anstrebt. Keine Ahnung, wie genau sich die Autoren da eine Lösung vorstellen.

      Was die Atomprogramme von Iran und Nordkorea angeht, muss man verstehen, dass deren militärisches Potential bedeutungslos ist, auch für die Zukunft. Diese kleinen Länder werden einfach nicht an genug Uran kommen, um daraus genug Material für eine gefährlich große Menge von Atombomben zu gewinnen. Der Schrecken ihrer Bedrohung wird von den USA künstlich aufgebauscht, um in Osteuropa den unsäglichen Raketenschild zu installieren – „gegen die Bedrohung aus Iran“; analoge Pläne zur Installation eines Raketenschildes in Südkorea gibt es wegen „der Bedrohung aus Nordkorea“. Beides ist gigantischer Zombieschwachsinn. Schon der Laie erkennt beim Blick auf die Weltkarte, dass die USA damit Russland und China mit Raketenbasen einkreisen wollen.

      Wikileaks hat Dokumente veröffentlich, wo das klar ausgesprochen wird und AP hat darüber berichtet: http://bigstory.ap.org/0bfd0c83b2c440bd9b8952af6d813361&utm_source=android_app&utm_medium=facebook&utm_campaign=share

      If North Korea successfully obtains a ballistic missile, it could threaten not just American allies in the Pacific, „but they could actually reach Hawaii and the west coast theoretically,“ Clinton said.

      „We’re going to ring China with missile defense. We’re going to put more of our fleet in the area,“ Clinton said in a 2013 speech. „So China, come on. You either control them or we’re going to have to defend against them.“

      Nordkorea kann die USA theoretisch und irgendwann mit einer Schrottrakete erreichen, also werden die USA China mit Raketenabwehr einkreisen. Sagt Clinton selbst. Keine Putinpropaganda oder so. Sehen Sie die Logik? Nordkorea ist ein Vorwand, um China mit Raketen zu umstellen.

  23. kein Plan sagt:

    Ja natürlich wird Nordkorea ,der Teufel an sich,gerne als Grund für dies und das genutzt.
    Allerdings vergisst man dabei leicht,das China mit jeder ausgebauten Insel dort defakto einen unsinkbaren Flugzeugträger erschafft,mit eigenen Angriffs und Verteidigungsmöglichkeiten.
    China betrachtet Nordkorea als Pufferzone und selbst wenn ab und an Unstimmigkeiten vorhanden sind,sind beide natürliche Verbündete.

    Eh ja,Nordkoreas „Schrottraketen“ sind heute schon in der Lage Guam zu erreichen und man muss keine Massen an Nuklearen Angriffsmitteln besitzen um dem Gegner einen herben Schlag zu verpassen.
    Russland reichen 5 Satan SS-18 um die gesamte Ostküste der USA incl.116 Mio.Menschen komplett auszulöschen. 5 !!
    Für die Zerstörung eines großen Atomreaktors braucht es nur eine Detonationsstärke die mehrfach Schallgeschwindigkeit erreicht,konventionell nicht möglich.
    Ein 50-100 kt Sprengkopf regelt das.
    Nordkorea wird mit dem wenigen was sie haben ein Maximum an Zerstörung anstreben,sollte es angegriffen werden.
    Russland mag funktionierende Beziehungen zu Nordkorea haben,den Einfluß von einst jedoch nicht.
    Kein Mensch wird ein Land,welches unter Führung der USA in die Steinzeit gebombt wurde zwingen können auf ein eigenes Atomprogramm zu verzichten.Kein Land hat das recht dazu das zu fordern,schon gar nicht die USA und deren Vasallen in Südkorea!

    Baut China dort weitere Inseln,Atolle oder was weiß ich aus,kann man die US Navy getrost vergessen und Privot to Asia wird zum Fiasko .
    Die Philipinen sind ein Unverzichtbarer Bestandteil der US Strategie.Ich bin mal gespannt wie die USA das klären wollen!

  24. Sven Korte, Attendorn sagt:

    Die USA wollen den Krieg! Sie BRAUCHEN den Krieg, denn alles, ihre Wirtschaft, ihre Politik, ihre Gesellschaft, sind auf den Krieg angewiesen. Ohne Krieg wäre das amerikanische System schon vor hundert Jahren zusammengebrochen.

    Bestes Beispiel: Der Generalstabschef der US-Armee, Mark Milley, hat Russland als größte Bedrohung für Amerika bezeichnet und gewarnt: „Ihr werdet gegen die amerikanische Armee verlieren. Das steht fest und gib euch da keiner Täuschung hin.“ Er fügte noch, dass Russland einen Krieg gegen Amerika auf jeden Fall verlieren würde. Er sagte auch, dass der Krieg gegen Russland „praktisch garantiert“ sei.
    Die US-Militärführung gibt also zu, dass sie den Krieg Rusland starten wollen. Ist ja auch logisch: Russland (und China) ist das einzige Hindernis auf dem Weg zur totalen Weltherrschaft. Und ohne Krieg bricht das US-System eben zusammen. Dann doch lieber Krieg führen, da kann man auch gleich die aufmüpfige Bevölkerung „entsorgen“.
    NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat bekannt gegeben, dass die NATO massive Truppenverlegungen in die baltischen Staaten und nach Polen planen. Es sollen weitere 40.000 Mann „nach vorne“ verlegt werden.
    Und klar, sie werfen mal wieder die „das hat was mit der Krim zu tun“-Nebelkerze. Womit sollte das auch sonst zu tun haben. Mit der NATO-Annexion von Polen?
    Wie jetzt, Polen hat sich freiwillig der NATO angeschlossen?
    Na so ein Zufall. Genau wie die Krim sich Russland freiwillig angeschlossen hat!

    Die arrogante Aussage von General Mark Milley zeigt, dass die Amerikaner wirklich davon überzeugt sind, dass sie einen Krieg gegen Russland führen und gewinnen können. Im Pentagon sind alle schon richtig heiß darauf, es dem „Iwan“ zu zeigen. Diese Idioten glauben den ganzen Quatsch, den sie in Filmen oder im Kino sehen, dass eben ein Ami-Soldat im Alleingang einen ganzen Krieg gewinnen kann. Ich habe solche Typen der US-Armee in Afghanistan selbst erlebt, die hielten sich für kugelsicher und tönten, ich mach sie alle fertig! Und sobald es knallte, lagen sie am Boden, heulten und riefen nach Mama.
    Ob einer von den Generälen im Pentagon schon mal was von Napoleon und Hitler gehört hat? Die haben den gleichen Mist herausposaunt, wie die US-Falken es nun schon seit Jahren tun.
    Sobald Killary Präsidentin wird – ob „richtig“ gewählt, weil die Amis alle strunzdoof sind oder durch Manipulation sei mal dahingestellt – wird sie den Angriffsbefehl auf Syrien, auf den Iran, auf Russland und China geben!
    Wie das endet, kann sich jeder vorstellen…

    • Freigeist sagt:

      Schau nur nach Asien,die Allianz der sog.Willigen zieht sich zurück und wendet sich ab.Die Entmachtung der US findet Global statt und sieht für mich geplant aus.Analitik hat auf die deutsche Seite schon hingewiesen!Es will keiner einen großen Krieg.Das Medialspektakel wird veranstaltet um die Massen zu verunsichern(EU).Die Asiaten,so denke ich,fühlen mehr wie ein „Duterte“ es von sich gibt.S-Korea steht vor neuen Wahlen,die Präsidentin in einer Staatskrise!
      Ami go Home

  25. Tja ANALITIK, da gab/gibt es bei der SWP den Markus KAIM, welcher in der ZfP James BAKER 1991 zitierte „Fuck The Jews, The didn’t vote for us!“ gerichtet an seinen Chef George H.W. BUSH, dessen Chef wiederum beim Einzug ins Weiße Haus bzgl. obiger, zu gleich auf „Die Irren im Keller“ verwies!
    Und weiter so
    RRD

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