Rätsel

Am 18. Oktober hat der Patriarch der Russisch-Orthodoxen Kirche Königin Elisabeth in London besucht.

Der Patriarch hat Elisabeth zum 90. Geburtstag gratuliert. Dann haben sie über verschiedene Dinge gesprochen. Kyrill erzählte der Königin detailliert über die Wiedergeburt der Russisch-Orthodoxen Kirche. Anschließend sprachen sie über die Lage der Christen im modernen Europa.

Kyrill schenkte der Königin eine Ikone (Heiligenbild). „Skoroposluschnitza“, ein Abbild von Maria nach russischer Ikonen-Tradition. Der Name der Ikone bedeutet in wörtlicher weltlicher Übersetzung „Die schnell gehorchende“. Die eigentliche Bedeutung ist, dass Maria die Hilfsgebete an sie erhört. Ein entsprechendes Wunder hat es mit der Original-Ikone gegeben, daher der Name der Ikone.

Die Königin schenkte Kyrill im Gegenzug Ein Portait von sich und ein Portrait von ihrem Ehemann.

Soweit die kleine Meldung. Glauben wir alle daran, dass der russische Patriarch nach London geflogen ist, um der britischen Königin persönlich zum Geburtstag zu gratulieren und mit ihr über die Entwicklungen des Christentums zu plaudern? Ich hoffe, es glauben nicht alle daran – diese Leute sind jetzt gefragt. Wenn Kyrill nicht zum Plaudern rübergeflogen ist, dann muss seine Reise einen höheren Zweck gehabt haben. Naheligend ist, dass er eine Botschaft überbracht und eine Antwort mit nach Hause gebracht hat.

Fangen wir mit dem Offensichtlichen an. Kyrill erzählte über die Wiedergeburt der Russisch-Orthodoxen Kirche. Das ist eindeutig die Botschaft von der Wiedergeburt eines starken Russlands, das sich auf eigene Werte stützt und nicht auf westliche liberalistische Wertelosigkeit.

Und jetzt das Rätsel. Der Austausch der Geschenke ist symbolträchtig, hier verbergen sich weitere Schlüsselbotschaften. Welche genau können es sein? Die Botschaften können durchaus mehrschichtig sein.

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127 Kommentare zu “Rätsel
  1. vinkamp sagt:

    Kyrill hat ihr die Ikone geschenkt, damit sie zu Ihr betet. Sie erhört die Gebete ja. Die Bilder der eng. Königin sollen sagen: Ihr könnt gerne uns anbeten. Wir sehen uns als Chef.

  2. Tja, der Prinzgemahl stammt gleichfalls aus uraltem deutschen Adel, die ihr wohl folgende ist wohl eine geborene Goldschmidt osä. und bzgl. des Todes von DIANA gab es wohl anläßlich der letzte Thronrede recht beunruhigende Äußerungen. Fiel mir in der Schnelle so ein.

  3. Andre Herrmann sagt:

    Nicht immer muss es rätselhaft sein, es gibt durchaus auch profane Dinge die den Besuch erklären.

    Nein, der Geburtstag war es nicht.

    https://deutsch.rt.com/newsticker/42009-patriarch-kyrill-weiht-mari%C3%A4-entschlafens-kathedrale-in-london-ein/

    • Tja (ät) Andre Hermann, „Thema verfehlt: 6, sprich Sechs, setzen“! Noch Fragen?

      • Matthias sagt:

        Ich bin dafür, derartige Trolle zu zensieren. Denn das, was sich Herr „Tja, … noch Fragen?“ da geleistet hat, fällt bei mir unter persönliche Beleidigung.

        • Analitik sagt:

          Tja, das ist gelebte Meinungsfreiheit. Dazu gehört es, Trolle auszuhalten.
          Zensur gibt es hier im Blog auch, wenn sie nötig wird.

        • Fragesteller sagt:

          Das ist sein Ego (DAS Übel dieser Welt). Will sagen, er (der Mensch) kann nichts dafür, es ist ihm (dem Menschen) auf die Festplatte gebrannt.
          MfG an Rudolf-Robert Davideit

    • Ira sagt:

      „profan“? Das Einweihen einer Kirche, „profan“?

    • Hans-Peter Radenberg sagt:

      Ich denke mal, so profan ist das gar nicht. Das sind schon stark symbolträchtige Handlungen, auch der gewählte Zeitpunkt kann da aeine starke Aussage haben.

  4. Gast sagt:

    Bald war die Antwort: Mir geschehe nach …. . Ein schnelles
    Gehorchen.

    „Die schnell gehorchende“. Die eigentliche Bedeutung ist, dass Maria die Hilfsgebete an sie erhört.

    Worauf stützt sich diese Deutung?

    • Tja /ät) Gast, das war ANALITIKs Frage! Noch Fragen?

      • Gast sagt:

        Eine eigentliche Bedeutung,dass Maria die Hilfsgebete an sie (die Bittsteller) erhört, wird einfach behauptet.

        Maria jedoch wird verstanden als eine „schnell gehorchende“ (wegen: Mir geschehe nach Deinem Wort).

        Ein Unterschied – nicht unbedeutend zur Entschlüsselung von Gesten.

    • bernhard sagt:

      Das ist keine Deutung. Der Name heißt einfach so. Nur eben auf Russisch. Ich würde als Übersetzung allerdings „die schnell Erhörende“ vorschlagen. Skoro – schnell, sluschatj – hören, posluschatj – zuhören/erhören/gehorchen…, posluschniza – Zuhörerin/Erhörende …

  5. Lo Wang sagt:

    Ich schenke auch immer allen in meiner Umgebung Bilder von mir. Edel eingerahmt, versteht sich.

  6. sometimes sagt:

    preisfrage: warum verschenke ich ein bild von mir und meinem verstorbenen mann? da ein egotripp auszuschließen ist, lese ich es als hinweis auf eine weitgehend friedliche vergangenheit mit rußland, keine nachhaltig bösartigen ambitionen in der gegenwart, vielleicht mit der einschränkung: in ihrer gegenwart…
    in summa: das königshaus, die ‚wahren‘ konservativen sind kein feind, aber sie sind nicht allein.
    sometimes

  7. Seiler sagt:

    Meine Deutung des Treffens wäre:
    Kyrill weiß um dan Glauben seiner Landsleute und das die Gebete derrer sich nicht unbedingt um das Wohl a. Englands drehen b. der faschistischen Krone des Landes c. Bestimmt nicht das Wohl der London City (oder wie heißt die Wall Street Immitation?) beinhalten.

    Andererseits schenkt die alte Schachtel Ihm was?! Ein Bild von sich und dem könig?
    Also anmassender kann man im Angesicht Gottes ja nicht mehr sein oder?!
    Also absolute Selbstbeweihräucherung, im Auge eines Antichristen absolut lobenswert.

    Insgesamt ein Austausch von kulturellen Schätzen.

    • Tja (ät) Seiler, Ihre ‚Schachteln‘ von Mutter vs. Großmutter etc.! Noch Fragen?
      PHILLP ist deutscher Prinzgemahl! Noch Fragen?
      Wie vor langem, bereits auch auf diesem Kanal, und bzgl. Brexit dezidiert aufgezeigt: CoL hat schon seit J & T den Pariastamm Wall Street abgeschrieben! Noch Fragen?

  8. Seiler sagt:

    Womöglich ist es auch ein Apell an die alte sich die Sorgen des Volkes näher zu betrachten und „zuzuhören“, was ich einerseits den „treudoofen Russen“ zutraue (die Russen wissen doch viel mehr darüber bescheid als Wir, dass die westliche elite dem Satan dient) aber andererseits mit dem scharfen Realitätsauge der Russen wehemend abstreite, daher ???

  9. Fragesteller sagt:

    Wenn die Antwort vorgegeben ist, ist es kein Rätsel!
    Ich glaube das Sie, mit Ihren Fähigkeiten, dass besser können.

  10. Freigeist sagt:

    Lustig,heute dachte ich an ihrem letzten Besuch 2015/06 in hier.Danach ist seht viel passiert.Nun dieser Artikel,das ist wirklich von Bedeutung.Die Queen als Botschafterin für ihre eigenen Allianz,das ist nicht Ringelpietz mit anfassen!vielmehr sieht es nach Bereitschaft zum Konflikt aus,der göttliche Segen als Heilsbringer?

  11. seppel sagt:

    In der Tat ein Rätsel. Zumal ich nicht gläubig bin.

    Maria, die Mutter Jesu. Also ein Symbol für Geburt, wie im Text angegeben. Hier wohl eher für den von Russland ausgerufenen Neuanfang. Möglicherweise auch ein Symbol für den Wert des Glaubens. Der Glaube daran, etwas neues schaffen zu können. Und der Glaube an ein, wie soll ich es sagen: „Höheres Ziel“. Klingt vielleicht etwas esoterisch, aber wie gesagt, ich bin da echt am falschen Fleck.

    Im Gegensatz dazu die beiden Portaits von der Königin und ihrem Ehemann. Das zeugt von der genannten liberalen Wertelosigkeit. Im Prinzip die Premium-Ausgabe der „Generation Selfie“. Man selbst ist der Mittelpunkt allen Strebens, der Rest ist nur „Bildhintergrund“. Man hat im Westen kein gesamtgesellschaftliches Ziel mehr vor Augen. Wobei, eigentlich schon: Totale und endgültige Hegemonie über die Völker. Andere würden es womöglich ‚Weltherrschaft‘ nennen.

    Der russische Patriarch schenkt ein Bild eines seiner „Leitfiguren“ oder „Vorbildcharakter“, wenn man es so sagen will. Die Engländerin schenkt ein Bild von sich selbst und ihrem Macker.
    Man bezieht sich ausschließlich auf sich selbst. Die Königin als Leitperson und, Achtung: Göttliches Wesen. Vielleicht nicht mal unbedingt „gottgleich“, aber zumindest als Heiligenfigur, als Heldengestalt. Als Götze absoluten Führungsanspruchs.

    Man könnte also sagen, im Westen dreht sich alles um die selbstverliebten Eliten. Diese Elite hat in der modernen Zivilgesellschaft die gleiche Überhöhung für sich beansprucht, wie Götzen und Götter im finsteren Mittelalter. Respektive deren damalige reaktionären Vertreter auf Erden. Dann wären die machtpolitischen Strategiepapiere der transatlantischen Netzwerke die neue Bibel und die Geheimdienste eine Art Inquisition 2.0 zu deren Durchsetzung.

    Die orthodoxen Kirchen verehren Maria etwas anders, als die Christen. Sagt jedenfalls das Lexikon. Als Gottesgebärerin ohne Sünde. Könnte also eine Art symbolische Anklage sein, dass der Westen die Hauptschuld an dem trägt, was und wie sich das heutige moderne Russland entwickelt hat. Da der Westen alle Annäherungsversuche der Russen unterminiert und geblockt hat sowie ihnen sogar noch die NATO bis unter das Fensterbrett geschoben hat, sicherlich nicht unbegründet.
    Und jetzt entsteht etwas anderes, etwas neues. Vielleicht sogar etwas, das den Anspruch hat, nicht dieselben Sünden zu begehen, wie der Westen.

    Wobei mir das nicht vorstellbar erscheint. Es geht um globale Machtpolitik. Also einer Politik, deren Ergebnisse immer (relative) Gewinner und Verlierer produziert. Vielleicht nicht unbedingt Millionen und Abermillionen von „Verlierern“ wie die vom Westen propagierte Globalisierung und die Kriegsverbrechen im Nahen Osten und auf dem afrikanischen Kontinent. Das wäre in der Tat schon mal eine gewaltige Verbesserung.

    Es geht um ein Gleichgewicht der Macht, was bedeutet, dass beide Seiten gleich viele Atombomben haben, dasselbe Vernichtungspotential und identische Abschreckung erzeugen. Es müsste schon dramatische Änderungen im Funktionieren der Welt geben, damit sich das grundlegend ändert.

    Soviel zu meinen subjektiven Spekulationen.

    • Tja (ät) Seppel (gab es da nicht einen ARD-Dopingjäger gleichen Namens), der von Ihnen als kastrierter Esel verleumdete Prinzgemahl PHILLIP, hat, per Statur zumindest, einen ansonsten nicht nur vom äußeren her, etwas unglücklich geratenen Sohn gezeugt! Noch Fragen?

  12. novize sagt:

    Ich würde sagen, dass der Patriarch mit der Ikone sagen möchte:“Das heutige orthodoxe Russland ist bei hilferufen stets bereit das christliche abendland vor dem völligen kultur-und glaubenszerfall zu retten.“ Die Queen will sagen.“Ich vertraue Ihnen,bitte nehmen sie mein bild und vergessen sie mich nicht.“

  13. Fetzenflug sagt:

    Ich kann es nicht auflösen…, nur eine weitere chiffrierte Botschaft hinzufügen…: Merkel sucht einen Blockflötenspieler für die CDU-Weihnachtsfeier, es sollen mehr christliche Weihnachtslieder gesungen werden.

    • Fetzenflug sagt:

      PD: Ansonsten wollte er wohl für die Beteiligung am „Heiligen Krieg“ gegen den Islam werben.

      Ist der von Rothschild, Soros bis Lerner Spectre, Igniatiev, Wallenberg, Orthodoxen und Co. angezettelte Religionskrieg zwischen Islam und Christentum jetzt schon offen in Europa am Ausbruch?

  14. Tja, das Thema Bolschewikistan 2.0 des Kabalisten L. COHEN a ‚la „When whe take Berlin …“, wird nach Ukraine vs. Syrien Desaster immer wahrscheinlicher! Noch Fragen?

  15. Ralf S sagt:

    Ich habe (noch) keine Antwort auf das Rätsel, doch vielleicht ist das vorherige Geschenk ans sie auch interessant: ein blaues Pferd.

    Mir erzählte vor drei Monaten jemand im Café, es wäre ein Symbol für die Zustimmmung der Bundesregierung zu einem geplanten EU-Geset zur Gen-Manipulaon an Embyonen, welches der europäische Hochadel vorhabe (oder so ähnlich). Habe nicht weiter nachgefragt, da ich den Hinweis nicht zuordnen und dann nicht ernst nehmen konnte.

    Ich erinnerte mich beim Lesen eben daran
    _

    Gerade im Netz dazu gefunden:

    Diskussion um Bild für die Queen: „Das hat eine ganz starke Symbolik“
    http://www.sueddeutsche.de/panorama/diskussion-um-bild-fuer-die-queen-das-hat-eine-ganz-starke-symbolik-1.2537344

    Nicole Leidenfrost: „Der Königin hat das blaue Pferd gefallen“
    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/malerin-nicole-leidenfrost-ueber-ihr-bild-fuer-die-queen-13668124.html

  16. Paleene sagt:

    Spontan: Die Ikone als Hinweis, dass, sollte sich das Vereinigte Königreich (nach dem Brexit) Richtung Russland wenden, Sie in Russland Gehör für Ihre Anliegen finden werden. Und die Porträts als eine Art commitment, dass die beiden für eine Verbesserung der Beziehungen zur Verfügung stehen. (Könnte allerdings auch den Hinweis enthalten, dass die beiden sich dabei trotzdem treu bleiben werden.)

  17. kein Plan sagt:

    Für mich ist nur eines ersichtlich,beides,Elisabeth II und Kyrill sind die Oberhäupter ihrer Sekten.
    Die eine ist die Church of England,die andere die russich Orthodoxe Kirche.Beide Kirchen sind im Vergleich mit der Päpstlich betreuten Sekte realtiv Fortschrittlich und haben ihre Wurzeln im römischen Reich.Für beide Kirchen war der Haupsitz nicht das Päpstliche Anwesen mit dem Papst als Oberhaupt,sondern Konstantinopel.
    letzteres dürfte unter der Herrschaft der Muslime stehen und das schon seit den Kreuzzügen.

    Der eine Bittet den anderen um Beistand in einer bestimmten Sache,er hat kein aktuelles Foto von sich,nimmt eines der Heiligen Maria und bekommt prompt eine positive antwort auf die Frage ob man nicht im Nahen Osten, schon der gemeinsamen Wurzeln wegen ,zusammenarbeiten könnte.
    Für mich das naheliegenste,da beide Souveräne „Führer“ihrer Kirchen sind .
    Über die Churchh of England sitzt die Queen defakto in jedem politischen Entscheidungsorgan.Der Einfluss dürfte Immens sein.
    Bei Kyrill ist es ähnlich!
    Für mich sind beides Kreaturen der Macht und die Sekten die sie betreuen Volksverblödungsvereine.

    Kann natürlich auch etwas ganz anderes bedeuten!

    • orthodox sagt:

      Also manchmal rollen sich mir die Zehnägel hoch… so viel Ignoranz.

      Diese kleine „Sekte“ namens Orthodoxe Kirche ist zufällig die eine Ur-Kirche, die Jesus selbst gegründet hat im Jahre 33. Alles andere sind Sekten, nur diese Kirche ist es per Definition NICHT.

      Zudem kommt, in der orthodoxen Kirche gibt es keine wirklichen Oberhäupter, da die Struktur gar nicht hierarchisch aufgebaut ist. Auch ein Kyrill ist nur „einer unter Gleichen“. Zudem ist diese Kirche überhaupt nicht politisch und hatte an der Ecke noch nie was zu sagen.

      Fazit: wenn man nicht weiß wovon man redet, sollte man lieber schweigen, bevor man sich zum Affen macht.

  18. Hans-Peter Radenberg sagt:

    Na ja, ich lese hier sehr gerne, aber ich glaube nicht, daß ich mich durch besondere Analysefähigkeiten auszeichne. Quasi in Abwandlung des Mottos „cui bono“ fällt mir allerdings schnell auf, wem dieser Besuch anscheinend überhaupt nicht paßt:

    „But Ukraine’s ambassador to the UK, Natalia Galibarenko, said the invite ran the risk of legitimising Russian aggression in the war-ravaged country, which Kirill has publicly supported.

    She added: “Patriarch Kirill is a Krenlim mouthpiece.” “

    http://www.express.co.uk/news/royal/722499/Ukraine-criticise-Queen-inviting-Patriarch-Kirill-Russia-head-of-church-Buckingham-Palace

  19. Hans-Peter Radenberg sagt:

    Und dann erneuert er ja eine ganze Menge. Er rekonsekriert die russische Kathedrale in London. 2018 jährt sich die Ermordung von Zar Nikolaus zum 100. Mal. Er ruft auch die langen Verwandschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen Rußland und Großbritannien ins Gedächtnis zurück, troft aller temporären Höhen und Tiefen. Das klingt wie ein Wiederanknüpfen an alte Beziehungen.

    http://www.economist.com/blogs/erasmus/2016/10/patriarch-kirill-visits-london

  20. 1. Kyrill überreicht eine Ikone der Maria – die Bittgebete schnell erhört. Die Aufforderung für den Westen (und das eigene Imperium) zu beten (denn zu retten ist der nicht mehr). Vielleicht erhört Maria ja diese Gebete (ist das aber sicher).

    2. Er bekommt von der Königin Portraits von sich und ihrem Ehemann.
    Zwei gegensätzliche Deutungen sind meiner Meinung nach möglich:
    – Wir haben verstanden und übergeben Euch uns, legen also unser Schicksal in Eure Hände (damit sind dann natürlich nicht die königlichen Häupter, sondern das britische Reich samt Kolonien gemeint, deren Eigentümer die Königsfamilie ist).
    – WIR sind Gott und Ihr könnt uns nicht das Wasser reichen, wir brauchen Eure Fürbitte nicht! Dahinter könnte auch noch stehen – Russland gehört uns!

  21. Digger66 sagt:

    Hat England eine enge Zusammenarbeit mit Russland angefragt und Russland brachte die Antwort?!?!

  22. ped43z sagt:

    Ihre Rätsel … 😉

    Erste für mich bemerkenswerte Randnotiz ist, dass der russische Patriarch vom Oberhaupt der Anglikanischen Kirche eingeladen wurde.
    Während also die offizielle Politik des Westens Empörung raus bläst, kümmert sich die Kirche um Ausgleich.

    Außerdem ist dieses Ereignis bisher einmalig. Es ging um die neue Weihe der russisch-orthodoxen Kathedrale der russischen Auslandskirche in London (quasi ein kirchliches Außenministerium).

    Und von Amts wegen wäre die Einladung durch den Erzbischof Welby dafür keinesfalls notwendig gewesen.

    Über diesen „Trick“ – so meine Ansicht – wurde auch das Treffen mit dem formal höchsten Amtsträger GBs der Königin Elisabeth eingefädelt.
    Ein Vertrauter des russischen Präsidenten, zu dem Patriarch Kyrill zu zählen ist, trifft sich also mit dem höchsten Repräsentanten der Briten.
    Abgesehen davon, dass man nicht so einfach an einer Festsitzung der British Royal Geographic Society teilnimmt, zu welcher der Patriarch ebenfalls eingeladen war.

    All das sind Ehrungen, Achtungsbezeugungen, die – so denke ich – vermitteln wollen: „Wir können nicht anders, wir müssen derzeit dieses schmutzige Spiel mitmachen. Lasst uns die Kirche ins Boot holen und über sie Politik betreiben.“

    Finde ich gut.

    Ach ja, die Symbolik der Geschenke hängt vielleicht damit zusammen:

    Das des russischen Patriarchen spricht von Verlässlichkeit und Verstehen. „Wir haben eure Einladung verstanden. Wir wissen um die Umstände Eurer (der Briten) verqueren Politik und wir hegen keinen Groll.“

    Die Ikone sehe ich als die Vertrauen gebende ausgestreckte Hand. Und ein Signal, dass die russische Politik kein Problem damit hat, wenn die Briten die „richtige“ Politik erstmal indirekt weiter über die Amtskirchen betreiben.

    Bei den Geschenken der Queen bin ich mir nicht schlüssig.
    Wenn ich mal ein wenig rumspekuliere, kann ich auch das Königshaus als Mittler zwischen Kirche und Realpolitik erkennen. Das sieht aus wie eine Vernetzung genau dafür.

    Es wäre interessant zu erfahren, welche Seiten in welchem Maße ihre Diplomatie spielen ließen.

    Beste Grüße, ped43z

  23. Thomas Roth sagt:

    In Großbritannien ändern sich gerade die Verhältnisse in rasendem Tempo. Die Ansprechpartner von gestern sind abgetreten, die neuen Leute wissen noch nicht, wie sie sich benehmen müssen … aber das Leben geht weiter. Vor kurzem hatte man noch den Eindruck, GB könnte sich über China der neuen Zeit nähern. Auch das stagniert aber. Also hat die russische Diplomatie entschieden, in dieser freudlosen Zeit, die Kontakte zu GB weiter voranzubringen. Als Bote wurde der 69jährige Patriarch Kyrill der I. ausgewählt. Nach den letzten russophoben Sprüchen von May und Johnson ist ein Kirchenmann eine gute Ersatzvariante und das Königspaar ein perfekter Partner. Die Gastgeschenke sind sicher symbolträchtig. Wenn Ihr Hilfe braucht? wir sind für Euch da. Und die Porträts verweisen darauf, dass die Königin wieder allein die Macht übernommen hat. Keine EU, keine Fremden. Und solange die neuen Führungskräfte noch nicht fest im Sattel sitzen muß die Königin mal wieder ran – nicht zum ersten Mal.

  24. zombienation sagt:

    Wir haben bald wieder einen Zaren?

    quote:
    Der serbische Patriarch Irenäus traf sich in London am Ende seines Großbritannien-Besuchs mit dem russischen Patriarchen Kyrill, der ebenfalls zu Besuch in Großbritannien war. .. Der serbische Patriarch reiste nach London auf Einladung des Oberhauptes der Anglikanischen Kirche, wegen der Erneuerung der Erinnerung an den serbischen Bischof Nikolaus, der vor genau 100 Jahren, während des Ersten Weltkriegs in der St.-Pauls-Kathedrale predigte.
    http://serbiennachrichten.com/die-patriarchen-irenaeus-und-kyrill-haben-sich-in-london-getroffen/

    Kyrill:
    „The prayer service was held here for over 100 years. These walls saw the Emperor Nicholas I, the Emperor Alexander II, the passion-bearing Tsar Nicholas II. Russian monarch, during their visits to London, deemed it their duty to come to this place in which our people worshiped.

    After the 1917 revolution, the Russian Orthodox community in London, because of the emigres, grew so much that these walls could no longer accommodate all the faithful. And with gratitude I address the Anglican Church, which offered to our community at a difficult time another, more spacy church.

    This place is the cradle of Russian Orthodoxy in Great Britain. I rejoice in the reunification of the two parts of the Russian Orthodox Church, showing the ever-growing number of Orthodox people, who in the 21str century believe it necessary to pray together at an Orthodox church in London. In its history, the Orthodox community in London has reflected the hardest history of our country and our Church by having walked a very long and in some sense tragic path.

    We have celebrated a thanksgiving, during which we remembered those who were before us and who laid the foundation of the Russian Orthodox Church in London.

    I would like to thank you, Your Eminence Yelisey, for your work, especially for the great preparatory work that preceded my visit. I invoke God’s blessing upon you, upon the clergy and all our God-saved flock in the British Islands. May the Lord preserve you!“

    http://www.sourozh.org/maineng/2016/10/15/patriarch-kirill-prays-in-the-building-in-london-rented-from.html

  25. Katharina sagt:

    Rätsel inspirieren mich!
    1. Also ich würde denken, Kyrill ist mit einer Bitte zur englischen Königin gefahren. Und das Maria-Ikonen-Geschenk symbolisiert, dass die Bitte schnell erhört werden möge. Ich vermute mal, „Die schnell Gehorchende“ ist eher in Sinne „die schnell Erhörende“ gemeint, denn Maria muß ja nicht gehorsam sein, sondern erweit uns die Gnade der Erhörung.

    Es wäre auch eine Geste der Demut seitens Kyrill gegenüber der „Krone“, wenn er sich an Sie mit einer Bitte wendet, damit anerkennt er ihre Macht und ihre Rolle.

    2.Was hat es zu bedeuten, dass die Queen daraufhin Bilder von sich und ihrem Mann schenkt?
    Hängt die Bilder bei Euch auf, wir sind auch die Königin und der König für Euch??
    Das Gegengeschenk finde ich schwerer zu interpretieren….

  26. Johanniskraut sagt:

    „Die eigentliche Bedeutung ist, dass Maria die Hilfsgebete an sie erhört.“
    Die Ikone ist ein Hilfsangebot und weiterhin heißt es die: „die schnell gehorchende“. Das weist auf ein schmales Zeitfenster hin, das sich auch wieder schließen kann.

    Es ist ein Abbild der original Ikone. Also nicht das Original. D. h. Russland bietet Hilfe an, aber zu Bedingungen. Das Original – also die wirkliche Hilfe – erhalten die Briten erst, wenn sie die Bedingungen erfüllen.

    Die Portraits von Elisabeth und Ihrem Gemahl scheinen ein Zeichen zu sein, dass sich der Patriarch mit seinem Hilfsangebot unter Bedingungen, schon an die „richtige Adresse“, an die richtige Stelle gewand hat.

    Oder es bedeutet sogar, daß das Angebot angenommen wurde und sich beide dafür verbürgen, dass es eingehalten wird.

  27. Ingrid sagt:

    Das Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche besucht das Oberhaupt der Anglikanischen Kirche.
    Gibt es seitens der anglikanischen Kirche sehr versteckte Hinweise auf Hilfeersuchen angesichts offenbar gezielter Flutung mit radikalen? moslemischen Gläubigen??
    Kyrills Geschenk deutet für mich den „Rat“ Russlands an: den Weg, den die römisch-katholische-anglikanische Christenheit eingeschlagen hat, sehr sehr ernsthaft zu überprüfen. Spiritualität in den Fokus zu rücken.
    Macht, nur um der Macht Willen, ist zum Scheitern verurteilt. Auch wenn es über Jahrhunderte scheinbar bestens gelaufen ist.

    Das Gegenschenk der Königin hinterläßt bei mir den Eindruck, die alte Dame ist noch dermaßen in die uralten arroganten Machtrelikte verwoben, sie kann und will? nicht aussteigen.

  28. Felix Klinkenberg sagt:

    Endlich mal Erwachsenen Gespräche, von Leuten, die wirkliche Macht haben und ich möchte Wetten, das an den Gesprächen, nicht nur die Chefin / Queen, sondern auch der Chef / Baron de Rothschild, beteiligt war, da ging es, nach der Gescheiterten Weltbeherrschung, mittels der FED / US Army / NATO um die Ausgestaltung der neuen Welt und welchen Platz, sie als Blutsauger, darin noch haben können.

  29. Paleene sagt:

    Nächste Runde Gedanken zu des Rätsels Lösung:
    Kyrill ist Patriarch der Russisch-Orthodoxen Kirche, Elizabeth ist (formal) Oberhaupt der Anglikanischen Kirche. Es könnte sich also auch die Verteidigung christlicher Werte (mittels Eindämmung weiterer muslimischer Flüchtlingsbewegungen durch Beendigung der Dluchtursachen/ des Krieges in Sydien/ dem Nahen Osten) mit diesen Gesten angesprochen sein.

  30. Betondschungel-Tarzan sagt:

    Du hast wohl nicht kapiert, wie das hier funktioniert?!

    DU klärst UNS auf und nicht anders herum. Rätsel und Fragen gibts schon genug.

    Gief answers, tovarisch!! 🙂

  31. Antares sagt:

    „Glauben wir alle daran, dass der russische Patriarch nach London geflogen ist, um der britischen Königin persönlich zum Geburtstag zu gratulieren und mit ihr über die Entwicklungen des Christentums zu plaudern?“
    Nein, der 90. Geburtstag war nur ein Höflichkeitsbesuch im Buckingham Palast und dauerte nur 30 Minuten.
    Der Hauptgrund des viertägigen Besuchs von Kyrill I. in Großbritannien war das 300-jährige Bestehen der ältesten russisch-orthodoxen Pfarrei auf der Insel.

     „Wenn Kyrill nicht zum Plaudern rübergeflogen ist, dann muss seine Reise einen höheren Zweck gehabt haben.“
    Der höhere Zweck der Reise liegt in der Verbesserung der Beziehungen zwischen Russland und Großbritannien. Der Patriarch Kyrill I. sollte nicht als reiner Repräsentant der Russisch-Orthodoxen Kirche gesehen werden, sondern auch als eine wichtige Stütze der gegenwärtigen Politik Russlands.

    „Naheligend ist, dass er eine Botschaft überbracht und eine Antwort mit nach Hause gebracht hat.“
    Die Hauptbotschaft ist, dass Großbritannien im Syrienkonflikt seine Politik überdenken sollte, da diese
    auch eine Bedrohung für das Christentum im Allgemeinen ist. Politisch korrekt wird das ungefähr wie folgt formuliert: ALLE LÄNDER SOLLTEN VEREINT GEGEN DEN TERROR (ISIS) KÄMPFEN. Abstrakt formuliert bietet Russland über Kyrill I. wieder einmal Kooperation an. In der Warnung von Kyrill I. das durch den Terror (ISIS) das Christentum bedroht ist, würde ich persönlich sogar soweit gehen, das er den Westen davor warnt, das der vom Westen geschaffene Radikalislamismus die zivilisatorische Welt insgesamt gefährdet. Aussagen Kyrills I. über das gegenwärtige geistige Erstarken in Russland sollten aber schon als Analogien gesehen werden, das Russland auch auf anderen Gebieten erstarkt ist.
    Hier wird eindeutig Stärke demonstriert, gerade unter der Berücksichtigung das in Westeuropa das Christentum immer mehr an Einfluss verliert und das europäische Modell langsam zerfällt.
    Die Antwort die Kyrill I. mit nach Hause gebracht hat könnte sein, dass auch die britische Königin Eliabeth II. ,als westliches Oberhaupt der anglikanischen Staatskirche von England, besorgt über die Gefährdung des Christentums im Nahem Osten ist, aber bla bla bla ,das russische militärische Engagement in Syrien kritisch sieht.

    „Und jetzt das Rätsel. Der Austausch der Geschenke ist symbolträchtig, hier verbergen sich weitere Schlüsselbotschaften. Welche genau können es sein? Die Botschaften können durchaus mehrschichtig sein.“
    Die Ikone steht in Beziehung zu den Christen im Nahem Osten, besonders in Syrien. Deren Leben durch die radikalen islamistischen Kräfte akkut gefährdet sind. Durch die Überreichung der Ikone, Maria die schnell gehorchende, will man der Königin bewusst machen, dass auch Sie eine Verantwortung für die Christen im Nahen Osten hat und Sie aufgrund ihres hohen Alters nicht mehr sehr viel Zeit hat, Ihrer Verantwortung gerecht zu werden.

    Das Portrait der Königin und das Portrait ihres Mannes bringen zum Ausdruck, dass beide auserwählte Oberhäupter dieses Staates sind, wenn auch eher repräsentativ. Das soll heißen, lieber Kyrill wir haben es erlaubt, dass Du mir zum Geburtstag gratulieren durftest und im Buckingham Palast empfangen wurdest, aber wir vertreten weiterhin die Interessen des britischen Kapitals und scheren uns einen Dreck um Deine Christen im Nahen Osten. Meine Familie ist von Gott auserwählt, bitte hänge Dir die Bilder in Deinen Palast und sei Dir dessen immer bewusst, wenn Du sie betrachtest. Wir der Westen sind immer noch die Herren der Welt.

    In den russischen Medien wurde dieser Sache gar nicht so große Aufmerksamkeit geschenkt, da war Motorola beispielsweise viel wichtiger. Anfang der 90ziger Jahre habe ich die Queen durch Zufall bei ihrem Besuch in Leipzig einmal erlebt, um viel mehr hätte ich Motorola dagegen eingetauscht.
    Die Besten gehen immer zu früh. Ich bin sehr froh, dass Russland keinen Zaren mehr hat.

    • Ne‘ (ät) Antares, die sind schlicht eingesetzter Altdeutscher Adel, a ‚la KATHARINA der Großen etc., wurden vor 1914 gezwungen sich auch noch umzubenennen, doch PUTIN der Große hat in Dresden FdG, BISMARK und F. LIST studiert! Noch Fragen!

  32. esinclair sagt:

    Vielleicht ein Pakt?
    Papst Fanziskus ist gerade dabei, die römisch-katholische Kirche an die evangelische Kirche und andere Religionen anzunähern, viel mehr als alle seine Vorgänger. Folgt man seinen Aussagen (die bisher noch nicht von der Kirchenhierarchie umgesetzt werden), wird sich die katholische Kirche in den nächsten Jahren in vielen Bereichen, die sie mit der orthodoxen Kirche teilt, in eine andere Richtung entwickeln. Gerade die Standpunkte, die sie mit den Orthodoxen teilt (Marienverehrung, Sakramentenlehre, Liturgie) werden derzeit aufgeweicht, um in Zukunft eine Fusion mit der evangelischen Kirche zu erreichen. Vor kurzem hat der Papst sogar eine Lutherstatue im Vatikan aufgestellt und Papst Franziskus ist der Meinung, dass Luther „recht hatte“, wie er kürzlich geäußert hat.
    Ich denke, Kyrill sucht sich bei Königin Elisabeth (sie ist Oberhaupt der anglikanischen Kirche) Schützenhilfe im Kampf der Religionen.

  33. Jekyll sagt:

    Es geht darum, dass die Queen wohl jemanden in ihrer Familie hat, der ein Nachfahre vom letzten Rus.Zar ist! Dieser erhob wohl letztes Jahr, Anspruch auf den russischen Thron!
    Sein Name ist Michael of Kent!
    Es sollte wohl auch ein „regime change“ letztes Jahr im Mai folgen auf Forderungen der Queen, der jedoch von den Russen noch rechtzeitig bemerkt wurde und die Schuldigen „aussortiert“ wurden! Deshalb hat Putin ja nun auch eine sog. Nationalgarde aufstellen lassen! Dieses Jahr kam auch Prinzessin Anne, die Tochter von Elisabeth II, nach Russland um über irgendetwas zu verhandeln! Worüber es da ging weis ich nicht genau… Jedoch denke ich dass Kyrill dahin gereist ist um der Queen mitzuteilen, dass es da aufkeimen Fall iwen geben wird der den rus.Thron besteigen wird, KEINER aus dem brit. Königshaus! Die Ikone die aussagt, „die schnellgehorchende“ scheint wohl damit zu bestätigen, dass die Queen keinen weiteren Versuch unternehmen wird, einen Thronfolger für Russland zu organisieren! Das bestätigt sie so gesehen mit den Bildern des beiden Königpaares! So eine Art „Unterschrift“!

    Ich hoffe dass ich weiter helfen konnte:)

  34. Rio sagt:

    Könnte auch auch um das Zarengold und Immobillien gehen :

    „Russland versuchte seit 1991 das Gold zurückzuerhalten und reklamierte in Japan Gold im Wert von 80 Mrd. US$, in Großbritannien von 50 Mrd. US$, in den USA von 23 Mrd. US$ und in Frankreich von 25 Mrd. US$. Nach Schätzung der britischen Pinkerton-Abteilung hat Russland darüber hinaus Ansprüche auf zu Zarenzeiten erworbene Auslands-Immobilien im Wert von 300 Mrd. Dollar. 2002 lehnte die Staatsduma einen Antrag des Rechtsextremen Wladimir Schirinowskis ab, nach dem Wladimir Putin Verhandlungen um die Rückführung des „Zarengoldes“ aufnehmen sollte. 2004 wurde das Thema erneut belebt. Demnach entspricht allein der japanische Anteil den gesamten damaligen Gold- und Fremdwährungsreserven Russlands bzw. 2/3 seiner damaligen Auslandsschulden.“

  35. Rio sagt:

    Und noch eine andere Meinung dazu (engl.Beitrag) :

    http://yournewswire.com/queen-elizabeth-holy-war/

    Autor Dmitry Baxter

    • Analitik sagt:

      Rio, wessen Agent sind Sie? Sie sind zu auffällig, geben Sie sich mehr Mühe.

      Was diesen Link angeht, in dem die Queen zitiert wird, angeblich nach BBC, so findet sich keine BBC-Quelle mit diesen Zitaten. Können Sie den BBC-Artikel oder das BBC-Video verlinken oder mindestens auf die BBC-Sendung verweisen (Datum, Zeit, Name der Sendung), in der die Zitate gefallen sind?

        • Analitik sagt:

          Kommen Sie, geben Sie sich Mühe. Im Link sind keine Zitate der Queen aufgeführt, von ihr ist überhaupt nicht die Rede. Und im Video kommt nur Kyrill zu Wort.

          • Demeter sagt:

            @ Analitik

            Kann es sein, dass die Queen gar nicht möchte, dass man erfährt, worüber gesprochen wurde?

            Wer hat hier wen um ein Treffen gebeten? Wenn wir davon ausgehen, dass satanistische Kräfte das Sagen haben, braucht vielleicht die Kirche Unterstützung von Aussen? Ist das gar ein Hilferuf an die Orthodoxe Kirche, die Krone zu retten?

            Die Äusserungen des Patriarchen zum Treffen bleiben auch im allgemeinen Bereich. Worum ging es in dem Gespräch wirklich?

            • Analitik sagt:

              „Kann es sein, dass die Queen gar nicht möchte, dass man erfährt, worüber gesprochen wurde?“

              Natürlich. Wir erfahren ja auch nicht, worüber gesprochen wurde. Die Leute, die etwas erfahren müssen, werden von der Queen oder den Mittelsmännern informiert. Die anderen dürfen über die wenigen Andeutungen rätseln, die der Presse mitgeteilt wurden.

  36. Matthias sagt:

    Analitik liebt ja Märchengeschichten, also mal ein Versuch:

    Im Versammlungssaal der Königin wurde noch ein Hofnarr gebraucht. Da kommt so ein dummer Russe wie gelegen. Dummerweise ist die Aufgabe des Hofnarren, den Mächtigen den Spiegel vorzuhalten, was der dumme Russe auch hervorragend erledigt: im Spiegel (in der Ikone) sieht die Königin, was ihrem Reich abgeht: eine ungebrochene Tradition von Spiritualität, die einem Volk Stärke gibt. Die Königin versteht den Wink mit dem Zaunpfahl aber nicht und sagt dem Hofnarr: ich bin die Königin, ich bin die Einzige, du sollst keine anderen Götter neben mir haben.

    OK, mal im Ernst: Kirill ist das Oberhaupt der Russisch-orthodoxen Kirche, Moskauer Patriarchat. Königin Elisabeth ist das Oberhaupt der Anglikanischen Kirche. Auf einer formalen Ebene begegnen sich also zwei Führungspersönlichkeiten der gleichen Ebene. Man kann annehmen, dass die Geschenke das ausdrücken, was der jeweiligen Seite wichtig ist. Wenn man das so interpretiert, zeigen sich zwei sehr verschiedene Auffassungen von Spiritualität.

    Die Ikone Marias, die Gebete (schnell) erhört, zeigt ein Vertrauen in höhere Mächte. Es zeigt, dass die orthodoxe Kirche tatsächlich an Gott glaubt. Und es zeigt, dass dort die Auffassung ist, dass Gott (in Form von Maria) auf der eigenen Seite steht, die einen anhört und wohlgesonnen entscheidet. Es ist aber ein Bitten (beten), kein Befehl, der an die höhere Macht gerichtet wird. Das zeigt, das man sich nicht über die höhere Macht stellt, nicht meint, es besser zu wissen, sondern der höheren Macht die letzte Entscheidung überlasst im Vertrauen darauf, dass es einen richtigen Sinn hat.

    Demgegenüber zeigt das Portrait der Königin selbst, dass Gott in der eigenen Gedankenwelt nicht wirklich existiert. Die Königin hat sich selbst an die Stelle Gottes gesetzt – eine Anmaßung, es besser zu wissen als höhere Mächte. Und, kein Vertrauen zu haben in höhere Mächte und/oder keinen Kontakt zu oder kein Bewusstsein über die höheren Mächte. Es zeigt als einen nicht anzufechtenden Herrschaftsanspruch der weltlichen Macht, die keine religiöse Macht akzeptiert.

    Auf einer anderen Ebene könnte man die Ikone auch als das Angebot von Hilfe an die verweltlichte Anglikanische Kirche sehen, wie von anderen schon vorgeschlagen. Die Antwort der Königin sehe ich allerdings nicht als „Wir legen uns in die Hände Russlands“ – dafür ist mir die Persönlichkeit der Königin zu start betont. In einer Geste der demütigen Annahme der Hilfe würde nicht eine weltliche Person im Mittelpunkt stehen, sondern etwas, was die oben dargelegte Haltung einer Akzeptanz höherer Mächte ausdrückt. Daher sehe ich die Anwort der Königin als eine selbstgefällige (oder verständnislose) Ablehnung der Hilfe.

  37. Anna Fried sagt:

    Mir fiel der geplante Besuch W. Putins und Kyrills mit ähnlichem Programm in Paris ein, der bekantlich von russ. Seite kurzfristig abgesagt wurde.
    Aber dieser Besuch fand wie geplant und reibungslos statt!

    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass mit dem Geschenk der Ikone Hilfe erhofft, erbeten oder angeboten wird. Da sei russischer und britischer Stolz vor, hoffentlich.

    Eher: „Die Wunder Marias“ haben bereits stattgefunden, vor kurzem in der RF und vielleicht auch in GB mit dem Brexit. Und nun wurden die Wimpel neu ausgetauscht, auf Augenhöhe. Nicht mehr, aber auch nicht weniger – siehe Frankreich.

    Trotz meiner völligen Unkenntnis royaler Gepflogenheiten, finde ich es seltsam, sollten tatsächlich ZWEI Porträts von brit. Seite überreicht worden sein. Eines des weltlichen Oberhauptes der anglikanischen Kirche, das aber auch Königin von GB und Oberhaupt des Commonwealth ist UND ein Porträt des Ehemannes, Herzog von Edinburgh.

    Die Symbolik? Da kann ich nur phantasieren:

    Durch den Ehemann Philip gerät die kirchliche, religiöse Seite des britischen Geschenks in den Hintergrund, die staatstragende Seite, die Monarchin tritt hervor. Zuden hat der Prinz tiefe Wurzeln in halb Europa und pfeift auf politische Korrektheit.

    Fazit: Großbritannien hat Russlands Rolle und Anspruch zumindest zur Kenntnis genommen, vielleicht sogar akzeptiert und die Begrüßung höflich erwidert.

    Und danke schön für dieses Blog, ich lese hier viel und gerne.

    • Analitik sagt:

      „Mir fiel der geplante Besuch W. Putins und Kyrills mit ähnlichem Programm in Paris ein, der bekantlich von russ. Seite kurzfristig abgesagt wurde.“

      Hollande hat das Programm gestrichen und wollte nur noch das Gespräch über Syrien auf der Tagesordnung haben. Dabei war dieses Gespräch nur eine Randnotiz im Programm, es ging primär um die Einweihung der Kirche. Da Hollande den Hauptgrund der Visite aufgekündigt hat, hat Russland die ganze Visite für unnötig erklärt und abgesagt. Man werde warten, bis Hollande bereit ist (die eigentlichen Tagesordnungspunkte wieder auf die Tagesordnung zu setzen).

  38. Freigeist sagt:

    RRD,hat die Lösung angedeutet,die Symbolik liegt in der Geschichte der Aristokratie.UKvsDeutschesReichvsRU,ein Ultimatum,ein Gebet an die Queen ihre Position zu überdenken,die Antwort=aus der Geschichte schon her begründet,das Portrait,der ewige Untertan Prinz.

  39. Eardwulf sagt:

    Die Ikone symbolisiert eine Mahnung, die beiden Bilder die unterschiedlichen Entscheidungsfindungen wärend der Herrschaft des Königs und ihrer Herrschaft. Sprich: Sie wird nicht die gleichen Entscheidungen treffen.

  40. Aarsupilani sagt:

    Es ist eine Kriegserklärung, nichts anderes. In diesem Zusammenhang muss zunächst an das Treffen von Patriarch Kyrill mit Papst Franziskus im Februar dieses Jahres in Havanna erinnert werden. Viele Beobachter rätselten über die Bedeutung und Agenda dieses Besuches. Der amisaker z. B. hielt die Hypothese hoch, dass Papst Franziskus Kyrill um Hilfe anging, die erheblichen Goldreserven des Vatikans in Moskau sicher zwischenzulagern. Die Wahrheit dürfte zwar irgendwo in diesem Bereich, aber wesentlich grundsätzlicher und banaler, liegen. Franziskus, obwohl Jesuit, hat zusammen mit Altpapst Benedikt den freimaurern in der katholischen Kirche den Krieg erklärt. Und Kyrill um sichernde Beihilfe gebeten. Und diese bekommen. Kyrill hat die Führung übernommen und fordert die Symbolfigur des teufels, die Queen, die ja selbst wie Ihre ganze Familie Usurpatoren des königlichen Thrones von England sind, heraus. Er wird sie in ihre Schranken weisen und binden, gar keine Frage.

  41. Domenion sagt:

    Wenn man die bekannten Prophezeiungen mitbetrachtet, so soll es 2017-2018 wieder einen Zaren in Russland geben,sollte es nicht geschehen so kommen richtig schlimme Zeiten auf uns alle zu. Was die Geschenke angeht, so sollte man doch einen positiven Sinn darin sehen das es überhaupt einen gegengeschenk gegeban hat , dass dieser aber die Königin selbst und ihren Mann darstellt würde ich als eine Zustimmung werten. Man darf nicht vergessen , dass sämtliche Blaublüter unter einander verwandt sind.

    • Ranma sagt:

      @Domenion:

      Welche konkrete Prophezeiung behauptet so etwas?
      Ranma

      P.S.: Wer wirkliches Interesse an den Ereignissen der Zukunft hat, informiere sich bitte richtig:
      http://www.schauungen.de/wiki/index.php?title=Liste_der_Prophezeiungen

    • Albert Pike sagt:

      Diese Rätselei wäre ein klassisches Beispiel für etwas was man ‚confirmation bias‘ nennt. Aber egal – wenn man annimmt das gerade ein Gottesbeweiss, durch das aus politischen Gründen opportune Erfüllen aller möglichen Prophezeihungen, unter zu Hilfenahme eines -aus wirtschafts-systematischen Gründen wiedermal nötigen- grossen W-Krieges erfolgt, dann geht alles im Plan gemäss Prophezeihungen. Je dichter drann der Ablauf des gemachten Krieges an der Weltuntergangs-Mär ist, um so mächtiger ist der Gottesbeweis -um so leidenswilliger die WK3-Überlebenden (um so unangetasteter die neuen/alten Eliten), im neuen 1000jährigen.

      Die Prophezeiungen kommen von der alten Geschichte, daß im Nach-Apokalyptischen 1000jährigen Zeitalter alles streng nach Biebel geht, und da gibt’s ja nur Könige und Königinen. Wenn man die gegenseitigen Geschenke so liest – dann passt’s so:
      Das Englische Gegengeschenk folgt dem Brauch das ein Monarch seinen Schäffchen (oder Untertanen) immer ein Porträt schenkt. Hier sind es zwei. Eins von der Königin und eins vom Prinzen, will heißen beide Blutlinien geben Segen oder haben erbbedingte Ansprüche.
      Kyrils Gastgeschenk ist die Zusicherung des mächtigen russischen Volksreligionsführers dem, anderen (weniger mächtigen Volk) englischen Volksreligionsführer -oder dem ja noch machtlosen neuen Thron ein offenes Ohr zuschenken, und dessen Wünschen im Rahmen der bestehenden geistigen moralischen Ordnung zu erfüllen.
      Der Sinn ist das sich schon mal jetzt zwei Volksreligionen vereinigen und am gleichen Strang ziehen.

    • orthodox sagt:

      Prophezeiungen sind bullshit und waren es schon immer.

      Das ein Zar in Russland wieder ans Ruder kommt, ist absolut ausgeschlossen. Um nicht zu sagen hirnrissig.

      • Tja (ät) orthodox, da wäre ich mir nicht so sicher, denn auch mir wäre der schlichteste Vertreter des Haus Schottisch-Preußen erheblich lieber als die Summe der vormaligen BPs, ohne Th. HEUSS, als die hiesige „Bohnenrepublik“ a ‚la SOKRATES! Noch Fragen?

  42. Simon sagt:

    Wegen Aleppo wird der „IS“ plötzlich in Mossul aktiv? Die US-Terroristen wollen ihre Leute von Aleppo nach Mossul umverlegen?

  43. Simon sagt:

    Die religiösen Ideologen (Vorläufer der politischen) sehen wieder ihre Chancen. Die Verblödung der Leute schreitet voran und „Glaube“ wird wieder salonfähig.

  44. Löwenhaupt sagt:

    Kommen Sie, Analitik, das ist wirklich ungehörig!
    Teilen Sie uns Ihre Deutung mit! Diesen Nervenkitzel kann ich nicht ertragen.

  45. Demeter sagt:

    Seit vorgestern lässt mir dieses Rätsel keine Ruhe. Ich habe viel gesucht und Einiges gefunden.

    Zum Beispiel dass die Ikone vom Berg Athos in Griechenland stammt. Diesen Berg hatte Putin Ende Mai 2016 besucht. Patriarch Kirill ist ein enger Vertrauter von Wladimir Putin und unterstützt ihn. Der Patriarch äusserte früher, dass Wladimir Putin in seinen Augen ein Glücksfall ist.

    Leider konnte ich über die Ikone selbst nicht mehr herausfinden. Welches Wunder sie bereits vollbracht hat, ist mir nicht bekannt.

    Wenn sich das Oberhaupt der Orthodoxen Kirche auf den Weg macht und das Oberhaupt der Anglikanischen Kirche trifft und zusätzlich das Staatsoberhaupt, auch wenn die Königin nur formal dieses Amt ausfüllt, dann ist das von sehr grosser Bedeutung.

    Es gibt keine Bilder der Treffen zwischen dem Patriarchen und der Königin. Königin Elizabeth kann man durchaus als Ikone bezeichnen. Sie wird angebetet von Millionen Menschen und hat einen ungeheuren Einfluss. . Sie gilt als Autorität und ihr Wort hat Gewicht. Selbst Proteste aus Politikerreihen gegen diesen Besuch und den roten Teppich für einen Vertreter Russlands, verhallten, ohne grosse Aufmerksamkeit zu erhalten.

    Die Königin steht für Tradition und Werte, die in der heutigen Zeit an Bedeutung verlieren, so der Leiter der Pressestelle des Moskauer Patriarchats, Vater Alexander Volkov. Es war das erste Mal, dass ein Patriarch zu Besuch im Buckingham Palast weilte:

    “I had an opportunity to meet Her Majesty in Moscow in 1994 during her official visit to Russia but back then, the meeting was more formal,” he said. “This time, I saw the Queen in good health, [I saw] her bright luminous eyes. She showed wonderful reaction to my words, she said many proper things and the conversation left me with a pleasant intellectual and emotional impression. This is how I will remember the British queen and I shall cherish this bright memory.”

    „Ich hatte die Gelegenheit ihre Majestät 1994 bei ihrem offiziellen Moskau Besuch zu treffen, aber damals war das Treffen förmlicher, sagte er. „Diesmal traf ich die Königin bei bester Gesundheit, (ich sah) ihre strahlenden, leuchtenden Augen. Sie reagierte auf meine Worte auf wunderbare Weise, sie sagte viele vernünftige Dinge und die Unterhaltung hinterliess bei mir einen angenehmen intellektuellen und emotionalen Eindruck. So werde ich mich an die britische Königin erinnern und ich werde dieses Andenken bewahren.“

    Patriarch Kirill traf auch den Erzbischof von Canterbury und betonte, dass die Kirche eine Kraft des Friedens sein muss und Spannungen entschärfen soll. Die Widersprüche zwischen den beiden Ländern können noch so viele Besuche eines Patriarchen nicht ändern, dennoch so Kirill, hat er von den britischen Bürgern keine Feindseligkeit gesehen.
    Der Patriarch hatte seiner Hoffnung Ausdruck verliehen, dass die Russisch-Britischen Beziehungen alle Prüfungen Dank „Jahrhundertealter Tradition“ bestehen werden. Das beinhaltet u.a. eheliche Verbindungen zwischen Dynastien, einen vereinten Kampf gegen einen gemeinsamen Gegner und Kulturaustausch.

    „The Patriarch also expressed the hope that Russian-British relations will withstand any trials thanks to “a centuries-old tradition”: “This includes dynastic marriages, a joint fight against a common enemy and cultural exchanges,” he said.

    (Auszüge aus rbth.com Russia beyond the Headlines)

    Dank Analitik nehme ich mir jetzt immer vor, Texte nach seiner Anleitung zu lesen. Ich versuche den sub Text zu verstehen und auf das nebenbei Gesagte zu achten und auch auf das, was nicht gesagt wird.

    Wenn ich mir jetzt einzelne Passagen aus dem Text vornehme, dann fällt mir auf, wie der Patriarch sich liebevoll, fast rührend über die Königin äussert. Auch geht er davon aus, dass er sie nicht mehr wiedersehen wird. Das, nehme ich an, ist ihrem hohen Alter geschuldet und auch der Tatsache, dass es nicht sehr wahrscheinlich ist, dass man ihn in naher Zukunft noch einmal in den Buckingham Palast einladen wird. Er betont auch, dass dieses Treffen, im Vergleich zu dem in Moskau, nicht förmlich war. Demnach war es herzlich. Er möchte auch unbedingt den Eindruck vermitteln, dass die Königin im vollen Besitz ihrer geistigen Kräfte ist.

    Ich las kürzlich, dass der Patriarch den Krieg in Syrien mit einem Heiligen Krieg verglich. Er meint damit, dass der Krieg gegen den Terror ein Heiliger Krieg ist und dass es nicht nur Russlands Kampf ist, sondern dieser Kampf muss von allen gemeinsam gekämpft werden.

    Zurück zur Ikone. Die Ikone, die man anbeten kann und die einem vielleicht Wünsche erfüllen wird. Die Frage ist, warum gerade diese Ikone? Es gibt sicher genug wertvolle Ikonen, die Russland verschenken könnte.

    Da der Patriarch davon auszugehen scheint, dass dies eine einmalige Begegnung mit der Königin bleiben wird und dieser Besuch nicht förmlich war, also privater, persönlicher Natur, dann hat auch das Geschenk eher einen privaten Charakter. Prinz Philipp stammt aus einer griechisch-dänischen adligen Familie. Anhand seines Blutes konnte die Identität der Überreste einiger Mitglieder der Familie von Kaiserin Alexandra festgestellt werden. Und da komme ich zu dem Satz über eheliche Verbindungen zwischen Dynastien.

    Das ist eine Anspielung auf die historischen Familienbande zwischen Russland und England und die Ikone, die ja wie oben schon erwähnt vom Berg Athos stammt, soll möglicherweise an die auch Orthodoxen Wurzeln, repräsentiert durch Prinzgemahl Phillip, erinnern. Im Übrigen hat Elisabeth nie die Heimat ihres Mannes besucht. Warum auch immer.

    Nach vielem hin und hergerissen sein, mein erster Gedanke war gleich, wie arrogant, sie schenkt ein Photo von sich, glaube ich nun, dass das Gegenteil der Fall ist. Es ist Bescheidenheit und eine ganz persönliche Geste. Und vielleicht eine Bitte um Vergebung, dass die eigenen Familienmitglieder damals nicht gerettet wurden.

    • Paleene sagt:

      @ Demeter

      Großartig! Vielen Dank für die zahlreichen erhellenden Informationen.

    • zeitzeuge sagt:

      Ihre Ausführungen erklären mir auch ganz zufriedenstellend warum zwei Einzelportraits und nicht ein Doppel-Portrait gegengeschenkt wurde.
      Ich Frage mich noch, wer ist der Adressat dieser schwer zu entschlüsselnden Botschaft? In welchen Medien diese Veranstaltung – mit welcher Relevanz oder gar nicht – publiziert wurde, habe ich leider grad keine Zeit zu erforschen.
      Vielleicht ist die Botschaft selbst nicht wichtiger als die Metadaten – also, dass dieses Treffen überhaupt in dieser Form ablief. In Frankreich wollte man es nicht annehmen. Dahinter könnte man auch guter Bulle/böser Bulle Spielchen vermuten, aber Analitiks Erklärungen in seinen vorherigen Artikeln sind da plausibel.
      Kurz zu Motorola, den ein Kommentator oben erwähnte und ihn gegen die Queen tauschen wollte. Nach meiner Lesart ist Motorola ein ukrainischer Agent im Deserteurenpelz gewesen.

  46. Johanniskraut sagt:

    @ Analitik

    Gibts keine Auflösung von unserem Oberanalysten? Was denken Sie über das Rätzel?

    • Analitik sagt:

      Von mir gibt es vorerst keine Auflösung. In den Kommentaren wurde ja sehr viel interessantes geschrieben.
      In GB läuft bezüglich dieser Reise von Kyrill ein kleiner Krieg. Ein Teil der Eliten will die Annäherung mit Russland, ein anderer Teil versucht das zu sabotieren.
      Das Geschenk der Königin kann ich nicht einordnen. Ist es ein Zeichen von Arroganz, von Demut oder ein Zeichen dafür, mit wem die Verhandlungen zu führen sind?

      • bernhard sagt:

        Es gibt kein Rätsel. Die olle Schachtel hat die ganze Schublade voll mit den Bildern für Leute, denen laut Etikette ein Gegengeschenk zu machen ist, wo man aber nicht wirklich was wertvolles Schenken will, schon gar nicht ein Unikat. Der Beschenkte wird nicht so unhöflich sein, sich ob dieses Geschenks zu beschweren – das mögen Titanic oder Postillon übernehmen. Ob da darüberhinaus noch Größenwahn reinspielt oder Altersstarrheit sei dahingestellt.

  47. Demeter sagt:

    Hier noch ein paar Informationen zur Ikone, die ich auf der Deutschen Welle fand. Es handelt sich um einen Bericht vom 24.3.2016.

    Historiker und Professor der Universität Bremen, Wolfgang Eichwede, ist Experte für Beutekunst. Vor etwa einem Jahr nahm Gabriele Demming Kontakt mit ihm auf. Sie hatte eine Reliquie von ihrem Vater geerbt. Sie wurde von einem deutschen Armee Pfarrer, der zu Beginn des 2. WK in Russland war nach Deutschland gebracht. Unter den deutschen Priestern, die in den von Nazis okkupierten Gebieten in Russland waren, gab es Einige, die Ikonen nach Deutschland brachten, um sie vor der Zerstörung durch die atheistische Sowjetunion zu bewahren, so Eichwede. Die Familie von Gabriele Demming hat beschlossen, die Ikone an Russland zurückzugeben.

    Die Ikone “ Die schnell Erhörende“ wurde vermutlich 1875 in dem berühmten Atelier für Ikonen Malerei in dem orthodoxen Kloster auf dem Athos Berg als Geschenk für den Grossherzog Alexej Alexandrowitsch angefertigt, der mindestens zweimal in Griechenland gewesen war.

    Auf der Rückseite stand etwas, dass sie nicht entschlüsseln konnte und wandte sich damit an Eichwede. Der Text sagt: Zum Abschied und mit dem Segen des russischen St. Andreas Klosters auf dem Berg Athos, 21. Mai 1875. Die Widmung war für Grossherzog Alexej Alexandrowitsch, dem vierten Sohn von Zar Alexander II und Zarin Maria Alexandrowna und Bruder von Alexander III., der 25 Jahre die russische Flotte anführte.

    1908 nach dem letzten General Admiral des Russischen Reiches ging die Ikone der Mutter Gottes „Die schnell Erhörende“ in den Besitz seiner Familie über und nach 1918 wurde sie Teil der Sammlung von Zarskoje Zelo. Neben der Widmung auf der Rückseite der Ikone war noch ein Stempel des Klosters auf dem Athos Berg, sowie eine Inventarnummer, die auf die Zugehörigkeit zum Museum hinweist.

    Es gibt keinen Zweifel, wohin diese Ikone gehört, so Eichwede. Ihm zufolge verlor Zarskoje Zelo während des 2. WK sehr viele wertvolle Exponate und so wurde die Nachricht, dass die deutsche Familie die Ikone zurückgibt, mit Begeisterung aufgenommen. „Diese deutsche Familie verdient viel Respekt, aber dieser Fall ist keine Ausnahme. Sowohl russische und deutsche Bürger, die aufgrund der unterschiedlichsten Umstände in den Besitz von Beutekunst gelangt sind, entschliessen sich sehr häufig zu diesem Schritt und tun dies absolut freiwillig. Während unsere Politik in vielen Fragen keine gemeinsame Sprache findet, finden die Menschen zueinander und einen Weg, die Dinge wieder in Ordnung zu bringen. Ich nenne das „zivile Diplomatie“, sagt Eichwede.

    Die Übergabe der Ikone „Die schnell Erhörende“ an ihre rechtmässigen Besitzer fand am 25. März im Grossen Katharinenpalast von Zarskoje Zelo statt.

    • Tja Demeter, da fällt mir doch glatt die Kriegserklärung vom 24. März 1933, der Räuber des Quedlinburger Domschatz und dessen hehlerische Brut ein, welche ihn wohl „schlechten Gewissens“ Deutschland pö’a, pö wieder unterschekel wollte, was bestimmt kein Wunder ist! Noch Fragen?

  48. Strukturdenker sagt:

    Nach den hervorragenden Vorarbeiten – danke insbesondere an Demeter, danke auch an Analitik für das Rätsel und an Rudolf-Robert Davideit für die verschlüsselten, aber wertvollen Hinweise – möchte ich auch eine Interpretation versuchen.

    Nach dem Ansatz des strukturellen Denkens sind Umstände, Kontext, Gesten und ähnliches mindestens gleichwertig zu geäußerten Inhalten zu bewerten, oft geben sie dem eigentlichen Kommunikationsakt erst die richtige Bedeutung, sozusagen: der Ton macht die Musik.

    Daher zunächst Thesen und Beobachtungen zum Umfeld und Setting:
    – Analitik wird uns nichts Bedeutungsloses zum „spielen“ geben; es ist anzunehmen, daß der Besuch Kyrills und der Geschenkaustausch von erheblicher, vielleicht historischer Bedeutung sind
    – der Austausch der Geschenke ist sicherlich langfristig vorbereitet; die Botschaften sind schon längst abgestimmt und vereinbart, die Geschenke sind sozusagen ein symbolisches Siegel über eine Übereinkunft, eine Art inoffizieller Vertragsschluß oder zumindest gemeinsames Einverständnis
    – daß es hier um ein Füreinander und nicht um ein Gegeneinander geht, macht die Atmosphäre gegenseitigen Interesses und fast schon Freundschaft deutlich. Schauen wir uns hierzu einfach die beiden Artikel in Sputniknews zu dem Thema an. Die russische Seite ist nicht so sehr an Zombiisierung interessiert wie die transatlantische.
    – Geschenke sind nicht nur das Überreichen etwas für einen selbst und für den anderen Wertvollem. Geschenke verpflichten auch den Beschenkten, sich um das Geschenk zu kümmern. Diese Verpflichtung sind beide Seiten durch die jeweilige Annahme eingegangen. Das Umfeld des interessierten Austausches bezeugt die gegenseitige Akzeptanz der Geschenke. Untermauert wird dies noch durch das zweite Geschenk, das Kyrill von Kirchenbesuchern erhielt, einen Welsh-Corgi-Welpen; diese Symbolik wäre eine eigene Betrachtung wert, aber schaut euch nur die Bildersprache an:
    https://de.sputniknews.com/panorama/20161017312975348-russland-grossbritannien-patriarch-geschenk/
    – Das beiderseitige Einverständnis ist kein geistliches, sondern ein politisches. Wenn es um eine rein geistliche Angelegenheit gegangen wäre, hätte Elisabeth mit einem geistlichen Geschenk geantwortet. Hat sie aber nicht.
    – Die anfängliche Interpretation von Analitik ist eine sehr oberflächliche. Wenn es die einzige wäre, wäre die Geste Kyrills eine Beleidigung gewesen. Dass die geistige Welt Rußlands erstarkt, ist der Queen sehr wohl bekannt. Sie braucht darauf nicht noch einmal hingewiesen werden. Die Botschaft ist wesentlich eine andere. Das weiß Analitik auch, deswegen hat er gnädigerweise diese einfache Interpretation selbst vorweggenommen.

    Zu den Interpretationen selbst:
    Beide Geschenke vertreten unterschiedliche Zeithorizonte, das Geschenk der Queen einen langfristigen, historischen; das Geschenk des Patriarchen einen aktuellen, kurzfristigen.

    Einfacher erscheint mir das Geschenk der Queen, Bildnisse Ihres Mannes und ihr selbst. Man muß dabei im Auge haben, daß beide nicht nur schon Persönlichkeiten der Historie, sondern im eigentlichen Sinne historische Persönlichkeiten sind. Ihr Denken und Handeln, ihre Verantwortung, spielt in historischen Dimensionen.
    Einzelportraits erinnern mich an Ahnenreihen. Gerne baut man Ahnengalerien mittels Einzelportraits auf. Indem nun die Queen Einzelbilder ihrer selbst und des Prinzgemahls in die Obhut des Vertreters uralter russischer Tradition gibt, bedeutet dies: auch wir gehören zu eurer Ahnenreihe und sind unserer gegenseitigen Vergangenheit auch für die Zukunft verpflichtet. Und die Annahme des Geschenkes bedeutet: wir wissen dies zu würdigen und sind uns dessen bewußt. Meines Erachtens bestärkt dieses Geschenk die beidseitigen Wurzeln und das gewachsene gegenseitige, familiäre Vertrauen. Die historische Dimension sagt soviel wie: was aktuell auch für Streitigkeiten und Differenzen existieren mögen, wir sind und bleiben miteinander auf Dauer verbunden. Diese Aussage trifft die Queen für Großbritannien, für Europa (Philip), wahrscheinlich auch für die angelsächsische Welt. Es ist eine historische Friedensbekundung für eine neue, mulitpolare Welt.
    Die Interpretation der Ikone ist schwieriger; hierzu müßte man die grundlegende Begebenheit kennen. Fakt ist aber, daß hier weder Rußland noch die Queen als die „erhörende“ Entität angesehen werden kann; solche Blasphemie und Größenwahn ist weder für Kyrill noch für die Queen denkbar. Ich denke eher, daß es zum Einen ein Bezug auf gemeinsame, zivilisatorische Werte ist, die – gemeinsam – zu bewahren sind, und das möglichst schnell; es geht sicherlich um Syrien bzw. den nahen Osten, aber nicht so, wie es einige Mitforisten glauben. Es geht nicht in erster Linie darum, die „Unzivilisierten“ schnell und vereint zu besiegen. Es geht vielmehr darum, die Werte der Zivilisation und des Humanismus, die ja auch mit christlichen Werten überein gehen, schnell und gemeinsam wieder in Kraft zu setzten: den Krieg und das Leid zu beenden, eine diplomatische Lösung zu suchen, vielleicht unter dem Dach der UN. Die Queen hat, stellvertretend für ihren Machtbereich, diese Geschenk angenommen. Wir können jetzt folgern, was die Annahme zu bedeuten hat und welche Konsequenzen sie zeitigt.

    • Ichse-Michse sagt:

      Ich habe keine Ahnung, wie die Geschenke zu interpretieren sind. Die Vertreter der Russ. Orth. Kirche haben jedenfalls betont, die Reise, die Wiedereröffnung der Kirche, all die Treffen und Gespräche dienten dem Ziel, die Gemeinsamkeiten zu betonen, Trennendes in den Hintergrund zu rücken…

      Der Hund, der Kyrill geschenkt wurde, ist im Artikel und von den Kommentatoren schlicht ignoriert worden. Mir scheint der aber mehr symbolische Bedeutung zu haben… Ich gebe Euch einen Beschützer mit!?

      Warum also die Geschichte mit den Bildnis(sen), Foto(s)?

      In welcher Quelle ist von Bildnissen (Mehrzahl)die Rede?

      Woher stammt die Meldung, die Queen habe ein Bild von sich und eines von ihrem Ehemann übergeben (also zwei)?

      Sputniknews hat gemeldet, die Queen habe ein (!) Fotoporträt von sich überreicht? Was bedeutet das in der Diplomatensprache?

      Absolut spannender Artikel, den Analitik hier eingestellt hat.
      Tolle Interpretationsversuche.
      Danke.

    • Analitik sagt:

      Ich möchte mich gegen die Überhöhung meiner Person verwahren, zu der Sie sich hinreißen lassen. Das hilft weder mir noch den Lesern.

      Ansonsten interessante Gedanken, die Sie da schildern.

  49. Demeter sagt:

    Ich glaube ich habe des Rätsels Lösung gefunden:

    Das Treffen zwischen Königin Elizabeth und dem Patriarchen Kirill fand auf Wunsch des Patriarchen statt. Und es fand aus Dankbarkeit statt.

    Der Grund dafür ist ihr Sohn, Prinz Charles. Thronfolger und künftiges Staatsoberhaupt.

    Im Jahr 2004 begab sich Prinz Charles ganze 3 Mal in geheimer Mission zum Athos Berg. Freunde behaupteten, dass der Prinz seine grosse Liebe zum Orthodoxen Glauben entdeckt hat, bis zu einem Punkt, dass er einen Teil seines Anwesens in Highgrove wertvollen byzantinischen Ikonen gewidmet hat. Viele davon stammen angeblich vom Athos Berg. Ein Mönch vom Berg Athos sagte, dass kein Zweifel daran besteht, dass Prinz Charles im Herzen orthodoxer Christ ist, er aber durch seine Position gebunden ist. Athos beinhaltet für Charles seine tiefe Bewunderung für alte Weisheit, eine göttliche natürliche Ordnung.

    Seit den Stuarts hat kein Thronerbe ein derartiges intellektuelles Interesse an Religion gezeigt. Charles, der als König den Titel „Verteidiger des Glaubens“ tragen wird, zeigt seit Jahren grosses Interesse an Religionen wie Islam und Buddhismus. Es wird spekuliert, dass Charles persönlich in Religionen des Ostens unterrichtet wird, durch einen Abt vom Athos Berg, der auch oft in Highgrove sein soll.

    Nur Tage nach Dianas Tod, soll Charles auf Athos ein „spirituelles Gelübde“ zum Ortodoxen Glauben abgelegt haben. Nur er mit dem Abt in einer Kammer. „Die Leute vergessen, dass der orthodoxe Glauben in seiner Familie liegt“ so der damalige Erzbischof der orthodoxen Gemeinde in Grossbritannien. Charles Grossmutter Alice (Aliki) hat Jahre als Nonne gelebt und eine orthodox Kapelle im Buckingham Palast unterhalten, die nach ihrem Tod wieder abgebaut wurde. Sie wurde in einem orthodoxen Kloster in Jerusalem beerdigt.

    Prinz Philipp und Charles sind beide Ehren Mitglieder der Freunde des Athos Berges. Seit 1990 ist Prinz Philipp zum orthodoxen Glauben zurückgekehrt. Orthodoxe Priester verteidigten Charles als eine böse Verleumdungskampagne gegen ihn lief, um seine noch zögerliche Neigung zu dieser Religion zu zerstören. Der Bischof von Alexandropoulos war überzeugt, dass dies der Grund für die Schmutzkampagne war. Schliesslich würde es viele Leute sehr verstören, wenn bekannt würde, dass Charles sich zum orthodoxen Glauben bekennt.

    Prinz Charles soll gesagt haben: Die absolut lächerliche Haltung der Kirche Englands mache ihn verrückt – alles für jeden sein zu wollen und am Ende für Nichts zu stehen.

    Charles setzt sich für die Restaurierung aller 23 Klöster vom Athos Berg ein.

    Und hier noch ein interessantes Zitat von Charles:

    ‚We are hurtling into an abyss of depravity, profligacy, plunder, theft, complete immorality. The only place I see where there may be the beginning of some sort of regeneration is in Russia‘.

    Zitat in der Zeitung Den 1992. Charles sieht in Russland die Chance für Regeneration. Charles glaubt, dass Modernismus profan ist und unheilig. Er glaubt, dass der Glaube notwendig ist.

    Und heute: Charles weigert sich, zuzusehen, wie die Christen aus dem Nahen Osten vertrieben werden. Er hält Kontakt mit den Christen in Ägypten, Irak und Syrien. Charles wird als ein möglicher Retter der Christen im Nahen Osten gesehen. Vielleicht keine Überraschung, wenn Charles, dieser britische Prinz mit griechischem Herzen seine Rolle als Verteidiger des östlichen Glaubens sieht.

    (aus dem Catholic Herald 2015; the Telegraph 2013;Orthodox England 2002; Guardian 2004).

    Und in diesem Hinblick ist das Geschenk zu sehen. Denke ich.

    Jetzt muss nur noch das Wunder geklärt werden.

    • Ichse-Michse sagt:

      Oh, das Wunder war eine Göttliche Heilung…

      Wenn man den Suchbegriff des Namens der Ikone bei Yandex eingibt, erscheint in dem ersten Verweis auch deren kirchlich-künstlerische Geschichte. Die (scheinbar) einzige existierende Kirche gleichen Namens befindet sich in Estland!

      • Demeter sagt:

        @ Ichse-Michse

        Bei Yandex habe ich nicht gesucht. Aber bei google kommt man auch auf diese Kirche in Estland. Das hatte mich irritiert, weil ich dann den Artikel fand, der besagt, dass die Ikone nach Zarskoje Zelo zurückgekehrt ist.

        Was war denn nun die Göttliche Heilung? Haben Sie Genaueres? Danke.

        • Analitik sagt:

          Also, die Original-Ikone ist viel älter. Es wurden seitdem viele neue Ikonen mit diesem Namen bezeichnet, die dem Wunder gewidmet sind. Kyrill hat wahrscheinlich eine ganz neue Ikone geschenkt, es war nirgends die Rede davon, dass sie historisch ist.

          Das Wunder ist folgendes: Ein Mönch war nachts mit einer Öllampe unterwegs, kam der Ikone nahe (der Original-Ikone, zu deren Ehren es dann viele Nachbildungen gab) und die Ikone sagte ihm, dass er weggehen möge, weil er sie zuraucht mit seiner Lampe. Der Mönch traute seinen Ohren nicht und ging nicht weg. Dann verlor er das Augenlicht und kapierte, dass er sich nicht verhört hatte. Der Mönch kniete jeden Tag vor der Ikone und betete um Vergebung. Irgendwann sprach sie wieder zu ihm und sagte, dass sie ihm vergibt, weil sie erkannt habe, dass seine Buße aufrichtig ist. Das Augenlicht kehrte augenblicklich zum Mönch zurück.
          Da Maria das Gebet des Mönchs erhörte, wurde die Ikone „Erhörende“ genannt. Die Original-Ikone ist in Griechenland.

          • Strukturdenker sagt:

            Danke für die Geschichte. Auch ohne Originalquelle glaube ich hier ausnahmsweise der Wiedergabe durch Analitik. Es ist übrigens bezeichnend, daß man in unseren ach so weiten neuen Informationswelten schon Hintergrundinformationen erster Stufe (es könnte noch viel tiefer gehen) nicht findet.
            Die Thematik ist eine Geschichte der Verblendung, Buße und Gnade/Heilung.
            Nehmen wir an, daß die russische Seite sich auf keinen Fall anmaßen wird, auch nur symbolisch die Rolle der Gottesmutter einzunehmen.
            So bleibt für eine politische Interpretation der Maria das zivilisatorische Wertegefüge, das ja auch in christlichen Traditionen wurzelt.
            Daß man durch den Rauch (des Krieges) diese Werte nicht mehr erkennen kann ist tragisch. Eine Zeit der Besinnung und Zurückhaltung ist angesagt, um sich der eigenen und gemeinsamen Werte wieder zu besinnen, was auch gelingen kann.

    • Danke Demeter, bzgl. Wunder,dafür sind wir halt in der Welt berühmt: „Üb‘ immer Treu und Redlichkeit“ vom Clavitron über OTTO den Großen vor dem Magdeburger Rathaus, und Dank stet etwas unter Ihrer vorletzten Einlassung.
      Noch einen Guten Tag
      RRD

    • Analitik sagt:

      Haben Sie auch konkrete Links oder Verweise zur Hand?

      • Tja ANALITIK, nehmen Sie doch fürs erste mit Prof EICHWEDE unter (ät) Demeter, 25 Okt. 2016/20.53 Uhr auf Ihrem Kanal vorlieb (heutigen Tags werden uns ja auf allen Kanälen die Asylanten als die Superehrlichen verkauft; sehe seit Jahren weder Fernsehen, höre kein Radio noch lese ich Zeitungen, doch habe ich für den Ernstfall ein sehr gutes Kurzwellenradio!
        Nichts für Ungut
        RRD

  50. Demeter sagt:

    @ Strukturdenker

    Vielen Dank für Ihren Kommentar!

    Sie haben die Sichtweise erweitert und viele sehr wichtige Hinweise gegeben, die mir entgangen sind.

    Um so wertvoller ist der Gedankenaustausch.

    Analitik kommt da besondere Wertschätzung zu, dass er dieses Treffen als herausragend identifiziert hat und uns darauf aufmerksam gemacht hat. Ich weiss nicht, wie es den anderen geht, aber mir zumindest ist diese Begegnung entgangen und auch wenn sie mir nicht entgangen wäre, hätte ich ihr keine grosse Bedeutung beigemessen.

    Ihren Hinweis auf die Einzelporträts und Ahnenreihen finde ich sehr interessant.

    Die Queen hätte auch ein Doppelporträt schenken können. Aber so bekommt Prinz Phillipp eine eigenständige Bedeutung, die ihm in der zweiten Reihe als Prinzgemahl von der Öffentlichkeit nicht gegeben wird. Dass er das Bindeglied zu Europa bildet und zum Osten im weitesten Sinn, während die Queen das Band zu den Commonwealth Staaten bildet, ist wichtig. Wir haben die Fotos nicht gesehen. Ein Foto von sich zu schenken, ist ein persönlicher Akt und da wir davon ausgehen können, dass in einem Königshaus von der Bedeutung des britischen nichts zufällig und ohne Symbolik geschieht, dann hat genau die Wahl der Fotos eine grosse Symbolik.

    Wie Sie auch schreiben, sind beide bereits historische Persönlichkeiten und wollen sicher auch am Ende ihres Lebens ihr „Haus“ in Ordnung bringen und alles regeln für die Nachkommen. Die Familie soll überleben und soll sich ihrer Wurzeln bewusst bleiben.

    Ist man zur Erkenntnis gelangt, dass nur Russland das Überleben der Menschheit sichern kann? Der Moralverfall und das schwache Gerüst der Kirche in England, dass Prinz Charles angemahnt hat, sind ein Hinweis darauf, dass man auf die Kraft der östlichen Kirche, ihre Werte setzt und darauf vertraut, dass dieser Weg der Richtige ist.

    • Analitik sagt:

      Kyrill hat bei den Treffen übrigens die britische Kirche kritisiert, für deren Liberalisierung und Werteverfall.

  51. Peter Pan sagt:

    Wen interessiert das englische Königshaus? Sind doch alles Freimaurer und Schmarotzer.

  52. Apologet sagt:

    Zwei weitere historische Zusammenkünfte mit jeweils interessanter Lokalität:

    Benedikt in Schottland: http://de.radiovaticana.va/news/2016/04/24/aktenzeichen_elisabeth_ii,_k%C3%B6nigin_von_england_-_90_jahre/1223848

    Wichtiger Ausschnitt aus dem Bericht von Radio Vatikan, welcher die aktuell schwierige Situation der kath. Kirche ausblendet:

    „Eine historische Begegnung. Cor ad cor loquitur – Das Herz spricht zum Herzen. Unter diesem Motto stand die Reise Papst Benedikts XVI. nach Schottland und England. Es entspricht dem Wappenspruch von John Henry Kardinal Newman, den er bei seiner Kardinalserhebung annahm.
    Benedikt XVI. hatte kurz vor seiner Reise die Konstitution „Anglicanorum coetibus“ verabschiedet und damit die Möglichkeit für anglikanische Gläubige geschaffen, kollektiv zur katholischen Kirche überzutreten.“
    Ganz im Gegensatz zu SPON:
    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/der-papst-in-grossbritannien-benedikts-schwierigste-mission-a-717952.html
    und weiter:
    Kyrill trifft auf Kuba Franziskus:
    „Nach Angaben von Metropolit Ilarion von Wolokolamsk, Vikar des russischen Patriarchen, wollen die beiden Kirchenoberhäupter unter anderem über die Verfolgung der Christen in den Krisenherden in Nahost, Afrika und Asien beraten.“

    Mehr: https://de.sputniknews.com/religion/20160212307816044-kyrill-franziskus-treffen/

    Deutet alles auf einen weither anberaumten, irgendwie gearteten Zusammenschluss der anglikanischen, römisch-katholischen und russisch-orthodoxen Kirchen hin. Zentrum der Gemeinsamkeiten wäre die Heilige Dreifaltigkeit und die Führsprache Mariens im Bestehen gegen „Angriffe“ auf die Kirche und den Glauben.

  53. FarEast sagt:

    Ich bin nicht vertraut genug mit den Umständen oder der religiösen Symbolik dieses Falls, um mich an eine Deutung zu wagen. Was mir durch den Kopf ging, war die Frage, ob diese Tiefe der Interpretationen und Bedeutungen in diesen diplomatischen Kontakten selbst eine Rolle spielt. Ich gehe nicht davon aus, dass jeder so mit diesen Dingen vertraut ist, dass er oder sie sie unmittelbar einordnen kann. Wird die Erklärung, was das zu bedeuten hat, dann von den Überbringern eines Geschenks selbst beigegeben? Haben die Repräsentanten ihren Stab, der nachforscht und ihnen das hinterher )wenn bekannt, vorher) erklärt? Und spielt es eine Rolle? Bei vielen deutschen Politikern hat man oft den Eindruck, dass Ignoranz und mangelndes Verständnis für Subtilitäten ihre hervorstechendste Eigenschaft sei. Werden die nicht informiert? Oder ist ihnen das egal?

    • Analitik sagt:

      Die Zeichen und Symbole werden natürlich verstanden. Im Diplomaten-Code gibt es viele Regeln, die wir einfachen Menschen nicht kennen. Durch Einhaltung oder Verletzung dieser Regeln werden sehr viele Botschaften gesendet. Als beispielsweise Obama in China zum G20-Gipfel anreiste, wurde er nicht vom chinesischen Oberhaupt am Flugzeug empfangen. Er musste sogar am Hinterausgang aussteigen, weil die Chinesen ihm keine Treppe vor den Vorderausgang vorgefahren haben. Das ist deutlich, oder? Als Putin neulich in Berlin war, hat ihn Merkel am Flugzeug empfangen. [Putin wurde am Flughafen mit militärischen Ehren empfangen: https://www.youtube.com/watch?v=claAZf6BPXw Merkel empfing ihn draußen am Auto, als er vorfuhr: https://www.youtube.com/watch?v=SfsflwtIVXA Bitte um Entschuldigung für den Fehler.] Auch deutlich, oder? Die Medien kreischen was von Russland bestrafen, aber Merkel erweist Putin hohe diplomatische Ehren.

      Anderes Beispiel. Als Merkel (2014 oder 2015, ich weiss es nicht mehr) in der Ukraine war, hat sie den Blumenstrauß, der ihr zur Begrüßung geschenkt wurde, beim Verlassen des Saals „vergessen“. Sie hat das Geschenk nicht angenommen. Das ist deutlich, oder? Unsere Medien faseln was von unseren Freunden in der Ukraine, für die sich Europa opfern muss, aber jenseits der Zombiepropaganda sagt die EU der Ukraine ganz klar, dass sie sich verpissen soll mit ihrem Wunsch nach europäischer Integration.

      Noch ein Beispiel. Kerry reist ja inzwischen sehr regelmäßig zu Audienzen nach Russland. Bei einer solchen Audienz, es muss 2015 gewesen sein, wurde Kerrys Treffen mit Lawrow im Hotel „Rodina“ organisiert. Rodina ist das russische Wort für Heimat. Zum Treffen ist Lawrow in einem russischen Oldtimer „Pobeda“ vorgefahren. Pobeda bedutet im russischen Sieg. Lawrow hat symbolisch den Sieg in die Heimat gefahren. Ein Signal an die Eliten aller Welt, dass Russland auf Sieg spielt und auch sehr zuversichtlich ist, es zu schaffen. Das war noch lange vor dem kürzlich stattgefundenen Finale.

      Derlei Botschaften werden von Diplomaten ständig gesendet. Die hier aufgeführten sind die offensichtlichen, die auch jedem Nichtdiplomaten einleuchten. Dazu gibt es ein riesiges Arsenal an weiteren, subtileren Möglichkeiten, die uns Nichtfachleuten entgehen, selbst wenn sie öffentlich vorgetragen werden.

      • Analitik sagt:

        Ein weiteres Beispiel für die feinen Details, die man sehr leicht übersieht. Schon immer war es von Bedeutung, wie weit ein Herr einem anderen Herr entgegen kommt bei der Begrüßung. Einen unwichtigen Herr begrüßte man erst bei sich im Zimmer, einen wichtigen am Burgtor, einen besonders wichtigen draußen vor den Toren. Je weiter man hinausging, desto größer die Wertschätzung für den Gast.

        Hier noch mal das Video, auf dem Merkel nacheinander Poroschenko, Hollande und Putin vor den Toren ihrer Burg empfängt: https://www.youtube.com/watch?v=SfsflwtIVXA
        Achten Sie darauf, wie weit sie auf dem roten Teppich vortritt. Bei Poroschenko und Hollande etwa zwei Meter bis zum Teppichende. Bei Putin bis ganz zum Ende. Das ist subtil. Aber es wird mindestens auf unbewusster Ebene von allen Beteiligten wahrgenommen und richtig verstanden. Auf derart hohem Level überlässt man solche Dinge aber nicht dem Zufall, so dass man davon ausgehen muss, dass die Beteiligten und die Verantwortlichen im Hintergrund auch ganz bewusst wahrnehmen, was abläuft und wie es abläuft. Und natürlich ist nicht nur die Wahrnehmung bewusst, sondern auch das Handeln wird entsprechend bewusst gestaltet.

        Wie bewusst und peinlich genau auf die Wirkung von Symbolen geachtet wird, zeigte sich auch vor kurzem bei Obamas Besuch in Kuba: https://www.youtube.com/watch?v=BZ49-DynZj4
        Obama wollte Castro die Hand auf die Schulter legen. Warum? Das ist eine Geste der Überlegenheit. Der Chef kann seinem Mitarbeiter die Hand auf die Schulter legen, das wirkt normal. Aber wo sehen Sie, dass ein Mitarbeiter seinem Chef die Hand auf die Schulter legt? Nur da, wo der Chef nicht mehr lange Chef bleiben wird. Der Überlegene legt von oben seine Hand (seinen Körper, sein Schwert, was auch immer) auf den Unterlegenen. Die Teilnahme am Ritual bestätigt den einen als Überlegenen und den anderen als Unterlegenen – auch und gerade in der inneren Wahrnehmung der beiden Teilnehmer. Das ist so archaisch und so tief in unseren Gehirnen gespeichert, dass man sich gegen diese Regeln nicht wehren kann.
        Raul wusste, dass Obama diese Geste gerne macht. Er hat sich darauf vorbereitet und hat Obama sehr blamiert, indem er Obamas Hand ergriff und sie nach oben streckte. Eine Konter-Geste. Einerseits freundlich, die Hand des Partners hoch zu halten, andererseits ist dabei Castro der Führende und Obama derjenige, der geführt wird. Das ganze verschlimmerte sich zur offenen Blamage, weil Obama auf diesen Konter nicht vorbereitet war und statt die Hand nach oben zu strecken und zu winken oder so, die Hand stattdessen schlaff nach unten hängen ließ. Das war sehr bitter für Obama. Anschließend fasste Castro Obama am Arm und führte ihn aus dem Pressesaal. Wieder eine demütigende Geste für den Damals-Noch-Offiziell-König. Und dann, als sich beide abdrehten, versuchte Obama es noch mal damit, Castro die Hand auf den Rücken zu legen. Und Castro wehrte sich erneut energisch dagegen. Daran merken Sie, wie stark solche Gesten und ihre Abwehr einstudiert sind und welche Bedeutung sie haben. Das ist keine belanglose Symbolik, das ist höchstbedeutende Symbolik. Diese halbe öffentliche Minute reicht aus, um zu erkennen, dass der König schwach ist und dass Kuba nicht im geringsten vor hat, sich dem König zu unterwerfen. Die US-Diplomaten haben spätestens nach diesem öffentlichen Akt gewusst, dass sie bei den Verhandlungen mit Kuba werden Granit kauen müssen.

        • Strukturdenker sagt:

          Interessant ist, daß es einen Videoschnitt gibt, der diese diplomatischen Botschaften explizit zeigt.
          Wenn man etwas genauer hinsieht, fallen noch zwei Dinge auf:
          – Poroschenko und Hollande werden lt. Protokoll aus derselben Entfernung begüßt, sind also politisch als gleichwertig betrachtet
          – Merkel läßt es sich aber nicht nehmen, und das ist glaube ich eine spontane, persönliche Entscheidung, Hollande noch entgegenzugehen, nachdem sie für eine Sekunde auf ihrem protokollarisch zugedachten Platz verharrt hat.

          Und natürlich: die wichtigen Gäste kommen später

        • Memelbräu sagt:

          Zwei Anmerkungen dazu:
          1) Zum Empfang von Putin, Hollande & Co.: Brinen die eigentlich ihre eigene Staatskarosse mit oder wird die bei solchen Veranstaltungen vom Gastgeber gestellt? Sofern letzteres der Fall sein sollte: Putin hat die dickste Limo erhalten.

          2) Zur Obama-Castro-Geschichte: Das hat SPON seinerzeit daraus gemacht. Wunderbares Beispiel finde ich: http://www.spiegel.de/politik/ausland/barack-obama-trifft-raul-castro-ein-treffen-fuer-die-geschichtsbuecher-a-1083527.html

          • Analitik sagt:

            Zu 1) Putin bringt eigene Karossen mit. Die werden vorher eingefahren oder eingeflogen. Wie viele das sind und wie genau die sonstigen Sicherheitsvorkehrungen aussehen, wird mit dem Gastgeberland ausgehandelt.

        • FarEast sagt:

          Den Eklat um Obama in Cuba habe ich mitbekommen, die Szene mit Merkels Empfang habe ich noch nicht gesehen, stimme Ihrer Einschätzung aber natürlich zu (sie empfängt Putin sogar noch einen Schritt nach dem Ende des Regendaches). Dass solche Gesten eine Wirkung und Aussage haben, war mir auch klar (dazu Bedarf es nicht einmal des Verweises auf große Gesten wie Brands Kniefall, der vielleicht nicht abgesprochen, aber sicher wohlüberlegt war).

          Da es auch Beispiele gibt, in denen Sachen nicht rundlaufen, bedeutet das wohl, dass die Politiker nicht sorgfältig instruiert wurden (und Punkte vergessen haben). Es kommt vielleicht auf die Wichtigkeit des Besuchs an. – Meine Überlegung war, ob darüber hinausgehende Symbolik den Politikern immer einsichtig ist (wie z.B. die Hagiografie hinter einer Ikone bei einem 30 Minuten-Besuch). Aber gut, überzeugt – gehen wir davon mal aus.

      • Tom sagt:

        „Derlei Botschaften“
        Da muss ich lächelnd an das letzte B-RICS Treffen in Goa denken.
        Nicht ganz so subtil
        http://www.nachdenkseiten.de/?p=35573

  54. Pelikan sagt:

    @Demeter

    Sie zitieren Prince Charles nach der Zeitung Den 1992:

    „We are hurtling into an abyss of depravity, profligacy, plunder, theft, complete immorality. The only place I see where there may be the beginning of some sort of regeneration is in Russia‘.

    Ich zweifele nicht, dass Sie korrekt zitieren. Können Sie die Quelle bitte dennoch etwas präzisieren? Ist der Titel der Zeitung vollständig? Wenn ja, was bedeutet er auf Deutsch? In welchem Land wird die Zeitung herausgegeben?

    Danke

  55. Fragesteller sagt:

    @analitik,

    was ist Ihre Meinung zu dieser Aussage von Merkel?
    https://www.youtube.com/watch?v=Dfd_8LX7rIs

    Zitat:
    „Dann muss man eben mal ein paar Liederzettel kopieren und einen, der noch Blockflöte spielen kann, mal bitten oder so.. Nein ich mein das ganz ehrlich, sonst geht uns ein Stück Heimat verloren…“

    -ein paar Liederzettel kopieren
    Wahlkampfthemen von z.B. AfD kopieren

    – und einen, der noch Blockflöte spielen kann
    Blockparteien sollen sich der Themen mehr annehmen und das ebenfalls „bespielen“

    -sonst geht uns ein Stück Heimat verloren…
    der Wahlkampf steht an und wir wollen nicht noch mehr Stimmen verlieren

    War das die Botschaft oder ist die Frau einfach nur unbedarft und wirr?

    • Analitik sagt:

      Interessante Deutung haben Sie da aufgestellt. 🙂
      Halte ich für möglich. Die AfD ist ein CDU-Projekt und wurde unter anderem dafür geschaffen, die relevanten Wahlkampfthemen zu sondieren, um sie sich selbst anzueignen.

      Gleichzeitig passt Merkels Botschaft auch dazu, dass Russland und GB sich auf höchster Ebene über die Rückbesinnung auf christliche Werte ausgetauscht haben. Wenn man bedenkt, dass der Papst sich ebenfalls Russland und der orthodoxen Kirche angenähert hat, ist Merkels Botschaft nur eine von vielen.

      Es sieht so aus, als ob sich Europa Russland anschließt im Kampf gegen den Werteverfall.

      Da feindliche Agenten eine Stärkung christlicher Werte als Religionskrieg gegen den Islam deuten werden, möchte ich darauf aufmerksam machen, dass das eine Lüge ist. Diese Lüge werden wir in Zukunft viel unter die Nase gerieben bekommen. Die Stärkung christlicher Werte richtet sich nicht gegen den Islam oder gegen die Flüchtlinge in Europa, sondern gegen die liberalistische Kultur, die uns als Ersatz für traditionelle Werte aufgezwungen wird. Aggressive Propaganda von Homo- und Transsexualität, Theaterstücke, die aus Sex und Scheißeschmieren bestehen, Schönreden von Prostitution, Kinderlosigkeit, Ehebruch usw. usf. Im Westen hat dieser ganze wertbefreite Müll die traditionellen Werte schon zu weiten Teilen verdrängt. Und da der König, von dem diese Dekulturisierung ausgegangen ist und weiter ausgeht, inzwischen vom Thron ist, traut sich Europa offenbar, diesen Prozess nun aufzuhalten. Ich hoffe inständig, dass das die passende Deutung ist.

      • Fragesteller sagt:

        @analitik
        Zitat:
        „Ich hoffe inständig, dass das die passende Deutung ist.“

        „Die Stärkung christlicher Werte richtet sich nicht gegen den Islam oder gegen die Flüchtlinge in Europa, sondern gegen die liberalistische Kultur…“

        Ich befürchte, dass der große Teil der Bevölkerung das eher so verstehen wird und es in den asozialen Medien (facebook, YouTube usw.) es auch so schon vertanden hat =>

        Zitat:
        „…Stärkung christlicher Werte als Religionskrieg gegen den Islam…“

        divide et impera

        • Fetzenflug sagt:

          Dazu passt der ominöse Aras Bacho, der von Huff bis oe24 nun wirkliche Hetze betreibt, allerdings gegen die Europäer. Weder sein angeblicher Lebenslauf noch seine Deutschkenntnisse entsprechen einer möglichen Realität. Diese Kunstfigur soll das Volk in Rage bringen.

          Zum König: Ist jemandem aufgefallen, dass vor ca. 4 Tagen ca. 30 westliche Geheimdienstler beseitigt wurden, die wohl die Terroristen in Aleppo und Idlib steuerten? 2 Dutzend Israelis, US, UK, Qatar. Der Yinon-Plan ist noch immer am Laufen.

    • Matthias sagt:

      Lustige Interpretation. Allerdings denke ich, Frau Merkels Einlassungen haben einen anderen Hintergrund. Es sind, wie richtig bemerkt, Wahlkampfzeiten. Und das grundsätzliche, langfristige Problem der CDU/CSU ist, dass sich die klassischen konservativen Milieus auflösen. Und damit auch die stabile Stammwählerschaft, mit der man 40 + x % erreichen kann. In den Großstädten ist die Union schon in der Minderheit, die Grünen übernehmen langsam die Rolle der Volkspartei (hier in Wien dümpeln die Schwarzen bei 18 %, einige Innenstadtbezirke haben schon grüne Bezirksvorsteher). Was die Union gern hätte (aber der Zug ist wahrscheinlich abgefahren) ist ein Milieu, das Identität gibt. Und in dem klar ist, dass man an Weihnachten nicht in die Disco geht, sondern in die Kirche, mit den Kindern Weihnachtslieder singt und Blockflöte spielt… und eben Union wählt. Ich sehe also den Vorschlag der Kanzlerin als verzweifelten Apell, diese Identität und dieses Milieu zu rekonstruieren, das der Union stabile Mehrheiten verschafft hat.

  56. Andreas Johannes Berchtold sagt:

    Meine Auffassung ist:

    Durch pathokratische Kriege erzwungenes Multi-Kulti und ‚Integration‘ kann aufgrund der grundsätzlichen Verschiedenheit – die einen säkular, die anderen (längst noch) nicht – nicht funktionieren; die territorale Achtung und Selbstentwicklung in der multipolaren (UN-Existenzrecht anerkannter Kulturen) und föderativen (UN-Reziprozität) Weltstruktur dagegen schon, wenn das nicht weiterhin vom unbeschränkten weltimperialistischen ‚Liberalimus‘ einiger pathokratischer Systeme (USA, EU) blockiert würde.

    Nachdem der bislang global katastrophal wirkende US-Apparat – ein vergleichsweise junges und deshalb kurzsichtiges, paranoides Atommacht-Gebilde – langsam aber zunehmend in seine Schranken gewiesen wird, zeigen das sich vom unbeschränkt liberalistischen Imperialismus (EZB, kriminelle ‚Geldlockerungspolitik‘ wie US-FED) der US-gesteuerten EU distanzierende ‚britische Empire‘ und die russische Föderation sich natürlich religionsidelogisch-symbolisch als tiefgründig weit zurück schauen könnende und deshalb weit voraus schauen könnende Gesprächspartner.

    Der Gemäldeaustausch kann auch meiner Auffassung nach somit als Handschlag der beiden Parteien betrachtet werden.

    Festlegen kann ich mich damit wie alle anderen aber auch nicht, denn irren ist möglich, also kann das nicht ‚bestimmt‘ werden.

    Es sieht meiner Auffassung nach nach Übereinkunft aus, weil doch jedem ‚da oben‘ klar geworden ist, dass die multimoplare universelle Struktur Unipolarität nicht ermöglicht sondern davon abgeleitet eben nur global (international) angewendete Reziprozität ausgleichenden statt apokalyptischen Verlauf ermöglicht.