USA reagieren auf strategischen Richtungswechsel der Türkei

Die Analyse der politischen Lage der Türkei führt zum Schluss, dass die Türkei nicht anders kann, als sich dem Islam und Asien zuzuwenden und sich von Europa und den USA abzuwenden.

Jetzt kommt ein bedeutender Marker hinzu, der belegt, dass die türkische Wende im Eiltempo vollzogen wird. Die USA verlegen ihre Atomwaffen von der Türkei nach Rumänien.

Atomwaffen sind etwas heiliges. Bei ihnen hört der Spass auf und beginnt der ganz große Ernst. Atomwaffen sind keine Spielwiese für Taktiker, sie sind ein strategisches Mittel und den Strategen vorbehalten. In strategischer Hinsicht ist die Türkei kein zuverlässiger Partner mehr für die USA. Nichts könnte das so gut verdeutlichen, wie der hastige Abzug der US-Atomwaffen.

Verlagert werden die Atomwaffen nach Deveselu in Rumänien. In Deveselu ist seit Mai die neue US-Raketenabwehr in Betrieb. Genau die Raketenabwehr, die gegen Russland gerichtet ist und deren Abwehrraketen ohne weiteres in Angriffsraketen umgewandelt werden können, wie Putin kritisierte. Sehr schön, dass da jetzt Atomsprengköpfe angeliefert werden. Herzlichen Glückwunsch, EU, zu einem weiteren Osterei. Ihren Rückzug aus der Türkei versüssen sich die USA mit einer weiteren Eskalation der Lage in der EU.

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17 Kommentare zu “USA reagieren auf strategischen Richtungswechsel der Türkei
  1. Tja, wenn ich so reflektiere, das ich vor 3 Jahren in 10 km Entfernung diesen Ort, um mit meinem Autarken direkt auf dem Goldstrand von Varna 14 Tage zu parken, streifte, wird mir allmählich wirklich schlecht! PUTIN, wie weit sind Sie mit der Brücke bei Kertsch?

  2. Realist sagt:

    Bin gespannt, ob die Türkei sich jetzt endgültig vom Westen abwendet. Es werden jedenfalls spannende Monate und Jahre.

    Die Türkei hat übrigens schon seit längerem einen Beobachterstatus in der SCO. Erdogan hat sich sowohl die West- als auch die Ostoption offen gehalten. Das Taktieren geht weiter, aber wenn die USA jetzt schon ihre Atomwaffen abziehen… mein lieber Schwan…

    Zur Zeit scheinen immer mehr Stricke zu reißen. Die Distanz wächst auch zu Deutschland.
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/08/19/fluechtlinge-merkel-bereitet-sich-auf-scheitern-des-deals-mit-der-tuerkei-vor/

  3. Thomas Buschmann sagt:

    Gibt es für die Verlegung nach Rumänien eindeutige Beweise? Nach meiner Kenntnis wird bisher darüber spekuliert, Rumänien verneint kategorisch, ist also wohl dagegen.

  4. zombienation sagt:

    jaja, der Erdowahn, unberechenbar, temperamentvoll und energisch.
    Wir €uropäer sind egal wie, die Dummen. Unser loos-loos ist der Gewinn für die Transatlantischen. VW ade, DeutscheBank oje.
    Was können wir auch tun? Bei jedem Versuch der Emanzipation kommt aus Übersee die Peitsche. Die mich oft auf die Palme bringende beharrliche Sturheit der Deutschen könnte hier der Schlüssel sein.
    Mui budjem pasmatritch

  5. Antares sagt:

    Analitik könnte der Abzug der Atomwaffen aus der Türkei nicht auch eine Vorbereitungsmaßnahme für einen erneuten Regime change – Versuch in naher Zukunft sein. Zusammen mit dem Atomwaffenabzug wird sicherlich auch einiges an Personal abgezogen. Ein Personalabzug aus einem Land war oft kein guter Indikator für das betreffende Land. Während durch den Atomwaffenabzug präventiv verhindert wird, dass Atomwaffen in unerwünschte Hände gelangen, sollte das Land ins absolute Chaos stürzen.

    • Analitik sagt:

      Natürlich. Die Türkei wurde nach ihrem Richtungswechsel ja mehr als deutlich zum Feind erklärt. Wer nicht nach unserer Pfeife tanzt, muss sterben – die Logik der USA ist einfach und konsequent. Also wird es selbstverständlich Versuche geben, die Türkei ins Chaos zu stürzen. Das ist der objektive Grund für Erdogans gnadenlose Säuberungen. Führt er sie durch, ist er ein brutaler Diktator. Führt er sie nicht durch, wird sein Land ins Chaos gestürzt und am Ende werden noch viel mehr Menschen leiden als durch die Säuberungen. Aus PR-Sicht gibt es keine gute Alternative für ihn, aber PR ist nicht immer entscheidend.

  6. Peter Pan sagt:

    Scheiß auf die PR der westlichen Medienhuren. Die schreiben heute so und morgen genau andersrum. Die Glaubwürdigkeit ist bei Null, außer bei den Zombies und die zählen sowieso nicht.

  7. saki sagt:

    Wenn tatsächlich etwas an der Meldung dran ist, dass Nuklearwaffen aus Incirlic nach Deveselu in Rumänien verlegt werden, bedeutet dies nach logischen Maßstäben auch, dass die „rein defensive“ Aegis Raketenbasis in Deveselu von vornherein auch für Atomwaffen ausgelegt war.

    Von Churchill stammt angeblich folgender Ausspruch (ähnlich, bzw. sinngemäß): „Wenn in der Diplomatie militärische Maßnahmen ankündigt werden, sind sie schon längst umgesetzt worden.“

  8. kein Plan sagt:

    Natürlich ist die Raketenabwehrbasis in Rumänien,wie jede andere auch offensiv ausgelegt.
    Die Tubes sind die gleichen die man für den Abschuss von Tomahawk Marschflugkörpern braucht.
    Thomahawk sind Nukleare Erstschlagwaffen.
    Zur Zeit erreichen die dort verschießbaren Offensivwaffen ca.500 km,man arbeitet aber an einer Erhöhung auf 1000 km.
    Russland weiß wann die 1000 km erreicht sind,die USA/NATO weiß das,nur wir werden für Blöde verkauft und nicht von den LügenMedien informiert.
    Sollten die Raketen 1000 km erreichen ist Schicht im Schacht ,Russland ist gezwungen zu reagieren.

    Es giebt dazu ein Video in welchem Putin erläutert um was es geht,finde ich aber auf die schnelle nicht.
    Im übrigen hat Russland angekündigt das der Hyperschallgleiter YU 71 fertig ist und produziert werden kann.
    Mit diesem Teil lassen sich die so genannten Abwehrsysteme vernichten ohne Nukleare Waffen nutzen zu müssen.