Interessantes von Putin

Was alles in einer Pressekonferenz von Putin enthalten sein kann…

In Mexiko habe Russland auch seine Interessen. Lukoil, ein russischer Mineralöl-Gigant, will vier Projekte im Golf von Mexiko realisieren, drei zusammen mit Franzosen und ein Projekt im Alleingang.

Mit Gruß an die Mexikaner, die Franzosen, die USA und alle, die glauben, dass Russland Südamerika an die USA abtritt. Nicht mal Mittelamerika überlässt Putin den USA.

Bezüglich des letzten nordkoreanischen Raketentests habe Putin sowohl mit Japans Premierminister als auch mit Südkoreas Präsident bereits telefoniert. Details würden am Folgetag persönlich besprochen werden, wenn die Staatsführer Japans und Südkoreas Putin in Russland besuchen.

Eine erste Beruhigungspille am Telefon und die Besprechung sensibler Details dann persönlich. Japan und Südkorea, ehemals fest an die Schutzmacht USA gekettete Vasallen, suchen Schutz bei Russland. Wir sind live dabei beim Wechsel der Schutzmacht.

Die Frage nach der Lösung des Konflikts rund um Nordkorea sei am einfachsten zu beantworten, so Putin. Militärisches Säbelrasseln ist eine Sackgasse. Verhandlungen mit Einbeziehung aller beteiligten Parteien sind der einzige Weg. Putin zählt Nordkoreas militärische Möglichkeiten auf, auch die der Artillerie mit Reichweite bis 60 km und ohne jegliche Möglichkeit der Abwehrmöglichkeit.

Ein Wink an Südkorea: die USA können euch selbst beim besten Willen wegen der technischen Unmöglichkeit nicht vor Nordkorea schützen.

Neue Sanktionen gegen Nordkorea werde Russland nicht unterstützen, egal wie viel die USA darum betteln.

Bezüglich der Durchsuchung und Schließung russischer Konsulate in den USA sagt Putin folgendes: Man habe sich mit den USA bereits darauf geeinigt, dass beide Länder die gleiche Anzahl Diplomaten im jeweils anderen Land haben sollen. Deshalb ziehen die USA einen Großteil ihres diplomatischen Personals aus Russland ab. Allerdings… unter den 455 russischen Diplomaten in den USA arbeiten 155 für die UN – die könne man strenggenommen rausrechnen. Daher behalte sich Russland das Recht vor, die Anzahl der US-Diplomaten in Russland entsprechend zu kürzen.

Das heißt, die offiziell zugelassenen Geheimdienstmitarbeiter der USA in Russland können noch einmal um ein Drittel reduziert werden. Wann immer Putin das für nötig erachtet.

Gegen UN-Friedenstruppen in der Ukraine hat Putin nichts einzuwenden. Er begrüßt diesen Vorschlag sogar. Es gibt nur drei klitzekleine Bedingungen:

  1. Die UN-Truppen sind nur dafür da, die Sicherheit der OSZE-Mitarbeiter zu gewährleisten.
  2. Die UN-Truppen befinden sich ausschließlich an der Kontaktlinie von Ukraine und LDVR, und nirgendwo sonst. Also auf einem schmalen Streifen.
  3. Die UN-Truppen dürfen erst ran, nachdem sich Kiew und LDVR an einen Tisch gesetzt haben und den Abzug der schweren Kriegstechnik von der Front vollzogen haben.

Bezüglich möglicher Waffenlieferungen der USA an die Ukraine beginnt Putin damit, dass das eine souveräne Entscheidung eines souveränen Landes ist und Russland darauf keinen Einfluss nehmen kann und keinen Einfluss nehmen will. Aaaaber die selbsternannten Republiken verfügen über viele Waffen, „unter anderem“ (!) von der Gegenseite erbeuteten, und sie könnten auf den Gedanken kommen, einen Teil ihrer Waffen in Konfliktzonen zu schicken, die empfindlich für diejenigen sind, die ihnen Probleme bereiten.

Riechen Sie die Drohung? Vermutlich, Putin versteckt sie nicht. Gegen wen richtet sie sich? Vordergründig gegen die USA, denn formal wären die USA „diejenigen, die ihnen Probleme bereiten“. Aber die USA gibt es nicht. Es ist die Globalistenfraktion, die gern das Blutvergießen in der Ukraine verstärken würde. Und wo sind die Globalisten empfindlich, geographisch gesehen? Rund um Israel zum Beispiel. Waffenlieferungen an Hamas und Hisbollah würden empfindliche Stellen treffen. Und wären realistisch, da es praktisch eine direkte Seeverbindung über das Schwarze Meer und das Mittelmeer gibt.

Während dieser Beitrag in Arbeit war, fand das Treffen zwischen Putin und Südkoreas Präsident Moon Jae-in statt. Dazu hieß es von Putin unter anderem:

Ich möchte anmerken, dass Russland weiterhin bereit ist, dreiseitige Projekte mit Beteiligung der Demokratischen Volksrepublik Korea zu realisieren. Es könnte sich dabei um russische Gaslieferungen durch Pipelines nach Korea handeln, um die Integration von Stromnetzen und von Zugnetzen Russlands, der Republik Koreas und Nordkoreas. Die Realisierung dieser Initiativen wird nicht nur wirtschaftliche Vorteile verschaffen, sondern auch der Festigung von Vertrauen und Stabilität auf der Koreanischen Halbinsel dienlich sein.

Dreiseitige Projekte. Russland, Nordkorea, Südkorea. Infrastrukturelle und wirtschaftliche Integration. Stärkung von Vertrauen. Putin hat klargemacht, in welche Richtung sich der derzeitige Konflikt entwickeln soll.

So viel zu den Aussichten Nordkoreas und zu den Beziehungen auf der Koreanischen Halbinsel.

Putin hat sich auch noch mal zu Nordkoreas Raketentests geäußert. Die seien ganz ganz böse und Russland verurteile sie ganz ganz scharf, aaaber man kann und muss darauf einzig und allein diplomatisch reagieren. Nordkorea mit Druck und Sanktionen in die Enge zu treiben sei keine Option.

Den Worten nach verurteilt Putin den bösen Bub, den Taten nach zwingt er die Beteiligten dazu, sich mit dem Bub zu versöhnen, sich mit ihm wirtschaftlich zu integrieren.

Moon Jae-in hat Nordkoreas Raketentests auch verurteilt, danach aber auch von der Stärkung des Friedens und der Verbesserung der Beziehungen auf der Nordkoreanischen Halbinsel gesprochen. Und Südkorea werde seinen Beitrag leisten, um die dreiseitigen Projekte möglich zu machen. Man ist sich einig. Südkoreas Präsident wiederholte in eigenen Worten all das, was Putin vorgegeben hatte.

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162 Kommentare zu “Interessantes von Putin
  1. Johanniskraut sagt:

    Sauber! Danke für die Zusammenfassung!

  2. Sheeple sagt:

    Es ist so schön zu sehen wie die Chaosvögel immer mehr die Kontrolle verlieren.

    und dann noch das:

    http://www.dailymail.co.uk/news/article-4854352/Trump-lets-Japan-S-Korea-buy-sophisticated-arms.html

    Was? Ist das der POTUS oder ein schmieriger Miltech vertreter? Hat er nichts besseres anzubieten? (rhetorische Frage)

    Dazu noch das gejammer von Netanjahu.

    Ich bin echt gespannt wie weit IL geht.

    Mom sieht alles danach aus das Russland die ganze Sache friedlich beilegen kann. Die Frage ist nur: Wie weit gehen die Chaosvögel bzw. wie verzweifelt sind sie?

    Interessant zu sehen wie Trump die Kosten in AFG erst mal hochtreibt. Wahrscheinlich wird er oder sein Nachfolger dann die theatralische Reißleine ziehen und Prince bekommt seine Ost Afghanische Kompanie. Und dann bin ich mal gespannt was dort passiert.
    Gegen organisierte Staatsarmeen zu kämpfen ist das eine. Gegen dezentral agierende völlig enthemmte Söldnerbanden anzugehen das andere.
    Noch interessanter dürfte die Reaktion der Russen darauf sein. Syrien als Spielplatz für Israel fällt ja bald weg also geht nun in AFG weiter…eine noch viel bessere Staging area gegen Russland und Iran. Aber total Landlocked und von Russland freundlichen bzw. USA „Opfern“ (Pakistan Iran) umzingelt. Ich kann mir gut vorstellen das mit dem Abzug der US Truppen dort der Spuk fast augenblicklich endet.

    China ist mir in dieser ganzen PRNK Geschichte entschieden zu still. Naja mit Indien an der Backe (Welches scheinbar(?) die Seiten gewechselt hat) hätte ich auch größere sorgen als das dicke Kind aus Pjöngjang.

    • ‚…sein Nachfolger dann die theatralische Reißleine ziehen und Prince bekommt seine Ost Afghanische Kompanie. Und dann bin ich mal gespannt was dort passiert.
      Gegen organisierte Staatsarmeen zu kämpfen ist das eine. Gegen dezentral agierende völlig enthemmte Söldnerbanden anzugehen das andere.‘
      Tja das ehemals (ät) Ein Sheeple, „Hat wie unsereins sein Hemd, schon wieder klass. seinen Namen gewechselt“! Noch Fragen?

      • Sheeple sagt:

        @RRD: Ja, hätte ich.

        Ich verstehe jetzt gerade nicht worauf du hinaus willst RRD.

        „Tja das ehemals (ät) Ein Sheeple, „Hat wie unsereins sein Hemd, schon wieder klass. seinen Namen gewechselt“! Noch Fragen?“

        Auf wen beziehst du dich hier? Prince? Mr Prince ist Gründer von Blackwater und ehemaliger Elite Soldat der USA. (imho Green Berets)
        Black water (mittlerweile umbenannt) ist eine Intl. Söldnerfirma. Berühmt/berüchtigt besonders für ihre „enge“ Zusammenarbeit mit der US Armee im Irak.
        Er kam vor einiger Zeit in die Verlegenheit mit dem POTUS zu sprechen und hat dies wohl vorgeschlagen.

    • Domenion sagt:

      hallochen, laut dem Zauberhaftem Kater, wird es in der nahen Zukunft kein Afganistan mehr geben.MfG Domenion

  3. W.Ernst sagt:

    Zustimmung zur Analyse und Dank für die Publikation. Man sieht wieder einmal sehr schön die grundsätzliche andere Herangehensweise an die Probleme der Welt von seiten USA und RF.
    Es bleibt die Hoffnung, dass langfristig auch Korea die Folgen der imperialistischen Spaltung auf friedlichem Wege überwinden kann.

  4. Uwe sagt:

    Es ist unser Glück, dass es noch einige Menschen mit Verstand gibt.
    Unterstrichen wird diese Entwicklung von der unverhohlenen Drohung Chinas, keinen Krieg auf der Koreanischen Halbinsel zulassen zu wollen.

  5. Aarsupilani sagt:

    Sehr schönes Böser Mann, guter Mann Spiel von China und Russland! Sie schlagen die usa mit ihren eigenen Waffen. Die Aussicht an der wirtschaftlichen Entwicklung teilzuhaben, wird Wunder bewirken. Auch die Aussage Putins, dass es sehr schwierig sei, mit Regierungspersonal zu sprechen, die nicht einmal Austria und Australia auseinander halten können, spricht für die sich verändernde Gesamtlage. Der Ton gegenüber den transatlantischen ‚Partnern‘ wird erheblich härter. Gut so! Denn sie verstehen es sonst nicht.

  6. Orpheus' Freund sagt:

    „Aaaaber die selbsternannten Republiken verfügen über viele Waffen, „unter anderem“ (!) von der Gegenseite erbeuteten, und sie könnten auf den Gedanken kommen, einen Teil ihrer Waffen in Konfliktzonen zu schicken, die empfindlich für diejenigen sind, die ihnen Probleme bereiten.“

    „Unter anderem“ ist ein sehr schöner Hinweis auf die Geschäftstüchtigkeit der ukrainischen Militärs und Milizen, die sich auf jeden Fall ein Einkommen verschaffen, auch wenn ihnen der Sold nicht direkt ausbezahlt wird.

    Wenn die USA demnächst vielleicht nicht nur Schrott an die Ukraine liefern, könnte sich der Lebensstandart der ukrainischen Soldaten (auf beiden Seiten :-D) signifikant erhöhen, während sich gleichzeitig die Lebenserwartung israelischer Militärs und anderer westlicher „Militärberater“ im Nahen Osten verringert.

    Der Hinweis darauf, dass Waffen mehr oder weniger mittelbar in falsche Hände geraten, ist der russischen Seite durchgehend sehr wichtig. Deshalb haben Russland und China ja auch höchst absichtsvoll die jüngsten Sanktionen gegen Nordkorea mitgetragen, obwohl eigentlich gegenüber den USA eine Verweigerungshaltung angebracht gewesen wäre.

  7. edse sagt:

    Ich kann mich des Respekts ggü. der russianischen* Aussenpolitik kaum erwehren.

    Es wird überall auf Inklusion, den Frieden, Zusammenarbeit, gegenseitigen Respekt, gegenseitigen Gewinn usw. usf. gearbeitet.

    Man merkt dabei, unter welchem Abschaum wir hier im Werte-Westen eigentlich wegetieren mussten und immer noch müssen und welch enormer Schaden dabei der Welt entstanden ist.

    Bäah!

    * ein besseres Wort, als „russisch“, den man sich m.E. einprägen sollte. Unter dem Begriff sind alle (ca. 150) Völker Russlands (nicht nur Russen) und das den Staat betreffende vereint, wogegen mit „russisch“ überwiegend das Volk der Russen betreffende, die russische Nationalität (Kulötur- und Volks-, aber nicht Staatsangehörigkeit), gemeint wird.

  8. Falk sagt:

    Wieder eine ausgestreckte Hand Putins mit einem friedlichem Lösungsangebot.Das agressive Auftreten der VSA dürfte ihm da in die Hände spielen. Sieht ja fast wie „Guter Polizist, Böser Polizist“ Spielchen aus.
    Interessant auch die Eröffnungsrede von Putin zum BRICS Gipfel, in der er den NWO Klassiker „die UNO“ wieder als Stabilitätsanker ins Gespräch brachte und, ich staune, die WTO als Schlüsselregulator des internationalen Handels bezeichnete.

    https://deutsch.rt.com/meinung/56681-wladimir-putin-artikel-vorfeld-brics-gipfel/

    • Tja Falk, die Spielregeln sind halt andere als beim IWF, welcher der der Nato-Struktur entspricht! Noch Fragen?

      • Falk sagt:

        geehrter Davideit
        Frau Lagarde kann sich auf jeden Fall ihr Büro in 10 Jahren auch in Peking vorstellen.

        • Tja (ät)Falk, das Madel hat gerade ein Gerichtsverfahren am Hals, in China könnte auch Weib diesbzgl. schon mal mit Genickschuß enden! Noch Fragen?

          • Falk sagt:

            Aber geehrter Davideit,
            nicht die Chinesen wollten Frau Lagarde den Prozess machen sondern die Franzosen.Passt doch auch sehr gut zu Analitiks Hinweis, die bestehenden Strukturen zu „modifizieren“.

            • ’nicht die Chinesen wollten Frau Lagarde den Prozess machen‘, wie kommen Sie denn auf diese schwachsinnige Unterstellung?
              (ät)Falk, in China, Rußland und mehr oder weniger in ganz Süd-Ost-Asien, folgt die politische Wirtschaftsführung nach den Prinzipien, zumindest meines Landsmann, Friedrich LIST und nicht dem Raubtierkapitalismus des Adam SMITH vs. Rechtssystem seiner Finazierersippe! Noch Fragen?

              • Falk sagt:

                Geehrter Davideit,
                mag sein, dass sich die chinesische Wirtschaftsführung an den Prinzipien eines Friderich List anlehnt, ist aber bei seiner Exekutive noch nicht so richtig angekommen. Die gebärdet sich, und das kann ich aus erster Hand bestätigen, z.B. im Congo, ebenso rücksichtslos.

              • Verständlich (ät)Falk, mit ‚Friderich List‘ auf Lügenpedia, würde ich auch im ‚Congo‘ landen! Noch Fragen?

              • ChrizzChrozz sagt:

                Wo RRD Recht hat, hat er Recht.

                Ein Schelm, wer sich was dabei dachte, als die ehemalige Friedrich List EOS in Berlin nach der Wende in „Max Delbrück“ umbenannt wurde. (Jaja, es gab bis 1989 tatsächlich eine List-EOS in Pankow!)

                Wer List´kennt, sieht übrigens u.U. anders auf Trump – wessen Götze die „unsichtbare, alles regulierende Hand des Marktes“ (zumindest verbal, notabene) ist, rotiert in der Matrix.

    • Analitik sagt:

      crimsonalter hat schon vor einer gefühlten Ewigkeit davon berichtet, dass China und Russland WTO und IWF kapern wollen, anstatt parallele Institutionen von Null aufzubauen und dann mit der Reichweite von WTO und IWF auszustatten. Ersteres ist einfacher, günstiger, eleganter – und menschlicher, denn es verhindert einen blutigen Kampf paralleler Systeme und verändert stattdessen das bestehende System zum besseren.

      Das ist sehr typisch für Putin. Er lässt sich nicht auf Revolutionen ein, er verändert das, was vorhanden ist, in mühsamer Fleißarbeit. Erst hat er damit Russland aus der Asche aufgebaut, jetzt (nicht erst seit gestern) packt er die gesamte Welt auf die gleiche Art und Weise an. Daher nicht wundern.

      • Falk sagt:

        Danke für Ihre Antwort,
        ja, bin nicht verwundert aber sehr beeindruckt in welchem Tempo sich die Machtverhältnisse verschieben. Hoffe, dass China und Russland sich Ihrer Verantwortung bewusst sind und ihre Interpretation der neuen Weltordnung uns ein friedliches Zusammenleben gewährt.

        • Tja (ät)Falk, nicht nur deren Rechtsverständnis basiert auf dem Preußischen Landrecht von 1794 und nicht zuletzt jenseits der Jakobinischen Totschlagsmaschine! Noch Fragen?

          • Falk sagt:

            geehrter Davideit,

            stimme überein und bin bezüglich Russlands sehr zuversichtlich. Die Herausforderung wird sein, den Chinesischen Drachen zu bändigen. China wird das neue Machtzentrum für Finanzen und Handel sein und OBOR ist sicherlich eine Chance, auch weniger Begüterte daran partizipieren zu lassen. In der Praxis deutet das Verhalten der Chinesen, z.B. in Afrika, wo sie genau so rücksichtslos ausbäuten, nicht auf Besserung hin.

      • Tja Analitik, der hat in der DDR bei den störrischen Sachsen halt FdG vs. BISMARK studiert! Noch Fragen?
        RRD

      • Domenion sagt:

        Hallo Analitik,
        eine kleine Zugabe für interessierte:)
        Russland will Mega-Brücke nach Japan bauen: „Sache von planetarem Charakter“ bei Focus online, das erscheint dann gleich gaaaanz anders im zusammenhang mit Ihrer Analyse.
        MfG Domenion

  9. Pushek sagt:

    Sehr schöne Zusammenfassung von Analitik, und gut auf den Punkt gebracht, Gratulation. Ja, es ist so: Es wird kein militärisches Eingreifen der VSA geben in Nordkorea. China und Russland haben die Stop-Tafel gehoben. Die Amis sind zwar blöd, aber nicht so blöd, dass Sie das nicht gesehen und gehört haben. Blöd. Aber wo sollen die Amis denn nun sonst Ihren Krieg beginnen, denn Sie unbedingt brauchen, um ihren Staat, der bis über die Oberlippe verschuldet ist, noch sanieren zu können? In Syrien, in der Ukraine, oder gleich in Russland selbst? Noch mal, die Amis sind zwar blöd, aber so blöd doch nicht. Bleibt nur das absaufen. Und Ja: die globalen Machtverhältnisse verschieben sich gerade. Die letzten, die das merken, sind die dummen Schafe, die immer noch die transatlantischen MSM konsumieren. Die meinen immer noch, alles was in der Zeitung steht oder im Fernsehen kommt, sei wahr und die Welt ist so, wie sie dort dargestellt wird, und nicht anders.

  10. vidga sagt:

    Ich habe gaaanz vorsichtig gelernt und tappe mich Schritt für Schritt voran.

    Israel kann nicht in den Krieg ziehen !!!

    ME laeuft Israel aktuell Gefahr den ganzen Islam mit allen Konfessionen mit unbedachten Aggressionen gegen sich zu vereinen. Unverhofft kommt oft.

    Die Luftüberlegenheit Israels ist gebrochen.
    Wenigstens in Syrien. Am Rand kann man noch agieren. Siehe aktuell aus dem Libanon.
    Über Syrien geht mE gar nichts mehr.

    Bodentruppen sind also aktuell der syrischen Armee und der Hisbollah unterlegen.

    Irgendwelche SpezialEinheiten werden reihenweise ausgetilgt. Vollkommen unnütz und überschätzt. Deine gigantische Spezialausbildung nützt Dir nichts, wenn Du erkannt und verortet bist. Eine gut platzierte Explosion und Jahre voller Ausbildung sind mit einmal ausgelöscht.
    Sowas wird von OBEN aufgeklärt.
    Und mit Minimalaufwand beseitigt.

    • Sheeple sagt:

      „Bodentruppen sind also aktuell der syrischen Armee und der Hisbollah unterlegen.“

      Wie kommst du auf das schmale Brett?
      Selbst ohne Lufthoheit ist die IDF immer noch eine Hausnummer die Sambatanzend über Syrien rutschen könnte ohne das Hisbollah und die SAA irgendwas nennenswert dagegen unternehmen könnten. Du vergißt ebenfalls das die SAA so gut wie keine eigenen Luftwaffe mehr hat.
      Das die Hisbollah damals in Libanon was gerissen hatte lag imho nur an der polt. Beschränkung die sich Tel Aviv selbst auferlegt hatte. Einen nicht nuklearen AllOut gewinnt die IDF immer noch gegen fast jeden anderen Nachbar der Region, Ausnahme Türkei. Siehe Sechs Tage Krieg. Das würde heute eher noch schlimmer ausgehen.

      Packst du allerdings Rußland, Türkei oder die USA rein sieht die Sache ganz anders aus

      • Analitik sagt:

        Wie kommen Sie auf dieses breite Brett?

        • Sheeple sagt:

          Durch eine Begutachtung der Aktuellen Israelischen Ausbildung, Ausrüstung, Dauer der Ausbildung. Dazu kommt Wirtschaftskraft, Logistische Möglichkeiten und mil. Aufklärung. Das ganze multipliziert mit dem Faktor „echter“ also scharfer Einsätze und Moral der Truppe.

          Letzterer zwar bei weitem nicht so hoch wie der der verbleibenden Syrischen Truppen ist aber signifikant höher als aller anderen Nachbarländer dazu kommt das die anderen Kennzahlen das locker wieder ausgleichen.

          Wie gesagt ich betrachte hier NUR die SAA/Hisbollah und IDF gegeneinander, bei einem nichtnuklearen Waffengang ohne moralische Beschränkungen UND den Bezug auf „sind den Bodentruppen unterlegen“.

          Nein sind sie nicht. Nur können sie eben nicht ihr volles Potential ausschöpfen, aus mehreren Gründen. Humanitären, moralischen, Diplomatischen und politischen.

          Tut man dann politisch/Diplomatische Verbündete hinzu und beachtet man moralisch induzierte Sanktionen und Zurückhaltungen, sieht die Sache freilich völlig anders aus. Rußland alleine ist einfach eine so viel größere Hausnummer das es jedes Ungleichgewicht mindestens ausgleicht. Alleine die momentan ziemlich zurückhaltende Haltung gegnüber allen anderen in der Region (verglichen mit den USA) reicht aus um alle andern in Schach zu halten. Stellen sie sich nur einfach mal vor was dort los wäre wenn Rußland sich genauso gebären würde wie die USA…

          • ‚Nein sind sie nicht. Nur können sie eben nicht ihr volles Potential ausschöpfen, aus mehreren Gründen. Humanitären, moralischen, Diplomatischen und politischen.‘
            Tja, vormals (ät)Ein Sheeple, ihre zweitmächtigste Waffe greift bei Arabern etc. doch nun wahrlich nicht! Noch Fragen?

            • Sheeple sagt:

              Ach ja ich sollte eventuell erwähnen das ich gewisse Kreise in Tel Aviv für pathologisch wahnsinnig halte und ihnen zutraue völlig enthemmt loszuschlagen. Teile der IL Armee sind ebenfalls bereits so abgestumpft und rassistisch motiviert das es ihnen ein leichtes wäre auch die restlichen moralischen Bedenken über Bord zu werfen. Sehen sie sich einfach mal das Verhalten der IDF in der Westbank an. Video beweise gibt es genug.

              Gibt man diesen tranierten Killermaschinen nun einen Grund sauer zu sein und sagt ihnen „Plattmachen bis sich nichts mehr rührt“ werden diese das tun. Menschen die lange genug malträtiert wurden ticken nun mal so.

              Ergo: ich halte es für durchaus im Bereich des möglichen das man die IDF Bodentruppen dergestalt enthemmen kann das sie gewissen historischen Verbänden in nichts nachstehen. Und ich kann mir ebenfalls vorstellen das gewisse politische Führungsfiguren ebenfalls derartig fanatisch religiös aufgeladen sind das diese alle Hemmungen fahren lassen.

      • edse sagt:

        >>
        Das die Hisbollah damals in Libanon was gerissen hatte lag imho nur an der polt. Beschränkung die sich Tel Aviv selbst auferlegt hatte. Einen nicht nuklearen AllOut gewinnt die IDF immer noch gegen fast jeden anderen Nachbar der Region, Ausnahme Türkei.
        >>

        Und Iran?
        Und Hisbolla? Wenn sie bessere Waffen bekämmen, warum wären sie dann nicht sogar überlegener?

        >>
        Siehe Sechs Tage Krieg. Das würde heute eher noch schlimmer ausgehen.
        <<

        Viel schlimmer für IDF, ja. Nicht vergessen, legendäre Generäle wie Sharon sind nicht mehr dabei. Das macht sehr viel aus…

        • Sheeple sagt:

          Gut, Sharon ist eine Hausnummer das gebe ich zu. Aber eine Schwalbe macht noch keine Sommer, sonst hätte Nazideutschland dank Rommel auch den WWII gewonnen.

      • Matthias 1 sagt:

        1. Wie die USA in Irak und Afghanistan bitter gelernt haben, ist es einfach, ein mäßig bis schlecht gerüstetes Land militärisch niederzuwalzen, aber sehr schwierig bis unmöglich, ein Land mit einer feindlich eingestellten Bevölkerung dauerhaft zu besetzen. Und während das israelische Militär kurzfristig in Syrien viel zerstören könnte, hätte es nicht die Kapazitäten, Syrien dauerhaft zu besetzen.

        2. Sie denken zu sehr in klassischen militärischen Kategorien. Flugzeuge gegen Flugzeuge, Panzer gegen Panzer – die Erbsenzählerei ist nicht das, was wirklich Aussagen darüber trifft, wer einen Krieg gewinnt. Syrien hat es geschafft, sich in sechs Jahren Terrorkrieg zu behaupten (manchmal war es knapp). Stellen Sie sich das gleiche in Israel vor. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die IDF, die sich 2006 von der damals noch mittelmäßigen Miliz Hisbollah aus dem Südlibanon hat werfen lasse, sechs Jahre Terrorkrieg durchhält.
        Und in Israel gibt es eine Menge sozialer und religiöser Spannungen, die jemand, der ohne Moral agiert, geschickt ausnutzen könnte. Es wird in unseren Medien wenig darüber berichtet, aber ich weiß es aus erster Hand: in Israel sind die Lebenshaltunskosten sehr hoch, die Mittelschichtfamilien verarmen, und die „normalen“ Leute sind sauer, dass die Regierung die Ultraorthodoxen und die Siedler finanziert, statt sich um die alltäglichen Probleme der Bevölkerungsmehrheit zu kümmern. Zudem sind 20 % der Staatsbürger Araber (ich rede nicht von den Palästinensern in den besetzten Gebieten, sondern von vollwertigen Bürgern des Staates Israel), und deren Loyalität zum jüdischen Staat ist begrenzt. Der derzeitige Vorteil, in Israel zu leben, ist, dass das allgemeine Wohlstandsniveau deutlich über dem der Nachbarländer liegt, aber der Unterschied wird kleiner, und der soziale Konsens ist brüchig. Jemand, der die israelische Zivilgesellschaft von innen heraus zersetzen möchte, im Stil von Sorros & Co, findet genug Ansatzpunkte.

        3. der entscheidende militärische Unterschied (jetzt mal klassisch militärisch gedacht) zwischen dem Sechstagekrieg und heute ist die Raketentechnologie. Ein paar Mittelsreckenraketen auf den Hafen und die Industriegebiete in Haifa, ein paar Mittelstreckenraketen auf Tel-Aviv, und Israel bricht zusammen. Luftabwehr, selbst wenn sie gut ist, kann nur eine begrenzte Anzahl Raketen gleichzeitig abfangen. Und auch Israel hat nicht die Mittel, jeden wirtschaftlich bedeutenden Fleck im Land durch Luftabwehr zu schützen. Es bleibt immer genug strategische Infrastruktur, die nicht geschützt ist. Wenn jemand wirlich ohne Moral agiert: ein paar Raketen auf die Wasserwerke am oberen Jordan, und halb Israel ist ohne Wasserversorgung. Ein paar Raketen auf die Gasförderplatformen im Mittelmeer, und die Energieversorgung bricht zusammen. Wobei das kein spezifisch israelisches Problem ist. Schon Ende der 80er Jahre kamen Wissenschaftler zu dem Schluss, dass moderne Industriegesellschaften prinzipiell kriegsunfähig sind, wenn der Krieg einmal im eigenen Land stattfindet.
        Und die dafür notwendigen Raketen hat die Hisbollah sicher irgendwo gebunkert. Der Iran sowieso… (bei der SAA bin ich gerade nicht aktuell informiert).

        • Danke Matthias 1,

          wegen des einstürmenden Zuges, versteht die Sippe halt kein Wort mehr!
          RRD

        • Sheeple sagt:

          1. Davon war ja auch nie die Rede. Nur „Wegmachen“ das ist es worauf ich hinaus wollte.
          Rein von Militärischer Schlagkraft sind die IDF jedem dortigen Anrainer haushoch überlegen.
          Aber LANGE Kriege kann Israel in der Tat nicht führen aus den von ihnen genannten gründen. Besetzen schon mal gar nicht.

          2. Und nocheinmal: Ich betone hier nur die militärische Schlagkraft ohne moralische/politische/gesellschaftliche Gewichtung. Es ist allerdings auch eine Leistung die die SAA vollbracht hat. Unter derartigen Druck nicht zusammenzubrechen.
          Allerdings muß dazu auch gesagt werden das die Terror banden fürchterlich organisiert sind. Kaum eine Ausbildung erhalten, wenn überhaupt und mit der Ausrüstung die sie haben kaum was anfangen können.
          Marodeure was besseres sind die nicht. Wenn ihnen nun wie immer häufiger passiert, der planende Kopf abhanden kommt bricht ihr Widerstand fast sofort und vollständig zusammen.

          3. Ein Aspekt den ich für einen direkten Vergleich für vernachlässigbar halte. Gleichgültig wie zerstört Israel wäre die IDF truppen wären immer noch ein paar Wochen in der Lage in Syrien zu wüten. Mit abnehmender Kraft bestimmt aber der Schaden wäre dennoch vernichtend für die SAA.

          Wie ich nochmal betonen will: Ich habe mich hauptsächlich an der Aussage „sind den syrischen Truppen also unterlegen“ gestört.
          Im direkten Vergleich stimmt dies einfach nicht. 50 Mann gegen 50 Mann, Ausrüstung die am Mann getragen werden kann. gleich Truppengattung kämpfender Art. Die IDF sollte eigentlich immer als Sieger daraus hervorgehen. Weil deren Ausbildung und Ausrüstung einfach um einen Faktor höher ist.

          Das Israel dies nicht KANN, aus einem ganzen BERG an gründen, ist selbstredend klar hat aber keine Einfluß auf ein Ausgang eines Scharmützels.

  11. vidga sagt:

    Und ich habe einen Hinweis des Blogbetreibers befolgt.

    Ich habe gestern in der israelischen Botschaft in Berlin angerufen. Zu meiner Anrufzeit nicht erreichbar. Aber es wurde eine alternative Telefonnummer erwähnt.

    Ich habe dort angerufen und gefragt, weswegen Israel Syrien bombardiert. Der Angerufene war überfragt. Kein Problem. Ein Mitarbeiter mit wenig DeutschKenntnissen. Einfach nur zum Empfang von Telefonaten da.

    Trotzdessen.
    Den Hinweis von ANALITIK zu Telefonaten und Schreiben finde ich richtig und wichtig.

    JA.
    Rufen wir diese Antidemokraten doch mal an !!!

  12. Salander sagt:

    @ Analitik

    OT:

    Vielen Dank für die aktualisierten Quellen. Zwei sind mir neu – KLASSE!

    Liebe Grüße

  13. Demeter sagt:

    @ vidga

    Finde ich Klasse,was Sie gemacht haben. Analitik hat da eine verblüffend einfache Methode vorgeschlagen, wie man das System von ganz unten in Kleinstarbeit aufbröseln kann. Sandkorn für Sandkorn. Mit einfachen Fragen aus der Fassung bringen.

    Zu Syrien. Die Diskussionen hören seit Jahren nicht auf. Israel bombardiert und sofort wird die Frage nach Russlands Haltung zu Israel gestellt und nach der Effizienz der Flugabwehr. Russland (die russische Führung) arbeitet ruhig und beständig und denkt langfristig. Natürlich wäre Russland in der Lage mit ein paar Kaliber empfindliche Ziele in Israel zu zerstören.

    Aber das ist nicht das Ziel. Russland sieht die Welt in ihrer Komplexität. Ganz anders als die Hau-Drauf-Amis, die scheinbar mit ihren langfristigen Prognosen und der Art, wie sie ihre Ziele durchsetzen gescheitert sind. Mit Nadelstichen hat Russland klare Ansagen gemacht und die Überlegenheit seines Militärs demonstriert, ohne Millionen Tote zu produzieren. Die, die diese Nachricht verstehen sollten, haben sie verstanden und betteln um gesichtswahrenden Rückzug. Wenn Russland eine friedliche Weltordnung schaffen will, dann muss es als gutes Beispiel vorangehen und sich strikt an Völkerrecht halten.

    Israel ist, wie die amerikanische Gesellschaft, sehr gespalten. Da gibt es auch die unverbesserlichen Falken, die meinen, die Welt gehört ihnen und die den Wandel, der sich gerade vollzieht, nicht akzeptieren wollen. Sie werden bald zu bitteren Konzessionen gezwungen werden und sich auf das ihnen vor Jahrzehnten versprochene Gebiet zurückziehen müssen. Mit international anerkannten Grenzen und unter Einhaltung des Völkerrechts. Das heisst dann auch Rückgabe der Golanhöhen.

  14. Peter Pan sagt:

    Demeter,

    hoffe Sie haben recht was Israel betrifft. Diese Arroganz und Hinterhältigkeit ist zum Kotzen. Mit ihrer „weiter so“ Politik wird Israel noch größere Probleme bekommen.

  15. ped43z sagt:

    Sehr schön zusammengefasst; danke Analitik!

    Südkoreas Präsident wiederholte in eigenen Worten all das, was Putin vorgegeben hatte.

    Ich meine, dass es so nicht ganz richtig dargestellt ist. Südkorea hat sich seit Jahrzehnten versucht zu emanzipieren und eine selbständige und gleichzeitig auf Nordkorea zugehende Politik zu betreiben. Gerade die Militärputsche in diesem Land lassen mich Parallelen zur Türkei ziehen, die sowohl geostrategisch wie auch wirtschaftlich seit Jahrzehnten ähnliche Rollen wie Südkorea ausfüllten.

    Nun aber aber haben sich die geopolitischen Voraussetzungen für eine Emanzipation entscheidend verändert und die Chancen auf Umsetzung haben sich signifikant erhöht. Was die Türkei und was Südkorea jetzt tun, ist die völlig logische Ausnutzung eines größeren politischen Handlungsspielraums. Denn der Bestrafer schwächelt mächtig und möchte nach Hause…

    Wirklich spannend ist zu sehen, wie die (bisher übermächtige) Globalistenfraktion Schritt für Schritt Handlungsspielraum einbüßt. Und wenn Trumps Riege das was sie tut, als strategisches Spiel aufzieht – und das konzertiert mit Russland und China, was ich annehme. Dann macht sie das wirklich richtig gut.

    Unsere Medien merken davon natürlich nichts – oder sie dürfen es nicht (die Wahrheit liegt wohl mehr bei Letzterem). Auch nicht, dass Nordkorea etwas mit Syrien zu tun hat:
    https://peds-ansichten.de/2017/09/tageschau-und-die-nachricht-hinter-der-nachricht-3/

    Die Medien-Entzauberung läuft …

    Herzliche Grüße, ped43z

  16. Tja (ät)ped34z, bei Ihnen höre ich schon lange die Mäuse husten:
    ‚Und wenn Trumps Riege das was sie tut, als strategisches Spiel aufzieht – und das konzertiert mit Russland und China, was ich annehme.! Noch Fragen?

  17. Hiesig sagt:

    @ ped

    MÜSSEN ist das Zauberwort und die Begründung mit der man glaubt, Verantwortung abschieben zu können. So war das übrigens auch in den braunen deutschen Jahren des Dritten Reiches. NICHT wegen Adolf Hitler oder einer durchgeknallten Nazi-Riege kam der Zweite Weltkrieg über die Völker. Nein, es waren Jene, die ihre Aufgabe erfüllten und ihre Funktion ausfüllten. Es waren diejenigen – und das war eine mehr als respektable Mehrheit der Bevölkerung, DIE LEIDER NICHT ANDERS KONNTEN und daher MUSSTEN.

    Ist dem „Experten“ ped 70 Jahre danach noch immer nicht bekannt, dass es nicht die Deutschen waren, die den Krieg wollten, sondern dass eine ganz „spezielle“ angelsächsische „geheime Elite“ bereits seit 1891 die Weltkriege planten und für Deutschland Fallen aufstellten, um ihnen dann später (unberechtigter Weise, der Sieger schreibt die Geschichte) die Schuld an den Kriegen zuweisen zu können?

    „1891 gründeten in London Mitglieder der englischen Herrscherklasse eine Geheimgesellschaft. Ihr Ziel: die Weltherrschaft.
    Die Welt hätte vielleicht niemals von der Existenz dieser Organisation erfahren, wenn ihr nicht der renommierte amerikanische Gelehrte Carroll Quigley auf die Spur gekommen wäre. …“
    (Quelle: Gerry Docherty/Jim Macgregor, Verborgene Geschichte. Wie eine geheime Elite die Menschheit in den Ersten Weltkrieg stürzte, S. 30.)

    Die abartigen Tricksereien, die Täuschereien, die Lügen und die Praktiken der angelsächsischen Regierungen haben sich seit über 100 Jahren nicht geändert. Jedem, der nicht Tomaten auf den Augen hat, und nicht nur MSM schaut, sollte das inzwischen auch bekannt sein.

    Die Amis waren sich nicht einmal zu blöde, einen Inside Job wie 9/11 aufzuführen, wo jeder Grundschüler bereits erkennen kann, dass es ein Fake ist, der zum Himmel stinkt.

    Jeder weiß doch inzwischen, dass 9/11 nur als Vorwand dienen sollte, um der „einzigen Weltmacht“ eine Pseudolegitimation zu verschaffen, damit sie von da an ganz nach Belieben jedes x-beliebige Land überfallen und ausrauben kann.

    Nochmal: Deutschland wollte weder den 1., noch den 2. Wk. Sie brauchten – im Unterschied zu den Engländern – keinen Krieg, denn sie waren in Europa bereits um 1920 in fast allen wissenschaftlichen, technischen, kulturellen und wirtschaftlichen Bereichen führend.

    • ped43z sagt:

      @Hiesig

      Genau, es sind immer die Anderen, nicht wahr?
      Dort genau entdecken Sie den Unterschied zwischen Schuld und Verantwortung.
      Schuld haben immer die Anderen. Schuld wälzt man ab.
      Verantwortung allerdings hat man immer, man kann sie nicht abstreifen, vielmehr gilt es, sie wahrzunehmen. Und zwar nur für sich selbst! Nehem Sie Verantwortung wahr?

      Expertenwissen ist genau das, was man nicht braucht, um Geschichte zu verstehen. Sind Sie Experte? Weil Sie hier selektiv ein paar Ihnen passende Brocken herausgepickt haben, mit denen Sie meinen, Geschichte erklären zu können? So einfach meinen Sie, ist Geschichte? Machen Sie sich nicht lächerlich. Aber Propaganda tut das – Geschichte auf Eindimensionalität runterbrechen, um bewerten zu können zwischen gut und böse.

      Ich bin nicht auf der Wurstsuppe hergeschwommen und weiß um die Vorgeschichte der Weltkriege. Derzeit lese ich ein Buch über Bethman-Hollweg; ein weiterer Augenöffner. Sie als Experte wissen ja sicher über Bethman-Hollweg Bescheid, oder?
      Macht- und Herrschaft ist immer maß- und grenzenlos. Das Deutsche Reich hat bereits den Ersten Weltkrieg mindestens genauso gewollt wie das Empire. Es sind schließlich gleich geartete System mit den grundsätzlich gleichen Ideologien, basierend auf Überhebung und dem Glauben an die eigene Einzigartigkeit. Und weiter?

      Sie machen doch schon wieder das alte Spiel der Guten und der Bösen auf. Was interessiert mich die CoL, Rothschild und die ebenso räuberische Teile und Herrsche – Politik des britischen und dann US-Imperiums?

      Mich interessiert UNSERE Politik und UNSER ALLER Verhalten hier in Deutschland zur Politik.

      Die deutsche Politik und Wirtschaft ließ sich benutzen, eben weil sie selbst macht- und profitgierig war. Schauen Sie in die Gegenwart. Während Sie Schuld suchen, passiert heute schon wieder genau das, was vor dem großen Sterben passierte.

      Die deutsche Armee zog in den Krieg, ja sie begann den Krieg. Immer begründete es die Politik mit der Bekämpfung von Bedrohungen, von wem auch immer. Schauen Sie in die Gegenwart. Während Sie Schuld in der Vergangenheit suchen, passiert auch hier im Heute das Gleiche wieder.

      Das deutsche Volk hielt still, sediert und im Opportunismus gefangen und trug dann den Krieg sechs Jahre mit. Schauen Sie in die Gegenwart. Während sie in der Vergangenheit wühlen, wem man denn die Schuld für das große Blutvergießen zuschieben kann, passiert das Stillhalten heute wieder genauso wie damals.

      Die Wehrmacht musste nicht in den Krieg ziehen. „Müssen“ sagen die, die bei anderen Schuld suchen und die eigene Verantwortung negieren. Ergreifen Sie, dass ich damit dem deutschen Volk keine Schuld gebe, sondern einfach die Dinge erkläre, die geschahen? Die Wehrmacht damals musste sowenig Krieg führen, wie die Bundeswehr heute etwas auf dem Balkan, im Nahen Osten und Afrika zu suchen hat.

      Es gibt für mich vom Prinzip her keinerlei Unterschied zwischen 9/11 und Gleiwitz. BEIDE dienten gleichermaßen als Vorwand, Angriffskriege loszutreten.
      Das zu begreifen ist wichtig, um HEUTE die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wer Geschichte über Schuld versucht zu verstehen, wird immer scheitern. Denn er wird immer die Geschichte in seinem Sinne schreiben, weil er niemals schuld sein will. Wir sollten sowohl aus Geschichte als auch aus Geschichtsschreibung lernen.

      Wir sind nicht schuld an den Weltkriegen. Wir sind verantwortlich für die Gegenwart. Ich hoffe, nun verstanden worden zu sein.

      Freundliche Grüße, ped43z

      • Valjean72 sagt:

        ZITAT von ped43z:
        „Macht- und Herrschaft ist immer maß- und grenzenlos. Das Deutsche Reich hat bereits den Ersten Weltkrieg mindestens genauso gewollt wie das Empire.“

        Ich schließe mich den Ausführungen von „hiesig“ an und widerspreche in aller Form Ihrer Sicht der Dinge, auch wenn Sie natürlich deutlich näher am offiziellen Narrativ liegen.

        Als kleiner Hinweis, ein Zitat des britischen Spitzenpolitikers und Chefdiplomaten Arthur Balfour (1902 – 1905 Britischer Premierminister, 1915 – 1916 Erster Lord der Admiralität, 1916 – 1919 Britischer Außenminister) aus dem Jahr 1907.

        BALFOUR: „Wir sind wahrscheinlich Narren, dass wir keinen Grund finden, um Deutschland einen Krieg zu erklären, bevor es zu viele Schiffe baut und uns unseren Handel wegnimmt.“

        (Quelle: Allan Nevins, „Henry White – Thirty Years of American Diplomacy“, New York: Harper Bros., 1930, pp. 257-258)

        Link: https://valjean72.wordpress.com/2017/04/29/der-1-weltkrieg-und-die-abkehr-von-der-these-der-deutschen-alleinschuld/

        • Analitik sagt:

          Wo soll da der unmittelbare gegenargumentative Zusammenhang sein?

          An der Asozialität der britischen Außenpolitik gibt es keine Zweifel. Als Argument gegen deutsche Macht- und Kriegsgelüste taugt es aber nicht.

          • Valjean72 sagt:

            Dieses Zitat von Balfour ist ja nur eines von vielen Hinweisen, die eine kriegerische Haltung, d.h. eine auf (einen vernichtenden) Krieg zielende Politik Englands gegenüber Deutschland belegen.

            Andere Aspekte, Hinweise hatte ich in meinem verlinkten Blogbeitrag zusammengetragen.

            „GERMANIA EST DELENDA“ (Germany needs to be destroyed)

            Wiederkehrende Floskel in Artikeln der „Sunday Review“ ab den 1890er Jahren.

            oder das hier:

            „Und ganz sicher muss Großbritannien Deutschland diskriminieren (benachteiligen). Denn Deutschland ist absichtlich in eine tödliche Rivalität mit Großbritannien eingetreten und kämpft nun mit aller Macht für die Auslöschung der britischen Vormachtstellung.“
            (Quelle: Ernest Edwin Williams – „Made in Germany“; 1896)

            Zitat von „hiesig“:

            >>Nochmal: Deutschland wollte weder den 1., noch den 2. Wk. Sie brauchten – im Unterschied zu den Engländern – keinen Krieg, denn sie waren in Europa bereits um 1920 in fast allen wissenschaftlichen, technischen, kulturellen und wirtschaftlichen Bereichen führend.<<

            Das Deutsche Reich unterbreitete den Alliierten im Dezember 1916 ein Friedensangebot auf Basis eines "status quo ante".

            Dieses Angebot wurde schließlich ausgeschlagen, obwohl ein Zusammenbruch Russlands abzusehen war.

            Laut Bejamin Freedman überzeugten einflussreiche Zionisten die britischen Entscheidungsträger nicht auf dieses Friedensangebot einzugehen.

            aus besagtem Blogbeitrag:

            " … sie würden dafür sorgen, dass die Vereinigten Staaten voll in den europäischen Krieg eingreifen und diesen dadurch für England und Frankreich gewinnen würden. Im Gegenzug musste sich England verpflichten, ihnen – nach der Zerschlagung des Osmanischen Reiches – Palästina zu überlassen."

            Stichwort: "Balfour-Deklaration"

            • Analitik sagt:

              „Dieses Zitat von Balfour ist ja nur eines von vielen Hinweisen, die eine kriegerische Haltung, d.h. eine auf (einen vernichtenden) Krieg zielende Politik Englands gegenüber Deutschland belegen.“

              Zweifellos. Dennoch belegen böse britische Absichten nicht die deutsche Unschuld. Sie argumentieren gerade im Stil „die sind böse, deswegen sind wir unschuldig“. Das menschliche Gehirn liebt solche falschen Rückschlüsse, die logisch wirken, aber jeglicher Logik entbehren. So kommen wir der Wahrheit nicht näher.

              • Valjean72 sagt:

                Der Wahrheit näher kommen, das spricht sich leicht aus.

                Nach dem Zweiten Weltkrieg war klar, dass Deutschland allein für das Desaster von Zwei Weltkriegen verantwortlich war und alle deutschen Kriegsgegner heldenhaft und mit hehren Zielen versehen für die Freiheit einstanden.

                Und diese Sicht zu revidieren, d.h. abzuändern, rüttelt am Selbstverständnis der heutigen Generation der ehemaligen „Siegernationen“, die sich in der heroisierten Geschichtsschreibung sonnen können.

                Der Deutschen seelisches Rückgrat wurde hingegen gebrochen. Die Auswirkungen davon spüren wir heute.

                Sie sagen, dass die von mir aufgeführten Zitate nicht die Unschuld Deutschlands am Ersten Weltkrieg belegen.

                Nun, nach gängigen Rechtsverständnis sollte es ja genau anders herum sein. Wo sind die objektiven Beweise für die deutsche Schuld am Ersten Weltkrieg?

                Christopher Clark, der in Cambridge lehrende „Mainstream-Historiker“ schreibt in seinem Bestseller:

                „Die russische Generalmobilmachung zählte zu den schwerwiegendsten Entscheidungen während der Julikrise. Es war bislang die erste Generalmobilmachung. Sie kam zu einem Zeitpunkt, als die deutsche Regierung noch nicht einmal den Status der drohenden Kriegsgefahr ausgerufen hatte […]

                Später herrschte unter französischen und russischen Politikern wegen dieser Abfolge der Ereignisse ein gewisses Unbehagen. In dem Orangebuch, das die russische Regierung nach Kriegsausbruch veröffentlichte, um die eigenen Aktionen während der Krise zu rechtfertigen, datierten die Herausgeber den österreichischen Befehl zur General Mobilmachung drei Tage zurück, sodass der russische Schritt als reine Reaktion auf andere Entwicklungen erschien […]

                In Wirklichkeit war Deutschland aus militärischer Sicht während der gesamten Krise eine Insel relativer Ruhe gewesen.“

                (Quelle: C. Clark – „Die Schlafwandler“, Teil III KRISE – Kapitel 12 Die letzten Tage)

              • Analitik sagt:

                Ein in Cambridge lehrender „Mainstrem-Historiker“ macht Russland für den ersten Weltkrieg verantwortlich… Warum wundert mich das nicht.

              • Valjean72 sagt:

                Nun, Clark verteilt die Schuld auf die Schultern aller Entscheidungsträger der europäischen Größmächte dieser Zeit.

                Er bricht somit eindeutig mit der Hauptschuld-These (vorher: Alleinschuld-These) Deutschlands, die in der real existierenden BRD bis heute gelehrt wird.

                Nach Clark wären alle Länder schlafwandlerisch dem Abgrund entgegen getaumelt.

                Gleichwohl verortet er eine größeren Anteil der gemeinschaftlichen Verantwortung zum „Ausbruch“ des Krieges bei den verantwortlichen Personen in Russland und Frankreich (s. meinen vorigen Kommentar)

                Die besondere (und letztlich entscheidende) britsche Rolle beleuchtet er hingegen nicht, bzw. nur unzureichend. Dies habe ich ja in meinem Blogbeitrag versucht darzustellen.

                Lange Rede kurzer Sinn:

                Es gibt gute Gründe und genug Anhaltspunkte die offizielle Geschichtsschreibung in Bezug auf den Ersten Weltkrieg und damit letztlich auch in Bezug auf den Zweiten Weltkrieg fundamental anzuzweifeln. (Hierunter fällt auch eine kritische Betrachtung der offiziellen Version der russischen Oktoberevolution von 1917)

              • Analitik sagt:

                „Es gibt gute Gründe und genug Anhaltspunkte die offizielle Geschichtsschreibung in Bezug auf den Ersten Weltkrieg und damit letztlich auch in Bezug auf den Zweiten Weltkrieg fundamental anzuzweifeln.“

                Der einzige echte Grund in der Praxis (nicht in der Wunschwelt), die offizielle Geschichtsschreibung anzuzweifeln und zu revidieren, ist immer ein Wandel der Machtverhältnisse. Und die todsichere Prognose zum Ausgang der Revidierung ist: Wer an Macht hinzugewonnen hat, wird rückwirkend besser gestellt und wer an Macht verloren hat, wird rückwirkend schlechter gestellt.

                Die Machtverhältnisse haben sich geändert und Deutschland hat seit dem Zweiten Weltkrieg an Macht dazugewonnen. Deswegen wird Deutschland entlastet werden. Die nötigen Argumente wird man finden. Es können wahre Argumente sein oder erfundene, aber man wird sie finden.

      • Tja (ät)ped43z:“Wir sind verantwortlich für die Gegenwart“, bei Ihnen für mich sprich weiter so! Noch Fragen?

    • Helm ab zum Gebet sagt:

      „Nochmal: Deutschland wollte weder den 1., noch den 2. Wk. Sie brauchten – im Unterschied zu den Engländern – keinen Krieg, denn sie waren in Europa bereits um 1920 in fast allen wissenschaftlichen, technischen, kulturellen und wirtschaftlichen Bereichen führend.“

      Wer die „Genialität“ von Willy I kennt der weiß das dass Spiel bereits verloren war bevor es begonnen hatte. Bismarck hätte diesen Krieg anders geführt – sich strategisch anders aufgestellt.

      Absolut wahrscheinlich – das in England böse Menschen böse Dinge geplant haben. Nur muss sich Deutschland auch an die eigene Nase fassen lassen. Alles andere (England ist Schuld) wäre reiner Rassismus.

      Diese kleinen europäischen Nationen haben gerne mal einen Krieg vom Zaun gebrochen. Ein Motiv haben alle rohstoffarmen Länder immer.

      Zum Glück gibt es heute Atombomben, d.h. wenn nicht mal ein versehen passiert, ein Computerproblem vorliegt, etc. macht das große Kriege unwahrscheinlich. Gefickt werden dafür die armen Syrer.

  18. Danke Hiesig vs. ANALITIK, scheint mir für die wachsende Zahl der Neueinsteiger? wohl sehr hilfreich zu sein!
    RRD

  19. Strukturdenker sagt:

    Sehr geehrter Analitik,

    es ist zwar Off-Topic, aber weil im letzten Kommentar von Hiesig das Thema Legitimation angesprochen wurde: Was mich immer wieder wundert ist die Tatsache (oder auch nur Wahrnehmung meinerseits), daß auch offensichtliche Unrechte sich immer noch versuchen, den Mantel einer Rechtfertigung – eine Legitimation – umzuhängen.

    Warum tun die Mächtigen das ?

    Sind sie doch nicht so mächtig ? Glaube ich nicht, sie könnten ihr Handeln auch ohne „Deckmäntelchen“ durchführen.

    Wollen sie ihren Gegenspielern zeigen, daß sie sich an (zivilisatorische) Spielregeln halten ? Glaube ich auch nicht, denn auf dieser Ebene weiß jeder, was gespielt wird.

    Ist es eine Art Selbstbetrug, um das eigene Handeln vor sich selbst rechtfertigen zu können ? Vielleicht, aber dann würde mich eine historisch-psychologische Analyse doch sehr interessieren.

    Oder gibt es andere Gründe ?

    • Analitik sagt:

      „Sind sie doch nicht so mächtig ? Glaube ich nicht, sie könnten ihr Handeln auch ohne „Deckmäntelchen“ durchführen.“

      Sie sind nicht so mächtig. Das Empfinden von Recht und Gerechtigkeit hat beim Menschen eine genetische Basis und ist in allen Kulturen ausgeprägt. Man muss es bedienen, wenn man an der Macht bleiben will, da diejenigen, die den Mächtigen als solchen akzeptieren, sonst zur Konkurrenz überlaufen, die das Rechtsempfinden besser bedient. Kein Mensch will zu den bösen gehören.

      Dazu zwei Anmerkungen:
      1. Es gibt Mächtige (generell: eine Hierarchie), weil es die übrigen akzeptieren. Hierarchien sind konfliktmindernd und haben sich deshalb in der Evolution durchgesetzt, schon lange bevor der Mensch die Bühne betrat. Die Bereitschaft zur Unterordnung ist das, was den Mächtigen die Macht verleiht – und auch Pflichten aufbürdet. Davon profitieren aber beide Seiten und die Bereitschaft zur Unterordnung kann auch entzogen werden (z.B. wenn der mächtige seiner Schutzpflicht nicht nachkommt, was wir gerade live auf geopolitischer Ebene bewundern dürfen!) und wird auch bei der ersten sich bietenden Gelegenheit entzogen. Der Mächtige muss permanent für seine Macht kämpfen.
      2. Das Rechtsempfinden kann überlistet werden. Propaganda im negativen Sinn des Wortes ist genau dafür zuständig.

      • Strukturdenker sagt:

        Wenn ich Ihre Ausgangsthese aufgreifen darf:
        „genetische Basis“: Dies bedeutet, daß Mächtige, die ihre Macht mißbrauchen, wider der menschlichen Natur handeln. Deswegen der Bedarf an möglichst großer Zustimmung (und wenn es nur Claqueure sind), um sich selbst der Rechtfertigung versichern zu können. M.E. eine fortgeschrittenes Stadium der Schizophrenie.

        Mich erstaunt es immer wieder, wie so grundlegende menschliche Anlagen in unserer hochkomplexen, hochzivilisierten Welt immer noch die Grundmuster bilden, in denen menschliches Zusammenleben geschieht.

        Zu erwähnen bleibt noch, daß es einen Prozentsatz an Menschen gibt (etwa 10 %), denen diese Veranlagung fehlt, die also amoralisch von Natur aus sind.

        • Analitik sagt:

          „Dies bedeutet, daß Mächtige, die ihre Macht mißbrauchen, wider der menschlichen Natur handeln.“

          Diese Schlussfolgerung lässt sich aus dem von mir Gesagtem nicht ziehen. Machtmissbrauch ist sehr wohl Teil der menschlichen Natur. (Noch mehr übrigens als Gerechtigkeitsempfinden.) Nur ist es eben auch Teil der menschlichen Natur, sich gegen Machtmissbrauch eines anderen zu wehren.

          Und natürlich hilft es nichts, die menschliche Natur auf eine Eigenschaft zu reduzieren. Sehr viele, sich teilweise diametral entgegengesetzte Eigenschaften, sind Teil unserer komplexen und komplizierten Natur. Mit Schizophrenie hat das nichts zu tun.

          • Wie wahr ANALITIK, das Heilige Römische Reich Deutscher Nation hatte ja gerade auf vs. aus seiner politisch, ökonomischen, rechtlichen etc. Substitaritäten heraus: “ Von der Maas bis an die Memel…“ seine Vielfalt generiert, der Welt durch ehrlichen Handel ‚geschenkt‘ und so permanentes Beuteobjekt der zentralisierten Randstaaten! Noch Fragen?
            Ihr
            RRD

  20. Hiesig sagt:

    @ ped

    Schuld haben immer die Anderen. Schuld wälzt man ab.

    Dies ist nicht meine Devise. Aber vielleicht meintest du dieses allgemein bekannte Sprichwort mit gleichem Inhalt:

    Jedes Problem hat zwei Seiten: Die falsche und die unsrige. (aus den USA) 😉

    Das Deutsche Reich hat bereits den Ersten Weltkrieg mindestens genauso gewollt wie das Empire.

    Eben nicht! Ich habe versucht, dies über ein Kurzzitat zweier angelsächsischer Historiker zu belegen.

    Warum sollten diese beiden schottischen Wissenschaftler lügen?

    – Okay, war nicht ganz ernst gemeint, die Frage …

    Es ist ja allgemein bekannt, dass man „Experten“ (Wieso komme ich jetzt eigentlich auf den Namen Lesch …?) kaufen oder erpressen kann (indem man ihnen bspw. in Aussicht stellt, dass, falls sie weiterhin nicht „seriös“ (p. c.) berichten, es für den Lehrstuhl leider leider keine weiteren Finanzmittel geben oder sich ihr Pensionsanspruch evtl. in Luft auflösen könnte; oder es gibt sonst leider leider keine weitere gutdotierte Fernsehsendung; oder man kann sie auch auf eine „Lolita-Insel“ [wahlweise zu Jasmin] einladen usw. usf.). Wäre es anders, sähen unsere Schulbücher, speziell die zur Geschichte, zur Sozial- und Wirtschaftskunde, sowie die Lehrbücher an unseren Hochschulen ja vollkommen anders aus. – Jo, ist alles natürlich reine VT … (LOL)

    Bekanntlich schreibt der Sieger die Geschichte (ist keine VT!).

    Die deutsche Politik und Wirtschaft ließ sich benutzen, eben weil sie selbst macht- und profitgierig war. Schauen Sie in die Gegenwart.

    Schaut man in die Gegenwart, und kennt man die Geschichte, dann weiß man, dass die Minuselite, der Abschaum, der in Berlin und in unseren Rathäusern die Sessel beschmutzt und das Pfründen einstreicht, Null Ähnlichkeiten mit derjenigen Rollenbesetzung aufweist, die sich ein normaler Einheimischer wünscht und die sich ein Volk, wenn es wirklich souverän wäre, aussuchen würde.

    Die Ursache hierfür sollte ja eigentlich jedem bekannt sein.

    Ein normaler Gärtner hegt und pflegt die Rosen, und reißt das Unkraut aus. Ist der Gärtner von meinem Feind eingesetzt, so gießt und päppelt er das Unkraut und reißt die Rosen aus.

    Unsere Besten sind entweder im Feld geblieben oder wurden 45 – nach unserer „Befreiung“ – von unseren „Freunden“ eingeheimst, weggesperrt, oder aufgehängt. Dafür hat man Deserteure und andere Volksfeinde aus dem Ausland geholt und sie als Leiter in unsere Behörden implantiert. Das Resultat kann jeder heute bestaunen, wenn er die Hackfressen im Fernsehen sieht.

    Ein ähnliches Stück, wie hier bei uns, wurde ja bereits im Wk2 in Italien aufgeführt, als jenseits des Atlantiks die Tore der Gefängnisse, in denen die Mafia-Bosse einsaßen, weit geöffnet wurden. Der Deal war, ihr seid uns bei der Landung in Italien behilflich, so dass wir unser Geld und unsere eigenen Leute schonen können, und dafür bekommt ihr anschließend eure Bürgermeister-Posten und eure anderen Ämter in der italienischen Politik zurück, die euch der Mussolini weggenommen hat.

    Ich kann jedem Wahrheitssuchenden nur empfehlen, sich das Buch zuzulegen, bevor auch dieser Leckerbissen – wie derzeit so vieles andere – aus den Buchhandelsregalen verschwindet. Das Buch kostet nur 10 Euro und ist (im Moment noch) überall erhältlich.

    Zwar heißt es in Art. 5 GG „Zensur findet nicht statt.“ … Aber der Jugendschutz halt …

    P. S.:

    Empfohlene Zusatzlektüre:

    Schultze-Rohnhof, 1939 – Der Krieg, der viele Väter hatte

    und

    7. AZK – Gerd Schultze-Rohnhof – Der Krieg der viele Väter hatte

    https://www.youtube.com/watch?v=wpDdTmEBKCk

    • Analitik sagt:

      „Schaut man in die Gegenwart, und kennt man die Geschichte, dann weiß man, dass die Minuselite, der Abschaum, der in Berlin und in unseren Rathäusern die Sessel beschmutzt und das Pfründen einstreicht, Null Ähnlichkeiten mit derjenigen Rollenbesetzung aufweist, die sich ein normaler Einheimischer wünscht und die sich ein Volk, wenn es wirklich souverän wäre, aussuchen würde.“

      Wissen Sie, warum es diesen Blog gibt? Nicht bloß, weil die deutsche Regierung Faschisten unterstützt, bezahlt, gehegt, gepflegt und eingesetzt hat. Sondern weil ganz normale, bestens gebildete und dennoch völlig verblödete deutsche Bürger die Regierung dabei voll und ganz unterstützt und die Schande mit aller Kraft verteidigt haben.

      Die Ursache der Verblödung dürfen Sie gern und mit Recht bei guten Freunden verorten. Nur, im Ergebnis marschiert das Fußvolk im Gleichschritt mit.

      • Someone sagt:

        „Wissen Sie, warum es diesen Blog gibt? Nicht bloß, weil die deutsche Regierung Faschisten unterstützt, bezahlt, gehegt, gepflegt und eingesetzt hat. Sondern weil ganz normale, bestens gebildete und dennoch völlig verblödete deutsche Bürger die Regierung dabei voll und ganz unterstützt und die Schande mit aller Kraft verteidigt haben.“

        ist erkennbar ob der Blog wirkt?

    • Danke Hiesig!
      Und das Sie die Studierten des 9.554-seitigen, 12-bändigen Lehrbuchs kaum ändern werden können ist der Mehrzahl der älteren ehrlichen Foristen ohnehin klar, drum hülfe hier nur das konsequenten durchziehen von Rußland vs. China etc.! Noch Fragen?
      RRD

      • ped43z sagt:

        @Hiesig

        Noch was in Bezug auf das Thema Parallelen zur Gegenwart. Hier sehen Sie den Filz, der aus Demokratie von Anfang an eine Chimäre machte:

        Schade, das ist heutzutage nun doch nicht zu toppen. Als am 26. April 1912 der Krupp-Konzern den 100. Geburtstag Alfred Krupps zugleich als Hundertjahrfeier der Firma Fried. Krupp AG beging, da tanzte beim Kanonenkönig Gustav Krupp von Bohlen und Halbach (1870–1950) der Kaiser Wilhelm Zwo mit seinen Prinzen an. Mit dabei: Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg, der schon bald das Deutsche Reich in den ersten Weltkrieg führte, mit allen seinen Kabinettsmitgliedern sowie die gesamte Generalität des Reiches samt allen Admiralen. Und Krupp-Generaldirektor Alfred Hugenberg, der 21 Jahre später Hitler an die Macht geleitete, hielt eine aufrüttelnde Rede gegen das allgemeine und gleiche Wahlrecht.

        Quelle: Alfred Köhler, Junge Welt, 25.4.2012

        Ein Bündnis des Friedens; arme Friedensengel, die von den bösen Engländern Übertölpelt wurden? Solche Scheuklappen möchte ich mir nicht anlegen.

        Noch etwas: Wer das Wesen einer Ideologie erkannt hat und sie nur von sich schiebt, um sie durch eine Neue zu ersetzen, erlangt keine Wahrhaftikgeit sondern verspielt die Erkenntnis und fällt wieder in genau die gleiche Matrix zurück, in welcher ihn die alte und nun die neue Ideologie (quasi als Religion) gefangen hält.

        Grüße, ped43z

    • ped43z sagt:

      @Hiesig

      Gert Schultze-Rohnhof ist mir bekannt und sein Buch sehe ich als sehr wertvoll. Aber er stellt nicht die Schuldfrage. Er versachlicht und löst das Narrativ von Opfern und Tätern auf, was ja tatsächlich den Blick für das Geschehene verkleistert. SIE stellen die Schuldfrage und benutzen ihn dafür. Das ist ein Unterschied. Wie ist es denn nun mit Ihrer Verantwortung für die Gegenwart? Und SIE erkennen also keine Parallelen zur deutschen Vergangenheit?

      1913 sagte ein gewisser August Bebel (gilt der für Sie als seriös?):

      Wiederum ist es Deutschland, das seit genau 50 Jahren zum soundsovielten Mal das Signal zu großen militärischen Rüstungen gibt, genau wie vor 15 Jahren zu den Marinerüstungen. (…) Als Wilhelm auf den Thron kam, sagte ich, jetzt kommt der Zugrunderichter an die Spitze. Das Wort scheint Wahrheit werden zu wollen.

      Suchen Sie mal selbst nach der Quelle.

      Das war also vor 104 Jahren und es war VOR dem großen Krieg und die Militarisierung lief schon Jahrzehnte.
      Die Einen, die selbsternannten Opfer, die „Unschuldigen“ nennen es dann Vorneverteidigung. Ich nenne es Angriffskrieg. Heute stehen deutsche Militärs wieder sonstwo und nennen sich wie? BundesWEHR. Früher nannte sie sich – genauso ihr Wesen verbergend – WEHRmacht. Sie brach in fremde Staaten ein und nannte das Verteidigen. Mir ist die Rolle des britischen – und US-Imperialismus bekannt und ich betrachte sie als (das weiß jeder, der meinen Blog kennt) ausgesprochen kritisch, ja fatal für unsere Gesellschaften. Sie sind aber eben exemplarisch! Und HIER rede ich eben NICHT von den Angloamerikanern, ich rede hier ausdrücklich von dem Land in dem ich lebe und in dem ich Verantwortung wahrnehmen kann.

      Der deutsche und gern so gelobte „Friedensreichskanzler“ Bethman Hollweg meinte, Frieden so schaffen zu können:

      http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Kriegsgeschichte/bethmann-kriegsziele.html

      Unzählige Lobby-Vereinigungen (Stichwort Alldeutsche, die natürlich heute kleingeredet werden) bereiteten mit Militärs und Ideologen den Krieg vor und bildeten einen Filz mit der Politik (ach guck, wie heute). Deutschlands „Platz an der Sonne“ war herzustellen. In China zeigte man schon mal, wie man mit Barbaren umgeht. Und Krupp bekam der Krieg „wie eine Badekur), wobei die Geschäfte ein deutsch-französisches Stahl- und Kohlesyndikat machte. Und die wirtschaftliche Annexion Europas (eben auch so wie heute) war mit dem ebenfalls so harmlos klingenden „mitteleuropäischen Zollverband“ geplant. Sind Sie blind dafür?

      Bei all den Schuldzuweisungen an selbstredend immer die Anderen wird vor allem ein Blick völlig verkleistert: Dass wir hier im gleichen System leben, denken und handeln wie die „Schuldigen“. Dass wir daher in die prinzipiell gleichen Probleme wie die Angloamerikaner laufen (und liefen) und dass wir so tun, als gäbe es sie nicht. Die Schulddebatte führen wir aus der in unseren Köpfen eingebrannten Matrix heraus. Und so kommen wir auch nicht aus dem Gefängnis der Voreingenommenheit heraus. Die ist nämlich emotional und daher Schuld beladen. Und immer wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, will es keiner gewesen sein …

      Wir benehmen uns wie Lemminge und zeigen auf die Anderen. Wir sitzen in den Sesseln, heulen rum, wie ungerecht man uns schon immer behandelt hat, meckern in den Fernseher, regen uns über Politiker auf und tun …. nichts. Was wir so tun, hat ja damit gaaaar nichts zu tun. Wiiiir haben eine reine Weste. Aber diiiiie da, die Politiker, die sind korrupt verdorben und machtgeil. Wir? Niemals und nirgends! Völlig klar. Nur, die „da oben“ (weil es nämlich für uns so am bequemsten ist) sind unser Spiegel. Es ist so traurig…

      Dabei benötigten wir gerade jetzt Mut, unser aller Leben hier grundsätzlich zu überdenken. Mit der Schulddiskussion werden wir das auch weiterhin elegant verhindern können. Nur gilt eben: Wer mit dem Finger auf die anderen zeigt, zeigt mit drei Fingern auf sich selbst.

      Achtungsvoll, ped43z

      • kemal sagt:

        Hallo ped43z,

        Bebel war lediglich Soldat in einem anderen, größeren Krieg, dem auf sozialer Ebene – und ich weiß nicht, ob er sich im Klaren darüber war, für wen er eigentlich gekämpft hat.
        Der Klassenkampf erzeugt zwar keine abscheulichen Bilder blutüberströmter Opfer, seine destruktive Wirkung kann indes nicht zu gering eingeschätzt werden.

        Frieden als Zielsetzung in einer polaren Welt des Konflikts ist eine gefährliche, zersetzende Illusion, wenn man sich allein auf ihn verlässt; noch dazu in zentraleuropäischer, geopolitisch exponierter Lage.
        Eine schwache Macht ist Spielball stärkerer, fremder Mächte. Den Krieg vermeidet, wer sich entsprechend rüstet, so dass dem potenziellen Feind ein Konflikt angesichts der zu befürchtenden Verluste nicht lohnend erscheint.
        Entscheidend für die Ermittlung der Motivlage des Rüstenden ist die Art der Rüstung. Läßt die spezifische Art der Rüstung einen Rückschluß auf ihren Zweck zum Angriff oder zur Verteidigung zu?

        Der hochbetagte Egon Bahr hatte eine klare Meinung zu Demokratie und Menschenrechten:

        „In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.“

        Seien es Staaten -oder besser Machtgruppen-,
        die Schuldfrage wird stets nur vom Gegner aufgeworfen, um die Gegenseite mental zu schwächen.
        Ein Sieger wendet das Instrument der Schuld als Mittel zur geistigen Knechtschaft gegen den Besiegten an.

        So simpel und uralt ist das mit der Schuldfrage, siehe beispielsweise ihre sehr erfolgreiche Anwendung durch die Römisch-katholische Kirche.

        Gruß
        k

        • ped43z sagt:

          @kemal

          Sie haben genau auf das Problem hingewiesen.
          Frieden ist ein Wagnis, es gibt keine Erfolgsgarantie.
          Frieden ist (auch) reflektiert verarbeitete, überwundene Angst – also tatsächlicher Mut.

          Wann also ist jemals tatsächlich Frieden gewagt wurden? Es waren die Verzagten, die Misstrauischen, die in Macht Gefangenen, die immer auf den Frieden verzichteten, um in der „Sicherheit“ des Krieges aufzugehen.

          Jeder erzählt mir letztlich, dass Frieden nicht funktioniert, weil er sonst schutzlos ist und von den Anderen angegriffen wird. Man wagt es nicht, unterwirft sich der Angst und damit dem Machtgedanken und so spielen die Gesellschaften immer wieder das gleiche tatsächlich mörderische Spiel. Aber trotzdem wird immer erzählt, das wahrer Frieden eine Illusion ist, weil die Anderen ja Krieg wollen. Wie ich schon mehrfach sagte: „Es sind immer die Anderen.“

          Kampf (Krieg) findet auf allen Ebenen statt. Die gesellschaftliche (Meta)ebene verbirgt, dass es sich hier um ein emotionales Phänomen handelt. Was sich gesamtgesellschaftlich abspielt, ist die Summe des Verhaltens der Individuen. Individuen die im Kriegsmodus leben, die also auch im Kleinen den Frieden nicht wagen.

          Aber wann sind Gesellschaften eigentlich schutzlos? Was hat das hochgerüstetete Deutschland von seinen vielen Waffen gehabt, außer der Hoffnung, damit vielleicht doch die Anderen, „die den Krieg ja wirklich wollen“, zu besiegen? Es ist eine Projektion eigenen Denkens.
          Syrien hatte eine der stärksten Armeen im arabischen Raum und trotzdem ist es als Staat fast zugrunde gegangen. Wer das einzig an der verdeckten Intervention des Westens festmacht, denkt zu kurz.

          Wenn zwei Seiten im Kampf (Krieg) denken und handeln, werden sie diese Projektion natürlich auch gegenseitig verstärken. Das wird im Kleinen sichtbar, bei der alles Fremde nicht dem (nicht wirklich) eigenem Weltbild Folgende bekämpft wird. Das Fremde ist die Gefahr. Als Gefahr schließt das ein Verstehen aus. So aber ist Frieden nicht möglich. So können keine Schnittmengen genutzt werden. Alle Teilnehmer verharren in ihrer Paranoia. Dabei wissen sie, dass es nicht gut ist, was sie tun – und wir kommen wieder zur Kategorie Schuld, denn sie ist der Kunstgriff für JEDEN Krieg.

          Natürlich ist es eine Illusion zu glauben, wir können mit einem Fingerschnippen und der Abschaffung aller Waffen den Frieden über die Welt bringen; da bin ich bei Ihnen. Aber sollten wir nicht mal langsam tatsächlich über Frieden reden und ihn (wenigstens) im Kleinen wagen? Denn Frieden ist keine über geholfene Entscheidung sondern ein Prozess, der seine gesellschaftliche Wirkung nur dann erfährt, wenn die Teilnehmer der Gesellschaft als tatsächlich friedliche Akteure auftreten. Das ist bis heute, auch hier in Deutschland, ganz und gar nicht der Fall.

          Viele Grüße, ped43z

          • kemal sagt:

            Hallo ped43z,

            danke für die ausführliche Antwort.
            Ich denke, wir sind gar nicht weit voneinander entfernt, in dem was wir wollen.
            Wollen nicht die allerwenigsten Menschen Krieg oder auch nur Streit? Es gibt indes immer kleine Gruppen, die daran ein Interesse haben und skrupellos genug sind, um es auch durchsetzen zu wollen. Stehen solchen Kreisen die Techniken und Mittel zur Verfügung, ausreichend Hass und Zwietracht zwischen den potenziellen Konfliktparteien zu säen, so kann ein Krieg erreicht, bzw. erzwungen werden.

            Provokationen sind das eine, denen kann man eine Absage erteilen, aber man kann Konfliktparteien auch in eine Zwickmühle manövrieren. Jüngstes Beispiel hierfür die Falle für Russland im Krim-Konflikt. Nur die elegante Lösung, die Russland gefunden hat, hat diesen glücklichen Ausgang ermöglicht, alle übrigen Handlungsoptionen hätten den Krieg ausbrechen lassen.

            Es gibt ganz und gar unterschiedliche Menschentypen, unterschiedliche Völker und Mentalitäten. Dies kann einem gefallen oder nicht, aber es sind letztlich Tatsachen.

            Man kann sich selbst ändern, entscheiden, wer man selbst sein will, und darauf setzen, dass das eigene Beispiel zur Nachahmung einlädt.
            „Sei die Veränderung, die Du in der Welt sehen willst.“
            Da bin ich ganz bei Gandhi.

            Als verantwortungsvoller Familienvater habe ich dennoch für den Fall der Fälle eine Waffe im Waffenschrank. Ich sehe da keinen Widerspruch.
            Man beobachte die Natur. Das Recht auf Selbstverteidigung und Verteidigung des eigenen Reviers ist Naturrecht.
            Wer sich ohne Not selbst entwaffnet, handelt verantwortungslos gegenüber Denjenigen, die er zu schützen hat.

            Gruß
            k

        • Tja Kemal,

          drum hatte Friedrich Wilhelm I. der „Soldatenkönig“ daß schlagkräftigste Heer Europas, dabei geordnete wirtschaftliche Verhältnisse, welche seinem Sohn hinterließ, ohne während seiner sehr langen Regierungszeit je einen Krieg führen zu müssen! Erinnert das jemand an PUTIN?
          RRD

    • Johanniskraut sagt:

      @ Hiesig

      LoL! Ihren Schultze-Rohnhof-Link hab ich oben (bevor ich Ihren letzten Kommentar las) auch spontan gepostet.

      Aber ich würde auch dieses Buch unbedingt empfehlen:
      http://www.politaia.org/wp-content/uploads/2016/08/Starikov_Wer-hat-Hitler-gezwungen-STALIN-zu-ueberfallen_1.pdf
      Bin auf Seite 230 und es ist so spannend, wie ein Krimi!

      • ped43z sagt:

        @Johanniskraut

        Was Starikov’s Buch betrifft – schlüssig, gut geschrieben und detailiert, ist der Inhalt nicht wirklich weit von dem, was in der DDR im Geschichtsunterricht gelehrt wurde. 😉

        Viele Grüße, ped43z

        • Tja (ät)ped43z vs. Johanniskraut, ich Rudolf-Robert Davideit bin nun wahrlich & nachweislich nicht völlig unterbelichtet(was für Sie erst zu beweisen gilt): ‚durch den was in der DDR im Geschichtsunterricht gelehrt wurde.‘ gekommen, aber STARIKOW hatte ich irgend wann rasch abgehakt – muß ich mir nicht antun!
          Das Peds setzt Pads ab! Noch Fragen?

          • ped43z sagt:

            @RRD

            Jeder erzählt, wenn er es tut, auch immer etwas von sich selbst.

            Da Dir nichts verborgen zu sein scheint, wähnst Du die nächsten Schritte auf dem Weg des Wissens voraussehen zu können. Ohne es zu merken, bist Du damit dem zweiten Feind gegenübergetreten. Er zwingt Dich, Dich niemals selbst anzuzweifeln oder in Frage zu stellen. Das Unbekannte ist für Dich zu einer berechenbaren Größe geworden. Während Du die Angst als offenen Gegner identifizieren und konfrontieren konntest, gleicht die Klarheit einem Angriff aus dem Hinterhalt, weil sie Dir das vermeintliche Gefühl von Überlegenheit vermittelt.

            aus: „Die Lehren des Don Juan“; Carlos Castaneda

      • Salander sagt:

        Dann werfen Sie den Ploppa gleich noch hinterher ein. Der bringt Sie dann richtig auf Touren;-)

  21. Hiesig sagt:

    Sondern weil ganz normale, bestens gebildete und dennoch völlig verblödete deutsche Bürger die Regierung dabei voll und ganz unterstützt und die Schande mit aller Kraft verteidigt haben.

    „Bestens gebildete“ und „völlig verblödete“ schließen sich mMn gegenseitig aus.

    Aber wenn man statt „bestens gebildete“ einsetzt: „Idioten, Fachidioten, Blöd-Zeitung-, Schmiergel- und BUNTE-Leser(&Innen), GEZ-Medien-Konsument(Innen), durch Werbung und PR von Jugend an Verblödete, politisch Desinteressierte, nicht zum selbständigen Denken Fähige und andere Umerziehungsgeschädigte“, dann stimmt das natürlich voll und ganz.

    Die Ursache der Verblödung dürfen Sie gern und mit Recht bei guten Freunden verorten. Nur, im Ergebnis marschiert das Fußvolk im Gleichschritt mit.

    Die Aussage über meine Landsleute muss ich leider bestätigen. Bei der Mehrheit der Menschen aus meiner Umgebung verläuft ein Gespräch über die derzeitige Situation wie wenn man sich mit einem Haufen Biomüll unterhalten würde. Und genau so streng riecht es dann auch.

    Offensichtlich handelt es sich um ein psychologisches und pädagogisches Phänomen, das auf gewisse Schädigungen von Rückgrat und Charakter hinweist und sich z. B. auch dadurch erklären lässt, dass dem Betreffenden bestimmte Informationen nicht bekannt sind, die für ihn wichtig wären.

    Der eine ist halt zu phlegmatisch, zu faul, der andere einfach zu unbeholfen oder zu dumm, sich diese Informationen zu besorgen.

    Es ist ein Jammer …

    Aufgeben ist aber keine Alternative.

    Verloren haben wir erst, wenn wir tot sind!

  22. Hiesig sagt:

    Nicht bloß, weil die deutsche Regierung Faschisten unterstützt, bezahlt, gehegt, gepflegt und eingesetzt hat. Sondern weil ganz normale, bestens gebildete und dennoch völlig verblödete deutsche Bürger die Regierung dabei voll und ganz unterstützt und die Schande mit aller Kraft verteidigt haben.

    Derjenige, der die Faschisten eingesetzt, unterstützt, bezahlt, gehegt und gepflegt hat, ist der vom Feind eingepflanzte Gärtner, dessen Auftrag es ist, die Rosen rauszureißen und das Unkraut zu hegen und zu pflegen.

    Der völlig verblödete deutsche Bürger ist das Resultat der Tätigkeit des Gärtners (sowie seiner eigenen Anlagen und seines eigenen Charakters und Willens).

    • ChrizzChrozz sagt:

      @Hiesig
      Nein, „bestens gebildet“ und „völlig verblödet“ schliesst sich leider absolut nicht aus.
      Siehe Foucaults Analysen zu „Gouvernementalität“ (insbes. Fremdführung Selbstführung, „gesolltes Wollen“)

      Der Historiker Kurt Pätzold hat sich in seinem letzten Buch „Gefolgschaft hinterm Hakenkreuz“ mit der auch von vielen Aufrechten immer wieder ignorierten Phänomen befasst, dass die Masse der deutschen Bevölkerung, also „von Arbeiterklasse bis Akademiker“ so willig jegliche humanistische Bildung ablegen konnten und letztendlich „freiwillig“ gegen ihre eigenen Interessen jubelten.

      In Kenntnis Rainer Mausfelds darf man die dem Bestehenden willig Folgenden aber eben genau nicht als ahnungslose Unschuldslämmer abtun. (Obwohl sein erster Vortrag die „Lämmer“ zitiert, hinterfragt und dekonstruiert er präzise genau dieses Bild!)
      Individuelle Verantwortung ist vielmehr gefordert.

      Das geht m. E. n. in erster Linie durch geduldige Aufklärung, nicht nur über die Existenz der Matrix, sonder vor allem auch über die gesellschaftlichen Ursachen von Denkstrukturen und Verhaltensmustern der Menschen.

      Insofern @Someone: Ja, der Blog wirkt!

      • ChrizzChrozz sagt:

        14. September 2017 um 15:32

        Wo RRD Recht hat, hat er Recht.

        Ein Schelm, wer sich was dabei dachte, als die ehemalige Friedrich List EOS in Berlin nach der Wende in „Max Delbrück“ umbenannt wurde. (Jaja, es gab bis 1989 tatsächlich eine List-EOS in Pankow!)

        Wer List´kennt, sieht übrigens u.U. anders auf Trump – wessen Götze die „unsichtbare, alles regulierende Hand des Marktes“ (zumindest verbal, notabene) ist, rotiert in der Matrix.

        Respekt!
        RRD

        In dem Zusammenhang würde ich Ihnen einen Abstecher zuerst bei v. THAER (u. a. „Das Geld klebt an den Rädern“) zum Rittergut Mögelin/Wriezen zu tätigen und dann, ein Wochenende einplanend zum Gutshof Woldzegarten vorschlagen!
        Bzgl. des schrittweisen Ausbaus der dortigen Konzertscheune beriet mich der Akustiker WAGNER osä. (Umbau Schauspielhaus am Gendarmenmarkt zur
        Konzerthalle; treibe mich dort hin & wieder bei der Preußischen Gesellschaft im HILTON rum), u.a. warum Orchestermusiker sich hören müssen, mein letzter originärer Beitrag 2003 war die Winterfestmachung. Sollten Sie für Ihr Gehör einen Nachhall produzieren können, hätte ich versagt! Dann weiter via Ulrichshusen & v. MALTZAN, man kennt sich!
        Mustergut Tellow folgt, wo von v. THÜNENs u. a. seine weltberühmte Theorie der THÜNENschen Ringe entwickelte.
        Bei den abendlichen Gesprächen meines Vater Ernst Davideit (s. diesbzgl. „Helle Köpfe in Mecklenburg-Vorpommern“) mit seinen Promotionspraktikanten, waren die beiden Jungs absoluter Standard und Friedrich LIST, welcher lt.
        Lügenpedia ein Vorläufer der ‚Nazis‘ (habe da eh‘ ne‘ andere Übersetzung)war, war es ohnehin! Noch Fragen?
        Ja: Meine immer wieder kehrende Frage, auf der Hutsche sitzend: „Was lernen die da eigentlich an der Universität“! Noch Fragen?
        RRD

      • Someone sagt:

        „Insofern @Someone: Ja, der Blog wirkt!“

        sicher?

        Ich lese hier nur Leute, die schön länger selbsttätig über Dinge nachdenken. Leute, für die es undenkbar ist kein Buch (oder Medium) eigener Wahl zur Hand zu nehmen /und/ durchzulesen /und/ durchzudenken.

        Das ist genau das Gegenteil vom Typus, der diesen Blog bitter nötig hat.

        Bisher ist es mir nicht geglückt letztgenannte zum lesen zu bewegen. „langweilig, da schlafe ich ja ein“, „das ist ja anstrengend“ und „da muss ich nachdenken“ (was nie passiert) sowie „keine Zeit“ ist alles was mir als Antwort begegnet. Egal ob ich diesen Blog versuche oder ein Buch.

        Erkenntnis ist so im Ansatz verhindert.

        Wenn nun über die Schuldfrage diskutiert wird, so ist das eigentlich die inverse Diskussion um Verantwortung.

        Soweit ich begreife stehen wir alle auf 6000 Jahren literarisch begleiteter Vergangenheit und wissen über uns (den Mensch) mittlerweile viel mehr als das. Es ist bekannt wer und was ein Mensch ist. Jeder steht zwangsläufig auf diesem Fundament.

        Wer nicht den Weg geht sich dieses von so vielen errungene Wissen zu verschaffen, zu /verstehen/, davon zu lernen, der hängt geistig in der Luft. Er ist Identitätslos und kann niemals Verantwortung übernehmen. Er weis gar nicht was das ist.

        Hier schliest sich nun der Kreis: die oben zitierten Antworten sind nichts anderes als unwissend getätigte Umformulierungen von „ich kann mich nicht konzentrieren“.

        Damit sind Dinge wie die Matrix, Politik, Religion, … gefühlte Unterlegenheit … allesamt Folgeerscheinungen der nicht erkannten Identität.

        Ich sehe nicht wie ich Leuten vermitteln kann, dass nur selbsterungenes Wissen einen Wert hat. Den einzigen und alles entscheidenden Wert.

        Daher die Frage ob zu sehen ist ob der Blog wirkt.

        • Someone sagt:

          ich habe Blödsinn geschrieben:

          „Verantwortung übernehmen“ gibt es nicht. Nur „Verantwortung wahrnehmen“ gibt es.

        • Analitik sagt:

          „Ich sehe nicht wie ich Leuten vermitteln kann, dass nur selbsterungenes Wissen einen Wert hat. Den einzigen und alles entscheidenden Wert.“

          Ein Paradoxon. 🙂
          Wenn das eine wertvolle Erkenntnis ist, die Sie da vermitteln wollen, geht das nicht, da die Zielperson diese Erkenntnis nur selbst erringen kann.

          Spaß beiseite. Man kann Erkenntnis tatsächlich nicht aufzwingen. Das ist kein Problem, wenn man sich von dem Ziel befreit, Menschen Erkenntnis aufzuzwingen. Man kann Erkenntnis bei anderen Menschen auslösen. Das erreicht man am besten dadurch, dass man die Erkenntnis selbst gar nicht mitteilt (!), sondern nur bestimmte Fakten und Fragen anbietet, die so an die Zielperson angepasst sind, dass sie bei der Zielperson wie von selbst zur Erkenntnis führen. Klingt kompliziert, ist in Wirklichkeit noch viel komplizierter als es klingt. Wesentlich ist: teile nicht die Erkenntnis mit, sondern bereite den Weg zu dieser Ekenntnis vor.

          • Marcus Müller sagt:

            Lieber Analitik!

            Wieder einmal herzlichen Dank für Ihre hervorragenden Analysen!

            Für mich einer der wichtigsten Aspekte:

            „Wesentlich ist: teile nicht die Erkenntnis mit, sondern bereite den Weg zu dieser Erkenntnis vor.“

          • Tja ANALITIK,
            „Man versteht nur das was man eh‘ weis, was beim Meister auch für den größten Mistkerl noch immer ein gewisses Maß an Empathie voraussetzt“!
            Und so schmolzen/schmelzen die Trolle selbst unter der Wintersonne nach und nach dahin!
            Ihr
            RRD

            • Analitik sagt:

              „Man versteht nur das was man eh‘ weis“

              Begonnen haben wir alle bei null und ungeachtet dessen, wie viel oder wenig jeder von uns versteht – es ist irgendwie dazugekommen. Also gibt es für jeden Menschen einen Weg, das Verstehen zu mehren.

          • Someone sagt:

            „Ein Paradoxon. :-)“

            Ja.

            Und es kann verwendet werden um paar wenige, notorisch konstruktive Denker zu Sklaven der Mehrheit bzw. „Allgemeinheit“ zu machen. 😉

            Einfach doof bleiben.

    • Valjean72 sagt:

      „der vom Feind eingepflanzte Gärtner, dessen Auftrag es ist, die Rosen rauszureißen und das Unkraut zu hegen und zu pflegen“

      ein treffliches Bild, von „schön“ will ich nicht schreiben, angesichts der seelischen Grausamkeit, die dieser Gärtnerarbeit zugrunde liegt.

    • Strukturdenker sagt:

      „bestens gebildet und völlig verblödet“
      Dazu nur kurz zwei Antworten:
      1. Sie können sich mental nur in dem Wissensbereich bewegen, der Ihnen auch zugänglich ist. Wenn gebildete Menschen nur Zugang zu zensierten Wissensbereichen haben, nutzt ihnen die Bildung auch nichts. Und nur die wenigsten sind strukturell dermassen wahrnehmungsfähig, daß ihnen innerhalb eines fremdgestalteten Wissensraumes die inneren Widersprüche auffallen und sie daraus Schlüsse über die verborgenen Wissensbereiche ziehen können. Btw … gerade diese strukturelle Wahrnehmungsfähigkeit üben wir hier in diesem Blog …
      2. Politische Haltung ist etwas sehr persönliches und weniger von intellektueller Erkenntisfähigkeit denn von gesellschftlicher Eingebundenheit und Familientradition abhängig. Das Brechen mit tradierten politischen Haltungen stellt hier bei vielen, gerade gebildeten Menschen einen Teil ihrer eigenen und gesellschaftlichen Identität in Frage.

  23. Jungpionier sagt:

    Habe mir heute die Doku von gestern/ Arte angesehen: „Der Pi-code“ über Martin Armstrong, seinen Leidensweg und seine Erklärung z.B. über die Abdankung Jelzins. Ob nun seine Schilderung die ganze Wahrheit ist, weiß ich nicht.
    War sehr interessant und gar nicht so abwegig.
    Analitik, hätten Sie da eine Meinung dazu?

  24. Hiesig sagt:

    @ ped

    Wir … heulen rum, wie ungerecht man uns schon immer behandelt hat, meckern in den Fernseher, regen uns über Politiker auf und tun …. nichts.

    Bitte nicht „wir“, sondern präziser „ich“ verwenden. Denn ich z. B. – und viele andere hier – haben ja mit derartigem Herumgeflenne nichts zu tun. … Ist ja kein Kindergarten hier …

    • ped43z sagt:

      @Hiesig

      Sehen Sie, genau das meinte ich. Sehr bewusst sprach ich von WIR. Ich nahm mich damit also explizit nicht aus der Kritik aus. Was tun Sie? Sie fühlen sich angegriffen. Verzweifelt suchen Sie Jemanden, dem Sie die ganz Schuld für das gesellschaftliche Desaster aufbürden können. Sie haben Erkenntnisse über Geschichte gewonnen, Ihnen ist klar, dass hier Narrative im (logischen) Sinne etablierter Macht verbreitet werden, sehr gut. Damit ist aber noch nichts verändert.

      Wir (die Gesellschaft) nehmen die Rolle des Zuschauers und zwar in der Funktion eines Neutrums ein, dass mit dem Ganzen nichts zu tun hat. Unsere Rolle ist aber selbstredend aktiv.
      Das – und dazu die Suche nach Schuldigen – ist also kein guter Ansatz, um Geschichte zu verstehen und ein noch schlechterer um die Gegenwart besser zu machen. Von mir aus können Sie das auch „Herumgeflenne“ nennen. Was außer Ihrer Erkenntnis, dass wir unschuldig sind (natürlich sind wir unschuldig, wir brauchen uns dieses Gefühls einfach nicht annehmen, schuldig muss man sich selbst fühlen!), gibt es denn nun? Andere schuldig sprechen? Was haben Sie davon, was haben wir alle davon? Was wird anders im heute?

      Achtungsvoll, ped43z

  25. Freigeist sagt:

    @Hiesig/Peds,danke für Ihre Ausführungen.
    „Schuld“ ,m.M. bleibt Moralisch Ethisch immer ein Gummiband
    ‚Die VT’s‘ zum roten schilde im Verbund mit den Kapitaleliten lieben diesen Wettbewerb….
    @RRD hält es kurz+knapp :RU/CH

  26. Gunvald Larsson sagt:

    Zur hier diskutierten Schuldfrage an den Weltkriegen, und ob diese überhaupt relevant ist, möchte ich meinen rein subjektiven Beitrag leisten. Mir scheint, dass beide Seiten dabei recht und unrecht haben, denn das Erkennen der „Schuld“, genauer der Absichten, vor allem des angelsächsischen Kriegsgegners entbindet uns Deutsche nicht von einer kritischen Rückschau, wie das unterschwellig vorgeworfen wird, sondern ist, wieder nur meiner unmaßgeblichen Meinung nach, eine condtitio sine qua non.
    Mit der erpressten Alleinschuldanerkennung in Versaille und dem nach 45 von den alliierten Umerziehern eingepflanzten Schuldkomplex, dessen fatale Folgen für die geistige Gesundheit der Deutschen als Individuen und Volk anderweitig herausgearbeitet worden ist, ist das Erkennen der böswilligen Absichten des Gegners eine Voraussetzung, um das Mantra des mea culpa mea maxima culpa zu durchbrechen. Wie soll sich denn ein durchschnittlicher bundesdeutscher Bürger gegen die an ihm vollzogenen und weiterhin geplanten Verbrechen seiner eigenen Führungsschicht wehren, wenn eine Stimme in seinem Unbewussten permanten plappert: „Das geschieht Dir recht. Du Sohn/Tochter, Enkelin/Enkel von Verbrechern. Kein Recht hast Du, Dich zu beschweren. Alles ist gerecht, was mit Dir geschieht …“
    Auf den tödlichen Feind zu zeigen und zu rufen: „Der aber auch!“ ist ein allererster Schritt aus der geistigen Umnachtung, aus dem Gefängnis des Schuldkomplexes.
    Es gibt eine ganze Reihe historischer Zitate zur arteigenen Gutmütigkeit der Deutschen, die lieber sich selbst in Frage stellen als an den lauteren Absichten ihres Gegenübers zu zweifeln. Bismarck sprach einmal vom „Objetkvitätsfimmel“ der Deutschen, der immer wieder dazu führte, dass sie sich von anderen Interessen über den Tisch ziehen ließen.
    Was mich persönlich zurzeit eher erschreckt als die unverhohlenen Repressionen, die der bundesdeutsche Staat gegen seine Bürger auffährt und plant aufzufahren, ist der steigende Druck im Kessel, d.h. die zunehmende Wut vieler, die sich aus vielen Quellen speist – und die Schrauben im Deckel, geschmiedet aus lauterem Schuldstahl, lockern sich bedenklich. C.F. von Weizsäcker schrieb einmal, dass die Deutschen erst dann anfangen sich zu verteidigen, wenn es nichts mehr gibt, was sich zu verteidigen lohne. Und in blinder Wut zerschlügen sie dann alles, was ihnen vielleicht noch nützen könne.
    Der Legionen zerschmetternde furor teutonicus, der dem heutigen Bundesbürger so fern erscheint, schläft nur.

    Philipp Ekosjanz merkte in seiner „Ansprache an das deutsche Volk“ an, dass die Deutschen nur von einer großen Idee aufgerüttelt würden und dann bereit wären, alles zu geben. Seltsamerweise käme das deutsche Erwachen meist zeitgleich mit dem russischen Erwachen, und beide stünden dann im Felde wie zwei Ritter, die nach langem Schlaf nach einem würdigen Gegner Ausschau hielten, um dann aufeinander einzudreschen – zum Wohle und Nutzen eines Dritten, der händereibend im Hintergrund verbleibe. Sein Wunsch ist eine deutsch-russische Union, denn „wer würde es noch wagen in Europa Krieg zu führen, wenn Deutschland und Russland zusammen stünden“.
    Den Russen wieder zum Feind zu erklären, scheint diesmal misslungen zu sein, trotz aller Bemühungen in der Ukraine und aller tendenziöser, um es vorsichtig auszudrücken, Berichterstattung über Syrien. Der geplante Bürgergkrieg in Deutschland (oder ganz Europa) gegen moslemische Migranten ist noch nicht vom Tisch, aber trotz aller Bemühungen eher in weiter Ferne. Mir drängt sich der Eindruck auf, dass die Wut vieler sich nicht gegen orchestrierte Ausweichziele richtet, sondern zunehmend gegen die wahrgenommenen Verursacher der Misere: Regierungen, staatliche Einrichungen, überstaatliche Einrichtungen. Recht erhellend war der Brandbrief eines Leiharbeiters an die CDU, nachzulesen bei rt-deutsch, der sagte, dass etwa die Hälfte seiner Kollegen im Geiste bereits den Strick geknüpft haben, den sie nach Berlin mitnehmen möchten.
    Dies ist eine hochgefährliche Lage, denn es bedarf nicht mehr viel, um den Sturm zu entfachen. Nur wer wird ihn anführen? Wohin wird er gelenkt? Und was soll danach kommen? Ich sehe hier in Deutschland derzeit niemanden, der diese anwachsende Energie in eine konstruktive Kraft wandeln könnte. Andererseits habe ich die Erfahrung gemacht, dass es zunächst einmal unglaublich befreiend ist (und gleichzeitig den Druck im Kessel gewaltig absenkt), wenn man erkennt, dass die einbetonierte Vergangenheit voller Lügen ist. Insofern, und um den Gedanken des Anfangs wieder aufzugreifen, ist zwar das Erkennen der „Schuld“ der anderen nicht der Endpunkt der Entwicklung (und die Befreiung vom Nachdenken über mögliche eigene), auf dem man es sich bequem machen kann, aber doch der notwendige Ausgangspunkt, um ein drohendes Desaster womöglich noch abzuwenden.

    • Danke Gunvald Larsson und bitte weiter lesen!
      RRD

    • paleene sagt:

      @ Gunvald Larrson

      Vielen Dank für Ihre klugen Einlassungen.
      Ihren Beobachtungen bzgl. der sich immer unverhohlener zeigenden Wut könnte ich vielfältige eigene hinzufügen.
      Besonders auffällig waren in diesen Tagen die fast unbesuchen Wahlkampf-veranstaltungen der Linken hier in Schleswig-Holstein. Aber auch andere Parteien mussten sich meist mit einem Publikum aus eigenen Parteimitgliedern begnügen. Und abseits der Wahlkampfaktivitäten zeitgleich überall Grüppchen von Bürgern, die massiv auf „die Parteien“ schimpfen.

    • Helm ab zum Gebet sagt:

      @Gunvald Larsson,

      das haben Sie sehr schön geschrieben!

      Mit der goldenen Mitte haben die Menschen immer größte Schwierigkeiten – selbstverständlich inkl. meiner Wenigkeit. Sie fallen gerne vom einen Extrem in das andere. Da kann jeder nur an sich selbst arbeiten und das jeden Tag. Es kostet Mühe aber es lohnt sich.

      Ebenfalls Dank an @Hiesig und @Ped für die Anregung.

    • Strukturdenker sagt:

      Sehr geehrter Herr Larsson,

      es mag Kalkül sein, so wie Sie es beschreiben. Ich persönlich bin weder in irgendeinerweise von Schuldzuschreibungen angefasst, noch von Zuschreibungen angeblich deutscher Eigenschaften. Mir fehlt hier einfach eine Art Kollektividentifikation. Im Gegenteil finde ich solche Zuschreibungsversuche, von welcher Richtung und „wie gut gemeint“ sie auch seien, eher schädlich, weil sie sich vor eine wirklich eigenständige, unabhängige Anschauungsperspektive stellen und das Individuum doch wieder in ein Kollektivschema einbinden versuchen. Und gerade solche Kollektivschemata sind die Basis für die Machtausübung derjenigen, die die diesen grundlegenen Interpretationsmustern aufstellen und ausgeben.

      Kurz gesagt: ich halte auch Ihre Gegenposition zur Schuldzuschreibung für ein Manipulationsmuster, das in dieser Community natürlich mehr Anklang findet als das übliche Narrativ. Strukturell sind aber beide Erzählungen dasselbe.

  27. ‚Ich bin nicht auf der Wurstsuppe hergeschwommen und weiß um die Vorgeschichte der Weltkriege‘! Ääääh?

    Nö (ät)ped43z, für mich schwimmen Sie hier bei Bedarf auf Pads mit einer Batterie voller Pads ein , welche Sie dann in vorher festgelegte Koordinaten möglichst unauffällig versenken! Noch Fragen?

    • Tja (ät)ped43z, Christopher CLARK osä. wurde in der BRiD wider der Selbststeller FISCHER vs. WEHLER publik, weil er gleichfalls die Rolle von UK & USA vs. ihrer Kreditgeber völlig außen vorließ und dafür den Zombiefizierten ein paar Pads lieferte! Noch Fragen?

  28. So Sie gestatten ANALITIK:
    ‚Am Mittwoch hatte die WADA angekündigt, 95 der ersten 96 untersuchten Fälle von angeblich gedopten russischen Athleten aus dem Bericht von Ermittler Richard McLaren nicht mehr zu verfolgen. Die verfügbaren Beweise seien unzureichend, um zu behaupten, dass diese 95 Athleten gegen die Anti-Doping-Richtlinien verstoßen hätten.

    Der kanadische Anwalt Richard McLaren hatte 2016 eine zweiteilige Ermittlung im Auftrag der WADA vorgestellt. Danach sollen in Russland zwischen 2011 und 2015 über 1000 Sportler von Doping-Vertuschungen profitiert haben, darunter bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi. Im Oktober werden die Ergebnisse erwartet‘! Noch Fragen?
    Tja so werden Pads beim pseudorusschischen Sputnik-Laden, dies war übrigens die einzig zusammenhängende Stelle, der Rest kam a’la Ped43z Pads! Noch Fragen?
    RRD

  29. Hiesig sagt:

    @ Gunvald Larsson

    Wie soll sich denn ein durchschnittlicher bundesdeutscher Bürger gegen die an ihm vollzogenen und weiterhin geplanten Verbrechen seiner eigenen Führungsschicht wehren, wenn eine Stimme in seinem Unbewussten permanten plappert: „Das geschieht Dir recht. Du Sohn/Tochter, Enkelin/Enkel von Verbrechern. Kein Recht hast Du, Dich zu beschweren. Alles ist gerecht, was mit Dir geschieht …“

    Der „durchschnittliche bundesdeutsche Bürger“ braucht nur einmal das Arbeitspapier aus Satans Planungsbüro durchlesen.

    Verfügt er trotz jahrzehntelanger Re-education noch über Reste an Hirnmasse, dann wird es nach der Lektüre bei ihm „Klick“ machen.

    Spätestens von da an weiß er Bescheid und sein Aufwachprozess läuft selbsttätig, von alleine, und er ist immun. Keine auch noch so gerissenen, sublimen Indoktrinationsbemühungen eines Fremden werden den Prozess jemals wieder aufhalten können. Genau das ist die Wirkung von Wahrheit …

    http://archive.org/stream/TavistockInstitute68erGehirnwschePsychokriegFreudLewin/TavistockInstitute68erGehirnwschePsychokriegFreudLewin_djvu.txt

    • Tja Hiesig

      ‚Verfügt er trotz jahrzehntelanger Re-education noch über Reste an Hirnmasse‘ und das wäre die verbleibende große Frage! Beispiel gefällig:
      Der Ministeraldiregent unter H. SCHMIDT Joachim JAH.. (Blogbetreiber) schrieb mir vor J. & T in etwa letztmalig persönlich: ‚Das ihm das Re-Edukationsprogramm sehr gut bekommen sei und er bedaure, das es in DDR nichts vergleichbares gab‘! Noch Fragen?
      RRD

  30. z sagt:

    RRD,

    bezüglich dem „pseudorussischen Sputnik-Laden“: ich habe eine Sammlung von deutschen Sputnik Artikeln aus der Zeit vor der Befreiung Ost-Aleppos angelegt, in denen, im Unterschied zur englischen Ausgabe, die Einheiten der syrischen Armee grundsätzlich als „Assad-Truppen“ bezeichnet werden. Eine Schlagzeile vom 19. September 2016 lautete zum Beispiel: „Kreml: „Scheußlicher“ US-Angriff auf Assad-Armee gefährdet Waffenruhe“. Man beachte auch die ironisierend gesetzten Anführungszeichen, mit denen dieser Schmierlappen von Redakteur die Worte Peskows ins Lächerliche zu ziehen suchte. Nachdem Ria Novosti genauso wie RT durch den russischen Staat finanziert wird, war ich mehrmals schon knapp davor, meine Sammlung mit einem entsprechenden Begleitschreiben an das russische Außenministerium zu schicken. Ich tat dies letztlich nur deshalb nicht, weil ich schließlich nicht der Einzige sein kann, der Sputnik auf Deutsch verfolgt. Maskirowa? Nach der Einnahme Aleppos war dieser hetzerische Tonfall für eine Weile komplett verschwunden, inzwischen ist er zunehmend wieder da: „Kims Atombomben“ usw. Wie erklären Sie sich dieses Phänomen? Mich wundert auch, dass zumindest öffentlich niemand die jedem Anhänger Voltaires durchaus ekelhaften, offenbar von heimlichen Sozialdemokraten verfassten Hetzartikel gegen „Rechts“ bei RT-Deutsch kritisiert, die in ihrer primitiven Antifa-Diktion genauso auch in Springers „Bild“ oder der transatlantischen „Zeit“ hätten erscheinen können. Mein Eindruck ist, dass die Saboteure vor allem in den deutschen Redaktionen sitzen.

    • Analitik sagt:

      „Nachdem Ria Novosti genauso wie RT durch den russischen Staat finanziert wird, war ich mehrmals schon knapp davor, meine Sammlung mit einem entsprechenden Begleitschreiben an das russische Außenministerium zu schicken.“

      Tun Sie es. Auch jetzt noch. Und in Zukunft auch wieder.

    • Johanniskraut sagt:

      Ja, tun Sie es!!! Es ist großartig, das Sie sich die Mühe machen, diese Artikel zu speichern und auf zu listen! Das muss zu irgendeinem Ergebnis führen!

    • Tja z, wie ANALITIK Ihnen sicher gerne bestätigen würde, schreibe ich den Zwillingen von M. SIMONJAN RADIONOV & KISELJEV des Öfteren, vor allem in völlig unabstreitbaren Fällen, wie hier im vollem Baumeisterlichen Wichs! Noch Fragen?
      RRD

  31. Rose sagt:

    Werter Analitik
    Evtl. sind die folgenden persönlich gefärbten Einlassungen für die Leser ihres Blogs von Interesse.
    Meine Grossmutter,eine einfache Frau,hat das ganze Elend Deutschlands im 20.jh. vom Kaiserreich bis zur abgewickelten DDR miterlebt,ohne je ihr Dorf für länger als einen Tag zu verlassen.
    Sie pflegte gelegentlich zu sagen: Zum Tango gehören immer zwei. Die Frage ist nur wer führt und wer sich führen lässt!
    Aus dem Nachlass meines Vaters besitze ich eine Biografie von Joachim Nettelbeck,Held von Kolberg 1806/1807.In diesem Buch wird auch die Zeit des Wiener Kongresses beschrieben. J.N. warb für den Erwerb einer Kolonie für Preussen aus dem Besitz Frankreichs.Sein alter Kommandant Gneisenau lehnte dies ab mit der Begründung“es sei das System Preussens,keine Kolonien zu haben ,weil es damit sonst von den Seemächten abhängig sei.“
    Diese Linie galt bis Bismark.Erst als die anglophilen kräfte Deutschlands Bismark stürzten,änderte sich diese Zurückhaltung…
    Dem Beitrag Gunvald Larssons zum Thema Schuld und Verantwortung ist aus meiner Sicht nichts hinzuzufügen.
    Wie sich die politische Situation geändert hat,machen zwei Beispiele deutlich.Während des Jugoslawienkrieges 1999 habe ich dem Chefredakteur einer Tageszeitung wegen dessen zynischem Kommentar einen Brief in lutherischer Deutlichkeit geschrieben.Das brachte mich vor Gericht… Damals trauten sie sich noch! Vor zei Tagen kam ich an einem Wahlstand der SPD vorbei.Dort stand der „Kanditat“mit zwei Leibwächtern und einigen Lakaien…Das Ansprechen der Bürger und das Verteilen der Broschüren überliess man den Milchgesichtern der Jusos.Als so ein Kind mich ansprach,war das für mich die Gelegenheit,dem Jugendlichen etwas zum Thema SPD zu erzählen.Sobald die Entourage des Genossen M. bemerkte,dass der Jugendliche nicht das eingetrichterte Programm abspulte, sondern mir zuhörte,gingen sie dazwischen und drängten mich ab.Die Lakaien der Mächtigen haben inzwischen Angst vor der Wahrheit und dem Volk…
    @ped43z
    Ich habe einige Jahre in einer August-Bebel-Strasse gewohnt.Das war der Anlass,mich etwas näher mit dieser Person zu beschäftigen.Interessant fand ich die Tatsache,dass der Herr B. viele Jahre einen regen Briefwechsel mit einem Schweizer führte.Dieser war auch britischer Konsul… Auf Bitten des Herrn B.übermittelte der Konsul den Inhalt der Briefe an London… Ein Jurist würde so etwas Landesverrat nennen… Die Frage ist,ob der Herr B. der „Prototyp“ eines „Antideutschen“ war und damit Zuträger/nützlicher Idiot der CoL.Oder sehr Naiv und politisch unerfahren…Zumindest kommt er für mich nicht in dieser Frage als seriöse Quelle in Frage!
    Herzliche Grüsse Rose

  32. ped43z sagt:

    @Rose

    Danke für Ihre Anmerkung!

    Die Frage ist,ob der Herr B. der „Prototyp“ eines „Antideutschen“ war und damit Zuträger/nützlicher Idiot der CoL.Oder sehr Naiv und politisch unerfahren…Zumindest kommt er für mich nicht in dieser Frage als seriöse Quelle in Frage!

    Genau so läuft es: Das Teile und Herrsche. Und sie haben ein schönes Beispiel gebracht, wie Herrschaft auch hier in Deutschland umgesetzt wird. Diesen Mechanismus der Ausgrenzung können Sie selbstredend für jeden politischen Akteur anwenden. Und weil die politischen Akteure wissen, dass die Menschen auf solche Art Manipulation „anspringen“, handeln sie entsprechend. Das Volk zwingt sie praktisch der jeweiligen Situation entsprechend politisch „korrekt“ zu agieren oder eher nur (subjektiv) zwangsläufig zu reagieren. Warum verurteilen wir Politiker für das, was wir doch von ihnen verlangen, sie aber niemals leisten können?

    Das Volk handelt opportunistisch und die „Gewählten“ tun es ebenso; eine Dialektik. Jedes Narrativ, wirklich Jedes, kann unendlich oft bewiesen werden. Man sucht sich einfach unendlich viele Beispiele die passen und grenzt das nicht Passende aus. Damit ist aber ein Weg zu qualitativ neuer Erkenntnis verbaut; sie wird eher als Gefahr des eigenen Selbstverständnisses wahrgenommen.

    Ich hätte in meinem Zitat von Bebel den Hinweis auf die Seriösität weglassen können und werde diese rhetorische Krücke zukünftig versuchen zu vermeiden. Denn die Aussage von August Bebel steht für sich und sie gilt es zu betrachten.

    Viele Grüße, ped43z

  33. Johanniskraut sagt:

    Zusammenfassend:
    In diesem Zusammenhang sind wichtig die Werke von

    Schulze-Rohnhof
    https://www.youtube.com/watch?v=wpDdTmEBKCk

    und von Nikolay Starikov
    http://www.politaia.org/wp-content/uploads/2016/08/Starikov_Wer-hat-Hitler-gezwungen-STALIN-zu-ueberfallen_1.pdf

    Damit ergibt sich ein Bild, das Hitler NICHT reinwäscht, aber doch seine Taten in einem anderen Licht erscheinen lassen und nahe legt, das er keinesfalls der Wahnsinnige Welteroberer gewesen ist, als der er immer dargestellt wird.

    Eine ganz besondere Wichtigkeit, hat m. E. auch das Werk des Professors für „Kritik von Dokumenten und Urkunden“ an der Universität Lyon 2, Prof. Robert Faurisson. Welcher sich lange und mit persönlichen Recherchen an den Tatorten, die NICHTEXISTENZ von Gaskammern in deutschen Konzentrationslagern nahe legt. Keinesfalls sollen die teilweise schlimmen Lagerzustände oder verschiedenen Morde an Häftlingen gerechtfertigt werden, nur die „Industrielle Tötung“ von Menschen war mit den vorhandenen Mitteln schlicht nicht durchführbar:
    https://www.youtube.com/watch?v=IklsgBMz-jg

    Vor allem daraus erwächst auch die Frage nach einer Schuld des deutschen Volkes, unter einem ganz anderen Lichte. Und die kollektiv vom deutschen Volk getroffene Aussage, davon nichts gewusst zu haben, ergibt plötzlich Sinn.

    Und wenn man jetzt noch die zahlreichen Kriegsverbrechen (Dresden etc.) der Alliierten mit in die Rechnung einbezieht, stellt sich die Frage wer da eigentlich irgendwelche Schuld auf sich zu nehmen hätte.

    Die Schuldfrage führt m. E. generell zu KEINEM Ergebnis.

    Deshalb sollte sie begraben werden.

    !!!Das tun z. B. die Russen. Sie pflegen unsere Kriegsgräber, wie ihre eigenen. Sie freuen sich, mit uns gemeinsam der Toten zu gedenken (ich war Teilnehmer der diesjährigen Friedensfahrt) und keiner stellt die Schuldfrage oder zeigt gar mit dem Finger auf uns Deutsche!!!

    Abschließend noch eine aussagekräftige Zitatensammlung zu diesem sehr speziellen Thema:
    https://www.youtube.com/watch?v=1y3P79xLnvc

  34. Danke Rose!
    Mit Schottisch-Preußischem Gruß
    RRD

  35. Johanniskraut sagt:

    Hmm. Ja…
    Mich würde ja mal interessieren, warum Putin nicht seine Archive öffnet und den Gaskammerschwindel aufdeckt! Scheint mir doch eine gute Gelegenheit zu sein, so vor der Wahl…?

    • Analitik sagt:

      Was hat denn die Wahl mit dem Öffnen von Archiven zu tun?

      • Johanniskraut sagt:

        @ Analitik

        Das Öffnen der Archive in diesem Zusammenhang, wäre halt der Knaller! Ich denke mal, dass sich das auch massiv auf Wahl auswirkt, wenn Millionen Menschen plötzlich ihres Schuldkomplexes beraubt werden, da sich die Gaskammergeschichte als Fake entpuppt?

        • Analitik sagt:

          Wenn es so wäre und wenn Putin Beweise dafür hätte, welches Interesse hätte er daran, diese Beweise zu veröffentlichen? Deutschland hat sich von seinen Schuldkomplexen nicht davon hindern lassen, Nazis und Faschisten in der russischen Welt und an der unmittelbaren russischen Grenze zu fördern und gegen Russland einzusetzen. Deutschland hat sich nicht davon abhalten lassen, in einen offenen Wirtschaftskrieg und einen ebenso offenen hybriden Krieg gegen Russland zu stürzen. Deutsche Truppen wurden an die russische Grenze verlegt. Ja, das ist in militärischer Hinsicht nicht bedeutend, aber welches politische und psychologische Signal senden die Deutschen an Russland? Was sollte Russland von einem Deutschland erwarten, das seine Schuldkomplexe losgeworden ist?

          Davon abgesehen ist Putin ohnehin kein Fan von großen Knallern. Er bevorzugt die stille Fleißarbeit.

          • Johanniskraut sagt:

            Hätte man den Gaskammernfake 4 Wochen vor der Bundestagswahl auffliegen lassen, wäre es für Merkel und Co generell schwieriger geworden, die AfD ab zu kanzeln. Soll heißen, die rechte Ecke, in die man die AfD drängen will, verliert deutlich an Schrecken. So wäre der Weg für die AfD etwas freier bzw. sie hätte es wesentlich einfacher Wählerstimmen zu generieren. Und die AfD wünscht sich deutlich bessere Beziehungen zu Russland. Das wäre doch etwas, was sich lohnen würde zu unterstützen.

            Obwohl da natürlich niemand weiß, was die Partei dann tatsächlich tun wird. In so fern gebe ich Dir Recht Analitik, für Russland muss es nicht zwangsläufig besser werden, wenn die AfD gewinnt. Kommt hat drauf an, was sie dann konkret tut und wie stark die sicherlich vorhandenen Uboote die Partei prägen.

        • Tja Johanniskraut, da hat PUTIN doch vor J. & T. auf der Westerplatte mal in etwa öffentlich festgehalten: Deutschland & Polen hätten sich 38 doch die Tschechei geteilt! Wer hat’s gehört?

        • Rose sagt:

          @Johanniskraut
          Der Präsident Russlands, W.W.Putin hat alle Archive Russlands zur Zeitgeschichte bis einschliesslich 31.12. 1989 freigegeben!Und zwar schon im letzten Jahr!
          Warum wohl sind seitdem keine deutschen Historiker zu Forschungszwecken mehr bei russischen Archiven aufgetaucht?
          Die Lügen zur Geschichte müssen wir als Nation schon selber aufdecken! Nur so können wir frei werden und als souveräne,gleichberechtigte Nation unseren Platz in einer Multipolaren Welt finden!Frei sein heisst aber auch,Verantwortung für Fehler,Verbrechen und Dummheit zu übernehmen!

  36. Armer(ät)ped43z, jetzt müssen Sie sich Ihre Argumente auch noch zusammenklauben :
    – ‚Indien im Brennglas eines Romans:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Gott_der_kleinen_Dinge
    – ‚aus: „Die Lehren des Don Juan“; Carlos Castaneda‘
    – In Erwartung von Mitteilungen aus „Raumschiff Enterpreis“
    RRD

  37. Hausfrau sagt:

    OT: IWF-Lagarde wird als Nachfolgerin von Juncker gehandelt. Das würde mMn Macron stärken.

    • Analitik sagt:

      Der Kater meinte schon vor langem, Frankreich würde auf Deutschlands Kosten gestärkt werden in der EU. Bin gespannt.

      • Tja ANALITIK, ….und mit Visegrad u. ä. von Osten her, dabei hatte die Deutsche Mark vorab den gesamten Osten im Sack, drum empfehle ich bzgl. eventuellem Neustart „Die €-Bombe wird entschärft“ W. HANKEL! Noch Fragen?
        Ihr
        RRD

      • Sören sagt:

        Die Deutschen geben freiwillig Macht an Frankreich ab? Um Frankreichs Umbau stabilisierend zu begleiten? Schwer vorstellbar.
        Aber vielleicht ist das eine Anweisung oder es mangelt an einer Alternative.
        Die Diskussionen um Northstream II reißen seitens der alten EU nicht ab.

        • Analitik sagt:

          Von Freiwilligkeit war keine Rede.

          • Sören sagt:

            Seltsam. Bisher haben sie immer ihre Machtinteressen gegenüber Frankreich durchsetzen können. Auch als Macron Wirtschaftsminister war. Und es zeichnet sich auch ein Herr Weidemann ab.
            Wo wird denn Deutschland in die Zange genommen?

        • Tja (ät)Sören, der letzte Wochenbrief auf Scienexx osä. kam ohne Floskel ‚Klimaerwärmung‘ aus, wo doch dieser Kanal von den gleichen Typen dominiert wird, wie es mein Bekannter Alexander UNZICKER „Vom Urknall zum Durchknall“ etc. dezidiert einfließen läßt! Noch Fragen?

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