Die Komödien-Auszeit

Man muss sich auch mal Auszeiten gönnen vom politischen Schmutz. Was ist da besser, als eine Komödie? „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“, eine schwedische Komödie. Ein bisschen wie Forrest Gump, über einen einfachen Menschen, der den Lauf der Geschichte entscheidend mitgestaltete, ohne es je vorgehabt zu haben.

Klingt cool.

Gleich zu Beginn des Films haben die bösen Russen ihren Auftritt. Sie richten den Vater des Filmhelden hin, weil er für Verhütung wirbt.

Hahaha.

Dann wird gleich mehrfach eine Matroschka, im Westen ein Symbol für Russland, mit Dynamit in die Luft gesprengt.

Hahaha.

Dann sagt ein intelligenter Zugpassagier voller Überzeugung: „Hitler ist ein guter Mann!“

Hahaha.

Dann rettet der Filmheld Diktator Franco das Leben und feiert mit ihm eine Party.

Hahaha. Es ist einfach so witzig, Faschisten-Idole anzupreisen. Dieser feinsinnige schwarze schwedische Humor.

Im russischen Gulag erschießen die Wächter einfach so die Arbeiter. So ganz nebenbei.

Hahaha.

Dann beschert der Filmheld einen Herzinfarkt für Stalin.

Hahaha. Dieser feinsinnige schwarze schwedische Humor.

Dann trifft der Filmheld einen russischen Agenten wieder und dessen Sohn ist voll begeistert von den US-Cowboystiefeln des Helden und bettelt danach.

Hahaha.

Stattdessen bekommt der Junge ein Benzinfeuerzeug, das er fasziniert anstarrt, als ob es ein Weltwunder wäre.

Hahaha, diese rückständigen Russen. Diese sibirischen Affenmenschen. Die haben ja nichts, nicht mal Stiefel und Feuerzeuge. Und das ist kein Witz, Witze aus dieser Kategorie musste ich mir schon in der deutschen Schule regelmäßig anhören. Ist ja nur Spaaaß. Hahaha!

Dann sagt US-Präsident Reagan: „Die Mauer bleibt stehen! Ich will kein lästiges Ungeziefer in meinem Garten haben! (…) Zum letzten mal, reißen Sie die Mauer ein – und Sie sind gefeuert!“ Sagt er zum Gärtner über eine kleine Mauer bei sich im Garten. Die Russen bekommen die Aufzeichnung dieser Worte und Gorbatschow denkt sich: „Er hat Angst, dass wir die Mauer einreißen. Er weiss, wenn wir das tun, wird das russische Volk die Welt ohne Waffen einnehmen“.

Hahaha. Die Russen subtil mit Ungeziefer gleichzustellen, gegen das nur eine Mauer hilft, das ist so geil witzig.

Die Schweden werden übrigens alle als Vollidioten dargestellt, den ganzen Film lang.

Hahaha.

Was haben wir am Ende des Films alles erlebt? Viel Lobpreisung für die Faschisten, viel Schmähung von Russland, dumme Schweden. Ja, das kommt davon.

Scheiße. Die westliche Kultur ist voll von Propagandascheiße. Und wir alle müssen darin baden. Die eingeborenen Europäer von Geburt an. Die kennen das gar nicht anders, die merken gar nicht, dass sie in Scheiße aufwachsen, weil es für sie normal ist, weil sie nichts anderes kennen. Lesen Sie mal die Kundenbewertungen des Films auf Amazon. Die Zombies fressen die Propagandascheiße, ohne es zu merken.

Tragisch ist das. Und voll scheiße.

PS: Und am Ende des Films offenbart sich der neukapitalistische Traum: Blöd sein, Scheiße bauen und es dadurch nach Bali schaffen, mit einem Koffer voll Geld, um dort dann das Leben am Strand zu genießen.

Scheiße, so eine Scheiße wird auf der Ebene des Unbewussten in die Köpfe der Menschen gehämmert. Guten Appetit!

Veröffentlicht in Analysen Getagged mit: , , ,
34 Kommentare zu “Die Komödien-Auszeit
  1. Ira sagt:

    Kompliment, sie haben das so gut zusammengefasst und kommentiert, dass man einfach drüber lachen kann!
    Hier auf der Seite glaubt sowieso keiner solchen Mist.
    Ja, unsere Schulbücher wurden / werden von der CIA gefiltert, die Medien, alles. Die Manipulation und Indoktrinierung funktioniert bei den Vielen, aber eben nicht bei allen.
    Die 68er waren eine kleine Minderheit gegen das Establishment, die Spießer und Selbstgerechten, sie haben – bei allem Scheitern – einiges nachhaltig umgekrempelt.
    Also: weitermachen, einfach weitermachen!

  2. Freigeist sagt:

    „Man muss sich auch mal eine Auszeit nehmen…“
    Die Komödie die gar keine ist,da diese doch die Realität wiedergibt 1:1,darüberhinaus im erweiterten Sinn passend zu den vorigen Veröffentlichungen.
    Ein immobilisierter Netzreisende ist ein perfekte Subjekt auf dem Versuchsfeld Mensch,die vorerst letzte Stufe der Entsozialisierung …
    Oder hat man ihnen eine ‚Injektion‘ verpasst….

  3. Silberfalke sagt:

    Zuerst nochmal danke für den vorigen Artikel. Das war das Beste, was ich seit einiger Zeit lesen durfte.

    OT: Es sind genau diese „Komödien“, ob sie nun als solche gekennzeichnet sind oder nicht, welche mich bereits vor einigen Jahren dazu gebracht haben, den Fernseher als notwendiges Element der Inneneinrichtung oder schlimmer – der Meinungsbildung aus meinem Wohnraum zu verbannen.
    Man sagt zwar „Kenne deinen Gegner“, aber es gibt Grenzen.
    Was erwähnten filmischen Beitrag angeht, kann ich mit Erleichterung feststellen, diesen noch nicht konsumiert zu haben. Insofern bedanke ich mich für’s „Vorkosten“ 😀

    Es gibt allerdings ein Umdenken, auch was diese filmischen Beiträge aus der tiefsten Schublade der Propagandaindustrie anbelangt. Nicht umsonst gibt es ja inzwischen Zwangsabgaben für deren Konsum (oder dessen Verweigerung). Immer weniger Menschen tuen sich dies noch freiwillig an. Immer mehr haben genug.
    So, wie Propaganda ein sich verselbstständigender Prozess sein kann, so kann im Falle eines Erwachens aus viel beschriebenem Dornröschenschlaf, auch das Erkennen von entsprechenden Machwerken einen ähnlichen Prozess im Kopf auslösen.
    Natürlich ist das eine sehr subjektive Einschätzung meines Umfeldes, aber dennoch eine Hoffnungsvolle.

  4. kein Plan sagt:

    Das geschriebene kann man 1 zu 1 auch auf die veröffnetlichte Literatur übertragen.
    Propaganda,Kriegsgebrüll,Geschichtsrevisonismus,Verbreitung von Rassismus usw.
    Ich selbst lese mehr und bin ein Fan der SciFi Literatur von Kindheit an.Natürlich lese ich auch abseits dessen.
    Manchmal Frage ich mich wo die Visionen geblieben sind ?
    Sie werden bereitwillig der Militarisierung des gesamten Universums geopfert,das bringt Verkaufszahlen und zementiert den Status Quo.
    Vergleicht man DDR Schriften mit den heutigen,fällt auf das man zu Zeiten des real existierenden Sozialismus auf Verständigung und einer friedlichen Nutzung des Weltraums aus war.
    Bücher dazu kann man Heute mit der Lupe suchen.
    Vom unsäglichen Fantasy Bereich sollte man komplett die Finger lassen.Die dort propagierten Blut und Boden „Werte“sind so Reaktionär das einem schlecht wird.

    Fernsehen schaue ich schon seit Jahren nicht mehr,ausgenommen sind Arte,Dokumentationen von BBC,Medieatheken zu politischen oder ökonomischen Themen jenseits des Mainstreams.
    Kino nur ausgewählte Regisseure,ab und an natürlich auch den CGI Mist. Ich bin halt auch nur Mensch und mich begeistert Computertechnik ungemein.

    Den o.g Film habe ich auch geschaut,Na ja.
    Für mich haben die Medien einen klaren Bildungsauftrag den sie nicht erfüllen.Es zählt nur das was dem Systemerhalt dient,die Zementierung der Klassengesellschaft innerhalb der kapitalistischen Verwertungslogik,der Ausbeutung über Lohnarbeit und Besitz.
    Natürlich sagt man das nicht offen und die Mehrheit kann damit ja auch nichts anfangen.
    Traurig.

    Es macht Mühe und ohne Hilfe von Fachkundigen ist es auch schwer sich durch die Schriften von Marx zum Thema Kapitalismus hindurch zu ackern,aber es lohnt,die Nebel verziehen sich das offensichtliche tritt zu Tage.Genutzt habe ich dazu immer Zeiten der Arbeitslosigkeit und ich wäre Froh wenn dem viele folgen würden,tun die aber nicht.Alles was die Länge einer SMS überschreitet forder zu viel Aufmerksamkeit.
    Man kann nur Verändern wenn man weiß was man Verändern muss und die Medien sind einer der Hauptpunkte die es zu ändern gilt.

    Danke für Deine Sicht auf diese Gülle!

    • henry70 sagt:

      @kein Plan
      schon Stanislaw Lem gelesen?
      Falls nein, könnte das eine Bereicherung sein….
      Übrigens nicht nur seine scfi, sondern auch allg. (z.b. Hospital der Verklärung) oder seine theoretischen werke (z.b. Philosphie des Zufalls oder Phantastik und Futurologie usw) oder seine skurilen komödiantischen bücher.
      Alles kein „wir erobern den Weltraum“-Schrott oder völlig beliebiger Fantasy-kram.
      Aber vielleicht kennen Sie das ja alles schon, dann „nix für ungut“… und grüße von scfi-fan zu sci-fi-fan 🙂
      Übrigens: durchaus nicht OT . –auch hier: viel, sehr viel West-schrott, für Qualität mußte man nach osten gehen, früher jedenfalls.

  5. kein Plan sagt:

    IST OT und passt eigentlich nicht zum Artikel!

    Motorola wurde bei einem Bombenanschlag im Aufzug seines Wohnhauses ermordet.
    RIP mein Freund

    https://de.sputniknews.com/panorama/20161017312968105-donezk-chef-anschlag-volkswehr-kommandeur/

  6. tommmm sagt:

    Ich bin enttäuscht! Ich kannte bis vor drei Minuten diese Komödie nicht und jetzt geht sie mir nicht aus dem Kopf.
    Wer verbreitet eigentlich so eine Scheiße?

  7. SK KS sagt:

    Mein „Aufwachen“ begann ca. 2012. 2011 habe ich im TV noch die Jagd und Ermordung Gaddafis und dessen Söhne bejubelt. Aufgewachsen mit US Propaganda Filmen hat es sich so ins Gehirn gefressen gehabt das die Amis die Guten sind und das alles was sie tun richtig ist. Wobei ich bei 9/11 schon immer skeptisch war, mich aber bis 2012 nie damit beschäftigt hatte.

    Ich habe öfters schon gelesen – und das ist jetzt etwas spirituell und wenn man nicht offen für sowas ist, kommt es einem vielleicht albern vor – es gibt ein kollektives menschliches Bewusstsein das alle Menschen vernetzt. Dieses kollektive Bewusstsein scheint bei mir 2012 angekommen zu sein. Und wenn ich mich umsehe wachen immer mehr Menschen auf.

    Ich gebe mir nach wie vor Hollywood Filme. Mit viel Skepsis. Manche tu ich mir nicht an wie z.B. American Sniper. Bei manchen schalte ich einfach ab wenn ich merke das ich so offensichtlich manipuliert werde das ich schon anfange mich fremdzuschämen. Aber man muss schon zugeben, US Filme sind einfach gut. Hobbit, Herr der Ringe, aber auch Actionfilme etc. Davor kann man sich nicht verschließen.

    Und das Witzige daran ist, manchmal verraten sie in diesen Filmen auch sich selbst und wie sie vorgehen. In diesem Fall nicht direkt -> aber wer sich die US Serie Daredevil angesehen hat wird vielleicht immer wieder darüber lachen wie nah das doch an der US Politik ist. Vor allem Staffel 1. Ich will nichts spoilern aber der Oberbösewicht (der in meinen Augen die USA repräsentiert) besitzt alles, Medien, Politik, Polizei, Geheimdienste, erkauft sich die Meinung der Mehrheit usw.

  8. Thomas Roth sagt:

    Jetzt wird es schwierig. Der Meister hat gesprochen, eine eher humorlose und düstere Einschätzung abgegeben, ein Blog voller Kommentatoren, von denen keiner das Stück kennt, stimmt ihm zu. Wie nennt man so etwas? aber keine Bange. Da halte ich mich raus.
    Bei dem Stück nicht. Das habe ich vor 2 oder 3 Jahren in der Komödie am Kurfürstendamm zu Silvester gesehen. Das machen wir seit Jahrzehnten so. Theater, dann was essen, dann feiern. An dieses Stück erinnere ich mich mit großem Vergnügen. Das war auch so angelegt. Kein intelligenter Humor, sondern nur Blödsinn. Aber welcher der geeignet ist, sich köstlich zu amüsieren. Und ihr könnt mir glauben: ich habe schon so manches Stück im Theater gesehen (Vater Intendant, Mutter Sängerin). Der Hundertjährige …. war zum Schreien. Grüsse …
    p.s. Ich kann allerdings auch Klassiker analysieren und verreißen. Vielleicht liegt das ja daran, dass alles zwei Seiten hat?

    • Analitik sagt:

      „ein Blog voller Kommentatoren, von denen keiner das Stück kennt“

      …sagt einer, der das Stück nicht kennt. Sie reden von einem Theaterstück, ich von einem Spielfilm. Zum Theaterstück kann ich nichts sagen, ich habe es nicht gesehen. Zum Spielfilm habe ich alles gesagt. Wenn Sie den Film verteidigen wollen, schauen Sie ihn sich wenigstens vorher an, sonst haben Sie Ihre Kritik für sich selbst geschrieben. Nehmen Sie Ihre eigene Kritik ernst.

    • tommmm sagt:

      „ein Blog voller Kommentatoren, von denen keiner das Stück kennt, stimmt ihm zu…..“

      Sprechen Sie einfach nur für sich selbst…..

      Wenn man voller Groll Ironie nicht mehr erkennt, kann man das Thema ja auch mal etwas sacken lassen.

  9. kein Plan sagt:

    @Thomas Roth

    Natürlich ist der Film Blödsinn,da gebe ich Dir Recht!
    Aber echt!

  10. Thomas Roth sagt:

    Junger Freund, Ihr Ton ist wieder einmal bemerkenswert. Ich vermute, Sie haben sich diese Sprache im Umgang mit ihrer Verwandtschaft angewöhnt? Unangemessen.
    Jetzt zum Inhaltlichen. Das ist nicht der erste Stoff, der anschließend ausgeschlachtet wird. Wenn sich so ein Thema in ein Theaterstück oder in einen Film umsetzen läßt (natürlich bei entsprechender kommerzieller Erwartung) dann wird es auch getan. Dann wird der Inhalt den genreüblichen Stilmitteln angepasst. Beim Theaterstück beispielsweise die Einteilung in Szenen, Bilder und Akte. Das ändert aber nichts am Inhalt. Beim Film ist es noch etwas anders. Das geschriebene Wort muß in das bebilderte Wort transferiert werden. Oder ganz kurz: wenn sie das Buch gelesen haben, das Theaterstück oder den Film gesehen haben, ist Ihnen der Inhalt bekannt.
    p.s. Ich kritisiere nicht. Dafür sind Sie als Partner noch ungeeignet. Denn Sie verwechseln Kritik mit persönlichen Angriffen. Ich stelle nur meinen Kenntnisstand zur Verfügung.

    • Analitik sagt:

      „Oder ganz kurz: wenn sie das Buch gelesen haben, das Theaterstück oder den Film gesehen haben, ist Ihnen der Inhalt bekannt.“

      Diese Kausalität existiert nicht und Sie wissen das.

    • Johanniskraut sagt:

      @ Thomas Roth

      Allein Ihre Anrede „Junger Freund…“ spricht Bände von unterdrückter Agression oder auch Wut!

      Sich dann dabei noch auf das höhere Alter zu berufen – na, wie heißt es so schön – Alter schützt vor Torheit nicht!?

      • Thomas Roth sagt:

        @Johanniskraut Das kann ich aufklären. „Junger Mensch“ ist in der russischen Welt eine ganz übliche wertungsfreie Anrede. Und da der Autor geborener Russe ist …. Grüsse

  11. Thomas Roth sagt:

    … und Sie wissen das. Das ist eine Unterstellung der üblen Art.
    a) Theaterstück „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ …Nach dem Bestseller von Jonas Jonasson.
    b) Film: „Basierend auf dem gleichnamigen Bestseller erzählt dieser Film die Geschichte von Allan Karlsson, der kurz vor seinem 100. Geburtstag beschließt, noch einem von vorne anzufangen. ….nach Jonas Jonasson.
    c) Buch: „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand ist der Debütroman des schwedischen Journalisten und Autors Jonas Jonasson.“
    Die Kausalität nennt sich in dem Fall Deckungsgleichheit.
    Bis zur nächsten Nummer …

  12. Gerry sagt:

    Ich hab das Buch gelesen. Die komplizierten Verstrickungen im privaten und politischen Bereich fand ich ganz gut konstruiert. Die vielen aprupten Wendungen machten es schon spannend. Am Anfang wars noch ziemlich witzig, zum Ende hin aber doch ermüdend.

    Das besonders die Russen ihr negativ gemünztes Fett wegbekamen, hab ich so nicht feststellen können. Praktisch jede politische Seite und Meinung und die politischen Größen bekamen doch klischeehaft was mit auf den Weg.

    Und der Vater der Antihelden, der wurde im frühkommunistischen Russland deswegen erschossen, weil er ein Stück Land für sich selber behalten wollte.

  13. Joachim Fisch sagt:

    „Niemand konnte sein Publikum besser in den Bann ziehen als Großvater, der, den Mund voller Snus,leicht über seinen Krückstock gebeugt, auf der Lügnerbank saß.
    – Nee wirklich… ist das wahr Großvater? sagten wir erstaunten Enkelkinder.
    – Die, welche nur die Wahrheit sagen, sind es nicht wert angehört zu werden, antwortete Großvater.“

    Dieses Buch ist ihm gewidmet, schreibt der Verfasser im Jahre 2009 als Vorwort zu seinem Buch.

    Für mich persönlich war und ist dieses Buch ein Bauchmuskeltraining erster Güte. Gehört wie die besten von Arto Paasilinna zu der Sorte Bücher, die man alle paar Jahre mal wieder hervorholt.

  14. Rio sagt:

    Der schwedische Autor durfte ja vor einigen Tagen als Ehrengast im ZDF beim
    Bruder Lanz voll absamen.
    Jaaaa – ab und zu tue ich mir sowas an….
    den Film hatte ich mir angesehen , da ich mir vom Titel her was versprochen hatte.
    Muss aber ehrlich sagen – so richtig nachgedacht habe ich über den Film erst nach dem Lanz Auftritt und deinem Artikel.

    Danke

  15. Don Carlos sagt:

    Komödien-Auszeit?

    „… Das ändert aber nichts am Inhalt …“. Eben.
    Ich verstehe Analitiks Intention und ich teile sie weitgehend.
    Mir sind sowohl Film, Hörbuch als auch Komödie bekannt.
    Die drei Hundertjährigen sind nicht miteinander vergleichbar. Wobei die Komödie mit Abstand am besten wegkommt. Frau Hosemann hatte in ihrer Berliner Inszenierung (war 2014) einen herrlichen Ausgleich zwischen szenischem Witz und der Geschichte geschafft, jenseits von Klamauk aber mit jeder Menge herrlich überzeichneter Figuren. DAS muss man aber mögen. Theater halt. Der Film: Naja, schön bunt. Das Buch/Hörbuch kommt wohl insgesamt besser weg. Geschmacksfrage halt.

    Der gem. Analytiker wird natürlich, anders als der Kritiker, immer eine ganze Perücke in der Suppe finden, wenn er vermeint, dass diese Geschichte nicht aus Spaß an der Freude entstanden sein kann, sondern einen anderen Zweck verfolgt.
    Ja, das kann sein – muss aber nicht. Wenn man einen Nagel hat, muss man nicht nach dem Hammer rufen. Aber mit dem Hammer in der Hand sieht überall Nägel, wo man drauf hauen kann.

    Das mit der Auszeit scheint in diesen Zeiten nicht wie gewollt zu funktionieren! Kein Wunder …

    i.d.S.
    D.C.

    • Analitik sagt:

      „Der gem. Analytiker wird natürlich, anders als der Kritiker, immer eine ganze Perücke in der Suppe finden, wenn er vermeint, dass diese Geschichte nicht aus Spaß an der Freude entstanden sein kann, sondern einen anderen Zweck verfolgt.“

      Denken Sie sich einen beliebigen Zweck aus – der Film schmeichelt dennoch den Faschisten und übergießt Russland mit Häme und Propaganda-Lügen. Wenn es nicht als Propaganda gewollt ist und Drehbuchautor und Regisseur sich nur freien Lauf für Blödsinn gegeben haben, ist es nicht weniger bezeichnend. Dann bedeutet es, dass die Menschen im Westen Russlandhass und Faschistenakzeptanz tief bis ins Unbewusste verinnerlicht haben und es richtiggehend leben.

      • Don Carlos sagt:

        „Dann bedeutet es, dass die Menschen im Westen Russlandhass und Faschistenakzeptanz tief bis ins Unbewusste verinnerlicht haben und es richtiggehend leben.“
        Ja, dies kann natürlich das beabsichtigte Ergebnis sein. Das gilt zumindest für den Teil der Menschen, bei denen Jahrzehnte Reeducation und MKU noch Wirkung zeigen. Dann aber käme dieser Film 20 bis 30 Jahre zu spät. Denn diese Zielgruppe ist am aussterben.
        Die Jüngeren haben sich davon längst abgekoppelt. Für die gibt es subtilere Methoden zur alltäglichen Indoktrination. Lethargie und so eine Art sozialer Serendipität. Gefühle sind da nachgeordnet.

        Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass unter 30jährige mit Satire nichts mehr anfangen können? Die Ausnahmen sind zählbar.
        Leider.

        Belassen wir es dabei.
        D.C.

  16. kein Plan sagt:

    @Thomas Roth

    Deine Kritik gilt mir als Person,nicht der Meinung welche ich vertrete.Ließ noch mal das von Dir geschriebenen und denk drüber nach.

    Zitat:
    Ich kritisiere nicht. Dafür sind Sie als Partner noch ungeeignet. Denn Sie verwechseln Kritik mit persönlichen Angriffen. Ich stelle nur meinen Kenntnisstand zur Verfügung.

    Im übrigen hab ich mit Ihrer bürgerlichen Abgehobenheit rein gar nichts am Hut Herr Oberlehrer!
    Früher nannte man das Hochmut,eine der 7 Todsünden LOL!

    Für mich ist hier Schluss mit Disputen über unnützen Kram,das bringt nur Böses Blut und ich will hier weiter Posten.

  17. Don Carlos sagt:

    Achtung Tippfehler! Bitte berichtigen, wenn möglich – Danke.

    vorletzter Satz: … in der Hand sieht >>>man<<< überall Nägel,…

    Gruß D.C.

  18. Gernot Myerson sagt:

    Hoffentlich schreibt jetzt bloss keiner ein Drehbuch nach Ihren Stichworten.