US-Stolpersteine für Nord Stream 2

Die Österreicher beklagen sich. Lukrative Deals mit Gasprom scheitern am Druck der USA. Norwegen stellt sich nach US-Interventionen dem österreichischen Energiekonzern OMV in die Quere. Außerdem hat die polnische Kartellbehörde das Joint Venture der fünf EU-Energiekonzerne mit Gazprom zum Bau von Nord Stream 2 gekippt. Jetzt werden neue Lösungen gesucht.

So viel zu Polens angeblich nicht vorhandenen Möglichkeiten, an der Erweiterung von Nord Stream etwas auszurichten.

Eine gewonnene Schlacht für die USA. Der Krieg geht weiter. „Ja, mein Herr, dieser Tritt in die Eier war mir ein Vergnügen, mein Herr.“ Aber bei Geld hört die Freundschaft auf und die USA sind offen dabei, die Geldgeschäfte der EU zu vermiesen.

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5 Kommentare zu “US-Stolpersteine für Nord Stream 2
  1. Tja, meine seit 1560 Schottisch-Preußischen Vorfahren im memelländischen Pruzzenland, würden wohl auch heute noch mit: „Halt Polnische Wirtschaft“ reagieren, so daß nicht zuletzt wegen deren Vetorecht im Sejm, es um des Friedenswillen zu den 3 Polnischen Teilungen kam; also auf in Olga KAMINERs Russendisko im „Cafe Burger“ oder doch gleich nebenan in den „Club der Polnischen Versager“ in der Berline Turmstr., wo man natürlich im ersteren durchaus auch MADONNA treffen könnte! Noch Fragen?

  2. Realist sagt:

    Wäre ich an Putins Stelle gewesen, wäre mir wohl schon vor Jahren aufgrund der ekelhaften Verleumdungskampagne des Westens der Kragen geplatzt und ich hätte Europa den Gashahn abgedreht – und das ganze NICHT an irgendwelche Bedingungen geknüpft sondern den Gashahn auf ewig zugelassen, selbst wenn das NATO-Pack auf allen Vieren angekrochen wäre. Hätte mich eher Richtung China und Indien konzentriert, bei denen herrscht genug Bedarf. Und die EU-Staaten hätten ja überteuertes Schieferöl von den USA kaufen können, die hätten schon noch gesehen…

    Tja, damit hätte ich wohl gleich mehrere Böcke geschossen:

    -Russland total abhängig von Chinas Gutdünken gemacht,

    -Einfluss auf die europäische Politik verloren

    -durch die materielle Not, die in Europa ausgebrochen wäre, die Menschen dort nur noch empfänglicher für antirussische Propaganda gemacht

    Das alles hat Putin durch sein besonnenes Verhalten vermieden. Da muss man wirklich den Hut ziehen. Der Mann ist kein Anfänger.

  3. Analitik sagt:

    http://geoenergetics.ru/2016/08/01/sekret-polskogo-gazovogo-preferansa/

    Hier wird dargelegt, dass Polen einfach nur Geld will, ca. 200 Millionen Euro jährlich. Mit Nord Stream 2 verliert Polen seinen derzeitigen Status als Gastransitland zwischen Russland und Deutschland. Dafür will es „entschädigt“ werden.

    Zwei Lösungsmöglichkeiten für Deutschland:
    1. Die Polen auszahlen, aus deutscher Kasse. Oder es zumindest versprechen und nach ein paar Jahren gemäß unserer westlichen Werte auf unsere Versprechen scheißen.
    2. Gasprom baut die Leitung ohne Beteiligung der EU-Konzerne. Dann verliert Polen den juristischen Hacken, an dem es sich gerade anhängt. Gasprom wird die Mehrkosten natürlich auf die EU abwälzen.

    Aber offenbar ist es nur eine Frage des Geldes. Die Polen sind entsprechend verhandlungsbereit. Müssen sie auch und ihre Forderungen müssen spürbar unter den Mehrkosten von Lösung 2 liegen.

  4. Hajo Blaschke sagt:

    Das North-Stream-2-Konsortium hat einfach die Anfrage an Polen zurückgezogen. Es war sowieso nicht klar, warum man diese Anfrage an Polen überhaupt gestellt hat. Einzig einleuchtende Begründung: man wollte die Einspruchsgründe der Polen ergründen. Jetzt kennt man sie und weiß, dass man sich nicht weiter um Polens Einwände scheren muss.