Menschen, die auf ihre Smartphones starren

In diesen Tagen und Wochen erleben wir, wie Menschen, die auf ihre Smartphones starren, genau dahin gehen, wo kleine bunte Marker auf den Landkarten ihrer Smartphones es befehlen. Außerdem wird den Menschen, die auf ihre Smartphones starren, befohlen, wie schnell und wie weit sie gehen müssen, um die begehrten bunten Landmarken auf ihrem „Braaains!“-Konto verbuchen zu können.

Ist das nicht phantastisch? Wilde Science-Fiction Phantasien sind Realität geworden. Sie können eine Horde programmierbarer Zombies zu einer Demo schicken. Oder von einer Demo weg. Wohin auch immer Sie wollen! Setzen Sie einfach virtuelle bunte Marker auf die Landkarte.

Wenn Sie beim Geheimdienst arbeiten und für die Kontrolle der Menschenmassen zuständig sind, waren Sie möglicherweise an der Entwicklung dieser Menschensteuerung beteiligt. Wenn nicht, werden Sie jetzt sofort auf diesen Zug aufspringen.

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10 Kommentare zu “Menschen, die auf ihre Smartphones starren
  1. Kann ja mein allseits bekanntes Schandmaul nicht halten und so gehe ich bei sich ergebener Gelegenheit immer wieder auf offensichtliche Pärchen zu, um festzustellen: „Also, wir haben uns früher Händchenhaltend bzw. Knie-An-Knie immer unterhalten“! Könnte das mit Pokemo osä. in Richtung Promiskuität laufen?

    • Analitik sagt:

      Promiskuität ist nur ein Teilaspekt. Es gibt eine organisierte Kampagne zur Atomisierung der Gesellschaft. Der Prozess ist weit fortgeschritten; jenseits der Kernfamilie hält die Menschen fast nichts mehr dauerhaft und verbindlich zusammen. Die Familien als letzte Bastion sind jetzt die Zielscheibe. Dazu werden traditionelle Werte angegriffen. Das ganze Homo-Gedöns dient diesem Zweck. Wenn der Prozess abgeschlossen ist, sind die Menschen jeglicher Orientierung beraubt und damit besonders leicht lenkbar. Das einzige, worauf sie sich dann stützen, ist Konsum als kurz wirksame Ersatzbefriedigung für moralische Inhaltsleere. Der perfekte Konsument und Arbeitsesel ist bald fertig gezüchtet.

      • Tja ANALITIK, Sie werden doch zumindest anerkennen, das ich mich halt nett wäre! Noch Fragen?

        • Analitik sagt:

          Sie schreiben sonst schon verwirrende Sätze, aber dieser ist ein besonderes Schmuckstück.

          Was mir heute auch noch aufgefallen ist beim Radiohören: Viele Pop-Lieder feiern emotionsbefreiten Sex. „Los, zieh mich aus, sei nicht so schüchtern“. „Lass uns heute Nacht vergnügen“. Und dergleichen mehr.

          Nun ist Liebe gefühlt in mehr als der Hälfte der Lieder Thema, egal in welcher Kultur. Aber eben Liebe, Leidenschaft, die erhebenden und die tragischen Momente und Gefühle, die damit verbunden sind.

          Aber was da auf die Menschen losgelassen wird, hat weder mit Liebe, noch mit Leidenschaft etwas am Hut. Stattdessen eine Pornographisierung des Liedguts. Und zwar nicht irgendwo am Rande, sondern mitten im Mainstream, in den meistgehörten Hits.

          Auch so treibt man das Menschliche langsam aus dem Menschen raus. Liebe und Beziehung? Nicht doch. Sex und Kurzweil, ganz unverbindlich.

        • Biba sagt:

          Hmmm…nix verstehen, bin anscheinend auf ner falschen Baustelle!
          „ich mich nett wäre?“
          Hmmm, Tja, wenn, denn!

  2. Endspiel sagt:

    Oder auch sowas…“Minensucher“
    http://mobil.krone.at/phone/kmm__1/story_id__520823/sendung_id__96/story.phtml
    Dein freundlicher Smartphoneassistent, stupid!

  3. Endspiel sagt:

    Toleranzfragen – Mit+Gegenspieler in der Verwaltung

    …ist das Spielen auch auf dem Grazer Zentralfriedhof nicht verboten, die Friedhofsverwaltung ersucht allerdings hier wie dort um Pietät: Man soll nicht auf Gräber steigen und Abstand bei Beerdigungen halten.

    …Allerdings: Laut einem Bericht der „Kleinen Zeitung“ ist in Graz ausgerechnet das Internationale Mahnmal für Opfer des Dritten Reichs eine „Kampfarena“ – das will der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl nicht auf sich beruhen lassen, so sein Sprecher Thomas Rajakovics in dem Bericht: „Dass an so einer Stätte eine Kampfarena verortet ist – was ja durch Spieler gemacht werden kann –, halten wir für untragbar. Wir werden beim Spielebetreiber die Löschung in die Wege leiten.“

    http://steiermark.orf.at/news/stories/2786666/

    Analitik,

    …Wenn der Prozess abgeschlossen ist, sind die Menschen jeglicher Orientierung beraubt und damit besonders leicht lenkbar. Das einzige, worauf sie sich dann stützen, ist Konsum als kurz wirksame Ersatzbefriedigung für moralische Inhaltsleere. Der perfekte Konsument und Arbeitsesel ist bald fertig gezüchtet.

    Sie haben leider völlig recht! Tendenziell beängstigend.