Syrien Update

Für die Russland-Koalition läuft es in Syrien im Großen und Ganzen nach Plan. Die erste Phase des Eingreifens bestand darin, die „gemäßigte Opposition“ in den Griff zu bekommen. Die ist eine Mischung aus echten Islamisten und syrischen Opportunisten, die sich den Islamisten angeschlossen haben, weil ihnen aus dem Westen versprochen wurde, dass unter den Mitgliedern dieses Bündnisses die Macht in Syrien verteilt wird, sobald man Assad gestürzt hat. Die Aufgabe der russischen Koalition bestand in der ersten Phase darin, allen Beteiligten deutlich klar zu machen, dass Assad nicht gestürzt, sondern allenfalls demokratisch abgewählt wird. Die gemäßigte Opposition sollte gespalten werden in die Hardcore-Islamisten und die Opportunisten, wobei den Opportunisten Begnadigung und Teilhabe am zukünftigen politischen Geschehen in Syrien versprochen wurde.

Die intensiven und hocheffektiven russischen Luftschläge haben der „gemäßigten Opposition“ unmissverständlich gezeigt, dass die Ansagen Russlands ernst gemeint sind und durchgezogen werden. So kam es zur erwarteten Spaltung, bei der die Opportunisten die Zeichen der Zeit erkannten und sich im neuen Wind gedreht haben. Sie haben sich zu Gesprächen bereit erklärt, haben sich auf Assads Seite gestellt und ihre Vertreter sitzen jetzt an den offiziellen und inoffiziellen Verhandlungstischen.

Die russischen Luftschläge sind das eine. In der Westpresse konsequent ignoriert ist der andere Aspekt des Vorgehens. Assad hat ein Versöhnungsprogramm in Gang gesetzt. Die Rückkehrer bekommen Amnestie. Es wird intensiv daran gearbeitet, dass die Menschen, die vor kurzem noch Krieg gegeneinander geführt haben, morgen wieder friedlich nebeneinander leben können. Da ist wirklich eine Koalition am Werk, in der jeder seinen Teil beisteuert und wo die Arbeit aller aufeinander abgestimmt ist.

Die „gemäßigte Opposition“ ist also gespalten, die Spreu vom Weizen getrennt. Der Weizen sitzt an den Verhandlungstischen, die Spreu wird weiter fleißig bombardiert – mit Zustimmung des Westens! Ein Verdienst russischer Diplomaten mit Außenminister Lawrow an der Spitze. Sie haben es geschafft, die Bedingungen der Friedensverhandlungen derart zu gestalten, dass anerkannte Terroristen ausdrücklich weiter bekämpft werden sollen, während die Waffenruhe gilt und die Verhandlungen laufen. Traurig, dass die Bekämpfung von Terroristen diplomatisch hart erkämpft werden musste.

Während die Opportunisten an den Verhandlungstischen der UN sitzen, sind sie militärisch aus dem Spiel genommen. Wer in dieser Situation wieder Kampfhandlungen aufnimmt, entlarvt sich selbst als radikal und nicht friedensgewillt, bekommt unmittelbar russische Bomben auf den Kopf und kann nicht darauf hoffen, vom Westen gerettet zu werden, weil die eigene Schuld zu offensichtlich ist. Dieser Umstand ist ganz wichtig, denn bisher hat die syrische Armee ihre Kräfte aufteilen müssen auf sehr viele Fronten. Die syrische Armee musste immer einen Schlag in den Rücken von den Opportunisten erwarten, wenn sie sich dem IS und anderen Terroristen zuwendete. Ein Teil der Fronten entfällt jetzt. Die Opportunisten entfallen als Angreifer und werden eingesetzt, um im Hinterland die Ordnung aufrecht zu erhalten. Die ehemals an diesen Fronten gebundenen Kräfte der syrischen Armee werden dadurch frei für andere Aufgaben.

Russland besiegelte diesen Zustand durch den Teilabzug seiner Militärkräfte, den Putin völlig überraschend für (fast) alle einleitete. Das ist eine sehr mächtige diplomatische „Geste des guten Willens“, die es der Opposition, die gerade an den Verhandlungstischen sitzt, endgültig unmöglich macht, gesichtswahrend zum Krieg gegen die syrische Armee zurück zu kehren.

Die russische militärische Unterstützung in Syrien entfällt dadurch keineswegs. Sie hat nicht einmal Schaden genommen. Erstens beginnt in Syrien im März traditionell die Sandsturm-Saison, die den Einsatz sensibler Technik erschwert oder ganz unmöglich macht. Feiner Sand schwirrt durch die Luft und dringt in die kleinsten Ritzen ein. Die Gefahr von Systemausfällen und Unfällen steigt dramatisch, der Aufwand für die Wartung ebenso. Die Natur verordnet bestimmter Technik in Syrien eine Pause. Russland hat diesen Zwang diplomatisch ausgenutzt. Zweitens hat die russische Luftwaffe die Infrastruktur des IS und der „moderaten Opposition“ bereits zerstört. Für die laufende Unterstützung der syrischen Armee ist die bisherige Anzahl an russischen Kampfflugzeugen nicht mehr nötig.

Heute sind wir bereits in Phase zwei. Man hat die Bedingungen geschaffen, konsequent gegen den IS, gegen Al Nusra und gegen andere große Terrorgruppen in Syrien vorzugehen. Sie wurden schon in Phase eins massiv von der russischen Luftwaffe bearbeitet, Zerstörung der wirtschaftlichen Basis des IS inklusive, aber für endgültige militärische Siege braucht es Bodentruppen und die waren bisher zu sehr von der „moderaten Opposition“ gebunden. Jetzt nicht mehr. Die syrische Armee konnte viele Einheiten verlegen und genug Kräfte für eine massive Offensive bei Palmyra konzentrieren.

Die Befreiung von Palmyra ist wichtig, um die Versorgung der Terroristen aus Saudi-Arabien zu unterbinden. Saudi-Arabien hat keine eigene Grenze mit Syrien, aber Jordanien, das zwischen Syrien und Saudi-Arabien liegt, präsentiert sich offen als Vasall der Saudis:

KING ABDULLAH II: Well, we are in coordination with the Saudis. We took a firm position against what the Iranians did. We fully support our Saudi friends. We took the position that we took. We brought in the Iranian ambassador and expressed our displeasure. This was done in coordination with our Saudi allies. We have an amazingly strong relationship with our Saudi Brethren. My relationship with his majesty the king, the crown prince, is extremely strong, and this was the position that we had worked out between ourselves and again don’t forget we are part of the Vienna talks when it comes to Syria, so it was felt having us in a bit more flexible position at the talks is probably more prudent at this stage.

Das sagt Jordaniens König höchstpersönlich. Hervorhebungen von mir.

Der Weg von Jordanien zu den syrischen Hauptstätten des IS führt über Palmyra. Auf diesem Weg bekommen der IS und andere Terror-Gruppierungen von Saudi-Arabien und Katar Nachschub an Militärgerät, Munition und Kämpfern. Diese südliche Lebensader des IS ist jetzt durchgeschnitten.

Die militärische Lage in Syrien Mitte-Ende März. Im Südwesten ist eine lange Grenze zu Jordanien, ein Teil der Grenze ist nicht von der syrischen Armee kontrolliert. Rot eingekreist ist Palmyra. Die Pfeile zeichnen die Stoßrichtungen für kommende militärische Operationen ein.

Der zweite wichtige Aspekt der Befreiung von Palmyra ist propagandistischer Natur. Der Westen hat Palmyra viel mediale Aufmerksamkeit gewidmet, als es vom IS eingenommen wurde und als dort einige antike Stätten zerstört wurden. Dem Westen ging es damals darum, die Bösartigkeit des IS zu demonstrieren. Die Befreiung von Palmyra kann von unserer Presse nicht ignoriert werden. Und das ist sehr schmerzhaft für die Presse, denn die Sachlage zerreißt die Lügengebäude des Westens. Angeblich ist die syrische Armee so schwach, dass sie zu keiner Offensive mehr taugt. Jetzt sieht aber alle Welt, dass das gelogen ist. Angeblich unterstützt Assad den IS. Jetzt sieht alle Welt, wie Assad den IS erfolgreich bekämpft. Unsere verärgerte Presse gratuliert zähneknirschend und mit Giftpfeilen angereichert. Manche Presseorgane nutzen die Gelegenheit, um dem eigenen Ansehen einen weiteren Schlag zu verpassen. Anders lassen sich viele Veröffentlichungen nicht deuten.

Auch die westliche Politik hält sich möglichst bedeckt, was Palmyras Befreiung angeht. Ein Glanzpunkt ist die Blockade eines UN Sicherheitsrats-Statements zur Befreiung von Palmyra. Der Schmerz im Westen sitzt tief.

Die antiken Stätten von Palmyra wurden vom IS miniert. Russische Minenräumer haben – in Abstimmung mit der UNESCO und mit der syrischen Regierung – bereits den Auftrag erhalten, die antike Stadt zu entschärfen. Eine gute Entscheidung, denn russische Minenräumer gehören zu den besten der Welt. Bei der Gelegenheit werden sie syrische Minenräumer trainieren, denn die Syrer werden noch sehr viele Minen entschäfen müssen in den kommenden Jahren.

Einer Großoffensive gegen den IS steht noch die von Al Nusra gehaltene Provinz Idlib im Nordwesten Syriens im Weg (auf der Karte oben grün eingezeichnet). Die direkte Verbindung zum IS ist zwar unterbrochen worden, aber über die türkische Grenze erhalten die Terroristen volle Unterstützung. Hier ist noch viel Arbeit für die syrische Armee zu verrichten und hier werden noch viele Kräfte für lange Zeit gebunden sein.

Wenn Phase zwei, die Zerstörung des IS, sich dem Ende neigen wird, wird laut Plan in der dritten Phase die neue politische Landkarte Syriens gezeichnet. Die Vorbereitungen dafür laufen im Hintergrund auf Hochtouren, aber die endgültigen Verhandlungen sind heute noch Zukunftsmusik.

Lassen Sie sich von den laufenden Verhandlungen nicht irritieren. Der Westen hat es geschafft, dort Saudi-Arabien (!) zum Leiter der syrischen Opposition zu machen. Deren Marionette torpediert die Verhandlungen auch fleißig mit immer neuen Forderungen, die den UN-Resolutionen widersprechen, auf denen die Friedensgespräche aufbauen. Für die Russland-Koalition ist das kein Nachteil. Für konstruktive Verhandlungen ist die Zeit ohnehin noch nicht reif, weil die militärischen Machtverhältnisse in Syrien noch nicht endgültig geklärt sind. Aber man kann schon mal ein wenig üben. Und wie oben bereits dargestellt wurde, halten die Verhandlungen die syrischen Opportunisten ruhig. Das erfolglose Gewusel der Verhandlungen, die jedes mal verlegt werden, kaum dass sie begonnen sind, ist Teil des Plans. Die USA sind vermutlich involviert.

Die USA, was haben sie mit ihrer Koalition vorzuweisen? Sie lassen die Kurden gen Monsul marschieren. Das bindet die Kräfte des IS und verhindert die Verstärkung der gerade zusammenbrechenden Westfront. Das Problem mit den Kurden ist, dass sie keine echte Armee haben, sondern mehr so etwas wie Partisanenverbände. Der Unterschied zwischen einer Armee und Partisanen ist, dass Partisanen ihr Fleckchen Heimat bravourös verteidigen, aber wenig Bereitschaft haben, jenseits davon zu kämpfen, geschweige denn das eigene Leben auf fremden Gebiet für die Heimat fremder Menschen zu opfern. Bei einer Armee ist das ganz anders. Deren Soldaten kämpfen überall mit der gleichen Opferbereitschaft, sind disziplinierter, halten die Befehlshierarchien ein. Ein konzentrierter und koordinierter Angriff wie mit der syrischen Armee ist mit Kurden nicht zu machen, selbst wenn die USA echte große Erfolge gegen den IS haben wollen.

Aber vergessen wir nicht die Möglichkeit der USA, die Früchte fremder Arbeit zu stehlen. Vor fast vier Monaten habe ich darauf hingewiesen, dass die USA das systematisch machen werden:

Mit einem kleinen Kontingent von Kampfflugzeugen hat Russland in zwei Monaten eine Wende in Syrien herbeigeführt, nachdem die große von der USA angeführte Koalition über ein Jahr lang keinen Schaden am IS verursachen konnte und nachdem US-Generäle verkündet haben, dass der Kampf gegen den IS noch mindestens fünf bis zehn Jahre dauern würde. Die USA hätten die Wende am liebsten verhindert, aber da es sich nicht verhindern ließ, müssen sie das beste daraus machen. In bester US-Tradition bedeutet es erstens, sich möglichst viel Einfluss in der neuen Situation zu sichern und zweitens, die Welt glauben zu machen, dass es die USA waren, die die Wende organisiert und herbeigeführt haben.

Hier ein aktuelles Beispiel dafür:

What’s important for people to understand is, we are making real progress in Iraq and Syria. And I mean real progress. In 2014 when they began to sweep across Iraq, that is when President Obama ordered the initial bombing that stopped them from moving towards Baghdad. And since then, we have recouped about 40 percent of the territory in Syria which they had captured.

Sagt US-Außenminister Kerry. Hervorhebungen von mir. Die USA sind seiner Aussage nach diejenigen, die große Fortschritte in Irak und Syrien machen. Und die USA sind es laut Kerry, die 40% des „von ihnen“ besetzten Territoriums in Syrien befreit haben. Klingt so, als ob ganz Syrien gemeint ist. Kerry hat sich diplomatisch abgesichert, indem er nicht spezifiziert, wer „die“ sind. Fragt ohnehin keiner nach, welche Mini-Bande er meint. Im Gedächtnis werden „40% der besetzten Territorien befreit“ bleiben.

Und dann noch das: Die USA haben Al-Qaduli getötet, die Nr. 2 des IS! Sie haben ihn damit schon zum dritten Mal getötet. Das erste Mal im September 2014, das zweite Mal im April 2015 und das dritte mal jetzt. Wenn man wiederholt einen Wiederkehrer töten muss, um der Welt einen Erfolg in Syrien zu präsentieren, sagt das alles über die echten Erfolge der USA in Syrien aus.

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86 Kommentare zu “Syrien Update
  1. kein Plan sagt:

    Schöner Artikel, Danke!

    Im Westen geht man davon aus das die Rückverlegung eines Teils der russischen Streitkräfte eine Finte war!
    Reuters :
    Reuters berichtet von umfangreichen Truppenverschiebungen: So kehrte der Marine-Eisbrecher „Jausa“ nicht in seinen Heimathafen in der Arktis zurück. Drei Tage nach Putins Erklärung am 14. März lief die „Jausa“, die als Teil des sogenannten „Syrien-Express“ die russischen Truppen in Syrien versorgt, vom Schwarzmeer-Hafen Noworossijsk abermals nach Tartus aus, dem russischen Marinestützpunkt in Syrien. Reuters: „Was immer die ,Jausa‘ geladen hatte – es war sehr schwer. Das Schiff lag so tief im Wasser, dass seine Ladelinie kaum noch zu sehen war.“ Auch zwei Landungsschiffe seien ins Mittelmeer entsandt worden – die „Caesar Kunikow“ und die „Saratow“. Beide dienen dem Transport von Truppen und Ausrüstung. Auch die „Saratow“ hatte laut Reuters sehr schwere Fracht an Bord, als sie am Donnerstag Kurs auf Syrien nahm.
    Die Fahrten der russischen Schiffe legen nahe, dass in den vergangenen zwei Wochen mehr Ausrüstung und Nachschub nach Syrien gebracht als von dort abtransportiert wurde.

    Die gleichen Kreise berichten von der Stationierung von Iskander Raketen in Syrien,machen sich dabei allerdings unglaubwürdige durch die Angabe das dies Interkontinatalraketen wären.Iskander hat 500-750 km Reichweite.

    Hmm ,keine Ahnung was Russland nach Syrien schafft?Vermutlich Waffen und Ausrüstung!Ihr seht ich bin schlauer wie die bei Reuters!
    Iskander halte ich im Hinblick auf die Türkei für möglich.

    • Analitik sagt:

      Putin hat zu keinem Zeitpunkt gesagt, dass Russland aufhört die syrische Armee zu unterstützen. Keine Ahnung, was Reuters da beweisen will.

      Dabei war Putins Zug wirklich eine Finte. Aber das auszuleuchten ist nicht koscher, weil es eine elegante Finte war, auf die der Westen nicht vorbereitet war. Bleiben unserer Presse die beiden Standard-Taktiken zu Verfügung: totschweigen und verdrehen.

    • ped43z sagt:

      Das sind schlicht produzierte Nachrichten. Aus irgendeinem Loch muss ja der ganze Dreck, in den Milliarden investiert wurden, wieder rauskommen:
      ————————
      27’000 PR-Berater kassieren 4,7 Milliarden Dollar:

      Das US-Militär hat seine Propagandaabteilung gewaltig ausgebaut. Nichts wird unversucht gelassen, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Laut AP-Recherchen verfügt das Pentagon über 27’000 Personen, die ausschliesslich für die Öffentlichkeitsarbeit (PR, Werbung, Rekrutierung) zuständig sind. Zum Vergleich: Das gesamte US-Aussenministerium mit Hillary Clinton an der Spitze beschäftigt rund 30’000 Personen. Die PR-Maschinerie des Militärs kostet die Steuerzahler jährlich 4,7 Milliarden Dollar. Seit 2004 sind die Ausgaben um 63 Prozent gewachsen. Wozu diese Mittel genau eingesetzt werden, bleibt meist geheim.

      PR-Zentrale auf abgelegenem Luftwaffen-Stützpunkt:

      Eine für den Informationskrieg zuständige Dienststelle namens «Joint Hometown News Service» befindet sich nach AP-Informationen auf einem früheren Luftwaffen-Stützpunkt in San Antonio, Texas. Dort würden Wort- oder Bildberichte produziert, die man unter falscher Quellenangabe den Medien zuspielt.

      Für 2009 sei die Herausgabe von 5400 Pressemitteilungen, 3000 Fernsehspots und 1600 Rundfunkinterviews geplant – doppelt so viel wie noch vor zwei Jahren. Dieser Service ist nur ein kleiner Ausschnitt des ständig wachsenden Pentagon-Medienimperiums. Schon jetzt ist es grösser als die allermeisten Pressekonzerne der USA.

      AP-Chef Tom Curley plädiert für neue klare Regeln im investigativen Journalismus. «Denn wir sind die einzige Kraft, welche die Regierung zu überprüfen vermag.» [16] Tagesanzeiger; 12.2.2009; http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/27000-PRBerater-polieren-Image-der-USA/story/20404513%5B16%5D
      —————-
      Gehen wir davon aus, dass sich daran nichts geändert hat. Der Müll wird natürlich bei den systemrelevanten Nachrichtenagenturen wie AP, Reuters wie auch den großen Medienanstalten eingekippt und die streuen es dann in der Medienlandschaft breit wie ein Güllewagen.

      Schönen Sonntag an alle
      Viele Grüße
      ped43z

      • Analitik sagt:

        Seit 2009 hat sich vieles geändert. Die Maschinerie ist noch größer geworden. Inzwischen sind soziale Netzwerke ein ganz wichtiges Ziel.

        In Russland gibt es inzwischen das lustige Mem „ich bin eine Offizierstochter“. 2014 begannen damit viele Kommentare in den sozialen Netzwerken, gefolgt von: „… und weiss daher aus erster Hand, wie es in Wirklichkeit läuft. Die russischen Truppen auf der Krim haben kaum was zu fressen, die Armeekleidung müssen sich die Soldaten selbst kaufen, die Moral ist im Arsch, in spätestens einem Monat fällt alles von selbst in sich zusammen, …“ und so weiter und so ähnlich. Manche Offizierstöchter haben vergessen ihre IP-Adressen zu verschleiern und so stellte sich heraus, dass so manche Offizierstochter aus einer Kaserne in den USA schrieb.

        Alle populären politischen Blogs, die sich gegen die systematischen Medienlügen stemmen, werden von professionellen Trollen bearbeitet. Die Herangehensweisen und Maschen sind vielfältig. Nicht jeder Informationskrieger spielt einen Troll, viele agieren sehr professionell und subtil, verändern die Denkmuster der Zielpersonen unbemerkt und erscheinen dabei als gleichgesinnte Diskussionspartner.

        • Beat Mario Kurt sagt:

          Ein paar Worte zum Trolling.
          Das habe ich als Leser vieler Kommentare ähnlich beobachtet. Aber ich muss dazu ergänzen, dass die Lesegemeinde dennoch sehr wach ist und solche subtil oder auch groben Leute irgendwann förmlich riechen kann, oder zumindestens durch geschicktes Argumentieren aufzudecken versucht. Nicht jeder – klar, aber sobald sich eine stabile Gruppe formt wird das deutlicher. Von den Meinungsführern will ich jetzt mal nicht reden – da hilft immer ein gesundes Misstrauen.

          Ein gutes Beispiel sind die vielfältigen (oft recht „grünen“) Kommentare bei Telepolis. Dort gibt es aber auch noch ein paar praktische Hilfsmittel wie „Autor dabei seit“, „soundsoviele Artikel“. Bei einem zu beurteilenden Kommentar ist das eine gern genutzte Referenz. Da werden dann schon mal frühere Aussagen „präsentiert“.

          Der Vorsprung, den die Troller allerdings immer nutzen können ist ihre Kenntnis der aktuellen zu beeinflussenden Stimmungen (falls Sie sich nicht zu dumm anstellen, was keine Seltenheit ist – (vielleicht weil unterbezahlt?)).

          Eine kleine Seitenfrage an Analitik oder wer des russischen mächtig ist: Ist denn die Antitrollkultur in Russland von den Lesern her um einiges aufmerksamer als hier?

          @Thomas Roth

          Sie und ihre thematischen Beiträge sind hier wie die von allen anderen sehr, sehr willkommen!

          • Analitik sagt:

            „Ist denn die Antitrollkultur in Russland von den Lesern her um einiges aufmerksamer als hier?“

            Ja. In Russland ist man sowohl über die Massenmedien als auch über alternative Quellen (Blogs usw.) viel besser informiert über das Geschehen in der Welt als hier. So erkennt man dort offensichtlich propagandistische Manipulationen feindlicher Trolle natürlich besser. Der zweite Grund ist, dass Russland in sehr viel höherem Ausmass dem professionellen Trolling ausgesetzt ist, das Problem dort ist viel akuter als hier.

            Präziser formuliert: In Russland müssen sich britische und US-Trolle in den Kommentaren herumtümmeln. In Deutschland haben ihre Trolle die Redaktionen aller großen Massenmedien fest in der Hand. Wenn man schon die Artikel selbst kontrolliert (und die Freischaltung der Kommentare), ist der Bedarf an Kommentar-Trollen natürlich gering. Wenn man also nicht die Kommentare begutachtet, sondern die mediale Gesamtsituation, ist Deutschland in viel höherem Ausmaß Opfer von professionellem Trolling.

            Genau genommen müsste man also das Verhalten russischer Medienkonsumenten gegenüber Kommentaren mit dem Verhalten deutscher Medienkonsumenten gegenüber den Massenmedien vergleichen.

  2. Thomas Roth sagt:

    Mitte 2015 befand sich Syrien (wie auch seine Armee) im Zustand der Auflösung. Während die Personallisten noch einigermaßen gefüllt waren, traten zum Appell deutlich weniger Leute an. Nachschub war auch nicht zu finden. Keine Vorräte mehr, desolater Zustand der Technik und Bewaffnung und keine Kenntnisse davon wie man sich auf dem Gefechtsfeld bewegt und wie man schießt. Das haben die Russen in einer gigantischen Anstrengung aufgefangen. Sofort im September/Oktober begannen sie mit einem Gefechtsausbildungszyklus. Damit gelang es ihnen, bis zum März `16 die beiden ersten Brigaden vorzubereiten. Zuzüglich der Revolutionsgarde und einzelner Truppenteile stehen jetzt ungefähr 25000 ganz gut ausgebildete Kämpfer zur Verfügung. Davon waren 6000 bei Palmira konzentriert.
    Die restliche Zeit des Sandmonats wird wieder genutzt werden, um neu aufzustellen.
    Deir-ez-Zor und im folgenden Raqqa wird die eine Hauptanstrengung sein. Neben ausputzen wird der zweite Hauptschlag im Nord-Westen bis zur türkischen Grenze geführt werden.
    Die russischen Offiziere haben unglaubliches geleistet. Sie haben den Syrern die Stabsarbeit beigebracht, sie haben ihnen neue Technik erläutert. Sie haben als Ausbilder und Berater in den Truppen gearbeitet. Sie haben Spezialtechnik in die Abläufe eingepasst und waren sogar als Feuerleitoffiziere unterwegs (von denen der 25-jährige Bursche mit seinem Leben bezahlte. Es ist noch nicht bekannt, wie viel Speznas im Einsatz war. Aber wenn WWP von 17 getöteten Anführern und ca.2000 getöteten Kämpfern aus dem postsowjetischem Gebiet berichtet … Die müssen markiert werden oder zumindest glanossmäßig beschrieben werden. Deswegen wird auch Ramsan Kadyrow verlängern, als Dank sozusagen.
    Außer in den Ausbildungseinheiten (dort arbeiten mehrere Offz.) sind es aufsteigend dann weniger Berater. Ich erinnere an die Kämpfer, die aus der „Langeweile“ des Donbass nach Syrien kamen und überwiegend als Verbindungsoffiziere bei den Kurden arbeiten.
    Ein spezielles Kapitel sind russische Sondereinheiten mit ganz spezieller Technik, meistens in der Erprobung. Elektronik, Artillerie, Robotertechnik.
    Von den Fristen her: Den Russen war bekannt, dass im März etwas geschehen wird. Ihre Auslandsdienstreiseaufträge waren bis 31.03. ausgestellt. Bisher – die Zahl der angefertigten Orden läßt darauf schließen – waren wohl ungefähr 10300 Mann in Syrien im Einsatz. Wobei mich meine ganze Lebenserfahrung regelmäßig im Stich läßt ist, wenn ich sehe, wie der betroffene Westen auf die Vorgänge im Nahen Osten reagiert. Es ist schändlich, es ist widerlich. Mein Mitgefühl für diese Leute, das früher seinen Ursprung in einer humanistischen Grundhaltung hatte, hat sich erledigt. Man treibt ja den Konflikt weiter auf die Spitze und es wird zu einem 3.WK kommen. Ich halte mich bereit und das Pulver trocken.
    p.s. Von der „Kriegslist“ – Rückzug der Truppe – halte ich nichts. Da stimmen die Verhältnisse nicht. Aber eins wird kommen. Stichwort Mossul. Dort hat die USA den dritten irakischen Krieg mit der Stationierung einer Brigade begonnen. Es ist als Reaktion des IS eine Offensive an der ganzen Front zu erwarten. Abwarten …

    • Analitik sagt:

      „waren wohl ungefähr 10300 Mann in Syrien im Einsatz“

      So wenig nur? Gleichzeitig waren nie so viele dort, aber Russland hat den Militäreinsatz genutzt, um möglichst vielen Piloten und auch vielen Soldaten aus anderen Truppenteilen echte Kriegserfahrung zu bescheren. Dafür wurden auch Militärübungen in Russland gestrichen.

    • sw sagt:

      @Thomas Roth
      Wenn man deinen Zeilen Glauben schenkt war also die syrische Armee komplett zerschlagen. Eine andere Erklärung gibt es nicht wenn du schreibst das die Soldaten weder schießen noch sich sachgerecht auf dem Gefechtsfeld bewegen konnten. Und wenn das so ist wäre auch die Ausbildung von 2 Brigaden nicht im Ansatz genügend um die schon im Oktober kleinen Gegenoffensiven zu speisen. Ebensowenig sind ein Truppenstand von 25000 um die verschiedensten Offensiven zu starten, durchzuhalten und erfolgreich abzuschließen.

      Aber in gleichem Maße gehts weiter:
      „Sie haben den Syrern die Stabsarbeit beigebracht, … “
      Die Syrer wußten also nichts von Stabsarbeit? Was taten dann die Divisions- und Brigadestäbe der syrischen Armee und den Garden?
      usw

      Bei allem Respekt vor den Leistungen des kleinen russischen Kontingents sollte man nicht übertreiben.

      • kein Plan sagt:

        @sw

        Teilweise hat er schon recht.Die syrische Generalität kannte nur 2 Optionen,Angriff oder Verteidigung.
        Mit den wenig verbliebenen Kräften entschieden die sich für letzteres und wurden von den Russen dafür häufig kritisiert.
        Im übrigen war/ist das syrische Militär im Bereich der Befehlsgeber Offiziere/Generäle ein ziemlicher Elitärer Haufen,der nicht gerade die befördert die die nötigen Kenntnisse zur Truppenführung haben.
        Auch der Haufen musste erst zerschlagen werden um ein einigermaßen funtionstüchtiges Organ zu haben.
        Es ist im arabischen Raum allgemein üblich das die Befehlsränge leicht debile Karierristen sind die sich einen Dreck um die Erfordernisse der Truppe kümmern.
        Der 7 Tage Krieg ging deshalb in die Hose und hat die Russen ziemlich Nerven gekostet.

        @T.Roth
        Woher hast du das mit den Orden und der genauen Anzahl?
        Das die Russen dort jede Truppen rotieren ließen ist klar,der Umfang eher nicht.
        Für 56 Millarden Rüstungsaufträge sind das Ergebniss des Syrien Einsatzes!
        Da waren nicht nur russische Truppen am zuschauen und üben.

        • sw sagt:

          @kein Plan

          Gibts denn noch mehr operative Varianten außer Offensive und Defensive?
          Die syrische Armee hat sich also nur auf „Verteidigung“ verlassen? Komisch ist allerdings das ANNA-News ziemlich oft taktische Gegenangriffe gefilmt hat.

          Ein höheres Offizierskorps ist IMMER ein „ziemlich elitärer Haufen“.
          Ansonsten wage ich es zu bezweifeln das das syrische Militär / Offz-Korps derart schlecht war sonst hätten sie einen derart langen Krieg schon lange verloren.

          7 Tage Krieg? Wenn du den 6-Tage-Krieg meinst irrst du dich.

          Es ist ziemlich unwahrscheinlich das es bei den russischen Verbänden in Syrien große Rotationen gegeben hat denn 20 Einsätze ergeben noch keine Erfahrung.

          • Analitik sagt:

            „Ansonsten wage ich es zu bezweifeln das das syrische Militär / Offz-Korps derart schlecht war sonst hätten sie einen derart langen Krieg schon lange verloren.“

            Das sehe ich auch so.

            „Es ist ziemlich unwahrscheinlich das es bei den russischen Verbänden in Syrien große Rotationen gegeben hat “

            Das hat sogar Putin bestätigt. In Russland haben alle von Anfang an gewusst, dass der Einsatz in Syrien genutzt wird, um möglichst vielen Soldaten Kampferfahrung zu bieten. Das hat etwas mit der Philosophie der russischen Armee zu tun.

            „denn 20 Einsätze ergeben noch keine Erfahrung.“

            Es geht um den psychologischen Aspekt. Ein Soldat, der noch nie in _echter_ Lebensgefahr war, ist wertlos, bis er in Lebensgefahr gewesen ist und psychisch heil herauskommt. Das ist eine Lebensprüfung, die man durch keine Militärübungen ersetzen kann. Auf die Quantität der Einsätze kommt es dabei nicht an. Man sieht recht schnell, wer für echten Krieg mental gerüstet ist (und damit für die weitere Karriere im Militär) und wer nicht.

  3. Tja Joseph ROTH, hat etwa „ihre Firma“ die „ungefähr 10300 Mann“ Orden produziert?
    PS.: Würde allen Lesern empfehlen sofort auf Nocheinparteibuch.wordpress.com zu gehen! Noch Fragen?
    Danke ANALITIK
    RRD

    • kein Plan sagt:

      @R.R Davideit

      Dann geh doch dahin und bleib dort!
      Du kannst doch nicht auf Grund eines Beitrages allen Lesern so einen Quark empfehlen.
      Und bis auf die Anzahl der Orden (die Quelle sollte er nachreichen) ist der Beitrag gut und lesenswerter als das ewige:
      „Noch Fragen Analitik?“ mit Verlinkung zu einer Webpage die mir die Tränen in die Augen treibt.

      Thomas Roth schreibt wenigstens Beiträge und nicht nur Nonsens.

      • Beat Mario Kurt sagt:

        Welche Bedeutung Palmyra als zukünftige Wahrheitsreferenz hat, erwähnt folgender Artikel. Auch schön: „Der Islamische Staat hatte die Ruinen mit Sprengsätzen versehen, konnte sie aber nicht durch Fernzündung zur Explosion bringen“ (Wer hat wohl die elektro-magnetischen Signale rund um Palmyra gestört?)

        http://einarschlereth.blogspot.co.at/2016/04/russland-rettete-kulturschatze-in.html

        @kein Plan

        Was ist denn Ihr Hauptkritikpunkt an nocheinparteibuch? Ich empfinde ihn zwar oft vereinfachend dh. nicht übermäßig detailliert, aber in der Hauptrichtung stimmig, dabei über bestimmte Begriffe und Deutungen jetzt nicht unnötig streiten wollend. Die Subsummation großer Teile der amerikanischen Führung unter „Mafia“ im von RDD verlinkten Artikel, die „Angst vor der Aufdeckung ihrer Verbrechen hat“ ist zumindest eine starkes Bild…
        ?

        • Tja (ät) Beat Mario Kurt, ‚kein Plan‘ impliziert schlicht für jeglichen nicht Funktionalen Analphabeten zugleich & sofort Weisungsgebundenheit von wem & durch wen auch immer! Noch Fragen?

  4. kein Plan sagt:

    Iskander sind in Syrien

    Video ab 5:22
    https://www.youtube.com/watch?v=OFm9O4nDlvk

    Da sieht es mit der Sicherheit der beiden amerikanischen Stützpunkte Hundmiserabel aus und für die Türken auch.
    Gut gegen Truppenansammlungen!

  5. Seiler sagt:

    Sehr guter Artikel, Herr Analitik.
    Vor Allem der letzte Satz ist Endgeil 😉
    Hoffe die Truppen Assads kämpfen weiterhin so Mutig und Entschlossen um Ihre Heimat von diesem UNGEZIEFER zu befreien, ich wünsche Ihnen dabei alles Glück der Welt.

  6. Thomas Roth sagt:

    Am 22.03.2016 habe ich das geschrieben: https://www.contra-magazin.com/2016/03/aktuelle-und-gute-nachrichten-aus-syrien/

    Am 18.03.2016 habe ich das geschrieben: https://www.contra-magazin.com/2016/03/die-operation-der-russischen-flieger-in-syrien-und-die-ukrainekrise/

    Am 16.03.2016 habe ich das geschrieben: https://www.contra-magazin.com/2016/03/syrien-waffenstillstand-und-wie-weiter/

    Alle Texte beruhen auf russischen Meldungen. Ich bin ja schließlich hier. Am besten gefällt mir Yurasumi, der liegt sehr oft richtig. Ukraine, Syrien und Jemen lese ich von ihm. Eine weitere Quelle ist http://www.aif.ru/. Argumente und Fakten. Usw. Ich lese durchschnittlich 6-8 Internetzeitungen und 5-6 Blogs. Allerdings archiviere ich nur die fertigen Artikel.
    Noch ein Extrasatz zu einer Extraquelle: Rostislaw Ischtschenko. Von dem lese ich seit gut anderthalb Jahren und habe alles von ihm. Sein bester Artikel (m.M.n.) „Was will Putin?“ war beim Saker auch zu lesen.
    Wie viele andere sage ich auch nur meine Meinung. Wem die gefällt oder auch nicht … das ist mir Wurscht. Ich habe zu tun.

    • sw sagt:

      @thomas roth

      Der Artikel ist nmA insgesamt ziemlich unglaubwürdig.
      Beispiele:
      a.) „Bis zum Krieg erhielten nur zwei syrische Divisionen der Speznas eine ausgezeichnete Schulung.“

      2 komplette Divisionen erhielten eine Spezialausbildung? Welche Stärke hatten denn diese Divisionen? 15.000 Mann? 30.000 Mann?
      ziemlich unrealistisch.

      b.) Während sie in ihrem erstem Post den zeitlichen Kontext auf Mitte 2015 legen und ihre Aussage auf die reguläre syrische Armee gemünzt ist („Keine Vorräte mehr, desolater Zustand der Technik und Bewaffnung und keine Kenntnisse davon wie man sich auf dem Gefechtsfeld bewegt und wie man schießt.“)
      findet sich bei Contra-artikel dieses Zuschreibung für die syrischen Landwehreinheiten.

      c.) Der Artikel widerspricht sich denn einmal möchten Landwehreinheiten nur in ihren Heimatbereichen eingesetzt werden und weigern sich verlegt zu werden – dann heißt es das bei Verlegungen Chaos herrschte. („Bis in die letzte Zeit hinein wurden in Syrien chaotische Truppenverlegungen der Abteilungen der Landwehrmänner, „)

      d.) „Immer wieder musste auch eine Spaltung im Lager der regierungstreuen Kräfte festgestellt werden. Insbesondere galten die Artilleristen und die Flieger als selbständig und von besserer Qualität und alle gemeinsam blickten meistens auf die Landstreitkräfte herab. “ Das gab und gibt es in jeder Armee. Es wäre ein Wunder wenn sich die syrische da ausnehmen würde.

      e.) „Nach allgemein anerkannten Berechnungen haben in dem zurückliegenden halben Jahr mit Hilfe der russischen Berater …“
      Nach allgemein anerkannten Berechnungen? Wer hat wann solche Berechnungen durchgeführt?

      f.) gleicher Absatz: Weil die russischen Berater „nicht weniger als eine Brigade SSA und einige Bataillone (Abteilungen) der Landwehrmänner“ erfolgreich beraten hat beginnt der Rest der syrischen Armee bessere Zusammenarbeit in der Kampfvorbereitung und im Kampf? Sogar mit der syrischen Luftwaffe?

      Ein anderes großes Problem ist der Mangel von „Quellennachweisen“. Ohne das kann man die Aussagen nicht nachprüfen und damit wird der Wert ihre Artikel massiv geschmälert.

      • Analitik sagt:

        Der Unterschied von Armee und Partisanen (Landwehreinheiten sind nichts anderes als Partisanen) wird gut herausgearbeitet. Dass eine immer weiter geschwächte syrische Armee sich notgedrungen immer mehr auf Partisanen stützen muss, ist nur natürlich. Dass die systemischen Mängel einer Partisanenbewegung auf die syrische Armee projiziert werden, ist ein Fehler in der Analyse.

        Wenn Thomas Roth einen russischen Militärexperten zitiert, der der syrischen Armee einen armseligen Zustand bescheinigt, muss man bedenken, dass Russland eine der besten (wenn nicht die beste) Armeen der Welt hat, was die Qualität von Personal und Technik angeht. An diesem Maßstab gemessen ist fast jede andere Armee der Welt in einem armseligen Zustand. Würden russische Experten die Bundeswehr begutachten, wäre das Urteil sehr ähnlich zu dem über die syrische Armee.

        Eine Armee muss nicht den höchsten russischen Standards genügen, um funktionsfähig zu sein. Der Abstand von der syrischen Armee zu Partisanenverbänden (die eigenen Landwehreinheiten oder die Kurdenverbände) ist genauso groß wie der Abstand von der syrischen Armee zur russischen.

        Oder um eine Analogie zu bemühen: Es gibt viele gute Amateur-Läufer. Sie sind fit wie ein Turnschuh, ragen aus der Masse der Bevölkerung weit heraus, was die läuferischen Qualitäten angeht. Vergleicht man sie aber mit Olympia-Teilnehmern, sind sie wirklich armselig. Deswegen sind sie natürlich lange nicht unfit oder schlecht. Im Gegenteil.

        Natürlich hätte Thomas Roth auffallen müssen, dass nach seiner eigenen Beschreibung die ersten neuen, von Russland ausgebildeten Einheiten erst im März dieses Jahres eingegriffen haben, während die syrische Armee schon seit fast fünf Jahren den Kampf gegen die internationale Gemeinschaft der Terroristen-Unterstützer bestreitet und seit einem halben Jahr mit russischer Luftunterstützung wieder Angriffsoperationen in ganz Syrien durchführt – was alles nicht mit den gerade erst ausgebildeten Einheiten erklärt werden kann, sondern mit einem insgesamt durchaus gutem Zustand der syrischen Armee erklärt werden muss.

        • sw sagt:

          @Analitik

          Zwischen einerseits Landwehreinheiten oder Milizen und andererseits Partisanen gibt es nur Gemeinsamkeit das die Masse der Beteiligten direkt im Kampfraum zu Hause sind.
          Ansonsten gibts kaum Vergleichbares.

          • Analitik sagt:

            Sie wollen auch nicht weg von Zuhause. Sie sind nur leicht bewaffnet. Sie sind schlecht koordiniert mit anderen Truppenteilen. Sie sind im Vergleich zur Armee-Soldaten schlecht ausgebildet. Sie sind nur funktionsfähig mit Unterstützung der Zentrale.

            Eigentlich unterscheidet Landwehr und Partisanen nur der Name.

        • Thomas Roth sagt:

          In diesem Zeitraum erinnerte mich die syrische Armee an einen Jagdhund, der zur Jagd getragen werden muß.
          – die Moral war am Arsch
          – die Bewaffnung war zerschlissen, die Vorräte erschöpft, die Führung abgetaucht.
          (zu Herbstbeginn waren 84 % der Raketen verschossen)
          und man war auch kein Fan von Fassbomben. Es war Not.
          – Um überhaupt vorwärts zu kommen erfolgte der völlig überzogene Einsatz der Luftwaffe und es wurden punktuell russische Einheiten (Artillerie, Panzer, Kampfroboter) eingesetzt.
          – Das es dort überhaupt gelang, eine Vorwärtsbewegung zu erzeugen, hat nicht zuletzt viele russische Kräfte überrascht.
          – die operativen Abteilungen in den Stäben sind heute noch russisch geführt. Dazu kommen Führungsoffiziere mit russischer akademischer Ausbildung (auch viele Reaktivierte, solche kenne ich auch noch von meiner Akademie)
          – das diese Armee überhaupt bis dahin kam ist doch nur der Schwäche des Gegners geschuldet. Neue Raketen, viele Dollar zogen zwar Deserteure an aber mehr auch nicht. Führungsloses feiges Gesindel. Nur deshalb. sobald die Syrer begannen vor dem Angriff das taktische Hirn einzuschalten war es vorbei mit dem Gesindel.
          – wenn man sich schon die Mühe macht, in diesem Sumpf Wahrheiten zu finden, muß man aber auch versuchen objektiv zu bleiben. Syrer sind keine russischen Soldaten, nicht mal deutsche. Das sind Araber, die in allen Sektoren des Lebens von vorn anfangen müssen. Dafür können die nichts, aber es ist so. Hoffentlich schaffen sie es überhaupt.

          • Analitik sagt:

            Die Araber haben es überhaupt nicht nötig, in allen Sektoren von vorn anzufangen.

            Dass die Ausrüstung verschlissen und die Vorräte verbraucht waren, ist kein Beleg für die schlechte Qualität der Armee. Es ist ein Beleg dafür, dass ein Krieg durch die dahinterstehende Wirtschaftskraft entschieden wird. Kann man keinen Nachschub organisieren, ist der Krieg verloren, selbst mit noch so gutem Personal.

            Dass die Moral geschwächt war, ist klar. Dass sie im Arsch war, ist übertrieben. Selbst eingekreiste Enklaven syrischer Militäreinheiten haben jahrelang durchgehalten und manche warten noch heute auf die Deblockade. So etwas gibt es nicht, wenn die Moral im Arsch ist.

            Ich stimme Ihnen nur soweit zu, dass der IS und andere Terrorbanden keine starken Gegner sind. Etwas besser als Partisanen (weil viel besser ausgestattet und systematisch trainiert), aber einer Armee bei weitem nicht gewachsen.

            • Thomas Roth sagt:

              Wenn Einzelne Ergebnisse liefern, dann ist das nicht das System sondern die Ausnahme. Ein Oberst Hassan, eigenwillig bis zur Selbstaufgabe (bis dahin das er die Ernennung zum General ablehnt um weiter freie Hand zu haben)ist nicht die Armee. Oder ein Fallschirmjägergeneral Issam Zahreddine, der tapfere Druse, bekannt für die Verteidigung des syrischen Stalingrads Deir-ez-Zor ist nich die syrische Armee. Da gibt es noch mehr als 200000 andere Leute. Welche Motivation diese zwei Führer haben weiß ich nicht. Die anderen haben offensichtlich keine mehr gehabt.

          • ped43z sagt:

            @Thomas Roth

            Interessant, Ihre Informationen.
            Bei der Beurteilung der Stärke der syrischen Armee darf man aber auch nicht die (nicht-militärischen) Rahmenbedingungen außer acht lassen.

            Syrien leidet seit Jahren unter einem massiven Wirtschafts- und Finanzboykott der EU. Das hat die Wirtschaft Syriens (als Basis einer lebenswürdigen Umgebung) in den Grundfesten erschüttert.

            Die sozialen Folgen sind extrem, 60 – 80 Prozent Arbeitslosigkeit, keine stabile Energieversorgung, flächendeckend zerstörte Infrastruktur, Notbetrieb sozialer Einrichtungen, hunderttausende von Krüppeln und seelisch gebrochener Menschen. Vier Millionen Flüchtlinge innerhalb Syriens (!) müssen von der Assad-Administration versorgt werden. Das ist ein Riesenberg an Aufgaben, der kaum zu schultern ist.

            Umso niederträchtiger ist der psychopathische Propagandakrieg des Westens gegenüber dem Land.

            Die Stärke (oder eher Nicht-Stärke) der Al-Nusra, IS, FSA-Schlächter (und wie sie alle heißen) ist auch ein eher kleines Problem. Aber wie ich schon sagte: Es sind Schlächter, Terroristen.

            Das was diese Entsozialisierten tun, hat (beabsichtigte) Auswirkungen moralischer Natur.
            Ich kann jeden jungen Syrer verstehen, der da desertiert! Vielleicht hat ihn sogar die eigene Mutter auf Knien angebettelt, weil zweien seiner Brüder schon die Hälse durchgeschnitten wurden. Alle hier in Deutschland, die abwertend und beleidigend auf diese Menschen zeigen, haben keine Ahnung, wie alltäglicher Terror dieser Art aussieht. Sie könnten es natürlich, sind aber nicht bereit, sich in die Situation der Menschen hinein zu versetzen.

            Wie diese Terroristen in Syrien wüteten, hat ohne Zweifel die moralische Kampfkraft der syrischen Armee beeinträchtigt, teilweise vielleicht sogar gelähmt. Die Enthemmten kamen teilweise wie aus dem Nichts, nachdem sie sich mit modernem Bohrgerät (auch das sind Waffen) durch halbe Wohngebiete gegraben haben. Sie waren da, schlachteten und gingen.

            Das sind die Ergebnisse die der Bauch der Terrormutter (westliche Demokratien) entließ.

            Zusammenfassend:
            Natürlich ist der militärische Aspekt wichtig (bin sehr dankbar für die Infos die ich dazu hier finde), aber ebenso wichtig ist der wirtschaftlich-soziale -, psychologische – , letztlich vor allem der menschliche Aspekt.

            Herzliche Grüße
            ped43z

  7. Stephan Colbert sagt:

    @

    Einer ist keiner.
    (Ein Mann ist kein Mann .)

    MfG

  8. Thomas Roth sagt:

    Без проблем. Сегодня каждый – воин

  9. Tja Analitik: „Mit Speck fängt man Mäuse“ und mit der Leimrute den Rest! Noch Fragen?

  10. Thomas Roth sagt:

    Moin Analitik, ein abschließender Beitrag meinerseits bezüglich der Qualität der SAA. Ich empfehle einen Text eines amerikanischen Ex-Marineinfanteristen, veröffentlicht in der WP. Der beschreibt die Speznas-Hilfen, ohne die nichts geht.
    https://www.washingtonpost.com/news/checkpoint/wp/2016/03/29/how-russian-special-forces-are-shaping-the-fight-in-syria/
    Und ich will Sie auch nicht langweilen mit der Beschreibung der Tagesabläufe unserer syrischen Studentenkollegen. Die syrischen, die irakischen und die afghanischen Offiziershörer unterschieden sich kaum.
    Nur nochmal soviel zu dieser Truppe. Sie hielten lange stand. Aber nur weil sie einfach von allem mehr waren. Als dann ihre Technik verbraucht war (Bergung und Instandsetzung war gleich 0), Technik ist für die Kommandeure ein uninteressantes Mittel zum Zweck, begann die Selbstauflösung. Keinen Monat später hätte der IS die schwarze Fahne über Damaskus gehisst. Dramatik, die hier kaum gewürdigt wurde. Ohne die Russen geht da nichts. Auch Palmyra hätten sie heute noch nicht. Dann gibt man den Wüstenkrieger moderne Technik. Sie pflegen sie nicht und verheizen sie. Eine typische Verwendung ist Solo-Panzer in Städten. Das sind Aufgaben für die Infanterie. Davon gibt’s nicht mehr genug. Die Landwehr bewegt ihre Ärsche nicht – also schicken sie Panzer ohne Deckung in Straßenschluchten. Es gäbe einige andere taktische Möglichkeiten, aber die kennen sie nicht oder aber nutzen sie nicht.
    Die Russen können gar nicht abziehen. Innerhalb kürzester Zeit wäre der alte status quo wieder erreicht. Die Falschspieler von hinter dem Ozean warten doch nur drauf. Jetzt haben sie einen Großteil der Kurden unter ihre Führung bekommen und dem IS bleibt ja sowieso kein Ausweg als zu parieren. Und jetzt steht man in Hab-acht. Sobald die Brigade bei Mossul kampfbereit meldet hat man auch genügend Berater und Führungsoffiziere vor Ort.
    Also, langer Rede kurzer Sinn. Ich will keinem Mitstreiter seine Verehrung für die Syrer madig machen. Man sollte aber, um ein korrektes Bild zu zeichnen, die Motivationen und die Realität zur Kenntnis nehmen. Der erreichte Stand ist immerhin ganz gut, besonders wenn man Mitte 2015 zum Vergleich heranzieht, aber das ganze ist eine sehr fragile Geschichte und birgt die Riesengefahr, dass die meinem Herzen wesentlich näher stehenden russischen Soldaten dort dauerhaft involviert bleiben. Schönen Sonntag noch. MfG Thomas Roth

    • sw sagt:

      @Thomas Roth

      Die Washington Post ist also eine neutralel objektive Quelle => skurril.

      „Bergung und Instandsetzung war gleich 0“ => tatsächlich? obwohl die Bergung von ausgefallenen Fahrzeugen auf Videos mehr als einmal zu sehen war?

      „Eine typische Verwendung ist Solo-Panzer in Städten. Das sind Aufgaben für die Infanterie.“ => genau. Man sieht nur einen Panzer durch die Straße fahren und „schließt“ daraus das der alleine ist. Die begleitende Infanterie welche die Häuser beiderseits der Straße durchsuchen sieht man ja auch nicht.

      „Es gäbe einige andere taktische Möglichkeiten, aber die kennen sie nicht oder aber nutzen sie nicht.“ Na dann. Welche taktischen Möglichkeiten gibts denn beim Panzereinsatz in Städten? Und welche hat die syrische Armee nicht genutzt?

      Auffällig ist dabei ja immer das die Aussagen, welche für Landwehreinheiten durchaus auch gültig sein können, auf die komplette syrische Armee umgemüntzt wird.

      „Ich will keinem Mitstreiter seine Verehrung für die Syrer madig machen. Man sollte aber, um ein korrektes Bild zu zeichnen, die Motivationen und die Realität zur Kenntnis nehmen“

      Ebenso surreal. Wer hat hier „die Syrer“ verehrt? Bitte um direktes Zitat. Aber ohne jeglichen Beleg Schmarrn wie „Speznaz bildeten 2 Divisionen aus“ zu erzählen hat schon was. Ob Verehrung der russischen Armee besser ist darf man getrost fragen.
      In jedem Fall Thomas Roth bilden ihre Artikel die REALITÄT nur sehr sehr eingeschränkt ab.

      • sw sagt:

        Um, als Beispiel, mal einen Kritikpunkt (Bergung und Instandsetzung) etwas aufzubohren.

        Von diesem Post
        http://analitik.de/2016/03/31/syrien-update/#comment-1952

        Zitat:
        „Aber nur weil sie einfach von allem mehr waren. Als dann ihre Technik verbraucht war (Bergung und Instandsetzung war gleich 0), Technik ist für die Kommandeure ein uninteressantes Mittel zum Zweck, begann die Selbstauflösung.“
        1.) Nun sind mir 3 ANNA-NEWS-Videos bekannt in welchen,auch, die Bergung von Panzern auf dem Gefechtsfeld innerhalb von Städten und direkt während dem Gefecht gefilmt wurden.
        An allen 3 Bergungen waren Bergepanzer beteiligt.
        > 1x wurde ein T 72 die untere Bugpanzerung von einer RPG 7 getroffen und durchschlagen, der Fahrer wurde dabei getötet.
        > Das andere Mal verlor ein BMP, nach dem Absetzen von Infanterie, beim Überfahren eines innerörtlichen Mittelstreifens eine Kette.
        > ein T 72 hatte bei Häuserkämpfen Motor- oder Getriebeschaden.

        Es ist nmA sehr unwahrscheinlich das extra für die Filmcrew von ANNA-NEWS einige Bergepanzer von der syrischen Armee angeschafft wurde. Die syrische Panzerwaffe wurde mit sowjetischer Hilfe und sow. Gerät aufgebaut und zur Bergung im Gefecht wurden auch Bergepanzer beschafft.

        Und das hat folgenden Grund.
        Die Bergung und Instandsetzung von gepanzerten Fahrzeugen wird seit dem 2.Weltkrieg von JEDER Armee praktiziert denn die damaligen Erfahrungen zeigten das ohne Bergung und Instandsetzung die Einheiten in kürzester Zeit ihre Panzer und damit ihre Schlag- und Kampfkraft verloren hätten. Das deutsche Heer (zb.) rechnete damit das bei längeren Kämpfen (ab ca. 5 Tagen) die einsatzbereiten Panzern auf ein Drittel der tatsächlichen Ist-Stärke absank aber auf diesem Level stabil blieb. Also wenn ein deutsches Panzerregiment mit zb. 160 einsatzbereiten Panzern in den Kampf eintrat viel die materielle Einsatzbereitschaft in kürzester Zeit so das nur noch ca 50-60 Panzer einsatzbereit waren. Dieser Wert hielt sich aber über längere Zeit weil andere Panzer beschädigt wurden, gleichzeitig aber ehemals beschädigte Panzer wieder instandgesetzt worden waren.
        Das war auch grundsätzlich bei den anderen Armeen der Fall, allerdings natürlich einem unterschiedlichen Level der Einsatzbereitschaft.
        Das gilt genauso für sowjetische oder russische Panzer auch wenn diese grundsätzlich robuster als westliche Panzer sind, das gilt für Panzer des 2.Weltkriegs und auch heute.
        Selbst wenn es keinen Krieg in Syrien gegeben hätte ohne Instandsetzung hätte die syrische Armee schon lange keinen einzigen Panzer.

        • Analitik sagt:

          Interessantes Detail am Rande: Sowjetische Panzer waren bereits im Zweiten Weltkrieg so konstruiert, dass man sie quasi im freien Feld reparieren konnte. Deutsche Panzer mussten in aller Regel in die Werkstatt.

          So beeinflusst die Geographie eines Landes die Ingenieurskunst. Im dicht besiedelten Deutschland / Westeuropa mit guter Infrastruktur wurden die Panzer so konstruiert, dass man sie bequem in der Werkstatt reparierte. In Russland mit seinen unermesslichen Weiten und lückenhafter Infrastruktur konnte man an den meisten Orten nicht auf eine nahe Werkstatt hoffen, die zur Reparatur von Panzern taugte – die Technik wurde entsprechend so gebaut, dass man sie überall an Ort und Stelle instand setzen konnte.

          Im Verlauf des Zweiten Weltkrieges wurden die Deutschen dadurch vor Probleme gestellt. Keine unlösbaren natürlich, aber ressourcenfressende und effektivitätsmindernde.

          Dieses Prinzip gilt noch bis heute.

          • sw sagt:

            Naja nicht ganz.
            In den deutschen Panzerkompanien waren I-Trupps (Instandsetzungstrupps) integriert welche mit Halbkettenfahrzeugen ausgefallene Panzer anfuhren und mit den Besatzungen reparierten. Erst wenn dies nicht möglich war wurden sie abgeschleppt und in den I-Kompanien der Pz-Abteilungen (=Btl) repariert. Teilweise wurde dabei auch Totalausfälle (also abgeschossene) Panzer repariert, meist wurden diese aber in Instandsetzungswerften oder nach Deutschland zurückgeschickt.

            Die sowjetischen waren generell einfacher und damit robuster gebaut hatten aber eine ähnlich hohe Ausfallrate. Zb. hat ein sow. Panzerkorps (ähnliche Truppgröße wie deutsche Panzerdivision) im Herbst 1942 (also nach der Einkesselung von Stalingrad und dabei nicht beteiligt) bei einem Angriff über 200 km eine mechanische Ausfallquote (also keine Ausfälle durch Kampfeinsätze) von 80% (wenn ich mich recht erinnere – wenn es jemand genau haben will müßte ich nachsehen).

    • ansa sagt:

      Ich stimme Ihrer Analyse voll und ganz zu Hr Roth!
      Ein Blick in die jüngsten Geschichtsbücher , Kriege um Israel genügt, um die Unfähigkeit der “ Araber“ mit einer modernen Armee umzugehen,nachzulesen.

      • sw sagt:

        @ansa

        Ja, sehr deutlich eine sehr westliche und oberflächliche Sichtweise auf die arabischen Armeen.

      • Demeter sagt:

        ansa und Thomas Roth

        Die israelische Armee hätte einen Überfall dieses Ausmasses, den Syrien abwehren musste, keine 3 Monate überlebt.

        Immerhin steht die syrische Armee, immerhin gibt es Syrien noch! Wem ist das wohl zu verdanken?

    • alexander sagt:

      Zitat:
      Sie hielten lange stand. Aber nur weil sie einfach von allem mehr waren. Als dann ihre Technik verbraucht war (Bergung und Instandsetzung war gleich 0), Technik ist für die Kommandeure ein uninteressantes Mittel zum Zweck, begann die Selbstauflösung.
      Ja so einfach kann man es sich machen, wenn man vom Sessel aus ohne jede militärische Erfahrung über Truppen urteilt.
      „Technik ist für die Kommandeure ein uninteressantes Mittel ???
      Ich glaube sie verwechseln die syrische Truppe mit Indianern! Ja, nee is schon klar denen reichte auch ein Holzknüppel! Im Ergebnis halten sie syrischen Truppen für strunzdumm! Das ihnen dabei das wichtigste dazu überhaupt nicht einfällt, ist bemerkenswert. Es war ein zig Frontenkrieg !

      • Thomas Roth sagt:

        @Alexander So ein toller Name und dann so ein Beitrag. In meinen Kommentaren/Hinweisen finden Sie Links zu 4 Artikeln. Ich empfehle Ihnen, diese zu lesen. Dann sind Ihre Probleme ausgeräumt. Sie bewegen sich sonst auf Grundschulniveau.

        • Aleks sagt:


          Не дорог подарок, дорога любовь.

        • alexander sagt:

          @Thomas Roth
          Man kann ja sehr gut daherreden,wenn alles Minenfrei und Kugelsicher ist. Aber in der Realität des Krieges sieht das ein klein wenig anders aus und dazu reicht schon das Grundschulniveau, um dies zu kapieren !

  11. kein Plan sagt:

    Es ist nicht schön den Syrischen Streitkräften,ich meine damit die kämpfenden Soldaten,Unteroffiziere und Offiziere durch den Kakao zu ziehen.
    Du kannst gerne die Generalität kritisieren und hättest damit mehr als recht,die Truppen haben für deren Fehler und Zwist geblutet!

    Aber jetzt mal weg von Syrien,die schaffen das mit der Hilfe Russlands schon!

    Hier wird wohl ein neuer Kriegsschauplatz gegen Russland eröffnet!
    Armenien und Aserbaidschan!
    Die US Neocons halten Aserbaidschan für genauso wichtig für Russland wie die Ukraine!
    Der Massen an ÖL- und Gasleitungen wegen,wird das auch stimmen.
    Wer mag da wohl zündeln?

    • Analitik sagt:

      Das ist kein neuer Kriegsschauplatz.

      Die USA beackern die Region seit dem Zerfall der Sowjetunion äußerst aktiv. Erdogan mischt ordentlich mit und hat zu den gestrigen Vorfällen auch schon seinen Senf abgegeben: böse Armenier, gute Aserbaidschaner.

      http://analitik.de/2015/06/25/elektromaidan-armenien-20598430/

      • Hans aus Olb sagt:

        Erdogans Senf blieb aber von Seiten RF unkritisiert.
        Seltene Einigkeit auch zw. RF und USA scheinbar.

        man scheint in Moskau ziemlich sauer.

        Ansonsten hoffe ich mal, dass Schoigu den kampfhähnen ordentlich was klargemacht hat.

    • Beat Mario Kurt sagt:

      Hier ist noch ein weiterer aktueller Link zum bestehenden Konflikt.

      http://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Neue-Kaempfe-in-der-Ost-Ukraine/Joe-Biden-startet-Armenienkrieg/posting-28431128/show/

      Der Kommentator ist immer sehr detailliert und auch lesenswert (Für mich mittlereile einer der aufklärendsten dort).

      Oft sind seine Artikel rot (= negativ bewertet) und das sicher nicht weil er soviel Unsinn erzählt. Eher ganz im Gegenteil. Aber gerade bei propagandistisch sensiblen Themen sind die Trolle stark am Umfärben interessiert (siehe oben). Das fällt natürlich auf. Sonst hält er sich eher im grünen Bereich…

      • Analitik sagt:

        Der aktuelle Konflikt in Karabach ist faul von vorne bis hinten. Militärisch war da nichts besonderes, obwohl die Medien mit großem Geheule das Gegenteil behaupten. Armenien nutzt den Medienrummel, um Militärbündnisse mit Karabach und Russland(!) voranzutreiben. Das macht man nicht als spontane Reaktion. Der Zeitpunkt der armenischen Provokation (danach sieht es aus, yurasumy begründet das gut) ist geschickt gewählt, war doch Aliew gerade erst in Washington. Da versucht Armenien eigene Interessen zu verfolgen unter Missachtung von Russlands geopolitischen Interessen. Das gibt Schelte.

        • kein Plan sagt:

          @Analitik

          Vielleicht wollten die Armenier Russland zwingen Farbe zu bekennen!Diese liefern ja nun Waffen an beide Seiten,wobei die Aserbaidschanische Lukrativer ist und mehr aufgerüstet wird.

          Der Aserbaidschanische Rüstungshaushalt ist höher wie das BIP Armeniens.
          Auch von daher ist die armenische Handlung verständlich.Früher oder später hätten sich die Aserbaidschaner Karabach Scheibchenweise geholt.Dieser Aliew war ja nicht umsonst bei den Neocons zu Besuch.
          Armenien wird Karabach nicht im Stich lassen und ist trickreich bemüht Russland mit ins Boot zu holen,ob die wollen oder nicht.

    • Thomas Roth sagt:

      Kollege, so spricht ein echter Soldat. Offiziere und Generale sind alle Schrott, über die kann man herziehen. aber die Soldaten, die sind alle super. Sie haben wirklich keinen Plan aber Vorurteile bis zum Abwinken.

  12. Thomas Roth sagt:

    Analitik, ich bin nicht mal überrascht. Sie verhalten sich Vorhersehbar. Warum lassen Sie dem „SW“ durchgehen, dass er mich ständig unqualifiziert anpöbelt? Hat er die Substanz dafür? Und warum darf ich das nicht beantworten? Ihr Verhalten ist ausgesprochen schwach, sehr bedauerlich.

    • Analitik sagt:

      Ich verhalte mich wie angekündigt. Mehr habe ich dazu öffentlich nicht zu sagen.

      • Thomas Roth sagt:

        Öffentlich? Was haben Sie denn zu sagen, was der Öffentlichkeit nicht stand hält? Dem einen gestatten Sie zu pöbeln, dem Anderen verwehren Sie eine Antwort. Was hat das denn mit Öffentlichkeit zu tun? Das ist doch höchstens mangelnde Souveränität. Das ist schwach wie der Pfiff einer Zieselmaus, mein Armer … Bleiben Sie ruhig weiter auf dem Niveau. Das passt schon.

    • sw sagt:

      @Thomas Roth

      Schon witzig wenn man sachliche und argumentative Kritik als anpöbeln bezeichnet. Ist ein schlechtes Zeichen für ihre Analyse wenn sie damit nicht umgehen können.

  13. Tja (ät) sw, der die „CIA-Postille ‚WP'“ in seinem Sinne zitiert, dem ist nun wahrlich nicht mehr zu helfen! Noch Fragen?

  14. Roland K. sagt:

    Thomas Roth, wenn ich das alles lese, dann kann von „pöbeln“ gar keine Rede sein, von „kritisieren“ aber durchaus. Ist letzteres nicht Sinn und Zweck eines Forums? Lese Ihre Beiträge mit grossem Interesse, allerdings sind selbige sicher nicht sakrosankt. Der sw stellt Fragen und zweifelt Aussagen an,mehr nicht.Da war ihre Wortwahl etwas überzogen.

    • Thomas Roth sagt:

      @Roland K. Grüsse. Sakrosankt mußte ich nachschauen. Sie meinen sowas wie unverletzlich weil geheiligt? In gewisser Weise schon. Ich bin den ganzen Tag in der russischen Welt unterwegs, fasse zusammen, übersetze oder formuliere neue Texte … aber immer auf der Basis russischer Autoren. Und die können sich nicht wehren. Natürlich soll jeder sich selbst eine Meinung bilden. Ich halte es aber für falsch, den deutschen Sammler/Übersetzer für den Inhalt haftbar zu machen. Letzten Endes hat der Originalautor eine Meinung, ich auch, der Leser auch. Und wenn es doch nun um Inhalte ginge ..Ich wäre mit Leidenschaft dabei, weil ich gern diskutiere.
      Zu „SW“. den kenne ich schon lange. Aus einem anderen Blog, über den hier nicht gesprochen werden darf. Wenn der dort die Frage nach Quellen gestellt hätte, wäre ihm geantwortet worden: „Ich mache Ihnen doch nicht die Arbeit im Internet. Außerdem bin ich nicht Du für Sie.“ Nun ja. Hier ist das anders. Hier empfiehlt man dem Bloger einen Artikel aus der Washington Post, über die Arbeit … , kein Mensch hat den Text gelesen aber die härtesten Typen der Welt machen erstmal die Quelle madig. Wenn in der Zeitung stehen würde, „SW“ Sie haben geerbt, ob er sie dann lesen würde?
      Ich schreibe jetzt seit einigen Monaten für ein österreichisches Online-Magazin. „Wir haben mitgekriegt, Sie können russisch, können Sie sich nicht vorstellen, unseren Blick nach Osten zu erweitern?“ Und ich konnte. Was meinen Sie, ob die mir so begegnen wie Schlüsselweite?
      p.s. Ich hatte schon immer vor, meine Sprachkenntnisse in die Geschehnisse einzubringen. Aktuell ist das Nagorny-Karabach. Die größte Idiotie der postsowjetischen Epoche. Brüder schießen aufeinander. Zu dem Thema habe ich in den letzten Tagen bestimmt 40-50 Texte gelesen. Viele Wiederholungen aber auch sehr interessante Sachen. Z.B. schreibt die Konzertmeisterin der Astanaer Symphoniker hin und wieder tolle Texte. Julia Braschnikowa. Ich bin ihr Fan. Mehr werde ich zu dem Thema vorerst nicht machen. Erscheint morgen. Und warum soll ich mich jetzt (ohne den Gedanken an Sakrosanz) dem Gepöbel von „SW“ stellen, ruhig bleiben und das als konstruktive Kritik nehmen? Nee, so schön ist der nicht.
      Lassen Sie mich Ihnen alles Gute wünschen. Und wenn es um Wortwahl geht sind wir beim Übersetzen. In Zusammenhang mit Kritik ist das ein Arbeitsmittel der Alt-68-iger, die sich so vor Kritik schützen. MfG Thomas Roth

  15. sw sagt:

    @Thomas Roth

    Anderen den Zugang zu russischen Artikeln ermöglichen finde ich sehr gut und wichtig.

    Es mag zwar sein das diese russischen Artikel der Untergrund ihrer Artikel sind, aber es sind IHRE Artikel denn es gibt weder Verweise noch zitieren sie direkt die benutzten Autoren. Damit läuft auch ihr Vorwurf das diese sich nicht wehren könnten und das sie als deutscher Sammler / Übersetzer für den Inhalt nicht haftbar seein ins Leere, denn ich kritisiere ja nicht die russischen Autoren sondern ihre. Es ist einfach nicht klar wann sie wenn zitieren, was ihre eigene Meinung ist, woher sie die Angaben haben.

    Sie haben erwähnt das wir uns ja vom Saker kennen. Sie meinten das mir dort geantwortet worden wäre:
    „Ich mache Ihnen doch nicht die Arbeit im Internet. “ Tatsächlich da haben sie völlig recht, Russophilus behauptete dort letztes Jahr das russische Schiffseinheiten US-Cruise-Missile während ihrem Angriffsflug auf Syrien zerstört hätten. Auf meine Nachfrage ob er das nicht verlinken könnte kam eben eine Ansage wie oben. Nach meiner Ansicht werten solche Ansagen die Analysen massiv ab denn durch die Weigerung seine Aussagen zu belegen verliert die Glaubwürdigkeit. Hauptsächlich aus diesem Grund lese ich beim Saker nur die Übersetzungen von Dagmar Hehn und kaum noch im Forum.

    Aber letztlich wissen sie ja anscheinend sehr genau warum ich was schreibe denn genau diese hellseherische Einsicht in haben sie ja mit “ Und warum soll ich mich jetzt dem Gepöbel von „SW“ stellen, ruhig bleiben und das als konstruktive Kritik nehmen? Nee, so schön ist der nicht.“ deutlich kundgetan.

    Das Dinge in andere Texte / Aussagen hineininterpretieren ist im übrigen auch kein Merkmal für qualitatives Vorgehen.

    • kein Plan sagt:

      Ich schließe mich SW an und bin auch dafür das man ,wenn man sich auf fremde Beiträge bezieht, diese verlinkt.
      Es ist auch egal ob die auf russisch sind,wir kommen da schon durch!

      Wenn ich solchen Blödsinn lese wie den Abschuss amerikanischer Marschflugkörper durch russische Streitkräfte in Syrien und die antwort eines Moderators auf die Frage wann und wo das gewesen sei lese,wird mir übel.
      Und die WP als Quelle nervt mich auch,aber richtig!

      • Thomas Roth sagt:

        O.K., extra für Euch.
        Der Krieg in Syrien führt auch vor, als welche schlechten „Experten“ sich die s.g. Patrioten in RF erwiesen haben. Noch vor kurzem zogen sie schreiend durch das Land und beklagten, dass Syrien aufgegeben worden wäre und das man Assad den Staaten zum Geschenk gemacht hätte. Ihre Prognosen erfüllten sich mit der Genauigkeit des genauen Gegenteils: Die Neuausrüstung und die innerhalb eines halben Jahres ausgebildeten Regierungstruppen bei der Unterstützung durch die russischen Militärexperten, beim Einsatz der Spez.-Aufklärer und der regionalen Verbündeten wurde der Angriff auf Palmyra erfolgreich beendet. Einer der Stützpunkte von Daesh wurde genommen.
        https://www.youtube.com/watch?v=hgKqHavbl2k
        Über die Struktur der inneren Opposition haben wir noch nicht gesprochen. Die „Patrioten“ sind ein übler Teil davon.

    • Kaspar sagt:

      schön geschrieben, dem stimme ich zu. Ich verstehe Ihre Einwände auch als konstruktive Kritik und nicht als Pöpelei.
      Für mich sind solche Kritiken wichtig da ich kaum Ahnung vom Militär habe und alle Aussagen als gegeben nehme. Das regt sehr zum Nachdenken und Nachforschen an. Danke dafür!

      • Thomas Roth sagt:

        @kaspar
        Stellen Sie sich vor, sie wären ein pensionierter Berufsoffizier mit militärakademischer Ausbildung. Und dann kommt ein Nichtfachmann daher und pöbelt. Mit sachlichen Tönen komme sogar ich zurecht. Aber nicht mit Pöbelei von Klugscheißern. Grüsse …

        • Analitik sagt:

          Haben Sie eine militärakademische Ausbildung?

          • Thomas Roth sagt:

            Ja, an der Akademie der Panzertruppen imeni Malinowskowo. In der ul. Baumana. Sie auch?

            • Analitik sagt:

              Wie lange haben Sie dort studiert?

              • Thomas Roth sagt:

                1:1 ist eine bewährte Methode des Informationsaustauschs.

              • Analitik sagt:

                Sie arbeiten hier implizit mit der in Deutschland sehr beliebten Annahme, dass formale Abschlüsse darüber entscheiden sollten, wer Recht hat und wer nicht. Ich dagegen halte formale Abschlüsse für völlig irrelevant in einer Diskussion.

                Sie zum Beispiel haben ein Militärstudium, wehren Kritik an Ihren Artikeln aber damit ab, dass Sie nur Inhalte aus russischen Quellen übernehmen – also keine eigenen Rückschlüsse und Analysen einfließen lassen, sondern nur übersetzen und zusammentragen. Warum eigentlich, wenn Sie sogar ein Militärstudium haben? Sie geben die Quellen nicht an. Waren das alles studierte Militärs, von denen Sie abgeschrieben haben? Oder sind Nicht-Studierte auch in Ordnung, wenn sie Ihre Meinung vertreten? Am Ende der Diskussion waren Sie bei dem Argument angelangt, dass die Erfolge der syrischen Armee einigen Helden zuzuschreiben sind, während der Großteil der Soldaten absolut untauglich ist. Das ist ein schlechtes Argument, so funktioniert eine Armee nicht. Wenn Sie darauf bestehen, dass es doch so ist, zitieren Sie Fachliteratur, aus der hervorgeht, dass eine hundsmiserable Armee jahrelang auf den Schultern einiger weniger Helden in einem Mehrfrontenkrieg durchhalten kann. Als studierter Militär wissen Sie, wie man solche Belege findet.

                Auf der anderen Seite haben wir einen yurasumy, der exzellente Analysen (samt in der Regel zutreffender Prognosen) von allen aktuellen militärischen Konflikten liefert, obwohl er weder eine Militärakademie besucht hat noch in der Armee gedient hat, und nicht mal den Wehrdienst ableistete.

                Ihrer Logik nach darf er das überhaupt nicht können. Kann er aber. Und Sie schreiben fleißig von ihm ab. Ich übrigens auch, weil er so gut ist.

                Hier hat Sie keiner angepöbelt. Von einem pensionierten Berufsoffizier würde ich mehr Fassung erwarten, mehr Disziplin. Argumentieren Sie mehr und jammern Sie weniger. Werfen Sie ihre Fachkenntnis in die Waagschale – um zu argumentieren. Und bleiben Sie höflich. Ihre Ausfälle, die ich immer wieder blocken muss, sind eines Soldaten unwürdig. Argumentieren Sie nie mit Ihren Abschlüssen oder den Abschlüssen Ihrer Mitdiskutanten. Argumentieren Sie nur mit Argumenten.

                Ich habe übrigens keine Militärakademie besucht.

  16. kein Plan sagt:

    Beim Thema Nagorny-Karabach frage ich mich von wem Aserbaidschan Rückendeckung hat.
    Das können nur NATO/USA .
    Armenien ist Mitglied im CSTO und ich Frage mich ab wann Russland reagiert.Noch denke ich das Russland abwartet wie Armenien den Konflikt bewertet.Die sprechen noch nicht von Krieg,sondern von einer Erpressung und Asebaidschan weiß genau das ein echter Krieg eine russische antwort zur folge hätte.
    Im übrigen schleusen die Türken seit 2012 armenisch stämmige Syrier unkontrolliert nach Armenien ein.Dort dürften Schläferzellen ohne Ende existieren.
    Reagiert Russland nicht,dürfte das als Signal für einen Regimwechsel in Armenien gewertet werden.
    Militärisch kann Armenien ohne Hilfe Russlands gegen Aserbaidschan nicht bestehen.
    Dort braut sich richtig was zusammen und das wieder mit Hilfe der US Neocons und der NATO Hardliner.
    Russland sollte wirklich so langsam Brüssel verglasen,eher geben die keine Ruhe.
    Was Bitte schön,kann man den Imperialen Anspruch dieser Arschlöcher noch entgegenstellen?

  17. kein Plan sagt:

    Armenien will Karabach als eigenständigen Staat anerkennen falls Aserbaidschan das ganze dort Eskaliert!
    Kaum ausgesprochen rief die Aserbaidschanische Regierung die Mobilmachung aus und kündigt an Stepanakert anzugreifen,da Armenien fortgesetzt das Grenzgebiet angreifen würde!

    http://tass.ru/en/world/867156

    Sargsyan kündigte an, Karabach im Falle einer Zunahme der Angriffe als unabhängigen Staat anzuerkennen und es auf der Ebene eines zwischenstaatlichen Beistandsvertrages zu verteidigen. Weil dies dann nach armenischem Recht staatsrechtlich bindend wäre, wäre auch die russische Beteiligung am Krieg gemäß dem russisch-armenischen Beistandspakt bindend, es sei denn, Russland kündige ihn, wozu es nach einer Karabach – Anerkennung vertraglich berechtigt wäre. Dann stünde allerdings auch die russische Basis zur Disposition und in einem schwer antizipierbaren Umfang alle russischen Verträge im Rahmen der GUS, der CSTO und der EEU. Schwer vorstellbar, daß der Kreml diesen Schaden hinnähme.

    Liefe das so, bekäme Azerbaidschan den Hebel in der Hand, noch in diesem Jahr ein, zwei vernichtende russische Angriffe auf seine Armee auf sich zu ziehen, ohne die eine militärische Verteidigung Karabachs nicht zu haben wäre. Die US-NATO-Generäle hätten ihr Ziel erreicht.

  18. kein Plan sagt:

    Armenien will Karabach als eigenständigen Staat anerkennen falls Aserbaidschan das ganze dort Eskaliert!
    Kaum ausgesprochen rief die Aserbaidschanische Regierung die Mobilmachung aus und kündigt an Stepanakert anzugreifen,da Armenien fortgesetzt das Grenzgebiet angreifen würde!

    http://tass.ru/en/world/867156

    Sargsyan kündigte an, Karabach im Falle einer Zunahme der Angriffe als unabhängigen Staat anzuerkennen und es auf der Ebene eines zwischenstaatlichen Beistandsvertrages zu verteidigen. Weil dies dann nach armenischem Recht staatsrechtlich bindend wäre, wäre auch die russische Beteiligung am Krieg gemäß dem russisch-armenischen Beistandspakt bindend, es sei denn, Russland kündige ihn, wozu es nach einer Karabach – Anerkennung vertraglich berechtigt wäre. Dann stünde allerdings auch die russische Basis zur Disposition und in einem schwer antizipierbaren Umfang alle russischen Verträge im Rahmen der GUS, der CSTO und der EEU. Schwer vorstellbar, daß der Kreml diesen Schaden hinnähme.

    Liefe das so, bekäme Azerbaidschan den Hebel in der Hand, noch in diesem Jahr ein, zwei vernichtende russische Angriffe auf seine Armee auf sich zu ziehen, ohne die eine militärische Verteidigung Karabachs nicht zu haben wäre. Die US-NATO-Generäle hätten ihr Ziel erreicht.

    Beste Erklärung zum Konflikt:
    http://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Eskalation-um-Nagorny-Karabach/Washinton-Post-zum-Armenienkrieg/posting-28435558/show/

    Bitte die 7 Antworten mitlesen!

    Das ist harter Tobak

  19. Frohe Kunde ANALITIK, Sie sind auf meinem eher wissenschaftlich orientierten Provider wieder Nummer eins, also werte Mitstreiter: Zieht dem T.R. ne‘ Vorhaut rüber! Noch Fragen?

    • Thomas Roth sagt:

      @Davideit, kamen gerade Erinnerungen ans Duschen hoch? Noch Fragen?

    • GHW sagt:

      @RudolfRobertD.

      Ihr Humor hat was!

      Nucht verstanden habe ich Ihren erdten Satz.
      Was heisst Ihr w.o. Provider?
      Ein Webservice? Eine Favoritenliste?

      Ihr kosmisch-logisches Paradigmen Piktogramm kann doch nicht damit gemeint sein?

      • Tja (ät) GHW, da versuchte doch mal ein „Schapiro“ (Nomen is Omen) auf dem dezidierten Kolloquium 2013 der LEIBNITZ-SOZIETÄT sich mit meinem Terminus „Theorie der Paradigmen“ formal korrekt, aber vom LS als ‚inhaltsleer‘ bemängelt, a ‚la T.R. etc., zu schmücken! Noch Fragen?
        Nach Kenntnisnahme intervenierte ich bzgl. MUSTERSCHUTZVERLETZUNG bei den mich vs. „Theorie der Paradigmen“ kennenden präsidialen LSMer und siehe da, obig durchaus korrekte verbale Interpretation meiner TdP endschwant selbst bei YANDEX und ich vs. Theorie der Paradigmen gleich mit, auf das sich etwas, so a ‚la T.M., meint, mit Hokuspokus mich & meine Theorie der Paradigmen diskreditieren zu können – mein Anwalt P.-M. D. würde a ‚la seiner mir geschenkten Biographie meinen: Mit Abmahnungen habe ich mal sehr viel Geld verdient! Noch Fragen?

  20. Matthias sagt:

    Thomas Roth,
    sw hat (meiner Ansicht nach berechtigte) inhaltliche Kritikpunkte Ihrer Analysen aufgeführt. Unabhängig von der sachlichen Richtigkeit sollte es Ihnen möglich sein, darauf auf einer sachlichen Ebene zu antworten. Denn vielleicht lassen sich die Einwände ja durch zusätzliche Argumente entkräften? Oder es gibt Ihnen die Möglichkeit, Details weiter auszuarbeiten, so dass sie auch für andere nachvollziehbar sind.
    Auf inhaltliche Schwächen von Analysen hinzuweisen jedenfalls muss in so einem Forum erlaubt sein. Das stellt für mich kein „pöblen“ dar, den „pöbeln“ bedeutet für mich einen Angriff auf der persönlichen Ebene. Den kann ich aber nicht erkennen. Falls Sie das anders sehen, bitte ich darum, darzulegen, welche Formulierung von sw Sie als persönlichen Angriff sehen.

  21. Tja ANALITIK, ich denke, daß Ihre Replik auf T.R. vom 05. April 2016 um 11.16 Uhr Ihren Spitzenplatz auf meinem Provider sichert! Noch Fragen?