Wen verkaufen unsere Medien für blöd – Sie oder den FSB?

Die Briten haben in einer Untersuchung festgestellt, dass der russische Agent Litwinenko 2006 vom FSB mit Billigung Putins umgebracht wurde. „Wahrscheinlich“. Es ist ganz wichtig, dass Putin höchstpersönlich reingezogen wird. Mehr als eine („wahrscheinliche“) Billigung konnte die Untersuchung auch nach neun Jahren nicht finden. Ziemlich billig, aber egal. Ein Vorwurf ist ein Vorwurf und mehr braucht es nicht in einer Demokratie, wenn es gegen jemanden geht, der seine Interessen nicht freiwillig aufgibt.

Ein geiles Thema, an dem man sich in vielen Artikeln russophob abarbeiten kann. SPON liefert zur Meldung gleich eine Erklärung, wie heimtükisch die Tatwaffe Polonium-210 ist. Danke dafür. Mehr braucht es nämlich nicht, um die brennende Frage zu stellen: Wen verkaufen unsere Medien für blöd – den russischen Geheimdienst FSB oder Sie, den Leser?

Einer der beiden MUSS blöd sein. Sie werden gleich merken, warum.

Polonium-210, so lehrt es uns SPON, sei nur gefährlich, wenn es in den Körper gelangt. Dort schädigt es mit seiner Strahlung die DNA und es kommt innerhalb von ein paar Tagen oder ein paar Wochen zum Tod – in Abhängigkeit von der verabreichten Dosis.

Spielen wir das Spiel der Fünfjährigen. Mit etwa fünf Jahren lernen Kinder, sich in andere hinein zu versetzen. Versetzen wir uns also hinein in die FSB-Leute, die beschlossen haben, den Überläufer Litwinenko zu beseitigen. Dazu gibt es guten Grund. Litwinenko ist nach Großbritanien geflüchtet und schwärzt von dort in der großen Öffentlichkeit die russische Regierung, den FSB und Präsident Putin an. Töten wir ihn. Wie? Vielleicht indem wir ihm eine Kugel verpassen? Ne, zu einfach. Dann ist er sofort tot und sagt nichts mehr. Vergiften wir ihn lieber. Aber nicht mit einem der hundert schnell tötenden Gifte, die da drüben in unserem Schrank liegen (wir sind bei einem der furchbarsten Geheimdienste dieser Welt, wir haben solche Schränke). Dann ist er auch sofort tot und sagt nichts mehr.

Nein, nehmen wir etwas exotisches. Etwas strahlendes! Etwas mit Atomen ist immer gut, das löst gleich Panik aus, wenn nur einmal darüber berichtet wird. Und genau das wollen wir schließlich, wenn wir still und heimlich eine Person beseitigen wollen, nicht wahr? Gut. Und jetzt wählen wir die Dosis so, dass Litwinenko nicht sofort und nicht nach drei Tagen stirbt. Das wäre ja langweilig. Wir wählen eine niedrige Dosis, damit er sich wochenlang quält. Damit er wochenlang von britischen TV-Kameras belagert wird und noch höchstpersönlich uns beschuldigt, ihn vergiftet zu haben. Das ist ein guter Plan.

Haben Sie ehrlich mitgespielt und sich ehrlich in den FSB hineinversetzt? Wie hat es sich angefühlt?

Unsere Medien wollen uns gerade glauben lassen, dass der FSB, tatsächlich einer der besseren Geheimdienste dieser Welt, sich für Polonium-210 in einer niedrigen Dosis entschieden hat, um einen medial präsenten Überläufer in Großbritanien zu beseitigen. Selbstverständlich wohlwissend, dass Polonium-210 selbst in hohen Dosen nicht sofort tötet. Und in einer Lage, wo der Überläufer ohnehin schon von den britischen Medien hofiert wird. Unsere Medien wollen Sie glauben lassen, dass der FSB in so einer Situation zu einem exotischen, langsam tötenden Gift greift. Unsere Medien wollen Sie glauben lassen, dass der FSB total blöd ist.

Oder glauben unsere Medien, dass Sie als Leser total blöd sind? Glauben die Medien, dass die Zombifizierung so weit fortgeschritten ist, dass die Menschen nicht einmal mehr die mentale Leistung eines fünfjährigen Kindes vollbringen?

Spielen wir unser Spiel weiter. Versetzen wir uns jetzt in den britischen Geheimdienst. Wir sollen für schlechte Publicity von Putin sorgen. Gut, das ist ein Dauerauftrag, aber jetzt soll ein kleines Feuerwerk her, das herausragt aus dem täglichen Einerlei der russlandfeindlichen Berichterstattung. Hängen wir Putin einen Mord an. Wir haben viele Agenten, die sich öffentlich an Putin abarbeiten. Töten wir einen von ihnen und behaupten, dass Putin es war. Und bauen daraus eine mediale Anti-Putin-Kampagne. Da, der Litwinenko ist gut. Er ist als Agent schon verbrannt. Alles, was er zu erzählen hatte, hat er uns schon erzählt. Nach Russland kann er nicht mehr zurück, um neue Informationen zu beschaffen. Sein Buch mit Anschuldigungen hat er schon geschrieben (und wir werden bei unserer Kampagne groß Werbung dafür machen). Er wird uns einen letzten Dienst erweisen. Er ist voll unter unserer Kontrolle, mitten in London. Töten wir ihn. Wie? Vielleicht indem wir ihm eine Kugel verpassen? Ne, zu einfach. Dann ist er sofort tot und sagt nichts mehr. Vergiften wir ihn lieber. Aber nicht mit einem der hundert schnell tötenden Gifte, die da drüben in unserem Schrank liegen (wir sind bei einem der furchbarsten Geheimdienste dieser Welt, wir haben solche Schränke). Dann ist er auch sofort tot und sagt nichts mehr.

Nein, nehmen wir etwas exotisches. Etwas strahlendes! Etwas mit Atomen ist immer gut, das löst gleich Panik aus, wenn nur einmal darüber berichtet wird. Und genau das wollen wir schließlich, wenn wir still und heimlich medienwirksam eine Person beseitigen wollen, nicht wahr? Gut. Und jetzt wählen wir die Dosis so, dass Litwinenko nicht sofort und nicht nach drei Tagen stirbt. Das wäre ja langweilig. Wir wählen eine niedrige Dosis, damit er sich wochenlang quält. Damit er wochenlang von unseren TV-Kameras belagert wird und noch höchstpersönlich Putin beschuldigt, ihn vergiftet zu haben. Das ist ein guter Plan.

Manchmal braucht es nicht mehr als die Kompetenz eines Fünfjährigen, um Blödsinn als Blödsinn zu entlarven.

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29 Kommentare zu “Wen verkaufen unsere Medien für blöd – Sie oder den FSB?
  1. Thomas Roth sagt:

    Und dann gibt es auf der Welt Leute, bei denen lehnen es sogar
    5 jährige ab, sich in sie hineinzuversetzen. Dazu gehört zum Beispiel Josh Earnest, seines Zeichens der Sprecher der US-Regierung. Der sagt: „Im Streit um den Ex-FSB-Agenten Alexander Litwinenko in London schließen die USA Strafmaßnahmen gegen Russland nicht aus.“ Das ist mir alles fremd. Das Folgende nicht. Das klingt gut. Der Saker:

    Russophilus persönlich:

    ===== INFO =====

    Vor etlichen Tagen wurde ein 13-jähriges russlanddeutsches Mädchen über einen Tag lang vergewaltigt von “flüchtlingen”.

    Nun – und ich danke ausdrücklich dafür! – haben die Rusaki uns deutsche sehr peinlich daran erinnert, was für erbärmliche, kleine Schäfchen wir doch geworden sind.

    Dieser Tage fuhren über 100 zivile Fahrzeuge zu einer Jugendherberge, die wie auch Sporthallen und anderes mittlerweile natürlich nicht mehr für uns ist, sondern für die “flüchtlinge”. In den Fahrzeugen saßen jeweils 3 oder 4 Russlanddeutsche. Diese durchkämmten dann die “flüchtlings”-Kloake Stockwerk für Stockwerk und hinterließen übel zugerichtete “flüchtlinge” mit wichtigen neuen Erkenntnissen (und einigen gebrochenen Knochen). Einige der “flüchtlinge” hatten auch, was wir deutsche nicht haben dürfen, Schusswaffen (hört, hört!); diese besonders gewaltbereiten “flüchtlinge” schlugen die Rusaki halb tot.

    So macht man das! Wir haben unseren im russischen Raum geborenen Freunden und Mitbürgern herzlich für die wichtige Erinnerung zu danken. Kopie Ende.

    • Matthias sagt:

      Hallo Thomas Roth,

      ich verstehe nicht, was Sie mit dem Abschnitt ab „Russophilus persönlich“ sagen wollen. Hat das einen Zusammenhang zum Thema des Blog-Artikels von Analitik, der mir verborgen geblieben ist?

      • Thomas Roth sagt:

        @Matthias Hallo, ich habe gehofft, der Zusammenhang wäre deutlich geworden. Überall wird man für dumm verkauft. Mit der Kleinen bei uns in Hellersdorf ist es doch genauso. Dazu erzählen sie einem auch nichts. Und dann fand ich gestern den Text http://cont.ws/post/184462 und fand damit die Meldung von Raimund bestätigt. Und das mich sowas freut ….
        Was war gleich Ihre Frage?

    • ansa sagt:

      wäre es meine Tochter,würde ich es genauso machen.
      Wäre es die Tochter eines Freundes oder Nachbarn,säße ich mit im Auto.

  2. Petöfi Alexander sagt:

    Die Engländer, Pudel der Yankees, sind sich für nichts zu blöde. Dieses Schmierentheater von diesen Kriegstreibern ist nur noch peinlich. Originalzitat: „Putin hat das ganze wahrscheinlich gebilligt, aber Beweise gibt es nicht.“ Klar, der Sir Unteruschungsrichter ist ein Kinderficker, aber Beweise gibt es nicht. Das ist das Niveau unserer Medien.

  3. Hannes sagt:

    Hallo Herr Roth,
    Das von Ihnen Kopierte ist mehr als hinterfragbar, in vieler Hinsicht! Und es macht für mich keinen Sinn -hier- darüber nachzudenken. Dafür gibt es den direkten und ehrlichen Weg: Den Blog, wo es veröffentlicht wurde. Man spürt Sie ärgern sich oder etwas ähnliches, aber es ist mir unangenehm das hier lesen zu müssen, diplomatisch ausgedrückt.
    Das mögen andere anders sehen.

    • Thomas Roth sagt:

      @Hannes Sag doch mal ehrlich, Junge. ist das nicht schön, dass im Netz Jeder vor sich hin quatschen kann, grad so wie er lustig ist?

      • Hannes sagt:

        @Thomas altes Haus, .. wenn man das Gemüse vor dem Kochen wäscht – ist es dann überhaupt noch bio?

        • Thomas Roth sagt:

          q.e.d., aber trotzdem Alles Gute …

          • Hannes sagt:

            Wünsch ich Ihnen auch Herr Roth. Das ist -nicht- zynisch gemeint!

            Ich freue mich wirklich für Sie, dass mit ihrem Posting Ihre Position Russophilus gegenüber vom 4. Januar – ich zitiere: „… Ein anonymer Feigling, der nichts kann, sich verstecken muß und es als Schwanzverlängerung benutzt, die Löschtaste zu bedienen. Der hat es – obwohl er sich als Russenfreund bezeichnet, der Altwessi – bis heute nicht geschafft, russisch zu lernen. Widerliche Figur. Grüsse .. aber bitte nicht von mir.“ – mittlerweile auf einer Verstehensebene gar nicht so weit auseinander ist. Beim Reden kommen die Menschen zusammen – sagt man bei uns.

            Infolge dieser Erinnerung und ihrer uneindeutigen Wortwahl habe ich mich wirklich (Was soll das jetzt hier?)in Sinn und Form ihres ersten oberen Postings täuschen lassen („klingt“) und auf Ihr provokantes Gegenposting (-Jeder- etc.) ebenso etwas „wild“ hineinkopiert: http://www.krone.at/Gesund-Fit/Gesund_und_leistungsstark_durch_Selbstgekochtes-Clean_Eating-Story-491101 (siehe chcm)

            Um mich besser in Sie hineinversetzen zu können, habe ich dann auch noch auf den Tipp hin Herrn Roth gegoogelt, eine recht zwiespältige Gestalt. „Soetwas passiert also langfristig, wenn sich Kommentatoren in bestimmter Weise anderen gegenüber ausdrücken“, habe ich dann zum Schluss laut und einfältig gedacht und mich wieder den Themen zugewendet. Ich muß hier ja nichts beweisen.

            • Thomas Roth sagt:

              @Hannes, mein österreichischer Kommentatoren – Kollege. Es ist für mich immer wieder ganz erstaunlich, wie oft sich Menschen mit Dingen beschäftigen, die sie gar nicht verstehen können.
              Was wollen Sie eigentlich von mir? Warum eröffnen Sie zwischen uns eine derart persönliche Ebene? Sie wissen von mir rein gar nichts. Versuchen aber gleichzeitig den Eindruck zu erwecken, Sie wüßten über mich Dinge, die aus Ihrer Sicht belastend sind. Sie haben Herrn Roth gegoogelt. Warum? Mit meinem Namen finden Sie einen Moderator des Fernsehens, der werde ich wohl nicht sein. Was können Sie also gegoogelt haben? Nichts. Trotzdem verwenden Sie den Hinweis um was zu erreichen? Wer sind Sie überhaupt? Sind Sie genauso eine Type wie der „geschätzte“ Staatsfeind Nr.2? Oder, mein lieber Raimund, bist Du es mit einer Deiner vielen Tarnadressen? Heimlich und versteckt schleichen wir durchs Leben, bist Du das? Und dann nur Gesülze. Haben Sie nicht mal das Abitur? weil rüber kommt nichts.
              Versuchen sie doch hier mit Wissen mitzuhalten und nicht mit Ihrem „Standart“-Niveau. Sollten Sie mal nach Berlin kommen .. bitte schön, einem Treffen steht nichts im Wege. Dazu müßten sie dann aber aus der Deckung kommen, .. wie Ihr großes Vorbild lieben Sie aber eher den Platz unterm Bett, oder? Und jetzt tun Sie mir deen Gefallen und verschwinden wieder da woher Sie gekommen sind. Man muß sich im echten Leben nicht von jedem Hannes der Welt vollkäsen lassen. Gute Reise …

              • Tja Analitik & Hannes, wie man liest: Mann kann schon an sich selber Irre werden! Noch Fragen?

              • Hannes sagt:

                q.e.d.

              • Hannes sagt:

                (q.e.d. = gezwungenermaßen.
                Käse ist in Österreich heilig.)
                Ab jetzt aber kein Wort mehr dazu –
                Zu wertvoll ist die Argumentationskultur dieses Blog’s!

              • Thomas Roth sagt:

                @Doofezeit Das Sie – als alter Knacki – die nicht leiden können, die Sie damals eingesperrt haben, kann ich nachvollziehen. Ihre selbst veröffentlichte Geschichte dazu ist auch wirklich rührend. Ich kam gestern, von Warnemünde nach Hause fahrend, bei Ihnen vorbei und überlegte schon, ob ich Sie besuchen sollte. Aber dann sah ich nur einen alten Mann, der schon immer mit seinem Leben nicht zurecht kam und fuhr voller Mitleid weiter. Nehmen Sie es als Kapitulation meinerseits vor Ihrer beeindruckenden Person und … bleiben sie gesund.
                Den anderen Spinner, diesen Hans-Moser-Verschnitt, den muß ich anders betrachten. Um Ihre Bildung zu heben: q.e.d. sollten Sie noch mal nachschlagen. Und dann überlegen Sie sich bitte mal, warum Sie einen Ihnen völlig wildfremden älteren Herrn (mit 44 Arbeitsjahren, wissen Sie überhaupt was Arbeit ist?)derart unflätig angreifen. Das ist respektlos und für mich nicht nachzuvollziehen. Ist das wirklich alles was Sie hier beitragen können? Ich werde Ihnen ab sofort keine Antwort mehr geben. Das ist mir zu dumm.

              • Stephan Colbert sagt:

                @Thomas Roth

                Sehr geehrter Herr Roth, Bitte verzeihen Sie, wenn ich hierzu nochmals von außerhalb dazuschalte, aber so wie ich es verstehe hat Herr Hannes ..?.. durchaus verstanden, was q.e.d. heißt. Er schrieb davor in seinen Posting etwas versteckt „Ich muß hier ja nichts beweisen.“
                Ich hoffe, etwas für die Aufklärung und Befriedung hier getan zu haben.
                Tolle Beiträge hier!
                Ich habe schon meine ganzen Studiumskollegen bei Analitik vorbeigeschickt.
                Weiter so!

    • tommmm sagt:

      Ich denke der Sozialismus in der DDR ist am Menschen gescheitert.
      Es gab noch n icht diesen neuen Typ Mensch, der in der Sache seine Aufgabe sieht, und erkennt, dass er mit dem Land auch die Zukunft seiner Kinder aufbaut und somit seiner Arbeit einen Sinn gibt, außer dem, zu konsumieren oder sich in der Welt darzustellen. Heute sind wir leider noch weiter davon entfernt, wie Sie richtig erkannt haben…..schade

      • triangolum sagt:

        Ist dieser wirklich gescheitert?
        Ohne den kalten krieg aber mit offenen Grenzen wäre die DDR wohl auch samt dieser Subventionspoltik nicht gescheitert. Die Wirtschaftsreformen ab Oktober 89 bis Mai 90 zeigen das selbst mit einer vollen Umstellung der Militär Produktion auf zivile Produkte wie auch mit dem Ausfall zu Beginn von Arbeitskräften nicht nur Wachstum da war sondern auch Devisen Plus erzielt wurde.

        Dazu ist das Bild von einer maroden Produktion überholt und das Umstellen auf saubere Anlagen wäre im selben zeitraum möglich gewesen wie das bis heute wirklich passierte ohne massiven Abbau an Arbeitskräften. Dazu wäre auch ein ganz neuer Klein und Mittelstand, eine neue Kreative Industrie usw. entstanden und trotzdem hätte es ein sozialeres Land geben können als heute.

        Mal Ausgenommen die CIA & BND hätten keine Farbenrevolution gemacht. Wobei die Stasi trotzdem wohl recht schnell wieder wegen dem Ausland wie auch wegen NGOs usw. gewirkt hätte. Die BRD hätte ganz sicher eine eigenständige DDR nicht lange geduldet.

      • Tja Tommmmmmmmmmmmm: “ Arbeit macht frei“, sprach der Linsenschleifer B. SPINOZA! Noch Fragen?

      • Hans sagt:

        @Tommmm

        „Ich denke der Sozialismus in der DDR ist am Menschen gescheitert.Es gab noch n icht diesen neuen Typ Mensch, der in der Sache seine Aufgabe sieht, und erkennt, dass er mit dem Land auch die Zukunft seiner Kinder aufbaut und somit seiner Arbeit einen Sinn gibt, ..“

        Der DDR- Sozialismus ist ökonomisch gescheitert. Man kann zwar beklagen, dass es eben den dazu nötigen neuen Menschen nicht gebeben hat, aber den wirds auch in hundert jahren und auch nach dem nächsten Weltkrieg nicht geben. Und in der DDR lag die Ursache tatsächlich beim Menschen -aber zuallererst bei denen in der Führung, die die Ideologie über alles stellten!

        Natürlich gabs nebenher noch viele andere Ursachen: wenig ressourcen z. B., Blockadepolitik, Besatzungskosten, Reparationen, Tributzahlungen damals an die Sowjetunion; erinnert sich noch wer an Erich Apel, Wirtschaftsminister, der sich vor Unterzeichnung des Wirtschaftsabkommens mit SU 1966-1970 erschossen haben soll?

        Da haben letztlich wohl auch nur machtgeile Eliten, ideologisch verblendet, ihren Kampf ausgefochten und damit ein Land ruiniert. Sogar olle Ulbricht hatte eingesehen -auch durch den zwischenzeitlichen relativen Umbruch in der SU unter Chruschtschow ermuntert- dass es eines ökonomischen Wandels bedarf (*neues ökonomisches System*). Und Apel war eines seiner Werkzeuge dazu.
        Den damals evtl. noch möglichen ökonomoischen Wandel haben die Hardline- Ideologen verhindert, in der SU Breshnew und in der DDR die Truppe um Honecker.

        Ab da an -Anfang der 70-er- gings bergab, unaufhaltsam und in schnellen Schritten. Anstelle Erneuerung der Wirtschaft wurden die Zügel angezogen, die Entprivatisierung durchgesetzt (halbstaatliche Betriebe verschwanden alle, private Betriebsgrößen wurden verkleinert, genossenschaftsformen beschnitten (betraf vor allem die sog. PGH, die teils eine beträchtliche Größe erreicht hatten, mir sind da betriebe mit 200 Mann bekannt) usw.

    • Tja Hannes, den kopierten Joseph ROTH, als Lügner, Betrüger und Säufer können Sie akt. so gar noch bei Lügenpedia in halbwegs korrekter Wiedergabe nachvollziehen! Noch Fragen?

  4. raw sagt:

    Supertoller Artikel, danke analitik! 😉

  5. Helga sagt:

    Soweit ich mich erinnere kam am Mittwoch 20.1.2016)-Abend die Meldung zu den ehemaligen RAF-Leuten und deren angeblich aktuelle Verwicklung in Straftaten (Überfälle) in den mdr-Nachrichten.
    Am Donnerstag (21.1. 2016) fand ich im Zug eine liegengelassene aktuelle Tageszeitung (Vogtlandpresse,Plauen)oder so ähnlich). Da war ein Artikel zu den ehemaligen RAF-Leuten drin, der mehr als eine halbe Zeitungsseite ausmachte!
    Ich habe den nicht gelesen, weil mir das sowieso so herbeizitiert vorkam.
    Ich denke aber, daß so ein langer, ausführlicher Artikel nicht innerhalb der letzten 12 Stunden geschrieben sein kann.
    Deutet daß nicht eher auf eine zentrale großgeplante Ablenkung hin?

  6. Tja, da hat Analitik einen sehr aktiven Nickname „Thomas Roth“ „mit 44-jähriger Tätigkeit“, für was auch immer, auf seinen Blog, aber dem steht halt der vorlaute http://www.davideit.com gegen! Noch Fragen?

  7. Tja Colbert, erinnert mich irgendwie an den genialen Finanzminister LUDWIG den XIV, sprich „Sonnenkönig.! Noch Fragen?

    • Stephan Colbert sagt:

      @ Davideit

      Noch Frage!
      Beantworten Sie mögliche Fragen an Sie ebenso mit einem vorerst neuen Rätsel und … Noch Fragen??

      L14s Verschwendungssucht und deren Gründe haben Sie vielleicht gemeint..

      (Meine Kommi’s, wir sind alle keine Historiker, haben übrigens schon Spass mit ihren Geistesblitzen, Analitik bewundern Sie aber, wegen seiner klaren integrativen Sprache. Liegts am Alter?)

      MfG

  8. Benno Herbst sagt:

    “Wen verkaufen unsere Medien für blöd – Sie oder den FSB?”

    Meiner Ansicht nach gehen diese Einheitsmedien und natürlich die Politikaster davon aus, daß der Durschschnitts- Bundesdeutsche – blöd – ist. Daß 50 Jahre Blödzeitung (oder länger?) und die danach dazu gekommenen Medien, deren jetzige Konzentration letztendlich in vier Händen, der Befehlsgebungdurch die Regierung, was wann und wie publiziert wird, dazu geführt hat, daß ein Großteil der Bevölkerung über viele Dinge einfach nicht mehr nachdenkt und es als gegeben hinnimmt, was tagtäglich in die Hirne gehämmert wird.
    Menschen die sich tagtäglich mit Dschungelcamp, DSDS und ähnlichen Scheiß beschäftigen, denen die wöchentliche Werbeflut in den Briefkästen wichtiger ist als das Befinden seiner Mitmenschen im Haus, in der Familie, im Arbeitskollektiv (ach nee, heißt ja jetzt Team – ist man teamfähig?) schlucken doch jeden Mist ohne Nachzudenken. Denen sind doch die normalen kritischen Gedankengänge eines Fünfjährigen durch die Vereinigten Systemmedien systematisch abtrainiert worden.
    Was soll man da noch verlangen?
    Aber zu dem Artikel selbst – ich finde ihn ganz ausgezeichnet.
    Sehr einprägsam – und läßt sich wunderbar weitererzählen.
    Hat mich gefreut, Euch hier gefunden zu haben.
    Nur mit so manchen Forenbeiträgen komme ich nicht so richtig zurecht.
    Da machen so manche den Eindruck, daß denen das Denken schon vor einiger Zeit abtrainiert wurde.

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