Die Wirkung der Sanktionen gegen Russland

Manche Menschen argumentieren, dass Merkel anti-russisch handelt, da sie an den Sanktionen festhält.

Aus Russland hört man aus Fachkreisen folgendes: „Wenn es die Sanktionen nicht gegeben hätte, man hätte sie erfinden müssen“.  Und: „Wir brauchen noch 3-5 Jahre lang Sanktionen, dann sind wir in allen kritischen Bereichen autonom.“

Alle kritische Bereiche, das heißt Lebensmittelindustrie, Pharmaindustrie, Militärindustrie, Finanz- und Kreditwesen, Hardware- und Software und noch manches mehr. Alles, was zur Aufrechterhaltung des gesellschaftlichen Lebens notwendig ist.

Bereits 2014, als die Sanktionen im Gespräch waren, habe ich geschrieben (an anderer Stelle, das Blog gab es damals noch nicht), dass es für die EU eine strategisch dumme entscheidung ist. Sanktionen würden Russland kurzfristig weh tun und mittel- und langfristig die russische Wirtschaft stärken, gleichzeitig die Abhängigkeit vom Westen reduzieren und damit die Unabhängigkeit erhöhen.

Meiner Meinung nach ist Russland bereits über den Berg, was die kurzfristige schädliche Wirkung der Sanktionen angeht. Jedes zusätzliche Quartal, das die Sanktionen verlängert werden, ist gut für Russland, weil es ein guter, unkritischer Anreiz ist, um intensiv weiter an der eigenen wirtschaftlichen Autonomie zu arbeiten. Das ist wie ein Traningsreiz im sportlichen Training: man belastet sich ein wenig, um dadurch stärker zu werden.

Es ist gut denkbar, dass es einen Deal gibt zwischen Moskau und Berlin, um ein seichtes Sanktions-Niveau aufrecht zu erhalten. Merkel tut so, als ob sie sich widerwillig den USA beugt, was sehr wichtig für die US-deutschen Beziehungen ist. Russland tut so, als ob es unzufrieden ist mit den Sanktionen. Die USA tun so, als ob sie zufrieden sind mit dem Aufrechterhalt der Sanktionen. Aber natürlich lässt sich niemand vom echten Potential der anti-russischen Sanktionen täuschen. Nicht auf der hohen Ebene.

Lassen auch Sie sich nicht täuschen. Die Sanktionen gegen Russland sind einfach nichts im Vergleich dazu, dass Deutschland die Unterzeichnung von TTIP bis jetzt verweigert hat, NordStream 2 eintütet, die Beziehungen zu Russland trotz Ukraine-Krieg wieder ausbaut und sich mit dem Beitritt zur chinesischen AIIB in das große eurasische Projekt einreiht. Dagegen sind die Sanktionen gar nichts.

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46 Kommentare zu “Die Wirkung der Sanktionen gegen Russland
  1. Thomas Roth sagt:

    Bei der ganzen Raffiniertheit und aller Erfahrenheit, die westlichen Kollegen verfügen über das Denken eines Raubtieres, das das schöpferische Herangehen an die Lösung der Aufgaben ausschließt. Deshalb sind sie sehr zur Wiederholung der sich gut bewährenden Konzeptionen geneigt. Sanktionen haben immer Einschränkungen zur Folge. Aber je größer das Potential des sanktionierten Staates ist, desto weniger wirksam bleibt der Druck. Die Zielgruppe Umgebung von WWP ist anders, als der Westen sie sich vorstellt. Und wie lange liefen die Sanktionen gegen den Iran? Den hat es auch nicht umgebracht. Nach Äußerungen von Putin wirken die ganzen Sanktionen sowieso nur auf den Finanzsektor, den sie bei der Beschaffung von frischem Geld behindern. Der niedrige Ölpreis stört jedenfalls mehr. Wird wohl bald der Krieg zwischen KSA und dem Iran beginnen? Man prophezeit Preise bis 250,-$ …
    p.s. Ich wollte mir morgen die russische Abordnung auf der „Grünen Woche“ ansehen. Klappt nicht, Sanktionen …

  2. Beat Mario Kurt sagt:

    Hallo Analytik,

    Mich beschäftigt eine naive Frage, die möglicherweise auch nicht in Ihrem Arbeitsfeld liegt:
    Wird ein (‚befreites‘)souveränes Deutschland/Europa die Spielregeln in der Finanzindustrie ändern?

    Ein Schönes Wochenende wünscht Beat

  3. Honsa sagt:

    Glaskugelsicht:

    Ja , ja das Merkel tanzt wohl auf mehreren Hochzeiten . Wem sie letztendlich am besten gedient hat wird man an ihrer Exil – Wahl sehen. Sie wird uns auch noch eine ganze Weile erhalten bleiben . Alle brauchen sie noch . Kann durchaus sein das das Angela im Rückblick einmal gnädiger bewertet wird.
    Der Putin mag sie , der konservative Deutsche Orden auch und die US Rockis haben im Moment auch keinen Besseren Kanzler.
    Wer ist allerdings der zu bekämpfende Feind: Merkel nicht, die Einwanderer oder
    der Links-Rot-Grüne Sozialfilz ? Vermute Letzteres. Wie kann man diesen verunglückten , maroden 68er – Staat aus den Angeln heben , gegen die Wand fahren lassen:

    Phase 1: Sympathisierung mit den Asylanten

    Phase 2: Sabotage der Behörden,
    man legt sie lahm (Überforderung)

    Phase 3: Demontage – Skandale : Sylvester in Kölle,
    „oh Wunder“ der CSU Süden war am 31.12.2015 safe

    Phase 4: Störangriff – Kommunikation :
    man dreht die Medien

    Phase 5: Mobilisierung der Massen :
    sehen wir gerade

    Der Staat steht vor seiner Implodierung. Phase 5 benötigt nur noch
    einen überschaubaren Bürgerkrieg (im Kölner Raum,Ruhrgebiet ? )
    Dann ist es vollbracht . Auch Washington muss man noch eine Tür offen halten. Ja, das Merkel ist wichtig . Sollte sie aus gesundheitlichen oder anderen Gründen ausfallen – rollt wohl der Schäuble ins erste Glied.

    Der Deutsche Orden wird danach das nationale Ruder wieder in die teutonische Hand nehmen . Die meisten Politaffen sind bereitwillig in die Refugees Falle getappt und werden von altdeutschen Conservativen abgelöst. Putin schafft bereits in Syrien bessere Wohnverhälnisse und das „Neue Deutschland“ kann sich wieder mehr an Russland binden.

  4. RK sagt:

    @ Honsa

    Vielen Dank, für das Zitieren der Phasen, dem Orden, der Rockis, und unserer anderen mühevollen Ausarbeitungen. Aber dann gehört der Fairness halber auch die Quelle genannt.

    Danke schön.
    RK

  5. Honsa sagt:

    Lieber Robert habe ich hier bereits an anderer Stelle getan -inkl. Werbung
    für eure tolle Webseite ( bin seit langem zahlender Leser)

    Bei den Phasen hattet ihr ja auch eine andere Quelle benutzt.

    Gruß auch an die anderen beiden Mods…

  6. RK sagt:

    @ Honsa, Kein Problem, habe ich nicht mitbekommen oder übersehen. Grüße werden übermittelt.

    LG Robert

    • Gunther sagt:

      Hallo, könnten Sie bitte mal sagen, um welche tolle Seite Ihrerseits es sich handelt bzw. wonach man kugeln sollte?

      Zugegeben, analitik ist schon für sich eine Superseite, auf der man sich tagelang rumtreiben kann – bin erst kürzlich drauf gestoßen – aber wenn so etwas „geheimnisvolles“ angesprochen wird, werden bestimmt ganz Viele interessiert und neugierig. 🙂

  7. Thomas Roth sagt:

    @Analitik Hallo, angeblich hätte Putin jetzt die letzten Sanktionen gekontert. Über ein neues Gesetz, dass Rückzahlungen ermöglicht auszusetzen. Haben Sie davon gehört und wenn ja, ist das nicht ausgesprochen konfrontativ?
    http://ukraina.ru/news/20160117/1015340908.html

    • Tja Joseph Roth: „Ab jetzt wird zurück geschossen“! Noch Fragen?

    • Analitik sagt:

      Übertriebene Darstellung, wenn Sie mich fragen. Habe von dem Gesetz gelesen, aber das erschien mir nicht wichtig genug, um einen Link dazu zu speichern, so dass ich Ihnen nicht einmal einen Verweis geben kann. Aus der Erinnerung: Wenn andere Länder russische Konten einfrieren, ohne sich an internationales Recht zu halten, hat Russland ein juristisches Mittel geschaffen, um im Gegenzug auch Konten einzufrieren.

      In dem von Ihnen zitierten Artikel werden außerdem Dinge zusammengeworfen, die meines Erachtens unabhängig voneinander sind.

  8. Tom sagt:

    Ich teile ihre Ansicht hinsichtlich der Sanktionsauswirkungen für Russland.

    Ihre Sicht der Merkelschen Politik kann ich allerdings nicht teilen.
    Beim AIIB sind die Briten vorangegangenen das hat den Weg freigemacht. Wenn sie da nicht zugestimmt hätte wäre sie von der Industrie plattgemacht worden.
    Mag an persönlicher Abneigung liegen aber ich kann an ihrer Politik nichts Gutes finden. Der Kern ist auch verfault da bin ich mir sicher.Aber bohren sie ruhig weiter bis sie ihn finden.
    Wenn ich positiv überrascht werde – umso besser.

  9. Thomas Roth sagt:

    @Analitik Hallo, Ich traue Surkow ja eine Menge zu. Was sagen Sie denn dazu? http://cont.ws/post/182940

  10. Stephan Becker sagt:

    Sanktionen sind wohl so wie Verträge im Geschäftsleben mehr so eine Art Richtschnur, die einem zeigt wo es ungefähr hingehen soll:

    Trotz Krise: VW eröffnet Motorenwerk im russischen Kaluga
    04.09.2015, 17:04 Uhr
    Industriepolitischer Lichtblick in düsterer Zeit: der VW-Konzern hat jetzt im russischen Kaluga ein hoch modernes Motorenwerk in Betrieb genommen. Die Fertigungskapazität liegt bei 150.000 Einheiten pro Jahr. Der Autobauer hat 250 Mio. Euro investiert.
    http://www.automobil-produktion.de/2015/09/trotz-krise-vw-eroeffnet-motorenwerk-im-russischen-kaluga/

    Im übrigen lässt VW inzwischen auch in USA sehr billig Autos und/oder Motoren produzieren, weil man sich dort, ähnlich wie z.B. im Osten Deutschlands, um jeden Arbeitsplatz prügelt, selbst wahrscheinlich um Putzjobs oder Fast-Food-Jobs.

    Außerdem gibt es verschiedene Möglichkeiten Sanktionen einzuhalten und trotzdem Handel weiterzuführen, auch wenn der dann nicht mehr ganz so lukrativ ist, z.B. durch den Export nach Weissrussland und dem Vergessen des weiteren Schicksals der dorthin exportierten Güter.

    • Hans sagt:

      @Stephan Becker

      Bezüglich des VW- Motorenwerks: VW umgeht damit ungünstige Wechselkurssmechanismen und erfüllt gleichzeitig Forderungen der russischen Industriepolitik. Ob mit der Motorenlieferung aus D. tatsächlich Sanktionsauflagen berührt werden, weiss ich nicht, wäre möglich (*dual use*). Alles in allem in den Augen der USA eine Frechheit.

      Daher kommt der Genickschlag für VW in USA absolut nicht überraschend.

      • Stephan Becker sagt:

        Naja, die USA selber betrachte(te)n die Sanktionen auch nur als viel bedrucktes Papier.

        Trotz Sanktionen: Russland und ExxonMobil starten gemeinsame Ölbohrung
        Wenige Tage nach Moskaus Strafmaßnahmen beginnen Rosneft und ExxonMobil gemeinsame Probebohrungen im Nordpolarmeer. Den Startschuss gibt Kreml-Chef Putin höchstpersönlich.
        Sonntag, 10.08.2014
        Sotschi – Inmitten wachsender Spannungen mit dem Westen hat Russlands Präsident ein russisch-amerikanisches Milliardenprojekt in der rohstoffreichen Arktis gestartet.
        http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/russland-und-exxonmobil-starten-gemeinsame-oelbohrung-a-985361.html

        Diese Karasee lieg sehr weit nördlich des Polarkreise widerspricht also diesen Sanktionsbedingungen:

        23.06.2015
        Russland-Sanktionen aktuell
        1.2.3. Energie
        Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 führt für die in Anhang II benannten Güter einen Genehmigungsvorbehalt ein.
        Dieser räumliche Geltungsbereich des Genehmigungsvorbehalts wurde durch die Verordnung (EU) Nr. 1290/2014 auf die Ausschließliche Wirtschaftszone und den Festlandsockel Russlands erweitert.
        Eine Genehmigung wird nicht erteilt, wenn die Güter des Anhangs II
        – für die Erdölexploration und -förderung unter Wasser in Tiefen von mehr als 150 Metern,
        für die Erdölexploration und -förderung im Offshore-Gebiet nördlich des Polarkreises oder
        – für [reine Frackingprojekte]

        http://www.gtai.de/GTAI/Navigation/DE/Trade/Maerkte/Specials/russland-sanktionen,t=123-energie,did=1256454.html

        Das Projekt wurde aber glaube ich inzwischen eben wegen dieser Sanktionsverletzungen und dem „G’schmäckle“ wieder eingestellt. Die Frage ist, ob das Projekt gestartet wurde als es die Sanktionen schon gab, aber bei europäischen Firmen wurde da wohl nicht lange gefackelt. Wobei ich mich sowieso frage wieso Russland mit vielen Jahrzehnten Erfahrung in der Ölbohrung Hilfe (finanziell oder technisch) aus den USA braucht.

        Bezüglich des Genickschlages bei VW denke ich eher an eine besonders starke Ausprägung des Wirtschaftskrieges, der bereits seit längerem läuft (Swift-Abkommen, NSA-Überwachung, Russland-Sanktionen, die vor allem Europa schmerzen etc.).

        • Hans sagt:

          Auf jeden Fall ist es so, dass es sich auch größte Firmen kaum ohne Schaden zu leiden erlauben können, Sanktionen, die die USA aussprachen, zu umgehen (es sei denn, mit ausdrücklicher Genehmigung, weil man z.B. Raketentriebwerke braucht…. 😉 ).

          Das Karasee- Projekt von Rosneft und Exxon wurde im Herbst 14 auf Eis gelegt. Für Exxon ist das kein größerer Verlust, denn es war wohl noch in der Explorationsphase, gewinne wohl erst in paar Jahren zu erwarten und bei jetzigen Ölpreisen sowieso unsicher. nehme an, die wussten, dass der Ölpreis runtergeprügelt werden würde.
          Die Vorbereitungen für das Projekt liefen meines Wissens nach aber bereits seit 2012.

          Was man allerdings noch tut, ist z. B. ein LNG- Projekt auf Sachalin (15 Mrd.$)

          Fakt ist also, dass man durchaus die Zusammenarbeit mit Russland, dort wo sie möglich ist, sucht. Fakt ist ausserdem, dass US- Sanktionen so ausgelegt sind, dass einheimischen Firmen möglichst wenig Schaden entsteht. Und fakt ist ebenso, dass man trotz Sanktionen und Gegensanktionen irgendwie immer möglichst mitverdient. (z.B. ist bei einem großen chinesischen Obsthändler, der mit in die Lücke der EU- Exporteure gestoßen ist, der hedgefonds Blackrock beteiligt…).
          Und sicher haben Sie recht, das man durchaus unterstellen kann, dass europäische Firmen *etwas* genauer beobachtet werden. Sehr hilfreich ist dabei auch, dass z.B. ein Spiegel- Server von SWIFT in den USA steht. … Hergott noch mal!….

          Ja, das alles ist Teil eines umfassenden Wirtschaftkrieges, der vordergründig gegen Russland, aber auch gegen die europäische Wirtschaft geführt wird.

          Ist schon ziemlich klug gemacht, funktioniert aber lediglich durch die umfassende Abhängigkeit von den USA. Und das hier keine, aber auch gar keine Bestrebungen zu einer kleinen Autarkie zu bemerken sind, enttäuscht mich umso mehr, es merkelt doch ein Blinder, dass hier einer nicht fair spielt….

  11. Tom sagt:

    Durch den Ölpreisverfall von über 100 auf jetzt unter 30$ ist die Nachfrage nach dem grünen Papier Petrodollar um 70% gesunken. Russland ist größter Öllieferant Chinas geworden und liegt damit vor Saudi-Arabien . Indien macht einen Deal mit dem Iran. Bezahlt wird nicht mehr in Dollar. Auch das dürfte einen weiteren rapiden Nachfrageschwund zur Folge haben.
    In der gleichen Zeit fiel auch der Baltic dry Index um fast 70%
    Hinzu kommen noch die BRICS Bank und AIIB.
    Wie nah ist der Dollar an der bevorstehenden Implosion.

    • Tja Tom, versuchte mal eine Profianalyse einzuschienen sprich zu blöd, doch der übel gescholtene STcorona auf SAKER.de beschreibt in Graden schlicht unideologisch, anhand der Oelpreisfindung was da läuft und sein O-TON: „PUTIN hat’s verstanden“! Noch Fragen?

  12. Tja Analitk, die MLPD-Kader/F.a.M, welche uns im besonderen die Welt erklären wollten, übernahmen bei Zeiten z. B. ein allseits bekanntes Objekt auf dem Plauer Werder in Mecklenburg! Noch Fragen

  13. Tja Analitik,jenseits der Internetwelterklärer, möchte ich doch mal folgende Beobachtung einwerfen: Dem durch anwaltliche Abmahnungen (die sollen doch glatt die Zulassung verloren haben) bekannten Pornokanal mit dezidiert oral vs. anal (vielleicht bzgl. Verhornung) und als Beigabe eher normalem Beisein exquisiter filmischer Qualität, geht seit ca. 2-3 Monaten die Zu- vs. Übertragungskapazität aus! Noch Fragen?

  14. Thomas Roth sagt:

    @Davideit Sagen Sie, haben Sie eigentlich schon begriffen, was hier geschieht? Hier läßt ein analytisch begabter, gebildeter und formulierungsstarker Bloger dazu ein, an seinen Gedanken teilzuhaben. Gleichzeitig lädt er die Leser zur Diskussion ein. Warum machen Sie denn dabei nicht mit?

  15. Tja Joseph Roth, da hat jemand den Schuß nicht hört! Noch Fragen?

    • Thomas Roth sagt:

      @Davideit Zum wiederholten Male nennen Sie mich Joseph. Warum? Finden sie das witzig? Ich möchte das nicht. Mein Vorname ist Thomas. Danke ..

      • henry70 sagt:

        @Thomas Roth
        er will damit auf Joseph Roth anspielen. Joseph Roth war ein jüdisch-links-intelektueller schriftsteller der zeit um und nach 1900. Er hat wie manche beuwßte menschen dieser zeit sehr unter ihr gelitten, der zeit!
        Will man diese zeit verstehen, muß/kann man z.b. Radetzkymarsch von ihm lesen.
        Also ein sehr guter (auch sprachlich/stilistisch) schriftsteller.
        Dass dieser „davideit“ sie so umbenennt hat nur den zweck zu zeigen…. ich bin was (oder war was) mit Ihnen als Person hat das gar nichts zu tun.
        An sich muß man mit so jemand wirklich mitleid haben, aber wir sind hier nun mal nicht in einer geschlossenen Anstalt. So „daneben“ ist der herr noch nicht, dass man dies nicht einfach als ausgelebte Rücksichtslosigkeit interpretieren könnte

    • henry70 sagt:

      sorry, aber irgendwann reichts einem, sie sind die Reaktion eigentlich nicht wert… aber den „Schuß“ haben Sie! im oberstübchen!
      ps.ich kanns Ihnen auch differenziert sagen… über manischer äußerungszwang, ritualisierender Sprachgebrauch usw.
      oder sie sind bezahlter troll…. aber das ändert an dem urteil auch nichts.

  16. Tja, dann beweisen Sie mal Ihre Behauptung! Noch Fragen?

  17. Mencey sagt:

    @ henry70: Da bin ich ganz bei Ihnen! Warum sollte es in diesem Blog keine Störenfriede geben?? Bestimmt verirren sich hier bezahlte NATO-USA-Trolle!?

    @Rudolf-Robert Davideit: Versuchen Sie doch mal hier http://www.vineyardsaker.de Ihren Senf loszuwerden – oder sind sie dort schon enttarnt worden?

    Allen anderen noch einen schönen Tag!

  18. Petöfi Alexander sagt:

    Mit dem Ölpreis fällt auch der Dollar, aber auch der Rubel. Die Yankees haben 20 Billionen Schulden, die Russen 300 Milliarden Plus und dazu unendlich viele Bodenschätze und hohe Goldbestände. Der Förderpreis für russisches Öl liegt bei 17 Dollar, da ist also noch genug Luft da. Den Yankess kostet das Ölfördern 50 Dollar, also Minusgeschäft.
    Warum fällt der Rubel weitaus schneller als der Dollar?

    Und das die EU Schwuchteln Russland nicht noch mehr sanktionieren liegt meines Erachtens daran, daß Russland weitaus mehr Möglichkeiten hat als nur die Obsteinfuhr zu beschränken. Und das könnte Europa richtig weh tun.

    • Thomas Roth sagt:

      @Petöfi Alexander Hallo, heute, wo es eng wird, kommt es ja langsam auf jede Mark an. Ich habe gestern gelesen (Energieminister), dass der Förderpreis bei 5-15 Dollar liegt.
      17 .. wo stammt die Zahl her? Und über den Rubel-Dollar-Kurs habe ich gelesen, dass wäre das Werk von Frau Nabiullina (in Absprache natürlich), die damit dem schlechten Dollar noch was abgewinnen würde, den Petrodollar sozusagen auf den Rubelhaushalt abfedern würde. Wissen Sie mehr? Grüsse ..

    • Analitik sagt:

      „Warum fällt der Rubel weitaus schneller als der Dollar?“

      Weil Dollar die Weltwährung ist und Rubel nicht.

      Weil die russische Zentralbank Ende 2014 sinnvollerweise aufgehört hat, den Rubel gegenüber dem Dollar künstlich zu stützen. Für Russland ist ein schwacher Rubel im Moment von Vorteil. Das ist schlecht für die Verbraucher, weil sie sich weniger ausländisches Spielzeug (iPhohe & Co) leisten können, aber es ist gut für die russische Wirtschaft, weil ihre Produkte für ausländische Kunden günstiger werden und die Nachfrage aus dem Ausland steigt. Es ist auch gut für die russische Wirtschaft, weil russische Produkte auch im Inland für die Russen selbst attraktiver werden. Der schwache Rubel unterstützt die Importersatz-Strategie ganz entscheidend.

      Es ist nicht immer von Vorteil, eine starke Währung zu haben. Wichtig ist, _eine eigene Währung_ zu haben, damit man sie in Abhängigkeit von der aktuellen Situation aufwerten oder abwerten kann. Für Russland ist derzeit Abwertung wichtig. In dieser Hinsicht läuft alles nach Plan.

  19. Petöfi Alexander sagt:

    Die 17 Dollar Förderkosten habe ich mal gelesen. Wenns weniger sind um so besser für Russland.

    Ja, Petöfi, 1848 gestorben im Freiheitskampf der Ungarn gegen die Habsurger Unterdrücker. Ein großer Dichter, ich verneige mich vor ihm. Wir Ungarn lassen uns nicht unterdrücken und die Merkel und die ganze EU Mischpoke können uns am Arsch lecken!

    Sicherlich ist die Rubelabwertung für die russische Wirtschaft von Vorteil. Die Bürger sollten auch nicht in der beschissenen Türkei oder Westeuropa ihr Geld ausgeben sondern in Russland. Es ist ein großes und wunderschönes Land und hat viel mehr zu bieten.

    • Thomas Roth sagt:

      @Petöfi Ein besseres Land kenne ich nicht. Ich habe dort studiert, gelebt und gearbeitet. Unvergessen ….

  20. Beat Mario Kurt sagt:

    Ein aufschlussreicher Artikel von Rostislav Ischenko ist auf voltaire.org erschienen. Darin legt er eine grundlegende Perspektive des bestehenden europäischen Dilemmas dar. Hinter den Kulissen wird sicherlich genau daran gearbeitet, wenn auch mit Berücksichtigung deutscher Interessen. Das die Tschechen, Slowaken ebenso Amerika-affin sind sehe ich nicht anhand der Wortmeldungen von deren Oberen. Aber vielleicht ist das ja nur Lärm.

    http://www.voltairenet.org/article190524.html