Besonderer Gruß an…

Ich begrüße ganz besonders die ukrainischen Hacker, die seit geraumer Zeit zunehmendes Interesse für mein Blog entwickeln. Kontaktiert mich direkt, vielleicht kann ich euch behilflich sein. Als Ehrengäste dürft ihr euch ein Thema wünschen, zu dem ich dann etwas schreiben werde.

Im Sinne der Analyse ist folgendes interessant: Völlig unbedeutende (an der Reichweite gemessene) Blogs kommen sofort auf die Beobachtungsliste der Geheimdienste. Aber versuchen Sie mal den durchschnittlichen Zombie davon zu überzeugen, dass die Geheimdienste überall ihre Finger im Spiel haben. Der Zombie kann seit zwei Jahren schockierende Snowden-Enthüllungen konsumieren, mit der Nase in die Berichte von US-Geheimdienstlern gestoßen werden und wird trotzdem standhaft behaupten, dass so etwas wie der Putsch in der Ukraine eine spontane Bewegung aus der Bevölkerung heraus gewesen ist.

Aber warum, warum macht der Zombie das bloß? Dummheit ist als Argument schnell parat und es ist etwas dran, aber Dummheit greift zu kurz. Denn der Zombie ist prinzipiell lernfähig, was er in anderen Bereichen des Lebens täglich unter Beweis stellt. Theoretisch also müsste er seine Sichtweise ändern können, wenn man gute Argumente ins Feld führt. Warum ist diser Effekt in der Praxis viel kleiner als die theoretische Erwartung?

Zum einen hat der lernfähige Zombie gelernt, wie er sein Weltbild verteidigt. Zum Beispiel mit dem Verschwörungstheorie-Vorwurf.

Zum anderen ist die menschliche Psyche so gebaut, dass man das Weltbild braucht. Das eigene Weltbild einzureißen, um ein neues an seiner Stelle aufzubauen, ist zum einen sehr mühsam und zum anderen sehr schmerzhaft. Jeder weiss, wie schwer es sein kann, Fehler zuzugeben. Fehler im Weltbild zugeben ist schwer³. Damit beschert man sich gut und gerne eine Sinnkrise. Aus psychischer Sicht ist es einfacher, sein Weltbild zu verteidigen. Und Argumente, die dagegen sprechen… gefährliche Putin-Propaganda.

Verzeihung, ich bin abgeschweift.

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13 Kommentare zu “Besonderer Gruß an…
  1. ansa sagt:

    ich denke , das Problem des einzelnen besteht darin ,in Kosumentenkrediten,Statussymbolen und die durch die MPK ( Medien Parteien Kartell ) vorgegaukelten Lebenswerten gefangen zu sein und sich und andere daran zu messen!

  2. Thomas Roth sagt:

    Als der Osten Deutschlands unter großen falschen Versprechungen (dieser sich Russenfreund nennende Fleck auf dem Desktop von der befreundeten Konkurrenz war auch dabei)zum Verkaufsgebiet Ost deklariert wurde, war es von höchster Priorität, die solidarische Lebensweise aufzuknacken. Und prompt wurde die Stasi, die Gewerkschaften und das Arbeits- und Lebensklima mit üblen Methoden diffamiert. Dann begann das Geschwätz von der Leistungsbereitschaft und dem Können, was im Ergebnis bei mir immer Lachkrämpfe auslöste, so ungebildet und blöde waren die Westvorbilder.
    Für die Menschen in der Ukraine ist es auch nicht einfach, sich in der heutigen Zeit zurechtzufinden. Die Leute erinnern mich an den Kaukasischen Kreidekreis.
    Lieber Analitik, wenn Sie dort Hilfe leisten könnten .. und die Kollegen welche annehmen wollen, kann es zu fruchtbaren Gesprächen kommen. Toi, toi, toi.

  3. Aarsupilani sagt:

    Ich glaube nicht, daß es Dummheit ist, die viele davon abhält, auf die kognitive Dissonanz einzugehen und für sich selbst die nötigen Rückschlüsse zu ziehen, auch nicht Faulheit. Ich glaube nicht, daß die meisten Menschen so sind. Vielmehr glaube ich, daß die meisten immer noch viel zu anständig sind, um zu glauben oder sehen zu wollen, wie unglaublich und abgrundtief verdorben und kriminell einige wenige sind.
    Die meisten von uns sind im alltäglichen Überlebenskampf vollauf damit beschäftigt, sich und die Seinigen einigermaßen anständig über die Runde zu bringen. Jedes zusätzlich dazu Hinzukommende bindet Energien, die man anderswo frei machen muß. Und es ist ja auch nur ein kleiner Prozentsatz, der die ganze Sosse anrührt. Der aber sitzt an den Schaltstellen.

  4. Unvollkommener sagt:

    Sehr geehrter @Aarsupilani!

    …“Und es ist ja auch nur ein kleiner Prozentsatz, der die ganze Sosse anrührt. Der aber sitzt an den Schaltstellen.“

    Und wer wählt dessen politische Vollstrecker und Lakaien an die politische Macht? Nur dieser kleine Prozentsatz?

    Weit folgenschwerer als Borniertheit und Unvermögen ist mutmaßlich Gleichgültigkeit gegenüber erkennbaren Problemen.

    • Aarsupilani sagt:

      Die politischen Vollstrecker sind nicht dieselben, die an den Schaltstellen sitzen. Letztere sind meist nur Marionetten, wobei egal ist, aus welchem Lager sie stammen. Zudem muß bei einigen Wahlergebnissen ein Fragezeichen gesetzt werden.
      Was sich heute abspielt, ist nichts anderes als eine gross angelegte Maßenmanipulation mit Hilfe von Mitteln aus Medien, Politik und Pseudowissenschaft.
      Daß sich hier vorerst nur wenige weit aus dem Fenster zu lehnen getrauen, ist normales Verhalten, schlicht und einfach Überlebenstrieb. Das Verhalten eines verantwortungsvollen Menschen, der nicht nur für sich, sondern auch für seine Kinder zB. Verantwortung trägt, ist nun mal anders als wenn er nur sich selbst Rechnung tragen muß. Was nicht heißt, daß dies in jedem Fall so ist. GsD gibt es immer wieder Ausnahmen von beachtlicher Zivilcourage.

  5. Pitt sagt:

    @Unvollkommener

    Gleichgültigkeit….hmmmm…..sicher ein Stück (Stückchen) weit, aber zu zuallererst „Uninformiertheit“.

    Unabhängig vom eigenen Standpunkt, ob Links, ob Rechts oder Geradeaus…..bekommt die Masse der Bürger nur vorgekautes, in eine gewünschte Richtung weisendes, von den MSM serviert….es unterscheidet sich nur in der Art wie es serviert wird. Zum einen für das Bildungsbürgertum etwas hui, zum anderen für das Pack etwas rustikaler….aber in Inhalt und Intention das Gleiche.

    Es ist sicher ein Mix aus Ignoranz, nicht Wollen und nicht Können…..nicht Können im Sinne von, es wurde ja auch schon angesprochen, Kampf um den eigenen Lebensunterhalt (und in den unteren Einkommensschichten ist es wirklich ein Kampf ohne Sozial- und zusätzliche Leistungen wie 13`tes Monatsgehalt, Urlaubs- oder Weihnachtsgeld usw.).
    Sicher ist dieser Kampf teils auch selbstverschuldet (Konsumzombies), aber größtenteils geht es ureigens darum die eigene Familie durchzubringen und das kostet, bei den Rahmenbedingen wie sie im Moment herrschen, Unmengen an Energie, die dann fürs Informieren und evtl. noch für etwas Einstehen und Kämpfen fehlt…

    Ein Schelm wer böses denkt, dass diese WinWin Situation fürs System (Ausbeutung und „Fernhalten“ von Kritischem) so gewollt ist….;o)

    • Aarsupilani sagt:

      Ja, da gebe ich Ihnen Recht, zumindest was Ihren letzten Absatz betreffs WinWin Situation angeht. Wir alle sind Teil dieses Betrugssystems. Wir alle haben zumindest eine sehr lange Weile davon profitiert. Diese Erkenntnis halte ich für sehr wichtig. Sie ist die Basis für die Erlösung, die kommen wird, wenn dereinst das Kind ausruft: „Aber der König ist ja nackt!“ Daß dies möglichst schon morgen passiert, darauf wollen wir doch hinarbeiten.

  6. wolfgang Cejda sagt:

    Mich stört das Wort Zombie.
    Die leicht präpotente Art zu meinen der Großteil der Menschen da draußen seien Zombies ist typisch für immerwährende, überholte `Linke Gedankenwelt´. Verbohrtheit, Präpotenz mit zumeist grober Selbstüberschätzung einhergehend. Oder anders gesagt: statt zuhause Klo putzen, werkend wirken, lieber im Kaffeehaus theoretisierend über den Bürger am Steig lästern, mit gratis Glas Wasser am Tisch. Weil kein Geld in der Börse und permanenter Sozialhilfeempfänger. Diese Typen stören mich seit meiner Jugend her schon als SJ ler später als JG ler in der SOZI Partei. Probleme dieser Leute sind/waren oft, sie glauben sie seien besser als alle anderen, nur versteht sie eben keiner. Eigentlich verstehen sie sich selber oft nicht und sind große Zweifler auch an sich selbst.
    Es wäre doch wesentlich gewinnbringender mitzuhelfen stärker Gehör zu finden, rauszugehen, auszulüften und seine Gedanken frei kund zu tun und um das vermeintlich richtige zu kämpfen.
    Und wie macht man das?
    Indem man auf die geschundenen Bürger zugeht, sie lernt zu verstehen und langwierig von seiner Meinung, überzeugen versucht. Die träge Masse ist immer schwer zu beeinflussen (lenken) und vor allem in welche politische Richtung soll es gehen, vielleicht mit dem `Jesuiten Papst´ oder dem ISIS Kult im Ärmel, oder in Richtung Untertanen, `handtaschenschwingender´ Königskobra , oder lapidar sich der City of London unterwerfend. Letztlich dem weltweit agierendem Illuminatentum zu frönen um sich besser, versklaven lassen zu können. Auch Genosse Putin ist davon beeinflusst, wie wir alle wissen! Trotzdem scheint er für uns im Moment klügere Entscheidungen zu treffen. Nur wie lange geht das gut?

    • Analitik sagt:

      „Mich stört das Wort Zombie.“

      Mich auch. Und doch kann ich manchmal nicht anders als es zu verwenden. Nicht so sehr mit Blick auf die mir unbekannten Menschenmassen. Sondern mit Blick auf die mir sehr gut bekannten Menschen.

      Ich sollte dieses Wort nicht verwenden. Es unterwandert meine eigenen Bemühungen hier im Blog.

    • ansa sagt:

      Das Problem sind die Hierachien die sich leider immer sofort bilden und in denen wir Schutz bzw Anerkennung suchen.
      Der Anacharchismus scheitert am freien Denken und Handeln!
      Ohne Hr Engels wäre Hr Marx verhungert. Führte Hr Marx ein Proletarier Dasein , wäre “ Das Kapital „nie erschienen!

    • Tja: „Auch der Genosse Putin ist davon beeinflußt, wie wir alle wissen!“ – tippe auf die Zombies der PdWvZ! Noch Fragen?

    • Johanniskraut sagt:

      „Es wäre doch wesentlich gewinnbringender mitzuhelfen stärker Gehör zu finden, rauszugehen, auszulüften und seine Gedanken frei kund zu tun und um das vermeintlich richtige zu kämpfen. Und wie macht man das?
      Indem man auf die geschundenen Bürger zugeht, sie lernt zu verstehen und langwierig von seiner Meinung, überzeugen versucht.“

      Allgemein toller Kommentar und speziell der oben zitierte Ansatz trifft genau meine Einstellung. (Deswegen auch mein Bemühen, um das Erlernen eines hilfreichen Kommunikationsstieles – siehe andere Beiträge von mir. Die richtige (gewaltfreie) Art der Kommunikation ist eine Art grundsätzliche Notwendigkeit dafür.)

      Zu den oben zitierten, über die „einfachen“ Bürger herziehenden, sog. Links-Interlektuellen, möchte ich noch hinzu fügen, dass diese Leute deffinitv den Bock zum Gärtner machen!
      Sie verurteilen nicht die Verantwortlichen/Entscheider, die die Situation absichtlich so hin konstruiert haben, sondern kritisieren diejenigen, die sich aus purer Not, Gruppenzwang und mangels Alternative in diese Situation ergeben haben und nun nur versuchen, dass Beste draus zu machen. Dann sitzt das Haus/Auto noch im Nacken und wie oben beschrieben…
      Der Grund warum besagte Links-Interlektuelle oft so handeln ist einfach: Hinter den großspurigen Tönen verbirgt sich schlichte Angst, die Verursacher/Entscheider zu kritisieren – weil sie genau wissen, dass die so gar nicht Kritikfähig sind und Kritik von „Untergebenen“ stets auf´s aller schlimmste ahnden…