Auf der Suche nach Kanonenfutter

Der Kater hatte einmal darauf hingewiesen, wozu Flashmobs, Demos und sonstige hippe Veranstaltungen gut sind. Das sind alles ideale Plattformen für Mitläufer. Man sieht wunderbar, wer sich für allen möglichen Scheiß begeistern lässt. Man schaut, wer von diesen begeisterungsfähigen und ideologisierbaren (jungen) Menschen besonders eifrig dabei ist und sein Mitläufertum besonders aktiv in den sozialen Netzwerken verbreitet. Und schon hat man eine Menge geltungssüchtige und zugleich anspruchslose potentielle Agenten, die für ein paar Likes in sozialen Netzwerken ziemlich viele dumme Sachen anstellen würden. Bei solchen verdeckten Bewerbungsveranstaltungen sucht man die Maidan-Aktivisten von morgen aus. Ohne eigene Initiative, leicht zu beistern, leicht zu führen, leicht zu verblenden, leicht zu Dummheiten hinzureißen, ohne Wertverlust, wenn sie unter die Räder geraten. Ideales Kanonenfutter.

Daran muss ich immer mehr denken, je größer der Zirkus um die Kinder-Umwelt-Demos wird.

Das ist kein Jugendwettbewerb, bei dem die Kinder ihre Kenntnisse und Kreativität unter Beweis stellen und sich anstrengen, um konkrete Lösungen für reale Umweltprobleme zu erarbeiten, wobei die Gewinner des Wettbewerbs ein Praktikum bei einem Branchenunternehmen bekommen. Nein, das ist es nicht. Bei dem, was wir sehen, ist kein Talent notwendig. Die Besten zeichnen sich durch kreativ gestaltete Plakate aus, aber der Umwelt helfen sie damit kein Stück weiter. Nichts wird erarbeitet. Keine klugen Mathematiker und Physiker von morgen werden gefunden. Es ist purer Zirkus, dessen großer Preis darin besteht, es für wenige Sekunden ins Fernsehen zu schaffen. Gesehen werden, ohne etwas geleistet zu haben, das ist der große Traum der heutigen Zeit. Geltungssucht ist ein klassischer Angelhacken, mit dem sich Geheimdienste seit jeher Idioten zum Erledigen von Drecksarbeit angeln.

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