Apfel-PR

Apple vs. FBI. Was für ein Drama. Man haut sich öffentliche Briefe um die Ohren. Die sozialen Netzwerke kochen über.

Unsere Massenmedien bleiben ihrer Linie als Pressesprecher des Apple-Konzerns treu. Apple, der ritterliche Beschützer der Privatsphäre seiner Kunden.

In Russland reagiert man auf das Theater mit Humor:

Ich glaube, gerade jetzt weint Edward Snowden bitterlich. Er schluckt seine Tränen mit einem guten, kräftigen Wodka hinunter und seine Lebensgefährtin trocknet seine Tränen und sagt: „Eddy, es gibt nun mal Idioten auf dieser Welt, denen nicht zu helfen ist.“

Apple hat neuerdings mit gesunkenen Verkaufszahlen zu kämpfen. Das darf nicht sein! Da aber der Zwang zum Kauf noch keine Option ist, ist man weiterhin auf PR angewiesen. Und da die alte PR nicht vor sinkenden Zahlen schützen konnte, muss etwas neues auf den Tisch.

Wer genau hinschaut, findet selbst in unseren Apple-Pressestellen entlarvendes: Gleich VIER Möglichkeiten bietet Apple an, wie das FBI Ihre Apple-Daten ohne Kenntnis Ihres Passworts ausspionieren kann.

Aber ach! – der FBI hat am Handy herumgefummelt, um das es da geht und sich alle vier Möglichkeiten verbaut. Was soll man davon halten? Man muss wohl annehmen, dass das FBI auf den Fall, bei dem ein IS-Kämpfer in den USA 14 Menschen erschoss, einen Praktikanten angesetzt hat.

Man könnte auch beim FBI nachfragen, ob dort eine der vier Möglichkeiten genutzt wurde, bevor man das Handy sperrte. Ich wette, es ist noch kein Journalist auf diese Idee gekommen.

Naja, und weil das Schauspiel so lustig ist und sich die Leute bei der NSA vor Lachen einnässen, können sie sich ein wenig Trolling nicht verkneifen. Ex-NSA-Chef unterstützt Apple im Kampf gegen Hintertüren.

rofl.

Veröffentlicht in Analysen Getagged mit:
Ein Kommentar zu “Apfel-PR
  1. ped43z sagt:

    Aus dem unter „entlarvendes“ verlinkten Spiegel-Artikel:

    Nur mit der korrekten PIN lässt sich das fragliche iPhone entsperren und der Speicher entschlüsseln. Früher ließen sich solche Sperren durch sogenannte Brute-Force-Angriffe überwinden: Man probierte einfach alle nur denkbaren Zahlenkombinationen durch, bis man die richtige fand.

    Fragt sich, was mit „früher“ gemeint ist, aber man staune:

    Mit aktuellen iPhones funktioniert diese Technik nicht mehr. Zum einen blockiert eine Sperrfunktion das schnelle Ausprobieren von Zahlenkombinationen. Nach mehreren Fehlversuchen baut das System immer längere Pausen ein, sodass man schließlich mehrere Stunden warten muss, um den nächsten Code zu versuchen.

    Jedes Unix-, wie Windows-Derivat beherrscht seit Jahr und Tag die Locking-Funktion bei mehrmaliger falscher Eingabe eines Passwortes. Ebenso geläufig ist das System aus PIN und SPIN bei Kreditkarten.

    Wir erleben das magische Dreieck zur Irreführung der Bevölkerung in Aktion: Konzerne (Apple), FBI und NSA (Politik), Medien (SPON).

    Subtil werden die Opfer missbraucht, um die Köpfe der Menschen in Akzeptanz zu bringen, für eine weitere Etablierung des Gläsernen Menschen.
    Ich staune außerdem, dass dieses IS-Attentat von den Neocons in den USA nicht weiter für ihre Kriegstreiberei im Nahen Osten benutzt wurde – oder doch?

    Grüße
    ped43z