Gewaltenteilung auf ukrainisch

Melnitschuk ist der Kommandeur des Nazi-Bataillons „Aidar“. Melnitschuk ist aber auch Abgeordneter der Rada. Wie so viele Nazi-Feldkommandeure zieht Melnitschuk es vor, sich in Kiew aufzuhalten, anstatt an der Front.

In Kiew nimmt Melnitschuk seine Pflichten und Rechte als Abgeordneter wahr. Auf die Frage, wie er sein Bataillon führe, antwortet er: via Telefon und Internet. Ein Teufelskerl. Dass er in Kiew ist, sei für Aidar nur von Vorteil, denn er macht in der Rada Druck, um die Versorgung seines Bataillons zu verbessern.

Wie fänden Sie es, wenn die Anführer paramilitärischer NPD-Truppen Abgeordnete des Bundestages wären? Lassen Sie diese Vorstellung ein wenig auf sich wirken.

Melnitschuk ist bei weitem nicht der einzige Feldkommandeur, der bei den Wahlen im Oktober in die Rada kam. Unter dem „blutigen Regime“ von Janukowitsch wäre sowas völlig undenkbar gewesen, aber nach der Befreiung des Landes schreitet die Demokratisierung der Ukraine in großen Schritten voran.

Veröffentlicht in Analysen Getagged mit: ,