Sturz von Lenin – live

Ukrainische Patrioten sind gerade dabei, eine Lenin-Statue in Zaporoghje zu stürzen. Damit alle Welt ihre Unfähigkeit bewundern kann, wird die Aktion live übertragen. Den zweiten Tag ist man schon dabei, aber Lenin steht noch immer.

Der russophobe Lenin war es, der die Ukraine zu einem unabhängigen Staat machte. Der russophobe Lenin hat der Ukraine auch russische Ländereien geschenkt. Ukrainische Patrioten sollten Lenin anbeten und ihm neue Denkmäler aufstellen. Aber sie haben nur Scheiße im Kopf (was sie auch so wertvoll macht…) und zerstören die Denkmäler des Mannes, dem sie so viel zu verdanken haben.

Unter dem „Joch“ der Kommunisten wurde aus einer Bauerngesellschaft eine mächtige Industrienation erschaffen. 25 Jahre haben die Patrioten gebraucht, um diese Errungenschaften zu vernichten und aus der Ukraine wieder einen Bauernstaat zu machen. Einen Bauernstaat, der schon mit dem Abriss einer Statue Probleme hat. Machen Sie Ihre Wetteinsätze. Wie lange wird Lenin noch standhalten? Wer fällt zuerst – Lenin oder der Kran? Wie viele Verletzte wird es geben?

Nachtrag, 17.03.2016, 13:00: Es ist vollbracht! Herzlichen Glückwunsch, Idioten. Wenn ihr jetzt noch konsequenterweise Lenins Schandtaten rückgängig machen würdet…

Veröffentlicht in Analysen Getagged mit: ,
12 Kommentare zu “Sturz von Lenin – live
  1. Beat Mario Kurt sagt:

    Ja, wo bleibt Klitschko?
    Oder wurde ihm die Planung übertragen?

    Die Ukrainer scheinen sich gerade heldenhaft selbst abzuwickeln. Ein kümmerliches gelbblaues Stiefmütterchen mit einigen letzten ukrainischen Wurzeln wird am Ende übrig bleiben, bevor auch der Platz der Nation rekultiviert wird.

    Analitik,
    die Älteren 50+ sind doch noch Profiteure der fundierteren technischen Allgemeinbildung gewesen. Hat diesen mentalen Wandel allein die (25Jahre) Presse und enttäuschende falsche Hoffnungen geschafft, oder sind es die jungen jetzt gestaltenden Generationen, denen der Kompass so komplett abhanden kam?
    Oder ist das alles nur ein Zeichen von geringem echtem nationalen Selbstbewußtsein? Die russischen Nachbarn zeigen doch eigentlich wie’s geht..

    • Analitik sagt:

      Medien und Bildungssystem wurden nach der Unabhängigkeit sofort massiv unterwandert. Eine Armee von westlichen NGOs hat hart gearbeitet.

      Der Unterschied zwischen Ukraine und Russland ist, dass Russland im westlichen Weltbild das ultimative, endgültige Böse ist. Das trichtert man sowohl in der Ukraine als auch in Russland ein, aber in Russland kann das nicht so fruchtbar sein, weil Menschen sich naturgemäß weigern, sich selbst als das Böse wahrzunehmen. Russland ist von westlicher Propaganda direkt angegriffen und wehrt sich daher. Die Ukraine ist auch angegriffen, aber derart, dass sie selbst als Freiheitskämpfer dargestellt werden und die bösen Russen als diejenigen, die dem ukrainischen Glück im Weg stehen. Das ist viel fruchtbarer als Propagandastoff, weil für die Ukrainer sehr schmeichelhaft und bequem.

      Und nachdem der Westen 25 Jahre lang ungehindert seine Lügen in die ukrainischen Köpfe scheißt, ist der jungen Generation dort tatsächlich der Kompass komplett abhanden gekommen. Dafür bezahlen sie jetzt mit Blut, Armut und der Rückkehr zum Agrarstaat.

      • Beat Mario Kurt sagt:

        Danke!

        Bei W. Kaminer scheint ja -laut eigenem Bekennen- eine ‚Mischung‘ vorhanden zu sein. „Russen haben ein großes Herz, Familie und viele Freunde, nicht jedoch Putin, ein totalitärer Mensch“ (nicht wörtlich). Kaminer ist ja recht früh -anfang der 90er- nach Berlin, und vertritt mittlerweile international die deutsche Literatur im Goethe-Institut, zumindestens nach eigenem Aussagen. In einer seiner Leseungen hab ich wirklich Tränen gelacht – er ist witzig und dabei nicht unphilosophisch, und mich 1 Jahr später dann über seine Ukraine-Statements mehr als gewundert, wenn nicht sogar empört. Er scheint eingekauft zu sein, oder gewieft und geschäftstüchtig, mit einer mehr als verkaufsorientierten Moral.

        Wie sehen ihn denn die Russen?

        • Analitik sagt:

          Kaminer ist typischer antirussischer russischer Liberaler. In Russland ist er kein Thema. Aber im Westen werden solche Leute gehegt und gepflegt wegen ihrer Russlandfeindlichkeit.

          Ein Beispiel: Ein Verwandter aus Russland war zu Besuch in Deutschland. Bei Phoenix lief eine Reportage über Russland, wo zahlreiche russische Experten vom Schlage Kaminers zu Wort kamen, um den Deutschen Russland zu erklären. Der Verwandte sagte nach einer Viertelstunde: „Ich kenne keinen einzigen von ihnen. Wo kriegt ihr diese Leute her?“

          Solche Leute werden von westlicher Propaganda gebraucht, um besonders geschickt in die Gehirne westlicher Bürger zu scheißen. Es wirkt besonders glaubwürdig, wenn Russen selbst kritisch über Russland sprechen. Das kann ja wohl keine Propaganda sein, nicht wahr?

  2. kein Plan sagt:

    Das kann man als normaler Mensch nicht mehr begreifen!
    Anstatt die Wut und den Frust auf die wirklichen Gegner der Ukraine und deren Bevölkerung zu konzentrieren,betätigt man sich als Dekmalstürmer.
    Nichts darf mehr an jene Zeiten erinnern als die Ukraine noch ein hochentwickeltes Industrieland war.
    Die Schwarzerdegebiete sind nahezu komplett an US/EU Konzerne verkauft.
    Zur Zeit bietet man Staatseigentum zum halben Preis an!
    Was solls,mitten in Europa ein 45 Mio.Einwohner Failed State der mehr und mehr zum Problem wird.
    Irgendwann werden US/NATO Schergen die Hirngewaschenen Nazihorden in der Ukraine gen Russland schicken ,das dürfte dann das Ende sein!
    Vielleicht kommt das Ende aber noch viel früher,nämlich dann wenn die Faschohorden beschließen den Donbass zu stürmen.
    Ich wünsche denen einen riesigen Hamburger Hill.

    Das Teile und Herrsche Propagandading funktioniert halt noch immer und nicht nur im kleinen Maßstab.

  3. Johanniskraut sagt:

    Ich finde es auch sehr sehr schrecklich, wie Denken und Empfinden der Menschen in allen Ländern unter westlichen Einfluss derart verdreht werden kann, dass sie sich willfährig anwerben lassen, gegen die zu kämpfen, die es ernsthaft gut mit ihnen meinen.

    Ich stehe genau wie Ihr liebe Mitforisten, mit offenen Mund sprachlos da und weiß nicht weiter…

  4. Tja ANALITIK, bin da mal vor J & T nach Mitternacht in Mecklenburg aus dem Tiefschlag mit der tel. Anfrage: „Will’ste nicht als dritter Investor in’s ‚Kaffee Burger‘ einsteigen?“ gerissen worden – und so kam „Olga von der Wolga“ implizite KAMINER zur „Russendisko“ gleich neben den „Polnischen Versagern“ in der Turmstraße! Noch Fragen?
    PS.: Mein implizierter Biograph war dort dann ne‘ ganze Weile später der “ Montagssuppenkoch“, implizite MADONNAs ‚Berliner- Besuch -Tages- Ausklang‘! Noch Fragen?

  5. Tja ANALITIK, „Kerin’s Plan“ bzgl. gescheitertem Bolschewikistan 2.0 schlägt nun typischer Weise gegen den „Club der Polnischen Versager“ (a ‚la Turmstraße) vs. „Freie Syrische Armee“ in Haß um! Noch Fragen?

  6. Mencey sagt:

    Zitat: „Aber sie haben nur Scheiße im Kopf (was sie auch so wertvoll macht…)“

    Dem kann ich nur zu 100% zustimmen!!!
    Sa Donbass!!

    • Tja ANALITIK, vielleicht ein Grund, warum Sie auf meinem Provider im Gegensatz von z. B. SAKER, NOCHEINPARTEIBUCH, RUSSOPHILUS etc. akt. noch auf dem Bronzeplatz stehen! Noch Fragen?

      • Tja ANALIK, bin zwecks Klärung von meinem eher wissenschaftsorientierten Provider mal zur Basis YANDEX gegangen: Platz 1, aber die Feinheiten deutschsprachiger Schmutzkampagnen sind denen verständlicher Weise nicht so geläufig! Noch Fragen?

  7. Johanniskraut sagt:

    Tipp:

    Endlos geile Diskussion auf´m Parteibuch zum jüngsten Flüchtlingskrisenartikel…

    https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2016/03/18/warum-setzt-die-eu-die-tuerkei-nicht-unter-druck/#comments